DE231484C - - Google Patents
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- DE231484C DE231484C DENDAT231484D DE231484DA DE231484C DE 231484 C DE231484 C DE 231484C DE NDAT231484 D DENDAT231484 D DE NDAT231484D DE 231484D A DE231484D A DE 231484DA DE 231484 C DE231484 C DE 231484C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D45/00—Looms with automatic weft replenishment
- D03D45/20—Changing bobbins, cops or other loom components carried by the shuttle
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- M 231484-KLASSE 86 c. GRUPPE
. FELIX FERNBACH in BERLIN.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für Webstühle, insbesondere Teppichknüpfstühle
zum.selbsttätigen Auswechseln der in das Grundgewebe einzutragenden bzw. einzuknüpfenden
verschiedenfarbigen Fäden. Die der gewünschten Farbenanzahl entsprechende Anzahl Fäden wird in Röhren eines Zylinders
geführt, der mit einer der Fadenzahl entsprechenden Anzahl Bolzen schraubenlinig besetzt
ist. Gegen diese Bolzen schlagen unter dem Einfluß einer pneumatischen Mustervorrichtung
stehende Bolzen, die den Farbenzylinder in der der einzutragenden bzw. einzuknüpfenden
Farbe entsprechenden Stellung festhalten.
!5 Für die pneumatische Mustervorrichtung
wird ein Musterstreifen aus Papier verwendet, welcher für jeden Farben wechsel durchlocht
ist und für jeden Schußeintrag bzw. Knoten eine andere Farbe liefert. Die Luft der
Mustervorrichtung wird nach einem Windkessel geführt, welcher durch ein Sicherheitsventil
vor Überdruck geschützt ist.
Die Vorrichtung ist für 30 Farben eingerichtet und kann in gleicher Anordnung bis
zu 50 verschiedenen Farben erhöht werden. Sie ist in Fig. 1 der Zeichnung in einem Längsschnitt
dargestellt, während die übrigen Figuren Einzelheiten zeigen.
Durch Ketten und Kettenräder wird Welle a angetrieben. Auf derselben sind drei Exzenter
befestigt. Eines davon bewegt Walze δ durch Hebel c, Zughaken d und Sperrad e bei einer
Umdrehung der Welle α um einen Zahn vorwärts.
Walze b treibt den Musterstreifen f bei jeder Bewegung eine Lochreihe (5 mm) weiter.
Der Musterstreifen f wird zwischen der fest- . stehenden Platte g und der beweglichen Verschlußplatte h hindurchgeführt. Bei Aufwärtsbewegung
des Züghakens d steht der Musterstreifen f still; in diesem Zeitraum wird die
Verschlußplatte h durch Exzenter i und Rolle k
fest an die Platte g herangedrückt. Exzenter i wird von der Welle α wieder durch
Kettenräder und Ketten bewegt. Wenn das Exzenter i die Verschlußplatte losläßt, rückt
der Musterstreifen f weiter vor und wird nachdem wieder fest zusammengedrückt. Da
die Verschlußplatte h beweglich ist, so ist Luftkanal / mit Windkessel m und Ventil η
durch einen nicht dargestellten Schlauch verbunden.
Wird nun Ventil η durch Hebel 0 durch
ein zweites Exzenter auf der Welle α geöffnet,
so tritt Luft in den Luftkanal I, sobald die Verschlußplatte h fest an die Platte g herangedrückt
ist. Die Platte g (Fig.'2) hat in einer Linie 30 Löcher, Verschlußplatte h
(Fig. 2 a) einen langen Luftkanal.
Werden beide Platten zusammengelegt (Fig. 2b) und Luft in den Luftkanal gelassen, so kann
diese in 30 Löcher der Platte g eintreten.
Zwischen beiden Platten g und h wird der Musterstreifen f (Fig. 3) durchgeführt. Die
gleichmäßige Führung des Musterstreifens wird dadurch bewirkt, daß auf Walze b (Fig. 4) in
gleichmäßigen Abständen Eicheln p aufgelegt
sind, welche in die zu beiden Seiten der Musterkarte · geschlagenen Führungslöcher eingreifen.
In einem Rahmen (Fig. i) sind 30 Zylinder
angeordnet, in jedem derselben ein Kolben. Alle 30 Zylinder sind durch je ein Rohr 1 mit
den Löchern der Platte g verbunden. Durch den Musterstreifen werden die 30 Löcher der
Platte g von dem Luftkanal der Verschluß platte h getrennt. Nur wo die Musterkarte
ein Loch aufweist, kann die unter Druck befindliche Luft durch den Musterstreifen, durch
Platte g in das Rohr 1 und den Zylinder ia
eintreten und Kolben i* mit Bolzen ic herausdrücken.
Jeder vorgedrückte Bolzen wird von einer Sperrvorrichtung (Fig. la und ib) so
lange festgehalten, bis der nächste Bolzen diese auslöst. Diese Sperrvorrichtung ist in
den Fig. ia und ib dargestellt. Die Sperrleiste
t (Fig. 1 a) reicht über sämtliche 30 Bolzen und Nocken. Steht ein Bolzen vor, so
würden die anderen gedrückt, und in dem Augenblick, wo die Sperrleiste t durch einen
vorgehenden Bolzen beiseite gedrückt wird, wird der bisher vorstehende Bolzen aus seiner
Sperrung gelöst und durch Feder r zurückgezogen.
In Fig. ib wird der Kolben 30^ im Zylinder
30a durch die Feder r zurückgehalten;
sobald Luft den Kolben vordrückt, wird Hebel s mit Sperrleiste t durch den Nocken u
seitwärts gedrückt, wodurch Sperrleiste t durch Feder ν in die Vertiefung des Nocken u einfällt.
Je nachdem die Musterkarte durchlocht ist, werden die Bolzen 1 bis 30 vorgedrückt
und durch Federung zurückgezogen. Findet keine Farbenwechselung statt, so darf der
Musterstreifen nicht gelocht sein, welcher gleichmäßig für jeden Schuß bzw. Knoten
durch Walze b um eine Lochreihe weiter gezogen wird. ■
Vor diesen 30 Bolzen ist ein um seine Achse A drehbarer Farbenzylinder B angeordnet (Fig. 1
und 6). Um diesen Zylinder sind 30 Anschlagstifte C schraubenlinig von unten nach oben
befestigt; ist nun z. B. Bolzen τ° vorgedrückt
und der Farbenzylinder in Drehung versetzt, so kann sich derselbe so lange bewegen, bis
ein in gleicher Höhe befindlicher Anschlagstift den Bolzen ic berührt. In dieser Weise kann
der Farbenzylinder B in 30 verschiedenen Stellungen festgehalten werden.
Im Zylinder B auf der Achse A sind 30 nebeneinander stehende Röhren R im Kreise
befestigt, welche durch einen Bogen von unten nach außen in wagerechter Richtung enden,
wie auf Fig. 1 dargestellt ist. Oberhalb des Zylinders B befindet sich ein vierseitiger Spulenrahmen
mit je sieben bzw. acht Garnrollen (Fig, 6). Letzterer wird durch eine Zugfeder 1
von dem Zylinder B vorwärts bewegt. Vor jeder Garnrolle 2 befindet sich eine öse 3 als
Fadenführer, um das Verwickeln der einzelnen Wollfäden miteinander zu verhindern.
Fig. 6 a ist der untere Teil des Spulenrahmens mit 30 Löchern, durch welche die Fäden
geführt werden, um von hier in die Rohre R des Zylinders B zu gelangen.
Fig. 6 b ist eine obere Ansicht des Zylinders B.
Fig. 6 c ist eine untere Ansicht des Zylinders B.
Fig. 6d ist eine Seitenwand des Spulenrahmens.
Fig. 6e zeigt die Garnrollen und Ösen, durch welche der Wollfaden gezogen wird.
Von den Spulen werden die Wollfäden durch die Röhren R im Zylinder B nach unten geführt
und von der Feder D (Fig. 5) gehalten. Diese Feder bewirkt, daß der Wollfaden von
der Eintragzange leicht herausgezogen werden, aber nicht rückwärts entweichen kann. Das
Sperrad E auf Zylinder B mit Sperrklinke F
(Fig. 5 a) hält den Farbenzylinder B fest bis zu seiner weiteren Vorwärtsbewegung.
Die Drehung des Farbenzylinders erfolgt durch eine Luftdruckkuppelung.
Auf der Hauptwelle α ist ein Zahnrad H befestigt, welches in ein zweites Zahnrad /
eingreift und dieses im Verhältnis 1 : 2 bewegt. Zahnrad / ist auf Hülse K um Achse A befestigt. Hülse K ist oben gezahnt (Fig. 1).
In diese greift Hülse L, welche oberhalb in einer runden Platte M endet und einen Fiberring N aufgeschraubt hat. Von der Hülse L
und den Schubstangen O wird nun Ring P gehalten, in dem oben Kugeln eingelegt sind.
Werden nun durch Feder W die Hebel S und T (Fig. 5) und der Ring P gehoben, so
wird dadurch der Fiberring N an die Eisenplatte U des Farbenzylinders B angepreßt
und dieser mitgenommen. Als Gegendruck ist oben am Zylinder B ein Kugellager V angebracht.
Das Ausrücken der Kuppelung erfolgt wie nachstehend beschrieben: Die Hauptwelle a
bewegt durch ein drittes Exzenter ζ (Fig. 5 b) den Hebel X und die Stange y auf und ab.
Beim Abwärtsbewegen der Stange y (Fig. 5 c) wird diese, sobald sie den Bolzen F2 freiläßt,
nach rechts gezogen (Fig. 5 d). Dadurch ist die Kugel F3 im Kugelventil auf ihren unteren
Sitz gefallen; das Rohr F4 ist mit dem Windkessel
verbunden.
Hierdurch wird die unter Druck befindliche Luft vom Rohr F4 in Rohr F5, Zylinder F6,
geleitet und drückt Kolben F7 mit dem Hebel S nach unten, wodurch Entkuppelung
von K und L erfolgt.
Solange keine Farbe wechselt, ist die Kuppe-
lung außer Wirkung. Wechselt eine Farbe, so wird der Hebel S mit der Zugstange F8
(Fig. ia) seitwärts gedrückt, hierdurch wird
Stange y (Fig. 5 c und 5 dl) wieder nach links gezogen, der Bolzen F2 hebt, sich und hält y
fest. Bei der sofort erfolgenden Aufwärtsbewegung der Stange y wird die Kugel F3 gehoben
und schließt das vom Windkessel kommende Rohr F4. Dadurch entweicht die im
Zylinder F6 befindliche Luft durch Rohr F5
und Kanal F11 nach außen; die Feder W zieht
den Hebel S an und der Farbenzylinder wird so lange mitgenommen, bis er von dem vorher
vorgedrückten Bolzen angehalten wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schußfadenwechsel für Webstühle, insbesondere für Teppichknüpfstühle, dadurch gekennzeichnet, daß die der Anzahl der Farben entsprechende Anzahl Fäden in Röhren (R) eines Zylinders (B) geführt ist, der mit einer der Fadenanzahl entsprechenden Anzahl schraubenlinig angeordneter Bolzen besetzt ist, gegen die unter dem Einfluß einer pneumatischen Mustervorrichtung stehende Bolzen schlagen, die den Zylinder (B) in der der gewünschten Farbe entsprechenden Stellung festhalten.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE231484C true DE231484C (de) |
Family
ID=491592
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT231484D Active DE231484C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE231484C (de) |
-
0
- DE DENDAT231484D patent/DE231484C/de active Active
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