DE2314709A1 - Elektrische zuendvorrichtung - Google Patents
Elektrische zuendvorrichtungInfo
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Description
ΰΖ-Nr.: 73029
DYNAMIT NOBEL AKTIENGESELLSCHAFT Troisdorf Bez. Köln
Elektrische Zündvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine elektrische Zündvorrichtung, insbesondere
für Handgranaten, mit einer bei Krafteinwirkung aktivierbaren elektrischen Energiequelle und einem die Detonation
eines Zündelementes gegenüber der Aktivierung der Energiequelle verzögernden elektrischen Verzögerungsteil mit einem RC-Glied ;
mit veränderbarer Zeitkonstante.
Bei Handgranaten, aber auch bei anderen Explosivkörpern, ist es ι
wichtig, daß die Zerlegung mit einer Zeitverzögerung gegenüber \ der Auslösung erfolgt, weil der Explosivkörper erst aus dem Ge- ;
fahrenbereich geschleudert oder geschossen werden muß. Die Verzögerung erfolgt bei Handgranaten mit mechanischen, durch eine'
Feder betriebenen Verzögerungszündern oder durch pyrotechnische Zündeinrichtungen, die mit Brennstrecken, Schmelzsicherungen
o.dgl. arbeiten. Die mechanischen Verzögerungseinrichtung haben :
den Nachteil der Temperaturabhängigkeit und sind alterungs anfäll ig. Ebenso wie pyrotechnische Verzögerungs- und Zündeinrichtungen
beanspruchen sie relativ viel Raum, was insbesondere bei kleineren
Explosivkörpern wie Handgranaten unerwünscht ist.
Bei pyrotechnischen Verzögerungseinrichtungen besteht darüber hinaus die Möglichkeit, daß in der pyrotechnischen Brennstrecke
unentdeckte Fehlstellen vorhanden sind, die durch fehlerhaftes Einpressen des Brennsatzes entstehen und zu einem zu schnellen
Durchbrennen führen. Dabei können erhebliche Gefährdungen auftreten. Eine sichere Funktionskontrolle bei einer Massenproduktion
derartiger Verzögerungseinrichtungen ist mit vertretbarem Aufwand nicht möglich.
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Gemäß der DT-OS 1.933.277 ist es ferner bekannt, elektrische
Zündvorrichtungen mit einem elektrischen Verzögerungsteil zu versehen, das ein RC-Glied, einen Schwellwertschalter und einen
Leistungsschalter aufweist. Die sich nach Anlegen der Zündspannung mit zeitlicher- Verzögerung am RC-Glied aufbauende elektrische
Spannung zündet nach Überschreiten der vom'Schwellwertschalter festgelegten Schaltspannung* den als Leistungsschalter verwendeten
Thyristor, der daraufhin die Zündspannung auf das Zündelement schaltet. Diese elektronischen Verzögerungsteile weisen
eine sehr geringe Baugröße auf und können hinsichtlich ihrer einwandfreien Funktion zuverlässig überprüft werden.
Es ist weiterhin bekannt, bei elektrischen Verzögerungsteilen
zur Anpassung an die jeweiligen Erfordernisse des Einzelfalles eine Veränderung der Zeitverzögerung vorzusehen, indem die Zeit- ;
konstante des RC-Gliedes geändert wird. Beispielsweise kann dazu der Widerstand des RC-Gliedes als Potentiometer ausgebildet
werden, so daß die Größe des Widerstandes und damit auch die Verzögerungszeit des fertigen Verzögerungsteiles stetig verstellt
v/erden kann. Statt dessen können aber auch mehrere Widerstände vorgesehen werden, die entsprechend der im Einzelfall geforderten
Verzögerungszeit mittels mechanischer Schalter zu- oder abgeschaltet werden und dadurch eine stufenweise Ä*nderung der Verzögerungszeit
ermöglichen. Abgesehen davon, daß elektrische Zündvorrichtungen mit diesen Verzögerungsteilen veränderbarer Verzögerungszeit
aufgrund der mechanischen Schaltelemente wieder'
relativ viel Platz beanspruchen, der insbesondere in kleineren Explosivkörpern oftmals nicht zur Verfugung steht, sind sie aufgrund
der elektrischen Berührungskontakte im Potentiometer bzw.
in den mechanischen Schaltern empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen,
so daß die geforderte Funktionssicherheit nicht gewährleistet
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Nachteile
bei einer elektrischen Zündvorrichtung, insbesondere für Handgranaten, mit einer bei Kräfteinwirkung aktivierbaren elek-
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trischen Energiequelle und einem die Detonation eines Zündelementes
gegenüber der Aktivierung der Energiequelle verzögernden elektrischen Verzögerungsteil mit einem RC-Glied mit veränderbarer Zeitkonstante, zu vermeiden, d.h. diese so. auszubilden,
daß sie bei möglichst kleiner B?.ugröße und geringem Fertigungsaufwand auch unter ungünstigen Umweltbedingungen einwandfrei
funktioniert.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß '■
das RC-Glied mehrere in Reihe und/oder parallel angeordnete '' Widerstände und/oder Kondensatoren aufweist, die durch elektri- \
sehe Leitungen funktionell miteinander verbunden sind, wobei .! diese Leitungen zwecks vorgegebener Veränderung der Verzögerungszeit durch Durchschneiden oder Abscheren unterbrechbar sind. ·
Damit werden in vorteilhafter Weise jegliche Berührungskontakte j im RC-Glied vermieden und die durch Kontaktveränderung bedingten
Funktionsabweichungen ausgeschlossen. Je nach Anordnung der ; elektrischen Leitungen werden durch deren Durchschneiden oder
Abscheren die Widerstände und/oder Kondensatoren zu- oder abgeschaltet. So können bei einer Parallelschaltung der Widerstände
bzw. Kondensatoren durch Unterbrechung der diese verbindenden elektrischen Leitungen in Abhängigkeit davon, zwischen welchen
Widerständen bzw. Kondensatoren die Unterbrechung erfolgt, eine ; mehr oder weniger große Anzahl davon abgeschaltet werden. Dabei
v/irkt sich eine Änderung der Kapazität stärker aus als eine entsprechende Widerstandsänderung.
In Hinblick auf einen möglichst geringen Fertigungsaufwand ist
in zv/eckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß das
RC-Glied einen Basiswiderstand und wenigstens einen in Reihe damit angeordneten Zusatzwiderstand aufweist, wobei der wenigstens
eine Zusatzwiderstand durch die elektrische Leitung in sich kurzgeschlossen ist. Infolge der Durchtrennung der den
vT?nirstens einen Zusatzwiderstand überbrückenden elektrischen
Leitung wird der Zusatzwiderstand dem Basiswiderstand nachgeschaltet
und die V^rzßrc-rungszeit ent.sprechend verlängert. Wei-
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tere Verlängerungen sind durch Zuschaltung eines zweiten, dritten usv/. Zusatzwiderstendes möglich. Selbstverständlich kann,
sofern es fertigungstechnisch vorteilhaft sein sollte, dabei auch der Basiswiderstand mittels einer entsprechenden elektrischen
Leitung in sich kurzgeschlossen werden, die dann allerdings vor Auslösung der Zündvorrichtung in jedem Falle unterbrochen
werden muß, um die Grundverzögerung zu erhalten, bevor die entsprechenden KurzSchlußleitungen der einzelnen Zusatzwiderstände
wahlweise unterbrochen werden. Anstelle der Widerstände können grundsätzlich aber auch je für sich mittels der
elektrischen Leitungen kurzgeschlossene Zusatzkondensatoren in Reihe geschaltet werden, sofern sich das im Einzelfall als . :
zv/eckmäßig erweisen sollte. ;
Die Durchtrennung der elektrischen Leitungen kann beispielswei- \
se mit Hilfe eines im Zündergehäuse angeordneten Trennmessers erfolgen, das direkt von außen betätigt und entsprechend verschoben
werden kann. Um jedoch auch unter ungünstigen Umständen,
beispielsweise bei großer Kälte, eine schnelle und sichere Einstellung
der jeweiligen Verzögerungszeit zu ermöglichen, ist gemäß einem v/eiteren Vorschlag der Erfindung das RC-Glied in einem
zweiteiligen Gehäuse untergebracht und die Unterbrechung der elektrischen Leitungen erfolgt durch Verdrehen und/oder Verschieben
der beiden Gehäuseteile gegeneinander. Gemäß einem anderen Vorschlag der Erfindung ist dabei ferner vorgesehen,
daß die beiden Gehäuseteile mittels federnder Rastelemente in vorgegebenen Drehwinkel- bzw.. Verschiebestellungen gegeneinander
fixierbar sind. Dadurch wird einerseits die Gefahr einer unbeabsichtigten Verstellung bei der Handhabung des Explosivkörpers
mit eingebauter Zündvorrichtung erheblich vermindert, und andererseits
kann aufgrund der akustisch deutlich wahrnehmbaren·-
Einrastgeräusche die gewollte Verstellung auch bei Dunkelheit sicher durchgeführt v/erden.
rrfindungsgemäß ist des weiteren vorgesehen, daß die elektrischen
Leitungen einen schleifenförmlgen Abschnitt aufweisen, der durch
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Verdrehen und/oder Verschieben des einen Gehäuseteiles abscherbar ist. Im Vergleich zum einfachen Durchschneiden einer beispielsweise
geraden elektrischen Leitung ist damit der Vorteil verbunden, daß nach dem Abscheren des schleifenförwigen Abschnittes
die beiden Enden der elektrischen Leitung räumlich und damit auch elektrisch eindeutig voneinander getrennt sind,
so daß es keiner besonderen Hilfsmittel bedarf, um einen erneuten elektrischen Kontakt der Enden der unterbrochenen elektrischen
Leitung zu verhindern.
Eine besonders kompakte, handhabungs- und funktionssichere Aus- ■
führung der erfindungsgemäßen Zündvorrichtung ergibt sich, wenn
gemäß einem anderen Vorschlag der Erfindung die beiden Gehäuse- : teile als zwei ineinandersteckbare, gegeneinander verdrehbare !
Hülsen ausgebildet sind, von denen die eine Hülse die Energie- ■ quelle, den Verzögerungsteil und das Zündelement enthält und ;
die weitere Hülse eine mit ihr verdrehfest verbundene Trenn- ; scheibe aufweist, welche die erste Hülse an ihrem den Verzögerungsteil
aufweisenden Ende abschließt und auf ihrer diesem zugewandten Seite mit einer kreissegmentförmigen Nut versehen
ist, in welche die schleifenförmigen Abschnitte der elektrischen Leitungen hineinragen und an einer am einen Ende der Nut ausgebildeten Abscherkante abscherbar sind.
Um bei einer aus elektrisch leitfähigem Material hergestellten Trennscheibe eine elektrisch leitende Verbindung der beiden Enden
der abgescherten elektrischen Leitung über die Trennscheibe zu vermeiden, wird erfindungsgemäß die Trennscheibe auf ihrer
der ersten Hülse zugewandten Seite mit einer v/eiteren kreiseegmentförmigen
Nut versehen, in welche die nach dem Abscheren, freiliegenden Enden der ursprünglichen schleifenförmigen Abschnitte
ohne elektrischen Eontakt mit der Trennscheibe und un- ■
tereinander hineinragen. Diese v/eitere Nut kann auch als Fortsetzung der ersten Nut ausgebildet werden, sofern beispielsweise
keine Gefahr besteht, daß die abgescherten schleifenförmigen
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Abschnitte, die innerhalb der ersten Nut unkontrolliert hin und herfallen, einen erneuten elektrischen Kontakt der beiden- Enden
der unterbrochenen elektrischen.Leitungen ermöglichen.
In vielen Fällen wird gefordert, daß bei einer unbeabsichtigten Aktivierung der Energiequelle und dadurch bedingter Detonation
des Zündelementes die nachgeschaltete Übertragungsladung, der Booster, nicht gezündet werden darf. Hierfür ist gemäß einem
weiteren Vorschlag der Erfindung vorgesehen, die Trennscheibe gleichzeitig als mechanische Detonatorsicherung zwischen exzentrisch
angeordnetem Zündelement und Booster auszubilden, in- :
dem die Trennscheibe mit wenigstens zv/ei exzentrisch angeordneten Bohrungen versehen ist, die in den vorgegebenen Drehwinkel- !
Stellungen dem Zündelement zugeordnet sind. Ob die Bohrungen :
dabei durchgehend oder als Sackbohrungen ausgebildet sind, hängt,
von den Voraussetzungen des Einzelfalles ab. In jedem Falle ist :
die Ausbildung so zu wählen, daß in der Sicherstellung der Zündvorrichtung keine Detonationsübertragung vom Zündelement auf
den Booster möglich ist. Das gilt auch für die eventuelle durchgehende Ausführung der kreissegmentförmigen Nut bzw. Nuten.
Bei nicht-durchgehenden Bohrungen gehen diese vorzugsweise von :
der dem Zündelement zugekehrten Seite der Trennscheibe aus. Falls auch die Nut bzw. Nuten nichtdurchgehend ausgebildet sind,
ist dann die dem Booster zugekehrte Seite der Trennscheibe völlig geschlossen, so daß die Ladung des Boosters gegebenenfalls
unmittelbar gegen die Trennscheibe in das Zündergehäuse eingepreßt
v/erden kann.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Figuren
an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen ■·
Figur 1 im Prinzip den konstruktiven Aufbau einer Handgranate mit eingesetztem Zünder,
Figur 2 das elektrische Schaltbild der erfindungsgernäßen Zündvorrichtung
wie sie in einer Handgranate nach Fig. 1
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zu verwenden ist,
Figur 3 das Ersatzschaltbild des in der Schaltung von Fig.
verwendeten Schwellwertschalters,
Figur h eine Möglichkeit der Aufteilung des Widerstandes
einer Verzögerungsschaltung zur Erzielung wahlweise
einstellbarer Verzögerungszeiten,
Figur 5 im Längsschnitt die konstruktive Ausbildung eines Handgranatenzünders und
Figur 6 die Draufsicht der in Figur 5 gezeigten Trennscheibe.
Der piezoelektrische Handgranatenzünder 10 nach Figur 1 bildet ein separates Teil, das in ein eine Sprengladung enthaltendes
Handgranatengehäuse 11 eingeschraubt wird. Der Zünder v/eist einen Sicherheitsbügel 12 auf, nach dessen Abwurf ein von einer
Feder 13 vorgespannter Schlaghammer 14 eine Drehung um seine Schwenkachse 15 ausführt und auf einen Amboß 16 aufschlägt. Unter
dem Amboß 16 liegt ein Piezoelement 17, das in einen Gegenhalter
18 eingebettet ist und durch den Schlag elastisch verformt wird. Die durch diese Kräfteinwirkung im Piezoelement 17
erzeugte elektrische Ladung wird über den Verzögerungsteil 19 an das Zündelement 20 weitergeleitet. Anstellt, eines Piezoeleraentes
als elektrische Energiequelle kann abar grundsätzlich beispielsweise auch eine elektrische Batterie verwendet werden,
deren Spannung ggf. erst im Augenblick der Aktivierung erzeugt wird. Das Zündelement 20 ist beispielsweise gemäß der DT-OS
2.020.016 als Kstallschichtzündmittel ausgebildet, das in einer
nach unten hin offenen Eohrung 21 des Zündergehäuses sitzt und bei seiner Auslösung die Detonation der in dem Granatengehäuse
11 untergebrachten Sprengladung bewirkt.
Der Amboß 16, das Piezoelement 17, der Gegenheiter 1.8, der Verzöge
rungs teil 19 sov.de das Zündelement 20 sind koaxial hintereinander in dem Zündergehäuse in dichter Prckung angeordnet.
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"In Figur 2 ist die elektrische Schaltung des in Figur 1 dar- '
gestellten Zünders abgebildet. Dem Piezoelement 17 ist eine ;
Speicherschaltung, beispielsweise aus Diode 22 und Speicherkondensator 23, nachgeschaltet. Parallel zum -Speicherkondonsator
23 ist zur Spannungsstabilisierung die Zenerdiode 24 geschaltet. Damit.wird erreicht, daß die Verzögerungsschaltung
unabhängig von der Stärke des auf das Piezoelement 17 ein- j wirkenden mechanischen Impulses mit einer definierten Spannung '
betrieben wird, so daß die erhaltene Verzögerung unabhängig ; von der Stärke des Hamm er impulses ist, der infolge von Abwei- j
chungen in der Massenfertigung der Federn 13 Schwankungen unterliegt.
Die Ladung des Speicherkondensators 23 wird dem aus einem Widerstand 25 und einem damit in Reihe geschalteten Kondensator
26 bestehenden RC-Glied zugeführt, das bei 27 mit dem ;
Steuereingang eines Schv/ellwert schal te rs 28 verbunden ist, dessen
Laststrecke, in die auch das Zündelement 20 eingeschaltet ist, ebenfalls parallel zum Speicherkondensator 23 liegt. ■
Die Wirkungsweise der Schaltung ist folgende: Beim Aufschlagen des Hammers 14 (Fig. 1) auf den Amboß 16 wird an dem Fiezoelement
17 eine elektrische Ladung erzeugt, die über die Diode 22 auf den Speicherkondensator.23 gespeichert wird. Die Spannung
am Kondensator 23 wird durch die Zenerdiode 24 auf den Konstantwert stabilisiert. An dem RC-Glied 25, 26 liegt die stabilisierte
Spannung an. Entsprechend dessen Zeitkonstante baut sich bei 27 verzögert eine Spannung auf, die nach Erreichen des
Schwellwertes von Schwellwertschalter 28 dessen Durchschaltung bewirkt, so daß dessen Laststrecke niederohmig wird und Leitung
30 zum Zündelement 20 durchgeschaltet wird. Das Zündelement.
wird hierdurch gezündet und leitet die Detonation der Granate ein.
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— ο —
Die in Figur 2 dargestellte Schaltung kann hinsichtlich ihrer Funktion geprüft und ggf. einjustiert werden. Sie kann auf
kleinstem Raum in dem Zündergehäuse untergebracht werden und ggf. auch aus einem oder mehreren steckbaren Modulen bestehen,
die in das Zündergehäuse-eingesteckt oder aneinandergesteckt
werden. ·
In Figur 3 ist zur näheren Erläuterung das Ersatzschaltbild einer
möglichen Ausbildung des Schwellwertschalters 28, der normaler weise als integrierter Baustein ausgebildet ist, abgebildet.
Die Anoden-Kathodenstrecke (Laststrecke) 30, 31 .ist; durch einen
Thyristor 32 in Reihe mit einer Diode 33 dargestellt. An der ■
Steuerelektrode des Thyristors 32 liegt eine in Sperrichtung betriebene Diode 34. Bei überschreiten der natürlichen Durchbruchspannung,
die zwischen 6,8 und 7»1 V liegt, wird die Diode 34 ,
leitend und zündet den Thyristor 32. Die Diode 33 dient zum
Schutz gegen unerwünschtes Zünden. Dieses Zün- :
den tritt ein, wenn sehr steile Spannungsanstiegsverhältnisse
zwischen Anode und Kathode auftreten.
In Figur 4 ist eine Ausführungsform des Verzögerungsteiles dargestellt,
bei dem der Basiswiderstand 25a und die drei Zusatzwiderstände 25b, c und d in Reihe geschaltet sind. Die Zusatzwiderstände
sind mittels der elektrischen Leitungen 35 je für sich kurzgeschlossen. Die Leitungen 35 v/eisen die schleifenförmigen
Abschnitte 36 auf.
Eine Möglichkeit der konstruktiven Ausbildung der erfindungsgemäßen
Zündvorrichtung ist in den Figuren 5 und 6 dargestellt. Hierbei ist aus Gründen der Übersichtlichkeit der Sicherheitsbügel, der Hammer sowie die den Hammer spannende Feder fortgelassen.
Die Zündvorrichtung veist ein zweiteiliges Gehäuse- 37 auf. Der
untere Gehäuseteil 33 ist eine am oberen Ende mit einem Flancch
39 versehene Hülse, die mit einem unterhalb des Flansches liegenden Außengewinde L0 in 'as Handgranatengehäuse eingeschraubt
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,OHeERElCHT
-10 - · ■■■ ■ . j
wird. In die Hülse 38 ist von unten her eine Trennscheibe 41
eingesetzt und mittels des radialen Stiftes 42 fest mit der Hülse 38 verbunden. Die Trennscheibe 41 wird nachfolgend noch im
einzelnen erläutert.
Der zweite obere Gehäuseteil 43 ist ebenfalls eine Hülse. Diese Hülse 43 ist mit einem Teil ihrer Länge in die Hülse 38 hineinj
gesteckt und in die.ser drehbar. Die beiden Hülsen 38, 43 sind axial gegeneinander unverschiebbar. Zu diesem Zweck ist ein |
Klemmring 44 vorgesehen, der in Radialnuten 45, die an beiden Hülsen 38, 43 deckungsgleich übereinanderliegen, eingreift. Der
Klemmring 44 liegt unterhalb des Gewindes 40 und befindet sich im montierten Zustand somit im Inneren des Handgranatengehäuses..
Oberhalb des Flansches 39 der unteren Hülse 38 erweitert sich . die obere Hülse 43 im Durchmesser. Sie weist an dem dadurch gebildeten
Ringflansch wenigstens eine axiale Bohrung 29 auf, die in bestimmten Drehwinkelstellungen der Hülsen 38, 43 gegeneinan-,
der je einer entsprechenden Vertiefung 46 an der Oberseite des
Flansches 39 gegenüberliegt. In die Bohrung 29 ist ein kompressibler Pfropfen 47 aus beispielsweise Silikongummi sowie eine
Kugel 48 eingesetzt. Statt des Pfropfens könnte natürlich auch eirie allerdings aufwendigere Schraubenfeder eingesetzt werden,
wie anstelle der Kugel beispielsweise auch ein zylindrischer Bolzen mit entsprechend gewölbter Stirnfläche verwendet werden
kann. Die Kugel 48 wird von dem elastisch zusammengedrückten Pfropfen 47 in die jeweilige Vertiefung 46 gedruckt, so daß sich
bei Übereinanderliegen der wenigstens einen Bohrung 29 mit einer der Vertiefungen 46 eine Kugeleinrastung ergibt. Bestimmte Drehwinkelstellungen
sind damit, festgelegt. Um die jeweilige Drehwinkelstellung
kenntlich zu machen, sind an beiden Hülsen 38, 4* entsprechende Markierungen 49 angebracht.
Im Bereich der aneinander anliegenden Flächen der beiden Ringflansche
der Hülsen 38, 43 ist ferner ein Anschlag vorgesehen,
so daß die beiden Hülsen 38, 43 aus der Ausgangsstellung heraus
nur in einer Richtung gegeneinander verdrehbar sind. Gegebenen-
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falls kann auch noch eine weitere mechanisch!- Spsrre vorgesehen
werden, so daß die Hülsen 38, 43 beispielsweise nicht aus der dritten Drehwinkelstellung wieder in die zv/eite Stellung zurückgedreht
werden können, um Irrtümer hinsichtlich der tatsächlich eingestellten Verzögerungszeit mit Sicherheit zu vermeiden.
Die Hülse 43 i*st an ihrer Oberseite durch eine Gewindekappe 50
abgedeckt. In einer /xialbohrung der Gewindekappe 50 ist ein
metallischer Schlagbolzen 51 untergebracht, der auf ein im Inneren der Hülse 4"* angeordnetes Gehäuse 52, in dem sich die ·
in der Ansicht dargestellte elektrische Energiequelle 53 befindet,
einwirkt. j
Von der Energiequelle 53 führen die beiden Kontakte 54 nach un- ; ten in die Bohrung 55 der Hülse 43 hinein, wo der gleichfalls :
nur in der Ansicht gezeigte elektrische Verzögerungstell 19 ■
und das Zündelement 20 untergebracht sind. Das Zündelement 20 ist als zylindrisches Teil ausgebildet, das in der Bohrung 55
exzentrisch angebracht ist und bei Drehung der Hülse 43 über der mit der Hülse 38 fest verbundenen Trennscheibe 41 hinweggleitet.
Die Trennscheibe 41 ist in Figur 6 in der Draufsicht dargestellt. Sie besitzt an zwei Stellen exzentrische Bohrungen 56, die in
bestimmten Drehwinkelstellungen der Hülsen 38, 43 unter dem Zünd
element 20 liegen und den Durchgang der Zündung vom Zündelement 20 zu dem unterhalb der Trennscheibe 41 angeordneten Booster
57 ermöglichen. Die Trennscheibe 41 weist ferner die kreissegmentförnige Nut 58 zur Aufnahme der schlelfenförmigen Abschnitte
36 der elektrischen Leitungen 35 auf, sowie die weitere
kreissegmentförmige Nut 59 zur Aufnahme der Enden der Leitungen
35 nach erfolgtem Abscheren. Die Trennscheibe 41 gewährleistet damit einerseits die mechanische Sicherung gegen Fehlzündungen,
indem sie die Detonation der Sprengladung nur in bestimmten V'inkelstellun^en der beiden Hülsen 38 und 43 ermöglicht und enthält
außerdem einen Abschermechanismus für die eiektrischeh Leitungen
35 der Widerstände 25 des Verzcgerungsteiles 19.
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• · ι
Die elektrischen Leitungen 35 sind im Verzögerungsteil 19 so
verlegt, daß sie mit ihren schleifenförmigen Abschnitten 36 nach
unten in die Nut 58 der Trennscheibe 41 hineinreichen. Das Ende 60 (Figur 6) der Nut 58 ist als Messer ausgebildet, das an der
dem Zündelement 20 zugekehrten Seite der Trennscheibe 41 eine I radiale Scherkante aufweist, mit der die in die Nut 58 hineinragenden
Drahischleifen 36 bei Drehung der Hülse 43 nacheinander abgeschert werden.- Die entsprechenden Widerstände 25b bis 25d
werden somit von ihrer KurζSchlußleitung befreit, so daß ihre
Werte zu demjenigen des ^Widerstandes 25a hinzuaddiert werden und
die Verzögerungszeit entsprechend verlängert wird. Die elektrischen Leitungen 35 sind vorzugsweise als Draht aus einem elektrisch
leitfähigen Material ausgebildet, das sich günstig abscheren
läßt wie beispielsweise Messing.
Die Markierungen 49 an der Außenseite der Hülsen.38, 43 zeigen
an, wann eine der Drahtschleifen 36 durch Abscheren geöffnet
wird, und enthalten zweckmäßigerweise in einer Aufschrift die zugehörige Verzögerungszeit. Auf diese Weise läßt sich durch
Verdrehen der Hülse 43 eine Zeitstaffelung der Detonationsverzögerüng
vornehmen. Der gesamte räumliche Aufbau läßt sich sehr klein halten. Ein Gehäuse der in Figur'5 dargestellten Art kann
beispielsweise in einer Länge von 40 mm und einem Maximaldurchmesser
von 20 mm realisiert werden.
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Claims (1)
- 23H709Patentansprüche:Elektrische Zündvorrichtung, insbesondere für Handgranten, mit einer bei Krafteinwirkung aktivierbaren elektrischen Energiequelle und einem die Detonation eines Zündelementes gegenüber der Aktivierung der Energiequelle verzögernden elektrischen Verzögerungsteil mit einem RC-Glied mit veränderbarer Zeitkonstante, dadurch gekennzeichnet , daß das RC-Glied mehrere in Reihe und/oder i parallel angeordnete Widerstände (25) und/oder Kondensatoren ' (26) aufweist, die durch elektrische Leitungen (35) funktio- j nell miteinander verbunden sind, wobei diese Leitungen (35) ί zwecks vorgegebener Veränderung der Verzögerungszeit durch Durchschneiden oder Abscheren unterbrechbar sind.2» Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das RC-Glied einen Basiswiderstand (25a) und wenigstens einen! in Reihe damit angeordneten Zusatzwiderstand (25b, 25c, 25d) j aufweist, wobei der wenigstens eine Zusatzwiderstand durch ' \ die elektrische Leitung (35) in sich kurzgeschlossen ist.3. Zündvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das RC-Glied in einem zweiteiligen Gehäuse (37) untergebracht ist und daß die Unterbrechung der elektrischen Leitungen (35) durch Verdrehen und/oder Verschieben der beiden Gehäuseteile (3S, 43) gegeneinander erfolgt.4. Zündvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gehäuseteile (33, 43) mittels federnder Rasteleroente (47, 48) in vorgegebenen Drehwinkel- bzw. Verschiebestellungen gegeneinander fixierbar·sind.5. Zündvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch-gekennzeichnet, daß die elektrischen Leitungen (35) einen schleifenförmigen Abschnitt (36) aufweisen, der durch das Verdrehen und/oder Verschieben der Gehäuseteile (38, 43) gegeneinander abscherbar ist.40S839/Ö5B66. Zündvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gehäuseteile (38, 43) als zwei ineinandersteckbare» gegeneinander verdrehbare Hülsen ausgebildet sind, von denen die eine Hülse (43) die Energiequelle (53), den Verzcgerunrsteil (19)'und das Zündelement (20) enthält und die weitere. Hülse (38) eine mit ihr-verdrehfest verbundene Trennscheibe (41) aufweist, v/elche die erste Hülse (43) an ihrem den Verzöge rungs teil (19) auf v/eisenden Ende abschließt · und auf ihrer diesem zugewandten Seite mit einer kreissegmentförmigen Nut (58) versehen ist, in welche die schleifenförmigen Abschnitte (36) der elektrischen Leitungen (35) hineinragen und an einer am einen Ende der Nut (58) ausgebildeten Abscherkante (60) abscherbar sind.7. Zündvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennscheibe (41) auf ihrer der ersten Hülse (43) zugewandten Seite eine weitere kreissegiaentförrr.ige Nut (59) aufweist, in welche die nach dem Abscheren der schleifenförmigen Abschnitte (36)" freiliegenden Enden der elektrischen Leitungen (35) ohne elektrischen Kontakt mit der Trennscheibe (41) und untereinander hineinragen.8. Zündvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7f dadurch gekennzeichnet, daß die Trennscheibe (41) gleichzeitig als mechanische Detonatorsicherung zwischen exzentrisch angeordnetem Zündelement (20) und Booster (57) ausgebildet ist, indem die Trennscheibe (41) mit wenigstens zwei exzentrisch angeordneten Bohrungen (56) versehen ist, die in den vorgegebenen Drehwinkelstellungen dem Zündelement (20) zugeordnet sind.Troledorf, den 8. März 1974
Sc/Rl. OZ-Nr.: 73029409839/056 6Leerseite
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