DE2312949A1 - Anlage zur fernfoerderung von mit feststoffen vermischten fluessigkeiten mittels einer pressluftpumpe - Google Patents
Anlage zur fernfoerderung von mit feststoffen vermischten fluessigkeiten mittels einer pressluftpumpeInfo
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- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02F—DREDGING; SOIL-SHIFTING
- E02F7/00—Equipment for conveying or separating excavated material
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B65G—TRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
- B65G53/00—Conveying materials in bulk through troughs, pipes or tubes by floating the materials or by flow of gas, liquid or foam
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Description
■ Patentanwälte
Pr.-Ing. von Kreisen Diving. Schönwald 2312 JA 9
Pr.-Ing. von Kreisen Diving. Schönwald 2312 JA 9
Dr. l/iCi -.tr.' Ur. Fues Dipl.-Oiäm./.U k von Kr-Msler
ÜlC i-iilar Dr.-lny.KLpsa'i Dipl.-Ing. Suiting
Köln, Deichrnannhaus '·
14. März 1973 Sch-DB/rö
•Giovanni FALDI, Florenz, Italien
Anlage zur Fernförderung von mit Feststoffen vermischten Flüssigkeiten mittels einer Pressluftpumpe.
Die Erfindung betrifft eine Anlage, die dazu dient, mehr oder weniger zähe Flüssigkeiten oder Abwasser und vor allem
■einen hohen Anteil Sink- und Schwebestoffe enthaltende Flüssigkeitsmassen über größere Entfernungen zu befördern.
Sie findet besondere Verwendung bei der Fernbeförderung von Industrieabwasser oder von Baggerwasser, das hohe Anteile
an festen Stoffen, wie Sand, Schlamn, Lohm oder verschiedenen
Detritus · enthält. Ein besonderer Anwendungsfall dieser Anlage ist die "Aufsandung" von durch Erosion sandarm gewordenen
Seeufern mit aus weitliegenden, sandreichen Gebieten entnommenem, mit Wasser gemischtem Sand.
Die erfindungsgeinaße Anlage besteht aiis einer Druckluftpumpe,
die einen durch zwei oder mehr z'ylinderförmige, stehende
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·- 2 —
(in der Folge kurz "Zylinder" genannte), je mit einem '
saug- und einem diruckseitigen Ventil versehene Kammern gebildeten
Pumpenkörper enthält, sowie Je ein Anschlußstück zumEin- und Austritt der Luft, die von einem Motorkompressor herkommt und über einen besonderen Drehverteiler im Takt
zu den Zylindern des Pumpenkörpers geleitet und abwechselnd aus· diesem ausgestoßen wird. Der Einbau von mehreren Zylindern
(in 'der Regel drei) ist notwendig, um einen gleichmäßigeren Durchlauf der Flüssigkeit in der Förderleitung zu
erzielen. '·,"..
Ein Merkmal der erfindungsgemäßen Anlage besteht darin, daß
sie einen Fülltrichter mit freiem Wasserspiegel umfaßt, der· dem Pumpenkörper vorgeschaltet und über demselben angeordnet
ist, wobei der Fülltrichter zum Auffangen der zufließenden Flüssigkeit-sowie zur Verteilung derselben - einfach durch
deren eigenes Gewicht - auf die einzelnen Zylinder des Pumpenkörpers über die entsprechenden Einlaßventile bestimmt ist.
Ein weiteres Merkmal der Anlage liegt darin, daß der Pumpenkörper mit einem Reservezylinder versehen ist, der den anderen Betriebszylindern durchaus gleich ist, nachdem sowohl
die Zu- als auch die Druckleitungen mit Absperrventilen ausgerüstet sind, die so angeordnet sind, daß sie die Ein- '
schaltung des Reservezylinders und die Ausschaltung eines beliebigen Betriebszylinders ermöglichen, falls Reparaturen
erforderlich werden. .
Es muß hervorgehoben werden, daß die Bauart der bei der Erfindung verwendeten Luftpumpen an sich durchaus bekannt ist.
Gegenstand der. Erfindung ist insbesondere eine Anlage, die
unter Zugrundelegung des Betriebsprinzips solcher Pumpen die Fernbeförderurig sehr zäher, oder hohe Anteile an festen
Scbwebematerialien enthaltenden Flüssigkeiten, insbesondere öcnjamm, mit einer derartigen Betriebssicherheit ausführt,
daß eine kontinuierliche Arbeit von 24 Stunden pro Tag gewährleistet
ist, was sich u.a. im Fall der Fernbeförderung von Industrieabfallmassen, wie Hochofenschlacken "als besonders
nutzvoll erweist«
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beiliegen-
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den Zeichnungen dargestellt, wo
Fig. 1 eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Anlage,
Fig. 2 und 3 Schnitte nach den Linien II — II und^III - III I
von Fig. 1, j
Fig. 4- eine Einzeldarstellung eines Zylinders des Pumpenkörpers in vergrößertem Maßstab, und
Fig. 5 eine Einzeldarstellung eines zwischen Trichter und
Zuleitung der Flüssigkeit zu einem der Zylinder des • Pumpenkörpers eingebauten Ventils
zeigt. ·
Die hier dargestellte Anlage umfaßt:
a) einen Einfülltrichter 1, der dazu.bestimmt ist, über eine,
bzw. mehrere Freimündungsleitungen 2, die zu fö:-iernde Flüssigkeit
(wie z.B. Abwasser mit Industrieabfällen oder ein aus 'einer Baggeranlage stammendes V/asser-Sandgemisch) aufzufangen
und dieselbe durch besondere Ablassventile 3 den Zylindern von b), einem insgesamt mit 4- bezeichneten Pumpenkörper
zuzuführen, welcher im dargestellten Fall aus vier Zylindern 5 .besteht, von welchen drei normal arbeiten
und einer als Reservezylinder dient, wobei die Zylinder 5
in einem Raum 6 untergebracht und sämtlich, unterhalb der Ebene der vorgenannten Ablassventile 3 des Einfülltrichters
1 eingeordnet sind; c) eine insgesamt mit 7 bezeichnete Station für die Erzeugung und Verteilung der Pressluft, die
einen elektrischen Motorkompressor 8 umfaßt, der mit einem drehbaren oder anders gearteten von einem Getriebemotor
angetriebenen Dreiwegeverteiler verbunden ist, sowie ein Schaltbrett 11; d) eine Schubförderleitung 12, in welcher
sämtliche Druckleitungsrohre 13 der vier Zylinder 5 über die in diesen eingebautenKlappenventile 14 zusammenfließen;
e) gegebenenfalls eine Wanne 15, die Frischwasser zur regelmäßigen
Spülung der gesamten Anlage enthält, die mit einer elektrisch angetriebenen Pumpe 16 versehen ist, die über
besondere Rohrleitungen 17 und 18 sowie dazugehörige Absperrventile
19 und 20 mit dem Einfülltrichter 1 bzvi- einer
anderen Förderleitung 12 verbunden ist.
Fipj. 4 zei^t in vergrößertem Maßstab eine Ansicht- mit
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Teilschnitt -von einem der vier den Pumpenkörper bildenden
Zylinder 5· Der Zylinder besteht aus einem geschlossenen,
zylinderförmigen Hohlraum 5, der mit einem Klappenventil
für den Einlaß der zu befördernden-Flüssigkeit versehen ist,'
die aus dem Speisungsrohr 22 kommt, welches über das zugeordnete Absperr- und Ablassventil 3 mit dem Einfülltrichter
1 in Verbindung steht. Derselbe Zylinder weist ein Druckventil 23 für die.Flüssigkeit, vorzugsweise der Bauart
mit Kugelverschluß auf, wobei das Ventil zwischen Druckleitung 24 und Tauchrohr 25 eingebaut ist,"welches kurz über
dem Zylinderboden mündet. Außerdem ist der Zylinder mit
einem Deckelanschlußstück 26 für den Ein- und Ablaß der Druckluft versehen, der an der entsprechenden Öffnung 9
des.Verteilers über dem Verbindungsrohr 27 angeschlossen
ist, an dessen Bonden ein Schwimmveritil befestigt ist. Mit
28 wird schließlich das Abflußanschlußstück, mit 30 und. 31
zwei Stutzen, die zur Reinigung und gegebenenfalls zum Lufteinblasen für das Rühren des flüssigen Gemisches dienen
und mit 33 die in verschiedenen Höhen angeordneten Inspektionslöcher
bezeichnet.
Fig. 5 zeigt in vergrößertem Maßstab eine Einzeldarstellung eines der vier 'Abflußventile 3 des Einfülltrichters 1, wobei
der bei 3' angelenkte Teller 3 durch ein. Getriebe ^ .x'-
bzw. zugemacht wird, das aus einer Schubstange 3^ besteht,
die am Ende der Kurbel 35 angelenkt ist, die auf der Welle 36 eines Schneckentriebes 37 sitzt, der über ein Handrad
betätigt wird.
Um diese Anlage mit nur drei Zylindern 5 normal arbeiten zu lassen und den vierten als Reserve,für den Fall von Beschädigung
und Reparatur an einem der drei,gedachten Zylinder ausschalten zu können (wodurch jede Betriebsunberbrechung,
ausscheidet), ist es vorgesehen, daß die drei vom Verteiler 9 kommenden Druckluftzuleioungsrohre 40 mit den
vier, die vier Zylinder 5 versorgenden Rohren 27 über Abzweigungszwischenrohre 41, 42 und allgemein mit 43 bezeichnete
Ventile.verbunden sind, so daß durch die einfache Betätigung dieser Ventile die Möglichkeit gegeben ist, den
Zustrom der Luft zu einem beliebigen der Zylinder y zu
unterbinden und zu den anderen drei freizulassen.■
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Um die Anlage in Gang zu setzen, brauchen nur drei der Abflußventile 3 des Einfülltrichters 1 geöffnet zu werden,
wobei das vierte, mit dem Einlaßventil des vierten als Reserve dienenden Zylinders 5 geschlossen gehalten wird, und j
& -.- ■ '~e * - ν - ,
gleichzeitig die Ventile 4-3 so betätigt werden, daß der :
Zustrom der Luft zu demselben Reservezylinder unterbunden wird. Daraufhin genügt es, den Motorkompressor 8 und den
mit dem Verteiler 9 verbundenen Getriebemotor 10 einzuschalten, damit die bereits mit Flüssigkeit gefüllten Zylinder
5 in Tätigkeit treten und sich im Takt abwechselnd
entleeren und mit der Flüssigkeit füllen, die vom Einfülltrichter, nur durch ihr eigenes Gewicht getrieben, herkommt,
um die Flüssigkeit in die Förderleitung 12 zu pumpen.
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Claims (2)
- PATENTANSPR UGH. E. ..J Anlage zur Fernförderung von mit Feststoffen vermischten Flüssigkeiten, mittels einer Pressluftpumpe, die einen," durch zwei oder mehr zylinderförmige, stehende (Zylinder genannte), Je mit einem Ventil zum Einlaß der Flüssigkeit und einem Ventil zur Förderung der Flüssigkeit zur Förder-• leitung versehene Kammern gebildeten.Pumpenkörper enthält, sowie je ein Anschlußstück zum Ein- und Austritt der Druckluft, "die von einem Motorkompressor herkommt und über einen besonderen Drehverteiler im -Takt zu den Zylindern des Pumpenkörpers geleitet und abwechselnd aus diesem ausgestoßen wird, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Fülltrichter mit freiem Wasserspiegel umfaßt, der den Pumpenkörper vorgeschaltet und über demselben angeordnet ist, wobei der Fülltrichter zum Auffangen der zufließenden Flüssigkeit, zum Ausgleich der Durchflußmenge, wenn diese ungleichmäßig ist sowie zur Verteilung derselben - einfach durch deren eigenes Gewicht - auf die einzelnen Zylinder des Pumpenkörpers über die entsprechenden Einlaßventile . bestimmt ist. . " . >
- 2. Anlage nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn-■ ζ ei c h η et , daß der Pumpenkörper - außer den für den normalen, regelmäßigen Betrieb benötigten (meistens drei an der Zahl) Zylindern - mit zumindest einem Reservezylinder versehen ist, wobei Verbindungsrohre mit entsprechendem Absperrventil zwischen den einzelnen Luftleitungen und zwischen den verschiedenen Flüssigkeitsleitungen angeordnet sind, so daß der Reservezylinder in den Kreislauf eingeschaltet und ein beliebiger der übrigen Zylinder ausgeschaltet werden kann.309839/0478
Applications Claiming Priority (1)
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