DE2312663A1 - Decken- oder wandverkleidung - Google Patents
Decken- oder wandverkleidungInfo
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Description
J0RGEN SKOUBO JOHANSEN, Herlev, Dänemark Decken- oder Wandverkleidung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Decken- oder Wandverkleidung
der bekannten Art, die aus plattenförmigen Verkleidungselementen besteht, welche lösbar an parallelen Tragschienen
befestigt sind mit Hilfe von Riegeln oder Haltern, deren Köpfe in einer hinterschnittenen Nut in der zugehörigen Tragschiene
verschieblich und durch Drehen um eine rechtwinklig zur Decken- oder Wandfläche verlaufende Achse in dieser Nut fixierbar
sind und die jeweils wenigstens eine Zunge haben, mit der
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sie mit den einander zugekehrten Kanten.zweier benachbarter
Elemente in Eingriff gebracht werden können.
Ein Arrangement dieser Art ist beispielsweise aus der Beschreibung
zum USA-Patent Nr. 3 405 493 bekannt geworden. Hier handelt es sich um eine Wandverkleidung, und zwar primär um eine
kräftige Verkleidung, die als Spielfläche in einer Sporthalle dienen soll, insbesondere in einer Sporthalle, in der Squash
gespielt wird. Die Verkleidungselemente bestehen aus schweren, waagerechten, hochkant gestellten Holzplanken, die mit Hilfe von
Riegeln oder Haltern an lotrechten Tragschienen festgehalten werden, die auf geeignete Weise in der tragenden Wand verankert
sind. Der Aufbau der Verkleidung erfolgt sukzessiv vom Fussboden her, und zwar wird mit der untersten Planke angefangen,
die an den Tragschienen mit Hilfe eines Riegels in jeder
dieser Tragschienen befestigt .wird. Jeder Riegel hat eine nach unten gerichtete Zunge für den Eingriff mit einer Nut in der
Oberkante der montierten Planke sowie eine nach oben gerichtete Zunge für den Eingriff mit einer ähnlichen Nut in der Unterkante
der nachfolgenden Planke. Die Planken müssen so angebracht werden, dass ihre Kanten dicht gegeneinanderliegen, damit
alle Planken zusammen eine soweit möglich glatte und zusammenhängende
Oberfläche bilden.
Bei Decken- und Wandverkleidungen in leichterer Ausführung möchte man sich oft die Möglichkeit eines separaten Abnehmens
der einzelnen Verkleidungselemente vorbehalten, z.B. um zu einer hinter der Verkleidung befindlichen Installation Zugang
zu erhalten. Einem solchen Wunsch wird die vorher beschriebene, bekannte Konstruktion nicht gerecht, da ein eventuelles Abnehmen
der Verkleidungsplanken in diesem Fall notwendigerweise sukzessiv von oben nach unten erfolgen muss, jedenfalls wenn
das Abnehmen der Verkleidung so erfolgen soll, dass ?re"der Verkleidungselemente
noch Riegel zerstört werden.
Die Forderung nach einer leichten, einzelweisen Lind in beliebi-
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ger Reihenfolge erfolgenden Demontage und eventuellen Wiederanbringung
der Verkleidungselemente wird von anderen existierenden Decken- und Wandverkleidungen erfüllt, erfordert jedoch einen
grösseren Arbeitsaufwand bei der Befestigung der Verkleidungselemente,
z.B. einzelweises Festschrauben derselben an den Tragschienen, oder eine gewisse Flexibilität der Verkleidungselemente,
so dass diese sich elastisch deformieren lassen, um in und ausser Eingriff mit den Tragschienen gebracht werden zu
können.
Von der oben beschriebenen, bekannten Konstruktion unterscheidet sich die erfindungsgemässe Decken- oder Wandverkleidung
dadurch, dass die Verkleidungselemente paarweise angeordnet sind mit einem Fugenzwischenraum, der in Höhe einer Tragschiene
liegt und parallel mit dieser verläuft und durch welchen der oder die Riegel in der Nut dieser Tragschiene mit Hilfe eines
Werkzeugs, wie z.B. eines Schraubenziehers, zugänglich sind und gedreht und verschoben werden können.
Obwohl die Riegel in diesem Fall also unmittelbar zugänglich sind, können sie im genannten Fugenzwischenraum praktisch verborgen
liegen, so dass sie das Aussehen der Verkleidung nicht beeinträchtigen. Ausserdem brauchen die Verkleidungselemente
nicht flexibel zu sein, da sie nicht verformt werden brauchen, um angebracht oder abgenommen werden zu können. Die Verkleidungselemente
können deshalb aus allen üblichen, billigen Plattenmaterialien bestehen, wie beispielsweise Gipsplatten, Holzfiberplatten oder eventuell armierten Mineralwolleplatten, die
sich unter Anwendung von standardmässigen Tischlereimaschinen leicht auf die gewünschten Masse zuschneiden lassen.
Die Montage einer Verkleidungsplatte an den im voraus aufgehängten
oder befestigten Tragschienen kann dadurch erfolgen, dass die Platten in annähernd korrekter Stellung gegen diese
Schienen gehalten werden, woraufhin die erforderlichen Riegel mit ihren Köpfen ausserhalb der Platte in die hinterschnittenen
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Nuten der Tragschienen hineingesteckt und daraufhin in die Lage verschoben werden, in welcher sie fixiert werden sollen.
Bereits bei diesem Verschieben können die Haltezungen der Riegel mit den Plattenkanten in Eingriff gebracht werden, doch
können die Zungen auch so bemessen und ausgeführt sein, dass ihr Eingriff-erst beim Drehen der Riegel in die endgültige
Fixierstellung erfolgt. Im letztgenannten Fall können die Riegel auch ohne das genannte Verschieben montiert werden, indem
sie an den gewünschten Stellen durch den Fugenzwischenraum hindurch in die Tragschienen hineingesteckt und daraufhin in
die endgültige Fixierstellung gedreht werden können.
Die Verkleidungselemente können völlig unabhängig voneinander an den Tragschienen montiert werden, indem beispielsweise zu
jedem Verkleidungselement ein Riegel in der Nähe jeder Ecke dieses Verkleidungselementes benutzt wird. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsmässen Decken- oder Wandverkleidung kommt man jedoch mit zwei Riegeln je Verkleidungselement
aus, indem diese rechteckig sein können und im einen Paar sich gegenüberliegender Kanten Nuten zum Zusammenwirken mit
den Zungen der Riegel und am anderen Paar sich gegenüberliegender Kanten entgegengesetzt orientierte Falzblätter haben. In diesem
Fall kann die Anbringung einer Verkleidungsplatte dadurch erfolgen, dass das eine Falzblatt dazu gebracht wird, auf dem
dazu passenden Falzblatt der bereits montierten Verkleidungsplatte zu ruhen, woraufhin die Platte in der Nähe ihres Falzblattes
an der gegenüberliegenden Kante mit Hilfe von einem Riegel auf jeder Seite an den Tragschienen befestigt wird. Das
letztgenannte Falzblatt kann daraufhin zur Unterstützung der einen Kante der nachfolgenden Verkleidungsplatte dienen, usw.
Auch in diesem Fall besteht die Möglichkeit des einzelweisen Abnehmens und Wiederanbringens der Verkleidungsplätten, da die
Riegel, die die Platte in der Nähe ihres einen Endes tragen, aus ihrer Fixierstellung gelöst und daraufhin zwecks vorläufigen
Fixierens der benachbarten Platte an demjenigen Ende verschoben und gedreht werden können, welches bisher vom Falzblatt
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der ersten Platte unterstützt worden ist, woraufhin sich diese Platte ungehindert abnehmen lässt. Bei der Wiederanbringung
der Platte werden die Riegel wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückges choben ο
Die Köpfe der Riegel und die zur Anlage für diese dienenden Flächen in den hinterschnittenen Nuten der Tragschienen sind
vorzugsweise derartig abgeschrägt, dass die Riegel, wenn sie in ihre Fixierstellung gedreht werden, in den Nuten einwärts
gezogen werden. Hierdurch kann eine besonders feste und stabile Anbringung der Verkleidungselemente erzielt werden, u.a. damit
die Verkleidung nicht klappern kann. Zum selben Zweck können die Zungen der Riegel erfindungsgemäss so abgeschrägt sein,
dass die Verkleidungselemente, wenn die Riegel in ihre Fixierstellung
gedreht werden, an die Tragschienen herangezogen werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger Ausführungsformen
und unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erklärt. Es zeigt
Fig.l und 2 lotrechte Querschnitte durch zwei verschieden
ausgebildete Tragschienen sowie die Kantenpartien zweier an diesen aufgehängter Verkleidungsplatten,
Fig.3, 4 und 5 einen Riegel in drei verschiedenen Ausftihrungsformen,
Fig.6 einen parallel zu einer Tragschiene verlaufenden, lotrechten
Schnitt durch eine erfindungsgemässe Deckenverkleidung,
und
Fig.7 und Ö denjenigen in den Fig.l und 2 ähnliche Ansichten
zweier weiterer Ausführungsformen.
Bei der Ausführungsform nach Fig.l besteht die eigentliche Deckenverkleidung aus einer Anzahl länglicher Platten 1, z.B.
Gips- oder Holzfaserplatten, deren Längsrichtung rechtwinklig zur Zeichnungsebene verläuft. Zwischen jedem Paar nebeneinanderliegender
Platten 1 ist ein Fugenzwischenraum gelassen, der di-
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rekt unter einer Tragschiene 2 in der Form eines gewalzten oder extrudierten Metallprofils mit einem Steg 3 liegt, welcher mit
Hilfe einer nicht gezeigten Aufhängung an einer tragenden Decke
befestigt ist, und einer unteren Nutpartie 4 mit nach unten
konvergierenden Wänden 5, die bei der gezeigten Ausführungsform in waagerechten, nach aussen gerichteten Flanschen 6 fortsetzen.
Zwischen deren Innenkanten befindet sich ein Spalt, der ungefähr die gleiche Breite hat wie der Fugenzwischenraum der
Platten 1.
Zum Festhalten der Platten 1 an der Tragschiene 2 dient eine Anzahl Riegel 7, 7f oder 7", wie sie in den Fig. 3, 4 und 5 gezeigt
sind. Der Riegel 7, Fig; 3> kann beispielsweise aus einem
geeigneten Kunststoff gegossen sein und besteht aus einer an- ■ nähernd runden Zunge 8 und einem Kopf 9, der durch einen Hals
mit der Zunge 8 verbunden ist. Der grösste Durchmesser des Halses ist kleiner als die Breite des oben genannten Fugenzwischenraums,
und das fleiche gilt für die Dickte des Kopfes 9, so dass dieser von unten her in die Nutpartie 4 der Tragschiene hineingeführt
und daraufhin um etwa 90° in die in Fig. 1 gezeigte ■ Fixierstellung gedreht werden kann. Das Drehen kann mit Hilfe
eines Schraubenziehers vorgenommen werden, der in eine nicht sichtbare Kerbe auf der Unterseite der Zunge 8 eingreift. Die
Dickte der Zunge ist etwas kleiner als die Breite zweier Nuten, z.B. eingesägte Nuten 11, in den einander zugekehrten Kanten der
Platten 1.
Bei der Montage der Platten 1 werden diese gegen die Tragschiene 2 gehalten, und neben den Enden der Platte wird der Riegel 7
in diese Tragschiene eingesteckt und daraufhin in die gewünschte Stellung verschoben, wobei die Zunge 8 in die Nuten 11 hineingleitet.
Nach dem Verschieben wird der Riegel dann gedraht, so wie es weiter vorn erklärt worden ist, wodurch er fixiert wird,
da seine Form und Dimensionen so bemessen sind, dass der Kopf 9 beim Drehen in der Nutpartie 4 einwärts gezogen wird, so dass
die Zunge 8 die Platten fest gegen die Flansche 6 der Tragschienen
zieht.
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Nach Fig.2 finden Tragschienen 12 aus Holz Anwendung, die an
einer tragenden Decke 13 festgeschraubt sein können. Abgesehen hiervon ist die Konstruktion analog mit der in Fig.l gezeigten.
Der Riegel 7* in Fig.k entspricht in seiner Form dem Riegel 7>
Fig.3, ist jedoch durch Ausstanzen und Zurechtbiegen von Metallblech
hergestellt. Hierdurch entstehen zwei "halbe" Zungen Ö* und Ö", von denen die eine jedoch, wie aus Fig.5 hervorgeht,
eventuell weggelassen werden kann.
Die Platten 1 können mit Hilfe von Riegeln 7 in der Nähe jeder der vier Ecken der Platten an den Tragschienen 2 festgehalten
werden, doch wie aus Fig.6 ersichtlich ist, lässt sich die Anzahl der benutzten Riegel auf die Hälfte reduzieren, falls die
in Verlängerung voneinander liegenden Platten 1, lf, 1" usw.
an ihren Enden mit entgegengesetzt orientierten Falzen versehen sind. Das gezeigte linke Ende der Platte 1 wird mit Hilfe eines
Riegels 7 an der Tragschiene 2 festgehalten, und die eigentliche Stirnkante weist ein nach oben gekehrtes Falzblatt auf,
welches den Sitz für ein nach unten gekehrtes Falzblatt am rechten Ende der nachfolgenden Platte lf bildet, welche auf entsprechende
Weise mit ihrem linken Ende das rechte Ende der Platte 1" trägt. Soll die Platte lf abgenommen werden, wird ihr
Riegel 7a gelöst und in der Tragschiene 2 nach links verschoben, woraufhin er in seiner neuen, gestrichelt eingezeichneten
Stellung in verriegelnden Eingriff mit dem rechten Ende der Platte 1" gebracht wird, wodurch diese sicher auf ihrem Platz festgehalten
wird, während sich die Platte 1* aus ihrem Eingriff mit der Platte 1 herausziehen lässt.
Die Ausführungsform nach Fig.7 entspricht hauptsächlich derjenigen
nach Fig.2, nur ist der Hals 10 des Riegels verlängert, so dass die Zunge S gegen die Unterseite der Platten 1 anliegt
und durch eine angeklemmte Zierleiste 14 verdeckt wird.
In Fig.β bestehen die Platten 1 aus weichen, wärme- und schall-
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isolierenden Mineralwolleplatten, die an ihren Kanten mit einer
Metalleinfassung 15 versehen sind. Abgesehen hiervon ent* spricht die Konstruktion der in Fig.l gezeigten.
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Claims (4)
- Patentansprücheί 1.J Decken- oder Wandverkleidung, bestehend aus plattenförmigen Verkleidungselementen, die lösbar an parallelen Tragschienen befestigt sind mit Hilfe von Riegeln oder Haltern, deren Köpfe in einer hinterschnittenen Nut in der zugehörigen Tragschiene verschieblich und durch Drehen um eine.rechtwinklig zur Decken- oder Wandfläche verlaufende Achse in dieser Nut fixierbar sind und die jeweils eine Zunge haben, mit der sie mit den einander zugekehrten Kanten zweier benachbarter Elemente in Eingriff gebracht werden können, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidungselemente (1) paarweise angeordnet sind mit einem Fugenzwischenraum, der in Höhe einer Tragschiene (2) liegt und parallel mit dieser verläuft und durch welchen der oder die Riegel (7) in der Nut (4) dieser Tragschiene mit Hilfe eines Werkzeugs, wie z.B. eines Schraubenziehers, zugänglich sind und gedreht und verschoben werden können.
- 2. Decken- oder Wandverkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet« dass die Verkleidungselemente (1) rechteckig sind und im einen Paar sich gegenüberliegender Kanten Nuten (11) zum Zusammenwirken mit den Zungen (Ö) der Riegel (7) und am anderen Paar sich gegenüberliegender Kanten entgegengesetzt orientierte Falzblätter haben.
- 3. Decken- oder Wandverkleidung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Köpfe (9) der Riegel (7) und die zur Anlage für diese dienenden Flächen (5) in den hinterschnittenen Nuten (4) der Tragschienen (2) derartig abgeschrägt sind, dass die Riegel (7), wenn sie in ihre Fixierstellung gedreht werden, in den Nuten (4) einwärts gezogen werden.
- 4. Decken- oder Wandverkleidung nach Anspruch 1, 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet t dass die Zungen (S) der Riegel (7) so abgschrägt sind, dass die Verkleidungselemente (1), wenn die Riegel (7) in ihre Fixierstellung gebracht werden, an die Tragschienen herangezogen werden.309840/0346Leerseite
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