DE2312349B1 - Zentrale seifenversorgungsanlage - Google Patents
Zentrale seifenversorgungsanlageInfo
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Classifications
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Description
- In den Stichleitungen, vor den Seifenentnahmeventilen können außerdem Druckminderer angeordnet werden. Durch den verminderten Druck läßt sich einerseits der Verschleiß der Entnahmeventile herabsetzen, andererseits wird ein Nachtropfen weitgehend vermieden. Vor allem kann jedoch verhindert werden, daß im Medium eingeschlossene Luftblasen bei Entnahme nicht explosionsartig expandieren und zum Verspritzen der Seife führen.
- In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfin-
- dung ist die Rückführleitung der Umlaufleitung am Boden des Vorratsbehälters angeordnet und zur Erzeugung einer Umwälzströmung gerichtet. Auf Grund der Tatsache, daß sich die flüssige Seife in der Pumpe und in der Umlaufleitung, die durch beheizte Räume führt, erwärmt, wird der Umwälzeffekt der mechanischen Strömung noch durch thermische Umschichtung unterstützt. Die Seifenlösung wird daher im Behälter ständig durchmischt, wodurch Schichtungen und Ausfällungen der Seifenlösung vermieden werden.
- Vorzugsweise können zwei abwechselnd arbeitende Pumpen vorgesehen werden, um bei Ausfall einer Pumpe die Seifenversorgung aufrechterhalten zu können.
- Für den Fall, daß eine Seife verwendet wird, bei der die Gefahr einer Verstopfung der Leitung durch Schichtung oder Ausfällung nicht gegeben ist, kann dieselbe Anlage durch Anordnung eines Absperrventils nach der letzten Stichleitung wie eine Anlage verwendet werden, bei der die Seife ohne ständigen Umlauf gefördert wird.
- Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt. Darin zeigt F i g. 1 im Schema eine zentrale Seifenversorgungsanlage mit angeschlossenem Leitungsnetz und Fig.2 den Aufbau der Seifenversorgungsanlage ohne Leitungsnetz.
- Mit 1 ist eine zentrale Seifenversorgungsanlage bezeichnet, die gemäß der schematischen Darstellung in Fig.1 im Erdgeschoß eines Gebäudes steht. Diese Anlage ist an eine Umlaufleitung 9, 10 angeschlossen, die durch sämtliche Stockwerke eines Gebäudes führt. Von dieser Umlaufleitung zweigen jeweils Stichleitungen 9 b zu den einzelnen Verbraucherstellen 9 c ab, wobei an den jeweiligen Abzweigstellen die Stichleitungen 9 b mit einem Drosselventil 9 a versehen ist. Die Umlaufleitung setzt sich zusammen aus einer Zufuhrleitung9, die von der Seifenversorgungsanlagel weg zu den gesamten Stichleitungen 9 b im Gebäude führt, und einer Rückführleitung 10, die den Kreislauf nach der letzten Stichleitung wieder zur Seifenversorgungsanlage schließt.
- Die Seifenversorgungsanlage besteht im wesentlichen aus einem Behälter zur Aufnahme der Seifenlösung 2, der oben durch eine Abdeckung 3 verschlossen ist, auf der die einzelnen Funktionselemente angeordnet sind. Diese bestehen im wesentlichen aus einer Verdrängerpumpe4, die mit konstanter Drehzahl angetrieben wird und somit einen konstanten Volumenstrom liefert. Die Pumpe saugt über die Leitung 6 die Seifenlösung 2 aus dem Behälter und drückt sie in die Umlaufleitung9, 10. Durch einen nicht gezeigten Regler in der Pumpe wird in der Umlaufleitung ein konstanter Arbeitsdruck aufrechterhalten. Die von der Pumpe geförderte Überschußmenge wird über eine Überschußleitung 8 in den Behälter zurückgeführt. Bei Entnahme von Seife an den Verbraucherstellen 9 c und dadurch bedingten Druckabfall in der Umlaufrichtung wird über den Regler die Oberschußleitung 8 so lange geschlossen, bis sich der volle Arbeitsdruck wieder eingestellt hat. Vor- teilhafterweise ist eine zweite Pumpe 5 angeordnet, um bei Ausfall einer Pumpe die Seifenversorgung aufrecht erhalten zu können. Man erhält dadurch die Möglichkeit, durch höhenversetzte Anordnung der jeweiligen Ansaugrohre 6 bzw. 7 eine Reserveschaltung zu erlangen.
- Über eine Rückführleitung 10 gelangt die Seifenlösung wieder in die zentrale Seifenversorgungsanlagel, wobei der Druck in dieser Leitung durch ein beidseitig absperrbares und einstellbares Drosselventil 21 vermindert wird. Der verminderte Druck ist über ein Manometer 14 ablesbar, das gemeinsam mit einem Druckschalter 13 nach dem Drosselventil 12 angeordnet ist, der die gesamte Anlage bei Überschreiten des zulässigen Druckes abschaltet. Für den Fall, daß ein größeres Leck im Versorgungsnetz entsteht, ist eine Lecksicherung 15, 16 vorgesehen. Parallel mit einem weiteren Druckminderventil 15 ist ein Differenzdruckschalter 16 geschaltet, der auf Druckschwankungen, bedingt durch denDruckabfall, wie er durch ein Leck verursacht wird, anspricht. Um sicherzugehen, daß die Lecksicherung 15, 16 auch nicht durch eine praktisch kaum eintretende Spitzenentnahme an sämtlichen Verbraucherstellen 9 c ausgelöst werden kann, ist diese Sicherung mit einem nicht gezeigten Zeitverzögerungsschalter gekoppelt.
- Im weiteren Verlauf wird die Seifenlösung über ein Tauchrohr 17 dem Behälter in Bodennähe zugeführt und ist so gerichtet, daß durch die Austrittsströmung eine ständige Umwälzung und Vermischung der Seifenlösung erzielt wird. Dieselbe Wirkung wird noch durch die rückströmende Menge aus der Überschußleitung 8 verbessert. Außerdem kommt es, auf Grund der Tatsache, daß sich die Seifenlösung in der Pumpe und beim Durchlauf durch beheizte Räume erwärmt, bei Wiedereintritt in die kältere Seifenlösung im Behälter zu einer thermischen Umschichtung und somit zu einer weiteren intensiven Durchmischung.
- Am Boden weist der Behälter eine Schlammsammelmulde 18 auf. Ferner enthält die Seifenversorgungsanlage 1 eine Nachfüllpumpe 19. Zusammen mit nicht gezeigten Elementen wie Inhaltsanzeige, Leermelder, Überfüllschutz u. dgl. ist ein völlig wartungsfreier Betrieb der Anlage gewährleistet.
- In der Umlaufleitung 9, 10 zirkuliert die Seifenlösung unter einem relativ hohen Druck (etwa 5 bis 21 kp per cm2). Zur Schonung der Seifenentnahmeventile 9 c und zur Vermeidung von Nachtropfen wird in den Stichleitungen 9 d der Druck jeweils über ein Drosselventil 9 a reduziert. Diese Druckreduzierung hat ferner den Vorteil, das im Medium eingeschlossene Luftblasen beim Betätigen des Seifenentnahmeventils 9 c nicht schlagartig expandieren und zum Verspritzen von Seife führen.
- Abgesehen von der relativ geringen Oberfläche im Seifenbehälter sind keinerlei Zutrittsstellen für Luft an die im geschlossenen Leitungssystem zirkulierende Seifenlösung vorhanden. Für den Fall, daß eine Seifenlösung zur Anwendung kommt, bei der die Gefahr einer Verstopfung durch Schichtung oder Ausfällung bei Zutritt von Luft nicht gegeben ist, läßt sich die Anlage durch Betätigung des Absperrhalines 11 wie eine bereits bekannte Anlage ohne Umlaufströmung verwenden.
Claims (10)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur zentralen Versorgung von Seifenentnahmestellen mit flüssiger Seife aus einem Vorratsbehälter über eine durch eine Pumpe gespeiste Rohrleitung mit Stichleitungen für Seifenentnahmeventile, d a dur c h g e -kennzeichnet, daß die Rohrleitung als Umlaufleitung (9, 10) ausgebildet ist, die in den Vorratsbehälter zurückgeführt und an eine druckaufbauende Einrichtung angeschlossen ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufleitung (9, 10) an eine mit Überschuß fördernde Pumpe (4, 5) angeschlossen ist.
- 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufleitung (9, 10) hinter der letzten Stichleitung mit einer Drossel (12), insbesondere einen Druckminderer, aufweist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Umlaufleitung (9, 10) eine Lecksicherung (15, 16) vorgesehen ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lecksicherung (15, 16) hinter der Drossel (12) angeordnet ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lecksicherung (15, 16) mit einem Verzögerungsschalter gekoppelt ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stichleitungen (9 b) mit Drosseln (9 a) versehen sind.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückführleitung (10) der Umlaufleitung am Boden des Vorratsbehälters angeordnet ist und/oder zur Erzeugung einer Umwälzströmung gerichtet ist.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei abwechselnd arbeitende Pumpen (4 und 5) vorgesehen sind.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der letzten Stichleitung ein Absperrventil (11) angeordnet ist.Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur zentralen Versorgung von Seifenentnahmestellen mit flüssiger Seife aus einem Vorratsbehälter über eine, durch eine Pumpe gespeiste Rohrleitung mit Stichleitungen für Seifenentnahmeventile.Es sind zentrale Seifenversorgungsanlagen bekannt, bei denen der für die Förderungen der flüssigen Seife erforderliche Druck durch einen Hochbehälter erzeugt wird, der gleichzeitig als Vorratsbehälter dient.Wegen der bei flüssiger Seife gegebenen Gefahr der Schichtung und Ausfällung für den Fall, daß die Seife kaum bewegt wird, werden bei derartigen Anordnungen Rohre mit großem Durchmesser verwendet. Dies hat den Nachteil, daß ein großes Anlagevolumen zur Befüllung des Rohrleitungsnetzes notwen- dig wird. Zudem ist ein Hochbehälter zum Nachfüllen ungünstig gelegen, so daß man gezwungen ist, die Seife entweder im Gebäude nach oben zu tragen oder eine gesonderte Nachfülleitung mit Pumpe im Gebäude zu installieren. Um in jeder Etage einen gleichmäßigen Druck zur Entnahme der Seife zu gewährleisten, werden in jeder Etage gesonderte Hochbehälter notwendig. Dadurch wird die Anlage einerseits kompliziert und verteuert, andererseits schafft man zusätzliche Stellen, an denen Luft zur Seife Zutritt hat. Derartige Zwischenbehälter sind auch notwendig, falls der Vorratsbehälter im Keller untergebracht ist und die Seife über eine Pumpe und eine Einwegleitung gefördert wird. In jedem Fall wird die Durchströmgeschwindigkeit der Seife in den Rohrleitungen, bedingt durch die großen Rohrquerschnitte und den geringen Seifenverbrauch, kaum wahrnehmbar sein, so daß ständig mit einer Schichtung und Ausfällung der Seife und somit Verstopfung der Leitungen und Ventile zu rechnen ist.Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Gefahr einer Verstopfung der Rohrleitungen der Seifenversorgungsanlage mit Sicherheit auszuschließen und geringe Erstellungs- und Unterhaltungskosten anzustreben.Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Rohrleitung als Umlaufleitung ausgebildet ist, die in den Vorratsbehälter zurückgeführt und an eine druckaufbauende Einrichtung angeschlossen ist. Dies hat den Vorteil, daß die Seife dauernd im Umlauf ist und dadurch ständig intensiv durchmischt wird. Die Gefahr einer Schichtung oder Ausfällung von Seifenbestandteilen ist daher auch soweit beseitigt, daß man bedenkenlos auch Rohre mit sehr geringem Durchmesser (6 mm) verwenden kann.In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird die Umlaufleitung an eine mit Überschuß fördernde Pumpe mit konstantem Volumenstrom angeschlossen, in der ein Druckregler die Wiederherstellung des Druckes in der Umlaufleitung nach Entnahme von Seife gewährleistet.Vorteilhafterweise ist die Umlaufleitung hinter der letzten Stichleitung mit einer Drossel, insbesondere mit einem einstellbaren Druckninderer versehen, wodurch die Strömung zum Aufbau des erforderlichen Arbeitsdruckes in der Umlaufleitung aufstaubar ist.Ferner kann in der Umlaufleitung, vorzugsweise nach der Drossel, eine Lecksicherung vorgesehen werden, durch die sich die Anlage bei eventuellem Versagen eines Elements der Leitung selbsttätig abschaltet, um Verluste und Beschädigungen zu vereiner Pumpe die Seifenversorgung aufrechterhalten in der Versorgungsleitung an. Um sicherzugehen, daß die Sicherung nicht durch mehrmalige Betätigung sämtlicher Entnahmeventile auslösbar ist, ist die Lecksicherung mit einem Zeitrelais gekoppelt, wodurch ein absolut sicherer Betrieb der Anlage gewährleistet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732312349 DE2312349C2 (de) | 1973-03-13 | 1973-03-13 | Zentrale Seifenversorgungsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732312349 DE2312349C2 (de) | 1973-03-13 | 1973-03-13 | Zentrale Seifenversorgungsanlage |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2312349B1 true DE2312349B1 (de) | 1974-01-10 |
| DE2312349A1 DE2312349A1 (de) | 1974-01-10 |
| DE2312349C2 DE2312349C2 (de) | 1975-03-06 |
Family
ID=5874601
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732312349 Expired DE2312349C2 (de) | 1973-03-13 | 1973-03-13 | Zentrale Seifenversorgungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2312349C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT408217B (de) * | 1998-05-08 | 2001-09-25 | Gerwin Joebstl | Abgabevorrichtung für die dosierte abgabe von flüssigkeiten |
-
1973
- 1973-03-13 DE DE19732312349 patent/DE2312349C2/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT408217B (de) * | 1998-05-08 | 2001-09-25 | Gerwin Joebstl | Abgabevorrichtung für die dosierte abgabe von flüssigkeiten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2312349A1 (de) | 1974-01-10 |
| DE2312349C2 (de) | 1975-03-06 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |