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DE2311930A1 - Bremsdruckregelvorrichtung fuer druckmittelbetaetigte bremsanlagen von fahrzeugen - Google Patents

Bremsdruckregelvorrichtung fuer druckmittelbetaetigte bremsanlagen von fahrzeugen

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Publication number
DE2311930A1
DE2311930A1 DE19732311930 DE2311930A DE2311930A1 DE 2311930 A1 DE2311930 A1 DE 2311930A1 DE 19732311930 DE19732311930 DE 19732311930 DE 2311930 A DE2311930 A DE 2311930A DE 2311930 A1 DE2311930 A1 DE 2311930A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
brake
valve
piston
pressure chamber
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19732311930
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Rauscher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knorr Bremse GmbH
Original Assignee
Knorr Bremse GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knorr Bremse GmbH filed Critical Knorr Bremse GmbH
Priority to DE19732311930 priority Critical patent/DE2311930A1/de
Publication of DE2311930A1 publication Critical patent/DE2311930A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
    • B60T8/34Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration having a fluid pressure regulator responsive to a speed condition
    • B60T8/50Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration having a fluid pressure regulator responsive to a speed condition having means for controlling the rate at which pressure is reapplied to or released from the brake
    • B60T8/5018Pressure reapplication using restrictions
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
    • B60T8/34Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration having a fluid pressure regulator responsive to a speed condition
    • B60T8/50Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration having a fluid pressure regulator responsive to a speed condition having means for controlling the rate at which pressure is reapplied to or released from the brake
    • B60T8/5087Pressure release using restrictions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Regulating Braking Force (AREA)

Description

  • Bremsdruckregelvorrichtung für druckmittelbetätigte Bremsanlagen von Fahrzeugen Die Erfindung betrifft eine Bremsdruckregelvorrichtung für~ druckmittelbetätigte Bremsanlagen von Fahrzeugen, insbesondere Kraftfahrzeugen, zur Anpassung des Bremsdruckes an den jeweils vorhandenen Kraftschluß zwischen Radlaufflächen des Fahrzeuges und der Fahrbahnoberfläche, wobei in der Bremsleitung zwischen einem Bremsventil und einem Bremszylinder eine Ventileinrichtung zur Uberwachung des Bremszylinderdruckes geschaltet ist und zwei auf Signale von an den Fahrzeugrädern angeordneten Verzögerungswertgebern ansprechende Magnetventile die Drücke in der Ventileinrichtung überwachen.
  • Bei einer bekannten Bremsdruckregelvorrichtung der vorgenannten Art wird der Bremsdruck mittels einer zusätzlich zu den von dem Verzögerungswertgeber gesteuerten Magnetventilen vorgesehenen elektrischen Schaltvorrichtung derart gesteuert, daß bei einem Ansprechen des Verzögerungswertgebers das erste Magnetventil geschlossen und das zweite Magnetventil geöffnet wird. Hierbei wird eine durch Totzeiten und Strömungswiderstände verzögerte Druckabsenkung im Bremszylinder eingeleitet. Durch Schließen beider Magnetventile vor der vollen Druckabsenkung wird der Bremszylinderrestdruck während einer kurzen Haltephase konstant gehalten, in welcher das Gleichgewicht zwischen dem Bremsmoment und dem Haftreibungsmoment wieder hergestellt wird. Nachdem sich das Momentengleichgewicht eingestellt hat, öffnet das erste Magnetventil, und der Bremsdruck steigt bei geschlossenem zweiten Magnetventil wieder an, bis sich der Regelzyklus bei erneutem Blockieren des Rades wieder einstellt. Die Magnetventile sind bei der bekannten Vorrichtung in einer gemeinsamen Verbindungskammer angeordnet, die von dem Bremsdruck beaufschlagt ist.
  • Nachteilig ist bei dieser Vorrichtung, daß bei jedem Ansprechen des Verzögerungswertgebers nach einer bestimmten Totzeit der Bremszylinderdruck rasch bis auf einen Restdruck abgesenkt wird, obwohl eine Druckabsenkung häufig nicht erforderlich ist, weil die Fahrbahnverhältnisse in vielen Fällen sich nach sehr kurzen Streckenabschnitten wieder verbessern. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß durch den raschen Druckanstieg nach der Haltephase bei schlechten Straßenverhältnissen über längere Streckenabschnitte das Rad rasch wieder zum Blockieren neigt. Auf diese Weise wird der Regelzyklus sehr häufig durchlaufen, ehe das Fahrzeug bei sehr langem Bremsweg und hohem Luftverbrauch zum Stehen kommt. Schließlich besteht für den Fahrer keine Möglichkeit, über das Bremsventil in einen Regelzyklus einzugreifen und statt eines durch den Regelzyklus bedingten Druckanstiegseinen rascheren Druckanstieg zu erzielen, wie er vor Eintritt eines Regelzyklusses durch Betätigung der Bremse vom Fahrer eingesteuert werden kann.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bremsdruckregelvorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die weitgehend geringe Totzeiten aufweist, die Anzahl der aufeinanderfolgenden Regelzyklen bei weitgehend geringen Druckverlusten so klein wie möglich gehalten wird und die definierten Druckabfälle, Haltezeiten und Druckanstiege unabhängig vom Bremszylindervolumen sind.
  • Dabei soll der Fahrer des Fahrzeuges die Möglichkeit erhalten, den Ablauf eines Bremszyklusses durch Lösen der Bremse zu unterbrechen, um dadurch anschließend rasch einen starken Bremsdruckanstieg wie vor dem Ansprechen des Verzögerungswertgebers erzielen zu können.
  • Die Erfindung löst die Aufgabe in der Weise, daß ein ständig mit dem Bremszylinder verbundener erster Druckraum durch einen ersten ein Ventil zur Überwachung der Druckbeaufschlagung des Bremszylinders betätigenden Kolben von einem in seiner Druckbeaufschlagung durch die Magnetventile überwachten zweiten Druckraum des Ventilgehäuses getrennt ist und der erste Kolben in einem zylindrischen Schaft eines zweiten, im Ventilgehäuse geführten Kolben verschieblich ist, wobei beide Kolben relativ zueinander bewegbar sind und der zweite Kolben zur Druckentlastung des Bremszylinders in Spannrichtung einer zwischen den ersten und zweiten Kolben eingeordneten Druckfeder mit Druckmittel beaufschlagt ist.
  • Vorteilhafte Ausführungen nach der Erfindung sowie vorteilhafte Weiterbildungen können den Merkmalen der Unteransprüche und der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles entnommen werden, das in schematischen Zeichnungen veranschaulicht ist.
  • Hierin zeigt: Fig. 1 eine erfindungsgemäße Bremsdruckregelvorrichtung Fig. 2 ein Druck-Zeitdiagramm der Bremsdruckregelvorrichtung nach Fig. 1 mit einer Übersicht über die Stellungen der Magnetventile und Kolben zu den auf der Zeitachse angegebenen Zeitpunkten.
  • In einer mit einem Bremsventil (hier ein Trittplattenventil) 1t in Verbindung stehendeaBremsleitung 1 sind zwei Magnetventile 2, 3 angeordnet, die von einem nicht in der Zeichnung dargestellten Verzögerungswertgeber gesteuert werden. An das Magnetventil 2 schließt sich eine Druckleitung 4 an, über welche der Bremsdruck in einen Druckraum 5 gelangt, der den bremsdruckseitigen Teil eines Gehäuses 6 der erfindungsgemäßen Bremsdruckregelvorrichtung bildet.
  • An den Druckraum 5 schließt sich ein mit einem Bremszylinder 7 in Verbindung stehender Druckraum 8 an, dessen eine Wandung von einem mit dem Bremsdruck beaufschlagten Kolben 9 gebildet ist, der in einem Schaft 10 eines verschiebbar in dem Gehäuse 6 der Regelvorrichtung angeordneten Kolbens 11 lagert ist, wobeibeide Kolben 9, 11 relativ zueinander bewegbar sind. An dem Schaft 10 des Kolbens 11 ist eine Druckfeder 12 angeordnet, die nach einee Leerhub am Kolben 9 zur Anlage kommt und diesen von einem Ventilsitz 13 abhebt, wenn der Kolben 11 gegenüber dem Kolben 9 mittels des über das Magnetventil 3 und eine Druckleitung 14 auf die untere Kolbenfläche 15 einwirkenden Druckes angehoben~wird.
  • An den Druckraum 5 der Bremsdruckregelvorrichtung ist ein Druckzylinder 16 angeschlossen, der über die Druckleitung 14 und das Magnetventil 3 mit der Bremsleitung 1 in Verbindung steht und ein Absperrorgan 17' steuert, welches entgegen der Kraft einer Feder 18 die Verbindung einer Entlüftungsbohrung 19 mit dem Druckraum 5 absperren kann.
  • In der Druckleitung 4, die die Druckleitung 1 mit dem Druckraum 5 der Bremsdruckregelvorrichtung verbindet, ist ein Absperrorgan 20 angeordnet, das von einem Kolben 21 gesteuert ist, der einen Druckraum 23 begrenzt. Das Absperrorgan 20 vermag bei einer Druckbeaufschlagung des Kolbens 21 mit einem Absperrteil 24 einen Öffnungsquerschnitt 25 in der Druckleitung 4 abzusperren. Das Absperrorgan 20 ist in öffnungsrichtung von einer Feder 28 belastet und von einer Düse 35 übetbrückt.
  • Der Druckraum 23 ist einerseits über ein Rückschlagventil 30 an dieDruckleitung 14 und das Magnetventil 3 und andererseits über ein Rückschlagventil 31 und eine Druckleitung 29 mit der Bremsleitung 1 verbunden. Das Rückschlagventil 31 ist so angeordnet, daß es von dem in dem Raum 23 herrschenden Druck aufsteuerbar ist. Überwiegt der Druck im Raum 23 gegenüber dem Druck in der Druckleitung 1, dann geht es in öffnungsstellung. In dem -Druckraum 23 ist eine Entlüftungsbohrung 32 vorgesehen.
  • Das Rückschlagventil 30 öffnet bei einer Druckbeaufschlagung aus der Leitung 14 in Richtung des Druckraumes 23.
  • Zur Überbrückung des Magnetventiles 2 ist eine mit einer Düse 33 versehene Umgehungsleitung 34 vorgesehen. Der Durchlaßquerschnitt der Düse 33 ist kleiner als der der Düse 35.
  • Der Druckraum 5 ist mittels einer Druckleitung 36 über ein Rückschagventil 37 direkt an die Druckleitung 1 angeschlossen, wobei das Rückschlagventil 37 vom Druck im Druckraum 5 aufsteuerbar ist.
  • Der mit dem Bremszylinder 7 in Verbindung stehende Druckraum 8 ist über einen Druckraum 38-und eine anschließende Druckleitung 39 an einen Vorratsbehälter 40 angeschlossen. Die Verbindung zwischen den Druckräumen 8 und 38 kann über ein Rohr 41, das mit einer Feder 42 vorgespannt ist, von seinem Ventilsitz 38' abgehoben werden. Das Rchr 41 weist einen weiteren Ventilsitz 13 auf, der durch den Kolben 9 tschließbar ist. Beim Abheben des Kolbens 9 von dem Ventilsitz 13 wird der Druckraum 5 über das offene Rohr 41 entlüftet. Die Entlüftung des Druckraumes 8 wird erreicht, wenn die Feder 12 auf den Kolben 9 einwirkt und diesen von dem Ventilsitz 13 am Steuerkolben 41 abhebt oder wenn im Druckraum8 ein höherer Druck als im Druckraum 5 herrscht.
  • Bei Betätigung der Bremse wird der Druckraum 5 über die Bremsleitung 1, das geöffnete Magnetventil 2 (Stellung b) und den großen öffnungsquerschnitt 25 in der Leitung 4 rasch belüftet. Dabei der Kraft- der dem eder 42 wird der Kolben 9 mit dem Rohr 41 entgegen -AF~ ~~ nach unten gedrückt, wobei das Rohr von seinem Ventilsitz 38' abhebt und Druckmittel aus dem Vorratsbehälter 40 über die Leitung 39, die Druckräume 38 und 8 und die ansehließende Leitung zum Bremszylinder 7 gelangt. Der Druck im Bremszylinder 7 wird dabei entlang dem Kurvenabschnitt Ko in Fig. 2 rasch erhöht. Zu dieser Zeit ist das Magnetventil 3 geschlossen (Stellung a), dabei ist die Leitung 14 über das Magnetventil 3 entlüftet.
  • Nähert sich ein Rad seiner Blockiergrenze, so wird das Magnetventil 2 durch ein Signal des Verzögerungswertgebers geschlossen, wodurch ein weiterer Druckanstieg im Druckraum 5 zum Zeitpunkt t1 im wesentlichen beendet wird. Über die Düse 33 erfolgt lediglich ein sehr flacher Druckanstieg entlang dem flachen Kurvenabschnitt K Gelangt das Rad während einer bestimmten Zeitspanne ht1 nicht aus der Blockiergefahr heraus, wird das Magnetventil 3 über ein Signal des Verzögerungswertgebers geöffnet (Stellung b), während das Magnetventil 2 geschlossen bleibt. Hierdurch wird die Entlüftung abgesperrt und die Bremsleitung 1 an die Leitung 14 angeschlossen.
  • Das Magnetventil 2 bleibt dabei geschlossen. Über die Leitung 14 gelangt somit Druckmittel aus der Druckleitung 1 unter den Kolben 11, der dadurch aus der Stellung a in die Stellung b gelangt und dabei über die Feder 12 den Kolben 9 von seinem Sitz 13 abhebt. Hierdurch erfolgt zum Zeitpunkt t2 eine sehr rasche Druckabsenkung im Bremszylinder um den Wert Ap entlang dem steiln Kurvenabschnitt K2.
  • Über die Leitung 14 wirkt der Druck aus der Bremsleitung 1 auch auf den Kolben 17. Außerdem wird der Druckraum 23 über das Rückschlagventil 30 druckbeaufschlagt. Unter dem Druckmitteldruck gelangt der Kolben 17 entgegen der Kraft der Feder 18 aus seiner Stellung a in die Stellung b, wobei die Verbindung des Druckraumes 5 zur Entlüftungsbohrung 19 freigegeben wird. Hierdurch erfolgt eine definierte Druckabsenkung in dem Druckraum 5 entlang dem strichpunktiertem Kurvenabschnitt K3. Gleichzeitig mit der Druckabsenkung in dem Druckraum 5 tritt eine entspreehende Druckabsenkung in dem Druckraum 8 und damit in dem Bremszylinder 7 entlang dem ausgezogenen Kurvenabschnitt K3' ein.
  • Durch die Druckbeaufschlagung des Druckraumes 23 wird gleichzeitig mit der Verschiebung des Kolbens 17 der Kolben 21 aus seiner Stellung a in die Stellung b verschoben. Dabei wird der große öffnungsquerschnitt 25 in der Leitung 4 zum Druckraum 5 abgesperrt, so daß der Druckraum 5 nur noch über die Düse 35 an die Leitung 4 angeschlossen bleibt. Der Offnungsquerschnitt 25 wird durch das Absperrteil 24 erst wieder freigegeben, wenn der Druck im Druckraum 23 über das Rückschlagventil 31 entlüftet worden ist. Der Druckraum 5 bleibt über die Düse 35, die Leitung 4, die Düse 33 und die Leitung 34 ständig mit der Bremsleitung 1 in Verbindung. Da der Durchlaßquerschnitt der Düse 33 wesentlich kleiner ist als der der Düse 19, überwiegt die über die Düse 19 bewirkte Druckabsenkung.in dem Druckraum.
  • Nach einer durch den Verzögerungswertgeber vorbestimmten Zeitdifferenz At2 wird durch ein erneutes Signal das Magnetventil 3 aus seiner geöffneten Stellung b in die Rtließstellung a gebracht, wobei die Druckleitung 1 von der Leitung 14 abgesperrt und diese über den geöffneten Sitz des Magnetventils 3 entlüftet wird.
  • Hierdurch geht der Kolben 17 unter der Wirkung der Feder 18 in die Stellung a zurück, wobei die Entlüftungsöffnung 19 von der Verbindung zum Druckraum 5 abgesperrt wird. Außerdem wird der Druck unter dem Kolben 11 sehr rasch abgebaut, so daß der Kolben 1 in seine Ausgangsstellung a zurückgeht und demzufolge die Kraft der Feder 12 auf den Kolben 9 wegfällt. Hierdurch wird zum Zeitpunkt t3 der Druck im Druckraum 8 und damit auch im Bremszylinder 7 um den Wert Ap entlang dem steilen Kurvenabschnitt K4 angehoben.
  • Anschließend tritt eine Bremsdruckhaltephase längs des Kurvenabschnittes K5 ein, während der der Druck in dem Raum 5 und somit auch im Raum 8 und dem Bremszylinder 7 über die' Düse 33 leicht ansteigt.
  • Nach einer bestimmten>vom Verzögerungswertgeber vorgegebenen Zeitdifferenz Ast3, wird an das Magnetventil 2 ein Signal zum öffnen abgegeben, wenn der Druck im Bremszylinder wieder ansteigen so also die Fahrbahnverhältnisse sich nicht weiter verschlechtert haben. Befindet sich das Magnetventil 2 in der Stellung 5, so ist die Druckleitung 1 bei Umgehung der Düse 33 über die Leitung 4 und die Düse 35 mit dem Druckraum 5 in Verbindung. Hierdurch wird der Druckraum 5 zum Zeitpunkt t4 über die Düse 35, deren öffnungsquerschnitt merklich größer ist als der der Düse 33,langsam entlang dem schrägen Kurvenabschnitt K6 belüftet, wodurch entsprechend auch der Druck im Druckraum 8 und dem Bremszylinder 7 langsam und definiert ansteigt. Sollte eine erneute Haltephase erforderlich sein, so wird vom Verzögerungswertgeber ein Signal zum Schließen des Magnetventils 2 abgegeben. Demzufolge steigt zum Zeitpunkt t5 der Druck in dem Druckraum 5 und demzufolge auch in dem Druckraum 8 und dem Bremszylinder 7 bedingt durch die Düse 33 nur noch sehr langsam entlang dem Kurvenabschnitt K7 an.
  • Am Ende der zweiten Haltephase wird das Magnetventil 2 durch ein Signal des Verzögerungswertgebers wieder in die öffnungsstellung gesteuert und über die Düse 35 steigt zum Zeitpunkt t6 der Druck im Druckraum 5 und entsprechend im Bremszylinder 7 in definierter Weise gedüst entlang dem Kurvenabschnitt K8 an.
  • Neigt das Rad bei steigender Druckbeaufschlagung des Bremszylinders erneut zum Blockieren, so wiederholt sich der vorbeschriebene Bremszyklus, bei dem eine oder beide Haltephasen auf Grund eines geänderten Prgramms des Signalwertgebers auch weggelassen werden können.
  • Der relativ steile Druckanstieg im Bremszylinder 7 während der Kurvenabschnitt K6 und K8 ist nur gewährleistet, wenn das Bremsventil 1' vom Fahrer des Fahrzeuges während des Regelzyklusses betätigt ist. Sollte während eines Regelvorganges während des gedüsten Bremsdruckanstieges oder der Haltephasen vom Fahrer die Bremse gelöst und damit die Bremsleitung 1 entlüftet werden, so wird der Druckraum 5 über das Rückschlagventil 37 entlüftet, wodurch auch der Druckraum 8 und der Bremszylinder 7 entlüftet werden. In Fig. 2 ist eine solche Entlüftung des Bremszylinders 7 zum Zeitpunkt t7 vom Fahrer des Fahrzeuges ausgelöst worden.
  • Gleichzeitig mit einer Entlüftung des Druckraumes 5 über das Rückschlagventil 37 erfolgt auch eine Entlüftung des Druckraumes 23 über das Rückschlagventil 31. Hierdurch gelangt der Kolben 22 mit dem Absperrteil aus seiner Stellung b in die Stellung a zurück, in der der Öffnungsquerschnitt 25 der Leitung 4 wieder freigegeben ist.
  • Wird also nach dem Lösen der Bremse vom Fahrer ein neuer Bremsvorgang eingeleitet, so wird entsprechend dem Kurvenabschnitt KQ in Fig. 2 der Druckraum 5 und entsprechend auch der Druckraum 8 mit dem angeschlossenen Bremszylinder 7 rasch druckbeaufschlagt.
  • Die vorstehenden Ausführungen lassen die Düse 32 unberücksichtigt, über die der Druckraum 23 entlüftet wird, wenn das Magnetventil 3 sich in seiner abgeschlossenen Stellung a befindet und somit die Leitung 14 über den offenen Sitz des Magnetventils 3 entlüftet ist. Ist eine solche Düse vorhanden, kann vom Fahrer nach Ansprechen der Gleitschutzvorrichtung während der gedüsten Bremsdruckerhöhung auch nach einem teilweisen Lösen der Bremse die Bremsung rasch wieder gesteigert werden, da nach einer gewissen Zeit nach dem Entlüften der Leitung 14 über das Magnetventil 3 in seiner Stellung a der Druckraum 23 über die Düse 32 soweit entlüftet worden ist, daß der Kolben 22 mit dem Absperrteil 24 in die Stellung azurückgeht und dabei. den Offnungsquerschnitt 25 freigibt. Die Düse 32 könnte auch derart angeordnet sein, daß sie das Rückschlagventil 30 überbrückt, um den Luftverlust geringer zu halten. Sofern eine Düse 32 vorgesehen ist, würde das bedeuten, daß die Düse 35 praktisch nur für die Ansprechzeit des Ventils 6 und nicht für die gesamte Bremszeit gilt.
  • Dadurch, daß die erfindungsgemäße Bremsdruckregelvorrichtung auf dem Prinzip eines Relaisventils aufgebaut ist, wird in vorteilhafter Weise gewährleistet, daß sämtliche Druckanstiege und Druckabfälle unabhängig vom Bremszylindervolumen sind. Da das Druckabsenken auch durch die Beaufschlagung des Kolbens 11 erfolgt, sind sehr kurze totzeiten möglich, so daß die Bremsdruckregel vorrichtung auf die von den Verzögerungswertgebern abgegebenen Signale mit sehr geringen Totzeiten reagiert In Fig. 2 sind während eines Regelzyklusses außer dem Bremsdruckverlauf im Druckraum 5, der durch die Kurvenabschnitte K0, K1 K3, K5, K6, K7, K8, gekennzeichnet ist und dem Bremsdruckverlauf im Druckraum 8 bez. im Bremszylinder 7, der durch die Kurvenabschnitte K0 K1, K2, K3, K4, K5, K6, K7, K8, bestimmt ist,der Druckverlauf in der Leitung 14 gestrichelt und der Druckverlauf in dem Druckraum 23 gepunktet eingezeichnet, wobei jedoch der Druckraum 23 keine Düse 32 aufweist. Hieraus folgt, daß beim Öffnen des Magnetventils 3 zum Zeitpunkt t2 der Druck in der Druckleitung 14 rasch auf den Bremsdruck der Bremsleitung 1 ansteigt und bis zum Zeitpunkt t3 der normalen Bremsdruckkurve folgt, die VQB Bye.msventil 1' in der Bremsleitung 1 vorgegeben wird und die:Bremszylinder 7 gilt, wenn.vom Verzögerungswertgeber kein die Blockiergefahr eines Rades anzeigendes Signal kommt.Zum Zeitpunkt t3 wird die Druckleitung 14 über das in seinerSchließstellung gesteuerte Magnetventil 3 rasch vollständig entlüftet. In dem Druckraum 23 steigt der Druck zum Zeitpunkt t2 rasch bis zum normalen Bremsdruck und folgt der normalen Bremsdruckkurve bis zur angenommenen Entlüftung der Bremse zum Zeitpunkt t7. Ist der Druckraum 23 mit einer Düse 72 versehen, so fällt der-Druck im Druckraum 23 entsprechend dem Durchlaßquerschnitt der Düse vom Zeitpunkt t3 stetig ab.
  • Es ist dann eine Frage der Auslegung, bei welcher Druckabsenkung im Druckraum 23 und nach welcher Zeit der Kolben 32 mit dem Absperrteil 24 in seine Ausgangsstellung a zurückgeht.Unterhalb des Druck-Zeit-Diagrammes in Fig, 2 sind die Stellungen der Magnetventile2, 3 (hier mit M2 und M3 bezeichnet) und der Kolben 11, 17, 21(hier mit K11, K17, K21 bezeichnet) zu den Zeitpunkten t1 bis t7 und in den dazwischen liegenden Zeitabschnitten durch a und b gekennzeichnet.
  • Patentansprüche

Claims (12)

  1. Patentansprüche: 1. Bremsdruckregelvorrichtung für druckmittelbetätigte Bremsanlagen von Fahrzeugen, insbesondere Kraftfahrzeugen, zur Anpassung des Bremsdruckes an den jeweils vorhandenen Kraftschluß zwischen Radlaufflächen des Fahrzeuges und der Fahrbahnoberfläche, wobei in der Bremsleitung zwischen einem Bremsventil und einem Bremszylinder eine Ventileinrichtung zur Überwachung des Bremszylinderdruckes geschaltet ist und zwei auf Signale von an den FahrzeugrMdern angeordneten Verzögerungswertgebern ansprechende Magnetventile die Drucke in der Ventileinrichtung überwachen, dadurch gekennzeichnet, daß ein ständig mit dem Bremszylinder (7) verbundener erster Druckraum (8) durch einen ersten ein Ventil (13) zur Überwachung der Druckbeaufschlagung des Bremszylinders betätigenden Kolben (9) von einem in seiner Druckbeaufschlagung durch die Magnetventile (2, 3) überwachten, zweiten Druckraum (5) des Ventilgehäuses getrennt ist und der erste Kolben (9) in einem zylindrischen Schaft (10) eines zweiten, im Ventilgehäuse geführten Kolbens (11) verschieblich ist, wobei beide Kolben (9, 11) relativ zueinander bewegbar sind und der zweite Kolben (11) zur Druckentlastung des Bremszylinders (7) in Spannrichtung einer zwischen den ersten und zweiten Kolben eingeordneten Druckfeder (12) mit Druckmittel beaufschlagt ist.
  2. 2. Bremssteuerdruckregelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kolben (11) über die Magnetventile (2, 3) vom durch das Bremsventil überwachten Druck belastbar ist.
  3. 3. Bremssteuerdruckregelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den zweiten Druckraum (5) über ein Absperrorgan (17') eine Entlastungsdüse (19) anschließbar ist, wobei das Absperrorgan von einem Kolben (17) betätigt ist, der über die Magnetventile in öffnungsrichtung vom durch das Bremsventil überwachten Druck entgegen Federkraft beaufschlagt ist.
  4. 4. Bremsdruckregelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den zweiten Druckraum (5) über ein Absperrorgan (24) eine Beaufschlagungsdüse (35) zur gedüsten Druckbeaufschlagung des Druckraumes anschließbar ist, wobei das Absperrorgan von einem in einem Druckraum (23) verschieblichen Kolben (22) betätigt ist, der über ein Rückschlagventil (30) in öffnungsrichtung vom durch das Bremsventil über die Magnetventile überwachten Druck entgegen Federkraft beaufschlagbar ist.
  5. 5. Bremsdruckregelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck im Druckraum (23) über ein Rückschiagventil (31) in die druckentiastete Bremsleitung (1) entlastbar ist.
  6. 6. Bremsdruckregelvorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum (23) eine ständig geöffnete Entlastungsdüse (32) aufweist.
  7. 7. Bremsdruckregelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Magnetventil (2) in einem Kanal (4) zur Druckbeaufschlagung des zweiten Druckraumes (5) durch einen eine Düse (33) einschließenden Kanal (34) überbrückt ist.
  8. 8. Bremsdruckregelvorrichtung nach Anspruch 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die der Beaufschlagungsdüse (35) vorgeschaltete Düse (33) einen kleineren Durchlaß aufweist als die Beaufschlagungsdüse (35).
  9. 9. Bremsdruckregelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck im zweiten Druckraum (5) über ein Rückschlagventil (35) in die druckentlastete Bremsleitung (1) entlastbar ist.
  10. 10. Bremsdruckregelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Druckbeaufschlagung des Bremszylinders (7) der zweite Kolben (9) einen Kolben (41) entgegen Federkraft zur öffnung eines Ventils (28') verschiebt, das den ersten Druckraum (8) an einen Vorratsbehälter (40) anschließt.
  11. 11. Bremsdruckregelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Druckentlastung des Bremszylinders (7) der zweite Kolben (9) von einem Ventilsitz des Ventiles (13) abhebt, das den ersten Druckraum (8) mit der Atmosphäre verbindet.
  12. 12. Bremsdruckregelvorrichtung nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (41) als offenes Rohr ausgebildet ist und Rohrabschnitte Ventilflächen der übereinander angeordneten Ventile (13 und 38') bilden.
DE19732311930 1973-03-09 1973-03-09 Bremsdruckregelvorrichtung fuer druckmittelbetaetigte bremsanlagen von fahrzeugen Pending DE2311930A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4903576A (en) * 1987-09-12 1990-02-27 Wabco Westinghouse Fahrzeugbremsen Gmbh Solenoid-controlled valve arrangement

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