DE2311802A1 - Behaelter fuer in fluessiger form zu applizierende arzneimittel, insbesondere tropfenflasche - Google Patents
Behaelter fuer in fluessiger form zu applizierende arzneimittel, insbesondere tropfenflascheInfo
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Description
- Behälter für in flüssiger Form zu appLizierende Arzneimittel, insbesondere Trofenflasche Die Erfindung betrifft einen Behälter für in flüssiger Form zu applizierende Arzneimittel.
- Zur Erhöhung der Stabilität von in flüssiger Form zu applizierenden Arzneimitteln, insbesondere für eine Längere Lagerbarkeit, ist es bereits bekannt, die Wirksubstanz zunächst unter Bedingungen zu lösen, die zur Erhöhung der Stabilität beitragen, etwa im stark sauren Bereich. Solche stark sauren Lösungen sind in der Regel physiologisch unverträglich und ihre Verträglichkeit muß vor der Anwendung erst noch durch den Zusatz einer Pufferlösung herbeigeführt werden0 Diese Art und Weise der Zubereitung des applizierbaren Arzneimittels ist zumal, wenn die Zubereitung nicht von geschultem Pachpersonal vorgenommen wird, bedenklich, da die Sterilität und die vorgeschriebene Konzentration des Arzneimittels nicht gewährleistet ist. Die gleichen Probleme treten auf, wenn die Wirksubstanz zur Verbesserung der Stabilität gefriergetrocknet, also lyophilisiert, zusammen mit einem in der erforderlichen Renge gesondert abgepackte Lösungsmittel bereitgehalten und angeboten wird.
- Der Erfindung liegt das Bedürfnis nach einer unproblematischeren Bereithaltung stabilisierter, in flüssiger Porm zu applizierender Arzneimittel, insbesondere Augentropfen, zugrunde, Dem Bedürfnis wird erfindungsgemäß mit einem Behälter für in flüssiger Porm zu applizierende Arzneimittel, in dem das Arzneimittel zunächst in stabilisierter Porm bereitgehalten wird, Rechnung getragen, der dadurch gekennzeichnet ist, daß einer das stabilisierte Arzneimittel enthaltenden Kammer eine zweite, ein lösungsmittel oder eine Pufferlösung enthaltende Kammer in räuulicher Einheit flüssigkeitsdicht zugeordnet ist, deren Raum durch Verlagerung der Kammern zueinander zu dem Raum der ersten Kammer durchgängig machbar ist, und daß eine der Kammer mit einer Ausgabeöffnung für das applizierbare Arzneimittel versehen ist.
- In dem Behälter nach der Erfindung werden stabilisiertes Arzneimittel und Lösungsmittel bzw. Pufferlösung getrennt voneinbereitgehalten und angeboten, und das applizierbare Arzneimittel wird in eben diesem Behälter durch Herstellung einer Verbindung zwischen den eine räumliche Einheit bildenden, das stabilisierte Arzneimittel und das Läsungsmittel bzw. die Pufferlösung zunächst jeweils gesondert bereithaltenden Kammern unter Beibehaltung der räumlichen Einheit der Kammern durch Verlagerung einer der Kammern gegenüber der anderen unmittelbar vor der Applizierung bzw. Ingebrauchnahme erzeugt.
- Obwohl das andere Anwendungsgebiete nicht ausschließt, ist der Behälter nach der Erfindung insbesondere für Augentropfen vorgesehen, an deren physiologische Verträglichkeit besonders hohe Anforderungen gestellt werden, deren Haltbarkeit bzw, Wirksamkeit in der applizierbaren Form jedoch begrenzt ist. Für Arzneimittel, wie Augentropfenbietet sich eine Flaschenform des Behälters an, bei der die Kammern übereinander angeordnet sind, die untere Kammer eine Standfläche aufweist und die obere Rammer mit einer Ausgabeöffnung versehen ist.
- Damit, daß die Bestandteil des Behälters nach der Erfindung bildenden Kammern untrennbar miteinander verbunden sind, wird auch eine unbeabsichtigte Beeinträchtigung der Beschaffenheit des Behälterinhalts durch unüberlegtes Trennen der Kammern ausgeschlossen0 Der Erfindungsgedanke ist in verschiedener Weise realisierbar.
- So kann die untere Kammer einen eingezogenen Rand aufweisen, auf den eine einen Zwischenboden aufweisende Muffe flüssigkeitsdicht aufgeschraubt ist, in die die obere Kammer mit ihrem Boden flüssigkeitsdicht gegen den Zwischenboden anliegend eingefügt ist, wobei im Zwischenboden der Muffe und am Boden der oberen Kammer auf entsprechenden Lochkreisen Bohrungen vorgesehen sind, die durch Verdrehen der oberen Kammer zur Deckung bringbar sind, Bei einer anderen Ausführungsform ist an dem Zwischenboden der Muffe ein in die untere Kammer hineinragender Stutzen angeformt, in dem sich ein an dem Boden der oberen, flüssigkeitsdicht in die Muffe eingefügten Kammer angeformter Stutzen führt, dessen MantelfLäche Bohrungen aufweist, die durch Verdrehen der oberen Kammer mit auf demselben Niveau befindlichen Bohrungen im Muffenstutzen zur Deckung bringbar sind, Bei einer abgewandelten Ausführungdbrm zu der vorausgehenden Ausführungsform werden die korrespondierenden Bohrungen im Nuffenstutzen und im Bestandteil der obe- -ren Kammer bildenden Stutzen durch Absenken der oberen Kammer gegen die untere Kammer miteinander zur Deckung gebracht. Eine Kombination der letzten Ausführungsform mit der vorausgehenden Ausführungsform dergestalt, daß die fluchtende Anordnung der korrespondierenden Bohrungen durch Absenken und Verdrehen der.
- oberen Kammer herbeigeführt wird, ist möglich.
- An die Stelle der Schraubverbindung zwischen unterer Kammer und Muffe kann natürlich auch eine andere geeignete Verbindung, etwa eine verriegelbare Steckverbindllng treten.
- Weitere schutzbegründende Merkmale ergeben sich aus der Zeiehnungsbeschreibung.
- In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen weitergehend erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine erfindungsgemäß ausgestaltete Xropfenflasche, teilweise im Schnitt, Figur 2 einen Schnitt nach Linie II-II in Figur 1, Figur 3 eine abgewandelte Ausführungsform des Behälters, teilweise im Schnitt, Figur 4 eine dritte Ausführungsform des Behälters, teilweise im Schnitt.
- Die Tropfenflasche in Figur 1 besteht aus den übereinander angeordneten Kammern 1 und 2, die durch die einen Zwischenboden 31 aufweisende Buchse 5 zusammengefaßt sind. Die Kammer 2 geht in eine Pipette 21 über.
- Auf die untere, einen eingezogenen Rand 11 aufweisende Kammer 1 ist die Buchse 3 flüssigkeitsdicht (4) aufgeschraubt (12, 32). Die obere Kammer 2 ist mit dem Boden 22 flüssigkeitsdicht (6) gegen den Zwischenboden 31 anliegend in die Buchse 3 eingefügt und mit der Buchse 3 mittels in eine Ringnut 33 angreifender Nasen derart gekuppelt, daß eine Verdrehung der Kammer 2 gegenüber der Buchse 3 möglich ist. Eingefügt wird die Kammer 2 in die Buchse 3 durch Absenken der Nasen 23 in den von der Stirnseite der Buchse 3 ausgehenden in die Ringnuten 33 einmündenden Vertikalnuten 34. Durch anschließendes begrenztes Verdrehen der Kammer 2 gegenüber der Buchse 7 im Sinne des Pfeiles A in den Figuren 1 und 2 werden die Teile 2 und 3 miteinander verriegelt.
- Der Zwischenboden 31 der Buchse 3 weist auf einem Lochkreis 36' zwei einander gegenüberliegende Bohrungen 36 auf 0 Der Boden 21 der Kammer 2 weist auf einem entsprechenden Lochkreis ebenfalls zwei zunächst gegenüber den Bohrungen 36 im Zwischen boden 31 der Buchse 7 versetzte Bohrungen 24 auf, die durchweiteres Verdrehen der Kammer 2 gegenüber der Buchse 3 im Sinne des Pfeiles A in den Piguren 1 und 2 mit den Bohrungen 36 zur Deckung bringbar sind.
- Eine gegenläufige Verdrehung der Kammer 2 gegenüber der Buchse 3 wird durch eine Rücklaufsperre ausgeschlosssen, die Verriegelungsstellung ist durch eine Rastung gekennzeichnet, die Öffnungsstellung ist durch einen Anschlag 37 fixiert.
- Die Kammer 1 und die Buchse 3 werden in der Regel aus einem formbeständigen Material hergestellt, während sich der Einsatz eines begrenzt verformbaren Materials für die Kammer 2, zumal wenn der BehäLter als Tropfenflasche dient, anbietet.
- Den Wirkstoff wird man im allgemeinen in der unteren Kammer 1 unterbringen und das Lösungsmittel bzw. die Pufferlösung in den oberen Kammer 2.
- Gelagert und gehandelt wird der Behälter in der Verriegelungsstellung gemäß den Figuren 1 und 2, in der die in den Kammern 1 und 2 befindlichen Substanzen voneinander getrennt sind. Bei Ingebrauchnahme wird das applizierbare Arzneimittel durch Mischung der in den Kammern 1 und 2 befindlichen Substanzen hergestellt, indem die Kammer 2 der Buchse 9 gegenüber im Sinne des Pfeiles A in den Figuren 1 und 2 soweit verdreht wird, bis die Bohrungen 36 im Zwischenboden 31 der Buchse 3 und die Bohrungen 24 im Boden 22 der Kammer 2 miteinander fluchten, so daß die Kammer 1 und 2 durchgängig werden.
- Die Ausführungsform des Behälters gemäß Figur 3 unterscheidet sich von der ersten Version lediglich dadurch, daß an den Boden 21 der Kammer 2 ein Stutzen 26 angeformt ist, der sich in einem an den Zwischenboden 31 der Buchse 3 angeformten Stutzen 38 führt, und die zur Deckung bringbaren Bohrungen 24 und 36 sich in den Wandungen der Stutzen 26 und 38 befinden.
- Bei der AusfAhrungsform des Behälters gemäß Figur 4 werden die Bohrungen 24 und 36 abweichend von den Versionen gemäß den Figuren 1 bis 3 durch ein Absenken der Kammer 2 gegen den Zwischenboden 31 der Buchse 3 im Sinne des Pfeiles B in Figur 4 zur Deckung gebracht. - Eine Kombination der Versionen gemäß den Piguren 3 und 4 ist möglich.
- Selbstverständlich sind bei Versionen entsprechend den Figuren 3 und 4 zusätzliche Dichtungen, so die Dichtung 7 in Figur 4 vorgesehen, die eine vorzeitige Mischung der zunächst getrennt voneinander aufbewahrten Substanzen verhindern0
Claims (7)
- An s.p r ü c h e Behälter für in flüssiger Form zu applizierende Arzneimittel, in dem das Arzneituittel zunächst in stabilisierter Form bereitgehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß einer das stabilisierte Arzneimittel enthaltenden Kammer (1) eine zweite, ein Lösungsmittel oder eine PufferLösung enthaltende Kammer (2) in räumlicher Einheit flüssigkeitsdicht zugeordnet ist, deren Raum durch Verlagerung der Kammern (1 und 2) zueinander zu dem Raum der ersten Kammer (1) durchgängig machbar ist, und daß eine der Kammern mit einer Ausgabeöffnung für das applizierbare Arzneimittel versehen ist.
- 2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei übereinander angeordneten Kammern (1 und 2) die untere eine Standfläche aufweist und die obere die Ausgabeöffnung (21).
- 3. Behälter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (1 und 2) untrennbar miteinander verbunden sind.
- 4. Behälter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Kammer (1) einen eingezogenen Rand (11) aufweist, auf den eine einen Zwischenboden (31) aufweisend Muffe (3) flüssigkeitsdicht aufgeschraubt ist, in die die obere Kammer (2) mit ihrem Boden (22) flüssigkeitsdicht ge gen den Zwischenboden (31) anliegend eingefügt ist, wobei im Zwischenboden (31) der Muffe (3) und im Boden (22) der oberen Kammer (2) auf entsprechenden Lochkreisen Bohrungen (36 bzw. 24) vorgesehen sind, die durch Verdrehen der oberen Kammer (2) zur Deckung bringbar sind.
- Behälter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Kammer (2) einen eingezogenen Rand (11) aufweist, auf den eine einen Zwischenboden (31) aufweisend Muffe (3) flüssigkeitsdicht aufgeschraubt ist, an deren Zwischenboden (31) ein in die Kammer (1) hineinragender Stutzen (38) angeformt ist, in dem sich ein an den Boden (22) der oberen, flüssigkeitsdicht in die Muffe (3) eingefügten Kammer (2) angeformter Stutzen (26) führt, dessen Mantelfläche Bohrungen (24) aufweist, die durch Verdrehen der oberen Kammer (2) mit auf demselben Niveau befindlichen Bohrungen (36) in Muffenstutzen (38) zur Deckung bringbar sind.
- 6. Behälter nach den Ansprüchen 4 und 5, gekennzeichnet durch einen die Drehbewegung der oberen Kammer (2) begrenzenden Anschlag (37).
- 7. Behälter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Kammer (1) einen eingezogenen Rand (11) aufweist, auf den eine einen Zwischenboden (31) aufweisende Muffe (3) flüssigkeitsdicht aufgeschraubt ist, an deren Zwischenboden (31) ein in die Kammer (1) hineinragender Stutzen (38) angeformt ist, in dem sich ein an den Boden (22) der oberen, in die Muffe (3) eingefügten, im eingefügten Zustand gegen die untere Kammer (1) absenkbaren Kammer (2) angeformter Stutzen (26) flüssigkeitsdich führt, in dessen Mantelfläche Bohrungen (24) vorgesehen sind, die beim Absenken der Kammer (2) mit entsprechenden Bohrungen (36) im Muffenstutzen (38) zur Deckung bringbar sind.
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| DE2311802A1 true DE2311802A1 (de) | 1974-09-12 |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2636137A1 (fr) * | 1988-09-05 | 1990-03-09 | Rhone Poulenc Chimie | Dispositif de prise d'echantillons de produits liquides |
| EP0638485A1 (de) * | 1993-08-13 | 1995-02-15 | L'oreal | Vorrichtung zum Verpacken und Ausgeben einer Mischung von zwei vor der Ausgabe voneinander isolierten Produkten |
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1973
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| FR2636137A1 (fr) * | 1988-09-05 | 1990-03-09 | Rhone Poulenc Chimie | Dispositif de prise d'echantillons de produits liquides |
| EP0638485A1 (de) * | 1993-08-13 | 1995-02-15 | L'oreal | Vorrichtung zum Verpacken und Ausgeben einer Mischung von zwei vor der Ausgabe voneinander isolierten Produkten |
| FR2708911A1 (fr) * | 1993-08-13 | 1995-02-17 | Oreal | Dispositif de conditionnement et de distribution d'un mélange de deux produits isolés l'un de l'autre avant l'opération de distribution. |
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