DE2311073C2 - Sulfonsäuregruppenhaltige Stilbenazo- und/oder Stilbenazoxyfarbstoffe - Google Patents
Sulfonsäuregruppenhaltige Stilbenazo- und/oder StilbenazoxyfarbstoffeInfo
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Description
O2N
CH3
SOfN(R)4
10
15
worin R einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest
bedeutet und der aromatische Ring A mit Ausnahme der angeführten Substituenten keine weiteren
Substituenten trägt, mit einem gegebenenfalls substituierten Tetraalkylammoniumhydroxid, wobei
gewünschtenfalls in den erhaltenen Kondensationsprodukten eine endständige Nitrogruppe zu
einer primären Aminogruppe reduziert werden kann und/oder die erhaltenen Kondensationsprodukte mit einem Alkalimetall- und/oder Ammo-
niumsalz umgesetzt werden können.
2. Verfahren zur Herstellung von sulfonsäuregruppenhaltigen Stilbenazo- und/oder Stilbenazoxyfarbstoffen,
in denen mindestens eine Sulfonsäuregruppe in der Form eines gegebenenfalls substi- so
tuierten Tetraalkylammoniumsälzes vorliegt, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung
der Formel I definiert in Anspruch 1 mit einem gegeöenenfalls substituierten Tetraalkylammoniumhydroxid
umsetzt, gewünschtenfalls in den erhaltenen Kondensationsprodukten eine endständige Nitrogruppe
zu einer primären Aminogruppe reduziert und/oder die erhaltenen Kondensationsprodukte
mit einem Alkalimetall- und/oder Ammoniumsalz umsetzt.
3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Kondensation Tetramethylammoniumhydroxid
einsetzt.
4. Verfahren zum Färben von Papier, dadurch gekennzeichnet, daß man Farbstoffe gemäß Anspruch
1 einsetzt.
50
Gegenstand der Erfindung sind sulfonsäuregruppenhaltige
Stilbenazo- und/oder Stilbenazoxyfarbstoffe, in denen mindestens eine Sulfonsäuregruppe in der Form
eines gegebenenfalls substituierte Tetraalkylammoniumsälzes vorliegt, erhältlich durch Umsetzung einer
Verbindung der Formel I
O3N-< A V-CH3
SOfN(R)4
SOfN(R)4
(D
hO
worin R einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest (.5
bedeutet und der aromatische Ring A mit Ausnahme der angeführten Substituenten keine weiteren Substituenten
trägt, mit einem gegebenenfalls substituierten Tetraalkylammoniumhydroxid, wobei gewünschtenfalls
in den erhaltenen Kondensationsprodukten eine endständige Nitrogruppe zu einer primären Aminogruppe
reduziert werden kann und/oder die erhaltenen Kondensationsprodukte mit einem Alkalimetall- und/
oder Ammoniumsaiz umgesetzt werden können.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung von sulfonsäuregruppenhaltigen Stilbenazo-
und/oder Stilbenazoxyfarbstoffen, in denen mindestens eine Sulfonsäuregruppe in der Form eines gegebenenfalls
substituierten Tetraalkylammoniumsälzes vorliegt, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung
der Formel I, die wie oben definiert ist, mit einem gegebenenfalls substituierten Tetraalkylammoniumhydroxid
umsetzt, gewünschtenfalls in den erhaltenen Kondensationsprodukten eine endständige Nitrogruppe
zu einer primären Aminogruppe reduziert und/ oder die erhaltenen Kondensationsprodukte nit einem
Alkalimetall- und/oder Ammoniumsalz umsetzt.
Für die Umsetzung einer Verbindung der Formel I verwendet man vorteilhaft Tetramethylammoniumhydroxid.
Der Alkylrest R steht bevorzugt für einen niedrigmolekularen Alkylrest, er kann 1 bis 6 und vorzugsweise 1
oder 2 Kohlenstoffatome enthalten.
Ist der Alkylrest substituiert, so trägt er bevorzugt
eine Hydroxy- oder Cyangruppe, ein Halogenatom oder einen Arylrest, vorteilhaft einen Phenylrest.
Die Umsetzung der Verbindung der Formel I mit einem gegebenenfalls substituierten Tetraalkylammoniumhydroxid
geschieht in der Regel während 15 Minuten bis 2 Stunden, vorteilhaft in Wasser und bei erhöhten
Temperaturen, z. B. zwischen 300C und Kochtemperatur, meistens jedoch bei 45-7O0C und bei pH 7,5-14,
vorzugsweise bei pH 11-13. Bei der Umsetzung erhält man in der Regel Gemische von Salzen, wobei aber
mindestens eine SOjH-Gruppe in der Form eines Tetraalkyiammoniumsalzes vorliegt.
Die Reduktion der Nitroverbindungen zu entsprechenden primären Aminoverbindungen kann nach
bekannten Methoden durchgeführt werden, z. B. in wäßriger Lösung und in Gegenwart von Dextrosehydrat,
Alkalisulfit oder -sulfid, Glycerin, Hydroxyalkylamin
oder einem Aldehyd; z. B. Natriumsulfit oder -sulfid, Hydroxymethylamin oder Acetaldehyd.
Die Überführung der bei der Kondensationsreaktion erhaltenen gegebenenfalls substituierten Tetraalkylammoniumsalze
in die entsprechenden Li-, Na-, K- oder ΝΗ,,-Salze kann nach an sich bekannten Methoden
durchgeführt werden, z. B. mit einem tialogenid, Sulfat,
Acetat oder Phosphat des Ammoniums, Lithiums, Natiiums oder Kaliums, beispielsweise in Wasser und
bei erhöhten Temperaturen, z. B. bei 50-1000C, meist jedoch bei 70-850C. Geeignete Halogenide sind die
Fluoride, Chloride, Bromide oder Jodide, insbesondere bevorzugt sind die Chloride.
Es ist bekannt, z. B. aus H. R. Schweizer, Künstliche Organische Farbstoffe und ihre Zwischenprodukte,
1964, Seite 406 ff., oder aus K. Venkataraman, The Chemistry
of Synthetic Dyes, Vol. 1,1952, Chapter XX Stilbenfarbstoffe, Seite 628 IT., daß bei der alkalischen
Selbstkondensation von p-Nitrotoluol-o-sulfonsäure
zur Herstellung von Substantiven Farbstoffen in der Regel ein Gemisch mehrerer Farbstoffkörper anfällt,
dessen Auftrennung beispielsweise für den Einsatz von Cellulose nicht erforderlich ist. Folglich fallen auch die
erfindungsgemäßen Farbstoffsalze gemäß der angewandten Kondensationsmethode als Gemische an,
worin vorzugsweise die nachfolgend angeführten Farbstoffstrukturen vertreten sind.
Erfaßt sind Verbindungen der Formel II
NO2
R, Ri Ri
worin R1 unabhängig voneinander SO3H in Form des Alkalimetall-, Ammonium- oder Tetramethylammoniumsalzes
bedeutet und mindestens eine SO3H-Gruppe in Form des Tetramethylammoniumsalzes vorliegt;
darunter bevorzugt sind Verbindungen der Formel ΙΠ
CH=CH
CH = CH
NO2
SO3M
SO3M
SO3M
SO3M
worin M unabhängig voneinander das Kation Li, Na, K, NH4 oder N(CH3)4 bedeutet und die Verbindung der
Formel ΠΙ mindestens ein Tetramethylammoniumkation trägt.
Weiterhin Verbindungen der Formel IV
Weiterhin Verbindungen der Formel IV
R1 R, O Ri R,
NO2
NO2
R,
worin Rj unabhängig voneinander SO3H in Form des Alkalimetall-, Ammonium- oder Tetramethylammoniumsalzes
bedeutet und mindestens eine SO3H-Gruppe in Form des Tetramethylammoniumsalzes vorliegt;
darunter bevorzug/ sind Verbindungen der Formel V
SO3M
SO3M
SO3M
C H = C H
SO3M
SO3M
SO3M
NO2
NO2
SO3M
worin M unabhängig voneinander das Kation Li, Na, K, NH4 oder N(CHj)4 bedeutet und die Verbindung der
Formel V mindestens ein Tetramethylammoniumkation trägt.
Weiterhin Verbindungen der Formel VI
Weiterhin Verbindungen der Formel VI
Ri
N—<X)V- CH = CH
CH = CH
Ri
N = N
N = N
CH = CH
NH2
NH2
R.
R.
worin R1 unabhängig voneinander SO3H in Form des Alkalimetall-, Ammonium- oder Tetramethylammoniumsalzes
bedeutet und mindestens eine SOjH-Gruppe in Form des Tetramethylammoniumsalzes vorliegt;
darunter bevorzugt sind Verbindungen der Formel VII
SO3M
SO3M
SO3M
ch=ch-/OVn=n·
SO3M
SO3M
SO1M
worin M unabhängig voneinander das Kation Li, Na, K,
NH4 oder N(CH3)4 bedeutet und die Verbindung der
Formel VII mindestens ein Tetramethylammoniumkation trägt
Farbstoffe der Formeln II bis VTI in Form der freien
Sulfonsäure oder in Form der Lithiumsalze sind aus der britischen Patentschrift 11 14 944 bekannt; sie werden
zum Färben von Papier verwendet.
Es war überraschend, daß die Tetraalkylarcmoniumsalze
dieser Verbindungen im Vergleich mit den herkömmlichen Pulvermarken der im Handel erhältlichen
Stilbenazofarbstoffe aus der genannten britischen Patentschrift eine bessere Kaltwasserlöslichkeit besitzen.
Außerdem sind die neuen Farbstoffsalze bedeutend farbstärker in der Papierfärbung als die Farbstoffsalze
der genannten britischen Patentschrift.
Die neuen Farbstoffsalze eignen sich vorzugsweise für die Herstellung von in der Masse gefärbtem, geleimtem
und ungeleimtem Papier; sie können jedoch auch zum Färben von Papier nach dem Tauchverfahren
verwendet werden. Die neuen Farbstoffsalze besitzen hervorragende Löslichkeitseigenschaften, insbesondere
zeichnen sie sich durch gute Kaltwasserlöslichkeit aus. Weiter farben sie die Abwasser bei der
Papierherstellung nur wenig an, was für die Reinhaltung der Gewässer besonders günstig ist. Sie melieren nicht,
farben Papier nicht zweiseitig und sind weitgehend pH-unempfindlich. Die Färbungen sind brillant und zeichnen
sich durch vorzügliche Lichtechtheitseigenschaften aus. Nach längerem Belichten ändert sich die Nuance
Ton-in-Ton. Die gefärbten Papiere sind weiter naßecht, nicht nur gegen Wasser, sondern auch gegen Milch,
Fruchtsäfte und gesüßte Mineralwasser; wegen ihrer hervorragenden Alkoholechtheit sind sie auch gegen
alkoholische Getränke beständig.
20 Die Farbstoffe können der Papiermasse direkt, d. h.
ohne vorheriges Auflösen, als Trockenpulver oder Granulat zugesetzt werden, ohne daß eine Minderung in der
Brillanz oder Verminderung in der Farbausbeute eintritt. Durch Nachbehandlung mit kationaktiven
(Nach-)Fixiermitteln werden praktisch perfekte Naß- und Alkohclechtheiten erreicht. Die gefärbten Papiere
sind sowohl oxidativ als auch reduktiv bleichbar, was für die Wiederverwendung von Ausschuß- und Altpapier
von Wichtigkeit ist.
Die neuen Farbstoffsalze können in konzentrierte flüssige Zubereitungen übergeführt werden, die über
längere Zeit haltbar sind und wegen ihrer Lagerbeständigkeit vorzugsweise verwendet werden. Die Herstellung
solcher konzentrierter flüssiger Zubereitungen ist z. B. in der belgischen Patentschrift 7 18 007 beschrieben.
Die Verwendung fester Farbstoffpräparate in Granulat- oder Pulverform ist ebenfalls gut möglich. Solche
Zubereitungen können nach im Prir^ip bekannten Verfahren,
7. B. wie in der französisrhen Patentschrift
15 81 900 beschrieben, hergestellt werden.
In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente; die
Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Zur Klarstellung wird noch daraufhingewiesen, daß in Übereinstimmung mit der vorstehend gegebenen
Erklärung bezüglich des Kondensationsablaufes die in den Beispielen jeweils formelmäßig angeführten Farbstoffe
die Hauptkomponente eines Farbstoffgemisches darstellen und nicht abgetrennt werden.
In den Beispielen enthalten 100 Teile des verwendeten Preßkuchens der 4-NitrotoIuol-2-sulfonsäure
jeweils 80,4 Teile 100%ige 4-Nitrotoluol-2-sulfonsäure und 2,55 Teile Schwefelsäure.
Der Farbstoff der Formel
(a)
sopx
so',->x
worin X für einen Rest N(CH3J4 steht, kann wie folgt
hergestellt werden:
11,9 Teile 4-Nitrotoluol-2-sulfonsäure werden in der
Form eines feuchten Preßkuchens vorgelegt und zu diesem 40 Teile einer 25%igen wäßrigen Tetramethylammoniumhydroxid'ösung
zugetropft. Es entsteht eine t>i blaurote Lösung; die Temperatur steigt bis etwa 45°C.
Die Lösung wird unter Rühren auf 55°C erwärmt und während 1 Stunde bei dieser Temperatur gehalten.
Danach kühlt man die erhaltene rotbraune Suspension ab und neutralisiert mit etwa 4,7 Teilen 3Ö%i?er Salzsäure.
Man trocknet die Suspension im Trockenschrank und erhält 17 Teile eines rotstichiggelben Farbstoffs der
Formel (a).
Zur Neutralisation des Kondensationsprodukten können
anstelle der 30%igen Salzsäure auch Schwefelsäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Ameisensäure oder eine
Ammoniumsalz verwendet werden.
Der Farbstoff der Formel
SO1, 'X
SO1, 'X
SO1, 'X
SOi"'X
SO', 'X
NH,
SO', 'X
SOi 1X
worin X für einen Rest der Formel N(CH1I4 stehl, kann
wie folgt hergestellt werden:
17 ? T^iIt* 4-\'ϊΐΓηΙοΙιΐίΐΙ-7-^π!Γηη«;ίιΐΓι"· u/i*riJ.M, in dpr
Form eines feuchten PreLikuchens vorgelegt. Zu diesem
werden 40 Teile einer 20%igcn Tetrameihylammoniurrhydroxidlösung
zugetropft. Die erhaltene blaurote Lösung erwärmt man unter Rühren auf 40°. Man rührt
diese 2 Stunden lang hei dieser Temperatur. Hierauf werden 3.3 Teile Dextrosehydrat eingetragen und die
Lösung während 2 Stunden bei 40° gerührt. Der Farb-
SO5 Ύ S
so;, 'x
stotTliegl in reduzierter Form vor und ist aus der Lösung
ausgefallen. Man kühlt das Gemisch ab und neutralisiert ι1? mit 1 0 Tpilpn 1Π%)ολγ .
..... — ..... _, ._ . .^j..
..... — ..... _, ._ . .^j..
I):tn:irh vt»r-
dünnt man das Gemisch mit Wasser bis auf 150 Teile und erluilt so eine klare, kon/entrierle Lösung, die den
orangen Farbstoff der Formel (b) enthält.
Der Farbstoff der Formel
SO', 1Y
SO', 1Y
SO1, 1Y
I = CH
SO, Ύ
NO,
SOi 1Y
worin Y für eine Gruppe der Formel
(CH,),
CH2-CH2OH
bedeutet, kann mit Hilfe von (2-Hydroxyäthyl)-trimethylammoniumhydroxid
wie folgt hergestellt werden: 27,6 Teile 4-Nitrotoluol-2-sulfonsäure werden in der
Form des feuchten Preßkuchens mit 50 Teilen Wasser SOi" 1Y
vorgelegt und verrührt. Hierauf tropft man innerhalb von 15 Minuten 60 Teile der 50%igen obengenannten
wäßrigen Cholinlösung zu. Anschließend erwärmt man das Gemisch auf 75° und hält eine Stunde lang diese
Temperatur. Nun werden 20 Teile Eis zugegeben. Man neutralisiert die erkaltete Lösung mit 11,7 Teilen einer
30%igen Salzsäure. Man erhält so eine klare, konzentrierte Lösung, die den rotstichiggelben Farbstoff der
Formel (c) enthält.
Beispiel 4
Der Farbstoff der Formel
Der Farbstoff der Formel
Ο —Ν
SO3M SO3M Q
O>-ch=ch-<O>-n=n
SO3M
SO3M
kann wie folgt hergestellt werden:
5 Teile des im Beispiel 1 erhaltenen Farbstoffpulvers werden in 35 Teile Wasser unter Rühren eingetragen.
Dabei entsteht eine dunkelrote, klare Lösung. Nun werden iO Teile Natriumchlorid zugefügt. Dabei fällt der
Farbstoff quantitativ aus. Man läßt 30 Minuten weiterrühren und erwärmt auf 70°. Anschließend saugt man
die Suspension unter Vakuum ab. Man erhält einen feuchten Preßkuchen, der den rotstichiggelben Farbstoff
der Formel (d) enthält, wobei M als Natrium- und Tetramethylammoniumkation im Verhältnis von 2,8 :1
vorliegt
ίο
Werden im Beispiel 4 anstelle von 10 Teilen Natriumchlorid 10 Teile Ammoniumchlorid oder 10
Teile Lithium- oder Kaliumchlorid eingesetzt, so erhalt man einen feuchten Preßkuchen, der den Farbstoffder
Formel (d) enthalt, wobei M als Ammonium-, Lithiumodei Kalium- und Tetramethylammoniumkation im
Verhältnis von 0,75 : 1 vorliegt.
Zur Überführung des Tetraalkylammoniumsalzes der Farbstoffe (a), (b) und (c) in die entsprechenden Alkalibzw.
Ammoniumsalze nach den Verfahren in den Beispielen 4 und 5 können anstelle der dort verwendeten
Chloride auch die entsprechenden Sulfate, Acetate, Phosphate, usw. des entsprechenden Alkali- bzw.
Ammonuintions verwendet werden. Außerdem kann anstelle des in Beispiel 2 genannten Dextrosehydrates
als Reduktionsmittel auch eine äquivalente Menge Alkalisulllt oder -sultid, (Jlycerin, Hydroxyaikyiamin
oder ein Aldehyd verwendet werden.
Um das Kationenverhältnis zu bestimmen, wird der Farbstoff mit Hilfe der Dialyse von überschüssigem Salz
befreit, getrocknet und mit bekannten analytischen Methoden (Titrimetrie, Gravimetrie, Flammenspektrometrie
etc.) die prozentualen Anteile der Kationen ermittelt.
Färbevorschrift A
2000 Teilen Wasser gemahlen. Zu dieser Masse streut man 0,2 Teile des in Beispiel 1 beschriebenen Farbstoffs.
Nach 20 Minuten Mischzeit wird aus dieser Masse Papier hergestellt. Das auf diese Weise erhaltene,
sauglahigc Papier ist rolstichiggelb gefärbt. Das Abwasser ist praktisch farblos.
Färbevorschrift B
0,5 Teile des Farbstoffs aus Beispiel 1 werden in 100
Teilen heißem Wasser gelöst und auf Raumtemperatur abgekühlt. Diese Lösung gibt man zu 100 Teilen chemisch
gebleichter Sulfitzellulose, die mit 2000 Teilen Wasser in einem Holländer gemahlen wurde. Nach 15
Minuten Durchmischung erfolgt die Leimung. Papier, das aus diesem Stoffhergestellt wird, besitzt eine rotstichiggelbe
Nuance von mittlerer Intensität mit guten Naßechtheiten.
Färbevorschrift C
Fine saugfähige Papierbahn aus ungeleimtem Papier wird bei 40-50° durch eine Farbstofflösung der folgenden
Zusammensetzung gezogen:
0,5 Teile des Farbstoffs aus Beispiel 1
0,5 Teile Stärke und
99,0 Teile Wasser.
0,5 Teile Stärke und
99,0 Teile Wasser.
Ip einem Holländer werden 70 Teile chemisch 30 Die überschüssige Farbstofflösung wird durch zwei
gebleichter Sulfitzellulose (aus Nadelholz) und 30 Teile Walzen abgepreßt. Die getrocknete Papierbahn ist rotchemisch gebleichter Sulfitzellulose (aus Birkenholz) in stichiggelb gefärbt.
Claims (1)
1. SulFonsäuregruppenhaltige Stilbenazo- und/
oder Stilbenazoxyfarbstoffe, in denen mindestens eine Sulfonsäuregruppe in der Form eines gegebenenfalls
substituierten. Tetraalkylammoniumsälzes vorliegt, erhältlich durch Umsetzung einer Verbindung
der Formel I
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