DE2310094C3 - - Google Patents
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- DE2310094C3 DE2310094C3 DE19732310094 DE2310094A DE2310094C3 DE 2310094 C3 DE2310094 C3 DE 2310094C3 DE 19732310094 DE19732310094 DE 19732310094 DE 2310094 A DE2310094 A DE 2310094A DE 2310094 C3 DE2310094 C3 DE 2310094C3
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überführen von gruppenweise angeordneten Gegenständen,
wie z. B. Behältern, zwischen zwei Stellen oder Förderern, mit einem bewegbaren Überführungsträger, an
dem serienweise nebeneinander mehrere Aufnahmeköpfe angeordnet sind, von denen jeder mit einer Vakuumquelle
verbunden ist, und bei der die Aufnahmeköpfe je ein Trägerglied aufweisen, das einen Gegen-•tand
mindestens teilweise umfaßt sowie ein durch den Iu erfassenden Gegenstand steuerbares Ventil, das sich
!wischen der Vakuumquelle und der Halteöffnung des Trägergliedes in jedem Aufnahmekopf befindet.
Es ist eine Überführungsvorrichtung bekannt, bei der an einem Überführungsträger Vakuum-Aufnahmeköpfe
mit je einem durch den aufzunehmenden Behälter steuerbaren Ventil angebracht sind (FR-PS 20 83 697).
Bei dieser auch für die Überführung von flaschenartigen Behältern vorgesehenen Überführungsvorrichtung
besteht jedoch nicht die Möglichkeit, einzelne Vakuumköpfe des Überführungsträgers unwirksam zu machen,
um hierdurch die eventuell mit Ausschußmerkmalen behafteten Werkstücke bzw. Behälter, die aus einer
nicht ordnungsgemäß arbeitenden Form der Glasformmaschine kommen können, vom Weitertransport durch
die Behandlungsvorrichtung grundsätzlich ausschalten zu können.
Der Erfindung liegt dia Aufgabe zugrunde, eine Überführungsvorrichtung der in Frage stehenden Art
mit derartigen Aufnahmeköpfen auszubilden, daß sie wahlweise bestimmte Raschen oder dergleichen Behälter
abweisen oder auf den Förderern vorbeigleiten lassen können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Festhaltevorrichtung in jedem Aufnahmekopf,
durch die das zugeordnete Ventil in seiner geschlossenen Lage feststellbar ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß beispielsweise eine mehrförmige
Glasformmaschine insgesamt ohne Unterbrechung weiterarbeiten kann, auch wenn eine ihrer Formen
nicht ordnungsgemäß arbeitet, wodurch das wirtschaftlich sehr nachteilige Stillsetzen der gesamten mehrförmigen
Glasformmaschine vermieden wird.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargelegt. Es zeigt
Γ i g. 1 einen Aufriß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, die neben einem Querförderer betrieben wird, auf dem friscn geformte Glasflaschen
befördert werden,
F i g. 2 eine Draufsicht der Vorrichtung, die die Flaschen von dem Querförderer der F i g. 1 an einen Kühlbahnförderer
überführt,
F i g. 3 eine perspektivische Teilansicht einer der Vakuumaufnahmeköpfe
der Vorrichtung nach der Erfindung,
F i g. 4 eine Seitenansicht des Vakuumkopfes der Fig. 3.
F i g. 5 eine Vorderansicht des Vakuumkopfes der F3,
F i g. 6 eine Draufsicht des Vakuumkopfes der F i g. 3 und
F i g. 7 eine weitere Seitenansicht des Vakuumkopfes mit einem Teil des Antriebswerkes, durch das der Kopf
und die umgriffene Flasche während der Beförderung zwischen beiden Fördereinrichtungen angehoben wird.
Die F i g. 1 und 2 zeigen eine für das Überführen von Gegenständen geeignete Vorrichtung 10, die neben
einem Querförderer 12 betrieben wird, auf dem mehrere Gegenstände, insbesondere Glasflaschen B horizontal
in der durch den Pfeil a angezeigten Richtung befördert werden. Erklärungshalber sei angenommen, daß es
sich bei den Flaschen um frisch hergestellte Flaschen handelt, die auf dem Querförderer 12 aus einer mit
sechs Doppelkülbel arbeitenden Glasformmaschine (12 Flaschen pro Arbeitszyklus) abgestellt werden.
Demzufolge erscheinen die noch im heißen Zustand befindlichen Flaschen B auf dem Förderer vor der Überführvorrichtung
10 als Zwölferserien.
Durch die Überführungsvorrichtung 10 werden die aus zwölf Flaschen bestehenden Gruppen in mit stehender
Flaschenachse vom Querförderer 12 auf das Ende des Kühlbahnförderers 14 gegeben, der sich ir
der Pfeilrichtung b in F i g. 2 fortbewegt und auf derr die Flaschen in von aus je zwölf Flaschen bestehender
Reihen einem üblichen Glaskühlofen zum Abkühlen zugeführt werden. Hierbei gilt als selbstverständlich, daß
obgleich die Überführungsvorrichtung 10 im Betrieh zwischen einem Querförderer und einem Kühlbahnför
derer dargestellt wird, sie auch unter anderen Bedin gungen eingesetzt werden kann, wo es erwünscht ist
Gruppen von Flaschen mit stehender Flaschenachse zi transportieren.
Die Überführungsvorrichtung 10 weist mehrere Auf
nähme- oder Vakuumkopfe 20 auf. die senen- oder reihenmäßig
nebeneinanderUegcnd an einem beweglichen
Wagen angtordnt« sind Dieser Wagen 22 liegt an
einem Antriebsw. erk. durch das die Aufnahmekopf 20
mit der gleichen Geschwindigkeit, mit der sich die Raschen weiterbewegen, am Querförderer 12 entlang und
gleichzeitig über den Querförderer geführt werHen. so
daß jeder der Aufnahme- oder Vakuumköpfe 20 von einer Ausgangsstellung an der einen Seite des Förderers
12 über den Förderer 12 «im Kühttwhnförderer 14
(F i g. 21 eine diagonale Überführungsbahn beschreibt.
Während der Zeitspanne, in der die Vakuumköpfe über den Querförderer 12 hinweg laufen, werden die Flaschen
S zumindest teilweise umgriffen und angehobers,
um in aufrechter Stellung weiter transportiert zu werden. Mit der Annäherung der Vakuumköpfe an den
Kühlbahnförderer stellt der Wagen seine Parallelverschiebung mit dem Förderer t2 ein. setzt jedoch seine
Bewegung /um benachbarten Ende des Kühlbahniorderers.
w;e angezeigt, fort. Wenn sich die Raschen über
der Ausgabestellung befinden, senkt der Wagen 22 die
Vakuumköpfe herab und letztere gehen die Flaschen frei. Die \otn Wagen 22 durchgeführten Bewegungen
an der Abgabe- oder Entladestelle nehmen die gleiche Richtung und sind von annähernd der gleichen Geschwindigkeit
wie beim Kühlbahnförderer, so daß eine Störung der Flaschen auf ein Mindestmaß beschränkt
w ird. Stehen die Flaschen einmal auf dem Kühlb.>hnförderer.
führt der Wagen 22 die Vakuumköpfe über den Förderer 12 zu der in den F i g. 1 und 2 dargestellten
Ausgangsstellung zurück, so daß die Verschiebung der
Flaschen von der Aufnahmestellung über dem Förderer 12 zur Abgabestellung über dem Förderer 12 zyklisch
wiederholt wird. Die Zeitgabe des zyklischen Betriebes wird von der Formmaschine derart gesteuert, daß die
Aufnahmeköpfe 20 sich mit jeder vollen Zugabe weiterer zwölf Flaschen zum geeigneten Zeitpunkt seitlich
gegeneinander ausrichten, jede· weitere Zugabe von Flaschen, die in der Überführungsvorrichtung 10 überführt
werden, bilden eine einzelne Flaschenreihe auf dem viel breiteren Kühlbahnförderer 14. Deshalb kann
der Förderer 14 mit einer Geschwindigkeit von nur einem Zwölftel des Förderers 12 angetrieben werden,
was im allgemeinen für die herkömmlichen Kühlofen erwünscht ist, um eine maximale Abkühlzeit vorzusehen.
Der Wagen 22 wird von einem Rahmen 28 der Überführvorrichtung 10 an einer seitlich neben dem Querförderer
12 und gegenüber dem Ladungsende des Kühlbahnförderers 14 liegenden Stelle getragen. Der
Rahmen kann auch Böcke, Heber und Nivelliereinrichtungen besitzen, so daß es den Aufnahme- oder Vakuumköpfen
20 möglich ist, parallel an den beweglichen Oberflächen der Förderer 12 und 14 vorbei zu laufen.
Der Wagen 22 besitzt zwei parallel verlaufende Schienen 30 und 32, die gegenüber dem Rahmen in
einer quer zum Querförderer 12 verlaufenden Richtung gleitend verschoben oder geführt werden können. Die
vorderen Enden der Schienen 30 und 32 sind durch einen feststehenden Gelenkbalken 34 miteinander verbunden,
der einen Teil des Parallelkurbelgetriebes bildet, an dem die Vielzahl der Aufnahme- oder Vakuumköpfe
20 mit vertikaler Kopfachse angeordnet sind. Die beiden parallelen Kurbelarme 36 und 38 sind schwenkbar
mit dem ortsfesten Gelenkbalken 34 und dem umlaufenden Gelenkbalken 40 derart verbunden, daß die
Vakuumköpfe in der parallel zur Bewegung der auf dem Förderer 12 fortbewegten Flaschen liegenden
Richtung zur gleichen Ze« vorbei sefühn werden können,
in der die Köpfe sich sekEch neben den Rascher,
ausrichten. Gemäß der im einzeinen nachstehend gegebenen
Beschreibung wird der Wagen 22 auch quer ium
Förderer 12 bewegt, wenn der dte Aufnahme- oder Vakaumköpfe
über den Förderer 12 und über das Be-adungsende
des Kühlbahnförderers \4 führ!, um die Flaschen
B anzuheben und sie rmt vertikaler Flaschenachse
zwischen der Aufnahme und der AbgabesteHup.g *u
haken.
Das zum Bew egen des Wagens 22 in den F i g ! -:n J
2 dargestellte Antriebswerk weist einen elektrischen
MotGr 42. der mit den Schienen 30 und 32 über em
mechanisches Zwischenglied 44 verbunden ist. und
einen pneumatischen Motor 46 auf. der über das mechanische Zwischenglied 48 an den Kurbelarmen 36
und 38 angeschlossen ist. Der Motor 42 und das Zw ischenglied44
steuern die Verschiebungen der Schienen 30 und 32. während der pnt..-'taiische Motor 4t>
ur.u aas Zwischenglied 48 d:e Drehung der kurbdarme 3b
und 38 steuert. Obgleich eine Anzahl von unter·.j'mcu':'
ehen Antnebswerken verwendet werden können, under,
gewünschten Bewegungsablauf des Wagens 2.2 u:\i
der Auiiiahmekopfe 20 zu erzielen, so hat sich e:n -V"
ineb dieser in der DT-OS 20 59 342 offenbarten Art air.
besonders geeignet für den l'berführungsbetncb er
wiesen.
Die F ι g. 3 bis 6 zeigen den Aufbau von einem de!
Vakuum- oder Aufnahmekopfe 20. die jeweils eine Fla
sehe aufnehmen. Da jeder Kopf den gleichen -\u!bau aufweist und nach der gleichen Arbeitsweise betrieben
wird, beschränkt sich die folgende Beschreibung auf nur einen derartigen Kopf, gilt jedoch für alle.
Der Aufnahmekopf 20 besitzt ein Gehäuse oder kör
per 50. das bzw. der mittels eines durchgehenden Befestigungsbolzens
52 am Vakuumverteiler 54 angeschlossen ist. der am umlaufenden Gelcnkbalkcn 40 des Wagens
22 befestigt ist. Die Abstandsgebung jedes Befestigungsbolzens
52 und dementsprechend auch jedes Aufnähme- oder Vakuumkopfes 20 ist so gew ählt. daß sie
jeweils mit dem Abstand der Flaschen Bübereinstimmt,
wenn diese von dei Formmaschine auf den Forderer 12 abgesetzt werden. Der zwischen dem Bolzen 52 und
dem Vakuumverteiler 54 festgehaltene O-Ring 56 sowie der zwischen dem Verteiler und dem Körper 50
eingesetzte O-Ring 58 bilden luftundurchlässige Dichtungen. Der im Befestigungsbolzen 52 axial verlaufende
Kanal 60 mit dem seitlichen Durchgang 62 steht über die Bohrung 64, in die der Bolzen im Körper 50 eingelassen
ist, mit dem Innern des Verteilers 54 in Verbindung. Die beiden von der Bohrung 64 ausgehenden
Querkanäle 66 führen zum Aufnahmekopf- oder Körperhohlraum 68, der den Flaschen ß an der Aufnahme
stelle über dem Förderer 12 entgegengerichtet ist. Dei
Hohlraum 68 führt zu einer im Flaschenträgcrglied 7( bestimmten Öffnung. Hierbei bildet das Trägerglied 7(
mit dem Körper 50 eine Einheit. Um zu erreichen, dat eine Flasche an einer breiten Fläche wenigstens teil
weise fest timgriffen wird, ist das Trägerglied 70 so ge
staltet, daß es mit der körperlichen Form der Flaschi
eine Paßform bildet, nämlich im dargestellten Beispie in der Zeichnung als zylindrischer Abschnitt, der den
zylinderförmigen Teil der Flasche entspricht. Selbstver ständlich kann das Trägerglied 70 auswechselbar aus
gebildet werden, so daß den verschiedensten Flaschen formen entsprechend ausgebildete Trägcrglieder ai
dem gleichen Aufnahmekopf angesetzt weiden könnei Der zylindrische Formteil des Trägergliedes 70 ist mi
einer Auskleidung 72 überzogen, die nachgiebig und wärmebeständig ist und mit dem Körper der Flasche
eine Dichtung bildet, wenn der Aufnahmekopf 20 die Flasche fest umgreift. Die große Berührungsfläche zwischen
Flasche und Trägerglied 70 bildet um den zylinderförmigen Körper der Flasche eine große Dichtungsfläche,
so daß kein Vakuum verloren geht, wenn der Aufnahmekopf 20 mit einer Flasche in Eingriff
kommt.
Um das Vakuum in jedem Aufnahmekopf 20 zu steuern, ist ein klappenartiges Ventil 80 im Aufnahmekopfhohlraum
68 angeordnet. Die Klappe 82 von Ventil 80 ist schwenkbar in dem Körper 50 auf einer Achse 84
befestigt und bewegt sich zwischen der eingezeichneten geschlossenen Stellung und der in Fig.4 gestrichelt
dargestellten offenen Stellung. In der geschlossenen Stellung trennt die Klappe 82 die Kanäle 66 und
den Vakuumverteiler 54 vom Hohlraum 68. In der offenen Stellung wird der Verteiler 54 mit dem Hohlraum
68 in Verbindung gesetzt. In diesem Zusammenhang bedeutet der Ausdruck »Vakuum« einen Niederdruckzustand
von vielleicht 0,49 bis 0,70 kp/cm2 unter dem atmosphärischen Druck.
Ein Kippgewicht 86 ist mit der oberen Seite der Klappe 82 verbunden und bewegt sich durch seine über
der Achse 84 liegende Mittellage, wenn sich die Klappe zwischen der geöffneten und der geschlossenen Stellung
verschiebt. Somit hält das Kippgewicht oder Oberteil 86 die Klappe in dem Zustand, den sie gesteuertermaßen
jeweils einnehmen soll.
Mit der oberen Seite der Klappe 82 sind noch zwei mit Teflon überzogene Betätigungsstäbe 90 und 92 verbunden,
die durch die im Trägerglied 70 bestehende öffnung und die Auskleidung 72 herausragen, wenn die
Klappe 82 geschlossen ist. Beim Drehen der Klappe 82 auf der Welle 84 in ihre geöffnete Stellung werden die
Betätigungsstäbe 90 und 92 jedoch mit der Klappe in eine vollständig innerhalb des Hohlraums 68 liegenden
Stellung gebracht. Wenn sich nun die Klappe 82 in der geschlossenen Stellung befindet und der Aufnahmekopf
20 näher an die Flasche gelangt, so kommt letztere mit den Betätigungsstäben 90 und 92 in Berührung und
drängt die Klappe in die geöffnete Stellung. Die Teflonüberzüge auf den hervorragenden Enden der Stäbe
kommen mit den Flaschen in Berührung und verhindern dadurch, daß Wärmerisse in einer Flasche auftreten,
wenn sie von einem Aufnahmekopf 20 mit geschlossenem Ventil 80 umgriffen oder umfaßt wird.
Die Arbeitsweise der Vakuum- oder Aufnahmeköpfe 20 und der Bewegungsablauf der Oberführungsvorrichtung
10 werden in Zusammenhang mit den in F i g. 2 dargestellten Vakuumsteuerorganen beschrieben. Die
Vakuumpumpe 100 leert den Vakuumtank 102 kontinuierlich während der Zeitspanne, in der die Überführungsvorrichtung
in Betrieb ist Das Schieberventil 104 und der elastische Vakuumschlauch 106 verbinden den
Verteiler 54 auf dem Wagen 22 mit dem Vakuumtank 102 so, daß der ganze Verteiler 54 über das Schieberventil
104 atmosphärisch belüftet werden kann. Das Schieberventil 104 ist durch eine Feder 110 zur Lüftungsstellung
hin, in der der Verteiler zur Atmosphäre
geöffnet ist. mit Vorspannung gehalten. In diesem Zustand sind die Aufnahmeköpfe 20 nicht in der Lage, die
Flaschen zu tragen.
Das Steuerventil 112 liefert nach Anforderung Druckluft aus der Speisequelle 113 an den Steuerschieber
von Ventil 104. so daß der Steuerschieber in seine
Betriebslage eingestellt wird. Hierdurch tritt der Vaku umtank 102 über den elastischen Vakuumschlauch 106
mit dem Vakuum-Verteiler 54 in Verbindung. Die zeitliche Steuerung des Ventilbetriebes wird durch die beiden
von den Nocken 118 und 120 betriebenen Auslöseventilen
114 und 116 bestimmt. Die Nocken 118 und 120 werden vom Motor 42 und dem Zwischenglied 44
angetrieben und führen während jedes Überführungsvorganges der Überführungsvorrichtung 10 eine Umdrehung
durch. Beginnt der Wagen 22 die Aufnahmeköpfe 20 diagonal über den Förderer 12 zu verschieben,
wird vom Nocken 118 das Auslöseventil 114 betätigt, um die Ventile 112 und 104 hin- und herzuschalten und
den Vakuumtank 102 über das Schieberventil 104 mit dem Schlauch 106 zu verbinden. Die Aufnahmeköpfe
■5 20 werden somit »erregt«, wenn die Flaschen B auf
dem Förderer 12 vom Trägerglied 70 umfaßt werden.
Angenommen, das Klappventil 80 befindet sich bei Annäherung einer Flasche an einem Aufnahmekopf 20
in geschlossener Stellung, so bekommt die Flasche B zunächst mit den Stäben 90 und 92 Kontakt und rückt
die Klappe 82 von der geschlossenen in die geöffnete Stellung. Der Hohlraum 68 wird somit plötzlich entleert,
da der Körper der Flasche die Außenluft daran hindert, in den Hohlraum des Trägerglieds einzudringen.
Demzufolge wird die Flasche rasch an die nachgiebige Auskleidung 72 des Trägergliedes 70 gedruckt und
dichtet dann den Hohlraum 68 vollständig ab. Durch die volle Wirkung des Vakuums wird die Flasche B im
Trägerglied fest umfaßt gehalten.
Es ist leicht einzusehen, daß die bevorzugte Ausgestaltung des Trägergliedes durch die Formgebung des
Flaschenkörpers festgelegt ist, so daß der Hohlraum 68 während der Überführung wirksam durch die Flasche
abgedichtet ist. Erforderlichenfalls können ein Satz Führungsglieder mit dem Körper 50 der Aufnahmeköpfe
20 verbunden werden, so daß gewährleistet ist. daß die Flasche richtig in die Stellung zum Umgreifen
geführt wird, wenn die Flasche z. B. nicht auf dem Förderer 12 richtig ausgerichtet oder im richtigen Abstand
gehalten wurde. Darüber hinaus ist zu bemerken, daC die Abmessung der Kanäle 66 und die Größe des Kippgewichtes
86 für die Kräfte maßgeblich ist, durch die die Klappe 82 in geschlossener Stellung gehalten wird
Die Summe der Kräfte, die das Ventil geschlossen hai ten, darf die Kräfte gleitender Reibung zwischen dei
Flasche und dem Förderer nicht überschreiten, so daf. das Ventil durch die Flasche bei Annäherung eines Auf
nahmekopfes 20 in die geöffnete Stellung gedräng wird.
Falls keine Flasche vor einem der Aufnahmeköpfe 2<
erscheint, was der Fall sein kann, wenn ein Abschnit
der Formmaschine abgestellt worden ist, so schließt dii
Klappe 82 automatisch, wenn das Vakuum im Verteile 54 einen Luftstrom hinter der unteren Hälfte der Klap
pe erzeugt und diese untere Hälfte zu den offenen En den der Kanäle 66 hin zieht. Bis dann eine andere Fla
sehe vor dem Aufnahmekopf erscheint hält das Kipp gewicht 86 die Klappe auch dann in geschlossener Stel
lung, wenn der Druck im Vakuum-Verteiler 54 atme
sphärischen Druck erreicht hat Während der daraul folgenden Überführungsfolge, wenn der Verteiler 5
wiederum entleert ist findet ein Nachströmen vo Außenluft durch den Aufnahmekopf 20 nicht statt un
es wird auch keine Energie aufgewendet um die Klar. pe erneut zu schließen. Das Ventil 80 begrenzt den
nach die Luftmenge, die ausgepumpt werden muß, ui den Verteiler 54 zu entleeren. Indem die Luftmenge bi
durchlaufendem Betrieb der Überführungsvorrichtun
derart beschränkt wird, ist eine Dauerleistungspumpe von außerordentlich hoher Leistung nicht erforderlich,
da das Vakuum an den Aufnahmeköpfen, die tatsächlich eine Flasche umfassen, voll wirksam ist. Wenn die
Flaschen wiederholt vor einem Aufnahmekopf erscheinen, so wird durch das Kippgewicht 86 die Tendenz
vermindert, daß die Klappe 82 geschlossen wird und die Stäbe 90 und 92 in die Flaschen geschoben werden.
Nachdem die Flachen einmal von den Aufnahmeköpfen 20 umfaßt worden sind, hebt das Antriebswerk der
Überführvorrichtung 10 den Verteiler 54 und die Vakuumköpfe 20 an, so daß die Flaschen vom Querförderer
12 auch abgehoben werden. In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, das die F i g. 7 zeigt, wird die Hebebewegung
von zwei Hebenocken 130 (von denen nur einer eingezeichnet ist) abgeleitet, die je an den Schienen
30 und 32 liegen, welche den Wagen 22 gegenüber dem Förderer 12 in Querrichtung verschieben. Während
die Schienen 30 und 32 durch den Motor 42 und das Zwischenglied 44 gegenüber dem Rahmen 28 der
Überführungsvorrichtung 10 zum Förderer 12 hin bewegt werden und die Kurbelarme 36 und 38 die Aufnahmeköpfe
20 in der parallel zum Förderer 12 verlaufenden Richtung bewegen, gleiten die Nocken 130 über
die am Rahmen 28 befestigte Rolle 132, wobei die Nokkenprofile bewirken, daß der Wagen 22 und die umfaßten
Flaschen angehoben werden. Wenn die Flaschen die Abgabe- oder Entladestellung über dem Kühlbahnförderer
14 erreichen, wird durch die Nocken 130 bewirkt, daß die Aufnahmeköpfe 20 die Flaschen auf die
Förderfläche herabsenken. Das Profil der Nocken 130 muß darüber hinaus die Vertikalverschiebung des Gelenkbalkens
40 kompensieren, die durch die bogenförmige Verschiebung der Anlenkpunkte der Kurbelarme
36 und 38 verursacht wurde. Die eigentliche Verschiebung der Flaschen B in vertikaler Richtung ist durch
die Höhendifferenz Δ h zwischen den Stellungen der Flaschen auf den beiden Förderern 12 und auf halbem
Wege zwischen beiden Förderern liegenden Stellung in der F i g. 7 dargestellt. Wenn die Auflageflächen der
Förderer 12 und 14 verschieden hoch liegen, können durch das Profil der Nocken 130 derartige Unterschiede
ausgeglichen werden.
Nachdem der Wagen 22 die Aufnahmeköpfe 20 mit den umgriffenen Flaschen an der Abgabestelle über
dem Kühlbahnförderer 14 herabgelassen hat. betätigt der Nocken 120 in F i g. 2 das Auslöseventil 116, um das
Steuerventil 112 umzuschalten und den Luftdruck freizugeben, durch den der Steuerschieber im Schieberventil
104 gegen die Vorspannungsfeder 110 gehalten wird. Durch das Schieberventil wird dann der Verteiler 54
zur Atmosphäre entleert und das Vakuum in den Aufnahmeköpfen 20 freigegeben. Bei »nicht mehr erregten« Aufnahmeköpfen werden die Flaschen dann von
den Aufnahmeköpfen freigegeben und vom Förderer 14 weiter transportiert.
Der pneumatische Motor 46 und das Zwischenglied ♦8 schwenken dann die Kurbelarme 36 und 38 in eine
Stellung, in der sie fast horizontal stehen, so daß der Vakuumverteiler 54 und die Aufnahme- oder Vakuumköpfe 20 über die öffnungen der Flaschen B hinaus
angehoben werden, die ihre Stellung neben der Überrührungsvorrichtung 10 für den nächsten Überfüh-•ungsvorgang einnehmen. Die Schienen 30 und 32 wer
den dann zurückgefahren, um die Aufnahmeköpfe ne ben den Förderern 12 zu bringen, wobei die Kurbelar
me 36 und 38 die Aufnahmeköpfe in die Ausgangsstel
lung als Vorbereitung der nächsten Überführung nacl s unten drehen.
Die Vakuumpumpe 100 durchläuft eine vollständige Überführungsfolge, und da das Schieberventil 104 der
Vakuumtank schließt, wenn der Schlauch 106 zur At mosphäre gelüftet wird, steht der Vakuumpumpe eine
ίο zusätzliche Zeitspanne zur Druckminderung im Tank
zur Verfügung.
Obgleich die Überführungsvorrichtung 10 vorstehend bei der Durchführung eines Überführungsvorganges
beschrieben wurde, in dem die Flaschen auf einen Kühlbahnförderer 14 gegeben wurde, kann sie auch
verwendet werden, um Flaschen vom Abgabeende des Kühlbahnförderers zu entladen oder zu entfernen. In
einem solchen Falle wäre der Bewegungsverlauf des Wagens 22 umzukehren, so daß die Aufnahmeköpfe 20
die in entgegengesetzter Richtung von F i g. 2 verlaufende Überführungsbahn befolgen. Auch müßte die
Folge der Vakuumsteuerung umgekehrt werden, so daß die Aufnahmeköpfe in der Stellung über dem Kühlbahnförderer
»erregt« und in der über dem Querförderer »entregt« werden. LJm die »Erregung« der Aufnahmeköpfe
über dem Kühlbahnförderer zeitlich richtig abzustimmen, kann ein neben der Aufnahmestellung
am Abgabeende des Kühlbahnförderers angeordneter Fotodetektor zum Abtasten eines durch die aufzunehmende
Flaschenreihe unterbrochenen Lichtstrahls verwendet werden.
Die Aufnahmeköpfe 20 können derart abgeändert werden, daß sie wahlweise Flaschen abweisen oder auf
den Förderern vorbeigleiten lassen. Nach F i g. 4 weist ein Elektromagnet 150 einen von einem Anker 152 gebildeten
Betätigungskolben auf. Dieser Magnet ist abgedichtet im Körper 50 des Aufnahmekopfes eingebaut
und wird durch Serienschaltung mit einem Steuerschalter 154 und einer Batterie 156 wahlweise erregt, so daß
der Anker oder Kolben 152 die Klappe 82 in die geöffnete Stellung drängt. Bei einer gegen die Betätigungsstäbe 90 und 92 drückenden Flasche B. wodurch die
Klappe eigentlich geöffnet werden sollte, verhindert nun der Magnet 150, daß sich die Klappe verschiebt
bzw. öffnet und das erforderliche Vakuum im Hohlraum 68 aufgebaut wird, um die Flasche mit dem Kopf
zu umfassen. Solange der Steuerschalter 154 dieses Aufnahmekopfes eingeschaltet bleibt, werden alle mit
diesem Aufnahmekopf ausgerichteten Flaschen einfach nur weggeschoben oder können auch von einem Förderband in einen Abfalltrichter od. dgl. zwischen beiden
Förderern fallen. Diese Ventil-Festhaltevorrichtung ist besonders dort von Nutzen, wo eine Form einer Formmaschine nicht richtig arbeitet und beständig eine feh-
lerhafte Flasche herstellt. Da die von einer Form erstellten Flaschen immer an der gleichen Stelle in jeder
Serie oder Gruppe der von der Überführungsvorrichtung 10 aufgenommenen Flaschen erscheinen, steht der
gleiche Aufnahmekopf bei jeder Überführung einer fehlerhaften Flasche gegenüber. Solange also der
Steuerschalter 154 für den in Frage kommenden Aufnahmekopf geschlossen bleibt, wird die fehlerhafte Flasche abgewiesen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Überführen von gruppenweise angeordneten Gegenständen, wie z. B. Behältern,
zwischen zwei Stellen oder Förderern, mit einem bewegbaren Überführungsträger, an dem serienweise
nebeneinander mehrere Aufnahmeköpfe angeordnet sind, von denen jeder mit einer Vakuumquelle
verbunden ist, und bei der die A'jfnahmeköpfe
je ein Trägerglied aufweisen, das einen Gegenstand mindestens teilweise umfaßt sowie ein durch
den zu erfassenden Gegenstand steuerbares Ventil, das sich zwischen der Vakuumquelle und der Halteöffnung
des Trägergliedes in jedem Aufnahmekopf befindet, gekennzeichnet durch eine Festhaltevorrichtung
(150, 152, 156, 154) in jedem Aufnahmekopf (20), durch die das zugeordnete Ventil
(80) in seiner geschlossenen Lage feststellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Festhaltevorrichtung aus einem
durch einen Schalter (154) einschaltbaren Elektromagneten (150) besteht, der in eingeschaltetem Zustand
einen Anker (152) in einer das Ventil (80) in seiner geschlossenen Lage verriegelbaren Stellung
hält.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (80) als Klappventil
ausgebildet ist, seine Klappe (82) um eine horizontale Achse (84) schwenkbar und unter dem Eigengewicht
ihres über diese Achse vorstehenden Oberteils (Kippgewicht 86), mit dem ein durch den zu
befördernden Gegenstand (Flasche B) zwecks öffnung des Ventils beaufschlagbarer, horizontaler
Fühlstift (90) verbunden ist, in geschlossener Lage haltbar ist, wobei der Anker (152) unter der Einwirkung
des Elektromagneten (150) auf die Rückseite des Oberteils (Kippgewicht 86) zu der Einwirkung
des Gegenstands auf den Fühlstift (90) des Klappventils entgegenwirkenden Einwirkung bringbar ist.
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