DE2308961A1 - Verfahren und vorrichtung zur klimatisierung von operations- und medizinischen behandlungsraeumen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur klimatisierung von operations- und medizinischen behandlungsraeumenInfo
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Description
- ßnlage zum Schreiben vom 21. Februar 1973 Verfahren und Vorrichtung zur Klimatisierung von Operations- und medizinischen Behanalungsräumen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Klimatisierung von Operations- und medizinischen Behandlungsräumen. Hierunter fallen sämtliche Räumen die ärztlich-therapeutisch und diagnostisch genutzt werden.
- Es ist bekannt, daß eine der Grundbedingungen für das Gelingen einer Operation und die Gesundung der Operierten der primäre Wundheilverlauf ist. Die in den Operationssaal zugeführte Luft muß deshalb völlig keimfrei sein. Die Luft muß außerdem mindestens im Operationsfeld und in unmittelbarer Umgebung des Operationstisches bei einer aseptisch angesetzten Operation während der Operationsdauer keimfrei bleiben.
- Alle sterilen Kautelen (reinigen, desinfizieren, sterilisieren) von an der Operation beteiligten Personen, Gegenständen, und Materialien wären vergeblich, wenn eim Wundinfektion durch Luftkeime erfolgen würde.
- Zur ausreichenden Belüftung des OP-Raumes und zur Verhinderung der Mobilisierung von Staubpartikeln als Träger von Luftkeimen wurden früher vor einer Operation die Fenster geöffnet und bei Beginn der Operation Oeschlossen. Die Operation wurde also bei weitgehend stagnierenden Luftverhältnissen durchgeführt.
- Später wurden mechanische Be- und Entlüftungsvorrichtungen mit Filtern und mit Zuluft und Abluftkanälen und -schächten eingeführt, die vor und nach der Operation betätigt wurden, um Zugluft zu vermeiden. Später ging man dann dazu über, Filter-OP-Doppel-Fenster mit beheizbaren Zwischenräumen einzubauen, um auch während der Operation die Luft zugfrei erneuern zu können.
- Bei diesen alten Lufterneuerungssystemen für OP-Räume konnte die Asepsis sehr viel besser gewahrt werden, als es in den heute hochtechnisierten Operationsräumen mit mechanischen Klima-Anlagen und mit- hochwirksamen Sterilisierapparaten und sorgfältig durchdachten präoperativen und postoperativen Bereichen der Fall ist. Mit zunehmend neu erstellten Krankenhäusern zeigt die Asepsis-Störquote bei Operationen eine stark ansteigende Tendenz.
- Die Erfindung hat die Aufgabe, diese Fachteile zu vermeiden und ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Klimatisierung von Operationsräumen und medizinisch genutzten Räumen zu schaffen, bei der die Äsepsis-Störquote trotz Klimatisierung wieaer auf ein Mindestmaß herabgesetzt wird.
- Der Erfinder sieht den Grund für die international allgemein bekannte hohe Wundinfektionsquote darin, daß bei dem heute üblichen hochtechnisierten System der Klimatisierung in OP-Räumen und medizinisch genutzten Räumen bei der Luft erneuerung auch im bestmöglich gesäuberten. Operationssaal unvermeidbar Staubpartikel und mit diesen im Staub enthaltene Keime in Bewiegung gesetzt werden und dadurch in das Wundfeld direkt oder indirekt hineinge langen. Dieser Vorgang ist unabhängig davon, ob sterile Luft oder nichtsterile Luft durch zuverlässige oder unzuverlässige Filter in den Operationsraum eingeblasen wird. Je stärker die Lui"tströmung aus den Luftauslässen strömt, desto stärkere Wirbel bilden sich an den dieser Luftströmung entgegenstehenden Gegenständen und Personen.
- Dazu kommt noch, daß die bekannten Elima-Anlagen mit wenigen und engvolumigen Luftauslässen in den Abluftkanälen und anderen Leitungen ausgestattet sind, wodurch Luftwirbelbildungen an der Abluftwandseite und auch Luftrückströmungen von dieser unvermeidlich sind.
- Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Zuluft durch ein Grobfilter für Schmutzteilchen aus der Atmosphäre entnommen und in einen in der Breite des Zugangsflurs vorgesehenen, öffenbaren, unter der Decke waagerecht angeordneten Kanals geleitet wird, in dem sie nach ihrem Eintritt eine Heizvorrichtung passiert, deren Temperatur einer Entkeimung frewährleistet, wonach sie einen Feinfilter zum Abfangen der eventuell in der Heizvorrichtung aufgenomnenen verkohlten Staubpartikel passiert und anschließend auf eine gewünschte Temperatur (Zimmertemperatur) heruntergeregelt wird und schlieS-lich innerhalb des öffnenbaren Kanals eingebaute Vorrichtungen zur Anreicherung mit Feuchtigkeit und Sauerstoff durchströmt.
- Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird Luft also nicht nur, wie bereits bekannt, keimfrei gemacht,
und feuchtigkeitsgesättigt, sondern sie strömt mit einer minimalen Strömungsgeschwindigkeit in die Behandlungsräume und von der Zuluft-zur Abluftseite innerhalb dieser Räume. Damit wird die asepsisfeindliche Mobilisierung der sich ablagernden Staubpartikel so weit wie möglich verhindert. Luftwirbel und Luftstauungen werden weitmöglichst vermieden.temperaturge7fk - Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht in eine in der außenwand eingebauten Grobfilter für Schmutzteilchen, einem unterhalb der Decke waagerecht angeordneten öff enbaren, in der Breite des Zugangsflurs vorgesehenen Ansaugkanal, einem Heiz- und Slektrospeicher zur entkeimung der Frischluft, eineLl feinfilter zum Abfangen der etwa in dem Ileiz- und Elektrospeicher verkohlten Staubpartikel, Temperaturreglern zur Herabrebelung der Luft, einer Befeuchtungsanlage zur Feuchtigkeitssättigung der Luft, einer Sauerstoffabgabe-Einrichtung zur oauerstoffanreicherung der Luft und den erforderlichen Ansauggeräten und Abluftkanälen mit Pumpen.
- Durch die im OP-Raum angebrachten femraturregler erfolgt der Heißluftaustritt aus dem Warmespeicher und die Vermischung von Heißluft mit der Raumluft kontinuierlich.
- Die Wärmevorrichtungen sind auf Temperaturen einstelltar, die die Entkeimung der Luft erreichen lassen, also z. 13.
- etwa 1800°C.
- Da der immobile Ansaugkanal und der flexible keinluftabgabekanal vollständig öffenbar sind, ist eine optimale Kontrolle und Sauberhaltung und die Wartung der eingebauten spnaraturen, die des Elektrowärmespeichers und der Feuchtigkeitsanlage usw.
- möglich. Die besondere Anordnung der Kanäle läßt keine oder nur eine sehr geringe Luftbewegung in der Zone entstehen, in der sich das Operationsteam und der Patient befinden.
- Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung besteht der Reinluft-Austritts-Kanal innerhalb des OP-Raumes aus der Eintrittswand des Behandlungsraumes für die behandelte Luft und einem davor angebrachten zusammenrollLaren Netzgewebe aus Nylon oder einem anderen geeigneten Material in der Größe der Eintrittswand für die sterile Luft.
- Dadurch wird weiterhin erreicht, daß keine Luftwirbelbildungen infolge hoher Strömungsgeschlindigkeiten auftreten.
- Die entkeimte Frischluft tritt also sehr langsam durch den Kanal in ganzer Fläche in den Operationsraum in feinster Verteilung ein. Der Kanal kann durch Aufrollen des Netzgewebes vollständig beseitigt werden. Auch besteht die Möglichkeit einer guten Wartung und Sauberhaltung des Netzgewebes wegen siner praktischen Beseitigbarkeit.
- Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist in der Höhe der Aufrollvorrichtung für das Netzgewebe eine auf die gesamte Länge dieses Gewebes wirksame Spritzdüsenvorrichtung angeordnet, deren Düsen so verteilt und so auf das Netzgewebe gerichtet sind, daß im Zusammenhang mit dem Spritzvorgang auf das Netzgewebe ein Wasserschleier entsteht.
- Durch diese regulierbare Spritzvorrichtung erhält die Luft die erforderliche Feuchtigkeitsanreicherung, die ungefähr 60 % betragen muß. Kontaktgeber für die Betätigung der Spritzdüsen sind an den Wänden im Operationsraum angeordnete Luftfeuchtigkeitsregler.
- Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird das der Spritzdüsenvorrichtung zuzuführende Wasser vorher nach einem bekannten Verfahren entmineralisiert und sterilisiert.
- Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit kann das Wasser im Kreislauf über Auffangvorrichtung, Speisepumpe 4 , Hochdrucksterilisator 4+und Rückkühlaggregat -W erfolgen. Das Rückkühlaggregat stellt im Zusammenwirken mit Kontakt gebern an den Wänden im OP-Raum unterschiedlich von der Temperatur der Atmosphäre die gleichbleibende OP-Raum-Temperatur her.
- Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist in Höhe der Aufrollvorrichtung in Kombination mit der Spritzdüsenvorrichtung eine Sauerstoffabgabevorrichtung angeordnet, die automatisch und periodisch, ggf. über Kontaktgeber an den Wänden im OP-Raum, betätigbar sind.
- Das Gasgemenge der Atmosphäre soll 1/5 Sauerstoff enthalten.
- Ein I4ehr ist auch im OP nicht erforderlich.
- In den Zeichnungen ist ein ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar ein Operationsraum mit präoperativem und postoperativem Bereich.
- Dabei zeigen: Fig. 1 Eine erfindungsgemäße Klimatisierungsanlage, schematisch dargestellt, und zwar eingebaut in den Grundriß des OP-Raumes mit präoperativem und postoperativem Bereich.
- Fig. 2 Eine vergrößerte Einzelheit der Klimaanlage, insbesondere die Merkmale der Vorrichtungsansprüche 2 - 15.
- In Fig. 1 ist: OP = Operationsraum, der von folgenden Räumen umgeben ist: G = Technikraum, Apparate, Geräte, = Not sterilisation, E = Entsorgungsgüter, = = Narkoseeinleitung, NA = Narkoseausleitung, = = Diktat und Aufenthaltsraum, W = Arztewaschraum, V = Versorgungsraum.
- In Fig. 1 ist 1 der in Flurbreite des Operationstraktes vorgeseheue Belüftungskanal, der waagerecht verlaufend unter der Decke angeordnet ist. 3Die Luft tritt aus der Atmosphäre durch das senkrecht angeordnete Grobfilter 2 ein, das zur Ausfilterung der Schmutzteilchen dient. Von da strömt die Luft in den Elektrowärmespeicher )7 ein, der in Fig. 2 vergrößert dargestellt ist. Der Elektrowärmespeicher enthält ein Heizregister 4 und ein Ansauggerät 5. Beimß Durchtritt durch das Heizresister 4 wird die uft auf eine Temperatur von ca. 180000 aufJeheizt. Unter dem Elektrowärmespeicher ist ein Feinfilter 7 angeordnet zur Ausfilteruni, der von der ituft evtl. aus dem Elektrowärmespeicher mitgenommenen verkohlten Staubpartikel.
- Durch den im Operationsraum angeordneten Temperaturregler t3 wird die Temperatur der Luft auf Raumtemperatur herabgeregelt, also etwa auf 23°C.
- Das Grobfilter 2 und das Feinfilter 7 sind leicht zugänglich anzuordnen, so daß sie auswechselbar, leicht zu reinigen und zu warten sind.
- Die Heißluft tritt in den Operationsraum an der Stirnwand 23 ein, vor der durch Herablassen des Netzgewebes aus Nylon ein Kanal 8 in der Größe der Stirnwand 23hergestellt ist. Es können auch mehrere unterteilte Netzgewebe 9 Verwendung finden und zwischen diesen Netzgeweben abnehmbare Felder aus gelochten oder nicht gelochten NR-Stahlblechen usw. angeordnet sein.
- Die Stirnwand 2v des OP-Raumes ist gemauert und fugendicht mit Fliesen oder mit NR-Stahlblech usw. belegt. Falls es sich um eine Außenmauer ha zelt, kann sie auch teilweise verglast sein. An dieser Wand kann zusätzlich für die Raumheizung ein wandbündiger Warmwasser- oder Dampfheizungs-trahlheizkörper oder ein Radiator angeordnet sein.
- Die gereinigte und sterilisierte Luft strömt in den Bereichen 8 zwischen Stirnwand und Netzgewebe ein. In Höhe der Aufrollvorrichtung 10 für das Netzgewebe 9 ist, sich über die gesamte Länge des Netzgewebes erstreckend, eine Spritzdüsenvorrichtun 11 angeordnet, Die Düsen 12 dieser Vorrichtung sind so angeordnet, daß auf dem Ifetzgewebe 9 ein Wasserschleier 1 3 entsteht.
- Zur Regelung der vom Netzgewebe 9 in den OP-Raum abgegebenen Feuchtigkeit ist im OP-Raum ein Luftfeuchtigkeitsregler 14 eingebaut.
- Das wasser für die Spritzdüsenvorrichtung 11 wird vor dem Eintritt in den OP-Raum durch bekannte Geräte entmineralisiert und sterilisiert. Auch wird das Wasser der gewünschten Temperatur im OP-Raum entsprechend zwecks Raumheizung oder zwecks zusätzlicher Raumheizun od er -kühlung U emperiert.
- Das so aufbereitete Wasser strömt über ein temperaturunterschiedlich arbeitendes Rückkühlaggregat 13, kann unterhalb des Nylongewebes 9 gesamm#elt und von da durch eine Speisepumpe 22 in das Druckgefäß (nicht gezeichnet) zurückgeleitet werden.
- In der Höhe der Aufrollvorrichtung 10 des Netzgewebes 9 ist ein bekanntes Gerät ür die Sauerstoffanreicherung (nicht gezeichnet) angeordnet, das periodisch und vollautomatisch über einen Regler arbeitet.
- Gegenüber dem Heißluftauslaß 17 mit Feinfilter '7 ist in einen OP-Nebenraum (z. B. Arztewaschraum W) in einem öffenbaren Kanal über Fußbodenhöhe das vom Versorgungsflur zugängliche Ansauggerät 16 angeordnet, das einerseits die frischluft über die gesamte Fläche des Netzgewebes 9 verteilen hilft und andererseits den Versorgungsflur auch mit gereinigter, steriler, temperierter, sauerstoffhaltiger und feuchtigkeitsgesättigter Frischluft versorgt. Dieses Gerät wird so ausgewählt, daß es über die ganze Fläche saugt.
- Gegenüber dem Netzgewebe 9 sind iuftabsaugeöffnungen knapp über Fußbodenhöhe zur Absaugung schwerer Gase, z. B. arkosegase, und Luftabsaugeöffnungen unterhalb der Decke entweder an einer oder an zwei Seiten oder über die gesamte Breite des Operationsraumes verteilt.
- Ebenso befinden sich an den Seitenwänden der Nebenräume des Operationsraumes Luftabsaugeöffnungen.
- Schließlich sind in sämtlichen Türen der Operationsnebenräume, also in den tTarkoseeinleitungs-, Narkoseausleitungs- Entsorgungsgüterräumen, sowie in den Versorgungsfluren und den Entsorgungsfluren oben und unten Ausschnitte, in die leicht sauber zu haltende gelochte Stahlbleche eingesetzt sind, so daß die Nebenräume des OP's in die Luftversorgung vom OP zu den Luftabsaugeöffnungen in den Nebenräumen einbezogen sind.
- Für die unreine Seite der Nobiliarschleuse und auch für die reine Seite sind separate, auf ihrem Leitungsweg nicht unterbrochene Be- und Entlifftungsleitungen über dem Dach vorgesehen. Mit Ausnahme dieser letzteren sind alle horizontalen und vertikalen Abluftkanäle öffenbar. Diese Kanäle können als Wandaussparungen 15,20 ausgebildet sein, in die Stahlzargen mit abdichtbaren Verschlußtüren eingesetzt sind, wobei zur Rückstausicherung Xextilfilter in die Wandaussparungen eingelassen sein können. Die Abluftkanäle sind an eine oder mehrere Luftabsaugepumpen angeschlossen. Dabei ist zu bemerken, daß diese Abluftkanäle so angebracht sind (z.B. über die gesamte Seite ) und einen breiten Eintritt haben, damit keine Strömungsgeschwindigkeit aufkommt.
- Der besondere Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Sterilisation der Luft und des Wassers durch Wärme und nicht wie bisher üblich durch Filter erfolgt; durch die Bakterien von der Rohluft- auf die Reinluftseite hindurchwachsen können.
- Dabei erfolgt die Beförderung der Luft in den Zuführungskanälen gegen Reinfektion gefahrlos. Die Zuführung der Luft nach der Sterilisierung, Temperierung, Feuchtigkeitssättigung und Sauerstoffanreicherung in den OP und durch den OP erfolgt mit der geringstmöglichen Strömungsgeschwindigkeit.
Claims (15)
1. Verfahren zur Klimatisierung von ärztlich, therapeutisch und diagnostisch
genutzten medizinischen Behandlungs- und Operationsräumen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuluft durch ein Grobfilter für Schmutzteilchen aus der Atmosphäre entnommen
und in einen öffenbaren, unter der Decke waagerecht angeordneten Kanal geleitet
wird, in dem sie nach ihrem Eintritt eine Heizvorrichtung passiert, deren Temperatur
eine Entkeimung Arewährleistet, wonach sie ein Feinfilter zum Abfangen der evtl.
in der Heizvorrichtung aufgenommenen verkohlten Staubpartikel passiert und dann
auf eine gewünschte Temperatur herabgeregelt wird und anschließend innerhalb des
öffenbaren Kanals mit Feuchtigkeit gesättigt, mit Sauerstoff angereichert und von
da in breiter Front einer gesamten Wand (insbesondere Stirnwand) des Behandlungsraumes
in diesen eingeführt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch ein in die Außenwand eingebautes Grobfilter (2) für Schmutzteilchen, einen
unterhalb der Decke waagerecht angeordneten, öffenbaren, in der Breite des Zugangsflures
vorgesehenen AnJaugekanal (1), in den ein Elektrowärmespeicher zur Entkeimung der
Frischluft angeordnet ist, ein Feinfilter (7) zum Abfangen der etwa in dem Elektrowärmespeicher
(3) verkohlten Staubpartikel, Teperaturregler (6), zum Herabregeln der Heißluft-Temperatur,
eine Befeuchtungsanlage (11) zur Feuchtigkeitssättigung der Luft, ein Sauerstoffabgabegerät
zur Sauerstoffanreicherung der Luft und den erforderlichen, außerhalb der Behandlungsräume
angebrachten Ansauggeräten und den Abluftkanälen mit Pumpen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal
(8) innerhalb des Behandlungsraumes aus der Eintrittswand (23) durch ein zusammenrollbares
lTetzgewebe (9) aus Nylon oder einem anderen geeigneten Stoff in der Größe einer
gesamten Wand (23) des Behandlungsraumes gebildet wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch , dadurch gekennzeichnet, daß in Höhe
der Aufrollvorrichtung (10) für das Netzgewebe (9) eine auf die gesamte Länge dieses
Gewebes wirksame Spritzdüsenvorrichtung (11) angebracht ist, deren Düsen (12) so
verteilt und so auf das Netzgewebe (9) gerichtet sind, daß während des Spritzvorganges
auf das Netzgewebe (9) ein Wasserschleier (13) entsteht.
Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser
vor dem Eintritt in die Spritzdüsenvorrichtung (11) durch bekannte Apparaturen ent;mineralisiert
und sterilisiert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Höhe
der Aufrollvorrichtung (10) in Kombination mit der Spritzdüsenvorrichtung (11) eine
Sauerstoffabgabevorrichtung bekannter Bauart (nicht gezeichnet) anangeordnet ist,
die automatisch und periodisch, ggf. über Luftsauerstoffgehaltsregler, betätigt
wira.
7. Vorrichtung nach Anspruch , dadurch gekennzeichnet, da£? mehrere
unterteilte Netzgewebe (9) angeordnet sind, und daß zwischen den Netzgeweben (9)
abnehmbare Felder au gelochten oder nicht gelochten NR-Stahlblechen usw.
angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die
Raumheizung zusätzlich ein mit der Wand bündiger VJarmwasser- oder Dampfheizungs-Strahlheizkörper
oder ein Radiator angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß für die
zusätliche Beheizung oder Kühlung des Behandlungsraumes Vorrichtungen bekannter
Bauart zur Temperierung des Wassers für die Spritzdüsenvorrichtung (11) angeordnet
sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber
dem Heißluftauslaß (17) mit Feinfilter (7) in einem OP-Nebenraum (z. B. Arztewaschraum
W) in einem öffenbaren Kanal über Fußbodenhöhe ein Ansaugegerät (16) angeordnet
ist, das einerseits mit zur Verteilung der Frischluft über die gesamte Fläche des
Netzgewebes (9) dient und andererseits auch zur Versorgung des Versorgungs flurs
mit gereinigter, steriler, temperierter, sauerstoffhaltiger und feuchtigkeitsgesättigter
Frischluft.
11. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber
dem Netzgewebe (9) Luftabsaugeöffnungen knapp über Fußbodenhöhe zur Absaugung schwerer
Gase, z. B. Narkosegaseund weiterhin Luftabsaugeöffnungen unterhalb der Decke, entweder
an einer oder an zwei Seiten, oder über die gesamte Breite des Behandlungsraumes
verteilt, angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Seitenwänden der Nebenräume des.Behandlungsraumes Luftabsaugeöffnungen angebracht
sind, daß weiterhin
sämtliche Türen der Behandlungs-Nebenräume
oben und unten mit Ausschnitten versehen sind, in denen sich leicht sauber zu haltende,
gelochte Stahlbleche befinden.
13. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die
unreine Seite der Mobiliarschleuse und für die reine Seite separate, auf ihrem Leitungsweg
nicht unterbrochene Be- und Entlüftungsleitungen über dem Dach vorgesehen sind,
die bis auf die letzteren öffenbar sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abluftkanäle als Wandaussparungen (20) ausgebildet sind, in die Stahlzargen mit
abdichtbaren Verschlußtüren eingesetzt und Dextilfilter zur Rückstausicherung eingemauert
sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an
eine oder mehrere Luftabsaugepumpen angeschlossenen Abluftkanäle mit breitem Eintritt
versehen und so angeordnet sind, daß sie sich möglichst über die gesamte Seite verteilen.
L e e r s e i t e
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732308961 DE2308961A1 (de) | 1973-02-23 | 1973-02-23 | Verfahren und vorrichtung zur klimatisierung von operations- und medizinischen behandlungsraeumen |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE2308961A1 true DE2308961A1 (de) | 1974-09-12 |
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ID=5872836
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2308961A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008026158B3 (de) * | 2008-05-30 | 2010-02-04 | Bernhard Harter | Klimatisierungssystem für kleine Behältnisse |
-
1973
- 1973-02-23 DE DE19732308961 patent/DE2308961A1/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008026158B3 (de) * | 2008-05-30 | 2010-02-04 | Bernhard Harter | Klimatisierungssystem für kleine Behältnisse |
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