DE2308781A1 - Verbrennungsmotor - Google Patents
VerbrennungsmotorInfo
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Description
Dr. F. Zumstein sen. - Dr. E. Astmann
Dr. R. Koenigsberger - Dipl. Phys.R. Holzbauer
Dr. R. Koenigsberger - Dipl. Phys.R. Holzbauer
Dr. F. Zumstein jun.
Patenronwölt·
• München 2, BräuhauMtroße 4/III
SOCIETE IHDUSTRIELLE DE BREVETS ET D1ETUDES S.I.B.E. 3788/72
Verbrennungsmotor·
Die Erfindung betrifft die Verbrennungsmotoren mit einer Vorrichtung zur Regelung dee behalte des von ihnen
empfangenen Luft-Brennstoffgemischs und wenigstens einer Vorrichtung
zur katalytischen Oxydation der von dem Motor gelieferten Auspuffgase, wobei diese letztere Vorrichtung einen katalytischen
Topf mit einem Lufteinlass, einem Einlass fur die von dem Motor kommenden Auspuffgase und einem Auslass fur die oxydierten
Auspuffgase sowie Mittel aufweist, welche dem Lufteinlass eine Luftmenge zufuhren, welche praktisch zu der von dem
Motor absorbierten Luftmenge proportional ist.
Bekanntlich soll die katalytische Vorrichtung die Auepuffgase oxydieren, um ihren Gehalt an s chädlichen Elementen
zu verringern, d.h. an Kohlenstoffmonoxyd und an Kohlenwasserstoffen.
Diese Oxydation erzeugt eine Temperaturerhöhung der Auspuffgase zwischen ihrem Eintritt in den katalytischen
Topf und ihrem Austritt aus demselben.
Ferner müssen bekanntlich zur Bestimmung
einer guten Verbrennung in dem Motor und eines richtigen Arbeitens
der Vorrichtung zur katalytischen Oxydation die Systeme
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zur Speisung des Motors (Vergaser oder Einspritzung) ein Gemisch aus luft und Brennstoff mit einem praktisch konstanten
Gehalt liefern. Nun hängt aber dieser Gehalt insbesondere von den atmorphärischen Bedingungen (Druck und Temperatur der umgebenden
Luft) ab und kann sich ausserdem infolge des schlechten Arbeitens eines Elements des Speisesystems ändern*
Die Erfindung bezweckt, derartige Motoren so
auszubilden, dass der Gehalt des von ihnen empfangenen Gemischs aus Luft und Brennstoff automatisch auf einem praktisch konstanten
Wert gehalten wird, und zwar unabhängig von den atmosphärischen Bedingungen und selbst bei einem teilweisen Versagen des
Speisesystems des Motors*
Sie beruht auf der Tatsache, dass die Temperaturerhöhung
der Auspuffgase in der Vorrichtung zur katalytischen Oxydation für den Gehalt des dem Motor gelieferten Gemischs
kennzeichnend ist.
Hierfür ist der erfindungsgeraässe Motor durch Mittel gekennzeichnet, welche die Temperaturzunahme zwischen
dem Eintritt der Auspuffgase in den katalytischen Topf und ihrem Austritt aus demselben messen und so auf die Vorrichtung zur Regelung
des Gehalts des Gemische wirken, dass sie diesen Gehalt verringern oder erhöhen, je nachdem, ob die von ihnen gemessene
Temperaturzunahme mehr oder weniger gross ist. Diese letzteren Mittel werden vorzugsweise durch in dem Oxydationstopf an der
Eintrittsstelle bzw. der Austrittsstelle der Auspuffgase der Auspuffgase angeordnete Thermoelemente, einen Verstärker, welcher
an die Ausgänge der Thermoelemente angeschlossen und so ausgebildet ist, dass er eine elektrische Spannung liefert, welche
umso grosser ist, je grosser die von den Thermoelementen gemessene
Temperaturdifferenz ist, eine Schaltung zur Lieferung einer Bezugsspannung, einen Komparator, welcher die Ausgangsspannung
des Verstärkers mit dieser Bezugsspannung vergleicht und eine von der Differenz der verglichenen Spannungen abhängende
Ausgangsspannung liefert, und durch Mittel, welche diese letztere Ausgangsspannung auf die Regelvorrichtung zur Einwirkung
bringen, gebildet.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber erläutert.
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Pig, 1 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemassen Vorrichtung für den Fall der Speisung
des Motors durch einen Vergaser.
Pig« 2 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemassen Vorrichtung für den Fall der Speisung
des Motors durch ein System mit elektronischer Einspritzung*
Pig. 3 zeigt der Arbeitsweise der Ausführungsform der Pig. 2 entsprechende Kurven.
Bei der Ausführungsform der Pig· 1 enthalt die Vorrichtung einen Vergaser 1, welcher ausser einem (nicht dargestellten)
Schwimmerbehälter einen Hauptstromungskreis aufweist,
welcher mit Brennstoff von diesem Schwimmerbehälter über eine kalibrierte öffnung 3 und mit Luft durch einen Kanal 4 gespeist
wird, welcher mit dem Lufteinlauf 5 des Vergasers über eine öffnung
6 verbunden ist, deren veränderlicher Querschnitt durch eine konische Nadel 7 geregelt wird. Der Vergaser enthält ferner
einen Langsamlaufkreis 8, welcher mit Brennstoff von dem Schwimmerbehälter über eine kalibrierte öffnung 9 und mit Luft
über eine öffnung 10 gespeist wird, deren veränderlicher Querschnitt
durch eine konische Nadel 11 geregelt wird.
Eine von dem Fahrer betätigte Drehklappe 12 steuert die Zufuhr des Luft-Brennstoffgemische zu dem Motor,
wobei die Strömung in Richtung des Pfeils P erfolgt. Diese
Drehklappe 12 ist mit einer anderen Drehklappe 13 gekuppelt, welche die Luftmenge regelt, welche einer Luftpumpe 14 zugeführt
wird, welche von dem Verbrennungsmotor angetrieben wird, so dass die Förderleistung der Pumpe 14 praktisch zu der Luftmenge
des Vergasers (massenmässige Mengen) proportional ist.
Die Luft der Pumpe 14 wird durch eine Leitung
15 dem Lufteinlass 15a eines Topfs 16 zur katalytischen Oxydation
zugeführt, in welchem die Auspuffgase des Motors strömen. Dieser Topf besitzt einen mit der AuspuffSammelleitung des Motors
verbundenen Einlass 16a. und einen Auslass 16Jb für die
oxydierten Auspuffgase. Da die Ausbildung des Oxydationstopfs
16 bekannt ist, braucht sie hier nicht im einzelnen beschrieben
zu werden.
Erfindungsgemäss sind nun an der Stelle des
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Einlasses 16a und des Auslasses 16t) des katalytisehen Topfs 16
zwei Thermoelemente 17 bzw. 18 angeordnet, deren Spannung einem Verstärker 19 zugeführt wird, welcher eine Ausgangsspannung
liefert, welche umso grosser ist, je grosser die Differenz der von den Thermoelementen 17 und 18 gemessenen Temperaturen ist.
Die Ausgangsspannung des Verstärkers 19 wird
einem Eingang eines Verstärkers und !Comparators 20 zugeführt,
dessen andere Eingangsgrosse von einer von einem Potentiometer
21 gelieferten Bezugsspannung gebildet wird. Der Verstarker 20
liefert eine Ausgangsspannung, welche einen Servomotor 22 steuert, welcher die Nadeln 7 und 11 der Öffnungen 6 und 10 so betätigt,
dass die freien Querschnitte dieser Öffnungen verändert werden.
Die obige Vorrichtung arbeitet folgendermaßen.
Es sei zunächst angenopmen, dass der Vergaser 1 dem Motor ein Luft-Brennstoffgeaiisch mit richtigem Gehalt
liefert. Die von dem Motor angetriebene Luftpumpe 14 liefert dem katalytischen Topf 16 eine Luftmenge, welche eine Oxydation
der Auspuffgase bewirkt, wodurch eine Temperaturzunahme
zwischen dem Einlass 16a. und dem Auslass 16l>
des Topfs 16 entsteht. Diese fur den Gehalt des von dem Vergaser 1 gelieferten Gemische kennzeichnende Temperaturerhöhung wird von dem Verstärker
19 in ein Spannungssignal umgewandelt.
Da der Gehalt zunächst als richtig angenommen ist, ist die Ausgangsspannung des Verstärkers 19 gleich der
von dem Potentiometer 21 gelieferten Bezugsspannung. Dies hat zur Folge, dass die Ausgfingsspannung des Verstärkers 20 Null
ist und der Servomotor 22 stilL-steht. Die Nadeln 7 und 11 befinden
sich in einer solchen Stellung, dass die freien Querschnitte der Öffnungen 6 und 10 dem Vergaser die Lieferung eines
Gemische mit richtigem Gehalt gestatten.
Es sei nun angenommen, dass der Gehalt des von
zu
dem Vergaser gelieferten Gemische/gering ist, sei es, dass die Temperatur der atmosphärischen Luft zu niedrig ist, sei es, dass eine der Öffnungen 3 und y teilweise verstopft ist , oder aus irgend einem anderen Grundde.
dem Vergaser gelieferten Gemische/gering ist, sei es, dass die Temperatur der atmosphärischen Luft zu niedrig ist, sei es, dass eine der Öffnungen 3 und y teilweise verstopft ist , oder aus irgend einem anderen Grundde.
Die Temperaturdifferenz der Thermoelemente 17 und 18 ist dann kleiner als vorher. Die Ausc-angsspannung des
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Verstärkers ist kleiner als die Bezugsspannung des Potentiometers
21, und der Verstärker 20 liefert eine Spannung, welche
den Servomotor 22 so betätigt, dass er die Nadeln 7 und 11 so
verstellt, dass sie die freien Querschnitte der öffnungen 6 und 10 verringern. Dies hat eine Erhöhung des Gehalts des von dem
Vergaser gelieferten Gemische bis auf den gewünschten Wert zur Folge.
In gewissen Fällen kann es zweckmässig sein, den Gehalt des Luft-Brennstoffgemischs in Funktion der Betriebsbedingungen
des Motors zu verändern. Man kann dann die Bezugsspannung z.B. in Punktion der Motortemperatur, der Stellung
der Drehklappe 12 oder der Eingangstemperatur des katalytischen
Topfs verandern.
Wenn insbesondere die Temperatur an dem Einlass des katalytischer! Topfs kleiner als ein Grenzwert ist, arbeitet
dieser nicht, da die Oxydationsreaktion der Auspuffgase nicht unterhalb einer gewissen Temperatur erfolgen kann. In diesem
Fall wird die von dem Potentiometer 21 gelieferte Bezugsspannung in Funktion der Eingangstemperatur des katalytischen
Topfs so verändert, dass das Vergasungssystem ein Gemisch mit einem genau bestimmten Gehalt liefert.
Fig. 2 zeigt schematisch ein anderes Beispiel der erfindungsgemessen Vorrichtung fur den Fall eines Motors,
welcher mit einem System zur elektronischen Einspritzung der in der französischen Patentschrift Nr. 71 26772 vom 21. Juli
1971 beschriebenen Art versehen ist.
Der Vergaser 1 der Fig. 1 ist dann durch eine
Einlassleitung 23 ersetzt, welche strömungsaufwarts von der von
dem Fahrer betätigten Drehklappe 12 ein Hilfsdrosselorgan enthält
, welches sich automatisch und stetig nach Maßgabe der Zunahme der Luftmenge in der Leitung 23 öffnet. Bei der dargestellten
Ausfuhrungsform wird dieses Hilfsdrosselorgan durch
eine exzentrische Klappe 24 gebildet, welche auf einer Achse 25 befestigt ist und durch eine Feder 26 in die Schliessungsstellung gebracht wird, \velche auf einen an der Achse 25 befestigten
Hebel 27 wirkt. Die Winkelstellung der Klappe 24 wird durch ein Potentiometer 28 in ein elektrisches Signal umgewandelt.
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Die elektronische Steuerung der Vorrichtung enthält im wesentlichen :
- eine Vorrichtung zur Auslosung von Impulsen
29, welche durch die Drehung eines sich drehenden Gliedes beeinflusst
wird, z.B. der Nockenwelle des Motors (Signal A, Pig.
- einen ersten Generator für Sägezahnsignale
30, welcher bei jedem Impuls der Vorrichtung 29 ein Signal liefert,
wobei jeder Sägezahn eine von der von dem Potentiometer 28 gelieferten Spannung abhängende Steigung hat (Signal B,
Pig.· 3) ;
- einen zweiten Generator für Sägezahnsignale
und
31, deren Steigung im Prinzip konstant ist,/deren Dauer im
Dauerbetrieb der Periode T der Drehung des sich drehenden Gliedes entspricht (Signal C, Pig. 3) ;
- einen Komparator 32, welcher so ausgebildet
ist, dass jeder Sägezahn des Typs B in dem Augenblick unterbrochen
wird, in welchem seine Spannung die Spannung des Sagezahns des Typs C erreicht, was nach einer Zeit t der Fall ist ;
- Mittel 33 zur Aussendung eines Signals D mit einer bestimmten Amplitude während jeder Zeit _t, wobei dieses
Signal an ein elektromagnetisches Ventil 34 angelegt wird,welches mit Brennstoff von einer Quelle S gespeist wird und während
der Zeit t offen ist, wobei dieses Ventil in die Leitung 23 strömungsabwarts von der Drehklappe 12 mündet.
Erfindungsgemäss werden mit diesem Einspritzaystem
den Mitteln 13 bis 21 der Fig. 1 entsprechende Mittel kombiniert, wobei nur der Anschluss des Verstärkers 20 verschieden
ist. Genauer ausgedrückt, der Ausgang des Verstärkers 20 ist mit dem Generator 3.1 verbunden, derart, dass bei einer Abnahme
der Ausgangsspannung des Verstärkers 20 die Steigung des Sägezahns des Typs C vergrossert wird.
Die obige Vorrichtung arbeitet folgendermassen.
Im normalen Betrieb ist das Ventil 34 wahrend einer Zeit Jt^ (Fig. 3) offen, welche andauert, bis das Signal
des Typs B den Wert des Signals C erreicht hat. Bei seiner Öffnung
liefert das Ventil 37 Brennstoff, und der Motor empfängt ein Gemisch mit einem richtigen Gehalt.
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Es sei jetzt angenommen, dass aus irgend
einem Grunde der Gehalt dea dem Motor gelieferten Gemische zu
gering ist. Dies hat zur Folge, dass, wie oben, die von dem Verstärker 20 gelieferte Spannung abnimmt und die Steigung des
Signals C zunimmt. Dies bedeutet, dass die Zeit t«> welche erforderlich
ist, damit das Signal des Typs B den Wert des Signals des Typs C erreicht, nua grosser als i^ ist. Das Ventil
34 ist daher während der Zeit t« offen, welche grosser als lt..
ist, so dass der Gehalt des dem Motor gelieferten Gemische bis
zu dem gewünschten Wert zunimmt.
Man erhalt also so eine Vorrichtung zur automatischen Regelung des Gehalts eines vergasten Gemische fur
Verbrennungsmotoren, unabhängig davon, ob diese mit einem Vergaser oder einem System zur Einspritzung des Brennstoffs versehen
sind.
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Claims (3)
- 23Ü8781- 8 - 3788/72Patentansprüche(1 .))Verbrennungsmotor mit einer Vorrichtung zur Eegelung des Gehalts des ihm zugefuhrten Gemischs aus Luft und Brennstoff und wenigstens einer Vorrichtung zur katalytischen Oxydation der von ihm ausgesandten Auspuffgase, wobei diese letztere Vorrichtung einen katalytischen Topf mit einem Lufteinlass, einem Einlass fur die von dem Motor kommenden Auspuffgase und einem Auslass für die oxydierten Auspuffgase sowie Mittel umfasst, welche dem Lufteinlass eine Luftmenge zufuhren, welche praktisch zu der von dem Motor absorbierten Luftmenge proportional ist, gekennzeichnet durch zweite Kittel, welche die Temperaturerhöhung der Auspuffgase zwischen dem Einlass und dem Auslass in dem katalytischen Topf (16) messen und auf die Vorrichtung zur Regelung (7, 11) des Gehalts des Gemischs so einwirken, dass dieser Gehalt verringert oder erhöht wird, je nachdem, ob die von ihnen gemessene Temperaturerhöhung mehr oder weniger gross ist.
- 2.) Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, dass die zweiten Mittel durch in dem Oxydationstopf (16) an der Stelle des Eintritts bzw. des Austritts der Auspuffgase angeordnete Thermoelemente (17, 18), durch einen Verstärker (19), welcher an die Ausgänge der Thermoelemente (17, 18) angeschlossen und so ausgebildet ist, dass er eine umso grossere elektrische Spannung liefert, je grosser die von den Thermoelementen (17, 18) gemessene Temperatur differenz ist, durch eine Schaltung (21) zur Lieferung einer Bezugsspannung, durch einen Komparator (20), welcher die Ausgangsspannung des Verstärkers (19) mit dieser Bezugsspannung vergleicht und eine von der Differenz der verglichenen Spannungen abhängende Ausgangsspannung erzeugt, und durch Mittel (22), welche diese Ausgangsspannung auf die Regelvorrichtung (7, 11) zur Einwirkung bringen, gebildet werden.
- 3.) Verbrennungsmotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltung (21) zur Lieferung einer Bezugsspannung eine Regelung dieser Spannung ermöglicht.309845/0785
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