-
Schmiervorrichtung für Brennkraftmaschinen Die Erfindung bezieht
sich auf eine Schmiervorrichtung für Brennkraftmaschinen, bei der dem Kraftstoff
vor Eintritt in den Vergaser oder einer Einspritzvorrichtung Schmiermittel in Abhängigkeit
von Betriebsparametern der Maschine über ein Dosier- und Mischventil zugeführt wird.
-
Schmiervorrichtungen der genannten Art haben hauptsächlich den Zweck,
unter dem Einfluß verschiedener Betriebsparameter dem Kraftstoff zur Schmierung
des Triebwerkes Schmiermittel beizumischen. Man hat bei bekannten Schmiervorrichtungen
auf verschiedene Art und Weise versucht, die Zumischung mittels einzelner oder mehrerer
Betriebsparameter bzw. Betriebskenngrößen zu steuern oder zu beeinflussen. So ist
unter anderem eine Schmiervorrichtung bekannt, bei der dem Triebwerk mit dem Kraftstoff
Schmiermittel in einem von der Drosselklappenstellung abhängigem Verhältnis gemischt
zugeführt wird, wobei eine Schmierölpumpe mit verstellbarem Hub Über ein Gestänge
betätigt wird. Bei einer anderen bekannten Schmiervorrichtung wird das Schmiermittel
unter Berücksichtigung der Außentemperatur und entsprechend der Betriebstemperatur
der Maschine in einem besonderen Behälter erwärmt und dem Kraftstoff zu&emischt
oder in einer besonderen Vorwärmvorrichtung vor dem Anlaß-Vorgang elektrisch angewärmt.
Es ist weiterhin eine Schmiervorrichtung bekannt, bei der die Zumischung von Schmier
mittel zum Kraftstoff in Abhatngigkeit von der Drehzahl unter Verwendung eines zusätzlichen
Fliehkraftreglers durchgeführt
wird. Nachteilig ist dabei, daß diese
bekannten Sefrniervorrichtungen zur Erzielung des gewünschten Mischungsverhältnisses
in ihrer Bauweise aufwendige Zusatzeinrichtungen, wie Heizvorrichtungen, Zusatzbehälter,
Fliehkraftregler, Übertragungsgestänge, erfordern und nicht alle Betriebskenngrößen
bzw.
-
-parameter in einer gemeinsamen Anordnung berücksichtigen können.
Dabei ist es nicht möglich, daß bei allen Betriebszuständen die richtige Schmiermittelmenge,
also weder zu viel noch zu wenig, zugeführt wird. Es hat sich ferner gezeigt, daß
die mechanischen Gestänge infolge des notwendigen Spieles zwischen den Gelenken
die Übertragung der Bewegung verzögern und außerdem einer gewissen Abnutzung unterliegen
und verbogen werden können, so daß sich für die Schmieröl zufuhr der Schmiervorrichtungen
Ungenauigkeiten ergeben können. Darüber hinaus erfordern diese Gestänge, da sie
meist mit dem Gasgestänge verbunden sind, einen zusätzlichen Kraftaufwand bei der
Betätigung des Gaspedals.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe.zugrunde, eine Schmiervorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die unter Einbeziehung aller wichtigen Betriebsparameter
eine genaue Anpassung der Schmiermitteldosierung an die Betriebs zustände der Brennkraftmaschine
gewShrleistet.
-
Die Aufgabe wird erfindung.sgemäß gelöst durch ein elektromagnetisch
betätigbares Dosier- und Mischventil, einen das Dosier-Mischventil 1 steuernden
Schaltkreis und einen den Schaltkreis steuernden monostabilen Multivibrator, ei
der monostabile Multivibrator elektrische Signale entsprechend der Drehzahl, der
Drosselklappenstellung, der lternperatur und des Öldruckers der Maschine empfängt
und in Rechteckstromimpulse zur Betätigung des Dosier- und Mischventiles umwandelt,
deren Dauer die Öffnungszeit des Dosier- und Mischventiles bestininIt.
-
Durch die vorgeschlagene Regelung der Schmieröldosierung, bei der
ein Dosier- und Mischventil unter Einbeziehung aller wichtigen Betriebsparameter
der Brennkraftmaschine elektrisch gesteuert wird, wird der Maschine Kraftstoff und
Schmiermittel in einem den jeweiligen Betriebs zuständen der Maschine entsprechenden
günstigen und optimalen Mischungsverhältnis praktisch verzögerungsSrei zugeSUlrt.
-
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß mechanische Vorrichtungen
und Ubertragungselemente weitgehend entfallen, da die vorgeschlagene Schmiereinrichtung
im wesentlichen aus dem elektromagnetischen Dosier- und Mischventil und der elektronischen
Regeleinrichtung besteht.
-
Die erfindungsgemäße Schmiervorrichtung ist vorzugweise so gestaltet,
daß der monostabile Multivibrator zwei die elektrischen Signale empfangende Eingänge
aufweist, wobei der eine Eingang an einem Fühler zur Erfassung der Drehzahl, und
der andere Eingang an einem Summenschaltkreis angeschlossen ist, welcher vler mit
Je einem Fühler verbundene Eingänge aufweist, wobei ein Fühler zur Erfassung der
Drosselklappenstellung, ein Fühler zur Erfassung der öltemperatur, ein weiterer,
mit einem Sprungkontaktschalter vsrbundener Fühler zur Erfassung einer einen festgelegten
Wert erreichenden bltemperatur. und ein mit einem Sprungkontaktschalter verbundener
Fühler zur Wahrnehmung des Öldruckes vorgesehen ist, und daß der monostabile Multivibrator
einen aus dem Signal der Drehzahl und mindestens einem der anderen Signale gebildete.
Steuerimpulse abgebenden Ausgang autxeist, der mit dem Schaltkreis zur Betätigung
des Dosier- und Mischventils verbunden ist.
-
Bei dieser Art der vorgeschlagenen Regelung können im monostabilen
Multivibrator vom Fühler zur Erfassung der Drehzahl drehzahlabhängige elektrische
Signale erzeugt werden, die allgemein als Frequenzmodulation bekannt sind, während
die von den Fühlern der Drosselklappenstellung, der Temperatur sowie des öldrucks
festgestellten und über den Summenschaltkreis zusammengefaßten und eingegebenen
Betriebszustände bzw. -bedingungen einer sogenannten lmpulsbreitenmodulation entsprechen.
Gemäß der Funktion eines monostabilen Multivibrators können daher in die durch die
Frequenzmodulation erzeugte Periodendauer sogenannte und entsprechend der Impulsbreitenmodulationen
erzeugte Rechteckimpulse eingefügt werden, die als Steuerimpulse für das Dosier-
und Mischventil vorgesehen sind. Die Offnungsdauer des Dosier-und Mischventils kann
daher direkt von der Impulsbreite des RechteckSmpulses beeinflußt werden.
-
Wenn sich beispielsweise eine Brennkraftmaschine in einem Betriebszustand
befindet, der eine geringe Schmiermittelmenge erfordert, so kann die hierzu entsprechend
kurze Offnungsdauer des Dosier- und Mischventils von einer geringen Impulsbreite
des Rechteckimpulses des monostabilen Multivibrators erreicht werden. Eine geringe
Impulsbreite kann sich bei der vorgeschlagenen Anordnung dann ergeben, wenn die
mit dem Summenschaltkreis verbundenen Fühler mit ihrem Widerstand voll am Summenschaltkreis
anliegen, was rechnerisch durch die Formel .1 1 1 1 1 RGes. ES R14 R15 R16 ausgedrückt
wird. Da die Verbindung der Fühler mit dem Summenschaltkreis als Parallelschaltung
anzusehen ist, wird der Gesamtwiderstand der anliegenden Fühler bekanntlich niedriger
und erzeugt somit im monostabilen Multivibrator einen Rechteckimpuls von geringerer
Impulsbreite. Wenn
dagegen einer Brennkraftmaschine eine größere
Schmiermittelmenge zugeführt werden muß, so wie es beispielsweise bei höherer Last
in entsprechender Stellung der Drosselklappe der Fall ist, dann-wird der Fühler
zur Erfassung der Drosselklappenstellung in einem solchen Sinne verändert, daß sich
der Gesamtwiderstand erhöht und die sich unmittelbar ergebende größere Impulsbreite
eine längere Offnungsdauer des Dosier- und Mischventils -bewirkt. Eine größere Schmiermittelmenge
wird aber auch bei niedriger Temperatur einer Brennkraftmaschine notwendig; infolge
dessen kann der Fühler zur Erfassung der O'temperatur in diesem Betriebszustand
ebenso eine den Gesamtwiderstand erhöhenden Einfluß haben. Zur Beherrschung einesSextrem
unterschiedlichen Temperaturbereichs kann der mit einem Sprungkontaktschalter verbundene
Fühler zur Erfassung einer einen festgelegten Wert erreichenden bltemperatur, z.B.
bei niedrigen Außentemperaturen und hierdurch starker Abkühlung der Brennkraftmaschine,
den Sprungkontaktschalter öffnen und somit ebenfalls den Gesamtwiderstand erhöhen
oder eine zusätzliche Erhöhung des Widerstandes bewirken. Die beiden Fühler zur
Erfassung der Öltemperatur können zweckmäßigerweise so aufeinander abgestimmt werden,
daß bei einer Abkühlung der Brennkraftmaschine zunächst der erstgenannte Fühler
in Funktion tritt und erst danach bei weiterer Abkühlung der Brennkraftmaschine
der andere Fühler anspricht und den Sprungkontaktschalter ZU einer zusätzlichen
Erhöhung des Gesamtwiderstandes öffnet. Schließlich kann der mit dem Sprungkontaktschalter
verbundene Fühler zur Wahrnehmung des Cldruckes den Sprungkontaktschalter öffnen,
wenn infolge fallender Drehzahl der Brennkraftmaschine der Vordruck des Schmiermittels
zurtickgeht und daher zur Korrektur des Mischungsverhältnisses im Dosier- und rischventil
eine größere Schmiermittelmenge zugeführt werden muß.
-
Die Wirkungsweise der einzelnen FUhler, welche die wichtigsten Betriebszustände
und -bedingungen, wie Drehzahl, Drosselklappenstellung, Motortemperatur und Öldruck,
feststellen, in denen eine geregelte Schmiermitteldosierung erforderlich ist, kann
derart aufeinander abgestimmt und zueinander ausgelegt werden, daß der daraufhin
im monostabilen Multivibrator erzeugte Steuerimpuls in einem solchen Sinn auf das
Dosier- und Mischventil wirkt, daß ohne jegliche zeitliche Verzögerung ein den Dedarf
der Brennkraftmaschine entsprechendes Schmiermittel-Kraftstoff-Gemisch hergestellt
wird.
-
Um eine wirkungsvolle Umsetzung der elektrischen Signale zu erreichen,
kann der die Steuerimpulse des monostabilen Multivibrators aufnehmende Schaltkreis
einen das el ektromagnetische Dosier- und Mischventil betätigenden elektrischen
Verstärker aufweisen.
-
Für die Zumischung von Schmiermittel zum Kraftstoff kann das elektromagnetische
Dosier- und Mischventil als ein Magnetventil ausgebildet sein, im stromdurchflossen
Zustand die Mündung einer Schmierölleitung öffnet, die mit einer Kraftstoffleitung
verbunden ist1 Bei dieser Ausführung wird einem ständigen Kraftstoffluß Je nach
den Erfordernissen durch eine mehl oder weniger lange Öffnungsdauer eine entsprechende
Schmiermittelmenge zugeführt.
-
Es ist auch eine weitere Ausführung denkbar, die vorsieht, daß das
elektromagnetische Dosier- und Nischventil ein Schiebergehäuse aufweist, das mit
Je einer Zuführungsleitung für Kraftstoff und Schmiermittel und einer gemeinsamen
Ausgangsleitung für Kraftstoff-Schmiermittel-Gemisch versehen ist, wobei im Schiebergehäuse
ein elektromagnetisch betätigbarer Schieber angeordnet ist, welcher sm stromlosen
oder
stromdurchflossenen Zustand die Kraftstoffzuleitung mit der
Ausgangsleitung verbindet und im stromdurchflossenen oder stromlosen Zustand die
Schmiermittel zuleitung mit der Ausgangsleitung verbindet. Durch das vom Schieber
ausgeführte wechselweise offenen bzw. SchlieBen der beiden Zuführungs leitungen
kann je nach einer entsprechenden Wahl der Frequenz ein besonders guter Mischungseffekt
des Kraftstoffes mit dem Schmiermittel erreicht werden.
-
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt ist. Es zeigt: Fig. 1 eine schematische Gesamtanordnung
einer erfindung gemäßen Schmiervorrichtung für Brennkraftmaschinen, Fig. 2 ein schematisches
Blockschaltbild der elektronischen Regelung gemäß der Anordnung aus Fig. 1, Fig.
3 ein Beispiel eines elektronischen Rechtecksignales für das Dosier- und Mischventll,
Fig. 4 ein weiteres Beispiel eines elektronischen Rechl;ecksignales für das Dosier-
und Mischventil, Fig. 5 ein Dosier- und Mischventil in einer schematisc n ersten
Ausführungsform, Fig. ein Dosier- und Mischventil in einer schematischen zweiten
Ausführungsform, Fig. 7 die Beziehung der zeitlichen Schmiermittelmenge zur Funktion
der Drehzahl,
Fig. 8 die Beziehung der zeitlichen Schmiermittelmenge
zur Funktion der Drosselklappenstellung, Fig. 9 die Beziehung der zeitlichen Schmiermittelmenge
zur Funktion der Schmiermitteltemperatur, und Fig. 10 die Beziehung der zeitlichen
Schmiermittelmenge zur Funktion des Schmiermitteldruckes.
-
Es sei zunächst auf Fig. 1 Bezug genommen, in der die Gesamtanordnung
der erfindungsgemaßen Schmiervorrichtung für eine Brennkraftmaschine mit Vergaserbetrieb
schematisch dargestellt ist. Die erfindungsgemäße Schmiervorrichtung besteht dabei
im wesentlichen aus einem elektromagnetischen Dosier- und Mischventil 1, an welchem
aus einem Kraftstoffvorratsbehälter 2 über eine Kraftstoffpumpe 3 eine Kraftstoffleitung
4 und eine Schmierölleitung 5 münden. Vom Dosier- und Mischventil 1 führt eine Gemischleitung
6 zum Vergaser 7, der über ein Ansaugrohr 9 mit einer Brennkraftmaschine 10 verbunden
ist. Die Brennkraftmaschine 10 weist eine Schmierölpumpe 11 auf, welche Schmieröl
in die zum Dosier- und Mischventil 1 Sührende Schmierölleitung 5 fördert. Zur Erfassung
der Drosselklappenstellung ist synchron zur Drosselklappenwelle 7' am Vergaser 7
ein Fühler 8 angeordnet. Außerdem ist an der Brennkraftmaschine 10 ein ZUndverteiler
mit Unterbrecher 12 mit einem Fühler 13 zur Erfassung der Drehzahl, ein Fühler 14
zur Erfassung der Cltemperatur, ein weiterer, mit einem Sprungkontaktschalter verbundener
Fühler 15 zur Erfassung einer Oltemperatur, sobald diese einen festgelegten Wert
erreicht, und ein mit einem Sprungkontaktschalter verbundener Fühler 16 zur Wahrnehmung
des Öldruckes angeordnet. Der Fühler 13 ist direkt und die Fühler 8, 14, 15 und
16 sind über einen Summenschaltkreis 19 an einem monostabilen Multivibrator 17 angeschlossen,
der über einen Schaltkreis 18 mit dem Dosier-und Mischventil 1 verbunden. ist.
-
Um die Schmiermitteldosierung an die Betriebszustände anpassen zu
können, werden die zur Regelung erforderlichen wichtigen Betriebsparameter durch
die Fühler 8, 13, 14, 15 und 16 aufgenommen, wobei - wie auch in Fig. 2 gezeigt
-der Fühler 13 zur Erfassung der Drehzahl aus einem Gerät besteht, das von der motorgetriebenen
Welle des ZUndverteilers 12 beeinflußt wird, um ein elektrisches, drehzahlabhängiges
Impulssignal I zu erzeugen, das im monostabilen Multivibrator 17 einen elektrischen
Rechteckimpuls (Ti) ergibt. Der Fühler 8 zur Erfassung der Drosselklappenstellung
besteht z,R, aus einem Potentiometer 8R zur Erzeugung eines elektrischen Analogsignales
Ia entsprechend der Öffnung der Drosselklappe. Der Fühler 14 zur Erfassung der Öltemperatur
besteht beispielsweise aus einem Thermistor 14R, der ein elektrisches Analogsignal
Ib gemäß der Schmieröltemperatur erzeugt. Der Fühler 15 zur Erfassung der Schmieröltemperatur
besteht z.B. aus einem Bimetallelement, das einen Sprungkontaktschalter 15S auslöst,
sobald die Schmieröltemperatur einen festgelegten Wert erreicht, wodurch über einen
Widerstand 15R ein elektrisches Signal Ic für eine bestimmte Schmieröltemperatur
erzeugt wird. Der Fühler 16 zur Wahrnehmung des öldruckes besteht aus einem druckempfindlichen
Gerät, wie z.B. einen Membranschalter 16S, der über einen Widerstand 16R ein Signal
Id für den Öldruck erzeugt. Die von den Fühlern erfaßten elektrischen Signale Ia,
Ib, Ic, Id werden über den Summenschaltkreis 19 zusammengefUlirt und vom monostabilen
Multivibrator 17 aufgenommen. Der monostabile Multivibrator 17 modifiziert und kombiniert
diese Signale gemeinsarn mit dem Signal. 1 und erzeugt einen elektrischen Steuerimpuls,
welcher die Fördermenge von Schmiermittel durch das Dosier- und Mischventil auf
solche Weise beeinflußt, daß diese einem optimalen Schmiermittel- und Kraftstoff-Verhältnis
entspricht und eine derartige Mischung sicherstellt. Der elektronische Steuerimpuis
wird von einem
zwischengeschalteten Schaltkreis 18 in einen elektronischen
Betätigungsimpuls umgewandelt, welcher das elektromagnetische Dosier- und Mischventil
1 entsprechend den von den Fühlern festgestellten Betriebskenngrößen bzw. Betriebsparametern
zur Schmiermitteldosierung betätigt.
-
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Blockschaltbild der elektronischen Regelung
gemäß Fig. 1 ist dem monostabilen Multivibrator 17 unmittelbar an seinem Anschluß
zur Erfassung der Signale Ia bis Id ein passiver Summenschaltkreis 19 zwischengeschaltet.
-
Beim Betrieb der Brennkraftmaschine erhält der monostabile Multivibrator
17 vom Fühler 13 entsprechend der Drehzahl der Maschine drehzahlabhängige Signale
I und erzeugt proportional zur Frequenz der Drehzahl elektronische Rechteckimpulse
Ti.
-
Entsprechend der Öffnung der Drosselklappe erzeugte der Fühler 8
ein Analogsignal Ia, das auf den Summenschaltkreis 19 gegeben wird. Ebenso erhält
der monostabile Multivibrator 17 ein Analogsignal Ib und ein Signal Ic vom Fühler
14 und 15 entsprechend der Schmieröltemperatur der Maschine und erzeugt je ein elektronisches
Signal, das auf den Summenschaltkreis 19 geben wird. Auf gleiche Weise erhält der
monostabile Mul.tivibrator 17 ein Signal Id vom FUhler 16 entsprechend dem Öldruck
der Maschine, das ebenfalls an den Summenschaltkreis 19 gegeben wird. Je nach den
somit am Summenschaltkreis 19 anliegenden Widerständen SR, 14R, I5R und 16R erzeugt
der monostabile Multivibrator 17 Rechteckverlaufe mit einer Periodendauer Ti, in
welche Rechteckiitipulse ti eingefügt sind, deren Länge Je nach den von den an einer
Stromquelle 20 liegenden Fühlern 8, 14, 15 und 16 festgestellten Betriebszuständen
der Maschine variierten können. Diese auf solche Art erzeugten Rechteckimpulse werden
im Schaltkreis 18 in die elektronische Betätigungsimpulse B umgewandelt.
-
In Fig. 3 und 4 sind zwei Beispiele eines BetStigungs impulses B dargestellt,
der je nach den festgestellten Betriebsparametern der Brennkraftmaschine eine größere
oder geringere Breite des vom monostabilen Multivibrators 17 erzeugten Rechteckimpulses
ti aufzeigt. Der in Fig. 3 angegebene Rechteckimpuls wirkt sich daher auf das Dosier-und
Nischventil 1 in einer kürzeren und der in Fig. 4 gezeigte Rechteckimpuls in einer
längeren Öffnungsdauer aus.
-
Ergeben also die Betriebsparameter einen hohen Bedarf an Schmiermittel,
so werden die einzelnen empfangenen Signale in Betätigungsimpulse B umgewandelt,
die eine längere Offnungsdauer des Dosier-Mischventils 1 bewirken und etwa dem Rechteckimpuls
in Fig. 4 entsprechen. Der Abstand Ti (Frequenzmodulation) zweier aufeinander folgenden
Rechteckimpulse ist proportional der vom Fühler 13 abgenommenen Drehzahl, wogegen
die Länge der Rechteckimpulse ti (Impulsbreitenmodulation) vom jeweiligen durch
die Signale Ia - Id beeinflußten Widerstand am Summenschaltkreis 19 abhängig ist.
-
Das in Fig. 5 schematisch dargestellte Ausführungsbeispiel eines Dosier-
schventils 1' setzt sich aus einem Ventilgehäuse 21 und einem Ventilkegel 22 zusammen,
welcher mit einem Ventilsitz 23 zusammenwirkt. Am Schaftende des Vent kegels 22
ist ein Elektromagnet 24 angeordnet. Im stromdurchflossenen Zustand, d.h., unter
dem Einfluß des Betätigungsimpulses B, wird der Ventilkegel 22 vom Ventilsitz 23
mehr oder weniger häufig abgehoben und gibt den Durchrluß des Schmiermittels entsprechend
der zugeführten Frequenz und Impulsbreite frei, das durch die Schmierölleitung 5'
gefördert wird. An der Mündung 25 trifft das Schmieröl auf den durch die Kraftstoffleitung
41 geförderten Kraftstoff und fließt als Kraftstoff-Schmieröl-Gemisch in der Gemischleitung
6' (zum nicht gezeigten Vergaser) weiter. Das -Dosier-und Mischventillr kann beispielsweise
aber auch direkt in einem Vergaser angeordnet sein, wobei die Kraftstoffleitung
4'
dem nach der hauptdüse liegenden Kanal und die Gemischleitung 6' dem mit dem Mischrohrträger
im Ansaugrohr der Brennkraftmaschine verbundenen Kanal entsprechen.
-
Es ist auch mdglich, daß die Mündung 25 zwischen der Schwimmerkammer
und der Hauptdüse in den Kraftstoff führenden Kanal mündet.
-
In Fig. 6 ist in schematischer Darstellung ein Dosier- und Mischventil
1" in einer zweiten Ausführungsform gezeigt, das sich aus einem Schiebergehäuse
26 und einem Schieber 27 zusammensetzt, der von einem auf seinem Schaftende angeordneten
Elektromagnet 28 betätigbar ist. Im Schiebergehäuse 26 mündet eine Schmierölleitung
5" und eine Kraftstoffleitung 4"; zwischen beiden Zuftihrungsleitungen 4" und 5"
liegt gegenüber die Öffnung der Gemischleitung 6. Wird durch den Betätigungsimpuls
B der Schieber 27 vom Elektromagnet 28 in die strichpunktiert angegebene Stellung
27' gebracht, fließt durch die so gebildete Verbindung von der Schmierölleitung
5" Schmiermittel in die Gemischleitung 6". Im stromlosen Zustand nimmt der Schieber
27 die gezeigte Stellung ein und verbindet nunmehr die Kr'aftstoffleitung 4" mit
der Gemischleitung 6".
-
Da der Betätigungsimpuls B unter dem Einfluß der Frequenz des Rechteckimpulses
in derart rascher Folge pulsiert, kann bei diesem Beispiel ein besonders guter Mischeffekt
erzielt werden. Das vorstehend in Fig. 6 gezeigte Dosier- und Mischventil 1" kann
auf die gleiche Weise an einem Vergaser angeordnet werden, wie das in Fig. 5 beschriebene
Dosier- und I4ischventil 1'.
-
Anstelle einer Anordnung der Gemischleitung 6, 6' bzw. 6" in Verbindung
mit einem Vergaser kann bei einer Maschine mit Kraftstoffeinspritzung und Umlaufleitung
oder mit REcklaufleitung zum Kraftstoffbehlilter die Gemischleitung 6, 6' und 6"
bei Niederdruckeinspritzung unmittelbar vor dem Einspritzventil
in
der Stichleitung zu diesemangeordnet werden und bei Hochdruckeinspritzung mit Überlauf
vor dem Saugraum der Einspritzpumpe unmittelbar im Saugraum münden. Die dem Kraftstoff
zugeführte Schmiermittelmenge kann somit besonders schnell je nach Betriebszustand
der Maschine mit dem Kraftstoff-Luft-gemisch wirksam werden.
-
Die in den Fig. 7, 8 9 und 10 gezeigten Diagramme stellen die Beziehung
der zeitlichen Schmiermittelmengen V/t zu den Funktionen der Drehzahl, der Drosselkappenstelung,
der Schmiermitteltemperatur und des Öldruckes dar, und zwar dergestalt, wie von
den abgegebenen Signale Ia bis Id an den Summenschaltkreis 19 weitergegeben werden.
-
Fig. 7 zeigt die Beziehung zwischen der zeitlichen Schmiermittelmenge
V/t und dem Signal I für die Drehzahl, wobei der Lineare Zusammenhang erkennbar
ist. Die Steigung des Signals I kann durch entsprechende Dimensionierung der am
Summenschaltkreis 19 wirksam Widerstände 8R, 14R, 15R und 16R verändert werden,
so daß Signal I je nach den Erfordernissen eine der gestrichelt angegebenen Steigung
einnehmen kann.
-
In Fig. 8 ist die Beziehung zwischen der zeitlichen Schmiermittelmenge
V/t und dem Signal Ia gemäß der Drosselklappenstellung gezeigt, wenn das Potentiometer
8R eine lineare Abhängigkeit von der Drosselklappenstellung besitzt. In diesem Fall
ist auch das Zusammenwirken von Schmiermittelmenge V/t und Drosselklappenstellung
linear. Diese lineare Abhängigkeit kann abgewandelt werden in eine fallene (Ia')
oder steigende (Ia") Funktion, wenn das Potentiometer 8R eine von der linearen Funktion
abweichende Eigenschaft aufweist.
-
In Fig. 9 ist die Beziehung zwischen der zeitlichen Schmiermittelmenge
V/t und dem Signal Ib gemäß der Öltemperatur gezeigt. Je nach dem, ob mit steigender
Temperatur die Sehmiermittelmenge vergrößert oder verringert werden soll, kann ein
Widerstand 14R mit positiven (PTC) oder negativen (NTC) Temperaturkoeffizienten
verwendet werden, wodurch sich jeweils ein entsprechend dargestellter Zusammenhang
zur Schmiermittelmenge V/t ergibt.
-
Aus Fig. 10 geht die Beziehung zwischen der zeitlichen Schmiermittelmenge
V/t und dem Signal Id gemäß dem Öldruck hervor. Bei niedrigem Öldruck und somit
geöffnetem Schalter 16S wird bei diesem Beispiel die Förderung einer größeren Schmiermittelmenge
bewirkt, während durch das sprunghafte Schließen des Schalters 165 eine geringere
Schmierölmenge gefördert wird.
-
Die in den Fig. 7, 8, 9 und 10 dargestellten Funktionen können je
nach den Bedürfnissen der Brennkraftmaschine aufeinander abgestimmt, kombiniert
und vernüft werden, um das jeweils optirnale Mischungsverhältnis von Kraftstoff
mit Schrniermitte zu erzielen.
-
Die besonderen Merkmale der Erfindung, nämlich die Erfassung aller
wichtigen Betriebsparameter, wie Drehzahl, Drosselklappenstellung, Schmieröltemperatur
und Schmieröldruck, zeigen daß man mit verhältnismäßig geringen und rau.nsparenden
Mitteln bei der vorliegenden Erfindung auf wirk-Same Weise die Schmiermitteldosierung
einer Brennkraftsmaschine exakt regeln und unter allen vorkommenden Betriebsbedingungen
ein optimales Schmiermittel-Kraftstoff-Gemisch herstellen kann, - Patentansprüche
-