Patentanspruch:
Schaltung zur ungetasteten Pegelfesthaltung der Synchronimpuisspitzen eines Fernseh-Videosignals,
das dem Gitter einer Videoverstärkerröhre über ein Koppelnetzwerk mit einem im Längszweig des
Übertragungsweges angeordneten Koppelkondensator und einem im Querzweig liegenden Gitterableitwiderstand
dem eine Festhalte-Diode parallel geschaltet ist, zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß an die Anode der Röhre (1) mit ihrem einen Ende eine aus einem Widerstand (7)
und einem Kondensator (8) bestehende Serienschaltung angeschlossen ist, deren anderes Ende zum
einen über eine Diode (9) mit dem dem Gitter der Röhre (1) abgewandten Anschl-'ß des Gitterableitwidei
Standes (4) und zum anderen über eine Serienschaltung, bestehend aus einer weiteren, jedoch umgekehrt
gepolten Diode (10) und einem nachfolgenden Widerstand (11), wobei zwischen dieser Diode
(10) und diesem Widerstand (11) noch ein Glättungskondensator (12) im Querzweig liegt, mit dem
dem Gitter der Röhre (1) zugewandten Anschluß des Gitterableitwiderstandes (4) verbunden ist.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung zur ungetasteten Pegelfesthaltung der Synchronimpulsspit-
«en eines Fernseh-Videosignals, das dem Gittef einer
Videoverstärkerröhre über ein Koppelnetzwerk mit einem im Längszweig des Übertragungsweges angeordneten
Koppelkondensator und einem im Querfcweig liegenden Gitterableitwiderstand, dem eine Festhalte-Diode
parallel geschaltet ist, j.ugeführt wird.
Das Videosignal enthält eine Information über die mittlere Bildhelligkeit. Diese Information ergibt sich
aus dem Niveauunterschied zwischen dem mittleren Bildsignal und dem Schwarzpegel bzw. der Synchron-Impulsspitze.
Zum Festhalten der Synchronimpulsspitze auf einem konstanten Wert lassen sich als Verstärker-Stufen
für das Bildsignal Gleichstromverstärker verwenden. Diese benötigen jedoch eine komplizierte
Spannungsversorgung und werden aus diesem Grunde kaum angewendet. Deshalb benutzt man Wechsel-Stromverstärker,
bei denen als Verbindungselemente zu jeder Verstärkerröhre ein Koppelkondensator und ein
Gitterableitwiderstand verwendet werden. Der kon-Stante Wert zur Spitzenfesthaltung wird dabei zwar
nicht mehr übertragen, jedoch bleibt die Information über die mittlere Helligkeit auf Grund des Zeitverlaufs
der übertragenen Signalamplitude erhalten. Die Impulsform erleidet jedoch durch dieses Koppelglied Ver-Zerrungen.
Ein Wechselstrcmverstärker läßt sich zwar $0 dimensionieren, daß für eine gewisse Zeitdauer fast
keine Impulsverzerrung auftritt, jedoch fallen im Fernsehsignal durch Variation der mittleren Helligkeit, beispielsweise
bei einem Szenenwechsel, solch niedrige oo Frequenzen an, daß diese Zeitdauer auch bei groß gewählter
Zeitkonstante des Koppelgliedes überschritten wird. Dadurch entsteht nach dem Koppelkondensator
zeitweise eine exponentiell abfallende Gleichspannung über dem Ableitwiderstand. Es ist bekannt, diese Abnähme
der Gleichspannung über dem Ableitwiderstand dadurch zu verhindern, daß parallel zum Gitterableitwiderstand
der Video-Verstärkerröhre eine Diode eingeschaltet wird Zugleich wird hiermit der Festhaltewert
des Video-Signals wiederhergestellt
Bei der bekannten Synchronimpulsspitzen-Festhaltung mittels einer Festhaltediode darf der Koppelkondensator
vor der Festhaltung einen gewissen Kapazitätswert nicht unterschreiten, da die bei einem
Schwarzbild und einem Weißbild unterschiedlichen Umladeströme ebenso unterschiedliche Spannungsabfälle
an der Festhaltediode verursachen, die bei einer zu kleinen Zeitkenstante des aus dem Koppelkondensator
und dem Gitterableitwiderstand bestehenden RC-Gliedes das Signal beispielsweise beim 50 Hz-Rechteck
wechsel differenziert erscheinen lassen. Große Kondensatoren vor einer Synchronimpulsspitzen-Festhaltung
haben jedoch den Nachteil, daß bei starken Schwankungen der Gleichspannung, die am Ausgang
der vorgeschalteten Stufe dem Signal überlagert ist Synchronimpulsstaichungen auftreten können.
Aufgabe der Erfindung ist es, den auf die Synchronimpulsspitze bezogenen Helligkeitswerten in einem
Fernseh-Bildsignal elektrische Potentialwerte unabhängig von der mittleren Bildhelligkeit zuzuordnen, ohne
daß das Signal durch Schwankungen des überlagerten Gleidispannungspotentials in den vorgeschalteten Stufen
beeinfluß wird.
Gemäß der Erfindung wird dies bei einer Schaltung
der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß an die Anode der Röhre mit ihrem einen Ende eine aus
einem Widerstand und einem Kondensator bestehende Serienschaltung angeschlossen ist, deren anderes Ende
zum einen über eine Diode mit dem dem Gitter der Röhre abgewandten Anschluß des Gitterableitwiderstandes
und zum anderen über eine Serienschaltung, bestehend aus einer weiteren, jedoch umgekehrt gepolten
Diode und einem nachfolgenden Widerstand, wobei zwischen dieser Diode und diesem Widerstand noch
ein Glättungskondensator im Querzweig liegt, mit dem dem Giuer der Röhre zugewandten Anschluß des Gitterableitwiderstandes
verbunden ist. Dadurch wird zur Angleichung der Umladeströme und damit der an der
Festhaltediode bei einem Schwarzbild und einem Weißbild abfallenden Spannungen über den Gitterableitwiderstand
ein zusätzlicher Strom geleitet, dessen Stärke von der mittleren Bildhelligkeit abhängt. Diesen
Strom erzeugt eine Spannung, welche mit Hilfe der Gleichrichterschaltung aus dem Signal an der Anode
der festgehaltenen Verstärkerstufe erzeugt wird. Es wird somit ermöglicht, ohne Differentiation der 50 Hz-Rech'teckwechsel
die Kapazität des Koppelkondensators vor der Festhalturig so klein zu bemessen, daß die
bei plötzlichem Wechsel der mittleren Bildhelligkeit in den vorgeschalteten Stufen auftretenden Schwankungen
der mittels der RC-Glieder geglätteten Anodenspannung keine nennenswerten Synchronimpulsstauchungen
zur Folge haben.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden an Hand eines in einer Figur dargestellten Ausführungsbeispiels
einer Schaltung erläutert.
Dk Figur zeigt eine Bildsignal-Verstärkerstufe mit einer als Pentode ausgebildeten Verstärkerröhre 1, der
das an einem Eingang 2 eingegebene Bildsignal an ihr Steuergitter über ein aus einem Koppelkondensator 3
und einem Gitterableitwiderstand 4 bestehendes Koppelnetzwerk zugeführt wird. Außerdem ist noch ein
Gittervorwiderstand 5 vorgesehen. Zur Pegelfesthaltung der Synchronimpulsspitzen des Bildsignals ist eine
Festhaltediode 6 parallel zum Gitterableitwiderstand 4 eingeschaltet. Das Bildsignal ist positiv gerichtet und