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"Kontinuierlich arbeitender Steinefänger" Die Erfindung betrifft
einen kontinuierlich arbeitenden Steinefänger in Anlagen zur Behandlung und/oder
zum Transport von Rüben oder dgl. mittels Schwemmwasser, bei dem in einem Schwemmkanalabschnitt
eine Bodenöffnung für den Durchtritt der Steine in einen Steinefangraum, eine Vorrichtung
zum Austragen der Steine aus dem Steinefangraum und eine Einrichtung zur kontinuierlichen
Entnahme von Schwemmwasser aus dem Schwemmkanal und Rückführung als Auftriebswasser
durch die Bodenöffnung in den Schwemmkanal vorgesehen sind.
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Steinefänger dieser Art sind seit langem bekannt. Dabei ist es im
Hinblick auf den hohen Wasserverbrauch bei der Verarbeitung von Zuckerrüben oder
dgl. Hackfrüchten wichtig, daß das durch die Bodenöffnung nach oben in den Schwemmkanal
strömende Wasser dem Schwemmkanal selbst entnommen wird, so daß durch den Steinefänger
kein zusätzlicher Wasserverbrauch eintritt. Schwierigkeiten und erhöhten Aufwand
bereiten dabei im wesentlichen die Entnahme des Auftriebswassers aus dem Schwemmkanal
sowie
die zuverlässige und rasche Abförderung der ausgeschiedenen Steine ohne zu großen
Aufwand. Die Entnahme des Auftriebswassers aus dem Schwemmkanal bereitet vor allem
deshalb Schwierigkeiten, weil einerseits die Rüben, andererseits andere mitgeschwemmte
Feststoffe, wie Rübenblätter oder dgl., das gleichmäßige Abziehen des Schwemmwassers
behindern bzw.
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nahezu unmöglich machen. Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, ist
es bekannt, als Wasserentnahmeeinrichtung eine kontinuierlich antreibbare Trommel
in eine Nische des SchwemPrnkanals so anzuordnen, daß von dem von der umlaufenden
Trommel aufgenommenen Wasser und Feststoffen das Wasser als AuStriebswasser abgeleitet
wird, während die Trommel die Feststoffe wieder in den Schwemmkanal zurückfördert.
Es ist auch bekannt, stattdessen ein Rundsieb in den Schwemmkanal ragen zu lassen,
indem mittels einer Welle mit der Rückseite des Siebes zusammenwirkende Abstreifer
in Berührung stehen. Dabei kann die Wasserentnahmestelle in gleicher Höhe mit dem
Steinefänger oder in.Lä.ngsrichtung des Schwemmkanals vor oder hinter dem Steinefänger
angeordnet sein (vgl. Deutsche Gebrauchsmuster 1 983 000 und 1 994 699).
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Der Verlauf oder die Abmessungen des Schwemmkanals können im Bereich
des Steinefängers verändert werden (vgl. Deutsches Gebrauchsmuster 1 983 000 bzw.
DAS 1 209 070).
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Zur Abdichtung des Steinefallschachtes gegen die umgebenden
raume
können Abdichtungsmanschetten aus Gummi, Kunststoff oder auch eng anliegende Platten
aus festem Material vorgesehen sein.
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Stattdessen können auch die Toträume, die an die Seitenwände des Fallschachtes
angrenzen, mit Füllkörpern ausgefüllt sein.
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Eine Abdichtung ist dann nicht erforderlich. Dabei braucht auch die
Abdichtung lediglich zu verhindern, daß starke Strömungen bei Änderungen des Wasserstandes
im Schwemmkanal auftreten, welche die Auftriebswirkung des Auftriebswassers im Fallschacht
beeinträchtigen könnten.
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Das Ab fördern der abgeschiedenen Feststoffe und Steine kann chargenweise
erfolgen. In diesem Falle benötigt man in aller Regel eine Schleuse, was zu einer
sehr aufwendigen Ausführung und zu zusätzlichen Schwierigkeiten für die Bewältigung
des Schleusenwassers führt. Es ist aber auch bekannt, die Steine oder dgl. mit Hilfe
eines kontinuierlich arbeitenden Schräg-oder Steilförderers aus dem Steinefallschacht
auszubringen, wozu sich in erster Linie Kratzer- oder Becherförderer eignen, deren
unteres Ende im Bereich des Bodens des Steinefallschachtes liegt, während das obere
Ende über einer Sammel- oder Fördereinrichtung außerhalb des Schachtes endet. Schwierigkeiten
bei der kontinuierlichen Förderung bereiten vor allem die ständig offenen Verbindungen
zwischen dem Steinefallschacht und dem Förderschacht des kontinuierlichen Austragsförderers,
so daß bei Niveauänderungen erhebliche Strömungen zwischen diesen beiden Schächten
auftreten können, welche die Wirkung des Auftriebswassers
beeinträchtigen.
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cs ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen kontinuierlich arbeitenden
Steinefänger der eingangs näher bezeichneten Art so weiterzubilden, der wesentlich
einfacher und billiger in seinem Aufbau und in seinem Betrieb ist und dennoch in
erhöhtem Maße einen störungsfreien Betrieb gewährleistet.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Entnahme
des Auftriebswassers wenigstens ein den Schwemmkanal von einer Auftriebswasser-Sammelkammer
gegen den Durchtritt von Feststoffen trennenden Stabrost und eine antreibbare kammartige
Säuberungseinrichtung vorgesehen sind. Die Stäbe des Stabrostes können etwa parallel
zur Strömungsrichtung angeordnet sein oder aber im wesentlichen senkrecht zur Strömungsrichtung
verlaufen.
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Die kammartige Säuberungseinrichtung läßt sich auf einfache Weise
entweder intermittierend hin und her oder in einer Richtung kontinuierlich in Längsrichtung
an dem Stab rost entlang bewegen, wobei kammartige Finger von der Rückseite des
Stabrostes durch die Zwischenräume bis in den Schwemmkanal hineingreifen und damit
zuverlässig alle Fremdstoffe, die sich an dem Stabrost angesammelt haben, abstreifen
und zurück in den Schwemmkanal und dessen Strömung abweisen. Es können auch beiderseits
der Längswände des Schwemmkanals derartige Stabroste angeordnet sein, denen eine
gemeinsame Säuberungseinrichtung zugeordnet ist.
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Von großer Bedeutung ist eine solche Weiterbildung, bei der die Säuberungseinrichtung
und die Steineaustragseinrichtung von einer gemeinsamen Antriebseinrichtung aus
antreibbar sind, oder noch besser, wenn die kammartigen Säuberungsfinger an den
endlos umlaufenden Teilen des Austragsförderers selbst angeordnet sind. Hierdurch
ergibt sich eine außerordentliche Vereinfachung dadurch, daß praktisch der für das
Austragen der Steine ohnehin erforderliche Förder- und Antriebsmechanismus zugleich
als Säuberungseinrichtung für die Stabroste ausgebildet ist.
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Besonderes Augenmerk muß man der zuverlässigen und ungestörten Wirkung
des Auftriebswassers zuwenden. Wenn dessen Wirkung gestört wird, muß damit gerechnet
werden, daß ein größerer Anteil der Rüben zusammen mit den Steinen ausgetragen wird,
so daß sich an das Austragen ein weiterer Sortiergang anschließen muß.
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Es wäre daher sinnvoll, die Bodenöffnung im Schwemmkanal für den Austritt
der Steine möglichst klein zu machen, da der Großteil der Steine nur von kleinem
oder mittlerem Durchmesser ist.
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Hiergegen spricht jedoch, daß von dem Steinefänger auch zuverlässig
sehr große Steine oder andere sperrige Gegenstände, wie Eisenstangen oder dgl.,
zuverlässig ausgeschieden werden müssen.
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Daher muß die Bodenöffnung ausreichend groß bemessen sein.
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Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, sieht die Erfindung vor, daß
der Querschnitt der Bodenöffnung des Schwemmkanals durch einen bei Steinen oder
Geg;enständen größeren Durchmessers
selbsttätig ausweichenden Verdrängungskörper
begrenzt ist. Dieser kann als Schwimmkörper so ausgebildet sein, daß er durch Lenker
geführt in einer den Durchtrittsquerschnitt der Bodenöffnung begrenzenden Stellung
gehalten und durch große Steine in eine den Querschnitt zwischen Schwemmkanal und
Steinefangkammer vollständig freigebende Stellung schwenkbar ist. Diese Maßnahme
ist von Vorteil auch bei Steinefängern mit herkönanliehen Vorrichtungen zur Wasserentnahme
anwendbar.
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Eine weitere Maßnahme zur Verhinderung einer Störung des Auftriebswassers
besteht darin, daß der Austragsquerschnitt am Ausgang der Steinefangkammer durch
ein elastisch ausbiegbares oder schwenkbares Sperr- oder Schürzenelement begrenzt
ist, das den Austrittsquerschnitt für das Austragsförderelement auf den allgemein
notwendigen Querschnitt zuverlässig begrenzt, aber auch den Durchtritt sperriger
Gegenstände oder großer Steine zuverlässig gestattet. Durch die Schürze oder das
Sperrelement wird die Auftriebsströmung normalerweise zuverlässig geleitet9 so daß
sie für den ihr zugedachten Zweck voll zur Verfügung steht. Um bei den Wasserstandsänderungen
im Schwemmkanal zwischen dem Austragsraum und der Steinefangkasmer keine die Auftriebsströmung
störende Nebenströmung zu erhalten, kann der Querschnitt des Austragskanals des
Austragsförderers durch ein in Richtung auf einen minimalen Querschnitt vorgespanntes,
elastisch nachgebendes oder ausschwenkbares Deokenelement begrenzt sein. Zur Vorspannung
des Deckenelementes kann, das Eigengewicht
oder eine hinter dem
Deckenelernent vorgesehene Füllung von ballartigen oder ballonartigen elastisch
nachgebenden Füllkörpern verwirklicht werden. Die Maßnahmen zur Sicherung der Auftriebs
strömung und Abdichtung der Austragskammer sind ebenfalls mit Vorteil auch bei herkömmlichen
Steine fänge rn anwendbar.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen an
mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 einen senkrechten Querschnitt durch den Schwenkkanal
im Bereich des Steinefängers, Fig. 2 im kleineren Maßstab einen Längsschnitt durch
den Schwemmkanal im Bereich des Steinefängers, Fig. 3 einen horizontalen Schnitt
durch den im übrigen in Draufsicht gezeigten Schwemmkanal im Bereich des Steinefängers,
Fig. 4 in Draufsicht ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Erfindung, die Fig.
5a bis 5c jeweils im Querschnitt verschiedene weitere abgewandelte Ausführungsbeispiele
für die Erfindung, die Fig. 6 bis 8 verschiedene Einzelheiten der neuen Vorrichtung
im größeren Maßstab.
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Gemäß den Fig. 1 bis 3 ist ein Schwemskanal 1 vorgesehen,
dessen
parallele senkrechte Kanalwände im Bereich des Bodens jeweils durch Schrägabschnitte
3 eingezogen sind. An einer Stelle des Kanalbodens ist eine Bodenöffnung 4 vorgesehen,
die in einen Steinefallschacht 6 mündet.
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Wie insbesondere Fig. 2 erkennen läßt, beginnt der Boden des Schwemmkanals
1 bereits im wesentlichen Abstand vor der Bodenöffnung 4 sich abzusenken, um den
schwereren Stoffen der im Schwemmkanal mit dem Schwemmwasser herangetragenen Mischung
ein weiteres Absinken zu ermöglichen. In Strömungsrichtung hinter der Bodenöffnung
4 ist eine relativ steile Stufe 3c vorgesehen, welche wieder zum normalen Niveau
des Schwemmkanalbodens zurückführt und zugleich für die herabgesunkenen Gegenstände
eine Stufe-bildet, welche das Weiterschwemmen von schweren Gegenständen wesentlich
erschwert.
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Die lotrechte Mittelebene des Schwemmkanals ist in Fig. 1 mit 2, der
an genommene Wasserstand mit la bezeichnet.
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Die sich am Boden des Steinefallschachtes 6 ansammelnden Gegenstande
werden im dargestellten Beispiel nach Fig. l bis 3 mit Hilfe eines kontinuierlich
in Richtung des Pfeiles 12 umlau-Senden Kratzerförderers ausgetragen, der aus zwei
Ketten 8 und im Abstand an diesen befestigten Kratzerelementen 9 besteht.
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Die Kratzerketten können durch Rollen oder, wie im dargestellten Beispiel,
durch Führungsschienen 13 in der gewünschten
narn geführt werden,
in der sie den Schwemmkanal 1 in Form einer Schleife umschlingen. In dem in Fig.
1 nicht dargestellten Antriebs- und Abwurfbereich des Austragskratzers sind entsprechende
Antriebsräder und Abwurfeinrichtungen vorgesehen, wie dies von solchen Förderern
bekannt ist.
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Im Bereich des Bodens des Steinefallschachtes 6 treten die Kratzerelemente
9 in Berührung mit dem Förderboden 10, der nach rechts in Fig. 1 zum Abwurfende
hin ansteigt.
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Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist der Kratzerförderer in seinem absteigenden
Bereich unmittelbar entlang einer Seitenwand des Schwemmkanals 1 geführt. In diesem
Bereich'ist die Schwemmkanalwand unterbrochen und durch einen aus senkrecht verlaufenden
Stäben 7 gebildeten Stabrost ersetzt, der den Schwemmkanal 1 bez-üglich fester Gegenstände
gegen eine hinter dem Stabrost liegende Sarsmelkammer 14 für Anftriebswasser abgrenzt.
Durch den Stabrost 7 kann Wasser aus dem Schwemmkanal 1 entsprechend den Pfeilen
15 in die Sammelkammer 14 treten, aus der das Wasser mit Hilfe einer Pumpe ab gepumpt
und dem Boden des Steinefallschachtes 6 ln einer noch zu beschreibenden Weise wieder
zugeführt wird. Da sich im Bereich des Stabrostes eine starke Strömung in Richtung
der Pfeile 15 ausbildet, besteht dauernd die Tendenz, daß sich der Stabrost mit
Rüben, Rübenblättern oder dgl. Fremdstoffen'zusetzt. Dieses Zusetzen des Stabrostes
wird auf sehr einfache, billige Weise dadurch verhindert, daß die
Kratzerelemente
9 auf ihrer Rückseite mit Säuberungsfingern 11 besetzt sind, welche gemäß Fig. 3
durch die Zwischenräume zwischen den Stäben 7 des St ab rostes hindurch bis in den
Schwemmkanal greifen und alle Fremdstoffe zuverlässig abstreifen, während sie entlang
des Stab rostes geführt werden. Die Führung kann mit Hilfe von Kettenrollen oder
dgl. 24 zwischen den Führungsschienen 13 erfolgen.
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Am Ende des Stabrostes, treten im dargestellten Beispiel die Säuberungsfinger
11 mit relativ engem Sitz durch eine entsprechende Oeffnung in der Schräge 3 des
Scbwemmkanalbodens in einen Trennkanal 25 ein, der hinter einem Hohlkörper 26 angeordnet
ist. Am Eintritt werden die mitgenommenen Fremdkörper abgestreift. Zum Erleichtern
des Abstreifens könnten die Reinigungsfinger auch elastisch abkippbar sein oder
es könnte an dieser Stelle ein Teil des von der Pumpe für das Auftriebswasser kommenden
Schwemmwassers als Reinigungsstrahl quer durch den Kratzerförderer in den Schwemmkanal
geleitet werden, um die Fremdstoffe von den Säuberungsfingern abzustreifen.
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Der Kanal 25, der hinter dem Hohlkörper 26 gebildet ist, weist eine
solche Länge auf, daß stets wenigstens ein Kratzerelement sich in dem Kanal befindet
und damit eine Abdichtung bildet, die eine nennenswerte Strömung in dem Kanal verhindert.
In dem Kanal legen sich außerdem die Kratzerelemente auf den Kratzerboden 10 auf,
so daß sie bei Eintritt in den Boden der Kammer 6 die dort sich ansammelnden Steine
mitnehmen können.
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Der Hohlkörper 26 ist an die Druckseite der nicht dargestellten Putze
angeschlossen, deren Saugseite mit dem Sammelraum 14 für das aus dem Schwemmkanal
abgezogene Wasser in Verbindung steht.
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Auf der Oberseite des Hohlkörpers 26 sind schlitzförmige, gitterförmlge
oder siebartige Austrittsöffnungen für das Auftrlebswasser vorgesehen, die so gerichtet
sind, daß sich in dem Steinefangraum 6 eine nach oben durch die Bodenöffnung 4 in
den Schwemmkanal gerichtete Auftriebs strömung ergibt, welche so eingestellt ist,
daß sie das Absinken der Steine nicht behindert, jedoch die Rüben oder dgl. Früchte
an einem Absinken durch die Bodenöffnung 4 zuverlässig hindert und die Rüben im
Schwebezustand im Wasser hält, so daß sie durch das Schwemmwasser über den Steinefänger
hinweggeschwemmt werden. Im dargestellten Beispiel sind siebartige Öffnunil; 26a
für den Austritt des Auftriebswassers in dem Hohlkörper 26 vorgesehen, so daß sich
die Strahlen 27 gleichmäßig über den Querschnitt des Steinefangraumes verteilen
können. Stattdessen oder zusätzlich kann auch eine Kammer 26a für das Auftriebswasser
unterhalb des Eratzerbodens 10 vorgesehen sein, so daß der Kratzer wewenigstens
teilweise von dem Auftriebswasser durchströmt wird, so daß Blatter oder dgl. Fremdstoffe,
die von den Säuberungsfingern mit durch den Kanal 25 gezogen worden sind, spätestens
im Steinefangraum mit dem Auttriebswasser wieder nach oben in den Schwerninkanal
geschwemmt werden. Die Strömung dieses Zusatzwassers ist bei 28 angedeutet.
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Die Erfahrung zeigt, daß normalerweise die Steine kleineren oder mittleren
Durchmessers sind daß aber auch ab und zu sehr große Steine und auch andere sperrige,
feste Gegenstände in den Schwemmkanal geraten. Die Bodenöffnung 4 muß also ausreichend
groß bemessen sein, um auch den größeren Gegenständen den Durchtritt in den Steinefangraum
zu ermöglichen. Eine große Öffnung erschwert aber die Ausbildung der gewünschten
Auftriebsströmung.
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Um hier Abhilfe zu schaffen, ist in dem dargestellten Beispiel im
Bereich der Bodenöffnung 4 ein Verdrängungskörper 29 angeordnet, der im dargestellten
Beispiel etwa zentrisch in der Bodenöffnung 4 mittels Lenker 30 gehalten wird, die
an einer Seitenwand des Steinefangraumes angelenkt sind. Zweckmäßigerweise sind
die Lenker 30 an der in Strömungsrichtung des Schwemmwassers im Schwemmkanal 1 weisenden
Begrenzungswand des Steinefangraums angeordnet. In dieser Wand ist außerdem eine
Ausnehmung vorgesehen, in welcher der Verdrängerkörper 29 im abgesenkten Zustand
vollständig aufgenommen werden kann, so daß der ganze horizontale Querschnitt. des
Fallschachtes und des Steinefangraumes für den Durchtritt sperriger Gegenstände
zur Verfügung steht. Der Verdrängerkörper 29 ist zweckmäßigerweise als Schwimmer
ausgebildet derart, daß er normalerweise in der in Fig. 1 gezeigten Stellung gehalten
wird und nur durch sperre gere, schwere Gegenstände aus dieser Stellung nach unten
gedrückt werden kann. Durch die Anordnung des Verdrängerkörpers 29 ist der Durchtrittsquerschnitt
der Bodenöffnung 4 normalerweise wesentlich eingeschränkt, so daß auf einfache Weise
die
gewüns cht e Auftriebs strömung aufre chtgehalt en werden kann.
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Dennoch können große Gegenstände ohne Störung in den Steinefangraumreintreten,
sofern sie schwer genug sind, um den Verdrängerkörper 29 nach unten zu drücken.
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Aufgrund der bisher beschriebenen Anordnung werden Rüben oder dgl.
Hackfrüchte zusammen mit Steinen oder dgl. Fremdkörpern in dem Schwemmkanal 1 entsprechend
dem Pfeil 22 weitertransportiert. Dabei haben bereits die schwereren Gegenstände
die Tendenz, nahe dem Boden 3 des Schwemmkanals weiterzuwandern, so daß sie bei
Auftreffen auf den sich absenkenden Teil 3b des Schweminkanalbodens die Tendenz
haben, nach unten zu sinken, so daß sie zuverlässig in die Bodenöffnung 4 eintreten
und in den Steinefangraum herabsinken können. Mit herabgesunkene Rüben oder dgl.
leichtere Stoffe werden mit Hilfe des Auftriebswassers aus der Absenkung 3b über
die Schwelle 3c in den Schwemmkanal wieder angehoben, während die Schwelle 3c das
Aufsteigen der schwereren Steine weitgehend zuverlässig verhindert. Hinter der Schwelle
3c werden die Rüben entsprechend dem Pfeil 23 durch das Schwemmwasser weiter fortgetragen.
Die Schwemmwassermenge hat sich nicht geändert, da der durch den Stabrost 7 hindurch
abgezogene Teil des Schwemmwassers durch die Sieböffnungen 26a als Auftriebswasser
dem Schwemmkanal wieder zugeführt wird.' Die Stäbe 7 des Stabrostes weisen zweckmäßigerweise
einen in Strömungsrichtung der Pfeile 15 abnehmenden Querschnitt auf,
so
daß sich die Durchtrittsöffnungen für das abgezogene Schwemmwasser in Richtung dieser
Pfeile-erweitert. Der engste Querschnitt des Stabrostes liegt also im wesentlichen
in der Ebene'-der Schwemmkanalwand. Im dargestellten Beispiel weisen die Stäbe einen
halbzylindrischen Querschnitt auf. Um zu verhindern, daß die in Strömungsrichtung
weisenden Kanten der Flachseite der Stäbe die Rüben oder dgl. beschädigen, sind
die Stabe zweckmäßigerweise um ihre Längsachse geringfügig gedreht, so daß die Flachseite
mit der Strömungsrichtung und der Längsseite des Schweminkanals einen spitzen Winkel
bildet, wobei jeweils die der Strömungsrichtung entgegenweisende Kante der Stäbe
im Schatten der in Strömungsrichtung weisenden Kante des voranliegenden Stabes zu
liegen kommt, wie dies deutlich Fig. 8 veranschaulicht. Hierbei sind die Flachseiten
mit 69, die halbzylindrischen Umfangsflächen mit 67, der engste Durchtrittsquerschnitt
des Rostes mit 68, die Kratzerelemente'mit 65, die zur Strömungsrichtung 71 parallele
Seitenwand des Schwemmkanals mit 72 und der spitze Winkel mit 70 bezeichnet.
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Um das Auftriebswasser möglichst frei von Störungen durch den Raum
zu halten, durch den aus dem Steinefangraum die Steine mit Hilfe des Kratzerförderers
ausgetragen werden, wird der Steinefangraum im dargestellten Beispiel nach Fig.
1 gegen die Austragskammer durch ein flexibles oder schwenkbares Sperr- oder Schrzenelement
31 abgeschirmt, das bis nahe an die Führungsschiene 13 für den Kratzerförderer ragt
und lediglich den für
den Durchtritt der Kratzerelemente erforderlichen
Abstand vom Kratzerboden 10 aufweist. Normalerweise verbleibt das Schürzenelement
31 in der in Fig. 1 gezeigten Stellung, so daß sich selbst bei Änderung des Wasserstandes
la im Schwemmkanal zwischen den außerhalb des Schwemmkanals liegenden Räumen und
dem Steinefangraum keine nennenswerte Strömung ausbilden kann, welche die Strömung
des Auftriebswassers störend beeinflussen könnte. Bei Auftreten größerer, sperriger
Gegenstände, die durch den Kratzerförderer ausgetragen werden, kann das Schürzenelement
31 entsprechend dem Pfeil 31a elastisch ausbiegen oder um die Schwenkachse 32 ausschwenken.
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Aus dem gleichen Grunde sollte das Volumen in dem Austragsbereich
des Kratzerförderers möglichst klein in. Auf der anderen Seite müssen auch sperrige
Gegenstände durch diesen Raum nach draußen befördert werden können. Um dieser Tatsache
Rechnung zu tragen, ist die Decke des Austragsraumes als ein schwenkbares Deckenelement
33 ausgebildet, das zweckmäßigerweise noch mit Dichtleisten 34 an den Seitenwänden
des Austragsraumes anliegt. Die Deckenwand 33 ist durch ihr Eigengewicht oder durch
andere Maßnahmen so vorgespannt, daß sie den Austragsraum möglichst klein hält.
Nur bei Auftreten größerer oder sperriger Gegenstände wird die Deckenwand vorübergehend
nach oben verdrängt. Auch durch diese Maßnahme wird verhindert, daß tc.svärkere
Ausgleichsströmungen bei Änderung des Wasserstandes la i Schwemmkanal zwischen Steinefangraumund
Austr,agskammer
ergeben. Zur elastischen Vorspannung des Wandelementes
33, das entsprechend dem Pfeil 33a um die Achse 32 verschwenken kann, kann der Raum
35 hinter dem Deckenelement 33 auch mit elastischen Körpern, z.B. ballartigen Blasen,
ausgefüllt sein.
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Während bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3 die Stäbe 7
des Stabrostes senkrecht zur Strömungsrichtung und etwa lotrecht verlaufen, können
die Stäbe auch parallel zur Strömungsrichtung angeordnet sein. Ein Beispiel hierfür
zeigt Fig. 4.
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Im dargestellten Beispiel weist der Schwemmkanal einen Knick auf und
bildet damit Abschnitte 4Oa,Ob und 40c. In dem schrägverlaufenden Abschnitt 40b
ist an der einen Seitenwand des Schwemmkanals ein Stabrost 42 vorgesehen, dessen
Stäbe in Längsrichtung des Schwemmkanals verlaufen. Zweckmäßigerweise wird dabei
der Stabrost gegenüber der Strömung 41 Im Schwemmkanalabschnitt 40a unter einem
spitzen Winkel 43 angestellt, was einerseits die Anströmung des Stabrostes erleichtert
und andererseits das Abstreifen der Feststoffe von Säuberungsfingern 45 eines Säuberungsschlittens
144 erleichtert. Dieser Schlitten 44 ist mit Hilfe eines hydraulischen Stößels 46
auf der Rückseite des Stabrostes 42 durch die Kolbenstange 47 verschiebbar, wobei
die Säuberungsfinger 45 durch den Stabrost in den Schweminkanal ragen. Die Säuberungsfinger
führen hierbei eine hin- und hergehende Säuberungsbewegung aus. Dadurch wird der
Stabrost zuverlässig abgereinigt, wobei die von den Fingern mitgenommenen Feststoffe
durch die schräge Anströmung des Schwemmwassers
von den Fingern
abgehoben werden. Das durch den Rost tretende Wasser wird in der Sammelkammer 48
gesammelt und bei 49 durch die Saugseite der nicht dargestellten Pumpe für das Auftriebswasser
abgesaugt.
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Die Verwendung eines Druckmittelstößels für den hin- und hergehenden
Antrieb der Säuberungsfinger kann selbstverständlich auch bei lotrecht angeordnetem
Stabrost verwendet werden, wie dies schematisch bei 5a angedeutet ist. Hier begrenzt
der Stabrost 51a auf einer Seite den Schwemmkanal 50a und trennt diesen von der
Sammelkammer 52a für das abgesaugte Wasser, in welcher Rammer ein Schlitten für
die Säuberungsfinger 54a mit Hilfe des Druckmittelstößeis 53a auf- und abbewegt
wird.
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Bei starkem Auftriebswasserbedarf oder kleiner Höhe des Schwemmkanals
können auch auf beiden Seiten des Schwemmkanals St ab roste angeordnet sein, hinter
denen Sammelkammern liegen. Ein Beispiel hierfür zeigt Fig. 5b. Bei diesem Beispiel
sind im Schwemmkanal 5Ob sich gegenüberliegend im Bereich der Seitenwände Stabroste
51D vorgesehen, hinter denen Sammelkammern 52b angeordnet sind.
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Die Reinigung erfolgt in diesem Beispiel durch eine gemeinsame Sauberungseinrichtung,
die als endlos angetriebenes Säuberungsband in Form einer Schleife den Schwemmkanal
umgibt und mit 53b bezeichnet ist. Dieses Element ist so geführt, daß die Säuberungsfinger
54b auf der einen Seite des Schwemmkanals entlang des Stabrostes von oben nach unten
und auf der anderen Seite von
unten nach oben geführt werden und
dabei beide St ab roste zuver-.
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essig abreinigen. In diesem Falle kann das Säuberungselement gleichzeitig
auch als Austragsförderer, z.B. in Form eines 3ecerförderers, ausgebildet sein,
wobei die Säuberungsfinger 54b direkt an den Becherelementen der Förderketten angeordnet
sein können.
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Bei dem Beispiel nach Fig. 5c ist die Anordnung ähnlich wie bei dem
Beispiel nach Fig. 5a wobei jedoch dem einen Stabrost 51c, der nur auf einer Seite
des Schwemmkanals 50c angeordnet ist, ein endlos umlaufendes Säuberungselement 53c
indem Sammelraum 52c zugeordnet ist, dessen Säuberungsfinger 54c den Rost 51c entweder
von unten nach oben oder von oben nach unten abreiniger Die Re inigungs finger brauchen
im Falle ihrer Zuordnung zu dem Austragsförderer selbstverständlich nicht unbedingt
an den Förderelementen des Austragsförderers vorgesehen zu sein. Sie können vielmehr
gesondert an den Ketten oder dgl. Zugelementen des Austragsförderers angebracht
sein.
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Auch brauchen die Austragsförderer nicht, wie in den Beispielen dargestellt,
zur Ebene des Stabrostes senkrecht zu verlaufen.
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Sie können, wie oben schon erwähnt, elastisch abklappbar sein, so
daß sie bei Übersteigen eines vorbestimmten Widerstandes ausweichen können, was
insbesondere das Abstreifen der vom Rost mitgenommenen Feststoffe erleichtert, oder
aber sie können in
betimmter Richtung gekrümmt oder schräg angeordnet
sein, wofür die Fig. 6 und 7 Beispiele geben.
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wi0. 6 nimmt Bezug auf eine Anordnung ähnlich der nach Fig. 4 mit
schräg zur Strömungsrichtung verlaufenden Stäben 55, wobei mit A die Längsachse
des Schwemmkanals und mit 57 die Strömung im Schwemmkanal wiedergegeben sind. Bei
58 tritt das Wasser in den hinter dem Stabrost 55 angeordneten Sammelraum, während
mit 56a basf. 56b zwei Möglichkeiten für die Ausbildung der Säuberungsfinger wiedergegeben
sind. Die Säuberungsfinger sind hinter dem Stabrost gemäß den Pfeilen 59 hin- und
herbewegbar, wobei der Säuberungsfinger 56a in Strömungsrichtung 57 abgekrümmt und
der Säuberungsfinger 56b in Strömungsrichtung geneigt ist, wodurch sich das Abheben
der durch die Säuberungsfinger mitgenoinmenen Verunreinigungen mit Hilfe der Strömung
57 wesentlich erleichtert und der Widerstand beim Rückfahren der Finger in die husgangsstellung-verringert.
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ei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 wird Bezug genommen auf eine
senkrechte Anordnung der Stäbe 60 des Stabrostes, also entprechend etwa den Beispielen
nach Fig. 1,5a und 5c. In Fig. 7 ist rechts von den Stäben 60 der Schwemmkanal und
links von den täben die Sammelkammer gedacht. Die Säuberungsfinger 62a und 62b bewegen
sich stets in der gleichen Richtung 63 entlang der Stäbe EG. lt 6 ist die Strömungsrichtung
des aus dem Schwemmkanal abgezogenen Wassers wiedergegeben. In diesem Falle wird
das
Abstreifen der Fremdstoffe von den Säuberungsfingern am Ende
des Stabrostes durch eine entgegen der Bewegungsrichtung verlaufende Krümmung gemäß
62b oder Neigung gemäß 62a der Finger erleichtert.
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Bei Verwendung eines Druckmittelstößels für den hin- und hergehenden
Antrieb der Säuberungsfinger kann insbesondere bei niedrig gehaltenem Wasserstand
in der Schwemmrinne die Sammelkammer mit ihrem Boden tiefer liegen als die Schwemmrinne
und sich bis unter die Schwemmrinne erstrecken, wobei dann der Boden der Schwemmrinne
allein oder zusätzlich mit einem Stabrost ausgerüstet wird