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Schaltanlage für Scheibenwischer von Kraftfahrzeuen Die Erfindung
betrifft eine Schaltanlage für Scheibenwischer von Brennkraftmaschinen mit einer
Gleichspannungsversorgung, mit einem Wischermotor für den Antrieb von Wischblättern
und einem Antrieb für eine Spülerpumpe, mit einem astabilen, mit zwei Transistoren
arbeitenden Multivibrator, mit einem Wischerrelais,
dessen Erregerwicklung
über die dazu in Reihe liegende Schaltstrecke eines Transistors an Spannung liegt
und dessen Arbeitskontakt im Stromkreis des Wischermotors liegt, mit eie Wischerschalter
zur Betätigung des Vischermotors und mit Spülerschalter zur Betätigung der Spülerpumpe
und des Wischermotors, in dem beide Schalter an einer von zwei Versorgungsleitungen
der Schaltanlage angeschlossen sind.
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Bei Schaltanlagen dieser Art wird bei regennasser Scheibe des Kraftfahrzeuges
der Wischermotor betätigt, um dem Fahrzeugfü#rer eine gute Sicht zu bewahren. Bei
verschmutzter Scheibe wird aagegen der Spülerschalter betätigt, der sowohl den Tdischermotor
als auch eine Spülerpumpe einschaltet, welche eine Spülflüssigkeit auf die zu reinigende
Scheibe spritzt.
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Der Nachteil dieser bekannten Schaltanlage besteht darin, dass Spülerpumpe
und Wischermotor durch den Spülerschalter gleichzeitig eingeschaltet und ausgeschaltet
werden, wodurch die Scheibe beim Wischbeginn unter Umständen noch trocken ist und
beim Wischende noch nicht sauber und trocken genug ist, um eine einwandfreie Sicht
zu gewährleisten. 3asTrockenviscnen führt bei leicht zu einem Zerkratzen der Wischgunmis
und nach dem Abschalten der Spülerpuinpe muss zur vollständigen Reinigw#g der r
Scheibe der Wischermotor durch nachträgliche Betätigung des Wischerschalters nochmals
für eine bestimmte Zeit eingeschal##t werden. Bei all diesen Arbeitsgängen wird
die Aufnerksa-seit des Fahrzeugführers in gefährlicher Weise vom Strassenverken
abgelenkt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für einen Scheibenwischer
mit einer Spülerpumpe eine Schaltanlage zu entwickeln die bei Betätigung des Spülerschalters
den Wischermotor mit einer zeitlichen Verzögerung gegenüber der Spülerpumpe einschaltet
und ausschaltet.
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Dies wird bei einer Schaltanlage der eingangs erwähnten Art erfindungsgerffla'ss
dadurch erreicht, dass der Spülerschalter m einem Anschluss über einen Widerstand
und einem dazu in Reihe liegenden Kondensator mit der anderen Versorgungsleitung
verbunden und der Kondensator über einen Weiteren ffiderstand an die Steuerstrecke
des mit der Erregerwicklung des Wischerrelais in Reihe liegenden Transistors angeschlossen
ist.
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Durch diese Anordnung ist ein sog. RC-Glied geschaffen, welches beim
Betätigen des Spülerschalters an die Versorgungsspannung gelegt wird und das zur
Einschaltverzögerung des Wischermotors dient, in dem die mit zunehmender Ladung
des Kondensators ansteigende Kondensatorspannung den Transistor im Erregerstromkreis
des Wischerrelais erst nach einer bestimmten Zeitspanne in den stromleitenden Zustand
steuert. Nach dem Ausschalten des Spülerschalters bildet der Kondensator mit dem
anderen Widerstand ein weiteres RC-Glied, wobei sich der aufgeladene Kondensator
über diesen zweiten Widerstand und über die Steuerstrecke des vorerwähnten Transistors
entladen können. Dieses RC-Glied ist so bemessen, dass erst nach einer bestimmten
zeitlichen Verzögerung die Steuerspannung des Transistors soweit absirikt, dass
dieser in den Sperrzustand gelangt und damit das Wischerrelais und den Wischermotor
abschaltet.
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Einzelheiten der Erfindung sind an einem in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 die erfindungsgemässe Schaltanlage
in einem Blockschaltbild, Fig. 2 die gleiche Schaltanlage mit einem umschaltbaren
Intervall schalter und daran angeschlossenem Wischermotor, Wischerschalter und Spülerschalter
und Fig. 3 zeigt den Schalturgsaufbau des Intervallschalters aus Fig. 2.
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Das in Fig. 1 dargestellte Blockschaltbild für eine Scheibenwischer-Wascher-Anlage
eines Kraftfahrzeuges ist mit einem Wischerschalter 10 und einem Spülerschalter
11 zur wahlweisen Betätigung der Anlage ausgerüstet. Von dem Scheibenwischer ist
lediglich der Wischermotor 12 und von der Spülerpumpe der Spülermotor 13 dargestellt.
Der Wischermotor 12 kann mit zwei verschiedenen Geschwindigkeiten betrieben werden.
Zu diesen Zweck sind zwei Wischerrelais 14 und 15 vorgesehen, die jeweils über eine
Verbindung 16 bzw. 17 am Wischermotor 12 angeschlossen sind. Der Wischerschalter
10 hat eine Ausschaltstellung sowie drei Einschaltstellungen, und zwar je eine für
langsamen Dauerbetrieb, für schnellen Dauerbetrieb und für Intervallbetrieb.
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Uber eine- Verbindung 18 ist der Wischerschalter 10 mit einem elektronischen
Schaltelement 19 und dieses über eine weitere Verbindung 20 mit dem Eingang eines
astabilen Multivibrators 21 verbunden. Das Wischerrelais 14 für den langsamen Dauerbetrieb
des Wischermotors 12 ist über eine Verbindung 22 am Ausgang des astabilen Multivibrators
21 angeschlossen. Der Wischerschalter 10 ist ferner über eine Verbindung 23 direkt
mit dem astabilen Nultivibrator 21 sowie über eine weitere Verbindung 24 direkt
mit dem Wischerrelais 15 für den schnellen Dauerbetrieb des Wischermotors 12 verbunden.
Der Spülerschalter 11 hat eine Aus schalt- und eine Einschaltstellung. In der Einschaltstellung
ist der Spülermotor 13 über eine Verbindung 25 direkt am Spülerschalter 11 angeschlossen.
Eine weitere Verbindung 26 führt vom Spülerschalter 11 zum elektronischen Schaltelement
19 und eine dritte Verbindung 27 führt vom Spülerschalter 11 auf ein RC-Glied 28
und von dort über eine Verbindung 29 zum astabilen Multivibrator 21.
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Die Funktion dieser Schaltanlage ist derart, dass bei regennasser
Fahrzeugscheibe der Wischerschalter 10 in seine Schalt erstellung für langsamen
Dauerbetrieb gebracht wird. In dieser Stellung -geht ein Signal über die Verbindung
23 in den astabilen Nultivibrator,
und löst an seinem Ausgang ein
Dauersignal aus, welches über die Verbindung 22 das Wischerrelais 14 erregt und
damit über die Verbindung 16 den Wischermotor 12 einschaltet. Der Wischermotor ist
mit den nicht dargestellten Wischblättern über ein Getriebe gekuppelt. -Bei kleiner
Drehzahl werden nun die Wischblätter mit mässiger Geschwindigkeit über die Fahrzeugscheibe
hin-und herbewegt.
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Bei starken Regenfällen oder beispielsweise bei stark verschmutzender
Scheibe durch voranfahrende Fahrzeuge wird der Wischerschalter in seine zweite Schalt
stellung für schnellen Dauerbetrieb geschaltet. Nun geht ein Schaltsignal über die
Verbindung 24 direkt auf die Erregerwicklung des Wischerrelais 15 und der Wischermotor
12 wird über die Verbindung 17 mit hoher Drehzahl angetrieben. Gleichzeitig wird
dabei das zuvor auf der Verbindung 23 geführte Signal vom Wischerschalter 10 wieder
gelöscht. Die Wischblätter werden nun mit hoher Geschwindigkeit über die Fahrzeugscheibe
hin- und herbewegt.
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Wird die Fahrzeug scheibe nur durch Sprühregen, Nebel oder durch vorausfahrende
Fahrzeuge nur in geringem Masse besprüht, so wird zur Vermeidung eines starken Abriebes
der Wischblätter der Wischerschalter in seine dritte Schaltstellung für den Intervallbetrieb
gebracht. In dieser Stellung geht ein Schaltsignal über die Verbindung 18 zu dem
elektronischen Schaltelement 19, dessen Schaltstrecke über die Verbindung 20 am
Eingang des astabilen Multivibrators 21 angeschlossen ist. Die Steuerstrecke dieses
Schaltelementes 19 ist über die Verbindung 26 mit dem einen Anschluss des Spülerschalters
11 derart verbunden, dass bei geöffnetem Spülerschalter die Schaltstrecke des Schaltelementes
19 stromleitend und bei geschlossenem Spülerschalter gesperrt ist. Beim Intervallbetrieb
ist folglich die Schaltstrecke des Schaltelementes 19 stromleitend und das Signal
wird
über die Verbindung 20 dem Eingang des astabilen jNultivibrators 21 zugeführt. Am
Ausgang des Nultivibrators 21 treten daher mit zeitlichem Abstand Impulse auf, die
über die Verbirdung 22 das Wischerrelais 14 jeweils kurzzeitig erregen irnd den
Wischermotor 12 über die Verbindung 16 einschalten. über einen in Fig. 2 dargestellten
Endschalter 30 wird nach dem Anlauf des Wischermotors 12 dessen Spannungsversorgung
solange aufrechterhalten, bis die Scheibenwischer in ihre Endstellung geschwenkt
sind und der Endschalter 30 erneut in seine Ausgangslage gelangt ist. Beim Einschalten
des Intervallbetriebes werden selbstverständlich die zuvor auf den Verbindungen
23 und 24 geführten Signale vom Wischerschalter 10 gelöscht.
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Bei trockener, verschzutzter Fahrzeugscheibe wird der Spülerschalter
11 geschlossen und damit über die Verbindung 25 er Spülermotor 13 zum Antrieb der
nicht dargestellten Spülerpumpe eingeschaltet. Gleichzeitig wird üDer die Verbindung
26 ein Signal dem elektronischen Schaltelement 19 zugeführt, welches nunmehr in
den Sperrzustand uir##eschaltet wird und daher den astabilen Multivibrator 21 eingangsseitig
abschaltet. Ferner gelangt über die Verbindung 27 ein Signal in das RC-Glied 28
an dessen Ausgang eine allmählich ansteigende, vom Ladezustand des Kondensators
abhängige Steuerspannung auftritt. Diese Span nung wird über die Verbindung 29 dem
astabilen Irultivibrator 21 zugeführt, der - wie zu Fig. 3 später näher erläutert
wird -beim Erreichen einer bestimmten Spannung am Ausgang des RC-Gliedes 29 ein
Ausgangssignal abgibt, welches über die Verbindung 22 das Wischerrelais 14 erregt.
Auf diese Weise wird der ..tischermotor 12 mit einer zeitlichen Verzögerung von
ca. 1 Sekunde gegenüber dem Spülermotor 13 über die Verbindung 16 eingeschaltet.
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Sobald nun die Fahrzeugscheibe gereinigt ist, wird der Spülerschalter
11 ausgeschaltet und damit der Spülermotor
13 stillgesetzt. Das
Schaltelement 19 gelangt verzögert in den stromleitenden Zustand und gibt dann den
Eingang des astabilen Nultivibrators 21 wieder frei. Der Kondensator des RC-G;iedes
28 entlädt sich nunmehr allmählich über die Verbindung 29. Dadurch fällt die Spannung
am Kondensator langsam ab, so dass bei einem bestimmten Spannungswert das Signal
am Ausgang des astabilen Hultivibrators 21 wieder verlöscht. Das Wischerrelais 14
wird nun nicht mehr erregt und der Wischerinotor 12 wird beim Erreichen einer Endstellung
der Wischblätter mit einer zeitlichen Verzögerung von ca. 4 Sekunden gegenüber dem
Spülmotor 13 abgestellt-.
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In Fig. 2 ist ein unschaltbarer Intervallschalter 31 symbolisch dargestellt
und mit seinen Eingangsklemmen am Wischerschalter 10 sowie am Spülerschalter 11
angeschlossen. Der Wischermotor 12 ist gemeinsam mit seinem Endschalter 30 an den
Ausgangsklemmen des Intervallschalters 31 angeschlossen. Der Aufbau des Intervallschalters
ist in Fig. 3 dargestellt, er umfasst im wesentlichen das elektronische Schaltelement
19, den astabilen Multi- -vibrator 21, das RC-Glied 28 sowie die beiden Wischerrelais
14 und 15. Die Schaltanlage ist über Versorgungsleitungen in Form einer Zuleitung
32 und einer Nasseleitung 33 an einem --Gleichspannungsnetz des Kraftfahrzeuges
angeschlossen. Das Pluspotential der Gleichispannung gelangt über die Zuleitung
32 sowohl zum Wischerschalter 10 als auch zum Spülerschalter 11. Der Wischerschalter
besteht aus einem Schliesserkontakt 10a mit einem nachgeschalteten Drei-Stellungs-Kontakt
10b. Der Spülerschalter 11 hat zwei nebeneinander liegende abgehende Anschlüsse
lla und leib, die bei ausgeschaltetem Spülerschalter 11 nicht miteinander verbunden
sind, dagegen bei eingeschaltetem spsiler schalter 11 beide mit der Zuleitung 32
verbunden werden. Der Intervall schalter 31 hat fünf Eingangsklemmen, von denen
die Klemme 34 mit dem Anschluss lla des Spülerschalters 11 verbunden
ist.
Die Klemme 36- ist mit dem ersten Anschluss des Drei-Stellungs-Kontaktes 10b, die
Klemme 35 mit dem zweiten Anschluss und die Klemme 38 mit dem dritten Anschluss
verbunden. Die Klemme 37 ist mit der Masseleitung 33 und die Klemme 39 mit der Zuleitung
32 verbunden. Auf der Ausgangsseite des Intervallschalters 31 sind fünf Anschlussklemmen
angeordnet.
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Davon ist die Anschlussklemme 40 mit einem Anschluss 30a des Endschalters,
die Klemme 4-1 mit einem anderen Anschluss 30b des Endschalters verbunden. Die Klemme
42 ist sowohl mit einem Anschluss des Wischermotors 12 als auch mit einem weiteren
Anschluss 30c des Endschalters 30 verbunden. Die beiden Klemmen 43 und 44 sind jeweils
mit einem weiteren Anschluss des Wischermotors 12 verbunden.
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Der Aufbau des Intervall schalters 31 ist in Fig. 3 dargestellt.
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Er besteht im wesentlichen aus einem astabilen Nultivibrator, der
aus zwei npn-Transistoren 50 und 51 aufgebaut ist, welche emitterseitig über die
Klemme 37 mit der Masseleitung verbunden sind. Der Kollektor des Transistors 50
ist über die Erregerwicklung 14a des Wischerrelais 14 und über die Klemme 39 mit
der Zuleitung verbunden. Parallel zur Erregerwicklung 14a liegt ein Kondensator
52. Die Basis des Transistors 50 ist über einen Widerstand 53 mit der Klemme 36
verbunden, welche in der ersten Schaltstellung des Wischerschalters 10-an Spannung
liegt.
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Ferner liegt die Basis des Transistors 50 über eine Diode 54 und einen
Kondensator 55 am Kollektor des anderen Transistors 51 und dessen Basis liegt über
einen weiteren Kondensator 56 und einen dazu in Reihe geschalteten Widerstand 57
am Kollektor des Transistors 50. Als Schaltelement im Eingang des astabilen Multivibrators
ist ein Transistor 58 verwendet, dessen Kollektor über die Klemme 38 in der dritten
Schaltstellung des Wischerschalters 10 an Spannung gelegt wird. Der Kollektor ist
über einen Widerstand 59 mit dem einen Anschluss und über einen Widerstand 60 mit
dem anderen Anschluss des Kondensators 55
verbunden, sowie über
einen dritten Widerstand 61 unmittelbar an die Basis des Transistors 51 angeschlossen.
Die Steuerstrecke des Transistors 51 ist durch einen Entstörkondensator 62 und seine
Schaltstrecke ist durch einen Widerstand 63 und einem dazu in Reihe geschalteten
Ruhekontakt 14b des Wischerrelais 14 überbrückt.
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Die Klemme 40 des Intervallschalters 31 ist unmittelbar mit der Klemme
39 verbunden und führt das Pluspotential der Zuleitung 32. Die am Wischermotor 12
anzuschliessende Klemme 43 ist über einen Arbeitskontakt 14c des Wischerrelais 14
mit dem Pluspotential zu verbinden. Sie ist bei ausgeschaltetem Wischerrelais 14
über einen Ruhekontakt 14d und eine Verbindungsleitung 64 mit einem Ruhekontakt
15d des Wischerrelais 15 verbunden, der an die Klemme 41 des Intervallschalters
angeschlossen ist.
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Die Erregerwicklung 15a dieses Wischerrelais 15 ist einmal mit der
Masseleitung 33 verbunden und ist ferner über eine Verbindungsleitung 65 an die
Klemme 35 angeschlossen, welche in der zweiten Schaltstellung des Wischerschalters
10 an Spannung liegt. Ein Arbeitskontakt 15c ist mit der Ausgangsklemme 44 verbunden
und bei eingeschaltetem Wischerrelais 15 über eine Verbindungsleitung 66 am Pluspotential
der Zuleitung 32 angeschlossen.
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Um beim Betätigen des Spülerschalters 11 den Wischermotor 12 gegenüber
dem Spülermotor 13 mit einer zeitlichen Verzögerung beim Spülbeginn einschalten
bzw. beim Spülende ausschalten zu können, ist die mit dem Anschluss lla des Spülerschalters
1-1 verbundene Klemme 34 des Intervallschalters 31 über einen Widerstand 67 und
einen dazu in Reihe liegenden Kondensator 68 mit der Hasseleitung 33 verbunden.
Ferner ist die Verbindung zwischen dem Widerstand 67 und dem Kondensator 68 über
einen weiteren Widerstand 69 an die Basis des Transistors 50 angeschlossen.
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Zur Abschaltung des astabilen fiultivibrators während des Spülvorganges
ist
der Anschluss 11a des Spülerschalters 11 über eine Diode 70 mit der Basis des Transistors
58 verbunden, die anodc:qseitig an der Klemme 34 des Intervallschalters 31 angeschlossen
ist. Die Basis des Transistors 58 ist ferner über einen ~liderstan? 71 mit der Hasseleitung
33 verbunden, um bei abgeschaltetem Spülerschalter 11 den astabilen Multivibrator
funktionsbereit zu machen. Zwischen den Klemmen 34 und 37 ist schliesslich ein Entladewiderstand
72 für den Kondensator 68 angeordnet.
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Die Wirkungsweise der Schaltanlage wird nunmehr mit hilfe der Fig.
2 und 3 näher erläutert. Bei der Geschwindigkeitsstufe I des Wischermotors 12 wird
der Schaltkontakt 10a des ltisc-erschalters 10 geschlossen und der Kontakt 10b in
die erste Schalvstellung gebracht. Nunmehr gelangt das positive Potential der Zuleitung
32 über den Wischerschalter 10 auf die Klemme 36 des Intervallschalters 31 und von
dort über den Widerstand 5, zur Basis des Transistors 50. Dieser Transistor wird
nunmehr in den stromleitenden Zustand gesteuert, so dass ein Strom über die Klemme
39 durch die Erregerwicklung 14a des Wischerrelais 14 und die Schaltstrecke des
Transistors 50 zur Masseleitung 33 fliesst. Das Wischerrelais 14 wird nun eingeschaltet
und über den Kontakt 14c wird das positive Potential der Zuleitung 32 üDe; die Klemme
43 an den Wicklungsanschluss 12a für die.langsame Geschwindigkeit des Wischermotors
12 gelegt. Der Stromkreis wird über den Wicklungsanschluss 12c und die mit der Massleitung
33 verbundene Klemme 42 des Intervallschalters geschlossen, so dass der Wischermotor
12 nunmehr mit langsamer Geschwindigkeit läuft. Beim Ausschalten des Wischerschalters
10 wird das positive Potential an der Klemme 36 unterbrochen und damit der Transistor
50 erneut in den Sperrzustand umgeschaltet, da seine Steuerstrecke durch den Widerstand
69 und den Kondensator 68 überbrückt ist. Das Relais 14 fällt ab und der &;ischernotor
12 läuft nun selbsttätig bis zur Endstellung der Wischblätter
weiter,
indem der Endschalter 30 über dem mit der Klemme 40 verbundenen Anschluss 30a das
positive Potential der Zuleitung 32 über den Anschluss 30b# die Klemme 41, den Ruhekontakt
15d des Wischerrelais 15, die Leitung 6Zl, den Ruhekontakt 14d des Wischerrelais
14 zur Klemme 43 und damit zum Wicklungsanschluss 12a aufrechterhält. Erst in der
Endstellung der Wischblätter unterbricht der Endschalter am Anschluss 30a diese
Verbindung und der Wischermotor 12 wird nunmehr stillgesetzt.
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In der Geschwindigkeitsstufe II ist der Schaltkontakt 10a des Wischerschalters
10 weiterhin geschlossen und der Schaltkontakt 10b in seine zweite Stellung gebracht.
Jetzt gelangt das positive Potential der Zuleitung 32 über den Wischerschalter 10
auf die Klemme 35 des Intervallschalters 31 und von dort über die Verbindungsleitung
65 zur Erregerwicklung 15a des zweiten Wischerrelais 15. Der Stromkreis wird über
die Masseleitung 33 und die damit verbundene Klemme 37 geschlossen. Das Wischerrelais
15 wird nun eingeschaltet und das positive Potential der Zuleitung 32 gelangt über
die Verbindungsleitung 66 und den Arbeitskontakt 15c des Wischerrelais 15 über die
Klemme 44 auf den Wicklungsanschluss 12b für die hohe Geschwindigkeit des Wischermotors.
Der Stromkreis wird nun ebenfalls über den Wicklungsanschluss 12c und die Klemme
42 des Intervallschalters geschlossen, so dass nunmehr der #ischermotor 12 mit erhöhter
Geschwindigkeit arbeitet. Beim Abschalten des ziischerschalters 10 wird das positive
Potential an der Klemme 35 abgeschaltet, das #ischerrelais 15 fällt ab und der Wischermotor
12 läuft nunmehr mit der Geschwindigkeitsstufe I bis in die Endstellung der Wischblätter.
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Beim Intervallbetrieb ist der Schaltkontakt 10a des Wischerschalters
10 ebenfalls geschlossen und der Schaltkontakt 10b in Stellung III geschaltet. Nunmehr
gelangt das positive Potential der Zuleitung 32 über den Wischerschalter auf die
Klemme 38
des Intervallschalters. Der emitterseitig mit der Klemme
38 verbundene Transistor 58 ist mit seiner Basis über den Widerstand 71 auf Massepotential
gelegt, so dass er nunmehr unverzüglich in den stromleitenden Zustand gelangt und
somit das positive Potential auf den Eingang des astabilen Hultivibrators -schaltet.
Der Kondensator 56 des astabilen Multivibrators ist über die Erregerwicklung 14a
und den Widerstand 57 aufgeladen. Das positive Potential am Eingang des astabilen
Multivibrators gelangt jetzt über den Widerstand 60 und die Diode 54 zur Basis des
Transistors 50 und schaltet diesen unverzüglich in den stromleitenden Zustand. Dadurch
wird die Erregerwicklung 14a an Spannung gelegt und das Wischerrelais 14 wird eingeschaltet.
Gleichzeitig wird der Kondensator 56 über die Schaltstrecke des Transistors 50 einseitig
auf Masse gelegt und damit wird das Potential an der Basis des anderen Transistors
51 sprungartig-negativ. Der Transistor 51 bleibt daher gesperrt.
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Der Kondensator 55 lädt sich nun über den Widerstand 59 auf und der
Kondensator 56 wird nun über den Widerstand 61 umgeladen, so dass nach kurzer Zeit
das Potential an der Basis des Transistors 51 positiv wird und diesen in den stromleitenden
Zustand umsteuert. Dadurch wird nunmehr der Kondensator 55 einseitig auf Masse gelegt
und der damit an der Basis des Transistors 50 erfolgende negative Potentialsprung
sperrt nunmehr die Schaltstrecke des Transistors 50. Das Wischerrelais 14 fällt
ab und der Wischermotor 12 wird durch den Endschalter 30 bis zur Endstellung der
Wischblätter weiterhin an Spannung gelegt. Um zu verhindern, dass während dieser
Zeit der astabile Multivibrator durch Störspannungen auf den Versorgungsleitungen
Fehl schaltungen auslöst, ist die Schaltstrecke des Transistors 51 bei ausgeschalteten
Wischerrelais 14 über den Ruhekontakt 14b und den Widerstand 63 überbrückt.
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Durch eine geeignete Dimensionierung des astabilen Multivibrators
können die Zeitintervalle für die Ein- und Ausschaltung des
Wischerrelais
14 genau festgelegt werden. Ferner lassen sich die Wischintervalle des Wischermotors
12 in beliebigen Grenzen verändern, indem der Widerstand 59 als Stellwiderstand
ausgebildet wird. Der stabile flultivibrator schwingt solange, wie das positive
Potential der Versorgungsleitung 32 über den Wischerschalter 10 auf die Klemme 38
und von dort über den Transistor 58 zum Eingang des astabilen flultivibrators gelangt.
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Beim Abschalten des Wischerschalters 10 wird dieses Potential unterbrochen
und die Transistoren 50 und 51 gelangen in den Sperrzustand. Der Wischermotor 12
wird jedoch erst durch den Endschalter 30 in der Endstellung der Wischblätter abgeschaltet.
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Beim Waachbetrieb der Anlage wird nicht der Wischerschalter 10 betätigt,
sondern der Spülerschalter 11. Damit wird das positive Potential der Zuleitung 32
über den Anschluss 11b des Spülerschalters 11 direkt am Spülermotor 13 gelegt, so
dass der Spülermotor unverzüglich anläuft. ttber den Anschluss lla gelegt das positive
Potential nunmehr auf die Klemme 34 des Intervallschalters und von dort über die
Diode 70 zur Basis des Transistors 58. Die Schaltstrecke dieses Transistors 58 und
somit der Eingang des astabilen Multivibrators ist nunmehr gesperrt.
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Gleichzeitig gelangt das positive Potential auf ein RC-Glied, welches
durch den Widerstand 67 und den Kondensator 68 gebildet wird. Der Kondensator 68
wird nunmehr allmählich aufgeladen und das sich aufbauende Potential des Kondensators
68 wird über den Widerstand 69 der Basis des Transistors 50 zugeführt. Nach einer
bestimmten Zeitverzögerung erreicht diese Spannung die Ansprechspannung des Transistors
50 und sie schaltet ihn in den stromleitenden Zustand um. Das Wischerrelais 14 wird
nunmehr eingeschaltet und der Wischermotar 12 läuft mit zeitlicher Verzögerung gegenüber
dem Spülermotor 13 an. Dieser Betrieb bleibt solange aufrechterhalten, wie der Spülerschalter
11 eingeschaltet ist. Der Kondensator 68 ist inzwischen aufgeladen und führt die
volle Versorgungsspannung. Beim Öffnen des Spülerschalters 11 wird zunächst der
Spülermotor 13 unmittelbar
abgeschaltet und das positive Potential
an der Klemme 34 des Intervallschalters 31 wird unterbrochen. Nunmehr entlädt sich
der Kondensator 68 allmählich über die Widerstän#e 67 und 72 bzw. über den Widerstand
69 und die Steuerstrecke des Transistors 50. Nach einer weiteren, ebenfalls durch
die Dimensionierung dieser Bauelemente zu bestimmenden zeitlichen Verzögerung unterschreitet
die Spannung am Kondensator 68 die Anspreclispannung des Transistors 50 und dessen
Schaltstrecke wird nunmehr gesperrt. Dadurch fällt das Wischerrelais 14 ab und cer
Wischermotor 12 läuft noch bis in die Endstellung der Wischblätter, wo er dann endgültig
durch den Endschalter 30 abgestellt wird.
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Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausfivhrung;sbeispie'
beschränkt, da sowohl der astabile Multivibrator als auch der Wischermotor und die
mit ihm verbundenen Wischerrelais einen anderen Schaltungsaufbau haben können. Erfindungswesentlich
ist dagegen die Anordnung eines vom Spülerschalter einschaltbaren RC-Gliedes, welches
in A?#hängigkeit vom Ladungszustand des Kondensators den Scheibenwischerantrieb
gegenüber dem Spülerpumpenantrieb zeitlich verzögert einschaltet bzw. aubsch tltet.
Dabei ist es für die Erfindung unerheblich, ob beispielsweise anstelle eines Spülermotors
unmittelbar eine elektrisch betriebene Henbranpuinpe oder ein anderes Antriebsaggregat
verwendet wird.