DE239256C - - Google Patents
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- DE239256C DE239256C DENDAT239256D DE239256DA DE239256C DE 239256 C DE239256 C DE 239256C DE NDAT239256 D DENDAT239256 D DE NDAT239256D DE 239256D A DE239256D A DE 239256DA DE 239256 C DE239256 C DE 239256C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23G—THREAD CUTTING; WORKING OF SCREWS, BOLT HEADS, OR NUTS, IN CONJUNCTION THEREWITH
- B23G1/00—Thread cutting; Automatic machines specially designed therefor
- B23G1/02—Thread cutting; Automatic machines specially designed therefor on an external or internal cylindrical or conical surface, e.g. on recesses
- B23G1/04—Machines with one working-spindle
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Turning (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Hervorbringung einer
Differentialbewegung zwischen zwei beweglich gelagerten Teilen einer Werkzeugmaschine.
Insbesondere soll die Vorrichtung aber bestimmt sein, eine Differentialbewegung zwischen
Werkzeug und Werkstück hervorzubringen, und ist eine solche Vorrichtung zur
Erzeugung einer Differentialbewegung zwischen
ίο Werkzeug und Werkstück auf der beiliegenden
Zeichnung in Anwendung an einer Schraubenschneidmaschine veranschaulicht.
Bekanntlich sind bei den seither bekannten Schraubenschneidmaschinen die Schneid werkzeuge
zur Bearbeitung der Stirnfläche des Schraubenbolzens in bezug auf das Werkstück
unverschiebbar gelagert, und nur das Werkstück wird gegen die Arbeitsstähle vorbewegt.
Die neue Vorrichtung verfolgt nun den Zweck, auch dem Schneidwerkzeug eine Differentialbewegung
mit Bezug zu dem Werkstückhalter zu geben. Der Werkstückhalter mit dem Werkstück wird dem Schneidwerkzeug
genähert, und gerade ehe das Ende der Schraube das Schneidwerkzeug erreicht, wird
das Schneidwerkzeug mit langsamerer Bewegung als die Vorwärtsbewegung des Werkstückhalters
zurückbewegt, so daß das Schneidwerkzeug, wenn das Ende der Schraube mit demselben in Berührung tritt, in der Rückwärtsbewegung
begriffen ist. Auf diese Weise wird der Anfangsstoß des Werkzeuges auf das Werkstück bei gleichbleibender Größe der Vorschubbewegung
des letzteren bedeutend verringert bzw. der bei der gegenseitigen Beruhrung
aufeinander ausgeübte Druck wesentlich herabgesetzt. Dadurch wird aber einerseits
eine ungünstige Beanspruchung des Werkzeuges, andererseits ein Verbiegen der Schraube bei
der einseitigen Bearbeitung der Stirnfläche des Schraubenbolzens vermieden. Außerdem wird
auch während der weiteren Bearbeitung des Werkstückes das Werkzeug in weit geringerem
Maße beansprucht werden, als wenn das Schneidwerkzeug sich in fester Stellung befände.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 und 2 die
neue Vorrichtung an einem Teil einer Schraubenschneidmaschine gezeigt. Fig. 3 ist eine
Vorderansicht einer mit der neuen Vorrichtung versehenen Schraubenschneidmaschine, und
Fig. 4 zeigt in schematischer Weise die Art der Verbindung des Werkstückes sowie des
Werkzeuges mit dem Organ zur Hervorbringung der Differentialbewegung zwischen diesen
beiden.
In den Lagerböcken M, N des Maschinengestelles A ist eine Hohlspindel H drehbar gelagert.
Die Drehung der Hohlspindel erfolgt von der angetriebenen Welle Q (Fig. 1) mittels
eines auf dieser Welle sitzenden Zahnrades und eines damit in Eingriff stehenden, auf
der Hohlspindel H befestigten kleineren Zahnrades. Verschiebbar in der Spindel H ist eine
Spindel χ angeordnet, die an dem vorderen, aus der Spindel H vorstehenden Ende das
Schneidwerkzeug K zur Bearbeitung der vorderen
Stirnfläche der Schraube trägt. Das vordere Ende des Werkzeuges wird von
einer Hülse K' umfaßt, welche den Bolzen ν während der Bearbeitung führen soll. Die
Spindel ι ist durch einen Stift 2 mit der Spindel H verbunden, der sich in einem
Schlitz 3 der Spindel verschieben kann, so daß die Spindel 1 in der Spindel H eine Längsbewegung
ausführen kann. Gegen das hintere Ende der Spindel 1 drückt eine Schraubenfeder
4, die in der Spindel ff durch eine Schraubenkappe gehalten wird. Die Feder 4 hat das
Bestreben, die Spindel 1 nach rechts in Fig. 1 zu verschieben.
An dem Maschinengestell A ist um einen Zapfen 6 drehbar ein Hebelarm 7 angeordnet,
an dessen Ende ein Zapfen 8 sitzt. Dieser Zapfen liegt in der Bahn einer Stange 9
(Fig. 2), die sich am Ende einer Hohlwelle W befindet. Auf dieser Welle ist eine Scheibe X
befestigt, in deren Umfang Reibrollen 10 sitzen, die in die Kurvennut 11 einer auf einer umlaufenden
Welle C befestigten Trommel 12 eintreten. Durch Drehung der Trommel 12 wird
also die Welle W hin und her verschoben. Auf der Welle W sitzt ferner der in Fig. 3
gezeigte Werkstückhalter V, der mit einer Anzahl von Spannfuttern zur Aufnahme der zu
bearbeitenden Schraubenkörper versehen ist. Dieser Werkstückhalter V wird in bestimmten
: Zeitabschnitten dem an dem Ende der Spindel
ι sitzenden Schneidwerkzeug K genähert. Dabei wird aber auch die an dem Ende der
Welle W sitzende Stange 9 mit dem Zapfen 8 am Ende des Hebelarmes 7 zusammentreffen,
so daß der Hebelarm 7 nach links in Fig. 1 geschwungen wird. Mit dem Hebelarm 7 ist
durch einen Gelenkzapfen 14 ein Kasten 13 verbunden, der sich auf der Hohlspindel H
verschieben läßt. Dieser Kasten ist mit einer Ausnehmung 15 versehen, deren Wände einen
mittels des Stiftes 2 auf der Spindel 1 befestigten Bund 16 umgeben. Wenn also
bei der Bewegung des Hebelarmes 7 nach links in Fig. 1 der Kasten 13 auf der Spindel
H nach links in Fig. 1 verschoben wird, so nimmt er durch den Stift 2 die in der
Spindel H gelagerte Spindel 1 mit, wobei die Feder 4 zusammengedrückt wird.
Der den Kasten 13 mit dem Hebelarm 7 verbindende Gelenkzapfen 14 befindet sich zwischen
dem Drehzapfen 6 des Hebelarmes 7 und dem Zapfen 8 an seinem Ende. Die
Stange 9 am Ende der von der Kurventrommel 12 absetzend hin und her geschobenen
Welle W kommt mit dem Zapfen 8 am Ende des Hebelarmes 7 erst dann in Berührung,
nachdem die Stange bereits einen gewissen Weg nach links in Fig. 2 zurückgelegt hat,
wobei sich der Werkstückhalter V dem Schneidwerkzeug K genähert hat. Gerade ehe das
Ende der in dem Werkstückhalter sitzenden Schraube in das Schneidwerkzeug K eintritt,
trifft das Ende der Stange 9 gegen den Zapfen 8, so daß die das Schneidwerkzeug tragende
Spindel 1 zurückbewegt wird. Infolge der Anordnung des den Hebelarm 7 mit dem
Kasten 13 verbindenden Gelenkzapfens 14 wird.
aber die Rückwärtsbewegung der von dem Kasten mitgenommenen Spindel 1 eine langsamere
sein als die Vorwärtsbewegung des auf der Welle W sitzenden Werkstückhalters F.
Das Ende der Schraube wird also von dem Schneidwerkzeug K erfaßt und bearbeitet. Da
sich jedoch das Schneidwerkzeug in Bewegung befindet, wenn das Werkstück von ihm erfaßt
wird, so wird die Beanspruchung des Schneidwerkzeuges eine weit geringere sein, als wenn
es sich in feststehender Stellung befände. Infolge der beschriebenen Einrichtung bedarf es
nämlich für das Schneidwerkzeug K einer viel längeren Zeit, einen gewissen Weg mit Bezug
zu dem vorrückenden Werkstück zurückzulegen, als wenn sich das Werkstück allein mit
Bezug zu dem feststehenden Schneidwerkzeug bewegte. Während der Bewegung des Werkstückes
wird nämlich das Schneidwerkzeug in derselben Richtung, aber mit langsamerer Geschwindigkeit
bewegt.
Sobald die verschiebbare Welle W mit der Stange 9 von der Kurventrommel 12 wieder
nach rechts in Fig. 2 bewegt und dadurch der mit dem Hebelarm 7 verbundene Kasten 13
freigegeben wird, wird die das Schneidwerkzeug K tragende Spindel 1 von der zusammengedrückten
Feder 4 wieder nach rechts in Fig. ι bewegt, nachdem durch Bewegung der
Welle W und damit des Werkstückhalters V nach rechts in Fig. 2 und 3 die Schraube
vorher aus dem Schneidwerkzeug K zurückgezogen wurde.
Damit der Hebelarm 7 verstellt und dadurch
das Geschwindigkeitsverhältnis geändert werden kann, ist der Hebelarm an seinem Drehpunkt mit einem Schlitz 17 versehen
(Fig. 1), durch welchen der Drehzapfen 6 hindurchgeht, der in dem Schlitz 17 mittels einer
Mutter festgestellt wird.
Auf der vorderen Seite des Bundes sind in der Ausnehmung 15 Reibkugeln vorgesehen,
durch welche beim Zusammentreffen der Stange 9 mit dem Zapfen 8 am Ende des
Hebelarmes der auf den Kasten 13 ausgeübte Stoß aufgenommen wird.
Claims (4)
- Patent-An Sprüche;i. Vorrichtung an Schraubenschneid- und ähnlichen Maschinen zur Hervorbringung einer Differentialbewegung zwischen Werkzeug und Werkstück, gekennzeichnnt durcheinen Hebel (7), an den Werkzeug sowie Werkstück an vom Drehpunkt des Hebels verschieden weiten Punkten angelenkt sind, so daß bei Bewegung des Hebels das Werkzeug langsamer wie das Werkstück bewegt wird.
- 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (7) an seinem Ende einen zum Hebeldrehpunkt einstellbaren Zapfen (8) trägt, der sich in der Bahn einer an dem Ende des Werkstückträgers (W) befindlichen Stange (9) befindet.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeugspindel (1) durch einen mit ihr verbundenen Kasten (13) bewegt wird, der durch einen Zapfen (14) mit dem Hebelarm (7) verbunden ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Spindel (1) mit dem Kasten (13) durch einen Stift (2) bewirkt wird, der sich in einem Schlitz einer mit der Spindel (1) undrehbar verbundenen Hülse (H) verschieben läßt.-Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE239256C true DE239256C (de) |
Family
ID=498715
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT239256D Active DE239256C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE239256C (de) |
-
0
- DE DENDAT239256D patent/DE239256C/de active Active
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