[go: up one dir, main page]

DE238603C - - Google Patents

Info

Publication number
DE238603C
DE238603C DENDAT238603D DE238603DA DE238603C DE 238603 C DE238603 C DE 238603C DE NDAT238603 D DENDAT238603 D DE NDAT238603D DE 238603D A DE238603D A DE 238603DA DE 238603 C DE238603 C DE 238603C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever arms
thigh
thighs
adjustable
arms
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT238603D
Other languages
English (en)
Publication of DE238603C publication Critical patent/DE238603C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
    • A61F5/01Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces
    • A61F5/04Devices for stretching or reducing fractured limbs; Devices for distractions; Splints

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nursing (AREA)
  • Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 238603 KLASSE 3Od. GRUPPE
Dr. MORIZ ROTHENBERG in BERLIN.
Streckapparat, insbesondere für Oberschenkelbrüche.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Juli 1910 ab.
Die Behandlung von Oberschenkelbrüchen ist für jeden Arzt eine häufige und verantwortungsvolle Aufgabe, welche bis auf den heutigen Tag in der Mehrzahl der Fälle noch nicht in erstrebter Weise gelöst werden kann. Da bekanntlich fast alle Oberschenkelbrüche infolge der gewaltigen Kraft des großen vierköpfigen Beinstreckmuskels, des Musculus extensor cruris quadriceps oder schlechthin
ίο Quadriceps, mit Verschiebung der Bruchstücke verlaufen und so bei der schließlichen Heilung die Gefahr der Verkürzung oder Verkrümmung der Extremitäten mit sich bringen, so ist die richtige Einstellung der Bruchstücke an der Bruchstelle und ihre dauernde Festhaltung in dieser Stellung erstes Erfordernis für die gute Heilung. Diese Geradstellung kann nach der bisherigen Anschauung nur durch Überwindung des nach erfolgter Verletzung und während des ganzen Heilungsprozesses an der Bruchstelle verharrenden Quadricepszuges, also durch einen Gegenzug, erreicht werden. In zuverlässiger Weise ist aber diese Forderung bis heute noch nicht erfüllt worden. Es ist noch nicht gelungen, den Zug des in der Zusammenziehung verharrenden Quadriceps eines mit Verschiebung der Bruchstücke gebrochenen Oberschenkels durch ein Gegengewicht sicher zu überwinden und dauernd ausgeschaltet zu halten. Mit den bisherigen Hilfsmitteln läßt sich nicht ein Nachgeben, d. h. ein durch den angewendeten Gegengewichtszug bewirktes Herabrutschen des liegenden Verletzten, verhindern. Ferner ist die Zugkraft des Quadriceps so groß, daß sie die Anwendung eines so großen Gegengewichtes erfordert, wie es der Kranke nicht ertragen könnte.
Statt der Überwindung der Zugkraft des bei gestrecktem Knie in Kontraktion verharrendem Quadricepsmuskels durch ein am Fußende des Verletzten angebrachtes Gegengewicht, wird daher gemäß der vorliegenden Erfindung die Kontraktionsstellung des Quadricepsmuskels überhaupt beseitigt, indem man das Bein in eine Stellung bringt, in welcher der Muskel außer Funktion bleibt, d. h. in die Kniebeugestellung. Um die nunmehr, d. h. bei erschlafftem Quadriceps, leicht erzielte Geradrichtung bzw. Ausziehung der Knochenstücke zu sichern und zu erhalten, wird nicht mehr durch ein einzuschaltendes Gewicht, sondern durch die eigene Körperkraft des Verletzten auf die Bruchteile eingewirkt.
Durch den den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Streckapparat wird diese Aufgabe in vollständiger Weise gelöst.
Bei demselben wird durch Lagerung des Verletzten der Quadriceps in entsprechender, zweckmäßiger Lage gehalten, so daß sein Ursprungs- und sein Ansatzpunkt in dieselbe Entfernung gebracht wird, in welcher sich diese beiden Punkte vor dem Bruche befanden. Dies wird dadurch erreicht, daß das gebrochene Bein unter Beugung im Knie und Hüftgelenk bei horizontaler Lagerung des Oberkörpers des Verletzten eingestellt und fixiert wird. Um dies vollständig zu erreichen, ist es zweckmäßig, aber nicht unbedingt erforderlich, auch das gesunde Bein in der gleichen Lage festzulegen. Dadurch wird gleichzeitig eine Kontrolle für
die richtige gegenseitige Lagerung der Bruchstücke und den Verlauf der Heilung in dieser Stellung gewonnen. Auch ist der Verletzte dadurch bequemer und ungezwungener gelagert, als wenn nur das verletzte Bein allein in jener Lage verharren müßte. Ein Ausführungsbeispiel dieses Behandlüngsapparates ist in der Zeichnung dargestellt.
Auf den Längsstäben ι des Gestells befindet
ίο sich für die Unterstützung des Oberkörpers und des Kopfes des Verletzten das Polster 2, welches in üblicher Weise für eine beliebig geeignete Stellung einstellbar angeordnet werden kann. Zu beiden Seiten der Längsstäbe ι sind zweiarmige Hebel 3 um den Punkt 4 schwenkbar angeordnet, an deren längeren Hebelarmen ein zur Unterstützung der Unterschenkel dienendes Brett 5 angelenkt ist. Da die beiden Unterschenkel unnachgiebig fest angeschnallt werden müssen, so ist für dieselben eine Beinlade 6 auf diesem Brett vorgesehen. Eine auf dieser Beinlade anbringbare (in der Zeichnung nicht dargestellte) schuhförmige Hülse für die Aufnahme der Füße sichert noch die feste Lage und verhindert noch ein Ausweichen aus derselben. Der zweite Hebelarm 7 des zweiarmigen Hebels 3 kann mittels einer geeigneten Vorrichtung in jeder beliebigen Neigung bis zu etwa 900 ein- und festgestellt werden. Zu diesem Zwecke ist in einem Lager 8 eine Muffe 9 gelenkig angeordnet, in welcher eine mit Handrad 10 versehene Schraubenspindel 11 drehbar sitzt. Diese Spindel greift in eine am Hebelarm 7 gelenkig befestigte Mutter 12, so daß durch Drehung der letzteren der Hebelarm 7 dem Lager 8 genähert bzw. von demselben entfernt werden kann. Dadurch können auch die Arme 3 in aufrechte Stellung — wie in vollen Linien gezeichnet — oder in geneigte Stellung — wie punktiert angedeutet ist -7- eingestellt werden.
Die in der Zeichnung mit vollen Linien gezeichnete Stellung wird zu Beginn der Behandlung gewählt. . Die Unterschenkel werden in den Beinladen 6 festgeschnallt und in den Kniegelenken rechtwinklig gebeugt, während die zunächst senkrecht herabhängenden Oberschenkel mit dem horizontal gelagerten Oberkörper in den Hüftgelenken einen rechten Winkel bilden. Hierbei müssen die Hebelarme 3 so lang sein, daß anfänglich der Oberkörper mit dem Hüftenteil eben noch schwebt und nicht etwa durch das Polster 2 vorzeitig gestützt wird. Diese Stütze erhält der Oberkörper vielmehr erst dann, wenn der gebrochene Oberschenkel dieselbe Länge erreicht hat wie sein unverletzter Nachbar. Deshalb muß die Länge der Hebelarme 3 zunächst nach dem gesunden Bein bemessen werden. Um diese Länge einstellen zu können, besteht der Hebelarm 3 aus einem Rohre, in welchem der Stab 13 verschiebbar und mittels einer Klammer 14 feststellbar ist. Das freie Ende des angelenkten Brettes für die Unterstützung der Unterschenkel ist mit zweckmäßig in der Länge einstellbaren Stäben 15 versehen, welche in Kerben 16 der Längsstäbe 1 eingesetzt werden können, um so das Brett 5 in beliebiger Höhe und Neigung, und zwar im Anfang der Behandlung wagerecht, später zum besonderen Zweck der Beugung der Kniegelenke geneigt zu erhalten. Der zu behandelnde Oberschenkel wird geschient, zu welchem Zwecke an den Hebelarmen 3 Schienen 17 befestigt sind. Die Befestigung erfolgt mittels Schellen 18, welche die Hebelarme 3 umfassen und die sowohl ein Zurückschwenken der Schienen 17 als auch ein völliges Abnehmen derselben gestatten, um so die Oberschenkel für die Behandlung völlig freilegen und die richtige Lagerung der Bruchstücke jederzeit kontrollieren zu können. Die Schienen selbst sind der Länge nach veränderlich , d. h. (nach Art eines Schlittenapparates) verschiebbar hergestellt.
Durch die leichte Abnehmbarkeit der Schienen wird im Gegensatz zu den bisherigen Methoden die tägliche Kontrolle durch direktes Betasten der Bruchstelle für die ganze Dauer und jedes Stadium des ,Heilverfahrens ermöglicht.
Um jede schädliche Willkür seitens des Verletzten, etwa durch Heben des Beckens bzw. Rückenkreuzes wirksam auszuschalten und unmöglich zu machen, ist zu beiden Seiten des Polsters noch ein handbreiter schnallbarer Gurt angebracht, welcher das Entweichen des Beckens nach oben und vom Lager ab verhindert.
Ist man nach wenigen Tagen sicher, daß die gut zueinander gelagerten Bruchstücke schon eine gewisse Garantie für eine beginnende Vereinigung gewähren, so wird man allmählich in eine Veränderung der rechtwinkligen Knie- und Hüftstellung übergehen können, zumal die Gefahr einer nachträglichen Verschiebung der Bruchstücke kaum besteht, weil eben die Enden des Oberschenkels in gleichmäßiger Entfernung trotz Beugung der Gelenke fixiert bleiben. Auf diese Weise wird man die Lage der Verletzten, welche übrigens von Anfang an gut erträglich ist, bald verbessern können. Von besonderer Wichtigkeit ist hierbei noch, daß hierdurch die bisher häufige, durch wochenlange Steiflagerung geförderte Versteifung im Kniegelenk verhütet wird.
So dürfte durch den vorliegenden Apparat die Oberschenkel-Bruchbehandlung gegenüber den bisherigen Methoden in wesentlichem Grade vereinfacht und für alle Beteiligte, den Verletzten, seine Umgebung und den Arzt, erleichtert werden. Das bisher mühsam an
dem verletzten Bein angebrachte Gewicht erübrigt sich und fällt daher fort, und der herabhängende Rumpf bietet eine größere und sicherer wirkende Zugkraft gegen alle schädliehen und störenden Bestrebungen des mächtigen Quadriceps.
Der vorstehend 'beschriebene Apparat ist derart beschaffen, daß er auf jede gewöhnliche Bettstelle aufgestellt und daher überall angewandt werden kann. Die hier beschriebene Konstruktion ist für alle Fälle der verschiedenen Brüche, welche am Oberschenkel vorkommen können, ausreichend.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Streckapparat, insbesondere für Oberschenkelbrücne, dessen Lagerungsteile in der Hüft- und Kniegegend gelenkig untereinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelarme für das Lagerungsteil (17) der Oberschenkel in beliebiger Neigung und. Länge einstellbar sind, so daß sie die Feststellung des Unterstützungsbrettes für die Unterschenkel derartig hoch über dem Rumpflager ermöglichen, daß bei gebeugten Hüftgelenken und gebeugten Knien der Oberkörper herunterhängend eine Zugwirkung auf die Oberschenkel ausübt.
    . 2. Ausführungsform des Streckapparates nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die angelenkten Hebel zweiarmig ausgebildet sind, deren freie Hebelarme mittels einer Schraubenspindel (11) o. dgl. in beliebige Neigung einstellbar sind.
    3. Ausführungsform des Streckapparates nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Stütze der Oberschenkel an den einstellbaren Hebelarmen der Länge nach einstellbare und abnehmbar angeordnete Beinschienen vorgesehen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT238603D Active DE238603C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE238603C true DE238603C (de)

Family

ID=498113

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT238603D Active DE238603C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE238603C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6365121B1 (en) 1997-03-05 2002-04-02 S.A.D. Edv-Systemanalyse Und-Systemdesign Gesellschaft M.B.H. Method for producing hyperazeotropic hydrochloric acid from metal chloride solutions

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6365121B1 (en) 1997-03-05 2002-04-02 S.A.D. Edv-Systemanalyse Und-Systemdesign Gesellschaft M.B.H. Method for producing hyperazeotropic hydrochloric acid from metal chloride solutions

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2519614C3 (de) Strecktisch
DE69432053T2 (de) Therapeutische vorrichtung für einen menschlichen körper
DE2601938A1 (de) Fuehrungsschiene fuer ein distraktionsgeraet
DE69821099T2 (de) Einrichtung zum erzeugen einer kontinuierlichen passiven bewegung
DE1959450A1 (de) Schiene zur Behandlung von Gliedmassen-Knochenbruechen
DE238603C (de)
CH444378A (de) Gelenkschiene zum Einrichten und Behandeln von Beinbrüchen
DE4039843C2 (de)
DE66409C (de) Glieder-Streckapparat
DE746931C (de) UEbungsgeraet zum Beweglichmachen von infolge eines Knochenbruches o. dgl. steif gewordenen Fussgelenken mit einer von Hand zu bewegenden Fussstuetze
DE3136976A1 (de) "bewegungsgeraet mit einer tretkurbel"
DE747051C (de) Vorrichtung zur Streckbehandlung von Knochenbruechen mit einer aus aneinandergelenkten, in jeder Winkellage zueinander feststellbaren Lagern fuer Ober- und Unterschenkel bestehenden Beinlagerungsschiene und einem der Hoehe nach einstellbaren Traeger fuer diese
AT51199B (de) Behandlungsapparat für Oberschenkelbrüche.
DE713701C (de) Vorrichtung zur Streckbehandlung von Knochenbruechen mit einer aus aneinandergelenkten, in jeder Winkellage zueinander feststellbaren Lagern fuer Ober- und Unterschenkel bestehenden Beinlagerungsschiene und einem der Hoehe nach einstellbaren Traeger fuerdiese
DE900743C (de) Vorrichtung zum Einrichten von Knochenbruechen
DE661462C (de) Zur Schienung und Streckung von Armen und Beinen dienendes Geraet
DE640128C (de) Vorrichtung zum Einrichten und Verbinden von Unterarmbruechen
DE297482C (de)
DE49457C (de) Schiene zur Behandlung von Oberschenkelbrüchen u. s. w
DE925372C (de) Extensionsgeraet zum Einrichten von Knochenbruechen
DE148237C (de)
DE217267C (de)
DE742950C (de) Transport-Extensionsschiene fuer Beinbrueche, insbesondere Schenkelbrueche
DE183874C (de)
CH237276A (de) Vorrichtung zum Einrichten von gebrochenen Gliedmassen.