DE2364886A1 - Haertbare massen - Google Patents
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Description
Härtbare Massen
Die Erfindung betrifft neue härtbare Massen. Die Erfindung betrifft
insbesondere härtbare Massen, die ein modifiziertes Polypentadien, eine organische Diisοcyanatverbindung und ein
lösungsmittel enthalten. Nach dem Härten ergeben die Massen ausgezeichnete Überzüge und zeigen gute Klebeeigenschaften.
Überzüge, die durch Umsetzung einer organischen Diisocyanatverbindung
mit einer Verbindung, die in ihrer molekularen Struktur mindestens zwei funktionelle Gruppen mit aktivem .
Wasserstoff, wie Hydroxyl- oder Carboxylgruppen, besitzt, hergestellt werden, z.B. Überzüge aus Polyurethanharz, besitzen
ausgezeichnete Eigenschaften, wie Abriebsbeständigkeit und eine glatte Oberfläche. Überzugsmaterial aus solchem Polyurethanharz
ist jedoch andererseits, obgleich es ausgezeichnete Eigenschaften aufweist, gegenüber Wasser empfindlich, da es in seiner Polymerkette
entweder Äther- oder Esterbindungen enthält. Insbesondere, wenn das Harz eine Esterbindung besitzt, tritt
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der EFachteil auf, dass dieses Harz gegenüber Säuren und Alkalien
eine schlechte Beständigkeit "besitzt.
TIm diese Nachteile zu überwinden, d.h. um Überzüge herzustellen, die in der Polymerkette keine Äther- oder Esterbindungen
enthalten, wurde ein "Verfahren vorgeschlagen, bei dem als aktive Wasserstoff enthaltende Verbindung ein Polymer
der Dienart, welches Hydroxylgruppen an beiden Enden enthält, beispielsweise Polybutadiendiol verwendet wird
(vgl. publizierte japanische Patentanmeldung Nr. 8994-/58).
Nach diesem Verfahren wird die Wasserbeständigkeit verbessert, es treten jedoch andere Nachteile auf, da die Härte und
Flexibilität des entstehenden Überzugs verschlechtert Werden. Weiterhin ist die Haftfähigkeit an der Oberfläche des Materials,
das beschichtet werden soll, schlechter.
Kürzlich hat man festgestellt, dass man, wenn man als Verbindung mit aktivem Wasserstoff ein Polybutadien verwendet, das
mindestens 80 $> in 1,2-Konfiguration vorliegt, und das an seinen
beiden Enden eine funktioneile Gruppe mit aktivem Wasserstoff enthälti ein Überzugsmaterial -herstellen kann, welches
ausgezeichnete Eigenschaften besitzt, d.h. eine schnelle Trocknungsgeschwindigkeit, Beständigkeiten gegenüber Säuren
und Alkalien und Beständigkeit gegenüber Wasser und Lösungsmitteln
aufweist und welches abriebsfest ist (vgl. publizierte japanische Patentanmeldung.Nr. 16823/71). Das dabei erhaltene
Überzugsmaterial besitzt jedoch den Nachteil, dass die Härte des Überzugs zu wünschen übriglässt und somit ist
der Überzug nicht zufriedenstellend. Bei der Bewertung der Eigenschaften von einem Überzug sind die Flexibilität und die
Härte wichtige Faktoren zusammen mit der Wasserbeständigkeit, der Beständigkeit gegenüber Säuren und Alkalien und der Abriebsbeständigkeit.
Die Flexibilität und Härte sind jedoch gegensätzliche Eigenschaften, und versucht man, die Flexibilität
zu verstärken, so nimmt die Härte ab und umgekehrt,
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nimmt die Flexibilität ab, wenn man versucht, die Härte zu
verbessern. Ein Polyurethanharzüberzugsmaterial, in dem diese
beiden Eigenschaften vollständig zufriedenstellend sind, wurde bis jetzt noch nicht gefunden.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Masse zu schaffen, mit der man Überzüge herstellen kann,
die eine verbesserte Flexibilität und Härte aufweisen. Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, eine neue
Masse zu schaffen, die beim Härten eine verbesserte Haftfähigkeit und Klebefähigkeit zeigt.
Es wurde gefunden, dass die zuvor erwähnten Ziele erreicht werden können, wenn man als Verbindung, die aktiven Wasserstoff
enthält, anstelle des heute verwendeten Polybutadiene mit funktioneilen Gruppen an seinen beiden Enden ein
modifiziertes Polypentadien verwendet, welches man erhält, indem man Hydroxyl- und Acyloxygruppen an der ungesättigten
Doppelbindung, die in der Molekülstruktur enthalten ist, einführt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Masse, mit der die zuvor erwähnten Ziele erreicht werden und die enthält
A) ein modifiziertes Polypentadien, das mindestens zwei Hydroxylgruppen
in seiner Molekularstruktur enthält und das eine Hydroxylzahl von 70 bis 250 besitzt und das durch Einführung
von Hydroxyl- und Acyloxygruppen an die ungesättigten Doppelbindungen eines flüssigen Polypentadiens mit einem
zahlendurchschnittlichen Molekulargewicht von 300 bis
5000 erhalten wird;
B) eine organische Diisocyanatverbindung und
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C) ein Lösungsmittel, welches das modifizierte Polypentadien löst und welches weiterhin gegenüber der Isocyanatgruppe
inert ist.
Das Hydroxyl- und Acyloxygruppen enthaltende Polypentadien,
das als einer der Bestandteile in der erfindungsgemässen Masse
verwendet wird, wird hergestellt, indem man Hydroxyl-
und Acyloxygruppen an den ungesättigten Doppelbindungen eines flüssigen Polypentadiens einführt, das ein zahlendurchschnittliches Molekulargewicht von 300 bis 5000, bevorzugt
von 500 bis 3000, besitzt und das eine Jodzahl entsprechend dem Verfahren von "Wigs" von mindestens 100, bevorzugt von
mindestens 150, aufweist und welches durch Polymerisation von 1,3-Pentadien in Anwesenheit von entweder einem homogenen
Katalysator der Friedel-Crafts-Art,wie Bortrifluorid, Komplexverbindungen davon, solubilisiertem Aluminiumchlorid und Zinntetrachlorid, einem Katalysator der Ziegler-Art, der im wesentlichen aus organischen Aluminiumverbindungen und Nickelverbindungen besteht, Initiatoren der Lithiumart, Inititatoren der Natriumart oder durch Radikalinitiatoren gebildet wird.
und Acyloxygruppen an den ungesättigten Doppelbindungen eines flüssigen Polypentadiens einführt, das ein zahlendurchschnittliches Molekulargewicht von 300 bis 5000, bevorzugt
von 500 bis 3000, besitzt und das eine Jodzahl entsprechend dem Verfahren von "Wigs" von mindestens 100, bevorzugt von
mindestens 150, aufweist und welches durch Polymerisation von 1,3-Pentadien in Anwesenheit von entweder einem homogenen
Katalysator der Friedel-Crafts-Art,wie Bortrifluorid, Komplexverbindungen davon, solubilisiertem Aluminiumchlorid und Zinntetrachlorid, einem Katalysator der Ziegler-Art, der im wesentlichen aus organischen Aluminiumverbindungen und Nickelverbindungen besteht, Initiatoren der Lithiumart, Inititatoren der Natriumart oder durch Radikalinitiatoren gebildet wird.
Obgleich für das Verfahren, gemäss dem das Polypentadien,
das verwendet wird, hergestellt wird, keine Beschränkungen bestehen, wird bevorzugt ein Polymer verwendet, welches mindestens 70 <fo Transkonfiguration besitzt und welches durch kationische Polymerisation unter Verwendung homogener Katalysatoren der Friedel-Crafts-Art erhalten wird. Wird ein Polypentadien, dessen Molekulargewicht 5000 überschreitet, verwendet, so zeigen die Verformbarkeit oder die Klebefähigkeit der erfindungsgemässen Masse, wenn sie als Überzugsma- oder als Klebstoff verwendet wird, eine starke Verschlechterung. Verwendet man dagegen ein Polypentadien, dessen Molekulargewicht unter 300 liegt, so ist die Formbarkeit des
Überzugs schlecht. Wenn die Jodzahl des Polypentadiens unter 100 liegt, findet die Umsetzung, die man zur Einführung der
das verwendet wird, hergestellt wird, keine Beschränkungen bestehen, wird bevorzugt ein Polymer verwendet, welches mindestens 70 <fo Transkonfiguration besitzt und welches durch kationische Polymerisation unter Verwendung homogener Katalysatoren der Friedel-Crafts-Art erhalten wird. Wird ein Polypentadien, dessen Molekulargewicht 5000 überschreitet, verwendet, so zeigen die Verformbarkeit oder die Klebefähigkeit der erfindungsgemässen Masse, wenn sie als Überzugsma- oder als Klebstoff verwendet wird, eine starke Verschlechterung. Verwendet man dagegen ein Polypentadien, dessen Molekulargewicht unter 300 liegt, so ist die Formbarkeit des
Überzugs schlecht. Wenn die Jodzahl des Polypentadiens unter 100 liegt, findet die Umsetzung, die man zur Einführung der
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Hydroxylgruppen durchführt, nicht leicht statt, bedingt durch
die Erniedrigung in den' ungesättigten Bindungen des Polymeren. Als Polypentadien .kann man auch Copolymere mit
einem anderen Comonomeren in.solchem Ausmaß verwenden, dass die Wirkungen der vorliegenden Erfindung nicht nachteilig beeinflusst
werden. Geeignete Comonomeren, üblicherweise in Mengen, die 30 Gew.$ nicht überschreiten, sind Buten-1, 1,3-Butadien,
Chloropren, Isopren, 2-Methyl-2-buten, 2,3-Dimethyl-1,3-butadien,
Cyclopenten, Cyclopentadien, Diisobutylen, Styrol und OC-Methylstyröl und Penten-1.
Das modifizierte Polypentadien, das bei der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, wird, wie zuvor ausgeführt wurde, durch Einführung von Hydroxyl- und Acyloxygruppen an die ungesättigten
Doppelbindungen, die in der Molekularstruktur des
Polypentadiens enthalten sind, hergestellt, und es ist ein polyfunktionelles Polymer mit einer Hydroxylzahl von 70 bis
250, das mindestens zwei Hydroxylgruppen in seiner Molekularstruktur enthält. Pur das Verfahren, nach dem die Modifi- ,
Zierungsumsetzung zur Einführung der Hydroxyl- und Acyloxygruppen durchgeführt wird, bestehen keine Beschränkungen. Es
ist jedoch üblich, das Polypentadien mit einer organischen Persäure, wie mit Perameisensäure, Peressigsäure, Perbenzosäure
usw., entweder in einem aromatischen Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol, Xylol usw., oder in einem halogenierten Kohlenwasserstofflösungsmittel,
wie Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff usw., umzusetzen, oder man kann das Polypentadien auf
ähnliche Weise mit Wasserstoffperoxyd und einer organischen Monocarbonsäure, wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure,
Benzosäure usw., umsetzen. Wenn in dem Reaktionssystem während dieser Umsetzungen eine Mineralsäure, wie Schwefeisäure,
vorhanden ist, so wird mindestens ein Teil der Doppelbindungen, die in dem Polybutadienmolekül vorhanden sind,
(X-glykolisiert entsprechend der Menge an Mineralsäure,
die verwendet wird (d.h. zwei Hydroxylgruppen werden gleich-
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zeitig mindestens bei einem Teil der Doppelbindungen eingeführt).
Der Grad, wie weit das modifizierte Polypentadien Oi-glykolieiert
wird, kann ebenfalls eingestellt werden, indem man die Acyloxygruppen, die in das Molekül eingeführt wurden,
hydrolysiert und sie in Hydroxylgruppen überführt. Ein voll-
ständiges <X-glykolisiertes Polypentadien ist jedoch nicht
wünschenswert, da es schwierig ist, ein solches Polypentadien in lösungsmitteln, die gegenüber den Isocyanatgruppen
inert sind, wie Benzol, Toluol, Äthylacetat, Butylacetat und
Aceton, zu lösen, obgleich es in Alkoholen, wie Methanol, Äthanol und Propanol löslich ist. Da Polypentadien, das mindestens
0,3 Acyloxygruppen und bevorzugt, eine Acyloxygruppe
pro Hydroxylgruppe enthält, diesen Nachteil nicht besitzt, ist ein solches Polypentadien bei dem erfindungsgemässen Verfahren
nützlich. Für die Acyloxygruppe, die eingeführt wird, besteht keine besondere Beschränkung und bevorzugt werden
solche verwendet, die nicht mehr als 8 Kohlenstoffatome enthalten,
besonders bevorzugt sind Formyloxy-, Acetoxy- und Benzoyloxygruppen.
Dieses modifizierte Polypentadien enthält mindestens zwei Hydroxylgruppen in seiner Molekülstruktur und besitzt eine
Hydroxylzahl bestimmt mit dem Essigsäureanhydrid-Pyridin— verfahren von 70 bis 250 und bevorzugt von 100 bis 200. Wenn
die Hydroxylzahl grosser wird, ändert sich das Polymer von einer Flüssigkeit zu einem Peststoff. Eine Zusammensetzung,
die ein modifiziertes Polypentadien mit einer Hydroxylzahl besitzt, die grosser ist als 250, besitzt, wenn sie als Beschichtungsmaterial
verwendet wird, eine schlechtere Beständigkeit gegenüber kochendem Y/asser und schlechtere Beständigkeiten
gegenüber Säuren und Alkalien. Wenn die Zusammensetzung',
andererseits ein modifiziertes Polypentadien enthält»
dessen Hydroxylzahl geringer ist als 70, so beobach-
. 409832/0967
tet man nicht nur einen starken Abfall in der Flexibilität
des entstehenden Überzugs, sondern die Beständigkeiten gegenüber Wasser, Säuren, Alkalien und Lösungsmitteln werden ebenfalls
schlechter. Daher ist dies ebenfalls nicht wünschenswert. Das modifizierte Polypentadien, das bei der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, - besitzt eine Struktur, die sich von einem bekannten funktioneilen Polymeren, welches Hydroxylgruppen
an beiden Enden enthält, unterscheidet, d.h. die Hydroxylgruppen sind an die ungesättigten Doppelbindungen in
der Molekülstruktur gebunden. Inter alia besitzt das modifizierte Polypentadien, das man durch Einführung von HydroxyI-
und Acyloxygruppen an den Doppelbindungen der Seitenkette des
Polypentadiens erhält, welches man durch Polymerisation von 1,3-Pentadien in Anwesenheit von homogenen Katalysatoren der
Friedel-Craft-Art erhält und welches trans-1,2- und trans-1,4-Doppelbindungen
im Überfluss besitzt, ausgezeichnete Eigenschaften.
Bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung ist es ebenfalls möglich, einen Teil des modifizierten Polypentadiens A
durch ein polyfunktionelles Polymeres A1 zu ersetzen, welches
an den Enden seiner Molekülstruktur eine funktjionelle Gruppe
besitzt, die aktiven Wasserstoff enthält, und welches ein zahlenmittleres Molekulargewicht von 500 bis 4000 besitzt.
Als solche polyfunktionellen Polymeren kann man beispielsweise verwenden Polyätherdiole, Polyoxypropylendiol, Polyoxyäthylenpolyoxypropylendiol
und Polyoxybutylendiol; die Triole, wie Polyoxyäthylentriol und Polyoxypropylentril; die PoIyesterdiole,
die man durch Kondensation von Alkylenoxyd, wie Ithylenoxyd oder Propylenoxyd, mit einer dibasischen Säure und
mit Adipinsäure erhält und die Polybutadiendiole. Obgleich die Menge, in der die zuvor erwähnten polyfunktionellen Polymeren
vermischt werden innerhalb breiter Grenzen variieren kann, beträgt eine wünschenswerte Menge, bezogen auf die gesamte
aktiven Wasserstoff enthaltende Verbindung, nicht
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mehr als 50 Gew.$, bevorzugt nicht mehr als 30 Gew.^, und
am meisten "bevorzugt nicht mehr als 20 Gew.#.
Als organische Diisocyanatverbindungen, die "bei der vorliegenden
Erfindung verwendet werden können, kann man beispielsweise erwähnen aliphatische Diisocyanate, wie Äthylendiisocyanat,
Äthylidendiisocyanat, Propylendiisocyanat, Butylendiisocyanat und Hexamethylendiisocyanat; alicyclische Diisocyanate, wie
Cyolopentylendiisocyanat und Cyclohexylendiisocyanat; aromatische Diisocyanate, wie 2,4-Tolylendiisocyanat, 2,6-Tolylendiisocyanat,
4,4f-Diphenylmethandiisocyanat, 2,2'-Diphenylpropan-4,4'-diisocyanat,
3,3'-Dirnethyldiphenylmethan-4,4'-diisocyanat,
m- oder p-Phenylendiisocyanat und Naphthylendiisocyanat
und Mischungen dieser Verbindungen. Diese organischen Diisocyanatverbindungen B) werden in Mengen von 0,3 bis
4,0 Äquivalenten und bevorzugt 0,7 bis 3*0 Äquivalenten pro Äquivalent Hydroxylgruppe, die in dem modifizierten Polypentadien
A) oder der Mischung aus dem modifizierten Polypentadien und dem anderen polyfunktionellen Polymeren A' enthalten
ist, verwendet.
Weiterhin wird bei der vorliegenden Erfindung wie angegeben
ein Lösungsmittel C), welches das modifizierte Pentadien lösen kann und welches zusätzlich gegenüber den Isocyanatgruppen
inert ist, verwendet. Als spezifische Beispiele für die zuvor erwähnten Lösungsmittel kann man beispielsweise erwähnen
Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol und Cyclohexanj
Ester wie Methylacetat, Äthylacetat und Butylacetat; Ketone wie Aceton, Methyläthylketon und Methylisobutylketon;
Äther wie Methylcellosolv, Äthylcellosolv und Butylcellosolv;
und die halogenierten Kohlenwasserstoffe wie Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff und Trichloräthylen. Die niedrigeren
Alkohole wie Methanol, Äthanol, Isopropanol und Butanol können jedoch wegen ihrer grossen Reaktivität mit den organischen
Diisocyanatverbindungen nicht verwendet werden. Obgleich für
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die Menge, in der das Lösungsmittel verwendet wird, keine besondere Beschränkung gilt, ist es erforderlich, das lösungsmittel
in einer Menge zu verwenden, die ausreicht, um die modifizierten Polypentadiene A) oder polyfunktionellen Polymere
Af) zu lösen, wenn diese Peststoffe sind, insbesondere ist
die Verwendung des Lösungsmittels in einer Menge von 70 bis
900 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteilen der Gesamtmenge an
modifiziertem Polypentadien und polyfunktionellem Polymeren und organischer Diisocyanatverbihdung geeignet.
Die erfindungsgemässen Massen oder Zusammensetzungen härten, da die Hydroxylgruppe des modifizierten Polypentadiens
und die Isocyanatgfuppe der organischen Diisocyanatverbindung
eine Urethanbindung bilden. Obgleich diese Umsetzung ebenfalls bei Zimmertemperatur abläuft, verläuft sie
recht rasch, wenn die Reaktionsteilnehmer bei 40 bis 8O0C
erwärmt werden. Die erfindungsgemässen Massen können daher als Überzugs- oder Anstrichsmaterial verwendet werden, wobei
man diese Eigenschaften ausnützt.
In diesem Falle können sie mit natürlich trocknenden Ölen, natürlichen semitrocknenden Ölen, synthetischen trocknenden
ölen, Alkydharzen, Phenolharzen usw. vermischt werden. Selbstverständlich
können die üblicherweise verwendeten'Entwässerungsmittel, Pigmente, Antioxydantien, Ultraviolettlicht ab- '
sorbierenden Mittel usw. beigemischt werden. Das auf diese
Weise erhaltene Überzugsmaterial zeigt nicht nur ausgezeichnete Eigenschaften, wie Beständigkeit gegen Wasser, Säuren,
Alkalien und Lösungsmitteln, sondern ebenfalls eine ausgezeichnete Flexibilität und Härte, Eigenschaften, von denen
man bis heute annahm, dass sie sich widersprechen. Die erfindungsgemässen Massen können ebenfalls als Klebstoffe verwendet
werden, da ihre Haftfähigkeit wesentlich grosser ist
als die anderer Urethanharzklebstoffe, die man bis heute verwendet hatte. Weiterhin können sie als Druckfarben oder
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als Mittel, um die Oberflächen von Metallplatten und Kunststoffbahnen oder -folien zu behandeln, verwendet werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu
beschränken.
In ein Minfhalsglasreaktionsgefäss, das mit einem Thermometer,
einem Rührer, einem Rückflusskühler und einer Gaseinlassleitung ausgerüstet ist, füllt man 68 g flüssiges Polypentadien
mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 1500, einer Jodzahl von 360 und v/elches 80,5 i° Transkonfiguration
besitzt, und das durch Polymerisation von 1,3-Pentadien unter
Verwendung von Bortrifluorid-diäthylätherat als Katalysator erhalten wurde, 68 g Chloroform und 125 ml Ameisensäure. Danach
wird das Reaktionsgefäss mit Stickstoff gespült. Anschliessend wird 30$iges Wasserstoffperoxyd in den in Tabelle I
aufgeführten unterschiedlichen Mengen tropfenweise mit einer Geschwindigkeit von 2 ml pro Minute zugegeben, während man
das Reaktionssystem bei 400C hält. Anschliessend wird die Umsetzung
während 4 Stunden bei 400C durchgeführt, nachdem die Zugabe des Wasserstoffperoxyds beendigt ist.
Nach Beendigung der Umsetzung wird Wasser von 90 C zu dem Reaktionssystem
zugegeben und dann wird gut gerührt. Anschliessend wird das Reaktionssystem abgekühlt. Das Reaktionsprodukt wird dann mit einer wässrigen Natriumhydrogensulfitlösung
gewaschen und dann mit V/asser gewaschen. Das Waschen wird dreimal wiederholt, danach wird das Reaktionsprodukt
während 24 Stunden bei 600C unter vermindertem Druck von
2 mm Hg getrocknet, wobei man modifiziertes Polypentadien erhält. Von dem so erhaltenen modifizierten Polypentadien wird
dann die Hydroxylzahl nach dem Essigsäureanhydrid-Pyridinverfahren bestimmt /~Yushi Kagaku Benran (Handbook of Oils and
409 8 32/0 967
Fats Chemistry), Seite 353, veröffentlicht durch Maruzen Co.,
Ltd., 20. April 1973_7 und dann wird die Jodzahl nach dem
Wijs-Verfahren (JIS K-54OO) gemessen. Die erhaltenen Ergebnisse
sind in Tabelle I aufgeführt.
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| Probe | A | B | C | D | E | F | G |
| 30$iges Wasser- stoffperoxyd (ml) Hydroxylzahl (mgKOH/g-Polymer |
30 40 |
40 70 |
50 100 |
50 140 |
80 210 |
100 230 |
200 260 |
| Jodzahl (mgKOH/g-Polymer |
230 | 190 | 130 | 110 | .63 | 58 | 55 |
| Zustand "bei Zimmertemperatur |
flüssig | viskos flüssig |
fest | fest | fest | fest | fest |
Bestimmt man das Infrarotabsorptionsspektrum des modifizierten Polypentadiens, beobachtet man Absorptionen, die auf die
Hydroxylgruppen und Absorptionen, die auf die Esterbindungen der lOrmyloxygruppen zurückzuführen sind, und es ist erkennbar,
dass Hydroxyl- und Formyloxygruppen an beiden Seiten der Doppelbindung eingeführt wurden. Wieder ist erkennbar, dass
eine Erhöhung der Wasserstoffperoxydmenge eine Erhöhung der Hydroxylzahl des modifizierten Polypentadiens mit sich
bringt, während andererseits der Jodwert abnimmt.
Modifiziertes Polypentadien, gelöst in Butylacetat (Proben A bis G-) und Hexamethylendiisocyanat werden in solchen Mengen
vermischt, dass zwei Äquivalente Isoeyanatgruppen pro Äquivalent Hydroxylgruppen im modifizierten Polypentadien
vorhanden sind. Danach erfolgt eine weitere Zugabe von· Butylacetat, um eine Butylacetatlösung herzustellen, die
40 Gew.$ einer Mischung aus modifiziertem Polypentadien und Hexamethylendiisocyanat enthielt. Ein Testblech aus kaltgewalztem
weichem Stahl wurde gut entfettet .und vor dem Beschichten
mit dieser Lösung getrocknet, wobei man ein 100 /u-Applicator
verwendete und dann wurde die Platte bei 20 C 24- Stunden stehengelassen und anschliessend 3 Stunden bei
6O0C gebrannt, um den Überzug zu bilden. Die Eigenschaften
dieses Überzuges wurden bewertet, wobei man die in der Tabelle II aufgeführten Ergebnisse erhielt. ·
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CjD OO CO
O CD CO
| ■Vergleichs produkt' |
2 | erfindungsgemässes Produkt |
4 | 5 | 6 | Vergleichs-; produkt |
|
| Versuch Nr. | 1 | B | 3 | D " | E | Ί | |
| Probe | A | 21 | C | 19 | 20 | 23 | |
| Überzugsdicke du) | 19 | 4H ·' | .20 | 6H | 7H | 5H | 21 |
| Bleistifthärte | H | 3 | 5H | 2 |
η
C |
3 | • 4H |
| Flexibilität (mm^) | 10 | steht | 3 | 100 be steht |
100 be steht |
100 be steht |
3 |
| Kreuzschnitt (#) Wasserbeständigkeit *1 |
40 versagt |
Il It |
100 be steht |
tt Il |
tt Il |
Il Il |
• 100 be steht |
| Beständigkeit gegenüber siedendem V/asser *2 Säurebeständigkeit *3 |
!» tt |
Il | It It |
It | tt | It | versagt It |
| Alkalibeständigkeit *4 | It | ti | . ti | It | ti | ti | It |
| Lösungsmittel beständigkeit *5 |
tt | It | besteht | ||||
20 C, Eintauchen während 2 Tagen
Eintauchen während 30 Minuten
3#ige Schwefelsäure, 200C, Eintauchen während 24 Stunden
35&ige wässrige Hydroxydlösung, 20 C, Eintauchen während 24 Stunden
Toluol, 200C, Eintauchen während 2 Tagen
U) cn
CO OO an
Aus den erhaltenen Ergebnissen ist ersichtlich, dass die Überzüge,
die man aus den Proben A und G erhält schlechtere Beständigkeiten gegenüber kochendem Wasser, Alkalien und Säuren
besitzen, wohingegen bei den Überzügen, die man aus den erfindungsgemässen
Massen erhält, diese Eigenschaften ausgezeichnet sind und ausserdem besitzen die aus den erfindungsgemässen
Massen hergestellten Überzüge ausgezeichnete Härte und Flexibilität, Eigenschaften, von denen man annahm, dass
sie sich widersprechen.
Man arbeitet wie in Beispiel 1 beschrieben, mit der Ausnahme, dass das modifizierte Polypentadien (Proben A bis G) und das
Hexamathylendiisocyanat in solchen Mengen vermischt wurden, dass ein Äquivalent Isocyanatgruppe pro Äquivalent Hydroxylgruppe
an modifiziertem Polypentadien vorhanden war. Wie in Beispiel 1 beschrieben, wurden Überzüge hergestellt, deren
Eigenschaften bewertet wurden. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle III aufgeführt.
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ο co co co
NJ
"ν. CD CD
σ>
-J
| Vergleichs produkt |
9 | erfindungsgemässes Produkt |
11 | I 12 |
13 | Vergleichs- produkt |
|
| Versuch Nr. | 8 | B | 10 | D | E | P | • H |
| Probe | A | 20 | , C | 18 | 20 | 21 | G |
| Überzugsdicke (la) | 21 | 3H | 19 | 5H | 5H , | 5H | 20 |
| Bleistifthärte | HB | 3 | 4H | 2 | 2 | 3 . | 3H |
| Flexibilität (mmjzO | 10 | 100 be |
2 | 100 be |
100 bp—■ |
100 πο |
3 |
| Kreuz schnitt (-#) | 20 | steht | 100 be |
steht | U C ^^ steht. |
υ c ~ steht |
100 |
| Wasserbeständigkeit | versagt | t» | steht | 11 | Il | tt | besteht |
| Beständigkeit gegenüber siedendem Wasser |
it | Il | Il | 11 | It | 11 | versagt |
| Säurebeständigkeit | ti | Il | M | It | 11 | 11 | » |
| Alkalibeständigkeit | ti | η | Il | 11 | 11 | It | Il |
| Lösungsmittel beständigkeit |
H | M | besteht | ||||
CO
cn
CX)
OO CD
Man arbeitete auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 beschrieben,"
mit der Ausnahme, dass als Polymere,die Hydroxylgruppen enthielten, modifiziertes Polypentadien (Proben C bis E),
ein flüssiges 1,2-Polybutadien mit Hydroxylgruppen an beiden
Enden (Hydroxylzahl =120, ITISSO PB G - 1000, hergestellt
von Nippon Soda Co., Ltd., Japan) oder ein polyesterartiges Polyol (Hydroxylzahl = .205 - 221, DESMOPHEN 1100,
hergestellt von Bayer Company) zur Herstellung der Überzüge verwendet wurden. Die Eigenschaften der so erhaltenen Überzüge
wurden bewertet, wobei die in Tabelle 17 aufgeführten Ergebnisse erhielt.
409832/0967
CD CX) CJ
CD (Ji
| erfindungsgemäs s e s Produkt Sr |
3 | 4 | 5 | Vergleichsprodukt | 15 | 16 | |
| Versuch Nr. | C | D | • E | G-1000 | DESMOPHEN 1100 | ||
| Probe | 20 | 19 | 20 | 21 | 19 | ||
| Überzugsdicke (/u) | 5H | 6H | 7H | H | 3H | ||
| Bleistifthärte | 3 | CVJ | 2 | 3 | CVJ | ||
| Flexibilität (mm0) | 100 | 100 | 100 | 100 · | 90 | ||
| Kreuzschnitt (%) | besteht | besteht | besteht | besteht | besteht | ||
| Wasserbeständigkeit | tt | tt | It | tt | versagt | ||
| Beständigkeit gegenüber siedendem Wasser |
It | tt | It | tt | ti | ||
| Säurebeständigkeit | tt | tt | It | ti | Il | ||
| Alkalibeständigkeit | tt | tt | It | Il | besteht | ||
| Lösungsmittel- beständigkeit |
ω ι
CO
CJ)
OO OO CD
Das polyesterartige Polyol, das man bevorzugt in der Vergangenheit
verwendet hatte, besitzt, obgleich der Ausgleich zwischen der Flexibilität und der Härte relativ gut ist,
schlechte Beständigkeiten gegenüber kochendem Wasser, Säuren und Alkalien. Obgleich diese Nachteile des polyesterartigen
Polyols im Falle von 1,2-Polybutadiendiol nicht auftreten,
ist im letzteren Fall die Härte des gebildeten Überzugs nicht zufriedenstellend. Im Gegensatz dazu besitzen Überzüge, die
aus den erfindungsgemässen Massen hergestellt werden, ausgezeichnete
Härte und Flexibilität.
Essigsäure oder Benzolsäure wurden anstelle von Ameisensäure zur Einführung von Fo rmyl oxy gruppen verwendet", wobei man das
zuvor erwähnte Bezugsbeispiel wiederholte, um modifiziertes Polypentadien, in das man Hydroxyl- und Acetoxygruppen eingeführt
hatte (Probe H) und ein modifiziertes Polypentadien, in das man Hydroxyl- und Benzoyloxygruppen eingeführt hatte
(Probe I), herzustellen. Man verwendete als Polypentadien das gleiche, das man in dem Bezugsbeispiel verwendet hatte. In
beiden Fällen hatten die entstehenden Produkte eine Hydroxylzahl von 140.
Man arbeitete auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 beschrieben
und stellte eine Mischung aus Probe H oder I und Hexamethylendiisocyanat
und Butylacetat her. Diese Mischung wurde verwendet und ein Überzug wurde hergestellt. Die Eigenschaften
der Überzüge wurden bewertet und man fand, dass, beide
Proben H und I Überzüge mit sehr guten Eigenschaften ergaben. Die Bleistifthärte betrug 6H und die Flexibilität in
beiden Fällen 2 mm Durchmesser.
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Modifiziertes Polypentadien (Proben C-E) wurden in Butylacetat
gelöst. Anschliessend wurde Hexamethylendiisocyanat
in solcher Menge damit vermischt, dass zwei Äquivalente Isocyanatgruppen
pro Äquivalent Hydroxylgruppen des modifizierten Polypentadiens vorhanden waren. Dann wurde Butylacetat zu~
gegeben, wobei man eine Butylacetatlösung erhielt, die
50 Gew.$ einer Mischung aus modifiertem Polypentadien und
Hexamethylendiisocyanat enthielt.
Diese Lösung wurde entweder auf Holzfurnier oder Eisenblech
ρ
in einer Menge von 778 g pro cm mit einem Spatel aufgebracht, anschliessend wurde laminiert und kalt gepresst(1 kg/cm , 24 Stunden) bei 200C und anschliessend wurde heiss gepresst (1 kg/cm , 3 Stunden)- bei 600C, wobei man ein dreischichtiges hölzernes Sperrholz und ein zweischichtiges Eisenlaminat erhielt. Das dreischichtige Sperrholz wurde nach dem B-Verfahren,beschrieben in JAS (Japanese Agricultural Standards), auf Versagen des Holzes untersucht. Eisenblechlaminat wurde entsprechend dem ASTM D1OO2-53T -Verfahren auf seine Zugscherfestigkeit untersucht, indem man in einer Geschwindigkeit von 10 mm/min zog. Zum Vergleich wurden ähnliche Versuche durchgeführt, bei denen zwei Arten von polyesterartigen Polyolen (DESMOPHEN Nr. 300 mit einer Hydroxylzahl von 500 und DESMOPHEN 1100 mit einer Hydroxylzahl von 205 bis 221, hergestellt von Bayer Company) anstelle des modifizierten Polypentadiens verwendet wurden. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle V aufgeführt.
in einer Menge von 778 g pro cm mit einem Spatel aufgebracht, anschliessend wurde laminiert und kalt gepresst(1 kg/cm , 24 Stunden) bei 200C und anschliessend wurde heiss gepresst (1 kg/cm , 3 Stunden)- bei 600C, wobei man ein dreischichtiges hölzernes Sperrholz und ein zweischichtiges Eisenlaminat erhielt. Das dreischichtige Sperrholz wurde nach dem B-Verfahren,beschrieben in JAS (Japanese Agricultural Standards), auf Versagen des Holzes untersucht. Eisenblechlaminat wurde entsprechend dem ASTM D1OO2-53T -Verfahren auf seine Zugscherfestigkeit untersucht, indem man in einer Geschwindigkeit von 10 mm/min zog. Zum Vergleich wurden ähnliche Versuche durchgeführt, bei denen zwei Arten von polyesterartigen Polyolen (DESMOPHEN Nr. 300 mit einer Hydroxylzahl von 500 und DESMOPHEN 1100 mit einer Hydroxylzahl von 205 bis 221, hergestellt von Bayer Company) anstelle des modifizierten Polypentadiens verwendet wurden. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle V aufgeführt.
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ο
co
co
co
| erfindungsgemässe Produkte |
18 | 19 | Vergleichsprodukte | 21 | |
| Versuch Nr. | 17 | D | E | 20 | DESMOPHEN Nr. 1100 |
| Probe dreischichtiges Sperrholz |
0 | 100 | 100 | DESMOPHEN Wr. 300, |
o · |
| Versagen des Holzes in % | 100 | 100 | |||
| Ei s enble chlaminat | 116 | 111 | 0 | ||
| Zugfestigkeit des Bleches |
105 | 26 | |||
| (kg/cm2) |
N) CO CD
*>■
OO OO O)
Aus diesen Ergebnissen ist ersichtlich, dass die erfindungsgemässen
Massen ebenfalls wertvolle Klebstoffe sind. Obgleich DESMOPHEN Nr. 300 ein polyesterartiges Polyo.l ist und
als Klebstoff verwendet wird, ist seine Klebefestigkeit bei
Eisenblech nicht ausreichend und bei DESMOPHEN 1100, das als Beschichtungsmaterial verwendet v/erden soll, ist die Haftfähigkeit praktisch null. Die erfindungsgemässen Massen können dagegen sowohl als Anstrichmittel als auch als Klebstoffe verwendet werden, obgleich ihre Zusammensetzung nicht
verändert wird. Die erfindungsgemässen Massen besitzen überraschende Eigenschaften, die nicht vorherzusehen waren.
Eisenblech nicht ausreichend und bei DESMOPHEN 1100, das als Beschichtungsmaterial verwendet v/erden soll, ist die Haftfähigkeit praktisch null. Die erfindungsgemässen Massen können dagegen sowohl als Anstrichmittel als auch als Klebstoffe verwendet werden, obgleich ihre Zusammensetzung nicht
verändert wird. Die erfindungsgemässen Massen besitzen überraschende Eigenschaften, die nicht vorherzusehen waren.
409832/0967
Claims (12)
- PatentansprücheA) ein modifiziertes Polypentadien, das mindestens zwei Hydroxylgruppen in seiner Molekülstruktur besitzt und eine Hydroxylzahl von 70 bis 250 aufweist, wobei das modifizierte Polypentadien durch Einführung von Hydroxyl- und Acyloxygruppen an ungesättigte Doppelbindungen eines flüssigen Polypentadiens mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 300 bis 5000 erhalten wird;B) eine organische Diisocyanatverbindung undC) ein Lösungsmittel, welches das modifizierte Polypentadien löst und zusätzlich gegenüber den Isocyanatgruppen inert ist.
- 2. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das modifizierte Polypentadien A) 0,3 bis 1 Acyloxygruppen pro Hydroxylgruppe enthält.
- 3. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bis zu 50 Gew.^ des modifizierten Polypentadiens A) durch ein polyfunktionelles Polymeres A') mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 500 bis 4000 und mit aktiven Wasserstoff enthaltenden funktioneilen Gruppen an seinen Enden ersetzt wird.
- 4. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Diisocyanatverbindung B) in solchen Mengen vorhanden ist, dass 0,3 bis 4,0 Äquivalente Isocyanatgruppen409832/0 9 67pro Äquivalent Hydroxylgruppen, die in dem modifizierten Polypentadien A) enthalten sind, vorhanden sind.
- 5. Masse., nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Diisocyanatverbindung B) in solcher Menge vorhanden ist, dass 0,3 "bis 4-,O Äquivalente Isocyanatgruppen pro Äquivalent Hydroxylgruppen, die in dem modifizierten Polypentadien A) und dem polyfunktionellen Polymeren A') enthalten sind, vorhanden is,t.
- 6. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel in einer Menge von 70 bis 900 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile der Gesamtmenge an modifiziertem Polypentadien A) und organischer Diisocyanatverbindung B) vorhanden ist.
- 7. Masse nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel in einer Menge von 70 bis 900 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile der Gesamtmenge an modifiziertem Polypentadien A), polyfunktionellem Polymeren A') und organischer Diisocyanatverbindung B) vorhanden ist.
- 8. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das modifizierte Polypentadien von einem flüssigen Polypentadien ableitet, welches mindestens 70 $ Transkonfiguration enthält und welches eine Jodzahl von mindestens 100 besitzt und durch kationische Polymerisation erhalten wurde, wobei man als Katalysator homogene Katalysatoren der Friedel-Crafts-Art verwendet.
- 9. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Acyloxygruppen Formyloxy-, Acetoxy- oder/und Benzoyloxygruppen vorhanden sind.4C3832/0967
- 10. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichneti dass als die Isocyanatverbindung B) aliphatische Diisocyanate,
alicyclische Diisocyanate, aromatische Diisocyanate und Mischungen von mindestens zwei solcher Komponenten verwendet werden. - 11. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Kohlenwasserstoffe, Ester, Ketone,
Äther oder/und halogenierte Kohlenwasserstoffe verwendet. - 12. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als polyfunktionelles Polymer Af) Polyätherdiole, Triole, Polyesterdiole oder/und Polybutadiendiole verwendet.AC9832/ 0 967
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| DE2364886C3 DE2364886C3 (de) | 1982-03-18 |
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| USRE30321E (en) * | 1974-01-11 | 1980-07-01 | N L Industries, Inc. | Mineral oil extended polyurethane system containing a coupling agent for decontaminating and sealing the interior spaces of an insulated electrical device |
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- 1972-12-28 JP JP48001044A patent/JPS4997896A/ja active Pending
-
1973
- 1973-12-21 US US427345A patent/US3886111A/en not_active Expired - Lifetime
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- 1973-12-28 FR FR7347019A patent/FR2212352A1/fr active Granted
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