DE2364508C3 - Anordnung zum Verlegen eines Dränrohres in einem vorbestimmten Gefälle - Google Patents
Anordnung zum Verlegen eines Dränrohres in einem vorbestimmten GefälleInfo
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- E02F5/02—Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for digging trenches or ditches
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Verlegen eines Dränrohres in einem vorbestimmten Gefälle mit
einem an einem Zugfahrzeug angeordneten, mit einer Verstellvorrichtung versehenen Dränschwert, einem
einen Leitstrahl erzeugenden Sender und einem den Leitstrahl abtastenden als Meßeinrichtung ausgebildeten
Empfänger, von dem bei Abweichungen des Verlegeschwertes von dem vorbestimmten Gefälle
Steuersignale erzeugt und der Verstellvorrichtung des Schwertes zugeführt werden.
Ausgehend von der bekannten Sichtmarken-Steuerung, bei der ein Theodolit im Gelände aufgestellt und
die Bewegungen des Dränpfluges beobachtet und beim Auswandern der Sichtmarke entsprechende Steuerbefehle
an die Verstellvorrichtung für den Dränpflug gegeben werden, ist es auch bekannt, anstelle des
Theodoliten ein Laser-Gerät stationär anzuordnen, dessen Laserstrahl auf das vorbestimmte Gefälle der
vom Dränschwert zu erstellenden Grabensohle eingestellt wird. Dabei ist am Rahmen des Dränschwertes
eine Meßeinrichtung angeordnet, die aus einer Reihe von senkrecht übereinander angebrachten lichtempfindlichen
Zellen, z. B. Selenzellen, besteht. Die Zellen sind der Höhe nach einstellbar. Nachdem das Verlegeschwert
in die Ausgangshöhe eingesetzt ist und das Laser-Gerät auf das gewünschte Gefälle eingestellt ist,
wird die Meßeinrichtung der Höhe nach so verstellt, daß der Laserstrahl auf deren mittlere Totzone fällt.
ίο Beim Vorschub des Verlegeschwertes erhält die
Vorrichtung zur Höheneinstellung des Verlegeschwertes Steuerimpulse, wenn durch Bewegungen des
Verlegeschwertes die Totzone der Meßeinrichtung aus dem Laserstrahl auswandert. Gelangt der Laserstrahl
auf Selenzellen, die oberhalb der Totzone liegen, so wird die Verstellvorrichtung mit einem »Auf«-Befehl angesteuert,
um das Schwert nach oben anzuheben. Die Selenzellen, die sich unterhalb des Totberekhes der
Meßeinrichtung befinden, beeinflussen dagegen die Steuereinrichtung derart, daß ein »Ab«-Befehl erteilt
und das Schwert tiefer gesteuert wird.
Diese bekannte Laser-Steuerung weist den Nachteil auf, daß für jeden einzelnen zu verlegenden Dränstrang
das Laser-Gerät zu einem neuen Standort verbracht, dort aufgestellt und auf den gewünschten Neigungswinkel
des Drängefälles ausgerichtet werden muß. Diese Ausrichtung muß J^ehr genau erfolgen, da bereits
geringfügige Abweichungen bei Entfernungen von etwa 200 m große Ungenauigkeiten zur Folge haben. Ferner
hat sich im praktischen Betrieb gezeigt, daß durch Erschütterungen oder Nachgeben eines weichen Untergrundes
oder auch durch Windeinfluß verursachte Vibrationen den Neigungswinkel des einmal eingestellten
Lasers verändern können und dann der gewünschte Neigungswinkel nicht eingehalten wird. Für den
Transport und die Einstellung des Laser-Gerätes ist außerdem regelmäßig eine eigene Bedienungsperson
erforderlich.
Ein weiterer wesentlicher Nach'eil der bekannten Anordnung besteht ferner darin, daß beim Auftreffen
des Verlegeschwertes auf sehr feste Hindernisse im Boden, wie Steine oder felsähnliche Hindernisse, der
Dränstrang unter einem unregelmäßigen Gefällewinkel verlegt wird, der die Funktion der Dränanlage erheblich
stören kann.
Trifft nämlich die Schwertspitze auf einen Stein, so gleitet die Schwertspitze nach oben auf und läuft über
den Stein hinweg. Dabei wandert auch die mit dem Verlegeschwert verbundene Meßeinrichtung nach oben
aus, wodurch die Selenzellen unterhalb der Totzone ansprechen und Steuerbefehle erteilen, durch die das
Verlegeschwert über die Verstellvorrichtung so lange abwärts gesteuert wird, bis die Totzone wieder im
Laserstrahl liegt. Das Verlegeschwert ist spätestens dann auf das durch den Laserstrahl vorgegebene
Soll-Gefälle zurückgesteuert, wenn das hintere Ende des Schwertes das Hindernis im Boden überfahren hat.
Dann läuft das Schwert weiter im vorgesehenen Neigungswinkel auf dem Laserstrahl.
Die bekannte Steuerung umfährt also das Hindernis, wodurch sich eine Unstetigkeit im Gefälle der
Dränleitung einstellt, die gleich der Höhe des Hindernisses ist. Durch das der Höhe des Hindernisses
entsprechende Absteuern des Verlegeschwertes auf das ursprünglich vorgesehene Gefälle entsteht eine Art
Siphon in der Dränleitung, der den Abfluß verhindert
und darüber hinaus oberhalb der Unstetigkeit zu Ablagerungen im Dränrohr führt. Entsprechend der
einschlägigen DlN-Vorschriften wird die noch zulässige
Toleranz für die Gefälleunstetigkeit bereits dann überschritten, wenn das Hindernis im Boden eine
Auswanderung der Gefällehöhe von mehr als 2 cm zur Folge hat.
Die gleichen Nachteile treten auch bei einer anderen bekannten Anordnung auf (US-PS 37 27 332), bei der ein
Lasersender zusammen mit Sensorzellen auf einem Fahrzeug angeordnet sind. Der Laserstrahl wird
unabhängig vom Gelände auf die Horizontale eingestellt und das Sollgefälle durch Höheneinstellung der
Sensorzellen vorgewählt. Wandert das mit dem Fahrzeug verbundene Fräsrad aus dem eingestellten
Sollgefälle aus, so wird es durch von den Sensorzellen erzeugte Steuerimpulse nachgestellt. So kann allein die
Winkelabweichung vom eingestellten Sollgefälle gemessen und korrigiert werden, nicht jedoch Höhenauswanderungen
des Werkzeuges beim Auftreffen von Hindernissen.
Bei einer anderen bekannten Anordnung (US-PS 37 78 168) ist die einen Leitstrahl aussendende Lichtquelle
ebenfalls am Dränschwert befestigt un;! wird der Leitstrahl an einem ortsfest im Gelände aufgestellten
Spiegel reflektiert und von lichtempfindlichen Zellen aufgefangen, die ebenfalls am Dränschwert neben der
Lichtquelle befestigt sind. Diese Anordnung bringt eine erhebliche Erschwernis beim Aufstellen des Spiegels mit
sich, der rechtwinkelig zum Sollgefälle ausgerichtet werden muß, damit die Spiegelfläche um die Ebene, in
der die Empfänger liegen, zueinander parallel sind. Auch bei dieser Anordnung ist ein geänderter Sollgefälleanstellwinkel
nicht vorgesehen, wenn der Dränpflug beim Auftreffen von Hindernissen im Boden Höhenabweichungen
erfährt.
Demgegenüber besteht die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe darin, die Steuerung des Dränschwertes
so vorzunehmen, daß ein bestimmtes Gefälle auch beim Umfahren von Hindernissen im Boden mit hoher
Genauigkeit eingehalten wird, ohne daß eine unzulässige Siphonbildung des Dränrohrstranges auftritt.
Die genannte Aufgabe ist bei der Anordnung der eingangs geschilderten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß abhängig von den Steuersignalen des in Fahrtrichtung entweder vor oder hinter dem Fahrzeug
aufgestellten, ortsfest angeordneten Empfängers der Anstellwinkel des Schwertes so geändert wird, daß beim
Auswandern des Dränschwertes infolge des Überfahrens von Hindernissen ein flacheres oder steileres
Gefälle einstellbar ist.
Es wird also nach eine," Abweichung des Dränpfluges von der gewünschten Gefällelinie des Drängrabens der
Dränpflug nicht wieder auf die gewünschte Gefällelinie eingestellt, sondern wird der Dränpflug beim Ausweichen
nach oben hin infolge eines Hindernisses derart verschwenkt, daß der am Dränpflug angeordnete
Sender wieder auf den ortsfest aufgestellten Zielpunkt ausgerichtet ist, was eine Änderung des Anstellwinkels
des Dränpfluges zur Folge hat. Daraus ergibt sich auch eine Änderung des Gefälles des Drängrabens. Damit
wird der Vorteil erzielt, daß eine Siphonbildung des Dränrohres bei dem bisher üblichen Rückführen des
Dränschwertes auf die vorbestimmte Gefällelinie vermieden wird. Je nach dem, ob der Empfänger in
Fahrtrichtung des Fahrzeuges vor diesem oder hinter diesem aufgestellt ist, ergibt sich eine flachere oder
steilere Gefällelinie. Der Empfänger läßt sich leicht im Gelände aufstellen, so daß sich Hilfspersonal einsparen
läßt. Es ergibt sich folgende Arbeitsweise:
Das mit dem Zugfahrzeug in bekannter Weise verbundene Verlegeschwert wird in einem Vorfluter
bzw. Sammler zunächst auf die gewünschte Ausgangstiefe mittels der Höhenverstellung der Verstellvorrich-
S tung gebracht. Erfindungsgemäß ergeben sich für die
Aufstellung des Empfängers zwei Möglichkeiten, nämlich einmal in Fahrtrichtung vordem Fahrzeug und
andererseits in Fahrtrichtung hinter dem Fahrzeug.
Wird die Aufstellung des Empfängers in Fahrtrichtung vor dem Fahrzeug gewählt, fährt also das
Verlegeschwert auf den Empfänger zu, so ergibt sich eine besonders einfache Arbeitsweise. Abhängig von
dem vorbestimmten Gefälle und der Gesamtlänge des zu verlegenden Dränstranges wird unter Berücksichtigung
eines vorhandenen natürlichen Geländegefälles die Höhe der Aufstellung des Empfängers über der
Geländeoberkante bestimmt. Besteht der Empfänger aus einer bekannten Selenzellenbatterie, 50 muß deren
Totzone auf eine bestimmte Höhe eingestellt werden.
Darauf wird der Anstellwinkel des Verlegeschwertes mittels der Verstellvorrichtung so ausgerichtet, daß der
vom Sender emittierte Leitstrahl, also der vom Lasergerät erzeugte Laserstrahl auf die Totzone fällt.
Nach dem Anvisieren der Totzone kann nun das Verlegen der Dränleitung erfolgen, wobei das Zugfahrzeug
auf den Empfänger zufährt.
Treten jetzt Abweichungen vom vorbestimmten Gefälle ein, so wandert der Laserstrahl an den
Selenzellen des Empfängers entweder nach oben oder nach unten aus. Dabei werden Steuersignale erzeugt, die
vorzugsweise über Funk an die Maschine übermittelt werden und die nach entsprechender Verstärkung auf
die Verstellvorrichtung zur Änderung des Anstellwinkels des Verlegeschwertes einwirken.
Liegt nun im Zuge des Dränstranges ein festes
Hindernis, beispielsweise ein Stein, so gleitet das Verlegeschwert an dem Stein auf und wird über ihn
hinweggehoben. Durch die Anhebung des Verlegeschwertes ergibt sich ein Steuersignal, das wiederum
den Anstellwinkel des Schwertes so verändert, daß der Laserstrahl wieder in den Totbereich gelangt. Damit
tritt selbsttätig eine Verkleinerung des Gefällewinkels ein, und das Verlegeschwert wird weiter unter
Einhaltung des geringeren Gefällewinkels auf den Empfänger zufahren, ohne daß sich ein Gegengefälle
bildet, das zu einer Siphonbildung des Dränstranges führt. Es ergeben sich somit wesentliche Vorteile
gegenüber dem bekannten Verfahren. Darüber hinaus kann eine am Dränschwert vorgesehene Vorrichtung,
wie eine Wasserwaage oder ein Pendel entfallen, die zum Einrichten des Anstellwinkels des Dränschwertes
dient. Die anfängliche Einstellung des Anstellwinkels, also des vorbestimmten Gefälles, erfolgt nämlich
u.imi.teibar durch Anvisieren der Totzone des Empfängers
durch den Sender am Verlegeschwert.
Außerdem kann auf ein Nivelliergerät bzw. eine Vermessung des Geländes verzichtet werden, wenn
bekannt ist, daß die Geländeoberfläche mindestens so viel natürliches Gpfälle aufweist wie das Gefälle für den
Dränstrang. Beträgt beispielsweise der Höhenabstand zwischen der Schwerlsöhle, also der Röhrsöhle Und dem
Lasergerät 2 m, so kann beispielsweise die Totzone des Empfängers auf 1,1 m über Geländekante aufgestellt
werden. Dann beträgt am Rohrende, also am Aufstellungspunkt des E-iofängers, die Rohrüberdeckung
0,9 m. Ist jedoch kein natürliches Geländegefälle vorhanden, so wählt man die gewünschte Überdeckung
am Ende des Rohrstranges zu 0,7 m, so daß die Tolzone
des Empfängers demzufolge 1.3 m über Geländeober·
kante aufgestellt werden muß. Beträgt die Länge des Dränstranges 200 m und soll das gewünschte Gefälle
15 cm auf 100 m Länge betragen, so muß das Dränschwert am Vorfluter eine Ausgangsiiefc aufweisen,
die mindestens I m unter Geländeoberkante liegt.
Vorzugsweise wird ein am Dränschwert befestigtes Lasergerät in Verbindung mit einer ortsfest vor dem
fahrzeug am Ende des zu verlegenden Dränrohrstranges aufgestellten Selenzellenbatterie verwendet, deren
Steuersignale über F:unk zurück auf die Maschine übertragen werden, wobei am Zugfahrzeug eine
Steuereinrichtung vorgesehen ist. die auf die Verstellvorrichtung zur Änderung des Anstellwinkels des
Verlegeschwertes einwirkt.
Anstelle des Lasergerätes kann der Sender aber auch ein f iinkscndcr sein, während der Lmpfänger als
Rich'.arücnnc i'.'J'gcb'M·*' '«' Ahu/pir-hiingpn rlr-s. Vprlpgeschwertes
von dem zu fahrenden Gefälle werden von der Antenne ermittelt, in Steuersignale umgewandelt
und zum fahrzeug durch Funk übertragen, worauf dann cmc entsprechende Änderung des Anstellwinkels
vorgenommen wird. Beispielsweise läßt sich ähnlich wie
in der Flugnavigation ein Radiokompass verwenden, der auf einen Richtsender ausgerichtet ist. Die vom
Radiokompass erzeugten Steuersignale können einer Steuerschaltung aufgeschaltct werden, so daß bei
Abweichungen von dem zu fahrenden Kurs eine entsprechende Gegensteucrung vorgenommen wird.
Würde man in diesem Fall den Richtsender on das Ende
des Dränstranges verlegen und den Empfänger am Verlegcschwert befestigen, so würde der Empfänger
ebenfalls bei Abweichungen vom idealen Gefälle Steuersignale abgeben, die der Verstellvorrichtung
zugeführt werden. In diesem Fall kann die Übertragung der Steuersignale auf dem Funkwege eingespart
werden.
Wie bereits erwähnt, kann der Empfänger aber auch in Fahrtrichtung des Ztigfahrzeuges hinter diesem
angeordnet sein. Dabei wird das Verlegeschwert ebenfalls am Vorfluter zunächst auf die Ausgangstiefe
gefahren. Danach wird das Verlegeschwert auf den vorbestimmten Neigungswinkel des Gefälles eingestellt.
Hierzu dient ein am Schwert angeordnetes Richtinstrumen!, zum Beispiel ein Lot. eine elektrische Wasserwaage
oder ein Kreiselkompaß. Handelt es sich um eine elektrische Wasserwaage, so wird diese auf den
gewünschten Gefällewinkel eingestellt. Die Wasserwaage ist mit der Verstellvorrichtung zum Einstellen des
Anstellwinkels des Verlegeschwertes elektrisch verbunden.
Stellt sich nach dem Einschalten der Wasserwaage diese ausgehend von dem eingestellten Gefällewinkel
wieder auf die Waagerechte ein, so wird die Verstellvorrichtung betätigt und das Schwert auf den
vorbestimmten Neigungswinkel des Gefälles eingestellt.
Hierauf wird das Lasergerät eingeschaltet, das seinen Strahl nach rückwärts auf die ortsfest aufgestellte
Meßeinrichtung aussendet. Die Selenzellen der Meßeinrichtung sind höhenverstellbar und werden nun so lange
verschoben, bis der Laserstrahl auf die Totzone auftrifft.
Anschließend kann das Schwert in Vorschub gebracht
werden. Bei Auf- und Abbewegungen des Verlegeschwertes sowie bei Änderungen seines Anstellwinkels
wandert nun der Laserstrahl entweder nach oben oder nach «men aus der Totzone der Meßeinrichtung aus, so
daß entsprechende Selenzellen ansprechen. Die Selenzellen sind mit einem Sendegerät verbunden, das von
den Selenzellen beim Auftreffen des Laserstrahles Impulse erhält und diese über Funk an einem
Empfänger an dem Fahrzeug übermittelt. Diese Impulse stellen entsprechende Steuerbefehle für die Verstellvorrichtung
des Schwertes dar. Über die Verstellvorrichlung wird dann die Korrektur des Anstellwinkels so weit
vorgenommen, bis der Laserstrahl wieder auf die Totzone der Meßeinrichtung fällt.
Trifft nun die Schwertspitz.c auf einen harten Gegenstand im Boden, so gleitet das Dränschwert an
ίο dem Widerstand nach oben und verändert dadurch
seinen Einstcllwinkcl im Sinne eines stärkeren Gefälles. Dadurch wandert der vom Lasergerät ausgesandte
Laserstrahl von der Totzone aus nach unten. Diese Auslenkung des Laserstrahles wird jedoch nicht im
vollen Umfang wirksam, da beim Auffahren auf das Hindernis das Schwert auch angehoben wird, wodurch
sich die nach unten gerichtete Auslcnkbcwegung des 1 :i'.pt«.ir:»hlr<. vprrinpprl. Durch die Meßeinrichtung
werden nun auf die Verstellvorrichtung des Schwertes
ίο Impulse gegeben, welche den Neigungswinkel des
Schwertes so verändern, daß der Laserstrahl wieder in die Totzone fällt. Dies hat einen steileren Anstellwinkel
und damit ein größeres Gefälle im Dränstrang zur Folge.
Dadurch ist vermieden, daß nach dem Ausgleiten des
Schwcrte.-. auf das Hindernis das Dränschwert wieder
auf die mir rlcm ursprünglichen Gefälle fluchtende Linie
abgesenkt und damit ein Gcgcngefälle des Dränrohres erhalten wird.
Treten jedoch die Steuervorganye verhältnismäßig
oft nuf. und ist der Dränstrang verhältnismäßig lang, so
kann dies dazu führen, daß der Anstellwinkel zu groß wird und deshalb am Ende des Dränstranges durch den
zu groß gewählten Gcfällewinkel nicht mehr genügend Überdeckung für den Dränstrang vorhanden ist.
Sollte eine Abhilfe erforderlich sein, so ist es möglich,
das Dränschwert nach Überfahren des Hindernisses anzuhalten und erneut mittels der elektrischen Wasserwaage
den Gefällewinkel einzustellen. Je nach Größe bzw. Höhe der Abweichung vom vorgegebenen Gefälle
soll der neu eingestellte Gefällewinkel kleiner sein als der ursprünglich eingestellte Gefällewinkel, um möglichst
bald auf die gedachte Verlängerung des ursprünglich eingestellten Gefälles zurückzugelangen.
Zur erneuten Einstellung des Gefällewinkels ist auch die Meßvorrichtung der Höhe nach neu einzustellen, bis der
Laserstrahl wieder auf den Totbereich fällt.
Die Änderung des Gefällewinkels kann durch ein weiteres am Verlegeschwert angeordnetes Richtinstrument
festgestellt werden. Ferner kann eine Tiefen1 ">ntrolleinrichtung
am Dränschwert angebracht sein, die der Bedienungsperson Aufschluß darüber gibt, wann die
minimale bzw. maximale noch zulässige Tiefe erreicht wird. Die Tiefenmessung kann in bekannter Weise, ζ. Β
über eine Tastvorrichtung am Dränschwert oder durch Echolot erfolgen.
Dadurch, daß der Sender von dem Verlegeschwen
mitgeführt wird, können sofort Änderungen de; Anstellwinkels und damit Kursabweichungen erfaßi
werden. Die Korrektur des Gefälles wirkt nicht auf di« Tiefensteuerung des Verlegeschwertes, sondern viel
mehr auf dessen Anstellwinkel ein. Die Tiefeneinstel
lung des Schwertes wird nun anfänglich zur Einstellung
am Vorfluter benutzt.
Zwei Äusführungsbeispieie der Erfindung sind nach stehend an Hand zweier schematischer Darstellung»
erläutert wobei in F i g. 1 die zu dem am Verlege schwert befestigten Lasergerät gehörige Meßvorrich
'5
lung vor dem Fahrzeug und in F i g. 2 hinler dem
Fahrzeug aufgestellt ist.
Der Empfänger 10 ist ortsfest am linde des zu
verlegenden Dransiranges entfernt von einem Vorfluter ortsfest aufgestellt und hesteht aus einer Reihe von
übereinander angeordneten einzelnen Selenzellen II. die an vMer Stange I2 der I leihe nach verschiebbar sind.
Die Totzone ist mit I3 bezeichnet. An dem Schwert I4 ist ein Lasergerät I5 befestigt. Der Sender zum
Übertragen der Steuersignale vom Empfänger 10 sowie
der zugehörige Empfänger, die .Steuereinrichtung und
die Verstellvorrichtung für den Neigungswinkel des Dränschwerles 14 sind nicht dargestellt.
Nach Hinstellen der Totzone Π auf eine bestimmte Höhe über der Geländeoberkanle 18. entweder über ein
Nivelliergerät oder vorzugsweise abhängig vom gewünschten Gefälle, der Länge des Dränstranges und
ggfs. von CiIiLIiT i'u'iiiii iiCnC-ii Cii-fi'inuC-gi-'ciiic, wii'u ii.iS
Dränschwert 14 am Vorfluter der Tiefe nach eingestellt und dann der Neigungswinkel der Sohlkante des
Schwertes so verändert, daß der vom Lasergerät 15 emittierte Laserstrahl 20 auf die Totzone I 3 fällt. Damit
ist das Gefälle 20' des Dränrohres bestimmt.
Trifft nun das Dränschwert auf einen Stein 17 im Boden, so wird das Dränschwert angehoben, wodurch
der Laserstrahl aus der Totzone auswandert und ein Steuersignal erzeugt wird, das den Anstellwinkel des
Dränschwertes so verändert, also im Sinne eines geringeren Gefälles, daß der nunmehr emittierte
Laserstrahl 21 wiederum in die Totzone 13 fällt. Dadurch läßt sich in einfacher Weise ein Gefälle und
damit eine Verlegung des Dränstranges erzielen, die innerhalb der zulässigen Toleranzen für die Gefälleunstetigkeit
liegt. Das neue Gefälle ist mu 24 bezeichnet.
In F i g. 2 ist der Empfänger 10 in Fahrtrichtung hinter
dem /ugfahrzeug am Vorfluter aufgestellt. Der Lmpfänger bestellt ebenfalls aus den Selenzellen 11 mit
dem Totbereich 13, die an der Stange 12 höheneinstellbar
sind. An dem Dränschwert 14 befindet sich außer dem Lasergerät 15 noch ein elektrische Wasserwaage
16. Nach Linstelk'ii der Tiefenlage des Schwertes sowie
des gewünschten Gefällewinkcls in der bereits erläuterten
Weise mittels der Wasserwaage 16 trifft der Laserstrahl 20. der parallel zum vorbestimmten Gefälle
20' verläuft, auf den Empfänger 10. der der Höhe nach
nun so verstellt wird, daß der Strahl 20 in die Totzone 13
fallt. Damit kann der Vorschub des Schwertes beginnen, das nun auf das vorbeMimmtc Gefälle gesteuert wird,
trifft das Dränschwert iiif einen Stein 17 im Boden, so
gleitet das Dränschwert zunächst auf das Hindernis auf. und das Lasergerät 15 sendet einen Strahl 22 aus, der
eine Selenzelle unterhalb der Totzone 13 trifft. Dadurch
erriaii die Versielivui 1 luiiuiig den Befeiti, den Aiiml-H-winkel
des Schwertes steiler /11 steuern, bis der
Laserstrahl 23 in der neuen Lage des Schwertes wieder in die Totzone 13 fällt. Die weitere Verlegung erfolgt
nun längs des Gefälles 24, das zum Laserstrahl 23 parallel verläuft. Sollte der neue Gefällewinkcl zu steil
sein, so kann das Zugfahrzeug angehalten und das Verlegeschwert wiederum mit Hilfe der Wasserwaage
auf einen geringeren Gefällewinkel eingestellt werden, wobei dann auch die Höhe der Totzone 13 neu
eingestellt werden müßte.
Es ist also vermieden, daß das Dränschwert nach Überfahren des Hindernisses 17 wieder auf die
ursprüngliche Gefällelinie 25 in Fortsetzung des Gefälles 20' zurückgesteuert wird, wodurch sich die
Verlegung des Dränstranges in unzulässiger Weise verändert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Anordnung zum Verlegen eines Dränrohres in einem vorbestimmten Gefälle mit einem an einem
Zugfahrzeug angeordneten, mit einer Verstellvorrichtung versehenen Dränschwert, mit einem einen
Leitstrahl erzeugenden Sender, der an dem Dränschwert angeordnet ist und einem den Leitstrahl
abtastenden als Meßeinrichtung ausgebildeten Empfänger, von dem bei Abweichungen des Verlegeschwertes
von dem vorbestimmten Gefälle Steuersignale erzeugt und der Verstellvorrichtung des
Dränschwertes zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß abhängig von den Steuersignalen
des in Fahrtrichtung entweder vor oder hinter dem Fahrzeug aufgestellten, ortsfest angeordneten
Empfängers (10) der Anstellwinkel des Schwertes (14) so geändert wird, daß heim
Auswandere des Dränschwertes infolge des Überfahrens von Hindernissen ein flacheres oder steileres
Gefälle einstellbar ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Empfänger (10) eine ortsfeste
Sendeeinrichtung angeschlossen ist, von der die Steuersignale an die Steuereinrichtung zum Betätigen
der Verstellvorrichtung übertragbar sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung des Empfängers
(10) zur Einstellung einer Nullmarkierung der Höhe nach verstellbar ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichn.-t, daß der Sender (15) ein
Lasergerät ist und der Empfänger (10) aus einer Reihe senkrecht übereinander (!geordneter lichtempfindlicher
Zellen (11) mit einer Totzone (13) besteht.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Sender und Empfänger
als Richtfunkgeräte mit einer Antenne ausgebildet sind.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Dränschwert
(14) ein Richtinstrument (16) angeordnet ist, mit dem das Dränschwert auf das vorbestimmte Gefälle
einstellbar ist.
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