DE2363782C2 - Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen mit hoher Heißwasserbeständigkeit - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen mit hoher HeißwasserbeständigkeitInfo
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Description
45
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur
Herstellung von Holzwerkstoffen mit hoher Heißwasserbeständigkeit durch Beleimen von Holzmehl,
Holzspänen, Holzfurnieren oder Holzpapieren mit 35 lösungen und die Wetterfestigkeit der damit hergestell-
Herstellung von Holzwerkstoffen mit hoher Heißwasserbeständigkeit durch Beleimen von Holzmehl,
Holzspänen, Holzfurnieren oder Holzpapieren mit 35 lösungen und die Wetterfestigkeit der damit hergestell-
»lkalisch kondensierten Phenol-Aldehyd-Harzen mit — "-'—"■■"♦«"- —SR v 'w niK! M^'
L
einem Aldehyd-Phenol-Molverhältnis von mindestens 1,6:1, einer Viskosität bei einem Feststoff gehalt von
48% von über 200 cP, gemessen im Höppler-Viskosiirieter
bei 200C, einem Alkalihydroxidgehalt von 0,05 bis 2 Mol pro Mol Phenol und einem Gehalt an freiem
Phenol von weniger als 6%, wobei den Phenolharzen mach Patent 16 53 266.4-15 vor oder während der Beleimung
0,01 bis I Mol Alkylencarbonat pro Mol Phenol zugesetzt wird.
Die Vorteile der Zugabe von Alkylencarbonaten als Härter zu den Phenolharzen liegen in einer kürzeren
Gelierzeit und damit einer schnelleren Durchhärtung lowie in einer verbesserten Heißwasserbeständigkeit
der damit hergestellten Holzwerkstoffe gemäß V100 der DlN 68761, Blatt 3, die ein Maß für die Wetterfestigkeit
ist.
Leider bereiten die Alkylencarbonate bei ihrer Verirbeilung
in Phenol-Aldehyd-Harzlösungen gewisse Schwierigkeiten. Zwar sind die Alkylencarbonate mit '
den Phenol-Aldehyd-Harzlösungen gut verarbeitbar, aber ihr Einbringen in die Phenolharzbindemittelflotte
bereitet gewisse Schwierigkeiten. Setzt man z. B. der wäßrigen Phenoiharzbindemittelflotte festes Alkylencarbonat
zu, so treten insofern Schwierigkeiten auf, als es bereits während des Lösungsvorganges zu Aushärtungen
und damit zur Bildung von kleinen festen Partikeln kommt. Aber auch beim Zusatz von flüssigen
Alkylencarbonaten bilden sich gallertartige Teilchen, ten Holzwerkstoffe gemäß V100 der DlN 68
zusätzlich erhöht.
Aus dem folgenden Beispiel geht dies klar hervor:
Aus dem folgenden Beispiel geht dies klar hervor:
94 g Phenol (1 Mol), 255 ml einer 30 "„igen Formalinlösung
(2,55 Mol Formaldehyd) und 29 ml einer 33%igen Natronlauge (0,325 Mol Natriumhydroxid)
werden in einem Glaskolben unter Rühren vermischt und innerhalb von 40 Minuten auf 90 C aufgeheizt.
Dann werden weitere 29 ml 33%igc Natronlauge
zugegeben. Darauf läßt man 60 Minuten bei 90 C reagieren, destilliert 70 ml Wasser ab und kondensiert
bis zu einer Viskosität von 60 Sekunden, gemessen im 4 mm DIN-Becher bei 200C.
Man erhält ein Holzspanbindcmittel mit den in der Tabelle 1 zusammengestellten Werten:
Feststoffgehalt 48 Gewichtsprozent
Viskosität, gem. im
4 mm-DIN-Becher bei 20' C .60 Sekunden
Gelierzeit, gem. bei 100 C . .28 Minuten
Härtungszeil, bestimmt auf
der Durotesiplatte bei 130 1C.45 Sekunden.
Dem auf diese Weise erhaltenen Bindemittel werden 4 Gewichtsprozent Härterlösung, bestehend aus glei-
wenn man nicht für eine momentane vollständige Ver- 65 chcn Gewichtsteilen Propylencarbonat und 37",.IgCm
mischung sorgt, die nur unter großen technischen Formalin, zugesetzt. Die so hergestellte Harz-Härter-Schwierigkeiten
zu erreichen ist. Die festen bzw. gallert- Lösung enthält keinerlei feste bzw. gallertartige Parartigen
Teilchen führen durch Verstopfung des Ver- tikeln und ihre Gelierzeit wird auf 8 Minuten gegenüber
3 4
28 Minuten der reinen Phenolharzbindemittellösung Piattenstärke 8 mm
verkürzt. Plattendichte 0,70 g/cm3
Unter Verwendung dieser Harz-Härter-Lösuni: wer- Preßtemperatur 165 C
den auf einer Laboratonumspresse Holzspanplatten Preßuruck 20 kp./crrf-
hergestellt. 5 Preßzeit 2,4 Minuten
Herstellungsbedingungen und Ergebnisse sind der Preßfaktor, min/mm
Tabelle 2 zu entnehmen: Plattenstärke 0.3
T ... ., Bieeefestiekeit 340 kp.cm-
1 aDelle - Querzugfestigkeit V20 8,8 kp.cm-
Spar.feuchte 3 "u io Querzugfestigkeit V100 3,8 kp/cm-
beleimungsfaktor 9",', nach DlN 52365
Claims (2)
- Patentansprüche:I. Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen mit hoher Heißwasserbeständigkeit durch Beleimen von Holzmehl, Holzspänen, Holzfurnieren oder Holzpapieren mit alkalisch kondensierten Phenol-Aldehyd-Harzen mit einem Aldehyd-Phenol-MoIverhältnis von mindestens 1,6:1, einer Viskosität bei einem FestDtoffgehalt von 48% von über 20OcP, gemessen im Höppler-Viskosimeter bei 20°C, einem Alkalihydroxidgehalt von 0,05 bis 2 Mol pro Mol Phenol und einem Gehalt an freiem Phenol von weniger als 6%. wobei den Phenoldüsungssystems zu erheblichen Betriebsstörungen bei der Herstellung von Holzwerkstoffen.Die Ausfällung der gallertartigen Teilchen ist nur zu vermeiden, wenn das Alkylcncaiboiiui in stark ver-dünnter Lösung den Bindemittelflotten zugesetzt wird. Verwendet man aber als Verdünnungsmitiel Wasser, so führt man dem Holzmaterial bei der Bedüsung mit diesen Bindemittelflotten eine dem Wasserhaushalt der Holzwerkstoffe abträglich große Menge Wasser zu,ο da Wasser z. B. nur 20 Gewichtsprozent Propyiencarbonat aufnehmen kann und die großen Wassermengen entsprechend mehr Verdampfungswärme und längere Preßzeiten erfordern.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb,harzen gemäß Patent 16 53 266.4-15 vor oder 15 das Verfahren gemäß Patent 16 53 266.4-15 so ueiterwährend der Beleimung 0,01 bis 1 Mol Alkylen- zuentw.ckeln, daß sich bei der Zum.schung des Al-■ ■ ■ kylencarbonats keine gallertartigen Teilchen mehr bilden können, ohne der BindemittelfloHc zusätzliches Wasser zuführen zu müssen.carbona! pro MoJ Phenol zugesetzt wird, d a durch gekennzeichnet, daß das Alkylencarbonat den Phenol-Aldehyd-Harz-Bindemitleitungen in Form einer Lösung, bestehend aus 20 Diese Aufgabe wird erf.ndungsgen-.au dadurch ge-30 bis 80 Gewichtsprozent Alkyiencarbonat in 30 löst, daß das Alkylencarbonat den Phcnol-Aldehsd-' ' Harz-Bindemittellösungen in Form einer Lösung, bestehend aus 30 bis 80 Gewichtsprozent Alkylencarbonat in 30 bis42%igem wäßrigem Formalin, zugesetzt wird. Vorzugsweise verwendet man Lösungen, bestehend aus 45 bis 55 Gewichtsprozent Alkylencarbonat in 35 bis 38%igem wäßrigem Formalin.Es ist überraschend, daß wäßriges Formalin ein so hohes Lösungsvermögen für Alkylencarbonate aufweist und bei der Zugabe der Härterlösung /u den Phenolharzbindemittellösungen keine festen b/w. gallertartigen Partikeln gebildet werden. Durch die Zugabe der Alkylencarbonat-Formalin-Lösung wird außerdem die Reaktivität der Phenolharzbindemittel-bis 42%igem wäßrigem Formalin, zugesetzt wird. - 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung, bestehend aus 45 bis 5i Gewichtsprozent Alkylencarbonat in 35 bis 3$%igem wäßrigem Formalin, zugesetzt wird.
Priority Applications (12)
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Publications (3)
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