DE2363613A1 - Ein scharnier, besonders fuer gekuppelte fensterkonstruktionen - Google Patents
Ein scharnier, besonders fuer gekuppelte fensterkonstruktionenInfo
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Description
Ein Scharnier, besonders für gekuppelte Fensterkons tr'ukt ionen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Scharnier für
zwei aneinander drehbar gelagerte Teile j besonders für die
Einfassungshälften einer gekuppelten Fenstereinfassung, welches Scharnier wenigstens zwei Scharnierblätter und einen diese
verbindenden Scharnierstift umfasst, welcher letztgenannte in an den Scharnierblättern gebildeten Lagerhülsen drehbar
gelagert ist.
Bei gekuppelten Fensterkonstruktionen ist es wichtig nicht nur, dass die Einfassungshälften der Einfassung aneinander drehbar
gelagert werden.können, so dass die Einfassungshälften für Glasarbeit, Reinigung u.dgl. geöffnet werden können, sondern
auch dass die zusammengewendeten Einfassungshälften aneinander
verschlossen und zum Verdichten der Spalte zwischen den. Hälften dicht gegeneinander gepresst werden können. Bisher ist es üblich
gewesen, für das Zusammenpressen besondere Mittel wie z.B. Spannschrauben und ähnliches zu verwenden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ein Scharnier zu schaffen, das dieses Anpressen auf einfachere Weise ermöglicht. Dies wird
durch das Scharnier gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht, dass der Scharnierstift einen ovalen Querschnitt
aufweist, wobei die längere Achse
A 0$ 827/MOO
des Ovals wesentlich dein Innendurchmesser der Lage'rhülsen
entspricht, zur Verhinderung von Bewegungen, der Scharnierblätter im Bezug auf einander in der Richtung dieser Achse, und wobei
die kürzere Achse kürzer als der Innendurchmesser der Lagerhülsen' ist, um Bewegungen der Scharnierblätter im Bezug auf
einander in der Richtung der letztgenannten Achse zu ermöglichen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird ein Scharnier einer
sehr einfachen Konstruktion erzeugt, welches nicht nur als gewöhnliches Scharnier tätig ist, das eine Drehbewegung zwischen
zusammengekuppelten Teilen ermöglicht, sondern welches auch das Spannen der Teile gegeneinander ermöglicht. Dies wird
durch die ovale Querschnittsform des Scharnierstifts möglich gemacht, welche Form Bewegungen der Scharnierblätter im Bezug
auf einander aus der koaxialen Lage der Lagerhülsen zulässt, wenn der Scharnierstift zu einer gewissen Trennlage gedreht
worden ist, aber zwingt die Scharnierblätter zurück zur
koaxialen Lage, wenn der Scharnierstift um 90° von der genannten
Trennlage in die Spannlage gedreht v/ird. Das Scharnier gemäss der Erfindung arbeitet somit sowohl als ein eigentliches
Scharnier als auch als 3pannni~xel. Das Scharnier gemäss der
Erfindung kann trotzdem in derselben v/eise wie gewöhnliche
Bfetcscharniere installiert v/erzen. V;eil der Scharnierstift
über die gesamte Länge mit ovaler: Querschnitt hergestellt v/erden kann, bietet die Herstellung des Scharnierstiftes keine
Schwierigkeiten.
In der schweizeriscnen Patentschrift 316 107 ist ein Scharnierstift
für eine Tür beschrieben .-"worden. Der Scharnierstift ist
überall mit zirkelförmiges Querschnitt ausgestattet, aber der
Scharnierstift hat zwei Zapfen-eile mit exzentrisch gelegenen Achsen, ,mittels welcher man eine gewisse Spannwirkung durch
Drehen des Stifts erzeugen-kann. Die exzentrische Konstruktion
des Stifts veranlässt aber eine Bewegung der Tür in der Richtung der V/andebene während die Tür senkrecht der Ebene der Wand
entgegen verschoben wird. Eine solche Spannbewegung in zwei Richtungen ist aber nicht erwünscht und bei Fensterkonstruktionen
auch nicht immer möglich. In der vorliegenden Erfindung erfolgt die Spannung des Scharniers mi^ einer Verschiebebewegung der
Scharnierblätter in nur einer Richtung, senkrecht der Fensterebene entgegen.
BAD ORiGINAt Jimmm ί*Λ« 409827/0200
Die Erfindung wird nachstehend näher beschrieben, und zwar
mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen, in welchen
Fig. 1 eine vorteilhafte Ausführungsform des Scharniers gemäss
der Erfindung als Seitenansicht und teilweise als Schnitt darstellt, '
Fig. 2 dasselbe von oben gesehen zeigt,
Fig. 3 und 4 den Scharnierstift als von der Seite- gesehen in
zwei verschiedenen Stellungen zeigen,
Fig. 5 und 6 das Funktionsprinzip des Scharniers gemäss der
Erfindung schematisch in grösserem Massstab in der Trennlage bzw. in der Spannlage zeigen,
Fig. 7 als waagerechten Schnitt eine Fensterkonstruktion zeigt, i:: welcher das Scharnier verwendet worden ist, und
Fig. 8 die FensterkonstruKtion als von vorne gesehen in kleinerem
Kassstab zeisrt.
-o '
Das in den Zeichnungen dargestellte Scharnier umfasst drei Scharnierblätter 1, 2, 3 und einen diese verbindenden Scharnierstift
4. Die Scharnierblätter"1 und 3 sind dazu vorgesehen, ans eine Element befestigt zu werden und das Scharnierblatt
ans andere Element. Die Scharnierblätter weisen in der gewöhnliche·:· Weise Lagerhülsen 1a, 2a und 3a auf, welche je ein
Loch 1b, 2b und 3b mit rundem Querschnitt bilden. Am ende des Scharnierstiftes ist ein querliegender Arm 5 befestigt.
Wie es besonders aus den Figuren 3-6 hervorgeht, weist der
Scharnierstift 4 einen ovalen querschnitt auf. Die längere Achse des Stiftquerschnitts entspricht wesentlich dem Innendurchmesser
der Lagerhülse, während die kürzere Achse bedeutend kürzer ist. Hierdurch können die Lagerhülsen 1,2 bzw. 2, 3
sich in der Richtung des Pfeils A aus der koaxialen Lage ver-'schieben,
wenn der Scharnierstift in die in Fig. 5 gezeigte Stellung gedreht worden ist. Wenn der Scharnierstift am Arn
um 90° in die in Fig. 6 gezeigte Stellung gedreht wird, werden die Lagerhülsen dazu gezwungen, sich gegeneinander zu verschieben
und eine miteinander koaxiale Lage zu nehmen. Han merkt, dass
aas Scharnier somit sowohl als Scharnier als auch als Spannmittel arbeitet, wie unten genauer beschrieben werden soll.
409827/0300 BADORiGfMAt ,«--te-u -..w*
Die in den Figuren 7 und 8 gezeigte Fensterkonstruktion umfasst
einen Rahmen 6 und eine daran drehbar gelagerte gekuppelte Einfassung 7, welche zwei Einfassungshälften 7A -und 7B umfasst.
An beiden senkrechten Seiten der Einfassung sind je zwei Scharniere angeordnet worden, wobei die Scharniere 8 auf einer
Seite als Drehscharniere der Einfassungshälften der Einfassung und die Scharniere 9 auf der Gegenseite als Verschliessvorrichtungen
der Einfassungshälften tätig sind. Die Scharnierblätter 1 und 3 jedes Scharniers sind hierbei in der gewöhnlichen
Weise an die eine Einfassungshälfte 7A und das Scharnierblatt 2 and die andere Einfassungshälfte befestigt.
Fig. 7 zeigt den Scharnierstift 4 in der Spannlage, d.h. in der
Lage in v/elcher die Lagerhülsen der Scharnierblätter miteinander koaxial gelegen sind und die Einfassungshälften dicht gegeneinander
mittels der Dichtung 10 drücken. Wenn die Scharnierstifte der beiden Scharnierpaare 8, 9 sich in der Lage gemäss
Fig. 7 befinden, können die Einfassungshälften mittels der beiden senkrechten Seiten der Einfassung dicht in die richtige
normale Betriebslage gedrückt werden.. . . ·
Menn die Scharnierstifte der Scharniere um 90 nach aussen
gedreht werden, können sich die Lagerhülsen der Scharniere , '
etwas voneinander weg in der Richtung des Pfeils A verschieben, wobei die Spannung gelöst wird und die Scharnierstifte der
Scharniere 9 auf einer Seite entfernt werden können. Hiernach können die Einfassungshälften auf den Scharnieren 8 aufgedreht
werden. Wenn die Einfassungshälften der Einfassung
zusammengekuppelt werden, wird in der umgekehrten Reihenfolge vorgegangen. - .
Die Zeichnung und die damit verbundene Beschreibung sind nur dazu vorgesehen, die Idee der Erfindung zu veranschaulichen.
In seinen Einzelheiten kann das Scharnier gemäss der Erfindung sogar beträchtliche Variation im Bereich der Patentansprüche
aufweisen. Obgleich die Erfindung oben im Zusammenhang mit einer Fensterkonstruktion beschrieben worden ist, ist es klar,
dass das Scharnier gemäss der vorliegenden Erfindung auch
zahlreiche andere Verwendungszwecke haben kann.
4098 2 7/0300
Claims (3)
- Ansprücheρ Λ Ein Scharnier für zwei aneinander drehbar gelagerte Teile, DBsonders für die Einfassungshälften (7A, 7B) einer gekuppelten Fenstereinfassung (7), welches Scharnier wenigstens zwei Scharnierblätter (1, 2, 3) und einen diese verbindenden Scharnierstift (4) umfasst, welcher letztgenannte in an den Scharnierblättern gebildeten Lagerhülsen (1a, 2a, 3a) drehbar gelagert ist, gekennzeichnet dadurch, dass der Scharnierstift (4) einen ovalen Querschnitt aufweist, wobei die längere Achse des Ovals wesentlich dem Innendurchmesser der Lagerhülsen entspricht, zur Verhinderung von Bewegungen der Scharnierblätter im Bezug auf einander in der Richtung dieser Achse, und wobei die kürzere Achse kürzer als der Innendurchmesser der Lagerhülsen ist, um Bewegungen der Scharnierblätter im Bezug auf einander in der Richtung der letztgenannten Achse zu ermöglichen.
- 2. Ein Scharnier gemäss Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass der Scharnierstift (4) über die gesamte Länge oval ist.
- 3. Ein Scharnier gemäss Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass am Ende des Scharnierstifts (4) ein querliegender Arm (5) befestigt worden ist, der das Drehen des Scharnierstifts ermöglicht.Der PatentanwaltI.409827/0300Leerseit
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|---|---|---|---|
| FI723705A FI50730C (fi) | 1972-12-29 | 1972-12-29 | Sarana, erikoisesti kytkettyjä ikkunarakenteita varten. |
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