DE2363513A1 - Lichtvernetzbare polymere und damit hergestelltes kopiermaterial - Google Patents
Lichtvernetzbare polymere und damit hergestelltes kopiermaterialInfo
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Description
Lichtvernetzbare Polymere und damit hergestelltes
Kopiermaterial
Die Erfindung betrifft neue 1ichtvernetzbare Polymere,
die Einheiten mit seitenständigen heterocyclischen
Resten enthalten, sowie deren Verwendung in lichtempfindlichen
Kopiermassen und Kopiermaterialien.
Es ist aus der DT-OS 1 570 224 bekannt, lichtempfindliche
Polymere» die seitenständige Cumaringruppen enthalten, in Kopiermassen und Kopiermaterialien zu verwenden.
Diese Polymeren lösen sich nur in einer begrenzten Anzahl organischer Lösungsmittel, so daß die Entwiekel barkeit
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der damit hergestellten Kopierschichten erschwert wird. Außerdem wäre es wünschenswert, Kopiermaterialien mit höherer
Lichtempfindlichkeit herstellen zu können, als sie diese
bekannten Polymeren aufweisen.
Es ist bereits in der DT-OS 2 310 307 vorgeschlagen worden,
1ichtvernetzbare Polymere mit seitenständigen 2-Pyrongruppen
zu verwenden, die die genannten Nachteile nicht aufweisen.
Aufgabe der Erfindung war es, weitere lichtempfindliche
Polymere mit ähnlich vorteilhaften Eigenschaften bereitzustelTen.
Die Erfindung geht aus von einem 1ichtvernetzbaren Polymeren,
das Einheiten mit seitenständigen Resten eines sechsgliedrigen
Heterocycles mit einer 2-Carbonylgruppe im Ring enthält.
Die erfindungsgemäßeh Polymeren sind dadurch gekennzeichnet,
daß die seitenständigen Reste 2-Pyridongruppen sind.
Die Pyridongruppenkönnen direkt oder über Verbindungsglieder
an die Polymerkette gebunden sein. Die Pyridon-Einheiten
können zusätzlich durch Alkyl gruppen mit 1-4 C-Atomen oder
durch Halogenatome, vorzugsweise Cl oder Br, substituiert
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sein. Bevorzugt als Alkylgruppe ist die Methylgruppe,
besonders bevorzugt sind solche Pyridongruppen, die in der
4-Stellung des Pyridonringes eine Methylgruppe tragen.
Gemäß' einer bevorzugten Ausführungsform haben die die 2-Pyridongruppe
enthaltenden Einheiten die allgemeine Formel
R4
ί CH '> ' "CH.
CH .C=O
/^ NH R3
R,, R„, R3, R. und R5 H, Halogen, vorzugsweise Chlor, oder
Alkyl mit 1-4 C-Atomen, vorzugsweise
Methyl
A eine Einfachbindung oder eine der
Gruppen -CONH-, -COO-, -OCO-, -0-CHOH- oder -0-CH-O-, wobei jedes
Sauerstoffatom der letztgenannten
Gruppe an eine Einheit der.Grundkette gebunden ist,
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B eine Alkylengruppe mit 1-4, vorzugsweise
1 oder 2 C-Atomen und η 0 oder 1 bedeuten.
Die Verbindung zur Polymerkette kann in 1-, 3-, 4-, 5- oder
6-Stellung des Pyridonrings angreifen. Sie steht bevorzugt in
1-Stellung, da sich viele Vertreter dieses Typs. uf._>o:Kier s
leicht herstellen lassen.
Als Polymerkette sind an sich alle geradkettigen oder verzweigten,
aber nicht quervernetzten Homo- oder Copolymeren geeignet, wie Polyäthylene oder aus substituierten Aethylenen
hergestellte Polymere, die also eine durchgehende Kohlenstoffkette
besitzen, ferner Polyester, Polyamide oder Polyether, oder Copolymere, die derartige Strukturelemente in der Kette
enthalten.
Als 1ichtvernetzbare Polymere werden, insbesondere wegen ihrer
leichten Herstellbarkeit, solche bevorzugt, die aus 2-Pyridonen, die eine Vinyl- oder Viny1idengruppe enthalten, hergestellt
sind oder die Einheiten aus solchen 2-Pyridonen enthalten. Als solche 2-Pyridone kommen Acrylester und vorzugsweise
Methacrylester von 2-Pyri donalkoholen in Betracht·, die nach an
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sich bekannten Metho(|en.rXe.ifhtfher.geste] 11 werden können, ferner
ana1oge„Säureari)jde.,-.w4e ^ne ζ ...§.f vftiis Aminogruppen tragenden
2-Pyri donen . durch Umsetzung mft-.Äcr-ylsäure oder insbesondere ι
Methacrylsäure hergestellt werden können. Auch Monomere, die eine Vinyl gruppe direkt .an^din Py(pj;doöf ingagebun4eo-,;ent;halten;:
könnet^ erf indungs-gemä^;|i ngi
In den Bereich der Erfindung fallen wei?te£htn.;&Q'T;y#je;re^PoIy-:.
hydroxyverbindungen, deren Hydroxygruppen ganz oder teilweise
mit Carboxylgrup;pe,n->tr.a,g_e:ad,e,n ,2-Ryri:dQnen yer.est,eηfc^dje^ mit, ■ *
Al dehydgruppen trag.enden,.j12;,-.Py1r1>cio;n:eiR ^ς^^αΐ i;sd,er.t ^in.;d, -s^v/vie:;.
Poly^carbonsf uren ,^Qi^ni^iceri. 5Aufb.aus.?, ,de;r.ern Car^Qxy-l gruppen, -:;- >/-;
ganz oder teilweise,-.,unit tiydmx^|grupp;er|. trag^niLe,)! ^-P^riidprneri; --:
ν e res te r. t ode r. mi ^, Am.i.riftg rup pe η .-,t.Re^gie.rvdvein J^P^i doneri ifi>
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Amide übergeführt .syjjd,., _ v<
v .„ ,Λ.-:-;. ., ; - ',,..■... ^: .■: ·- ... -^ --■_■■ m··-.
Bevorzugt werden wegen ihrer guten Löslichkeit, Haftfähigkeit
und mechanischen .Eiig:jensch;afteri;-C.opolyro.ere der oben genannten
ungesättigten 2-Pyridone mit Aeth.yle.n oder substituierten
Aethylenen, insbesondere mit Acrylsäure- oder Methacrylsäurederivaten,
vor allem mit aromatisch substituierten Aethylenen
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wie Styrol , Vinyltol uol", Chlorstyrol oder dere'n Gemischen.
Das molare Verhältnis von 2-Pyridoneinheiten zu Comonomereinheiten:
hängt von den gewünschten physikalischen Eigenschaften
des Polymeren sowie dem bei der Belichtung angestrebten Vernetzungsgrad
ab.
Schon Zusätze von einem Mol-% eines Comonomeren können sich
merklich auswirken, andererseits sind auch Copolymere, die
ή-ανΓ
nur '5 Mol-% oder noch weniger 2-Pyri donei nhei ten enthalten,
noch photövernetzbar. fm all gemeinen fiegt jedoch der Anteil
des pyridonhaltige'n Monomeren zwischen 90 und 10, vorzugsweise
zwischen 75 und ZS eMoT-aL' "
' "-: " " * '""
Gegenstand der Erfindung, ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung
lichtvernetzbarer Polymerisate, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man 2-Pyridone» die mindestens eine polymerisierbare
Vinyl- oder VinyHdengruppe enthalten, in an sich bekannter Weise» vorzugsweise radikalisch, gegebenenfalls
zusammen mit nicht lichiempfindlichen oder anderen lichtempfindlichen
copolymerTsierbaren Vinyl- oder Viny1idenverbindungen
polymerisiert.
Erfindungsgemäße 1ichtvernetzbare Polymerisate kann man weiterhin
dadurch herstellen, daß man Polymere» die freie oder veresterte oder acetalisierte Hydroxygruppen tragen, mit Carboxyl-
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gruppen oder Aldehydgruppen tragenden 2-Pyridonen nach an sich
bekannten Methoden verestert oder umestert bzw. acetalisiert oder umacetalisiert, oder dadurch, daß man Polymere, die freie
oder veresterte Carboxylgruppen, Carbonsäurechlorid- oder
Carbonsäureanhydridgruppen enthalten, mit Hydroxygruppen tragenden
2-Pyridonen verestert oder umestert oder mit Aminogruppen
enthältenden 2-Pyridonen umsetzt.
Die Polymerisationen können durch übliche Starter, z,B, durch
Peroxide oder Azoverbindungen, ausgelöst werden. Sie werden
vorzugsweise in einem unter den Reaktionsbedingungen
indifferenten LÖsungsmittel, z.B. Benzol, Butanon oder
Dimethylformamid, durchgeführt. Vor allem beim Arbeiten mit
kleinen Substanzmengen ist es vorteilhaft, die Umsetzungen möglichst unter Ausschluß von kurzwelligem Licht durchzuführen,
also z.B. unter Gelblicht zu arbeiten.
Als Verbindungen, deren Homo- oder Copolymerisation zu
erfindungsgemaßen 1ichtvernetzbaren Polymerisaten führt,
seien beispielsweise genannt:
Ester polymerisi erbarer Carbonsäuren mit Hydroxygruppen tragenden
2-Pyridonen, insbesondere,
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1 -(Acryloyloxyäthyl)-pyridon-(2),
l-(Methacryloyloxyäthyl )-pyridon- (2) ,
3-Methyl-l-(methacryloyloxyäthy1)-pyridon-(2)s
6-Methyl-l-(methacryloyloxyäthyl)-pyridon-(2) ,
4,6-Dimethy!-1-(aeryToy!oxyäthyl)-pyridon-(2) ,
4 ,6-Dimethyl-1 -(2-methacryloyloxypropyl)-pyridon-(2),
3,4,6-Trimethy1-5- (me th acryl oyl oxy me thy! )-pyrivdon-( 2) ,
1, 4,6-Trimethyl-3-(methaery 1oyloxymethy!)-pyri don-(2) ,
1,4-Dimethyl-6-(methaeryloyloxymethy!)-pyri don-(2) ,
4-Methyl-6-(methacryloyloxymethyl)-pyridon-(2) ,
1, 4-Dimethyl-3s5-di chi or-6-(methacryloyloxymethyl)-pyridon-(2) ,
4 ,6-Dimethyl-1-( -chloracryloyloxyäthyl)-pyridon-(2) ,
Amide polymerisierbarer Carbonsäuren mit Aminogruppen tragenden
2-Pyridonen, z.B.:
4,6-Dimethyl-l-(methacryloylami no)-pyridon-(2),
4,6-Dimethyl-l-(aeryloylami no)-pyridon-(2),
1,4,6-Trimethyl-3-(methaery 1oylami no)-pyri don-(2),
1»4,6-Trimethy 1-3-(methacryloylami nomethyl)-pyri don-(2),
6-Methyl-3-(acryloylamino)-pyridon-(2),
6-Methyl-5-(acryloylamino)-pyridon-(2),
1 ,4-Dimethyl-6-(methacryloylami nomethyl)-pyri don-(2),
!-Butyl-4,6-dimethy!-5-(methacryloylami no)-pyridon-(2);
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Vinylgruppen tragende 2-Pyridone, z.B.:
4,6-Dimethyl-1-vinyl-pyridon-(2) ,
1,4-Dimethyl-6-vinyl-pyridon-(2),
1-Vinyl-pyridon-(2).
1,4-Dimethyl-6-vinyl-pyridon-(2),
1-Vinyl-pyridon-(2).
Die genannten Verbindungen können allein oder im Gemisch
untereinander oder zusammen mit anderen substituierten
Aethylenen, z.B. mit Methyl-, Aethyl-, Butyl-, n-Hexyl-,
Aethylhexylacrylat oder -methacrylat, ß-Methoxy-äthyl-,
ß-Methoxy-ß-äthoxy-äthyl-. oder FurfuryImethacrylat oder
mit Derivaten polymerisierbarer Carbonsäuren, wie sie
in der DT-OS 2 052 569 beschrieben sind, insbesondere Acrylaten
oder Methacrylaten von Hydroxygruppen enthaltenden Trialkylphosphinoxiden,
deren Alkylgruppen 1-4 C-Atome enthalten,
z.B. Dimethyl-(methacryloyloxymethyl)-phosphinoxid, ferner
mit Acrylnitril, Acrylamid, Maleinsäureanhydrid, Vinylacetat,
Vinylpyridin, Vinylcarbazol, insbesondere Vinylaromaten wie
Styrol, oC-Methylstyrol, Vinyl toluol oder Chlorstyrol, zu
1ichtvernetzbaren Polymeren polymerisiert werden.
Auch Ester p'olymerisierbarer Carbonsäuren mi t ungesättigten
Alkoholen, z.B. Methai Iy1 acryl at und -methacrylat, Allylmethaci'ylat,
Methylpentenyl - oder Propargylmethacry Tat, können bei
der Copolymerisation in begrenzten Mengen mit eingesetzt werden und die Eigenschaften der Polymeren günstig beeinflussen,
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Auch Copolymer!sationen mit photoaktiven Monomeren anderer
Typen, insbesondere polymerisierbaren 2-Pyron-Einheiten ,
wie sie in der DT-OS 2 310 306 beschrieben sind, können durchgeführt werden und zu Produkten mit speziellen
Eigenschaften führen.
Ein weiteres Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Polymeren besteht darin, daß man Carboxylgruppen enthaltende
Polymere mit Hydroxy- oder Aminogruppen enthaltenden 2-Pyridonen
zu Estern bzw. Amiden umsetzt. Die Ester und Amide· können
selbstverständlich auch durch andere bekannte Verfahren
hergestellt werden.
Als Polymere kommen für diese Umsetzungen insbesondere Homo-
und Copolymerisate der Acrylsäure und Methacrylsäure bzw. ihrer Derivate sowie Copolymerisate des Maleinsäureanhydrids,
z.B. mit Aethylen oder Styrol, in Betracht.
Weiterhin kann man zu erfindungsgemäßen 1ichtvernetzbaren
Polymeren gelangen, indem man Polyhydroxyverbindungen polymeren
Aufbaus mit Carboxylgruppen enthaltenden 2-Pyridonen verestert.
Dazu brauchen die Hydroxygruppen nicht notwendig in freier Form vorzuliegen, sondern sie können z.B. auch verestert oder
acetalisiert sein, insbesondere mit leicht flüchtigen Säuren
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bzw. Aldehyden, die bei der Umsetzung durch die schwerer
flüchtige Carbonsäure verdrängt werden. Natürlich können die Carbonsäuren auch in Form reaktiver Derivate wie Chloride,
Anhydride oder Ester mit leicht flüchtigen Alkoholen wie Methanol eingesetzt werden. Als polymere Polyhydroxyverbindungen
kommen vor allem Polyvinylalkohol oder Cellulose in Betracht,
die auch teilweise verestert bzw. veräthert sein können.
Weitere geeignete Polyhydroxyverbindungen sind Epoxidharze,
z.B. Kondensationsprodukte von 2 ,2-Bis-(p-hydroxyphenyl)-propan
mit Epichlorhydrin, Kondensationsprodukte aus Glycid und
polyfunktionel1 en Phenolen; sowie Hydroxygruppen enthaltende
Polyamide, Polyacetale, Polyester, Polyurethane, Polyamide oder Polyharnstoffe. Zu Polymeren ähnlichen Aufbaus gelangt
man auch auf einfache Weise, indem man die Vinylester von Carboxylgruppen enthaltenden 2-Pyridonen in an sich bekannter
Weise homo- oder copolymer!siert.
Als Carboxylgruppen tragende 2-Pyridone» die in der angegebenen
Weise eingesetzt werden können, seien z.B. genannt: 1-Carboxymethyl-pyridon-(2),
1-Carboxyäthyl-pyridon-(2),
1-Carboxyäthyl-pyridon-(2),
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4 ,6-Dimethyl-1-carboxymethyl-pyridon-(2),
4,6-Dimethyl-1-carboxypropyl-pyridon-(2),
4 ,6-Dimethyl-1-carboxypentyl-pyridon-(2),
l,4,6-Trimethyl-3-carboxy-pyridon-(2),
4 ,6-Dimethyl-5-carboxy-pyridon-(2),
1 ,4-Di methyl-6-carboxy-pyridon-(2),
1 ,3,4,6-Tetramethyl -5-carboxy me thy! -pyridon-(2) ,.
Ein weiteres Verfahren zur Herstellung von 1ichtvernetzbaren
Polymeren im Rahmen der Erfindung besteht in der Umsetzung von polymeren Polyhydroxyverbindungen mit Aldehydgruppen tragenden
2-Pyridonen. Als Polyhydroxyverbindungen seien vor allem Polyvinylalkohol
und Cellulose genannt. Die Hydroxygruppen brauchen für die Umsetzung nicht in freier Form vorzuliegen, sondern sie
können auch ganz oder zum Teil verestert oder acetalisiert sein,
insbesondere mit leichtflüchtigen Carbonsäuren bzw. Aldehyden.
Als Aldehyde, die zur Acetalisierung von Polyhydroxyverbindungen
im Rahmen der Erfindung in Frage kommen, seien beispielsweise
genannt:
1-(Formylmethyl)-pyri don-(2),
4,6-Dimethyl-1-formylmethyl-pyridon-(2), 3,4,6-Trimethyl-l-formylmethyl-pyri don-(2) , 1 ,4 ,6-T rimethy 1-3-fοrmyl-pyridon-(2),
3,4,6-Trimethyl-5-formyl-pyridon-(2),
1 ,4-Dimethyl-6-formyl-pyridon-(2).
4,6-Dimethyl-1-formylmethyl-pyridon-(2), 3,4,6-Trimethyl-l-formylmethyl-pyri don-(2) , 1 ,4 ,6-T rimethy 1-3-fοrmyl-pyridon-(2),
3,4,6-Trimethyl-5-formyl-pyridon-(2),
1 ,4-Dimethyl-6-formyl-pyridon-(2).
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Soweit die genannten Verbindungen nicht bereits bekannt sind,
kann man sie nach an sich bekannten Methoden aus bekannten Verbindungen leicht herstellen. So ist es literaturbekannt,
daß man 2-Pyrone durch Umsetzung mit Ammoniak oder primären Aminen in die entsprechenden 2-Pyridone überführen kann.
2-Pyridone, die am Stickstoffatom Wasserstoff tragen,
können an dieser Stelle alkyliert werden, z.B. mit Halogencarbonsäuren bzw. deren Estern zu den 1-Carboxyalkyl-pyridonen
bzw. ihren Estern, oder mit Alkenylhalogeniden zu den !-Alkenyl·
pyridonen-(2) , die nach bekannten Methoden z.B. mittels Ozon, zu den Formylalky1-pyridonen-(2) oxydiert werden können.
Die Einführung der Formylgruppe in den Pyridonring gelingt
durch Vi1smeyer-Reaktion, die Oxydation bzw. Reduktion der
Aldehyde ist.ein Weg, um zu den Carbonsäuren bzw. Hydroxymethylderivaten
zu gelangen.
Ami nopy.ri done können z.B. durch Nitrierung der 2-Pyridone
und nachfolgende Reduktion hergestellt werden.
Isomeren-Gemisehe, wie sie z.B. bei Substitutionen des
Pyridonringes bei freier 3- und 5-Stel lung anfallen können, sind in gleicher Weise gemäß der Erfindung brauchbar wie
die reinen Isomeren.
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Die erfindungsgemäßen 2-Pyridongruppen enthaltenden Polymeren sind je nach Zusammensetzung in einem oder mehreren der.
üblichen Lösungsmittel wie Methanol, Aethanol , Aceton gegebenenfalls
auch ihren Mischungen mit Wasser - in Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Methylglykolacetat,
Benzol, Chlorbenzol, Trichloräthylen , Cyclohexanon, Butanon oder Dimethylformamid gut löslich bzw. lassen
sich durch Aufnahme in diesen Lösungsmitteln von unlöslichen Anteilen trennen. Sie lassen sich als solche Lösungen in
dünner Schicht auf Metall- oder Kunststoffoberf 1 ä'chen usw.
auftragen und bilden nach Entfernung des Lösungsmittels einen
auf seiner Unterlage haftenden Film. Bei bildmäßiger Belichtung mit in der Reproduktionstechnik üblichen Lichtquellen, welche
reich an Licht der Wellenlänge 300-700 nm sind, werden die
belichteten Stellen vernetzt und dadurch unlöslich, während die nicht belichteten sich mit Hilfe eines Lösungsmittels
entfernen Tassen, so daß man eine negative Abbildung der Vorlage erhält.
Obwohl die erfindungsgemäßen Polymeren bereits eine gute
Lichtempfindlichkeit aufweisen, ist es möglich und gegebenenfalls
von Vorteil, ihre Empfindlichkeit durch Zusatz von Sensibilisatoren
noch weiter zu steigern. Als Sensibilisatoren, die
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ira allgemeinen in Mengen von 0,1 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise
1-10 Gew.-%, bezogen auf das Polymere, eingesetzt werden,
sind insbesondere Carbonylverbindungen wie Acetophenon oder
4,4'-Bis-dimethylamino-benzophenon geei gnet.
Gegenstand der Erfindung ist daher auch die Verwendung 2-Pyridongruppen
enthaltender Polymerer, insbesondere in Gegenwart von
Sensibilisatoren, für die Erzeugung von lichtempfindlichen
Kopiermassen für die verschiedensten reproduktionstechnischen
Anwendungen. ,
Als Anwendungsgebiete für die neuartigen Kopiermassen, die sich als Kopierschicht auf einem beliebigen Träger, z.B. Metall
(Einmetall, Mehrmetall), Papier, Kunststoff, Glas, Keramik,
befinden, als selbsttragender Film bzw, als Film zwischen zwei Kunststoff-Schutzfolien oder als Kopierlack, d.h. als Lösung
in einem geeigneten Lösungsmittel, vorliegen können, seien
genannt: ·
Die Herstellung von Druckformen für den Flach- und Offset-Druck, den Siebdruck, den Hochdruck, den Tiefdruck und bevorzugt die
Anwendung als Photoresist zur photomechanischen Herstellung von
Reservagen, insbesondere GaIvanoreservagen oder Ätzreservagen,
z.B. für die Fertigung von Leiterplatten, zum "Formtef !ätzen,
zur Fertigung von Skalen, Frontplatten usw.".
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Die Kopiermasse kann jedoch auch zur Herstellung von Einzelkopien verwendet werden, sei es, daß man die Kopierschicht
anfärbt und die unbelichteten Bereiche nach der Bildbelichtung
weglöst oder nach der Bildbelichtung die ungefärbte Schicht
entwickelt und die Bildbereiche mit einer geeigneten Farbstoff lösung anfärbt.
Man kann zur Herstellung von Einzelkopien auch das unterschiedliche
Schmelz- bzw. Erweichungsverhalten von unbelichteten
und belichteten Schichtbereichen nutzen, z.B. durch übertragung
von unbelichteten, gegebenenfalls gefärbten Schichtteilen
auf Empfangsblätter oder durch Bepudern der·erwärmten Schicht
mit Pigmenten, die bevorzugt an den unbelichteten Schichtbereichen
haften.
Es ist möglich, die erfindungsgemäßen Kopiermassen mit bekannten
Kopiermassen zu kombinieren, z.B. mit solchen, welche Diazoverbindungen, Azidoverbindungen oder lichtvernetzbar bzw.
photopolymerisierbare Systeme enthalten oder aus solchen
bestehen.
Die vorliegende Erfndung offenbart ein neues, außerordentlich
variationsfähiges Prinzip zur Herstellung wertvoller lichtvernetzbarer
Polymerer. Insbesondere ist es auch möglich,
50 9.8 28/0714* '
- und darin besteht ein großer Vorteil gegenüber älteren Verfahren zur Herstellung von photoreaktiven Polymeren erfindungsgemäße
Produkte nach den üblichen bewährten Polymerisatfonsverfahren zu erhalten. Dabei läßt sich durch
Wahl der Comonomeren und entsprechende VersuchsfUhrung
hinsichtlich Temperatur, Lösungsmittel, Menge und Art des
Katalysators, Kettenabbrecher usw. innerhalb weiter Grenzen praktisch jedes beliebige Molekulargewicht einstellen und
somit ein zusätzlicher Einfluß auf die - insbesondere physikalischen - Eigenschaften des Polymeren erreichen. Vor
allem aber bietet die große Zahl der verfügbaren Comonomeren
praktisch unbegrenzte Möglichkeiten, die Eigenschaften der
Produkte im gewünschten Sinne zu beeinflussen. Insbesondere
kann man auch durch Einpolymerisieren von ungesättigten Säuren,
wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Viny1phosphonsäure
oder Vinylsulfonsäure, oder z.B. von Dimethyl-methacryloyl■
oxymethyl-phosphinoxid die Haftfestigkeit vor allem auf
metallischen Unterlagen sowie die Löslichkeit nach Wunsch
modifizieren.
So zeigt das Copolymere aus 30 Mol-% 4 ,6-Dimethyl-1 -(2'-methacryloyloxy-äthyl)-pyridon-(2)
(I) und 70 Mol-% Dimethyl-methacryloyloxymethyl-phosphinoxid
ausgezeichnete Haftfestigkeit
auf einer elektrolytisch aufgerauhten Aluminiumfolie und löst
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sich glatt in Wasser. Im Gegensatz dazu sind entsprechende
Copolymere von I mit beispielsweise Vinyltoluol oder Butylmethacrylat
nur in rein organischen Lösungsmitteln wie Methylenchlorid
oder Chloroform löslich.
Polymere mit einer hinreichenden Zahl freier Säure- oder Aminogruppen,
die sich innerhalb des Rahmens der Erfindung leicht herstellen lassen, sind in Form ihrer Salze mit anorganischen
oder organischen Basen bzw. anorganischen oder organischen Säuren hinreichend löslich in Wasser, um eine Verarbeitung
ohne Verwendung organischer Lösungsmittel zu gestatten. Kopierschichten, die" Polymere mit freien Säuregruppen enthalten,
können also mit wäßrig-alkalischen Lösungen·, un"d solche,
die Polymere mit Aminogruppen enthalten, mit sauren wäßrigen Lösungen, gegebenenfalls unter Zusatz kleiner Mengen mischbarer
organischer Lösungsmittel, entwickelt werden.
Die folgenden Beispiele beschreiben Herstellung und Anwendung
einiger der neuen Polymerisate mit Pyridon-(2)-gruppen. Mengenverhältnisse und Prozentwerte sind, wenn nichts anderes
angegeben ist, in Gewichtseinheiten zu verstehen..
Herstellung und Prüfung der lichtempfindlichen Polymerisate
werden in mit Gelblicht beleuchteten Räumen durchgeführt.
Die Polymerisationen werden nach folgender allgemeiner
Vorschrift durchgeführt:
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Die mit Stickstoff gespülte Lösung der Monomeren und einer
kleinen Menge eines Radi kai starters , z.B. Azodiisobuttersäurenitril
(A-IBN), LauroyIperoxid oder Benzoylperoxid , in einem
geeigneten Lösungsmittel,z.B. Butanon, wird unter Rühren bis
zum Erreichen des gewünschten Polymerisationsgrades auf eine
vom Starter abhängige Polymerisationstemperatur, die im allgemeinen
zwischen 40° und 100° C, vorzugsweise bei 60° bis 80° C liegt, erhitzt.
Nach Abbruch der Polymerisation wird das Reaktionsgemisch mit
einem geeigneten Lösungsmittel, z.B. Aceton, verdünnt, durch Filtration, gegebenenfalls unter Druck, von gegebenenfalls
vorhandenen Gelteilchen befreit und zur Ausfällung des Polymeren in ein geeignetes Fällungsmittel, z.B. Aether/Petroläther
(1/1) eingerührt. Nach Filtration wird das Polymere bei
erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 40° bis 60° C , im Vakuum
getrocknet und anschließend gemahlen, . ■ ·
Die Absorptionsmaxima Οΐ,η-v-Werte) und Extinktionswerte (E 1 cm)
sind, wenn nichts anderes angegeben ist, in MethyTenchlorid
gemessen. E steht in den Beispielen für E 1 cm und bedeutet
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die optische Dichte einer Lösung von 1 g Polymerisat in 100 ml
Lösung bei einer Schichtdicke von 1 cm.
RSV bedeutet die reduzierte Viskosität ^red = J (dl/g)
in 1 %iger Lösung bei 25° C. Wenn nichts anderes angegeben ist,
sind die RSV-Werte in Chloroform bestimmt worden.
4,6-Dimethyl-l-(2 ' -hydroxyä'thyl) -pyridon-(2) wird mit Methacrylsäurechlorid
nach an sich bekannten Methoden in 4,6-Dimethyl-1-(2'-methacryloyloxy-äthyl)-pyridon-(2)
(I), Schmp. 61,5° - 63,5° C, übergeführt.
7,05 g I und 3,6 g Vinyltoluol (II) (Molverhältnis(I:11 = 1:1)
werden mit 18 mg AIBN als Starter in 12 ml Butanon 5 1/2
Stunden bei 80° C unter Stickstoff polymerisiert. Nach dem Abkühlen wird mit 100 ml Aceton verdünnt, die Lösung filtriert
und in 1 Liter Petroläther (Siedebereich 60° - 80° C)
eingerührt. Nach Trocknen erhält man 6,1 g. weißes Pulver,
das z.B. in Aceton, Butanon, Methylenchlorid oder Chloroform
gut lös 1i ch ist.
A. max = 310 nm; E =159
RSV = 0,41 dl/g.
RSV = 0,41 dl/g.
Das oben beschriebene Polymerisat wird aus einer Lösung in
Dimethylformamid zusammen.mit 10 Gew.-% eines Sensibi1isators
auf elektrolytisch aufgerauhtes Aluminium aufgetragen.
509828/0714
Nach 5 Minuten Trocknen'bei 80° C erhält man einen gleich-
mäßigen Film, der 4 g Polymerisat je m enthält.
Der Film wird in einem Röhrenbelichtungsgerat, welches auf
einer Fläche von 20x60 cm 4' Leuchtstoffröhren des Typs Philips TL-AK 40 W/05 angeordnet enthält, bei einem Lampenabstand von
5 - 7 cm durch einen 21-stufigen Graukeil (Dichtebereich
0,05 - 3,05, Dichteinkrement 0,15) 2 Minuten belichtet, durch
Eintauchen {1 Minute) in Butanon entwickelt, getrocknet, zur
besseren Sichtbarmachung des Bildes mit einer 1 %igen Lösung
von Fettschwarz HB (CI. 26150) in Butanon' angefärbt und überschüssiger
Farbstoff mit Isopropanol abgespült.
ohne 6
Michlers Keton 13
Acetophenon 8
Seispiel 2
2,4 g 4,6-Dimethyl-l-(2'-methacryloyloxy-äthyl)-pyridon-(2) (I)
und 15,3 g n-Hexylmethacrylat (111)(Mol verhältnis I : III = 1:9)
werden mittels 30 mg AIBN.in 20 ml Butanon in 5 1/2 Stunden
bei 80 C unter Stickstoff polymerisiert;. Nach Abkühlen wird mit 140 ml Aceton und 40 ml Methanol verdünnt, durch ein
5098287 07 U
Filter unter Druck filtriert und das Polymerisaf durch
Einrühren in 1500 ml Methanol ausgefällt. Nach Trocknen
erhält man 9,4 g weißes Polymerisat, das sich gut in Xylol, Aceton, Butanon, Methylenchlorid oder Chloroform löst.
X max = 310 nm; E= 35,4
RSV = 0,44 dl/g.
RSV = 0,44 dl/g.
Das Polymerisat (4 g/m ) wird zusammen mit 10 Gew.-% Michlers
Keton, auf-elektrolytisch- aufgerauhtem Aluminium aus Chloroform
abgeschieden. Nach TO Minuten Belichtung wie in Beispiel I5
Entwickeln mit Aceton und Anfärben mit Fettschwarz HB erkennt
man 4 - 5 Stufen.
7,05 g 416-üimethyl-l~(2l-methacryloyloxy-äthyl)-pyridon-(2) (I)
und 3,15 g 4-Vinyl-pyridin (IV) (Μσΐverhältnis I : IV = 1:1)
werden mittels 18 mg AIBN in 12 ml Butanon 5 1/2 Stunden bei 80 C unter Stickstoff polymerisiert. Nach Verdünnen mit
120 ml Chloroform und Druckfiltration wird in 1 Liter
Äther/Petroläther (1:1) eingerührt und das ausgefallene schwach rötliche Polymerisat getrocknet. Man erhält 6,8 g.
Das Polymerisat ist z.B. löslich in 2 η HCl, Methanol, Methyl-enchlorid oder Chloroform.
\ max = 310 nm; E= 154,5
RSV = 0,4 dl/g.
\ max = 310 nm; E= 154,5
RSV = 0,4 dl/g.
50982 8/07U
2
Ein Film des Polymeren (4 g/m ) mit 1O.Gew.-% Michlers Keton auf einer Folie aus elektrolytisch aufgerauhtem Aluminium wird 2.Minuten wie in Beispiel 1 belichtet. Nach Entwickeln entweder mit Methanol oder 2 η HCl erkennt man 9 Stufen, die mit Fettschwarz HB aus Isopropanol/Methylenchlorid. (4:1) gut anfärbbar sind.
Ein Film des Polymeren (4 g/m ) mit 1O.Gew.-% Michlers Keton auf einer Folie aus elektrolytisch aufgerauhtem Aluminium wird 2.Minuten wie in Beispiel 1 belichtet. Nach Entwickeln entweder mit Methanol oder 2 η HCl erkennt man 9 Stufen, die mit Fettschwarz HB aus Isopropanol/Methylenchlorid. (4:1) gut anfärbbar sind.
3,5 g 4,6-Dimethyl-l-(2'-methacryloyloxy-äthyl)-pyridon-(2) (I)
und 6,7 g Dimethyl-methacryloyloxymethyl-phosphinoxid (V)
(Mol verhältnis I:V = 3:7) werden, mi ttels 15 mg AIBN in 10 ml
Butanon 5 1/2 Stunden bei 80 C unter Stickstoff polymerisiert
Nach Lösen mit 120 ml Methanol und Druckfiltration wird in
1 Liter Äther/Petroläther (Siedebereich 30° - 80° C; 1:1)
eingerührt und das ausgefallene Polymerisat getrocknet. Man erhält 10,1 g.
Das Polymerisat ist gut löslich in Wasser, Methanol,
Äthy 1 engIykolmethylätheracetat, Dimethylformamid,
Methylenchlorid, Chloroform. -
^ max = 301 nm; E = 70,2
Schulter = 308 nm
RSV = 0,97 dl/g.
5 0 9 8 28/0714
Ein Film des Polymeren (2 g/m ) mit 10 Gew.-% Michlers Keton
auf elektrolytisch aufgerauhtem Aluminium wird 5 Minuten wie in Beispiel 1 belichtet und mit Wasser entwickelt. Man
erkennt nach Anfärben mit Fettschwarz HB Tl Stufen.
l-Amino-4,6-dimethyl-pyridon-(2) (W. Ried et al., Chem. Ber.
90 (1957),2841) wird nach bekannten Methoden durch Umsetzung
mit Methacrylsäurechlorid in das 1-Methacryloylamino-4 ,6-dimethyl-pyridon-(2)
(VI), Schmp. 142° - 143° C, übergeführt.
7,8 g VI und 6,3 g n-Hexylmethacrylat III (Molverhältnis
VIrIII = 1:1) werden mittels 9 mg AIBN in 65 ml Benzol
7 Stunden bei 80° G unter Stickstoff polymerisiert. Nach-Verdünnen
mit 200 ml Chloroform und Druckfi1tration wird in
1,5 Liter Äther/Petroläther (3:1) eingerührt und das ausgefallene
Polymerisat getrocknet. Man erhält 9,5 g weiße Flocken. Das Polymerisat ist z.B. gut löslich in Chloroform, Methylenchlorid
oder Trichloräthylen.
Λ max = 303 nm; E = 196
RSV = 0,46 dl/g.
Λ max = 303 nm; E = 196
RSV = 0,46 dl/g.
509828/07 14
Ein Film des Polymerisats (2 g/m ) mit 10 Gew.-% Michlers Keton
auf elektrolytisch aufgerauhtem Aluminium wird 30 Sekunden
durch eine Metal 1 vorlage wie in Beispiel 1 belichtet. Nach
Entwickeln mit Trichioräthylen, Trocknen mit Warmluft,
Hydrophi1ieren mit 1 %iger Phosphorsäurelösung, Trocknen
und Anfärben mit Fettschwarz HB ist ein negatives Abbild .der Metal 1 vorlage gut erkennbar.
Aus 3-Amino-1 ,4,6-trimethyl-pyridon-(2) wird mit Methacrylsäurechlorid
nach bekannten Methoden 3-Methacryloylamino-1,4,6-trimethyl-pyridon-(2)
(VII), Schmp. 148° - 151° C , hergestellt.
2,2 g VII und 1,2,g Vinyl toluol (II) (Molverhältnis VIJrII = 1:1)
werden mittels 7 mg AIBN in 7 ml Butanon 6 1/4 Stunden bei 80° C unter Stickstoff polymerisiert. Nach Verdünnen mit 60 ml
Chloroform und Druckfiltration wird das Polymerisat durch Einrühren in 1»6 Liter Äther/Petroläther (3:1) ausgefällt.
Man erhält 1,6g. ·
,I max ■= 314 nra E = 279
,I max ■= 314 nra E = 279
RSV = 0,22 dl/g. ,
Ein Film aus dem Polymerisat (2 g/m ) und 10 Gew.-% Michlers
Keton wird 2 Minuten wie in Beispiel 1 belichtet. Nach Entwickeln mit Methylenchlorid und Anfärben mit einer 1 %igen
Fettschwarz HB-LÖs*ung in Isopropanol/Methyl enchlorid (4:1)
erkennt man 4 Stufen,
509828/0714
Be i s ρ i e1 7
T, 1 g 3-Methacryloylamino-l,4,6-trimethyl-pyridon-(2) (VII) und
6,4 g n-.Butylmethacrylat (VIII) (Mol verhältnis VIIiVIII = 1:9)
werden mittels 6 mg AIBN in 5 ml Butanon 6 1/2 Stunden bei
80° C unter Stickstoff polymerisiert. Nach Verdünnen mit
60 ml Chloroform und Druckfiltration wird in 1,5 Liter
Methanol eingerührt. Das Polymerisat fällt nach Zugabe von wenig NaCl aus der milchig-trüben Flüssigkeit klumpig, aus.
Man erhält 4,6 g.
Das Polymerisat ist gut löslich in Dioxan, Methylenchlorid,
Chloroform und Xylol.
Λ max = 315 mn; E . = 61 ,7 :
RSV = 0,89 dl/g.
Im IR-Spektrum des Polymerisats in Methylenchlorid tritt bei
-1 -
1720 cm eine starke Esterbande auf.
2
Ein Film des Polymeren (2 g/m ) mit 10 Gew.-% Michlers Keton auf einer Folie aus elektrolytisch aufgerauhtem Aluminium wird 5 Minuten wie in Beispiel 1 belichtet, mit Dimethylformamid entwickelt und mit Fettschwarz HB aus Isopropanol/ Methylenchlorid (4:1) angefärbt. Es werden 8 Stufen sichtbar.
Ein Film des Polymeren (2 g/m ) mit 10 Gew.-% Michlers Keton auf einer Folie aus elektrolytisch aufgerauhtem Aluminium wird 5 Minuten wie in Beispiel 1 belichtet, mit Dimethylformamid entwickelt und mit Fettschwarz HB aus Isopropanol/ Methylenchlorid (4:1) angefärbt. Es werden 8 Stufen sichtbar.
509828/0714
Beispiel 8 ·
5,1 g 4,6-Dimethyl-l-(2'-hydroxy-äthyl)-pyridon-(2) und 6,1 g
eines 1:1 - Mischpolymerisats aus Styrol und Maleinsäureanhydrid
(RSV =.0,64 dl/g, 25° C, T % in Aceton) werden in 70 ml
absolutem Pyridin 7 Stunden bei Rückflußtemperatur gerührt.
Nach Abkühlen auf 25° C wird die klare Polymerisatlösung in ein Gemisch aus 200 ml Eisessig und 800 ml Wasser eingerührt,
wobei das Polymerisat ausfällt. Nach Trocknen erhält man
8,7 g hellbraunes Polymerisat.
Das Polymerisat löst sich gut in Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid oder Diacetonalkohol.
;\ max (DMF) = 312- nm; E = 93,7
;\ max (DMF) = 312- nm; E = 93,7
RSV = 0,76 dl/g (25° C, 1 % in DMF).
Das Polymerisat (2 g/m ) wird zusammen mit 10 Gew.-% Michlers
Keton aus DMF auf elektrolytisch aufgerauhtem. Aluminium- abgeschieden
und der Film 5 Minuten bei 80° C getrocknet. Nach 5 Minuten Belichtung wie in Beispiel 1, Entwickeln mit DMF
und Anfärben mit 10 %iger wäßriger Methylenblaulösung werden
5 Stufen sichtbar.
509828/0714
Aus 4,6-Dimethyl-l-(2'-hydroxyäthyl)-pyridon-(2) wird nach
bekannten Methoden 4J6-Dimethyl-l-(2'-acetoxy-ä'thyl )-pyridon-(2
erhalten, dessen Pyrolyse im senkrechten Rohr (Stickstoffstrom)
bei 430° C mit 95 % Ausbeute 4,6-Dimethyl-1-vinyl-pyridon-■(2)s
Schmp. 44°.- 46° C, liefert.
C9H11NO ber.: C 72,45%; H 7,43 %; N 9,39 %
gef.: C 72,6 %; H 7,7 ■%; N 9,2 %
3,72 g (25 mMol) 4,6-Dimethyl-l-vinyl-pyridon-(2) , 5 ,9 g (25
mMol) l-(2'-Methacryloyloxy-äthyl)-pyridon-(2) und 5,9 g (50
mMol) Vinyltoluol werden mit 10 mg AIBN als Starter in 18 ml
Butanon 6 Stunden bei 80° C analog Beispiel 1 polymerisiert
und aufgearbeitet. Man erhält nach dem Trocknen 12,9 g weißes
Pulver, das beispielsweise in Butanon, Methylenchlorid oder
Chloroform gut löslich ist.·
^ max = 310 nm; E = 170
RSV = 0,92 dl/g.
Ein Film des Polymerisats auf dem in Beispiel 1 verwendeten
Träger wird nach dem Belichten an den belichteten Stellen
unlöslich.
5 09828/0714
Claims (1)
- P ate η t an s ρ r U c he:1. Lichtvernetzbares Polymeres, das Einheiten mit seitenständigen Resten eines 'sechsgliedrigen Heterocycles mit einer 2-Carbonylgruppe im Ring enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die seitenständigen Reste 2-Pyridongruppen sind2. Polymeres nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Polyester einer polymeren Polyhydroxyverbindung mit einem Carboxylgruppen enthaltenden 2-Pyridonderivat ist.3. Polymeres nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß es ein Polyacetal einer polymeren Polyhydroxyverbindung mit einem Aldehydgruppen enthaltenden 2-Pyridonderivat ist.4. Lichtvernetzbares Polymerisat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es zu 5 bis 100 Mol % aus polymerisierten Vinyl- oder Vinylideneinheiten, die über eine Einfachbindung, eine Ester-, Amid- oder Acetalgruppe mit dem Rest einer 2-Pyridonverbindung verbunden sind, und zu 95 bis 0 Mol % aus Comonomereinheiten besteht.509828/075. Polymerisat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es 10 bis 90 Mol % 2-Pyridongruppen enthaltende Einheiten und 90 bis 10 Mol % ^monomereinheiten enthält.6. Lichtvernetzbares Polymerisat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die 2-Pyridongruppen enthaltenden Einheiten die allgemeine Formel"5 /H ,C = O
NHR3 R2haben, worin ·R1, R2, R3, R4 und R5 H, Halogen oder Alkyl mit 1 - 4C-Atomen,A eine Einfachbindung oder eine der Gruppen-CONH-, -COO-, -OCO-, -0-CHOH- oder -0-CH-O-, wobei jedes Sauerstoffatom der letztgenannten Gruppe an eine Einheit der Grundkette gebunden ist,B eine Alkylengruppe mit 1-4 C-Atomen, und7. Lichtvernetzbares Polymerisat nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die. Comonomereinheiten Einheiten von Äthylen, Vinylestern, Acryl- oder Methacrylestern, -amiden oder -nitrilen, Maleinsäureanhydrid, Vinylheterocyclen oder Vinylaromaten sind, die gegebenenfalls eine zweite polymerisierbare Gruppe enthalten.8. Lichtvernetzbares Polymerisat nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Copolymerisat eines Alkylacrylats oder -methacrylats mit einem Acrylat oder Methacrylat eines Hydroxygruppen enthaltenden 2-Pyridons ist. ' .9. Lichtvernetzbares Polymerisat nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Copolymerisat aus einer Vinyl verbindung und einem Vinylester eines eine Carboxylgruppe enthaltenden 2-Pyridons ist.0/ Verfahren zur Herstellung 1ichtvernetzbarer Polymerisate gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Pyridone, die eine polymeri sierbare" Vinyl- oder Vi nyl idengrupp'e enthalten, gegebenenfalls zusammen mit copolymer!sierbaren äthylenisch ungesättigten Verbindungen, in an sich bekannter Weise polymerisiert.509828/07 1411. Verfahren zur Herstellung von 1ichtvernetzbaren Polymeren gemäß Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß man polymere Polyhydroxyverbindungen mit Carboxylgruppen oder Aldehydgruppen tragenden 2-Pyridonderivaten in an sich bekannter Weise verestert bzw. acetalisiert.12. Verwendung von 1ichtvernetzbaren Polymeren gemäß Anspruch 1 als lichtempfindliche Bestandteile von lichthärtbaren Kopiermassen.13. Lichtempfindliches Kopiermaterial aus einem Träger und einer lichtempfindlichen Schicht, die ein 1ichtvernetzbares Polymeres enthält, das Einheiten mit seitenständigen Resten eines sechsgliedrigen Heterocyclus mit einer 2-Carbonylgruppe im Ring enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die seitenständigen Reste 2-Pyridongruppen sind.14. Lichtempfindliches Kopiermaterial nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindliche Schicht zusätzlich einen Sensibilisator enthält.50 9 828/ 0 7U
Priority Applications (7)
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| DE19732363513 DE2363513C2 (de) | 1973-12-20 | 1973-12-20 | Lichtvernetzbare Polymerisate und deren Verwendung in lichthärtbaren Kopiermassen |
| SE7415572A SE407221B (sv) | 1973-12-20 | 1974-12-12 | Ljusfornetbar polymer innehallande sidostaende 2-pyridongrupper |
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| BE151666A BE823538A (fr) | 1973-12-20 | 1974-12-18 | Nouveaux polymeres photoreticulables |
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| US05/800,824 US4159202A (en) | 1973-12-20 | 1977-05-26 | Photopolymer having 2-pyridone side group |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19732363513 DE2363513C2 (de) | 1973-12-20 | 1973-12-20 | Lichtvernetzbare Polymerisate und deren Verwendung in lichthärtbaren Kopiermassen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2363513C2 DE2363513C2 (de) | 1982-12-23 |
Family
ID=5901401
Family Applications (1)
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Country Status (6)
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| FR (1) | FR2255322B1 (de) |
| GB (1) | GB1489551A (de) |
| SE (1) | SE407221B (de) |
Cited By (1)
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| US4205174A (en) | 1978-01-11 | 1980-05-27 | Lonza, Ltd. | Process for the production of 6-substituted 4-methyl-2-pyridones |
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| US9005878B2 (en) | 2013-03-19 | 2015-04-14 | Eastman Kodak Company | Forming patterns using thiosulfate polymer compositions |
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| US9772552B2 (en) | 2013-03-19 | 2017-09-26 | Eastman Kodak Company | Thiosulfate polymer compositions and articles |
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| Publication number | Publication date |
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| GB1489551A (en) | 1977-10-19 |
| SE7415572L (de) | 1975-06-23 |
| CA1038537A (en) | 1978-09-12 |
| FR2255322A1 (de) | 1975-07-18 |
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