DE2362250C2 - Hydraulische Hilfskraftlenkeinrichtung für Fahrzeuge - Google Patents
Hydraulische Hilfskraftlenkeinrichtung für FahrzeugeInfo
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- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D5/00—Power-assisted or power-driven steering
- B62D5/06—Power-assisted or power-driven steering fluid, i.e. using a pressurised fluid for most or all the force required for steering a vehicle
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf hydraulische Hilfskraftlenkeinrichtungen
für Fahrzeuge, insbesondere für Schwerfahrzeuge, der im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebenen Gattung.
Hydraulische Hilfskraftlenkeinrichtungen solcher Art, wie sie beispielsweise in der deutschen Auslegeschrift
11 60 318 beschrieben sind, weisen als Abschaltventil
axial zu betätigende Kolbenventile auf. deren Kolben über Pleuelstangen mechanisch mit der
Lenkwelle gekoppelt sind, Das Betätigen solcher axial bewegter Ventilkolbert einschließlich mechanischer
Zwischenglieder, weiche die Drehbewegungen der Lenkweile in eine Axialbewegung für den Ventilkolben
umsetzen müssen, ist nun mit relativ starker Reibung Verbunden, Was wiederum einen beträchtlichen Ver*
schleiß der Einrichtung zur Folge hat. Außerdem bedingt die ständige Ankopplung des Ventilkolbens an
Teile der Lenkwelle, daß jede Bewegungsphase der Lenkwelle dem Ventil eine entsprechende Bewegung
aufzwingt, d. h. der Ventilkolben jeder noch so kleinen Bewegung der Lenkweile erfolgen muß. Dies trägt zu
einer weiteren, sehr beträchtlichen Erhöhung des Verschleißes der Abschalteinriclitung bei, wodurch
deren Betriebssicherheit und Lebensdauer stark verkürzt wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
hydraulische Hilfskraftlenkeinrichtung der genannten Art zu schaffen, welche einem geringeren Verschleiß
unterliegt als die bisher bekannten Einrichtungen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei Einrichtungen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die in dessen kennzeichnenden Teil angegebenen Merkmale
gelöst
Drehventile sind an sich schon leichter und mit geringerem technischen Aufwand bzw. geringerem
Verschleiß betätigbar als Axialkolbenventile. Ferner ist ein Drehschieber in Kombination mit einem an ihm
befestigten radialen Stellstift durch die radiale Lenkwellenbewegung leichter und mit weniger Reibung
ansteuerbar als ein Axialschieber, für den die radiale Lenkwellenbewegung durch mechanische, dem Verschleiß
unterliegende Zwischenglieder erst in eine Axialbewegung für den Schieber umgesetzt werden
muß. Und schliePäch bedingt die erfindungsgemäße Gesamtkonstruktion, daß eine Betätigung der Abschaltventile,
die ja stets mit einem gewissen Verschleiß einhergeht, ohnehin nur dann erfolgt, wenn dies für die
Lenkung einen tatsächlichen Nutzen bringt
Ein zusätzlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht in der leichten Einbaubarkeit und
Verstellbarkeit der Drehventile, so daß diese in Lenkgehäuse bisher üblicher Abmessungen leicht
eingebaut werden können.
Die Zeichnungen zeigen beispielhaft eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung.
F i g. 1 ist eine Teilansicht \v Längsschnitt eines
Lenkgehäuses der Bauart mit einem Zahnstangenkolben, auf das die Erfindung Anwendung gefunden hat;
F i g. 2 ist der Schnitt nach Linie H-II von Fig. 1;
F i g. 3 ist in vergrößertem Maßstab eine Ansicht der Innenseite des Deckels des Lenkgehäuses nach Fig. 1 und 2;
F i g. 2 ist der Schnitt nach Linie H-II von Fig. 1;
F i g. 3 ist in vergrößertem Maßstab eine Ansicht der Innenseite des Deckels des Lenkgehäuses nach Fig. 1 und 2;
F i g. 4 ist eine Ansicht im Schnitt senkrecht zur Ebene der F i g. 3 durch die Achsen der Drehventile; und
F i g. 5 bis F i g. 8 sind Teilansichten in schaubildlicher Darstellung einiger Gestaltungen der Durchgangsöffnungen, die bei den Drehventilen Anwendung finden können.
F i g. 5 bis F i g. 8 sind Teilansichten in schaubildlicher Darstellung einiger Gestaltungen der Durchgangsöffnungen, die bei den Drehventilen Anwendung finden können.
Ein Lenkgehäuse 1 weist einen Zylinder 2 auf, in welchem ein Zahnstangenkolben 3 gleitet. Letzterer ist
mit einer Ausnehmung 4 versehen, in welcher eine Kugelumlaufmutter 5 angeordnet ist, die mit einer
Lenkspindel 7 über Kugeln 6 in Eingriff steht. Im Zylinder 2 wird eine obere Druckkammer 9 durch den
Kolben 3 von einer unteren Druckkammer 10 getrennt.
Deren unterer Abschluß bildet ein Stopfen 8 (Fig. 1).
Die Seitenwand des. Zylinders ist mit einem Fenster 11
versehen, durch welches hindurch ein Lenksegment 13 mit der auf dem Kolben 3 angeordneten Zahnstange 12
in Eingriff steht. Das Lenksegment 13 sitzt auf einer
Lenkwelle 14, die aus dem Gehäuse durch Dichtungen 15 hindurch herausragt (F i g<
2). Die Lenkwelle 14 ist durch Radial'Nadellager 16 und einen verstellbaren
axialen Kugelanschlag 17 gelagert (F i g. 2).
Das Gehäuse 1 ist mit einem Seitenfenster 18 (F i g, 2) versehen, das durch einen. Deckel 19 verschlossen ist
Dieser trägt eines der Lager 16 und ist mittels Schrauben 20 am Lenkgehäuse 1 befestigt Der Deckel
19 trägt ferner zwei Drehventile 21 und 22 (Fig.3),
welche durch radiale Stellstifte 23 betätigt werden. Diese Stellstifte befinden sich in der Nähe der einen
Stirnseite des Lenksegments 13. Von dieser Stirnseite aus springt ein Mitnehmerstift 24 vor, welcher mit den
Stellstiften 23 in Eingriff kommen kann. In der neutralen Stellung der Lenkung befindet sich der Mitnehmerstift
24 in der Mitte zwischen den Stellstiften 23 der beiden Drehventile 21,22, d. h. der Stift 24 steht mit keinem der
Stifte 23 in Eingriff. Erst an den Enden der Winkelbewegung des Linksegments 13, kommt der Stift
24 mit dem Stellstift 23 des jeweiligen Drehventils in Berührung und betätigt diesen, wie sich aus den in
F i g. 1 strichliert dargestellten Stellungen ergibt
Jedes der Drehventile 21,22 weist einen Außenteil 25
(F i g. 4) auf. Dieser ist mit einem Anschlag 26 versehen, gegen welchen die Innenseite des Deckels 19 anliegt,
wenn der Außenteil des Ventils duich eine Bohrung 27 im Deckel eingeführt ist Das abgeschlossene äußere
Ende 28 des Ventilaußenteils 25 trägt einen radialen Einschnitt 29 und ein Gewinde 30 zur Aufnahme einer
Befestigungsmutter 31, welche erforderlichenfalls durch ein Sicherungsblech 32 o. dgl. gesichert werden kann.
Der Ventilaußenteil 25 ist an dem Teil, der sich innerhalb der Bohrung 27 befindet, mit zwei Dichtungsringen
33 versehen, die in entsprechenden Ringnuten angeordnet und axial voneinander getrennt sind, so daß
die Dichtringe mit der Wand der Bohrung 27 einen druckdicht abgeschlossenen Raum zwischen sich bilde n.
Zwischen diesen Dichtungen ist eine äußere Ringnut 34 und eine Durchgangsöffnung 35 vorgesehen, welche den
Grund der Nut 34 mit dem Inneren des Ventilaußenteils
25 verbindet
Im Ventilaußenteil 25 ist ein Innenteil 36 drehbar angeordnet, welcher gegen axiale Verschiebung durch
einen Stift 37 gesichert ist Dieser ist durch den Außentei1 25 hindurchgeführt und sitzt in einer Nut des
drehbaren Innenteils. Das innere Ende des Innenteils 36 ist mit einer Durchgangsöffnung 38 versehen, welche
mit der Durchgangsöffnung 35 zur Deckung gebracht werden kann und in Verbindung mit einer axialen
Durchgangsbohrung 52 steht. Das entgegengesetzte Ende de5 Innenteils 36 trägt, rtiial feststehend, den
radialen Stellstift 23, welcher in Aussparungen 39 und 40 des Ventilaußenteils 25 beweglich ist. Auf der
Außenseite des Außenteils befindet sich eine Torsionsfeder 41, deren eines Fnde 42 in einer Einkerbung des
Anschlags 26 sitzt, während das entgegengesetzte Ende radial mch innen gebcgen und durch eine passende
öffnung im Innenteil 36 geführt ist.
In den Zeichnungen sind der Übersichtlichkeit halber die Durchgangsoffnungen 35 und 38 in Überdeckung
dargestellt. Es muß jedoch berücksichtigt werden, daß die Feder 41 das Bestreben hat. das Drehventil in
Ruhestellung zu halten, in welcher die Durchgangsöffnungen 35,38 voneinander getrennt sind. Diese Stellung
ist in Fig. 1 die mit gestrichelten Linien angegebene Lage der radialen Stellstifte 23.
Ein Anschlagstift 43 begrenzt die Endstellungen der Winkelbewegung des Drehventils. Eine Öffnung 44
gewährleistet den freien Austritt des Druckmittels, welches während des Betriebes durch das Ventil strömt.
Der Deckel 19 ist mit einer Durchtrittsbohrung 45 versehen (F i g. 2 bis 4). Diese geht von seiner Öffnung
46 aus, welche durch einen Verschluß 47 absperrbar ist Die Darchtrittsbohrung 45 schneidet die beiden
Bohrungen 27 im Bereich der Ringnuten 34. Ferner steht die Durchtrittsbohrung 45 mit einer Querbohrung 48 in
Verbindung, die mit Kanälen 49 und 50 im Körper des Lenkgehäuses 1 verbunden sind und (nicht gezeigt) in
die obere Druckkammer 9 münden. Da die beiden Drehventile 21, 22 sich innerhalb eines Raumes 51
(Fig. 1) befinden und in diesen münden, und der Raum
51 einen Teil der unteren Druckkammer 10 bildet sind die beiden Druckkammern 9 und 10 miteinander
verbindbar.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist folgende:
Wenn das Lenkventil der Servolenkung Druckmittel zur Kammer 9 oder zur Kammer 10 fördert, wird die
Bewegung des Zahnstangenkolbens 3 in den entsprechenden Richtungen unterstützt Diese normale Funktion
bleibt bestehen, solange die Lenkung sich innerhalb der Grenzen bewegt in denen dv. Mitnehmerstift 24 die
mit 24a angegebenen Stellungen eir.nimmt, d.h. nicht
den einen oder den anderen radialen Stellstift 23 betätigt.
Wenn eine dieser Stellungen überschritten wird, so wire der entsprechende Stellstift 23 so verschwenkt, daß
der Ventilinnenteil 36 des Drehventils 21 bzw. 22 im gleichen Sinn gedreht wird. Die Durchgangsöffnung 38,
die bisher durch die Torsionsfeder 41 von der Durchgangsöffnung 35 getrennt gehalten wurde, kommt
nunmehr mit der letzteren zur Deckung und zwar in einem größeren oder geringeren Maße, je nach dem
Ausmaß der Bewegung aus den Stellungen 24a in die Stellungen 246.
Durch die Überdeckung der Durchgangsoffnungen 35 und 38 wird die axiale Durchgangsbohrung 52 des
Ventilinnenteils 36 mit der Leitungsanordnung 45, 49 und 50 in Verbindung gebracht. Der Raum 51, welcher
mit der unteren Druckkammer 10 in Verbindung steht, kommt daher mit der oberen Kammer 9 in Verbindung,
so daß ein Ausgleich des zwischen den Kammern herrschenden Druckunterschiedes erfolgt und somit
eine Verringerung der Hilfskraft, die auf die entsprechende Fläche des Kolbens 3 ausgeübt wird. Die
Wirkungsweise in beiden Richtungen läßt sich ohne weiteres aus der vorangehenden allgemeinen Beschreibung
ableiten.
Die erfindungsgemäße Einrichtung kann modifiziert werden, um ihre Wirkungsweise unter den Bedingungen
der Praxis noch zu verbessern bzw. zu variieren. Beispielsweise befindet sich in F i g. 4 in der Mündung
der Querbohrung 48 eine kalibrierte Drosselste'h 53.
welche auf die Druckverteilung in den Kammern
5Γ stabilisierend wirkt. Ferner können die Durchgangsöffnungen
35 und/oder 38 verschieden gestaltet sein (Fig. 5 bis 8), beispielsweise um das Entstehen von
Eigenschwingungen zu verhindern. Durch Lockern der Muttern 31 und Verdrehen der Abschaltventile 21,22 ist
es auch möglich, die radialen Stellstifte 23 zu
verschwenken, so daß sich der Punkt verschiebt, an welchem die Stifte 23 mit dem Mitnehmerstift 24 in
Berührung kommen und sich ditmit der Teil des Hubes der Lenkung verändert, in welchem die Betätigung der
Ventile erfolgt
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Hydraulische Hilfskraftlenkeinrichtung für Fahrzeuge, insbesondere für Schwerfahrzeuge, mit
einem in einem Lenkgehäuse angeordneten, durch eine Lenkspindel über ein Gewinde verschiebbaren
und einen Zylinder in zwei Druckkammern unterteilenden Kolben, der durch eine Zahnstange an seiner
Mantelfläche mit einem an einer Lenkwelle angeordneten Lenksegment in Eingriff steht, wobei die
beiden Druckkammern durch ein Lenkventil mit von einer Druckmittelquelle geliefertem Druckmittel
beaufschlagbar sind und durch eine Leitungsanordnung miteinander verbunden sind, in die für jede der
beiden Lenkrichtungen je ein durch eine an der Lenkwelle angeordnete Betätigungseinrichtung in
eine Durchlaßstellung verstelltes Abschaltventil für die hydraulische Hilfskraft eingesetzt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abschaltventile als Drehventile (21, 22) ausgebildet sind, von deren
drehbare« innenteilen (36) jeweils ein Stellstift (23) radial nach auswärts in die Nähe der Lenkhebelwelle
(14) vorragt, die drehbaren Innenteile (36) jeweils durch ein elastisches Element in die die Leitungsanordnung
versperrende Stellung bewegt werden und die Betätigungseinrichtung durch einen in paralleler
Richtung zur Lenkwellenachse aus dem Lenksegment (13) vorstehenden Mitnehmerstift (24) gebildet
wird, welcher lediglich in den Endbereichen seiner Bewegungsbahn an den Stellstiften (23) angreift.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d.'.ß die Außenteile (25) und die Innenteile
(36) der Drehventile (21, 22) rohrförmig ausgebildet sind und jeweils miteinander zur Deckung bringbare
Durchgangsöffnungen (35.38) aufweisen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Außenteile (25) der Abschaltventile (21, 22) jeweils einstellbar in einer
Bohrung (27) des Lenkgehäuses (1) festgelegt sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element jeweils
eine am Innenteil (36) angreifende Torsionsfeder (41) ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die die beiden Druckkammern
(9,10) verbindende Leitungsanordnung (45,48, 49, 50) eine kalibrierte Drosselstelle (53) eingesetzt
ist.
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