DE2361646C3 - Vorrichtung zum elektrischen Widerstands-Nahtschweißen - Google Patents
Vorrichtung zum elektrischen Widerstands-NahtschweißenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum elektri- «
sehen Widerstands-Nahtschweißen mit einphasigem Wechselstrom von Netzfrequenz, mit einem Schweißtransformator
und einer Steuerung mit Leistungseinstellung durch Phasenanschnitt, durch die der Schweißstrom
wahlweise in einem ersten Betriebsfall für die to Dauer von Perioden der Netzfrequenz oder in einem
zweiten Betriebsfall jeweils nur während eines Teiles jeder Halbwelle der Netzfrequenz ein- und ausschaltbar
ist
Bei einer Schweißvorrichtung der vorstehend ge- 4^
nannten Art betrifft der erste Betriebsfall (in dem der Schweißstrom jeweils für die Dauer von Perioden der
Netzfrequenz ein- und ausgeschaltet wird) vor allem die Arbeitsweise mit normaler Schweißgeschwindigkeit,
wie sie insbesondere für das Schweißen von dicken ™ Blechen zweckmäßig ist Der zweite Betriebsfall (in dem
der Schweißstrom jeweils nur während eines Teiles jeder Halbwelle der Netzfrequenz ein- und ausgeschaltet
wird) betrifft dagegen das Arbeiten mit erhöhter Schweißgeschwindigkeit was beispielsweise beim «
Schweißen dünner Bleche möglich ist Es versteht sich, daß in diesem zweiten Betriebsfall eine ausreichend
hohe Schweißstromstärke gewählt werden muß, um im der verkürzten Stromflußzeit eine ausreichende
Schweißenergie bereitzustellen. Die Pausen zwischen b0
aufeinanderfolgenden Stromimpulsen müssen dabei ausreichend groß sein, um die notwendige Abkühlung
des Werkstücks zu gewährleisten.
Bei den bisher bekannten Schweißvorrichtungen der vorstehend genannten Art erfordert die Umschaltung
vom ersten auf den zweiten Betriebsfall (und umgekehrt) eine verhältnismäßig umständliche Neueinstellung
der einzelnen Parameter, insbesondere der Siromfluß-Pausen-Zeit und der Leistung. Der Erfindung
liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schweißvorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die
Umschaltung zwischen den beiden Betriebsfällen besonders einfach durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgernäß durch eine Schalteinrichtung gelöst durch die gleichzeitig mit einer
Umschaltung der Steuerung vom ersten auf den zweiten Betriebsfall die Windungszahl der Primärwicklung des
Schweißtransformators verringerbar ist
Durch diese Umschaltung der Windungszahl der Primärwicklung des Schweißtransformators wird die
Schweißstromstärke dem jeweiligen Betriebsfall angepaßt So wird beispielsweise bei einer Umschaltung der
Steuerung vom ersten auf den zweiten Betriebsfall das Obersetzungsverhältnis des Schweißtransformators
verringert und dadurch der Sekundärstrom (Schweißstrom) vergrößert
Durch die Erfindung ist damit die Umschaltung der Schweißvorrichtung von dem einen auf den anderen
Betriebsfall wesentlich vereinfacht was die Bedienung erleichtert die Handhabung beschleunigt und Bedienungsfehler
praktisch ausschließt
Findet ein die Nahtschweißgeschwindigkeit bestimmender Motor Verwendung, so ist gemäß einer
zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung durch die Schalteinrichtung gleichzeitig mit einer Umschaltung
der Steuerung vom ersten auf den zweiten Betriebsfall die Motordrehzahl auf einen höheren Wert umschaltbar.
Hierdurch wird die Bedienung des Gerätes weiter vereinfacht
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht Es zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild der erfindungsgemäßen Schweißvorrichtung,
F i g. 2 und 3 Diagramme der Betriebsweise in beiden Betriebsfällen.
Die in F i g. 1 schematisch dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung zum elektrischen Widerstands-Nahtschweißen
mit einphasigem Wechselstrom von Netzfrequenz enthält zwei scheibenförmige Schweißelektroden
10,11 zum Schweißen überlappter Metallbleche 12,13.
Die Schweißelektrode 10 wird von einem in der Drehzahl veränderlichen Motor 14 in Drehrichtung a
angetrieben. Entsprechendes gilt für die Elektrode 11.
Zur Einstellung der Drehzahl des Motors 14 dient eine Steuereinrichtung 15.
Die Elektroden 10, 11 sind an die Sekundärwicklung
166 eines Schweißtransformators 16 angeschlossen, dessen Primärwicklung 16a über die Leitungen Li, L 2
mit einphasigem Wechselstrom von Netzfrequenz gespeist wird. Die Leitung L1 ist über einen
Schaltkontakt 21 und eine Leitung 17 unmittelbar mit dem einen Ende der Primärwicklung 16a und über eine
Leitung 18 sowie einen Schaltkontakt 23 mit einer Anzapfung der Primärwicklung 16a verbunden. Entsprechend
ist die Leitung L 2 über einen Schaltkontakt 22 und eine Leitung 20 mit dem anderen Ende der
Primärwicklung 16a und über eine Leitung 19 sowie einen Schaltkontakt 24 mit einer zweiten Anzapfung
dieser Primärwicklung verbunden.
In die Leitung L 1 sind ferner zwei Ignitron 25, 26 eingeschaltet, die zu einer Phasenanschnittsteuerung 27
gehören. Es sind weiterhin Zeitgeber 28, 28a, ein einstellbarer Widerstand 29 sowie ein Festwiderstand
31 vorgesehen. Ein Schaltkontakt 33 ist über Leitungen 30, 32 parallel zum Widerstand 31 angeordnet. Eine
Leitung 33' verbindet die Steuerung 27 mit dem
Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand 31 und eiern Schaltkontakt 33.
An einem Schaltpult 35 ist ein auf die Schaltkontakte 21, 22, 23, 24 und 33 wirkender Umschaltknopf 34
vorgesehen. Die Stellung »Ä« entspricht dem ersten Betriebsfall (Arbeitsweise mit normale; Schweißgeschwindigkeit)
und die Stellung »H« dem zweiten Betriebsfall (hohe Schweißgeschwindigkeit). Vom Umschaltknopf
34 können außerdem auch die Schalter Si und 52 betätig« werden, um die Drehzahl des Motors 14
und damit die Nahtschweißgeschwindigkeit dem jeweils gewählten Betriebsfall anzupassen.
F i g. 1 zeigt die Sciiweißvorrichtung im ersten
Betriebsfall, in dem beispielsweise Bleche von etwa 1 bis 4 mm Dicke mit normaler Nahtschweiß-Geschwindig- is
keit (z. B. mit 30 Schweißungen pro Sekunde) geschweißt werden. Da die Schaltkontakte 21 und 22
geschlossen, die Schaltkontakte 23,24 dagegen geöffnet
sind, liegt die volle Windungszahl der Primärwicklung 16a des Schweißtransformators 16 an Spannung. Die
Phasenanschnittsteuerung 27 steuert hierbei die Ignitron 25,26 derart, daß der Primärwicklung 16a jeweils
über eine Stromflußzeit von zwei aufeinanderfolgenden Perioden Strom zugeführt wird, worauf dann eine
gewisse Pausenzeit folgt (vgL F i g. 3). Anfang und Ende
der Stromfluß- und Pausenzeit werden hierbei in bekannter Weise durch die Zeitgeber 28,28a bestimmt
Um die Schweißvorrichtung auf den zweiten Betriebsfall
(insbesondere zum Schweißes aünner Bleche mit hoher Schweißgeschwindigkeit) umzuschalten, wird
der Umschaltknopf 34 in die Stellung »H« gebracht Dadurch werden die Schaltkontakte 21, 22 geöffnet und
die Schaltkontakte 23, 24 geschlossen, so daß nun nur
noch eine verringerte Windungszahl der Primärwicklung 16a des Schweißtransformators an Spannung liegt.
Gleichzeitig wird durch öffnen des Schaltkontaktes 33 der Widerstand 31 eingeschaltet Dadurch wird die
Zündung der Ignitron 25, 26 bis zum Endteil /"jeder Halbperiode verzögert (zweckmäßig bis zu den letzten
75 bis 40° jeder Hattwelle, vgL F1&2). In diesem
zweiten Betriebsfall ist damit der Schweißstrom jeweils nur während eines Teiles jeder Halbwelle der
Netzfrequenz eingeschaltet Die einzelnen Stromflußzeiten sind durch Pausenzeiten voneinander getrennt
Durch die Verringerung der Windungszahl der Primärwicklung 16a des Schweißtransformators 16
vergrößert sich bei Umschaltung vom ersten Betriebsfall (Fig.3) auf den zweiten Betriebsfall (Fig.2) die
Scheitelwertamplitude des Schweißtransformators (vgl. die Scheitelwerte der sinusförmigen Stromkurven in
den Fig.2 und 3). Dadurch wird auch im zweiten Betriebsfall (Fig.2) trotz der stark verkürzten Stromflußzeit
eine ausreichende Schweißstromstärke gewährleistet
Claims (3)
1. Vorrichtung zum elektrischen Widerstands-Nahtschweißen
mit einphasigem Wechselstrom von Netzfrequenz, mit einem Schweißtransformator und >
einer Steuerung mit Leistungseinstellung durch Phasenanschnitt, durch die der Schweißstrom
wahlweise in einem ersten Betriebsfall für die Dauer von Perioden der Netzfrequenz oder in einem
zweiten Betriebsfall jeweils nur während eines Teiles jeder Halbwelle der Netzfrequenz ein- und
ausschaltbar ist, gekennzeichnet durch eine Schalteinrichtung (21, 22, 23, 24, 33, 34), durch die
gleichzeitig mit einer Umschaltung der Steuerung vom ersten auf den zweiten Betriebsfall die is
Windungszahl der Primärwicklung (16a) des Schweißtransformators (16) verringerbar ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit einem <fie
Nahtschweißgeschwindigkeit bestimmenden Motor, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Schalteinrichtung
(34) gleichzeitig mit einer Umschaltung der Steuerung vom ersten arf den zweiten Betriebsfall
die Motordrehzahl auf einen höheren Wert umschaltbar ist
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein in Reihe mit einem
einstellbaren Widerstand (29) angeordneter, bei der Umschaltung der Steuerung vom ersten auf den
zweiten Betriebsfall einschaltbarer Festwiderstand (31) vorgesehen ist J0
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US00313773A US3823300A (en) | 1972-12-11 | 1972-12-11 | Seam welding method |
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| DE2361646B2 DE2361646B2 (de) | 1979-02-15 |
| DE2361646C3 true DE2361646C3 (de) | 1979-10-18 |
Family
ID=23217086
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE2361646A Expired DE2361646C3 (de) | 1972-12-11 | 1973-12-11 | Vorrichtung zum elektrischen Widerstands-Nahtschweißen |
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Families Citing this family (3)
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