DE2361646B2 - Vorrichtung zum elektrischen Widerstands-Nahtschweißen - Google Patents
Vorrichtung zum elektrischen Widerstands-NahtschweißenInfo
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K11/00—Resistance welding; Severing by resistance heating
- B23K11/24—Electric supply or control circuits therefor
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum eiektri- !>
sehen Widerstands-Nahtschweißen mit einphasigem Wechselstrom von Netzfrequenz, mit einem Schweißtransformator
und einer Steuerung mit Leistungseinstellung durch Phasenanschnitt, durch die der Schweißstrom
wahlweise in einem ersten Betriebsfall für die ·"' Dauer von Perioden der Netzfrequenz oder in einem
zweiten Betriebsfall jeweils nur während eines Teiles jeder Halbwelle der Netzfrequenz ein- und ausschaltbar
ist.
Bei einer Schweißvorrichtung der vorstehend ge- v>
nannten Art betrifft der erste Betriebsfall (in dem der Schweißstrom jeweils für die Dauer von Perioden der
Netzfrequenz ein- und ausgeschaltet wird) vor allem die Arbeitsweise mit normaler Schweißgeschwindigkeit,
wie sie insbesondere für das Schweißen von dicken r>0
Blechen zweckmäßig ist. Der zweite Betriebsfall (in dem der Schweißstrom jeweils nur während eines Teiles
jeder Halbwelle der Netzfrequen2: ein- und ausgeschaltet wird) betrifft dagegen das Arbeiten mit erhöhter
Schweißgeschwindigkeit, was beispielsweise beim v>
Schweißen dünner Bleche möglich ist. Es versteht sich, daß in diesem zweiten Betriebsfall eine ausreichend
hohe Schweißstromstärke gewählt werden muß, um in der verkürzten Stromflußzeit eine ausreichende
Schweißenergie bereitzustellen. Die Pausen zwischen h0
aufeinanderfolgenden Stromimpulsen müssen dabei ausreichend groß sein, um die notwendige Abkühlung
des Werkstücks zu gewährleisten.
Bei den bisher bekannten Schweißvorrichtungen der vorstehend genannten Art erfordert die Umschaltung h<>
vom ersten auf den zweiten Betriebsfall (und umgekehrt) eine verhältnismäßig umständliche Neueinstellung
der einzelnen Parameter, insbesondere der Stromfluß-Pausen-Zeit und der Leistung. Der Erfindung
liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schweißvorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die
Umschaltung zwischen den beiden Betriebsfällen besonders einfach durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schalteinrichtung gelöst, durch die gleichzeitig mit einer
Umschaltung der Steuerung vom ersten auf den zweiten Betriebsfall die Windungszahl der Primärwicklung des
Schweißtransformators verringerbar ist
Durch diese Umschaltung der Windungszahl der Primärwicklung des Schweißtransformators wird die
Schweißstromstärke dem jeweiligen Betriebsfall angepaßt So wird beispielsweise bei einer Umschaltung der
Steuerung vom ersten auf den zweiten Betriebsfall das Übersetzungsverhältnis des Schweißtransformators
verringert und dadurch der Sekundärstrom (Schweißstrom) vergrößert.
Durch die Erfindung ist damit die Umschaltung der Schweißvorrichtung von dem einen auf den anderen
Betriebsfall wesentlich vereinfacht, was die Bedienung erleichtert, die Handhabung beschleunigt und Bedienungsfehler
praktisch ausschließt.
Findet on die Nahtschweißgeschwindigkeit bestimmender
Motor Verwendung, so ist gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung durch die
Schalteinrichtung gleichzeitig mit einer Umschaltung der Steuerung vom ersten auf den zweiten Betriebsfall
die Motordrehzahl auf einen höheren Wert umschaltbar. Hierdurch wird die Bedienung des Gerätes weiter
vereinfacht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild der erfindungsgemäßen Schweißvorrichtung,
F i g. 2 und 3 Diagramme der Betriebsweise in beiden Betriebsfällen.
Die in F i g. 1 schematisch dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung zum elektrischen Widerstands-Nahtschweißen
mit einphasigem Wechselstrom von Netzfrequenz enthält zwei scheibenförmige Schweißelektroden
10, 11 zum Schweißen überlappter Metallbleche 12,13.
Die Schweißelektrode 10 wird von einem in der Drehzahl veränderlichen Motor 14 in Drehrichtung a
angetrieben. Entsprechendes gilt für die Elektrode 11. Zur Einstellung der Drehzahl des Motors 14 dient eine
Steuereinrichtung 15.
Die Elektroden 10, 11 sind an die Sekundärwicklung
16i> eines Schweißtransformators 16 angeschlossen,
dessen Primärwicklung 16a über die Leitungen L 1, L 2 mit einphasigem Wechselstrom von Netzfrequenz
gespeist wird. Die Leitung L1 ist über einen Schaltkontakt 21 und eine Leitung 17 unmittelbar mit
dem einen Ende der Primärwicklung 16a und über eine Leitung 18 sowie einen Schaltkontakt 23 mit einer
Anzapfung der Primärwicklung 16a verbunden. Entsprechend ist die Leitung L 2 über einen Schaltkontakt
22 und eine Leitung 20 mit dem anderen Ende der Primärwicklung 16a und über eine Leitung 19 sowie
einen Schaltkontakt 24 mit einer zweiten Anzapfung dieser Primärwicklung verbunden.
In die Leitung L 1 sind ferner zwei Ignitron 25, 26
eingeschaltet, die zu einer Phasenanschnittsteuerung 27 gehören. Es sind weiterhin Zeitgeber 28, 28a, ein
einstellbarer Widerstand 29 sowie ein Festwiderstand 31 vorgesehen. Ein Schaltkontakt 33 ist über Leitungen
30, 32 parallel zum Widerstand 31 angeordnet. Eine Leitung 33' verbindet die Steuerung 27 mit dem
Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand 31 und dem Schaltkontakt 33.
An einem Schaltpult 35 ist ein auf die Schaltkontakte 21, 22, 23, 24 und 33 wirkender Umschaltknopf 34
vorgesehen. Die Stellung »R« entspricht dem ersten Betriebsfall (Arbeitsweise mit normaler Schweißgeschwindigkeit)
und die Stellung »H« dem zweiten Betriebsfall (hohe Schweißgeschwindigkeit). Vom Umschaltknopf
34 können außerdem auch die Schalter 51 und 52 betätigt werden, um die Drehzahl des Motors 14
und damit die Nahtschweißgeschwindigkeit dem jeweils
gewählten Betriebsfall anzupassen.
F i g. 1 zeigt die Schweißvorrichtung im ersten Betriebsfall, in dem beispielsweise Bleche von etwa 1 bis
4 mm Dicke mit normaler Nahtschweiß-Geschwindigkeit (z.B. mit 30 Schweißungen pro Sekunde) geschweißt
werden. Da die Schaltkontakte 21 und 22 geschlossen, die Schaltkontakte 23,24 dagegen geöffnet
sind, liegt die volle Windungszahl der Primärwicklung 16a des Schweißtransformators 16 an Spannung. Die
Phasenanschnittsteuerung 27 steuert hierbei die ignitron 25, 26 derart, daß der Primärwicklung 16a jeweils
über eine Stromflußzeit von zwei aufeinanderfolgenden Perioden Strom zugeführt wird, worauf dann eine
gewisse Pausenzeit folgt (vgl. Fi g. 3). Anfang und Ende 2>
der Stromfluß- und Pausenzeit werden hierbei in bekannter Weise durch die Zeitgeber 28,28a bestimmt.
Um die Schweißvorrichtung auf den zweiten Betriebsfall (insbesondere zum Schweißen dünner Bleche
mit hoher Schweißgeschwindigkeit) umzuschalten, wird der Umschaltknopf 34 in die Stellung »H« gebracht
Dadurch werden die Schaltkontakie 21,22 geöffnet und
die Schaltkontakte 23, 24 geschlossen, so daß nun nur noch eine verringerte Windungszahl der Primärwicklung
16a des Schweißtransformators an Spannung liegt. Gleichzeitig wird durch öffnen des Schaltkontaktes 33
der Widerstand 31 eingeschaltet Dadurch wird die Zündung der Ignitron 25, 26 bis zum Endteil /"jeder
Halbperiode verzögert (zweckmäßig bis zu den letzten 75 bis 40° jeder Halbwelle, vgl. Fig.2). In diesem
zweiten Betriebsfall ist damit der Schweißstrom jeweils nur während eines Teiles jeder Halbwelle der
Netzfrequenz eingeschaltet. Die einzelnen Stromflußzeiten sind durch Pausenzeiten voneinander getrennt.
Durch die Verringerung der Windungszahl der Primärwicklung 16a des Schweißtransformators 16
vergrößert sich bei Umschaltung vom ersten Betriebsfall (Fig.3) auf den zweiten Betriebsfall (Fig.2) die
Scheitelwertamplitude des Schweißtransformators (vgl. die Scheitelwerte der sinusförmigen Stromkurven in
den F i g. 2 und 3). Dadurch wird auch im zweiten Betriebsfall (F i g. 2) trotz der stark verkürzten Stromflußzeit
eine ausreichende Schweißstromstärke gewährleistet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum elektrischen Widerstands-Nahtschweißen mit einphasigem Wechselstrom von
Netzfrequenz, mit einem Schweißtransformator und einer Steuerung mit Leistungseinstellung durch
Phasenanschnitt, durch die der Schweißstrom wahlweise in einem ersten Betriebsfall für die Dauer
von Perioden der Netzfrequenz oder in einem zweiten Betriebsfall jeweils nur während eines
Teiles jeder Halbwelle der Netzfrequenz ein- und ausschaltbar ist, gekennzeichnet durch eine
Schalteinrichtung (21, 22, 23, 24, 33, 34), durch die gleichzeitig mit einer Umschaltung der Steuerung
vom ersten auf den zweiten Betriebsfall die Windungszahl der Primärwicklung (XSa) des
Schweißtransformators (16) verringerbar ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit einem die Nahtschweißgeschwindigkeit bestimmenden Motor,
dadurch gekennzeichnet, daß durch die Schalteinrichtung (34) gleichzeitig mit einer Umschaltung der
Steuerung vom ersten auf den zweiten Betriebsfall die Motordrehzahl auf einen höheren Wert umschaltbar
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein in Reihe mit einem
einstellbaren Widerstand (29) angeordneter, bei der Umschaltung der Steuerung vom ersten auf den
zweiten Betriebsfall einschaltbarer Festwiderstand (31) vorgesehen ist.
15
Applications Claiming Priority (1)
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