DE2360951A1 - Koppelvorrichtung fuer eine optische nachrichtenuebertragungsanlage - Google Patents
Koppelvorrichtung fuer eine optische nachrichtenuebertragungsanlageInfo
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Description
Koppelvorrichtung für eine optische Nachrichtenubertragungsanlage
„ \ ,
Die Erfindung betrifft eine berührungslose Koppelvorrichtung
bei optischen Nachrichtenübertragungsanlagen zwischen einer Glasfaser mit einem ersten Aperturwinkel und einem Endgerät
mit van dem ersten Aperturwinkel unterschiedlichen Aperturwinkel.
Bei der optischen Nachrichtenübertragung über viele Kilometer
mittels'Lichtleitfasern müssen diese mit optischen Sendern,
eventuell Zwischenverstärkern und optischen Empfängern in
manchen Fällen berührungslos gekoppelt werden. TJm einen hohen
Ankopplungswirkungsgrad zu erhalten, müssen die von den Sendern emittierten Signale möglichst vollständig in die Lichtleitfaser und an deren Ende möglichst vollständig in die
Empfänger eingekoppelt werden. Dazu sind platzraubende Abbildungssysteme mit umständlichen Montage- und Justierarbeiten
erforderlich.
Einen Ausweg bietet die in Appl. Phys. Bd. 44, 6, 1975, Seite
2756 bis 2758 beschriebene Kernmantelfaser mit sphärisch gekrümmten
Endflächen. Die dadurch hervorgerufene Linsenwirkung bewirkt eine Vergrößerung des Aperturwinkels der Faser.
Der HerstellungsprozeJ3 einer optisch fehlerfreien sphärisch
gekrümmten Endfläche an einer Glasfaser ist jedoch sehr aufwendig.
: · .
Bekannt ist auch die Linsenwirkung von Gradientenfasern.
Diese weisen ein radial nach außen näherungsweise parabolisches
Brechzahlgefälle auf, derart, daß sich eine zu leitende
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: · . . 23:80951
Wellenenergie in ihnen in periodisch um die Achse der
Fasern pendelnden Bahnen ausbreitet, da ein schräg zur Achse gerichteter Strahl vom optisch dünnen in das optisch
dichtere Gebiet hineingelenkt wird. ' T .
Aus der DOS 2 12? 916 ist bekannt, diese selbstfokussierenden
Gradientenfasern bei der optischen Nachrichtenübertragung einzusetzen. Durch ein vorgegebenes Brechzahlgefälle
werden solche Aperturwinkel möglich, daß Mchtsigaale mit
größerer Effektivität mit Endgeräten gekoppelt werden können.
Ein Nachteil dieser Fasern besteht allerdings in deren hoher Absorption. Schon ein ppm von Verunreinigungsstoffen, wie
Eisenionen sowie Kupfer- und Chromionen verursachen im Wellenlängenbereich zwischen 400 und 1000 nm Dämpfungen um
20 dB/km. Hinzu kommt die Schwierigkeit der Herstellung des
parabolischen Brechzahlprofils als Voraussetzung für eine Übertragungsmechanik der Faser.
Infolge des höheren Kostenaufwandes bei der Herstellung werden
die Fasern in der Nachrichtenübertragung zumeist im Gerätebau, in der Datenverarbeitung und ähnlichen, nicht jedoch
bei der Nachrichtenübertragung über viele Kilometer eingesetzt. Dafür stehen vielmehr Kernmantelfasern im Gespräch.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine dämpfungsarme, optische
Signalübertragung über viele Kir-lometer mit möglichst vollständiger
Signalausnutzung bei der Kopplung zwischen Kernmantelfasern und Endgeräten zu ermöglichen. Der Kostenaufwand
soll gering sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein zwischen der Kernmantelfaser und dem Endgerät angeordnetes selbstfo-
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kussierendes Gradientenfäserteilstück, dessen Länge χ der
Ungleichung 0,5 xopt
< x < 1»5x opt genügt, wobei xopt die
optimale Länge des Grädientenfaserteilstückes ist, die sich
aus dem Brechzahlgradienten a der Gradientenfaser, dem Radius
y des Kernes der Kernmantelfaser und dem Aperturwinkel
λ).λ der Kernmantelfaser bestimmt zu:
wobei a der Brechzahlgradient der Gradientenfaser und yQ
der Radius des Kernes der Kernmantelfaser ist.
Das Gradientenfaserteilstück wird unmittelbar oder über eine Imers ions schicht an eine Endfläche der Kernmantelfaser an,-gesetzt.
Die optimale Länge xQ_. kann für vorgegebene Bauelemente aus
den Daten der Kernmantelfaser und des Gradientenfaserteilstückes
ermitielt werden. Es wurde folgender Zusammenhang zwischen dem Aperturwinkel a^ eines an eine Kernmantelfaser
angesetzten Gradientenfaserteilstücks, dem Auftreffwinkel Vl1
eines Lichtstrahles an der Lichtaustrittsfläche des Gradientenfaserteilstückes,
dem Brechungsindex n. an diesem Ort des
Gradientenfaserteilstücks und dem Brechungsindex η ■ im Außen- ·
raum errechnetr
- «,. \n-ft, «-x-y.
Den darin enthaltenen Winkel \ erhält man aus der Beziehung
Den darin enthaltenen Winkel \ erhält man aus der Beziehung
wobei va - Eintrittswinkel des Lichtstrahles in das Gradientenfaserteilstück
aus der Kernmantelfaser bedeutet. ;
Diesen Winkel ^ erhält man schließlich direkt aias den Daten
des Gradientenfaserteilstücks, nämlich aus dem obengenannten
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Brechungsindex η-, der Gradientenzahl a und aus den Daten
der Kernmantelfaser, nämlich aus dem Brechungsindex des Kernes n, , dem Brechungsindex des Mantels nm und dem Kernradius
J0 gemäß der Beziehung
4
κι - 1V,
Beim Einsatz einer Lumineszenzdiode lassen sich hierdurch
Lichtsignale mit besserem Wirkungsgrad in eine multimodale
Kernmantelfaser einkoppeln, da die Apertur der Faserleitung um eine Größenordnung erweitert werden kann.
Die Erfindung wird an Hand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele
in der Figurenbeschreibung näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine Koppelvorrichtung mit Bauelementen mit gleichem Durchmesser,
Figur 2 dasselbe mit unterschiedlichen Durchmessern.
Die Figur 1 zeigt eine Lichtleitfaser mit einem Kern 1,
einem Mantel 2, einea? Gradientenfaser 3 mit einem annähernd parabolischen Brechungsindexprofil und den Querschnitt der
Lichtaustrittsfläche 4 einer Lumineszenzdiode. Die Lumineszenzdiode
ist in einem kurzen Abstand von dem Gradientenfaserstück
3 angeordnet. Die lumineszenzdiode weist die Richtungscharakteristik 5 auf. In der Richtung 6 wird ein geringer,
in den Richtungen 7 und 8^ ein hoher Anteil der Intensität
des emittierten Lichtes ausgestrahlt. Da auf die geringen In-,tensitätsanteile
des ausgestrahlten Lichtes in der Richtung verzichtet werden kann und diese Lichtanteile unter einem
sehr großen Aperturwinkel der Faser in diese eintreten und nach außen abgestrahlt würden, ist auf ein unmittelbares Ansetzen
der Gradientenfaser mit ihrer empfindlichen Endfläche
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- - ;■.■.'■■ 2360351
auf die Lumineszenzdiode nicht von Vorteil.1 Ein unter dem
Winkel -^ auf das Gradieütenfaserteilstück auftreffender
Lichtstrahl wird an der Grenzfläche 9 unter dem Winkel
in das Gradientenfaserstück hineingekrochen und einer sinusförmigen
Bahn längs einer Strecke optimaler Länge so weitergeführt,
daß er unter dem Winkel -§"&1 auf die Grenzfläche
auf trifft und unter dem Winkel &'* in die Kernmantelfaser
hineingebrochen wird.
Bei vorgegebenen Daten der Kernmantelfaser und des Gradientenf aserteilstücks wird dessen Länge xQ+ derart optimiert,
daß alle von der Lumineszenzdiode ausgesandten und von der
Faser aufgenommenen Strahlrichtungen nach dem sinusförmigen
Verlauf der Strahlen innerhalb des GradientenfaserStückes
beim Eintritt in die Kernmantelfaser in dem Richtungsbereich liegen,· in welchem Lichtstrahlen verlustfrei geleitet werden.
Die Länge xQX)^ darf weder zu groß noch, zu klein sein,
da sonst der Aperturwinkel der Anordnung klein wird. In einer Gradientenfaser weist ein Lichtstrahl nämlich einen
sinusförmig^mn die optische Achse 11 pendelnden Verlauf auf.
In der Figur 2 isteine Lichtleitfaser 12 dargestellt, welche
in ein Gradientenfaserteilstück 13 mit einem größeren Durchmesser
als dem der Liahtleitfaser aufgesteckt ist. Dadurch
ist eiiB optisch direkte und.mechanisch feste Verbindung zwischen der Kernmantelfaser 1.2 und dem Gradientenfaserteilstück 13 gewährleistet; . , , ;
Im .folgenden wird an Hand eines Brechungsbeispiels gezeigt,
wie stark sich der Aperturwinkel einer Kernmantelfaser beim Vorsetzen, einesä;Gradientenfase,rteilstücks vergrößert:
Die Apertur einer Kernfaser ist n^^y^ ^a =. I ^.-*- vfj .
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wobei η = Brechungsindex im Außenraum, n,. = Brechungsindex
des Kernes und η = Brechungsindex des Mantels. Pur eine
Faser mit n, = 1,5422 und η = 1,54H ergibt sich mit η = 1
der Wert V a1 = 2,85 . Setzt man vor diese Kernmantelfaser
mit einem Kernradius yQ = 0,035 mm ein Gradientenfaserteilstück
mit dem Brechzahlgradienten a = J3ÖÖ1 mm~ und einem
Brechungsindex n1 = 1,542 an Orte 9, dann ergibt die Rechnung
eine optimale Länge des Gradientenfaserteilstücks x„ . =
α/ η ΟΦτ
5,072 mm. Der Apertürwinkel· o7 = 53 11' 18«'. Das.ist das
18,68-fache des Aperturwinkels der Kernfaser von 2,85°.
2 Figuren
3 Patentansprüche
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Claims (3)
- - -,- .-.." - ,■■..-:-. " 236P95T~r~ "■-". ' . ■■' % .■."■"■"■,-■■ ■■:'.:■ PatentansprücheKoppelvorrichtung bei optischen Uächrichtenübertragrings-■ .anlagen zwischen einer Kernmantelfaser und einem Endgerät, das einengrößeren:Aperturwinkel aufweist als die Glasfaser, g e k e η η ζ e i c h η e t ; durch ein zwischen der Kernmantelfaser und dem Endgerät angeordnetes selbstfokussierendes Gradientenfaserteiistück^ dessen Länge χ der Ungleichung 0,5x _^. —~ x ^ ^»5x 0-pt genügt, wobei χοό^ diedie optimale .Länge des Gradientenfaserteilstüekes ist, die sich aus dem Brechzahlgradienten a der Grajdie^tenfaser, dem Radius jQ des Kernes der Kernmantelfaser und dem Aperturwinkel -v" ^ der Kernmantelfaser bestimmt zu:TTi f"t .r- CUtt-fft-vt-
- 2. Koppelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n ζ e ic Ii-ii et , daß auf das zu koppelnde Sude der Kernmantelfaser ein Gradientenfaserteilstück aufgesteckt ist.
- 3. Koppelvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, ge kenn zeich n e t durch seine Verwendung zur Kopplung einer Lumineszenzdiode mit einer multimodalen Kernmantelfaser:iTBk 9/710/314450 9 82 4/0473Leerseite
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|---|---|---|---|
| DE2360951A DE2360951A1 (de) | 1973-12-06 | 1973-12-06 | Koppelvorrichtung fuer eine optische nachrichtenuebertragungsanlage |
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Family Applications (1)
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Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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- 1973-12-06 DE DE2360951A patent/DE2360951A1/de active Pending
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