DE2360702B2 - Sicherheitsgurtanordnung fuer fahrzeuge, insbesondere personenkraftfahrzeuge - Google Patents
Sicherheitsgurtanordnung fuer fahrzeuge, insbesondere personenkraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheiisgurtanordnung
für Fahrzeuge, insbesondere Personenkraftfahrzeuge, bestehend aus mindestens einem an der
Schloßsäulc verankerten Schultergurt, der in seinem oberen Bereich mit einem hebelartig schwenkbar an
der Fahrzeugkarosseric angeordneten Bcschingteil η 702
Verbindung steht, das auf seine Länge den Gun; in
einer Richtung führt, die im wesentlichen parallel zur Fahrzeuglängsachse verlauft.
Ein solches Beschlagteil, das am Dachrahmen gelagert ist, ist durch die US-PS 34 62 192 bekanntgeworden.
Dieses Beschiagteil unterstützt den Schuiterguri so, daß praktisch sein oberer Verankerungspunkt nach
vorne verlagert wird. Dadurch wird ein günstigerer Winkel des Schultergurtes zum Körper des Fahrzeugii.sassen
erreicht und damit der Schultergurt vom Hals abgehalten. Außerdem soll das Beschiagtei! die Möglichkeit
der Bildung von Verwicklungen des nicht im Gebrauch befindlichen Gurtes herabsetzen.
Ein Nachteil dieser Gurtanordnung besteht darin. daß das Gurtende zum Anlegen des Gurtes schlecht zu
ergreifen und der Gurt insgesamt schlecht anzulegen is., da das Gurtband sich leicht verdrehen kann, wenn
das betreffende an ihm befestigte Schloßteil nicht richtig ergriffen wird. Das bei dieser Gurtanordnung benutzte
Beschiagteil läßt sich außerdem bei einem Automatikgurt nicht verwenden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Nachteile dieser bekannten Gurtanordnung
zu vermeiden, d. h. Vorkehrungen zu treffen, durch die das Schloßteil leicht ergriffen und der Gurt leicht angelegt
weden kann. Außerdem soll der Gurtbanddruck auf die Schulter des Fahrzeuginsassen vermieden und
das Beschlagteil bei einer Gurtanordnmig mit automatischem
Gurtaufroller zur Anwendung kommen können.
Erfindungsgemäß weist das in seiner nach vorne gerichteten Stellung festgestellte Beschlagteil an seinem
freien Ende eine Umlenköse für den Gurt auf und am Anlenkpunkt des Beschlagteiles ist eine den Gurt zu
einem Gurtaufroller nach unten führende an sich bekannte Umlenkvorrichtung vorgesehen.
Durch die Erfindung wird der weitere Vorteil er reicht, daß auf eine aufwendigere Spezialfcder im Gurtaufroller
verzichtet werden kann, die bei den herkömmlichen Automatikgurten bei Einhaltung der Mindestrückzugkraft
einem niedrigen Gurtbanddruck auf die Schulter des Fahrzeuginsassen Rechnung tragen
muß. Die Erfindung ermöglicht darüber hinaus einen Verzicht auf die Arretierung der Umlenkvorrichtung,
weil das Gurtband auch bei frontalem Aufprall des Fahrzeuges seine Richtung nicht verändert, so daß die
Umlenkvorrichtung unbeeinträchtigt bleibt.
Durch die Umlenköse am freien Ende des Beschlagteiies wird der Gurt nicht nur geführt, sondern diese
dient auch als Anschlag für das Schloßteil, das sich bei eingezogenen Gurt an die Öse anlegt und das somit
immer leicht für das Anlegen des Gurtes greifbar ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das schwenkbare Beschlagteil in seiner Lage verstellbar
ausgebildet.
Das Umschwenken des Beschlagteiles in seine etwa waagrechte Wirkstellung kann entweder unmittelbar
von Hand oder nach einem weiteren Merkmal der Erfindung durch Hebel und Seilzug erfolgen, wobei eine
automatische betätigung durch eine bewegliche Sitzfläche
denkbar ist.
Die Erfindung wird an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 den rechten Kraftfahrzeugsitz (Beifahrersitz) mit einer Dreipunkt-Sicherheitsgurtanordnung mit
Aufrollautomatik in perspektiver Darstellung,
F i g. 2 eine Ansicht entsprechend F i g. 1 mit abgelegtem
Sicherheitsgurt.
F i g. 3 die Einzelheit A aus F i g. I in vergrößerter
Darstellung,
F i g. 4 die Anordnung nach F i g. 3 in Draufsicht.
F i g. 5 eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Sicherheitsgurtanordnung in Seitenansicht und
Fig. 6 einen Hebelmechanismus zur Betätigung der
erfindungsgemäßen Gurtanordnung, z. B. derjenigen nach F i g. 5,
F i g. 7 einen längen-verstellbaren Beschlagteil.
In F i g. 1 bis 4 bezeichnet 10 einen Kraftfahrzeugsitz
mit Rückenlehne II. Mit 12 ist die hintere Türsäule
eines zweitürigen Kraftwagens, mit 13 das hintere Seitenfenster und mit 14 die Türöffnung bezeichnet. Der
Kardantunnel 15 des Fahrzeuges ist in F i g. 1 nur bruchstückhaft angedeutet. Die Dreipunkt-Sicherheitsgurtanordnung
nach F i g. 1 besteht aus einem Beckengurt 16 und einem Schultergurt 17. Beckengurt 16 und
Schultergurt 17 werden durch ein gemeinsames Gurtband gebildet, das durch eine Umlenköse 18 umgelenkt
wird. Die Umlenköse 18 ist mit der Schloßzunge 19 verbunden, die bei der in Fig.) dargestellten Position
der Gurte 16, 17 in ein Gurtschloß 20 eingerastet ist, welche bei 21 am Kardantunnel 15 befestigt ist. Der
zweite untere, auf der unteren Seite des Sitzes 10 an der Einstiegschwelle 23 liegende Festpunkt der Gtirtanordnung
ist mit 24 bezeichnet. Der Schultergurt 17 wird durch eine im Punkt 26 angebrachte Umlenkvorrichtung
34 nach unten umgelenkt, wo er in den Gurtaufroller 33 einmündet.
Wie ersichtlich ist. dient der obere durch eine Schraube angedeutete G'irtbefestigungspunkt 26 zugleich
als Gelenkpunkt für ein schwenkbares Beschlagtcil 27. das an seinem freien Ende eine Umlenköse 28
aufweist, durch die der Schultergurt 17 hindurchläuft. Aus Fig.4 geht hervor, daß das Beschlagteil 27 zwischen
Umlenkvorrichtung 34 und Türsäule 12 angeordnet, d. h. gewissermaßen eingeklemmt ist. Bei der Darstellung
,lach F i g. 2, die das Gurtsystem im abgelegten Zustand zeigt, ist das schwenkbare Beschlagteil 27 im
wesentlichen nach vorne gerichtet, d. h. es befindet sich in einer Stellung, die es auch bei angelegtem Gurt innehat.
In F i g. 3 ist die Schuller eines auf dem Sitz 10 befindlichen Fahrzeuginsassen schematisch durch eine
Linie 31 angedeutet. Es ist deutlich /u erkennen, daß das Gurtband 17 infolge der Führung durch das
schwenkbare Beschlagteil 27 eine Richtung nimmt, in der es oben etwa tangential an die Schulter 31 herangeführt
wird und erst nach Umlenkung durch die Umlenköse 28 sich eng an die Brust 32 des Fahrzeuginsassen
anlegt. Der unangenehme Druck herkömmlicher Automatikgurte
auf die Schulter des Fahrgastes wird dadurch vorteilhaft vermieden.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 1 bis 4 ist das
schwenkbare Beschlagleil zweckmäßig schwerbeweglieh hinter der Umlenkvorrichtung 34 angebracht, damit
es selbsttragend in seiner Wirkstellung verbleibt. Zum Zwecke des Einsteigens von Fahrgästen zu den
Rücksitzen wird das Beschlagteil 27 von der Stellung in F i g. 2 aus nach unten bewegt, so daß es an der Türsäu-Ie
12 entlang nach unten verläuft. Ansonsten verbleibt es in der Stellung nach F i g. 2 oder wird wieder in diese
gebracht. Da die Schloßzungen 19 durch die Federkraft des Gurtaufroller 33 bein Ablegen der Gurte selbsttätig
bis an die Umlcnköse 28 herangezogen und dort gehalten wird, kann diese für das Anlegen des Gurtes
leicht ergriffen werden.
In F i g. 5 erfolgt die Schwenkung des Beschlagteiles
27 in Wirkstellung durch einen bei 35 an diesem angreifenden Seilzug 36, der das Beschiagteü 27 auch in seiner
Wirkstellung hält. Hier empfiehlt es sich daher, das Beschlagteil 27 bei 26 leichtbewegüch zu lagern.
Es ist möglich, den Seilzug 36 und damit das Beschlagteil 27 — wie aus F i g. 6 ersichtlich — durch
einen Hebel 37 manuell zu betätigen. Der Hebel 37 ist in einem Lagerbock 38 gelagert, der zweckmäßig an
der Außenseite des Sitzes 10 am Fahrzeugboden etwa auf Höhe Sitzmiite befestigt ist. Er ist somit für den auf
dem Sitz 10 befindlichen Fahrzeuginsassen leicht erreichbar.
Nach einer weiteren Ausführungsform, die wiederum in F i g. 5 mit eingezeichnet ist, sieht die Erfindung eine
automatische Betätigung des Seilzuges 36 bzw. Besehlagteiles 27 vor. Der Seilzug 36 greift zu diesem
Zweck mit seinem unteren Ende an einem Hebel 39 an. der in einem auf einem Rohrteil 40 — gegebenenfalls
verstellbar — angeordneten Lagerbock 41 gelagert ist. Das freie, hakenartig gekrüm;?ite Ende 42 des Hebels
39 steht mit einer elastischen Platte 43 in Berührung, die in die mit 44 bezifferte Sitzfläche des Sitzes 10 eingearbeitet
ist. Bei der in F i g. 5 ausgezogen dargestellten Stellung von Hebel 39 und elastischer Platte 43 ist
die Sitzfläche 44 durch einen Fahrgast belastet. Die elastische Platte 43 ist nach unten durchgedrückt und hat
den Hebel 39 ebenfalls in seine untere, etwa waagerechte Lage gebracht. Dabei hat der Hebel 39 auf den
Seilzug 36 eine Zugkraft ausgeübt, wodurch das Beschlagteil 27 in seine Wirkstellung bewegt worden ist.
Strichpunktierte Linien kennzeichnen dagegen den entlasteten Zustand der elastischen Platte 43 bzw. des I Iebels
39. Dieser nimmt eine nahezu senkrechte Ausgangsstellung ein. in die er gegebenenfalls durch eine
vorgespannte Feder gebracht werden kann. Der Seilzug 36 ist bei dieser Position des Hebels 39 gelockert,
so daß das Beschlagteil 27 durch sein Eigengewicht und das der Schloßzunge in seine nach unten gerichtete
Lage bewegt wird. Erst nach Ablegen des Gurtsystems und völliger Entlastung des Sitzes 10, 44 schwenkt also
das Beschlagteil 27 in diese Lage zurück, und gibt den
Ein- bzw. Aufstieg für Vorder- und Rücksitz des Fahrzeuges frei.
Das aus der Zeichnung ersichtliche und im Vorstehenden beschriebene schwenkbare Beschlagleil 27
kann als einteiliges Bauteil zweckmäßig aus einem etwa elastischen Kunststoff ausgebildet sein. Eine weitere
Ausführungsform der Erfindung geht jedoch dahin, dus
Beschlagteil in seiner Länge veränderbar zu gestalten. Es läßt sich so vorteilhaft den verschiedenen Fahrzcugtypen
bzw. unterschiedlichen Körpermaßen der Fahr zeuginsassen anpassen. Zum Zwecke der Längenverstellung
besteht in F i g. 7 das Beschlagteil 276 aus /wei ncbeneinandergleitenden F-cdcrsiahl-Feinblechieilen 50
und 52. von denen das Blech 52 an der Fahr/eugkarosseric angelenkt ist und das andere Blech 50 die Umlenköse
28 für den Schultergurt 17 aufnimmt. Wie ersichtlich ist das Biechtcil 52 an seinem Rand mit Umbiegungen
56 versehen, die zur Führung des Blechteiles "0 dienen. Am Blechteil 50 ist eine nicht sichtbare Nokke
ausgeprägt, die in eine der entsprechenden Ausprägungen 58 am Blechteil 52 einrastet, wodurch die Gesamtlänge
des Beschlagteiles 276 fixiert wird. Zweckmäßig sind die beiden Blechteile 50 und 52 von einer
Umhüllung, vorzugsweise einem strichpunktiert angedeuteten Kunststoffschlauch 54, umgeben, der die Längen-Verstellung
überdeckt.
Hierzu 4 Platt Zeichnungen
Claims (8)
1. Sicherheitsgurtanordnung für Fahrzeuge, insbesondere Personenkraftfahrzeuge, bestehend aus
mindestens einem an der Schloßsäule verankerten Schultergurt, der in seinem oberen Bereich mit
einem hebelartig schwenkbar an der Fahrzeugkarosserie angeordneten Beschlagteil in Verbindung
steht, das auf seine Länge den Gurt in einer Riehlung führt, die im wesentlichen parallel zur Fahrzeuglängsachse
verläuft, dadurch gekennzeichnet daß das in seiner nach vorne gerichteten
Stellung festgestellte Beschlagteil (27) an seinein freien Ende eine Umlenköse (28) für den Gurt (17)
aufweist und am Anlenkpunkt des Beschlagteilcs eine den Gurt zu einem Gurtaufroller (33) nach unten
führende an sich bekannte Umlenkvorrichtung (34) vorgesehen ist.
2. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das schwenkbare Beschlagteil
(27) unmittelbar manuell bzw. durch das Gurtband (17) betätigbar ist.
3. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das schwenkbare
Beschlagteil (27) schwergängig an der Schloßsäti-Ie (12) gelagert ist.
4. Sicherheitsgurtanordnung nach einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das schwenkbare Beschlagteil (27) in
seiner Länge verstellbar ausgebildet ist.
5. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das schwenkbare Beschlagteil (27) aus zwei in Längsrichtung gegeneinunder
unter Überwindung von Reibungswiderstand verschiebbaren Blechteilen besteht, von denen das
eine an der Fahrzeugkarosserie (12) angelenkt ist und das andere die Umlenköse (28) für den Schullergurt
(17) aufnimmt, und daß die beiden Blechteile von einer Umhüllung umgeben sind.
6. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Beschlagteil (27) leicht schwenkbar ist und durch einen an seinem
rückwärtigen Ende (35) angreifenden Seilzug (36) mittels eines Hebels (37 bzw. 39) betätigbar ist.
7. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (37) zur Betätigung
des Seilzuges (36) außenseitig neben dem jeweiligen Fahrzeugsitz (10) angeordnet und von
Hand bewegbar ist.
8. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (39) zur Betätigung
des Seilzuges (36) unterhalb der beweglichen Sitzfläche (44) des jeweiligen Fahrzeugsitzes (10)
ungeordnet und von dem ein- bzw. aussteigenden Fahrgast mittelbar über die bewegliche Sitzfläche
bzw. eine in diese eingearbeitete elastische Platte (43) betätigbar ist.
Priority Applications (1)
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| DE19732360702 DE2360702B2 (de) | 1973-12-06 | 1973-12-06 | Sicherheitsgurtanordnung fuer fahrzeuge, insbesondere personenkraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19732360702 DE2360702B2 (de) | 1973-12-06 | 1973-12-06 | Sicherheitsgurtanordnung fuer fahrzeuge, insbesondere personenkraftfahrzeuge |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2360702A1 DE2360702A1 (de) | 1975-06-19 |
| DE2360702B2 true DE2360702B2 (de) | 1976-05-20 |
Family
ID=5900001
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732360702 Ceased DE2360702B2 (de) | 1973-12-06 | 1973-12-06 | Sicherheitsgurtanordnung fuer fahrzeuge, insbesondere personenkraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8235 | Patent refused |