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DE2357278A1 - Antimikrobielle grenzflaechenaktive mittel - Google Patents

Antimikrobielle grenzflaechenaktive mittel

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Publication number
DE2357278A1
DE2357278A1 DE2357278A DE2357278A DE2357278A1 DE 2357278 A1 DE2357278 A1 DE 2357278A1 DE 2357278 A DE2357278 A DE 2357278A DE 2357278 A DE2357278 A DE 2357278A DE 2357278 A1 DE2357278 A1 DE 2357278A1
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Germany
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formula
radicals
antimicrobial
hydrogen
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Withdrawn
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DE2357278A
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English (en)
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DE2357278B2 (de
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Helmut Dipl Chem Dr Diery
Kurd Dipl Chem Dr Rer Guenther
Gerhart Dipl Chem Dr Schneider
Elmar Dr Med Schrinner
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Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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Priority to US05/523,021 priority patent/US3957863A/en
Priority to IT29457/74A priority patent/IT1025718B/it
Priority to BR9595/74A priority patent/BR7409595A/pt
Priority to JP49131230A priority patent/JPS5080301A/ja
Priority to FR7437694A priority patent/FR2251546B1/fr
Priority to CA213,848A priority patent/CA1032176A/en
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Priority to BE150593A priority patent/BE822293A/xx
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Publication of DE2357278B2 publication Critical patent/DE2357278B2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/48Medical, disinfecting agents, disinfecting, antibacterial, germicidal or antimicrobial compositions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D1/00Detergent compositions based essentially on surface-active compounds; Use of these compounds as a detergent
    • C11D1/88Ampholytes; Electroneutral compounds

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Description

Aktenzeichen: ^ Hoe 73/F344
Dr.GR/Gi Datum: 15.11.1973
Antimikrobielle grenzflächenaktive Mittel
Die vorliegende Erfindung "betrifft antimikrobiell wirksame Verbindungen mit grenzflächenaktiven Eigenschaften, die ihre antimikrobielle Wirksamkeit, d.h. ihre Wirksamkeit gegenüber Bakterien, Pilzen, Strahlenpilzen und Yiren auch in Gegenwart von grenzflächenaktiven. Reinigungsmitteln behalten. * .
Die bekannten grenzflächenaktiven Verbindungen, die gute Reinigungseigenschäften besitzen, weisen in der Regel keine antimikrobielle Wirkung auf. Andererseits besitzen gewisse kationaktive Mittel, wie z.B. quartäre Ammoniumverbindungen, die gegenüber bestimmten Bakterientypen wirksam sind, nur mäßige Reinigungseigens-chaften. Soll mit der Reinigung von Textilien oder anderen Gegenständen gleichzeitig eine Bekämpfung von Bakterien und Pilzen erreicht werden, so sind bisher im allgemeinen zwei getrennte Behandlungen notwendig, nämlich eine normale Wäsche und anschließend eine gesonderte Behandlung der gewaschenen Waren mit antimikrobiellen Mitteln in einer geeigneten physikalischen Form, z.B. als Lösung oder Dispersion.
In vielen Fällen wäre es praktischer und wirksamer, wenn das Reinigungsmittel und das antimikrobielle Mittel gleichzeitig zur Anwendung kommen könnten oder gegebenenfalls beide Wirkungen in einem einzigen Präparat vereinigt wären. Derartige Versuche hatte man bereits früher angestellt, sie führten jedoch nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen.
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M O _
Ein Grund für die bisherigen Fehlschlage ist unter anderem in einer störenden Wechselwirkung zu sehenä die zwischen dem größten Teil der antimikrobiellen Mittel einerseits und dem synthetischen Waschrohstoff andererseits auftritt. Diese Unverträglichkeit zeigt sich entweder in einem verringerten Waschvermögen des oberflächenaktiven Mittels oder in der teilweisen oder vollständigen Unwirksamkeit des antiiaikrobiellen Mittels oder auch in beiden Aspekten.
Markante Beispiele für eine derartige gegenseitige Beeinträchtigung sind Präparate, die anionische oberflächenaktive Reinigungsmittel einschließ-, lieh Seifen und Fichtseifenverbindungen sowie bisher bekannte antimikrobielle Mittel enthalten. In diesen Fällen ist in der Regel die Reinigungswirkung des anionischen Reinigungsmittels- weniger gut als bei alleiniger Verwendung desselben und auch die Wirkung der antiiaikrobiellen Mittel ist wesentlich geringer als bei ihrer alleinigen Anwendung. Eine ähnliche Wechselwirkung tritt auch bei Präparaten auf, die nic'htionogene, kationaktive und amphotere oberflächenaktive Mittel enthalten.
Neuerdings sind einige mit gewissen Reinigungsmitteln verträgliche antimikrobielle Mittel verfügbar, wie z.B. Bromsalicylanilid und Carbanilid, die auch bei Anwendung in synthetischen Reinigungsmitteln eine hemmende oder abtötende Wirkung gegen grampositive Bakterien, wie Staphylococcus aureus, Bact. ammoniagenes, Lactobacillus casei usw. besitzen. Es fehlen dagegen weiterhin geeignete Mittel, die mit Reinigungsmitteln verträglich sind und eine nennenswerte Wirkung auch gegen die resistenten gramnegativen Bakterien, wie Escherichia coli, Proteus inirabilis, Pseudomonas aeruginosa und gegen Pilze, wie Candida albicans usw. aufweisen.
Es ist bis heute keine Voraussage möglich, wie sich ein gegebenes antimikrobielles Mittel in einem Waschmittelpräparat verhalten wird. Einige der zahlreichen Unbekannten, die einen Einfluß auf das Verhalten des Mittels haben können, sind u.a. die komplexe Natur des Reinigungsmittelpräparates selbst, der vorhandene Schmutz, die Verschiedenheit der Gewebe und die. unterschiedliche Ionogenität der Verbindungen.
Geeignete antimikrobiell© Mittel werden besonders für die Verwendung in Reinigungsmittelpräparaten gesucht, die zum V/äsehewaschen verwendet werdum sollen. Hierbei ist es erwünscht, daß nach der Wäsche ein gewisser fiück- '
509822/1016
stand des Desinfektionsmittels auf dem Gewebe verbleibt, so daß eine länger andauernde Wirkung erzielt wird. Es sind somit beim Wäschewaschen antibakterielle Mittel erwünscht, die in einer Waschlösung verwendet werden können, die auf dem Gewebe zurückbleiben und die Vermehrung der Bakterien und/oder Pilzen sowie die Entwicklung von Körpergeruch auf dem Gewebe verhindern. Eine derartige Waschbehandlung ist vor allem bei Unterwäsche vorteilhaft, besonders, wenn das anhaftende antimikrobielle Mittel auch gegen gramnegative Bakterien wirksam ist. Antibakterielle Mittel, die mit synthetischen Reinigungsmitteln verträglich sind, finden auch Verwendung auf dem Gebiet der desodorierenden und kosmetischen Seifen und Sprays. Hier ist es erwünscht, daß die aktive-Verbindung Haftvermögen auf der menschliehen Haut aufweist, so daß ein Rückstand des Mittels nach einer ¥aschbeha,ndlung auf de3: Haut zurückbleibt und zur Hemmung der Bakterienflora, die den Schweiß unter gleichzeitiger Entstehung von Geruch zer- setzt, dienen kann. .
In letzter Zeit sind als antimikrobiell wirksame grenzflächenaktive Mittel Diamine vorgeschlagen worden, die der allgemeinen Formel I
entsprechen, in der R1· einen Alkyl- ader Alkenylrest mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Β" und H1" Wasserstoff oder den Best der Formel A
-CH-CGOY I CH2-COHH2
bedeuten, wobei wenigstens eines der Radikale R" oder B1" für diesen Rest der Formel A steht und Y Wässerstoff oder ein "Alkalimetall und χ 2 oder 3 bedeuten.
Es wurde nun gefunden, daß die Ampholyte der nachfolgend angegebenen allgemeinen Formel II
E1-N-(CH2
N-(CHg
i - N-(CH2
I
2357278
N-(CH2
I
) -N-R7
11 I /
E4 k (:
ebenfalls ausgezeichnete antimikrobiell.wirksame grenzflächenaktive Substanzen darstellen, die ihre antimikrobiell Wirksamkeit auch in Gegenwart von anderen grenzflächenaktiven Wasch- und Reinigungsmitteln behalten. Die neuen Ampholyte besitzen gegenüber den Diaminen der Formel I eine "bessere Beständigkeit"gegenüber hartem Wasser sowie im allgemeinen .eine bessere Löslichkeit in Wasser; sie sind deshalb besser zu handelsüblichen Präparaten und Konzentraten zu verarbeiten. Ein weiterer Vorteil dieser neuen Ampholyte ist ihre größere Wirksamkeit gegenüber zahlreichen Pilzen und Bakterien bei relativ niedriger Konzentration.
In der allgemeinen Formel II bedeuten eines oder zwei, vorzugsweise eines der Radikale R. ( i = 1 - 7)> vorzugsweise R1, einen geradkettigen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 8-18 Kohlenstoffatomen, eines oder zwei der Radikale R (m = 2 - 6, wobei m 4 i), vorzugsweise R6, den Rest der Formel A
-CH-COOY
I (A)
CH2-CONH2
und die anderen Radikale R, (k = 1 - 7» wobei k ^ i, m) Wasserstoff oder Methyl, vorzugsweise Wasserstoff, Y Wasserstoff oder ein Alkalimetallion, η 2 oder 3 und ο und ρ 0 oder 1 .
Einer oder zwei der Reste R. der neuen Ampholyte besitzt die Bedeutung einer lipophilen Gruppe, die in Form eines ungesättigten oder gesättigten geradkettigen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrestes mit 8 "bis 18, insbesondere 10 bis 16, Kohlenstoffatomen, vorzugsweise endständigin der Stellung R1 der allgemeinen Formel II vorliegen kann.
Besonders bevorzugt.werden Verbindungen der vorgenannten Formel II, in denen eines der Radikale R. einen geradkettigen Alkylrest mit insbesondere 10 bis 14 Kohlenstoffatomen bedeutet.
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Die Ampholyte gemäß der Erfindung können hergestellt werden, indem man etwa 1 Mol eines vorzugsweise nichtmethylierten iT-Alkyl-polyalkylenpolyamins der allgemeinen Formel II,
H-(CH2
R6
(H)
in der eines oder zwei der Radikale R1 bis R7 einen geradkettigen oder verzweigten Alkyl- .oder Alkenylrest mit 8 Ms 18 Kohlenstoffatomen und die anderen Radikale R1 "bis R7 Wasserstoff oder Methyl bedeuten, wobei jedoch mindestens eines der Radikale R1 bis R7 Wasserstoff darstellt und wobei n, ο und ρ die vorstehend angegebenen Bedeutungen besitzen, mit 1 bis 2 Molen Maleinsäurehalba^id amsetzt. Die Umsetzung kann in wäßriger oder wäßrig-alkoholischer Phase, "sur Reaktion^beeohleunigung zweckmäßig bei erhöhter Temperatur, insbesondere bei 60 - 100 0C5 'durchgeführt werden. Anstelle des Maleinsäurehalbamids können auch dessen Salze, vor allem die Alkali- oder Ammoniumsalze für die Umsetzung verwendet werden. Bevorzugt wird die Reaktion mit dem besonders leicht- zugänglichen Ammoniumsalz des Maleinsäurehalbamids durchgeführt; bei dieser Umsetzung wird Ammoniak freigesetzt und die ampholytesehe Verbindung direkt in Form des inneren Salzes erhalten. -Werden Alkalisalze z. B. das Natrium- oder Kaliumsalz des Maleinsäurehalbamids mit dem Polyamin umgesetzt, so fallen die Reaktionsprodukte in Form der entsprechenden Alkalisalze an, die sich gewünschtenfalls durch Zugabe von Säure bis zum pH-Wert des isoelektrischen Punktes in die inneren Salze überführen lassen. Bevorzugt werden für die Umsetzung mit Maleinsäurehalbamid oder dessen Salzen IT-Alkylpolyalkylen-polyamine der Formel IXI verwendet.
R'-[NH(CH2L]
(in)
in der R1 einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 8 bis 18 Kohelnsto ff atomen, η 2 oder 3 ^111«! q. 2 - 4 bedeuten. Torzugsweise werden für die Umsetzung pro Mol des Polyamine weniger als 2 Mole insbesondere -etwa 1 Mol Maleinsäurehalbaiaid- oder dessen Salze eingesetzt. ■
509822/101 β '
Die Ampholyte gemäß der vorliegenden Erfindung· besitzen den Vorteil, daß sie ihre antimikrobielle Wirksamkeit auch in Gegenwart von anionischen, kationischen und nichtionischen grenzflächenaktiven Substanzen und auch in Gegenwart von organischen und anorganischen Gerüstsubstanzen, wie sie in ,Waschmitteln üblicherweise verwendet werden, beibehalten. Die neuen Ampholyte können somit den üblichen Wasch- u. Eeinigungsmitteln sowie auch Weichspülmitteln beigegeben werden oder zusammen mit diesen zur Anwendung kommen. Ein weiterer Vorteil der Ampholyte gemäß der Erfindung ist neben ihrer guten Wasserlöslichkeit ihre Kältestabilität in Form flüssiger Konzentrate.
Die Ampholyte gemäß der Erfindung können mit den zur Herstellung von Wasch- und Eeinigungsmitteln üblicherweise verwendeten grenzflächenaktiven Substanzen sowie auch Gerüstsubstanzen zur Anwendung gekommen. Solche grenzflächenaktiven Verbindungen und Gerüststoffe werden z.B. ausführlich beschrieben in dem Standardwerk Schwartz, Perry, Berch, "Surface active agents and detergents" Volume II (l958)> Seite 25 - 138 und 288 - 317 · Die Wasch- und Reinigungsmittel können ferner optische Aufhellungsmittel, Perborate und Enzyme enthalten, ohne daß die antimikrobielle Wirkung der Ampholyte gemäß der Erfindung hierdurch beeinträchtigt wird. Auch durch andere übliche Zusatz- und Verdünnungsmittel wie Parfüme, Farbstoffe} Fluoreszenzmittel, Schaumförderungs- und Schaumbremsmittel sowie Hilfsmittel gegen Absetzen wird die vorteilhafte Wirkung der Ampholyte gemäß der Erfindung nicht gemindert.
Infolge der hohen Wirksamkeit der Ampholyte gemäß der Erfindung reicht der Einsatz von kleinen Mengen aus, um den Wasch- und Reinigungsmitteln eine antimikrobielle Wirksamkeit zu verleihen. Die deft. Wasch- oder Reinigungsmitteln zuzusetzende Menge an Auipholyten .kann in weiten Grenzen variieren. Die Einsatzmenge richtet sich vor allem nach der angestrebten antimikrobiellen Wirksamkeit des Wasch- oder Reinigungsmittels. Die Einsatzmengen liegen im allgemeinen bei 0,1 - 10 fo, bezogen auf das Gewicht des. Wasch- und Reinigungsmittels oder des Weichspülmitbels. Der bevorzugte Konzentrationsbereich der Ampholyte liegt jedoch zwischen 0-5 und 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Wasch- oder Reinigungsmittel. Für die obere Grenze der Einsatzmenge der erfindungsgemäßen Ampholyte sind vor
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allem wirtschaftliche Ueberlegungen sowie gegebenenfalls auch Löslichkeit se igenschaf ten maßgebend. Eine Erhöhung der Anwendungskonzentration vergrößert erwartungsgemäß die antimikrobiell Wirksamkeit des Wasch-•und Reinigungsmittels.
Die Ampholyte gemäß der Erfindung können den Wasch- oder Reinigungspräparaten nach einem beliebigen Verfahren einverleibt werden, sofern nur eine gleichmäßige Verteilung in der gesamten Masse sichergestellt ist. Dabei zeigt sich eine gute Verträglichkeit der erfindungsgemäßen Ampholyte mit den vorstehend angegebenen Wasch- und Reinigungsmitteln in Form von Riegeln, Flüssigkeiten, Flocken, Körnchen und dergleichen. Durch die Ampholyte wird auch unter dem Einfluß von Sonnenlicht keinerlei Verfärbung der Wasch- und Reinigungsmittel bewirkt. Die erfindungsgemäßen Ampholyte sind darin den bekannten antimikrobiellen Zusatzstoffen auf Basis bisphenolischer Verbindungen überlegen.
Ein weiterer überraschender Vorteil bei der Anwendung der Ampholyte gemäß der Erfindung ist, daß sie beim Waschen oder Spülen von Textilien aus z. B. Wolle oder Baumwolle mit Ampholyten enthaltenden Waschmitteln oder Spülmitteln Substantiv auf die Textilien aufziehen. Die Textilien erhalten dadurch einen antimikrobiellen Schutz, der für längere Zeit erhalten bleibt.
Zur Prüfung der antimikrobiellen Wirksamkeit auf den Textilwaren dient der Gewebeschutzversuch. Dieser besteht im wesentlichen darin, daß man Warenproben zunächst mit einer üblichen Waschflotte wäscht und dann in einer wäßrigen Lösung mit einem Weichspülmittel, das die antimikrobiell wirksamen Mittel enthält, nachbehandelt, die Warenproben trocknet und auf Uähragar, dem die für die Prüfung herangezogenen Bakterien zugesetzt werden, auflegt. Nach kurzer Zeit werden die Stoffproben wieder entfernt und die Agarplatten 24 Stunden lang bei 37°C bebrütet. Bei antibafcterieller Wirksamkeit wird an den Auflageflächen und in deren Umgebung kein Bakterienzuwachs festgestellt, .
Die Ampholyte gemäß der Erfindung besitzen ein so breites Wirkungsspektrum, daß sie z. B. als Desinfektionsmittel, besonders auch für medizinische und hygienische Zwecke eingesetst v/erden können. Von besonderem Interesse ist ihre Verwendung in Reinigungsmitteln,'wie z. B. Grobwasclimitteln, Feinwaschmitteln und Wäscheweichspülmitteln, da ihre antibakterielle
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Wirksamkeit in Gegenwarb-solcher Mittel erhalten bleibt. Dieses günstige Verhalten der erfindungsgemäßen Ampholyte ermöglicht es somit, das Waschmittel, Reinigungsmittel oder Spülmittel und das antimikrobiell -wirksame Mittel in einem Präparat zu vereinigen.
Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der vorliegenen Erfindung, ohne daß sich diese auf die Beispiele beschränkt. Die Mengenangaben bedeuten, sofern es nicht ausdrücklich anders vermerkt ist, Gewichtsteile und die Prozentangaben Gewichtsprozente.
Beispiel 1 . . .
Α) Eine Lösung von 19,8 Teilen des Ammoniumsalzes von Maleinsäurehalbamid (hergestellt aus Maleinsäureanhydrid und gasförmigen Ammoniak in Chloroform) in 32 Teilen Wasser wird mit 44» 1 Teilen U-Lauryldiäthylentriamin (mit einem Gehalt an basischem Stickstoff von 14>3 i°) 3 Stunden lang bei 80 - 85°C gerührt. Während der "Umsetzung wird Ammoniak entwickelt. Die Flüssigkeit wird unter vermindertem Druck im Robationsverdampfer durch Abdestillieren von Wasser eingeengt. Der pastöse Rückstand wird im Vakuumschrank bei siner Temperatur von ca. 50°C getrocknet. Man erhält ein Produkt, das im wesentlichen aus einer Verbindung der Formel
C12H25-ITH-CH2-CH2-NH-Ch2-CH2-ITH
CH-COPH CH2-COITH2
besteht. Das Produkt (a) liegt als gelbstichige wachsartige Substanz vor, die sich zu'einem feinen Pulver zermahlen läßt, deren Gehalt an basischem Stickstoff 10,5 beträgt (ber. 10,7 $).
Β) 73j6 Teile M-Dodecyl-tetraäthylenpentamin (mit einem Gehalt an basischem Stickstoff von 15*6 ^) und 26,4 Teile des Ämmoniumsalzes- von Maleinsäurehalbamid in I4I Teilen Wasser werden 3 Stunden lang bei 850C gerührt. Die alkalische gelbe klare Reaktionslösung kann mit Essigsäure auf einen pH-Wert von 6,5 ■- 7s 5 eingestellt werden und ist als solche verwendbar. Aus der Lösung kann durch Trocknung eine plastische Masse gewonnen werden; das so erhaltene gelbe Produkt (b)
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stellt eine Gemisch von analogen Verbindungen dar, dessen Hauptbestandteil die Verbindungen der Formel
C12 H2 5 -NH- CH2 CH2 -NH- CH2 CH2 -IiH- CH2 CH2 -NH- CH2 CH2 -NH- CH- C O2 H
CH2-CONH2
ist. Die Substanz besitzt einen Gehalt von 14» 3 basischem Stickstoff (ber. 14,45 $). ' .
C) Eine Mischung von 26,4 Teilen des Ammoniumsalzes von Maleinsäurehalbamid, 68,0 Teilen N-Dodecyl-triäthylentetramin (mit einem Gehalt an basischem Stickstoff von l6,2 %) und 133 Teilen Wasser wird 3 Stunden lang bei 85 - 9O0C gerührt. Die alkalische Reaktionslösung kann mit Essigsäure auf einen pH-Wert von 6,5 - 7»5 eingestellt werden und ist als solche verwendbar. Aus der Lösung kann man durch Trocknung eine plastische Masse gewinnen; das so erhaltene hellgelbe Produkt (θ) stellt ein Gemisch dar, das als Hauptbestandteil die Verbindung der Formel '
C12H2 5 -NH-CH2 -CH2 -NH-CH2 CH2 -NH-CH2 CH2 -NH-CH-CO2 H
CH2-CONH2
enthält. Der Gehalt an basischem Stickstoff beträgt 12,1 fo (ber. 12,3 1°)*
D) Eine Mischung aus 26,4 Teilen des Ammoniumsalzes von Maleinsäurehalbaaid, 66,5 Teilen N-Lauryl-N'-methylimino-bispropylamin mit einem Gehalt an basischem Stickstoff von 12,6 $ und 134 Teilen Wasser wird 3 Stunden lang bei 80 - 850C gerührt. Die alkalische gelbe blanke Lösung kann mit Essigsäure auf einen pH-Wert von 6,5 - 7»5 eingestellt werden und ist als solche verwendbar. Aus der Lösung kann durch Trocknung ein pulverförmiges hellgelbes Produkt (d)
■ gewonnen werden, das die Verbindung der Formel
C12H2S-NH-CH2CH2CH2-N-CH2CH2Ch2-NH-CH-CO2H
CH3 CH2-CONH2
darstellt. Das Produkt weist einen basischen Stickstoffgehalt von 9,3 $ (ber. 9,4 1°) auf.
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- ίο -
Die antimikx'obielle Wirksamkeit der Ampholyte gemäß der Erfindung ist überraschend vielfältig. Die Ampholyte sind bakteriostatisch und bakterizid wirksam gegenüber grampositiven und gramnegatiyen Organismen. Sie sind jedoch darüber hinaus auch fungistatisch wirksam. Die gute bakteriostatische und fungis'tatische Wirksamkeit der Ampholyte gemäß der Erfindung wird demonstriert an Hand der in Tabelle I zusammengestellten Prüfdaten. Diese Untersuchungsergebnisse zeigen das überraschend .breite antimikrobielle Wirkungsspektrum der erfindungsgemäßen Ampholyte im Vergleich zu typischen bekannten oberflächenaktiven Ampholyten (vgl. z. B. Kurt Lindner - Tenside-Textilhilfsmittel-Waschrohstoffe - Band I (1964), Seiten IO51 - IO32).
Tabelle I
Minimale Hemmkonzentration
Produkt A
Produkt B
. · Vergleichs-Produkt C-Produkt D ProduktY Produkt Z
Staph.aureus
SG 511
Strept.pyogenes
3O8 A
.Strept.
faecium D
E. coil O55
Proteus mirabilis
Pseudomonas
aeruginosa
25,0
6,25Y/ml
15,β Y/ml 62, 5 Y Μ
l,25mg/ml
62,
25,0
6,25YM
15,6YM
125,0
1, Ong /ml
25,5
7,8 Y /ml 62, 5 Y Μ
1, Ong/ml
39,1 V/ml
12,5 /M
6,25YM
6,25V7ml 31,5YM
1, Ong /ml
39,1/Mi
32 //ml
80 V/ml
5mg/ml
80 Y/ml
160//ΏΩ.
unwirksam
unwirksam
unwirksam
Erklärungen;
Produkt A : l-Dodecyl-ΪΤ-(2-Carbamoyl-l-carboxyäthyl)-1,4» 7""triazaheptan,
Produkt B :
l-Dodecyl-K-(2-Carbamoyl-l-carboxyäthyl)-1,4,7»10,13-pentaazatridecan,
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Produkt C ; l-Dodecyl-N-^-Carbamoyl-l-carboxyäthyl)-1,4j7j1O tetraazadecan,
Produkt D ; 1-Dodecyl-5-methyl-9-(2-Carbamoyl-l--carboxyäthyi )-Is5j9-triazanonan,
Yergleichsprodukt Y ;
Yergleichsprodukt Z :
CH-COOH CH-COOH '
■ I I
CH2-COlH2 CH2-CONH2
CH3
C8H17 -COlH-CH2CH2-Ii-CH2COO0
CH3
Die Untersuchungsergebnisse vmrden bei einem Eeihenverdünnungstest erhalten, der in Anlehnung an die "Richtlinien für die Prüfung chemischer Desinfektionsmittel" [Gustav Fischer Yerlag, Stuttgart (1969)],'herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, durchgeführt worden ist.
Bei diesen Untersuchungen wird die minimale Hemmkonzentration (MBE) ermittelt. Dies ist' die im Reihenverdünnungstest gefundene Minimalkonzentration in Gewichtseinheit pro Kubikzentimeter Prüflösung einer antimikrobiell wirksamen Substanz, bei der kein Wachstum der geprüften Organismen mehr festzustellen ist.
Die bakterizide Wirkung (bakterizide Konzentration) wurde in Keimsuspensionsversuche'n ebenfalls nach den vorstehenden Richtlinien geprüft. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in Tabelle II enthalten. .
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Beispiel „2
Weitere Beispiele der Ampholyte gemäß der Erfindung sind in der nachstehenden Aufstellung· enthalten. (Die Herstellung dieser Verbindungen erfolgt entsprechend den Angaben bei den Produkten A bis D).
E3
X=-CH-C Og H
CH2-CONH2
E4
-N(CH2
basischer Stickstoff
η ο P Κι E2 E5 E4 E5 E6 E7 gef. ber.
E 3 1 1 C18H37 H H CHg H H X 10,8 io 11,0 io
F 3 1 0 Il H CH8 H H X 9,2 % 9,5 io
G 3 1 1 Il H ■ H H H H X τι ο rf-* 11,1 io
H- 2 1 0 Il H H H H . X 10,2 % 10,4 io
I 2 1 0 C8Hl7/C10H21 H H H H X 15,9 io 16,2 io
E 2 0 0 :· O4 ο -Π,ο κ -ι
X <j Λ Ό TlTlCL
X
t H
- H
— " X
H
H
X
X
8,4 io 8,25 %
L 2 1 Ό If H H H H X 12,1 io 12,3 %
M 3 0 ■ ο H - H H X 9,0 io 9,2 io
N 2 0 0 O10E21ZO14H21 ? H - - - H H X 9,8 io 9,6 io
0 2 0 0 C8H17 H - H H X 11,4 io 11.5*
P 3 0 0 Il ι D8H17 - H H X 8,5 io 8,7 $
Q 2 0 0 Il
und
H
H
- X
H
H
X
C8H17
C8H17
9,0 io 9,2 $
R 2 0 0 G12H25 H - H H X 10,5 10,7 io
S 2 1 1 ti H H H H H X 14,3 io 14,45 #
T 3 0 0 Il H - - ' CH3 H X 9,3 io 9,4 % -
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Beispiel 3
Ein synthetisches Grobwaschmittel mit körniger Gerustsubstanz besteht aus folgenden Komponenten: .
8,00 fo sekundäres Alkansulfonat-Natrium (mittleres
Molgewicht 328), hergestellt durch Sulfoxidation von η-Paraffinen mit 13 bis 18 Kohlenstoffatomen
5,00 5^ eines Anlagerungsproduktes von 15 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Talgfettalkohol
3,00 io Matriumseife »00 io Natriunrtripolyphosphat 7 j 00 io Ifatriummetasilikat 3s 00 io Magnesiumsilikat 4»00 io Carboxymethylcellulose 0,30 io eines optischen Aufhellungsmittels
0,13 io Parfümöl
20,00 io ETatriumperborat Rest zu 100 Gewichtsprozent Wasser.
Diesem Waschmittelgemisch werden zur antimikrobiellen Einstellung je nach der angestrebten Wirkung 0,01 bzw. 1,0 Gewichtsprozent des Produktes A zugesetzt.
In Lösungen von 0,9 g pro Liter der reinen Waschmittelmischung (ohne die desinfizierende Komponente) wurde die minimale Hemmkonzentration des erfindungsgemäßen "Ampholyte nach der vorstehend angegebenen Methode ermittelt und mit den für das Waschmittel allein gemessenen'MHK-Werten verglichen. Es zeigt sich, daß das Grobwaschmittel die antimikrobielle Wirksamkeit des Ampholyts Produkt A praktisch nicht beeinträchtigt. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind in Tabelle III zusammengestellt.·
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Tabelle III
Minimale Hemmkonzentration [ζ /Vl] in Gegenwart von Grobwaschmitteln
Keimart Produkt A Waschmittel Produkt A in Waschmittelallein allein lösung τοη 0,9 g/l
Str. faecalis 15,6 1250 31,5
E. coli 62,5 1250 125,0
Die gleichen Untersuchungen wurden mit Grobwaschmitteln der obengenannten Zusammmensetzung durchgeführt, welche jedoch anstelle von 8,0 fo des sekundären Alkansulfonat-Natriums
3,) 8,00 $ einer Mischung aus gleichen Teilen von Fatriumsalzen eines a-Olefinsulfonates mit 15 "bis 18 Kohlenstoff- * atomen und des sekundären Alkansulfonates und
b) 8,00 $ Dodecjlbenzolsulfonat-Natrium enthält.
In beiden Fällen wurde keine Beeinträchtigung der antimikrobiellen Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Ampholyte durch die Waschmittel festgestellt.
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■- 15-
Beispiel 4-
Ein Feinwaschmittel "besteht aus folgenden Komponenten:
10j 00 fo eines Anlagerungsproduktes von 8 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Cocosfettalkohol
10,00 io eines Anlagerungsproduktes von 5 Mol
Ethylenoxid an 1 Mol Isotridecylalkohol
4OjOO io Natriumtripolyphosphat
5,00 io Natriumsilikat
10,00 io Soda, calciniert
2,00 io Carboxymethylcellulose Hest zu 100 io Natriumsulfat. ·
Zur antimikrobiellen Einstellung erhält das Waschmittel einen nach angestrebter Wirksamkeit zu bemessenden Zusatz eines_ Ampholyte gemäß der Erfindung, z. B. Produkt A;
In gleicher Weise wie in Beispiel 2 wurden in Lösungen von 5 g Pr0 Liter des reinen Peinwaschmittels die minimale Hemmkonzentration für das Produkt A ermittelt und den Werten für das Waschmittel allein und für das Produkt A allein gegenübergestellt. Die erhaltenen Werte sind in Tabelle IY zusammengestellt.
Tabelle IV
Minimale Hemmkonzentration [ι /ml] in Gegenwart von Feinwaschmetteln
Keimart Produkt A Feinwaschmittel Produkt A in Feinallein allein waschmittellösung
v. 1 g/l
Str. faecalis 15,6/"/ml 5.mg/ml 6,25 V/ml
E. coli 055 62,5 ^mI unwirksam 62,5//ml
5 0 9 8 2 2/1016
Die Ergebnisse zeigen, daß man durch den Zusatz eines Ampholyte gemäß der Erfindung eine ausgezeichnete antimikrobielle Wirksamkeit des Feinwaschmittels erhält, wobei die Wirkung des Ampholyts durch die Bestandteile des Feinwaschmittels teilweise noch gesteigert wird.
Beispiel 5
Ein Wäscheweichspülmittel hat folgende Zusammensetzung;
6,00 fo Distearyl-dimethyl-ammoniumchlorid 0,50 eines Anlagerungsproduktes von 12 Mol
Xthylenoxid an 1 Mol Oleylalkohol · · .
0,50 io optische Aufhellungsmittel 0,50 io Parfümöl
Rest zu 100 <?o Wasser. · '
Durch Zusatz eines Ampholyts gemäß der Erfindung, z. B. Produkt A, erhält dieses Wäscheweichspülmittel eine ausgezeichnete antimikrobielle Wirksamkeit.
In gleicher Weise wie in Beispiel 3 wurde in Lösungen von 0,3 g pro Liter des reinen Weichspülmittels die minimale Hemmkonzentration des erfindungs gemäß en Ampholyts ermittelt und mit den Werten für das Weichspülmittel allein und dem Ampholyt allein verglichen. Die Ergebnisse sind in Tabelle V enthalten. Sie zeigen, daß die antimikrobielle Wirksamkeit durch die Bestandteile des Waschewexchspulmittels nicht ■beeinträchtigt wird.
Tabelle Y
Minimale Hemiakonsentration [fl/ml] in Gegenwart von Wäscheweichspülmitteln
Keimart Produkt A Weichspülmittel Produkt A in Weichspül-
allein allein mittellsg. v. 0,3 g/l
Str." faecalis 15,6^VmI 1,25 mg/ml 25,0//ml
5 0 9 8 2 2/1016
Beispiel 6
Es wird ein flüssiges Fußwaschmittel mit folgender Zusammensetzung hergestellt:
30,0 0Jo eines Anlagerungsproduktes von 10 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Kokosfettalkohol
0,2 $ Parfüm und Farbstoffe 1,0 io des Produktes A Eest zu 100 io Wasser.
Aufgrund der fungiziden Wirksamkeit des Ämpholyts zeigt das Fußwaschmittel eine ausgezeichnete Wirkung gegen Faßpilze. Die antimikrobielle Wirkung des Ämpholyts wird durch die anderen Bestandteile des Fußwaschmittels nicht beeinträchtigt.
Beispiel 7
Ein Feinwaschmittel, das die erfindungsgemaßen Verbindungen als waschaktive und antimikrobielle Substanz enthält', weist folgende Zusammensetzung auf:' . ' . ' '
12, 0 io Produkt A
8,0 io einer Anlagerungsverbindung von 8 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Kokosfettalkohol
40,0 io Katriumtripolyphosphat
5,0 io Natriumsilikat <■
10,0 io Soda, calciniert
2,0 io Carboxymethylcellulose
25,0 io Natriumsulfat
Ein Waschmittel dieser Zusammensetzung zeigte sehr gute Wascheffekte bei Wolle, Polyamid, Polyester und anderen Fasern und reduzierte den Keimgehalt der Waschflotte.
5 09822/1016
Tabelle II
Bakterizide Konzentration
Produkt A
nach nach ·
5 Min. ■ '15 Min.
Produkt B nach nach 5 Min. 15 Min.
Produkt C
nach nach
5 Min. 15 Min.
Produkt D
nach nach
5 Min. 15 Min.
Vergleichsprodukt Υ
nach nach
Min. 15 Min.
Vergleichsprodukt Z nach nach 5 Min. 15 Min.
OI Staph. aur eus
O SG CO
J0 E.coli
%. Proteus mirabilis O
_ Ps. aeruginosa
125fM 50O1)V
125J-M 250 jf/ja 250 if /m
2,0 mg/ml 250.
250.
25O
125^/ml
500 J-/ml
'ml 1,Qmg/ml 1, Qmg/ml 5OO r/al 500. J*/ml 1,0mg/ml 500^/ηι1 10'mg/ml
25Oj1M 25Ο£M 250.£ /ml 125 j*M 500 f/ml 250^'/ml 1f25mg/ml
unwirksam
50^/ml 160 1" /ml · unwirksam
unwirksam
■unwirksam

Claims (5)

  1. Pat entan s prüche
    L4
    ί
    -N- (CH2
    in der eines oder zwei, vorzugsweise eines der Radikale R,. (i = 1 bis 7) einen geradkettigen verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, eines oder zwei der Radikale Rm (m = 2 bis 6 , wobei m ^ i) den Rest der Formel A
    CH-COOY
    t
    CH0-CONII
    (A)
    und die anderen Radikaie Rk (k = 1 bis 7, wobei k ^ i,w) Wasserstoff oder Methyl, Y Wasserstoff oder ein Alkalimetallion, η 2 oder 3 und ο und ρ 0 oder 1 bedeuten.
  2. 2. Verbindungen der allgemeinen Formel II , in der R- einen geradkettigen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest wit bis 5.8 Kohlenstoffatomen, Rg den Rest der Formel A
    -CH-COOY
    CH2-CONH2
    (A)
    und die andex-en Radikale R bis R_ und R7 Wasserstoff oder Methyl, Vorzugsv/eise Wasserstoff, Y Wasserstoff oder ein Alkaliraetallioa, n"2 oder 3 und ο und ρ 0 oder 1 bedeuten.
    50 9 822/1016
  3. 3» Verbindung der Formel
    C-, qHo .-NH-CH0CH0 CH0 -N-CH0CH0CH0-NH-CH-COnH
    JlZ ΔΌ Δ Δ Δ x Δ £ί α ?ώ
    CH0
    CH2-CONH2
  4. 4. Verbindung der Formel
    iΟΚΟ C-NH-CH0-CH0-NH-Ch0-CH0-NH
    χΔ AO Δ Δ 6 Δ ^
    CK-COoK CH2-CONH2
    5, Verbindung der Formel
    C12H25-NH-CK2CH2-NH-CH2CH2-NH-CH2CH2-Nh-CH-CO2H
    CH0-CONH0
    6. Verv/endung von Verbindungen der Formel II
    B1-H-(CH8 )n
    E3
    P R5
    (II)
    in der eines oder zwei, vorzugsweise eines dex* Radikale R. (i = 1 bis 7) einen geradkettigen verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, eines oder zwei
    509822/1016
    der Radikale R (m Formel A
    = 2 bis.6, wobei m ψ i) den Rast der
    -CH-COOY CH?-CONH2
    (A)
    und die anderen Radikale E-. (k = 1 bis 7, wobei k ^ i,ni) Wasserstoff oder Methyl, Y Wasserstoff oder ein Alkalimetallion, η 2 oder 3 und ο und ρ 0 oder 1 bedeuten.
    7. Wasch-, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Verbindungen der allgemeinen Formel Il
    =8
    N-(CHS
    I
    E4
    in der eines oder zwei, vorzugsweise eines der Radikale B^ (i = 1 bis 7) .einen geradlcettigen verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, eines oder zwei der Radikale Em (m = 2 bis 6, wobei m ^ i) den Rest der Formel A
    -CH-COOY
    CH2-CONH
    (A)
    und die anderen Radikale R, (k = 1 bis 7, wobei k f i,m) Wassex'stoff oder Methyl, Y ein Wasserstoff oder ein Alkalimetallion η 2 oder 3 und ο und ρ 0 oder 1 bedeuten.
    5 0 9 8 2 2/1016
  5. S. Wasch-, Reinigungs- und Desinfektionsmittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ihr Anteil an den Verbindungen der Formel II 0,1 bis 10 Gewichtsprozent beträgt.
    509822/1016
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