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DE235586C - - Google Patents

Info

Publication number
DE235586C
DE235586C DENDAT235586D DE235586DA DE235586C DE 235586 C DE235586 C DE 235586C DE NDAT235586 D DENDAT235586 D DE NDAT235586D DE 235586D A DE235586D A DE 235586DA DE 235586 C DE235586 C DE 235586C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
horsehair
individual
pieces
thread
threads
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT235586D
Other languages
English (en)
Publication of DE235586C publication Critical patent/DE235586C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/02Yarns or threads characterised by the material or by the materials from which they are made
    • D02G3/14Horse-hair threads

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JKi 235586 -KLASSE 76 c. GRUPPE
REINHOLD GRABEIN in FORST i. d. Lausitz.
verarbeitet werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. November 1910 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Vorbereitung des zu spinnenden Roßhaarguts.
Das Roßhaargut hat bei seiner Verarbeitung zu Fäden bzw. zu Geweben den Nachteil, sich bei wiederholtem Hin- und Herbiegen allmählich herauszuarbeiten ; insbesondere tritt diese Erscheinung da auf, wenn kurzes Roßhaargut in bekannter Weise zusammen mit
ίο einem oder mehreren Umwickelfäden versehen wird. Je kürzer die Roßhaarstücke sind, um so mehr tritt dieses Herausarbeiten der Roßhaarstücke hervor. Um diesen Nachteil zu vermeiden, hat man die Enden der Roßhaarfäden durch Erwärmen mit einer Kugel oder mit einem Haken versehen. Aber beim Zerschneiden des Roßhaargewebes fallen naturgemäß diese Enden fort, so daß das Herausarbeiten nicht verhindert werden kann.
In Gemäßheit der Erfindung wird nun das Herausarbeiten der Roßhaare dadurch vermieden, daß die Roßhaare gekräuselt werden, bevor sie zu einem endlosen Faden versponnen werden. Infolge der Kräuselung der einzelnen Roßhaarstücke legen sich die einzelnen Roßhaare spiralisch ineinander und umgreifen sich auf diese Weise gegenseitig. Beim Verbiegen des Gewebes ist ein Herausarbeiten nunmehr ausgeschlossen, da die einzelnen spiralischen Windungen beim Verbiegen sich zusammenziehen und infolgedessen die anderen Roßhaare nur noch fester umgriffen werden. Dieses Kräuseln der Roßhaare zu dem vorbeschriebenen Zwecke hat naturgemäß nichts mit dem Kräuseln von Polstergut, um dasselbe voluminöser zu machen, zu tun. Ebensowenig kommt auch das Kräuseln von minderwertigem. Gut, beispielsweise in Form von Kammzug, in Betracht, da dieses Gut nur zu dem Zwecke gekräuselt wird, um es als wertvollere Wolle erscheinen zu lassen. Nach der Erfindung dient dagegen das Kräuseln der einzelnen, weiterhin zu verspinnenden Roßhaare dazu, das Herausarbeiten der einzelnen Roßhaarstücke zu verhindern und gleichzeitig eine erhöhte Elastizität des fertigen Gewebes herbeizuführen. Um das Roßhaar in Gemäßheit der Erfindung zu wellen, wird dasselbe vorteilhaft, nachdem es aus dem Roßhaarbündel hervorgezogen ist, unter Anwendung von Wärme gewellt.
In den Fig. 1 und 2 sind zwei beispielsweise Anordnungen, die zur Ausführung des neuen Verfahrens dienen, vorgesehen.
In Fig. ι wird der Roßhaarfaden, bevor er in die Vorschubwalze gelangt, mittels eines Hämmerchens α in die Kerbe b eines vorteilhaft mit Dampf geheizten Rohres c eingedrückt. Das Hämmerchen α erhält seinen Antrieb von der Vorschubwalze d, so daß die Wellung in regelmäßigen Abständen und in Abhängigkeit von dem Vorschübe selbst erfolgt.
In Fig. 2 ist eine andere Vorrichtung zum Wellen vorgesehen. Dort ist ein Sternrad angeordnet, dessen Sternzähne ebenfalls in die Kerbe eines vorteilhaft mit Dampf geheizten
Rohres eingreifen. Das Sternrad e ist federnd gelagert, so daß trotz des Eingreifens der einzelnen Sternzähne in die Kerbe eine Drehung möglich ist.
Statt dieser beiden Ausführungsformen können auch beliebige andere Vorrichtungen zum Wellen des Roßhaares benutzt werden, jedoch muß darauf Rücksicht genommen werden, daß eine bleibende Formänderung des Roßhaarfadens vorteilhaft unter Anwendung von Wärme erfolgt. Andernfalls tritt die beabsichtigte Wirkung nicht auf, sondern es tritt lediglich eine Rauhung des Roßhaarfadens ein, welche das Sichheraüsarbeiten des Fadens aus dem fertigen Gewebe unterstützt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Vorbereitung von Roßhaaren, die zu endlosen Roßhaarfäden verarbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Roßhaare bzw. Roßhaarstücke eine wellenförmige Gestalt erhalten, um sich bei der nachfolgenden Verspinnung gegenseitig spiralisch zu umgreifen und dadurch Halt zu geben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT235586D Active DE235586C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE235586C true DE235586C (de)

Family

ID=495344

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT235586D Active DE235586C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE235586C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7264767B2 (en) 2000-07-21 2007-09-04 Norddeutsche Affinerie Aktiengesellschaft Method and device for reducing the oxygen content of a copper melt

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7264767B2 (en) 2000-07-21 2007-09-04 Norddeutsche Affinerie Aktiengesellschaft Method and device for reducing the oxygen content of a copper melt

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