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DE2354312A1 - Axialgleitlager - Google Patents

Axialgleitlager

Info

Publication number
DE2354312A1
DE2354312A1 DE19732354312 DE2354312A DE2354312A1 DE 2354312 A1 DE2354312 A1 DE 2354312A1 DE 19732354312 DE19732354312 DE 19732354312 DE 2354312 A DE2354312 A DE 2354312A DE 2354312 A1 DE2354312 A1 DE 2354312A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bearing
rotor
oil
sliding surface
oil film
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19732354312
Other languages
English (en)
Inventor
Yosio Furukawa
Isao Ishida
Satoshi Suzuki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hitachi Ltd
Original Assignee
Hitachi Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hitachi Ltd filed Critical Hitachi Ltd
Publication of DE2354312A1 publication Critical patent/DE2354312A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03BMACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
    • F03B11/00Parts or details not provided for in, or of interest apart from, the preceding groups, e.g. wear-protection couplings, between turbine and generator
    • F03B11/06Bearing arrangements
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C17/00Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement
    • F16C17/04Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement for axial load only
    • F16C17/06Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement for axial load only with tiltably-supported segments, e.g. Michell bearings
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E10/00Energy generation through renewable energy sources
    • Y02E10/20Hydro energy

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Sliding-Contact Bearings (AREA)

Description

  • Axialgleitlager Die Erfindung bezieht sich auf ein Axialgleitlager zur Verwendung in einer senkrechten Rotationsmaschine, beispielsweise einem senkrechten hydraulischen Turbogenerator.
  • Ein bereits entwickeltes Axialgleitlager (vgl. Fig. 1) besteht im wesentlichen aus einem Lagerläufer 1, der sich zusammen mit der Welle dreht, und Lagerdruckstücken 2, die zur Gleitlagerung des Lagerläufers 1 dienen, und diese Bauteile sind in einem mit Schmieröl gefüllten Tank angeordnet.
  • Bei einer ein hohes Läufergewicht aufweisenden Maschine wie einem hydraulischen Turbogenerator wirkt auf die den Lagerläufer 1 halternden Lagerdruckstücke 2 ein ziemlich hoher Oberflächendruck ein, was zur Folge hat, daß das zwischen dem Lagerlaufer 1 und den Lagerdruckstücken 2 strömende Schmieröl erwärmt wird.
  • Im allgemeinen wird daher eine Kühlung des Schmieröls in dem Tank durchgeführt.
  • Eine derartige Maßnahme ist dann wirksam, wenn die Zuführung des gekühlten Schmieröls konstant zwischen den Lagerläufer 1 und die Lagerdruckstücke 2 erfolgt; tatsächlich aber besteht die Gefahr, daß Schmieröl an der Gleitfläche des Lagerläufers 1 haftet und auf dieser einen Ölfilm bildet, und dieser Ö1-film strömt fortlaufend zwischen aneinander angrenzende Lagerdruckstücke 2 und den Lagerläufer 1 (vgl. den ausgezogenen Pfeil in Fig. 1). Aufgrund der Anwesenheit eines derartigen Ölfilms kann das gekühlte Schmieröl zwangsläufig nur eine Wirbelströmung bilden zwischen den aneinandergrenzenden Lagerdruckstücken 2 (vgl. den gestrichelten Pfeil in Fig. 1).
  • Diese Erscheinung fällt bei einer Hochgeschwindigkeits-Rotationsmaschine besonders ins Gewicht. Wenn diese Erscheinung dauernd auftritt, wird das eine höhere Temperatur aufweisende Schmieröl allmählich zwischen den Lagerläufer 1 und die Lagerdruckstücke 2 geleitet, was zur Folge hat, daß die Temperatur von zwischen den Lagerläufer 1 und die Lagerdruckstücke 2 zugeführtem Schmieröl allmählich ansteigt. Dies kann an dem Lagerläufer 1 und den Lagerdruckstücken 2 eine durch Wärme bedingte Verformung und sogar eine Überhitzung zur Folge haben, Wenn die Temperatur des Schmieröls zwischen dem Lagerläufer 1 und den Lagerdruckstücken 2 ansteigt, können sich von dem Schmieröl auch Blasen lösen, und solche Blasen können den zwischen dem Lagerläufer 1 und den Lagerdruckstücken 2 gebildeten Ölfilm durchbrechen und eine Überhitzung dieser Teile aufgrund ungenügender Schmierölzuführung bewirken.
  • Als Maßnahme gegen diese Erscheinung wurde bereits eine Vorrichtung entwickelt, bei der die Quelle gekühlten Schmieröls zwischen den aneinandergrenzenden Lagerdruckstücken 2 so zu s o angeordnet ist, daß das gekühlte Schmieröl zumindest teilweise zwischen den Lagerläufer 1 und die Lagerdruckstücke 2 eintretee kann (vgl. Fig. 2 und 3). Bei dieser Vorrichtung ist radial zwischen den Lagerdruckstücken 2 eine Zuführleitung 3 für gekühltes Schmieröl vorgesehen, wobei in der Zufuhrleitung 3 kleine Löcher 4- entlang ihrer der Gleitfläche des Lagerläufers 1 gegenüberliegenden Seite gebildet sind, wodurch aus den kleinen Löchern 4 gekühltes Schmieröl ausgestoßen wird.
  • Diese Vorrichtung gestattet- es-, daß ein bestimmter Teil von gekühltem Schmieröl zwischen den Lagerläufer 1 und die Lagerdruckstücke 2 einströmen kann und in gewissem Umfang -ein Absinken der Lagertemperatur bewirkt; die Vorrichtung ist jedoch unzureichend zum Durchbrechen des eine hohe Temperatur aufweisenden Schmierölfilms, der an der Gleitfläche des Lagerläufers l haftet. Der Grund hierfür ist, daß (vgl. Fig. 3) der eine hohe Temperatur aufweisende Schmierölfilm (dargestellt durch den ausgezogenen Pfeil), der an dem Lagerläufer 1 haftet, während der Bildung eines Films fließt, und daher wird das aus den Löchern in der Zuführleitung 3 ausgestoßene gekühlte Schmieröl durch den sich bewegenden Ölfilm zurückgedrängt (dargestellt durch die gestrichelten Pfeile), so daß sich keine Änderung des wandernden Ölfilms ergibt.
  • Als weitere Vorrichtung zum Lösen des an -dem Lagerläufer 1 haftenden Ölfilms wurde bereits eine Ölabstreifplatte P ent-, wickelt, die mit der Gleitfläche des Lagerläufers 1 in Kontakt steht (vgl. Fig. 4). Da die Ölabstreifplatte P dauernd mit der Gleitfläche des Lagerläufers 1 in Kontakt steht, wird in diesem Fall ein extrem hoher Ölfilm-Ablöseeffekt erzeugt.
  • Die Anordnung weist jedoch den großen Nachteil auf, daß die Gleitfläche des Lagerläufers 1 durch die in Kontakt mit dem Lagerläufer stehende Abstreifplatte beschädigt werden könnte.
  • Auch muß die Ölabstreifplatte P zur Erhaltung ihres Ölfilm-Ablöseeffekts häufig repariert werden, und für jede derartige Reparaturarbeit muß die Maschine gestoppt werden. In letzter Zeit wurde eine Anordnung entwickelt, bei der die Lagerdruckstücke 2 durch elastische Organe, z. B. Federn, gehaltert werden zum Erhalt einer sog. ausgeglichenen Halterung, wodurch sämtliche Lagerdruckstücke 2 die Belastung in gleicher Weise aufnehmen, und in dem Axialgleitlager einer solchen Anordnung, wie sie beispielsweise bei einem hydraulischen Turbogenerator verwendet wird, kann der Rotationsteil infolge einer Änderung des Wasserdruckes axial verschoben werden. Bei Auftreten einer derartigen Axialverschiebung kann die Ölabstreifplatte P durch den Lagerläufer 1 nach unten gedrückt werden.
  • Um dies zu verhindern, könnte man die Ölabstreifplatte P an einer Stelle vorsehen, die von dem Lagerläufer 1 einen genügend großen Abstand hat, so daß die Verschiebung des Rotation teils aufgenommen wird. In diesem Fall müßte jedoch die Ölabstreifplatte P an einer von der Gleitfläche des Xagçrläufera 1 ziemlich weit entfernten Stelle angeordnet werden, wodurch der Ölfilm-Abstreifeffekt in unzulässiger Weise verlorengehen würde. Eine derartige Ölabstreifplatte P ist daher unzweckmäßig.
  • Die meisten der bereits entwickelten Axialgleitlager können den an dem Lagerläufer anhaftenden, eine hohe Temperatur aufweisenden Ölfilm nicht entfernen, , und bei dem Versuch einer Lösung dieses Problems ergibt sich nur eine Vergrößerung des Axialgleitlagers, jedoch nicht ein wirksames Mittel zun minieren eines solchen Ölfilms, Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung, durch die ein auf der Gleitfläche eines einen wesentlichen Teil eines Axialgleitlagers bildenden Lagerläufers gebildeter Hochtemperatur-Ölfilm entfernbar ist, wodurch die Zuverlässigkeit des Gleitlagers verbessert werden kann.
  • Gemäß der Erfindung wird der an der Gleitflache-eines Lagerläufers haftende Hochtemperatur-Ölfilm durch Aufspritzen von Fluid oder Absaugen des Films abgelöst, wobei eine diesem Zweck dienende Vorrichtung der Gleitfläche desge--'rläufers eng benachbart angeordnet ist.
  • Insbesondere wird gemäß der Frfindung der Hochtemperatur-Ölfilm anf@der Gleitfläche des Lagerläufers durch Ausnutzung des anprallenden Stromes von Druckfluid abgelöst.
  • Dies bedeutet, daß der Hochtemperatur-Ölfilm entweder durchbrochen wird, indem ein Druckfluid zum Anprall gegen den sich mit dem Lagerläufer drehenden Ölfilm gebracht wird, oder daß der Ölfilm durch die Kraft eines nahe der Gleitfläche des Lagerläufers entwickelten Unterdruckes zwangsläufig abgesaugt wird.
  • Durch die Erfindung wird also ein Axialgleitlager angegeben, das beispielsweise in einem hydraulischen Turbogenerator verwendet wird. Bei dieser Art von Gleitlager gleitet der Lagerläufer auf der Rotorseite in Öl auf den Lagerdruckstücken, und während des Betriebs geschieht es häufig, daß' ein eine hohe Temperatur aufweisender Ölfilm die Gleitfläche des Lagerläufers bedeckt und so die Bildung eines kalten Ölfilms zwischen dem Lagerläufer und den Lagerdruckstucken verhindert.
  • Durch die Erfindung wird eine Vorrichtung geschaffen zum Ablösen des eine hohe Temperatur aufweisenden Ölfilms auf der Läufergleitfläche, indem ein kaltes Druckfluid zum Anprall an der Gleitfläche des Lagerläufers gebracht wird, wodurch ein konstantes Bedecken der Gleitfläche mit einem kalten Ölfilm möglich ist.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der Hauptteile eines bereits entwickelten Axialgleitlagers; Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Hauptteile eines weiteren bereits entwickelten Axialgleitlagers; Fig. 3 eine Seitenansicht der Anordnung von Fig. 2; Fig. 4 eine Seitenansicht eines weiteren bereits entwickelten Axialgleitlagers, bei dem eine Ölabstreifplatte vorgesehen ist; Fig. 5 eine Seitenansicht der Hauptteile eines erfindungsgemäßen Axialgleitlagers; Fig. 6 einen Längsschnitt des erfindungsgemäßen Axialgleitlagers; Fig. 7 perspektivische Darstellungen der erfindungsge-und 9 mäßen Druckölleitungen; Fig. 8 eine Seitenansicht der eingebauten Druckölleitungen gemäß Fig. 7; und Fig. 10 eine graphische Darstellung der Änderung der Umfangsgeschwindigkeit des Lagerläufers und der Temperatur der Lagergleitfläche.
  • Unter Bezugnahme auf Fig. 5 und 6 wird im folgenden eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung- beschrieben.
  • Ein Lagerläufer 1 ist auf einer Welle S einstückig angeordnet, die beispielsweise Läufer (nicht dargestellt) eines hydraulischen Turbogenerators trägt. Der Lagerläufer 1 ist durch Lagerdruckstücke 2 verschiebbar gelagert. Der Lagerläufer 1 und die Lagerdruckstücke 2 sind in einem mit Schmieröl gefüllten Öltank B enthalten. Durch eine Druckölleitung 5 wird gekühltes Schmieröl zugeführt, das auf die Gleitfläche des Lagerläufers 1 gespritzt wird. Die Olleitung 5 liegt zwischen den aneinander angrenzenden Lagerdruckstücken 2 und weist an ihrem offenen Ende eine gegenüber der Gleitfläche des Lagerläufers l gebildete Düse 6 auf, wodurch die Geschwindigkeit des verspritzten Schmieröls erhöht wird. Die Düse 6 überspannt im wesentlichen die gesamte Breite in Radialrichtung der Gleitfläche des Lagerläufers l, hat jedoch von der Gleitfläche einen geringfügigen Abstand. um so eine etwaige Verschiebung der Welle S infolge einer Wasserdruckänderung zu gestatten.
  • Wenn aus der Düse 6 gekühltes Schmieröl gegen die Gleitfläche des Lagerläufers 1 ausgespritzt wird, wird der an der Gleitfläche des Lagerläufers 1 haftende, eine. hohe Temperatur aufweisende Ölfilm (der durch den ausgezogenen Pfeil in Fig.
  • 5 veranschaulicht ist> zwangsläufig durch das Aufprallen des Schmieröls abgelöst und dadurch wird bewirkt, daß, er in bezug auf die Druckstucke 2 nach unten fließt. Ein -T'eil das aus der Düse 6 ausgespritztat Schmier5Is und des unter den Lagerdruckstücken 2 verbleibenden nicht erwärmten Öls (in Fig. 5 durch den gestrichelten Pfeil dargestellt) strömt gleichzeitig zwischen den Läufer i und die Lagerdruckstücke 2 und bewirkt eine Kühlung sowie eine Scuni rung der Gleitabschnitte. Da dieser Vorgang zwischen je. zwei aneinander angrenzenden Lagerdruckstücken 2 fortlaufend stattfindet, beginnend in einem Stadium, in dem die Temperatur des Schmieröls noch nicht hoch ist, ist es möglich, einen Temperaturanstieg des Schmieröls effektiv zu unterbinden, insbesondere des Teils des SChmieröls, das zwischen dem Lagerläufer 1 und den Lagerdruckstücken 2 hindurchströmt; dadurch wird eine sonst durch Temperaturanstieg bewirkte Verformung oder Überhitzung des Lagerläufers 1 und der Lagerdruckstücke 2 oder eine Blasenbildung verhindert.
  • Es ist zu beachten, daß bei Formung der Düse 6 am offenen Ende der Druckölleitung 5 ein flacher Abschnitt oder eine Lippe 7 der Düse 6 benachbart vorgesehen wird. Dieser flache Abschnitt 7 dient dazu, den größten Teil des Hochtemperatur-Schmieröls, das zwischen dem Lagerläufer 1 und den Lagerdruckstücken 2 ausströmt, so zu führen, daß es abwärts unter die Lagerdruckstücke 2 strömt, und dadurch wird im wesentlichen keine Strömung erzeugt, die eine Richtungsänderung oder eine Änderung der Ausspritzkräft des aus der Düse 6 ausgespritzten Schmieröls bewirken könnte. Dies trägt dazu bei, die Anprallkraft des ausgespritzten Schmieröls gegen die Gleitfläche noch zu erhöhen.
  • Wenn der flache Abschnitt 7 entgegen der Drehrichtung des Lagerläufers 1 abgeschrägt ist, wird das Hochtemperatur Schmieröl, das zwischen dem Lagerläufer 1 und den Lagerdruckstücken 2 herausströmt, ohne Wirbelbildung gleichmäßig in bezug auf die Lagerdruckstücke 2 nach unten geführt.
  • Vorstehend wurde der Fall beschrieben, bei dem gekühltes Schmieröl aus der Düse ausgespritzt wird, es ist jedoch auch möglich, die Düse 6 am offenen Ende der Druckölleitung 5 dicht an der Gleitfläche des Lagerläufers 1 vorzusehen und einen Unterdruck im Inneren der Leitung 5 herzustellen, wodurch der an dem Lagerläufer 1 haftende Hochtemperatur-Ölfilm durch Saugwirkung abgelöst wird. In diesem Fall braucht die Düse 6-nicht vorgesehen zu sein, und das offene Ende der Ölleitung 5 kann nahe der Gleitfläche liegen.
  • Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform ist zwischen jeweils zwei benachbarten Lagerdruckstücken 2 eine Druckölleitung 5 angeordnet; es ist'jedoch auch möglich, zwischen jeweils zwei benachbarte Druckstücke zwei nebeneinander liegende Ölleitungen 5A und 5B-anzuordnen (vgl. Fig. 7 und 8). Im letztgenannten Fall ist eine beiden Leitungen 5A und 5B gemeinsame Ölabstreifplatte 8 an den jeweiligen Düsen 6A und 6B so befestigt, daß die Halterung beider Leitungen 5A und 5B stabilisiert wird und das zwischen dem Lagerläufer 1 und den Lagerdruckstücken 2 herausfließende Hochtemperatur-Schmieröl abwärts unter die Lagerdruckstücke 2 geleitet wird.
  • In diesem Fall kann die Strömung des Hochtemperatur-Schmieröls ebenfalls durch die Düsen 6A und 6B eingestellt werden, wenn jedoch mehrere Druckölleitungsstücke 5A-5C nebeneinander vorgesehen sind (vgl. Fig. 9), ist es kaum möglich, den Hochtemperatur-Ölstrom nur durch die Düsen einzustellen, und es ist daher in diesem Fall eine weitere Ölabstreifplatte 8 an diesen Leitungen vorgesehen, die in bezug auf den Hochtemperatur-Ölstrom einstellend wirkt, wodurch der Ölfilm-Ablöseeffekt verbessert wird. Wenn jedoch die Ablösung des Hochtemperatur-Ölfilms durch das Druckfluid erfolgt, kann auf die zusätzliche Ölabstreifplatte 8 verzichtet werden.
  • Bei einem im Rahmen der Erfindung durchgeführten Versuch lag das offene Ende einer 90@ -Ölzuführleitung gegenüber der Mitte der Gleitfläche (in Breitenrichtung) eines Lagerläufers mit einem Außendurchmesser von 3000 mmm und 860 mm radialer Breite der Gleitfläche, und Schmieröl wurde aus dem offenen Ende der Ölleitung gegen die Gleitfläche unter einem Druck von 0,5 kg/cm2 ausgespritzt Die Ergebnisse des Versuchs sind durch Kurve II in Fig. 10 dargestellt.
  • Fig. 10 zeigt die Temperaturänderung an der Gleitfläche des Lagerläufers im Vergleich mit der Änderung der Umfangsgeschwindigkeit des Läufers, und die Kurve I zeigt die Änderungen in dem Fall, in dem eine Zuführleitung 3 gemäß Fig. 2 und 3 benutzt wird, wobei der Druck in der Leitung 0,5 kg/cm2 beträgt. Die weiteren Bedingungen und die Gestalt des verwendeten Lagerläufers sind die gleichen wie bei dem Versuch gemäß der Erfindung. Beim Vergleich aufgrund der Darstellung von Fig. 10 sieht man, daß zwar bei niedriger Geschwindigkeit des Lagerläufers kein nennenswerter Unterschied erkennbar ist; bei zunehmender Geschwindigkeit des Lagerläufers tritt jedoch ein beträchtlicher Unterschied auf, der die Überlegenheit der Erfindung deutlich macht (vgl. Kurve II). Bei den obigen Versuchen ist keine Ölabstreifplatte vorgesehen, aber der Effekt der Anordnung wird weiter verstärkt, wenn eine oder mehrere derartige Ölabstreifplatten vorgesehen sind oder der Öldruck weiter erhöht wird.
  • Da gemäß der Erfindung die Mittel zum Ablösen des an der Gleitfläche des Lagerläufers haftenden, eine hohe Temperatur aufweisenden Ölfilms mit Hilfe der an der Gleitfläche anprallenden Strömung des Druckfluids eng benachbart der Gleitfläche vorgesehen sind, ist es also möglich, den eine hohe Temperatur aufweisenden Ölfilm wirksam zu entfernen, ohne daß dabei die Gleitfläche in irgendeiner Weise beschädigt wird; so werden in vollkommener Weise eine Überhitzung oder andere Schwierigkeiten infolge einer Verformung des Lagerläufers und/oder der Lagerdruckstücke bzw. infolge einer Blasenerzeugung verhindert, was sonst durch einen Temperaturanstieg des Schmieröls bewirkt werden könnte. Gemäß der Erfindung wird also ein Gleitlager geschaffen, dessen Größe und Gewicht wesentlich verringert sind und bei dem außerdem ein sehr guter Kühleffekt sowie Zuverlässigkeit gegeben sind.

Claims (4)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e
    Axialgleitlager mit einem auf einer Welle drehfesten erläufer und mit diesen gleitend tragenden Lagerdruckstücken, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h zwischen je zwei benachbarten Lagerdruckstücken (2) angeordnete Ölfilm-Ablöseorgane (5), die der Gleitfläche des Lagerläufers (1) gegenüberliegen und ihr eng benachbart eine Düse (6) aufweisen, so daß durch Ausspritzen von Fluid aus-der Düse (6) der Ölfilm auf der Gleitfläche des Lagerläufers (1) ablösbar ist.
  2. 2. Axialgleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölfilm-Ablöseorgane (5A, 5B) eine Anzahl von nebeneinanderliegenden, radial gegen den Lagerläufer (1) gerichteten Düsen (6A, 6B) aufweisen.
  3. 3. Axialgleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitenwänden der Düsen (6A, 6B) der Ölfilm-Ablöseorgane (5A, 5B) eine Ölabstreifplatte (8) angeordnet ist, die sich radial zum Lagerläufer (1) erstreckt.
  4. 4. Axialgleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Düse (6; 6A, 6B) des Ölfilm-Ablöseorgans (5; 5A, 5B) der Fluidstrahl derart schräg abgebbar ist, daß er der Drehrichtung des Lagerläufers (1) entgegengerichtet ist.
DE19732354312 1972-11-10 1973-10-30 Axialgleitlager Pending DE2354312A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP47112117A JPS4970039A (de) 1972-11-10 1972-11-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2354312A1 true DE2354312A1 (de) 1974-06-06

Family

ID=14578585

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19732354312 Pending DE2354312A1 (de) 1972-11-10 1973-10-30 Axialgleitlager

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JP (1) JPS4970039A (de)
BR (1) BR7308441D0 (de)
CH (1) CH589807A5 (de)
DE (1) DE2354312A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0011605A1 (de) * 1978-11-10 1980-05-28 Maag-Zahnräder und -Maschinen Aktiengesellschaft Kippsegment-Radiallager für hochbelastete, schnellaufende Wellen

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JP2518195Y2 (ja) * 1993-06-04 1996-11-20 宏和 出月 収納箱
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Also Published As

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BR7308441D0 (pt) 1974-08-15
CH589807A5 (de) 1977-07-15
JPS4970039A (de) 1974-07-06

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