DE2352991A1 - Hebegeraet - Google Patents
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- B60P—VEHICLES ADAPTED FOR LOAD TRANSPORTATION OR TO TRANSPORT, TO CARRY, OR TO COMPRISE SPECIAL LOADS OR OBJECTS
- B60P1/00—Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading
- B60P1/44—Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading having a loading platform thereon raising the load to the level of the load-transporting element
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Description
Hebegerät
Gegenstand der Erfindung ist ein Hebegerät, beispielsweise als
Hebeplattform-Anordnung für Lastkraftwagen, bestehend aus einer
Hebeplattforffij einem oder mehreren parallelogrammartig ausgebildeten
Stangen~G-elenksystemens mittels deren Stangen oder
Armen die Plattform mittelbar oder unmittelbar schwenkbar miteiner !Trägereinrichtung verbunden ists die z,"B· an einem Lastwagen-Pahrgesteil.anbringbar
iste Ein,ParaH.alograimarm ist dabei
teleskopartig -ausziehbar^ und die Plattform wird angetrieben und
gesteuert durch ein hydraulisches Kraftsystem«, Die Plattform kann vier Stellungen einnehmen « angehoben im wesentlichen
vertikal zur Maximalhöhe s" angehobe.n horizontal zur Maximalhöhe, ·
horizontal abgesenkt auf der Erdboden und ganz niedergelassen in leicht schräger Stellung auf den Erdboden - und diese vier
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Stellungen werden erreicht durch drei verschiedene Bewegungsarten (drei Punktionen), die von nur einem Kraftzylinder ausgeübt
werden, der alle drei Funktionen beherrschte Der Schwenkpunkt eines Parallelogrammarms nach dem Tragsystem zu ist mit
diesem Tragsystem verbunden durch einen Schwenkhebel, und die Verbindung des Kraftzylindera nach dem Tragsystem zu ist gleichfalls
gelenkig an diesem Schwenkhebel.
Hebegeräte dieser Art sind bekannt in verschiedenen Ausführungsformen und können beispielsweise angebracht werden an Eisenbahn—
waggons, landwirtschaftlichen Geräten, Lastwagen, Luftfahrzeugen, ortsfesten Anlagen und an allen solchen Stellen, wo
das ausladende Parallelogramm-Gelenksystem ohne Schwierigkeit angebracht werden kann»·-So beschreibt auf dem Gebiete der Hebeplattformen
die deutsche Offenlegungsschrift Έτ* 1 580 379 eine
Vorrichtung, welche grundsätzlich derjenigen nach der vorliegenden Erfindung ähnelt. Sie benutzt gleichfalls einen Kraft-,
zylinder zur Durchführung aller drei Bewegungsfunktionen. Sie ist auch mil; einem Schwenkhebel zwischen dem Tragsystem und dem
Ende einer der Parallelogrammarme und dem Kraftzylinder ausgestattet. Die Lage des Schwenkpunktes dieses Schwenkhebels ist
so, daß eine Spezialklammer abgezogen werden muß, wenn die Hebeplattform in die nach unten schräg abfallende Stellung gesenkt
werden soll» Dies muß von Hand geschehen und erfordert daher
409822/0297 °/o°
** 3 *■*
eine besondere Tätigkeit des Benutzers der Hebeplattform. Ein
weiterer liacht.eil dieser bekannten Anordnung ist darin zu erblicken,
daß zum Bewegen der Hebeplattform aus der horizontalen angehobenen Lage größter Höhe in die Tertikaie Lage zuerst die
Parallelogrammarme gesperrt oder verriegelt werden müsseno Hur
wenn diese !förderung erfüllt ist? so kann der Kraftkolben betätigt
werden, und zwar an der Seite, welche der Kraftseite gegenüberliegt, die bei einem normalen Hebevorgang betätigt
wird, um auf solche Weise die Hebeplatt form in die vertikale Lage zu bringen. Abgesehen von dieser erforderlichen zweiten
besonderen lätigkeit des Terriegelns der Parallelogrammarme,
muß der Kraftzylinder eine doppelte Wirkungsrichtung haben. Das erfordert eine besondere Steuereinrichtung, Leitungen und
Führungen, wodurch wiederum die Wirtschaftlichkeit des Gerätes ungünstig beeinflußt wird«
Ziel der Erfindung ist es, eine billigere Lösung für ein solches Hebegerät zu schaffen,- die ebenso zuverlässig und sicher ist und
die gleichen Punktionen ausüben kann wie die eben geschildertes
bekannte Anordnung«,
Es sind mehrere andere Hebeplattform-EinricMungen bekannt9 die
sogar noch komplizierter sind? z.B. solche mit zwei oder
mehreren hydraulischen Kraftsystemenj um gewisse der erforder-
409822/0297
liehen Bewegungsfunktionen durchzuführen„ Andere Systeme lassen
wiederum eine oder mehrere dieser Funktionen vermissen,, Beispiele
hierfür sind die holländische Patentschrift 155 991 und 87 279o
In der praktischen Verwendung solcher Geräte tritt oft das Problem auf, daß der Lastwagen oder der Untergrund nicht genau
horizontal liegen oder daß ein Winkel zwischen der Plattform des Lastwagens und dem Untergrund besteht. In allen diesen
Fällen würde die Verwendung einer Hebeplattform sicherer sein, wenn die Plattform genau in die horizontale Ebene einstellbar
wäre, ohne Rücksicht auf die augenblickliche Stellung der Lastwagenplattform
in Bezug auf die Horizontalebene. Dies Problem zu lösen ist ein weiteres Ziel der Erfindung.
Im Interesse der Arbeitssich.erh.eit der Hebeplattform und um
die Steuerungs- und Sicherheitseinrichtungen so einfach wie möglich zu gestalten, ist es erforderlich, daß die genannten
Stellungen 1, 2S 3 und 4 auch genau die Umstellpunkte zwischen
den zugehörigen Bewegungen X9 Y und Z einnehmen«, Während des
Beladens und Entladens dürfen sich die Bewegungen X, Y und Z nicht unbeobachtet ineinander ve rs chi eben j, womit genaue Kontrolle
über ein Auswahl-Steuersystem aufrechterhalten werden sollo
40S82 2/0297
Es ist auch wünschenswert, mit einem nur in einem Richtungssinne ■wirkenden Kraftzylinder zu arbeiten, anstelle mit einem
in doppelten Richtungen arbeitenden Zylinder, wobei dann ein
mit Druckkraft arbeitendes System einem mit Zugkraft arbeitenden vorzuziehen ist, im Hinblick auf die dabei möglichen technischen
Vereinfachungen und den niedrigeren Preise Je geringer die Anzahl der so wirksamen Kraftzylinder sein kann, umso geringer ist
der Preis und umso einfacher wird sich auch die Steuerung gestalten»
Um eine Bewegung Z aus der Stellung 3 zur Stellung 4 und umgekehrt
auszuführen, das sollte gleichfalls mittels des Parallele—
gramm-=Stangensystems - ermöglicht werdenc Um das mit ein und demselben
in einer Richtung wirkenden Druck-Kraftzylinder erfindungsgemäß tun zu können,, wird der Schwenkpunkt des Schwenkhebels
am Tragsystem so gelagert^ daß er zwischen dem Angriffspunkt des unteren Parallelogrammarms und dem Verbindungspunkt
des Kraftzylinders am Schwenkhebel liegt.
Während einer Bewegung aus der Stellung 3 in die Stellung 4
wird sich der Yerbindungspunkt des unteren Parallelogrammarmes nach dem Tragsystem zu in derjenigen Richtung bewegen, welche
zu einem Zurückziehen des unteren Parallelogrammarmes führte
Der Kraftzylinder wird dadurch weiter zurückgezogen«
4QS822/0297 °^φ
Der Verbindizngspunkt des Kraftkolbens nach, der Hebeplattform zu
kann an zwei verschiedenen Stellen liegen» ITach der ersten Möglichkeit
kann dieser Punkt an denjenigen Teil des unteren teleskopartigen Parallelogrammarms gelagert sein, welcher der
Hebeplattform am nächsten liegt, Nach, der zweiten Lagerungsmöglichkeit kann dieser Verbindungspunkt des Kraftkolbens an
dem kurzen Parallelogrammarm liegen, welcher einen Teil der Hebeplattform bildet oder welcher den tragenden Parallelogrammarm
für die Hebeplattform sein kanno Pur die erste Lösung ist
ein geringerer Kraftbedarf erforderlich., um die Plattform aus
der horizontalen Lage größter Höhe in die vertikale Lage größter Höhe zu bringen, aber dazu muß eine Sperrklinke an dem teles—
kopartigen Parallelogrammarm angebracht sein, um jede Gefahr zu vermeiden, daß der Teleskoparm während der horizontalen Hebebewegung
sich ausziehen könnte«, Diea würde in der Tat eine
schwere Gefahr darstellen und sollte deshalb ausgeschlossen werden. Die zweite Lösung ist vollkommen sicher, ohne daß
dazu eine Sperrklinke am Teleskoparm gebraucht würde, erfordert aber einen höheren Preßdruck im Kraftzylinder, um die Hebeplattform
aus der horizontalen in die vertikale Stellung zu bringenβ Im Falle, daß die erste Lösung angewandt wird, kann
eine selbsttätige Sperrklinkvorrichtung verwendet werden, die während aller Hebevorgänge der Plattform die.ae verriegelte Kur
für die vertikale Einstellung der Plattform sollte eine Auf-
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hebung der Sperre von Hand, also in einem "besonderen Vorgang,
vorgenommen werden. Wählt man dagegen die genannte zweite Lösung, so ist diese Komplikation vermiedene'
Um die Hebeplattform mit oder ohne Belastung durch die Bewegung
Z von der Lage 4 in die Lage 3 zu- bringen, ist eine gewisse Arbeit erforderlieh. Eine.erheblich größere Arbeit muß geleistet
werden, um die Plattform über die Arbeitsstrecke Y von
der Stellung 3 in die Stellung 2 zu bringen« Infolge der geometrischen
Stellung und der Abmessungen der verschiedenen Komponenten des bewegten Systems muß ein etwa zweimal so langer
Arbeitshub durch den Kolben geleistet werdens um den Bewegungsbereich Z zu durchlaufen, verglichen mit dem Bewegungsbereich Y5
dabei wird jedoch der Druck im hydraulischen Medium bei Z nur die Hälfte betragen wie der im Bewegungsbereich Y«, Auf diese
.Weise ist also die Stellung 3 klar einzustellen» Lasselbe gilt
für die Stellung 2S weil der untere teleskopische Parallelogrammarm
nicht ausgezogen werden kanns entweder infolge der Sperrklinke, oder aufgrund der !Tatsache, daß der maximale
hydraulische Druck zum Anheben, der maximal zulässigen Last erheblich geringer ist als der hydraulische Druck, der notwendig
istj um die Plattform über die Strecke X zu verschwenken Der
zuletzt genannte Höchstdruck in dem System kann nur erreicht werden9 wenn ein niedriger eingestelltes Sicherheitsventil oder
4Q3822/0297
eine andere Einrichtung zur Hubbegrenzung entriegelt isto In
dem ganzen hydraulischen Druckfeld, einschließlich einer Sicherheitsgrenze, die bei allen Hebevorgängen mit oder ohne
Belastung verwendet wird, ist eine unvorhergesehene oder nicht gebrauchte Bewegung über den Bereich X aus der Stellung 2 zur
Stellung 1 unmöglich. Nur eine beabsichtigte Einstellung macht eine Bewegung über die Strecke X hinaus möglich. In der lage 1
bildet die Hebeplattform einen Abschlußrand für die auf dem Fahrgestell gehaltene Ladung. ¥exm die Plattform in dieser
Stellung verriegelt ist, so kann das hydraulische System entlastet
werden, wobei die Stellung 1 dann eine Ruhestellung bildete Auch die Stellung 4 ist eine Ruhestellung, in welcher
das hydraulische System entlastet werden kann«.
Wie bereits oben bemerkt, ist der erfindungsgemäß benutzte
Kraftzylinder ein solcher, der einseitig und nur im Sinne des Druckes wirkt und daher außerordentlich einfach ist* Wenn
es aus irgendwelchen Platz- oder Kostengründen zweckmäßig ist, zwei oder mehr kleinere Kraftzylinder anstelle des einen großen
zu verwenden, so ist dies möglich durch mechanische oder hydraulische Parallelverbindung der Kraftzylinder miteinander.!
Der Gesamthub sollte jedoch ungeändert bleiben, um alle Bewegungen
ausführen zu können»
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Bemerkenswert ist, daß die Sperrklinke des teleakopischen
Parallelogrammarms während ziemlich allennormalen Bedienungsbewegungen und Stellungen entlastet ist«, Das ist ein Vorteil
und ein Unterschied gegenüber anderen Sperrsystemen bisheriger Hebegeräte. Wenn die Plattform vertikal gestellt werden soll,
d.h. von der Lage 2 in die Lage 1 überzuführen ist, so geschieht
das mit einer unbelasteten Plattform» Auch in dieser
Arbeitslage ist die Sperrklinke entlastet, sodaß also ihr Ausrücken leicht durchzuführen ist«, Dank der horizontalen
Arbeitslage der Plattform wird das !Teleskop stets automatisch zusammengeschoben werden, woraus sich also ein automatisches
Einlegen der Sperrklinke durch ihr eigenes Gewicht ergibto
Die Entriegelungseinrichtung steht unter Federwirkung in ihrer ·
Ruhestellung, in welcher die Sperrklinke eingelegt ist„ Indem
die Entriegelungseinrichtung in die Entriegelungsstellung bewegt wird, erfolgt ein Ausrücken der Klinke, sodaß die Teleskopvorrichtung
zum Ausziehen frei wird«,
Vorzugsweise sollte der Hub des Kraftzylinders ausreichend groß gewählt werden, um im Bedarfsfalle den Winkel, um den die Plattform
aus der Stellung 3 in die Stellung 4 geschwenkt wird,
größer zu .machen als der spitze Winkel der Plattform„ Dadurch
wird erreicht, daß die Spitze der Plattform den Erdboden er~
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reichen kann, selbst wenn dieser nicht absolut horizontal
liegte Wichtiger ist jedoch stets, daß die Hebeplattform
horizontal zwischen den Stellungen 3 und 2 gehalten wird,
um nicht die Gefahr zu vergrößern, daß eine Last einmal abfallen
kann» Bisher hat man. die Hebeplattform stets parallel
zu der Lastwagenplatte während des Anhebena und Senkens gehalten,
wodurch eine schräge Lage der Plattform entstand, wenn auch die Platte des Lastwagens schräg war. Dieser Nachteil
wird erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß der Schwenkhebel, welcher die Lageänderung eines der Punkte in Verbindung
mit dem Parallelogramm-Stangensystem bewirkt, mit einem einstellbaren Anschlag ausgerüstet ist.
Im Falle, daß die Einstellung dieses Anschlages sehr oft gebraucht
wird, oder wenn beispielsweise für gewisse Anwendungen während des Anhebevorganges oder in der Hubstellung 2 mit oder
ohne Belastung eine Einstellung sich als erforderlich erweist,
so kann ein kleiner hydraulischer Kraftzylinder zwischen dem Anschlag und dem Schwenkhebel angebracht werden. Eine Steuerung
kann besonders erfolgen, sie kann aber auch integriert mit den übrigen Gerätteilen werden oder sogar automatisch erfolgen.
Wenn die Plattform zur Ruiie gekommen ist und sich mit ihrem
spitzen Ende auf einer UnterOLage auflegt, so wie in dem Falle,
daß sich die Höhe des Lastwagens senkt aufgrund einer starken
4®§i22/Ö297 °/ββ
Belastung der Federn, so wird ein Seil des Gewichtes auf der Plattform und der gesamten Hebeplattform-Einriehtung lasten,
was nicht notwendig und sogar gefährlich sein kann· Zur Entlastung
dieses "besonderen kleinen Kraftzylinders und um ihn
teleskopartig frei ein- und ausfahren zu können, kann der
Hauptkraft zylinder in derjenigen Stellung zum Tragen der Last verriegelt werden, "bei der das scharfe Ende der Hebeplattform
frei "bleibt, um sich innerhalb gewisser Grenzen auf — und abbewegen
zu können·
Wenn die Hebeplattform in Benutzung genommen wird und aus ihrer
Ruhestellung 1 herauskommts so wird sie herabzulassen sein, aber
auch in die horizontale Stellung klappen müssen. Um sicherzustellen, daß diese Behebung automatisch stattfindet, ohne daß
die Gefahr von Unfällen oder ungenauer menschlicher Bedienung eintritt, so sollte erfindungsgemäß die Hebeplattform die
Bedingung erfüllen, daß ein Minimum von Abstand zwischen ihrem Schwerpunkt im unbeladenen Zustand und der durch ihren Schwenkpunkt
gehenden linie eingehalten wird« Das geschiehts indem
folgende Formel befolgt wird, deren Symbole in den Figuren,
insbesondere in Figur 59 nachzulesen sind?
t> S-cosifCi^ - (1^) BinfJ.
α/ ο-c
40-9822/0297
Ein Ausführungsbeispiel einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit einer Hebeplattform für einen Lastwagen wird anhand
der Figuren beschrieben» In diesen stellen dar
Figur 1 eine Hebeplattform nach der Erfindung in annähernd vertikaler Stellung bei maximaler Höhe,- also in der
umgeschriebenen Stellung 1j
Figur 2 dieselbe Hebeplattform in horizontaler lage größter
Höhe, gemäß Stellung 2j
Figur 3 die Plattform in horizontaler Höhe auf dem Boden gemäß
Stellung 3{
Figur 4 die Plattform in schräg abwärts gerichteter Lage auf dem Boden gemäß Stellung 4|
Figur 5 die schematische Darstellung des Mechanismus für die statische Berechnung;
Figur 6 die Zusammenstellung der verschiedenen möglichen Lagen und der dazwischenliegenden Wege und
Figur 7 dieselbe Hebeplattform wie in den vorangehenden Figuren,
aber ohne Sperr- und Verriegelungsklinke und in einer andern Stellung des nach der Plattform zu gerichteten
Verbindungspunktes des KraftZylinders mit
der Plattform«
409822/Ö297 ·/·.
figur 1 zeigt in Seitenansicht das Hinterende eines Lastwagens
mit dem Fahrgestell 1» 2, der ladefläche 3, dem Ende 4 dieser
Ladefläche und der Trägereinrichtung am Fahrgestell zur Aufnahme des Hebegeräteso Die Hebeplattform 6 mit einer -verschlossenen
Ladeseite 6f und einer im wesentlichen offenen Grundseite 6"
wird angehängt an den Parallelogrammarmen 7 und 8, weiche !Teile des parallelogrammartigen Stangengelenksystems bildeno An den
Schwenkpunkten 9 und 10 ist die Hebeplattform schwenkbar mit den Parallelogrammarmen·7 und 8 verbunden, welche' ihrerseits an
den Schwenkpunkten 11 und 12 mit dem Trägersystem 5 gekuppelt
sindo Der untere Parallelogrammarm kann bei 13 teleskopisch ein- und ausgefahren werden, wobei die eingefahrene Stellung
begrenzt ist durch eine Schulter 14. Der hydraulische Kraftzylinder 15S der in nur einer Richtung, und zwar stoßend oder
schiebend wirkt, ist ausgestattet mit einem einzigen Verbindungsstück 16 zum Einlassen des Druckmediums„ An seinem andern
Ende ragt die Kolbenstange 17 heraus. Die Schwenkpunkte 18 und 19 stellen die Abstützpunkte für den Kraft zylinder dar«. Der
Punkt 18 liegt dabei nur ein kurzes Stück vom Schwenkpunkt 10 auf dem unteren Parallelogrammarm 8· Der Schwenkpunkt 19 liegt
an einem Ende des Schwenkhebels 20, und der Schwenkpunkt 12 des unteren Parallelogrammarmes ist an das andere Ende des Schwenkhebels 20 angeschlossene Der festliegende Schwenkpunkt 21 liegt
zwischen den beiden Schwenkpunkten 19 und 12, sodaß der Schwenkhebel 20 sich um den genannten Punkt 21 drehen kann.
409822/0297 -Ao
Der !Teil des Schwenkhebels 20, der zwischen seinem Schwenkpunkt 21 und dem Verbindungspunkt 12 mit dem Parallelogrammarm 8
liegt, ist mit 22 bezeichnet, TJm die .Reaktionskräfte während
des Hebevorganges aufnehmen zu können, muß sich der Schwenkhebel 20 gegen den Anschlag 23 abstützen. Wenn erforderlich,
ZoBo immer, wenn die Ladefläche 3 des Lastwagens nach vorne oder
hinten geneigt ist, anstatt horizontal zu liegen, muß die Stellung des Schwenkhebels 20 einstellbar gemacht werden durch
.die Einstellbolzen 24 in Bezug auf den Anschlag 23, um auf diese Weise während des Hebevorganges die Ladeseite 6' der
Plattform 6 genau horizontal zu halten«, Tut man das, so ist es möglich., die Linie durch die Mittelpunkte der Schwenkzapfen 11
und 12 gegenüber der Ladefläche 3 in einen Winkel einzustellen, der von 90° abweichte
In und zwischen den Stellungen 2, 3 und 4 (Figuren 2, 3 und 4)
ist der teleskopartige Parallelogrammarm 8 eingefahren gegen den Schulterteil 40 und dort verriegelt durch die automatische
Riegelklinke 25· Diese wird in Stellung 2 gedrückt durch die Lösevorrichtung 26, welche an dem Tragsystem verbunden ist, und
auf diese Weise in der verriegelten Lage gehalten, wenn die Klinke nicht aufgrund von Abnutzung oder Verschmutzung automatisch
etwa in die Sperrstellung gekommen iste Durch willkürliches
Entriegeln der Klinke 25 durch die Lösevorrichtung 26
409822/0 29 7 ■ · —
COPY
kann die Entriegelung vorgenommen werden, worauf dann die Plattform
vertikal von der Stellung 2 in die Stellung 1 gebracht werden kann. In der vertikalen oder fast vertikalen Stellung 1 kann
die ganze Hebeplattformeinrichtung verriegelt werden mit Hilfe der nicht näher dargestellten Riegelvorrichtung 27» um das
hydraulische System zu entlasten«,
Um sicherzustellen, daß die Hebeplattform nach dem Entriegeln
der Vorrichtung 27 nicht nur in vertikaler Stellung heruntergeht, sondern gleichzeitig auch eine Drehung zur vertikalen
Stellung hin ausführt, ist es erforderlich (vergleiche Figur 5)f
daß der Abstand t zwischen dem Schwerpunkt der leeren Plattform und der Verbindungslinie zwischen den Schwenkpunkten 9 und 10
größer ist, als der Mindestwert nach folgender Gleichung: t> s
Zur Erleichterung dee Verständnisses der Arbeitsweise, mag noch
darauf hingewiesen werden, daß, wenn das hydraulische System entlastet ist, doh. nicht mehr unter Druck steht, aber trotzdem
mit dem hydraulischen Medium gefüllt ist und die Steuereinrichtungen geschlossen sind, die Hebeplattform etwas beim Entriegeln
der Klinken 27 herabgehen wird und daß sie dann in dieser Stellung verbleibt, und zwar aufgrund des nunmehr zusammengepreßten
Hydraulikmediums. Wenn hydraulisches Medium durch die Steuerverschluß-Einri^htung hindurchsickern kann, so wird die
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Kolbenstange 17 sich in den Zylinder 15 hineinbewegen, und das
Medium wird durch, daa Anschlußstück 16 abfließen. Dann wird
die Hebeplattform abzusinken "beginnen und sich, aus der vertikalen
Stellung in die horizontale Stellung drehen. Etwa beim halben Wege der gesamten Hubhöhe wird die Plattform ihre
horizontale Lage erreichen, und die Sperrklinke 25 wird automatisch den teleskopartigen Parallelogrammarm 8 verriegeln.
Bei fortlaufendem Hindurchsickern des Hydraulikmediums wird der unterste Seil der Plattform in der Nähe des Schwenkpunktes
10 den Boden berühren, und die Plattform wird immer noch in horizontaler Stellung sein» Wenn das Hindurchsickern des
hydraulischen Mediums durch den Kraftzylinder 15 dadurch beendet
wird, daß die Steuerorgane betätigt werden, so kann die Stellung 3 festgelegt werden. In dieser Stellung hat die Kolbenstange
des Kraftzylinders 15 noch nicht das Ende ihres Arbeitshubes erreichte Wenn das hydraulische Medium aber weiter
von dem Kraftzylinder abtropft, so wird die Stellung 4 erreicht,, weil der Schwenkpunkt 12 sich nun verlagern kann und
der Schwenkhebel 20 um den' festen Punkt 21 sich so lange dreht, bis die G-rundseite 6" der Hebeplattform den Grund bzw. der
Kolben im Kraftzylinder 15 das Ende seines Hubes erreicht haben. Es ist klar, daß der Hub des Zylinders 15 lang genug sein muß,
um eine gewisse Hubreserve zu bilden, die etwaige Abweichungen von der horizontalen Stellung des G-rundes auszugleichen ge—
409822/0297
COPY
stattet. Ob die Hebeplattform beladen oder unbeladen ist (innerhalb
der durch die Konstruktion der Vorrichtung gesetzten Grenzen) , hat keinen Einfluß auf das vorstehend beschriebene Arbeitsspiele
Der Hubwerkskreislauf findet auch in entgegengesetztem Sinne statte Sobald die Position 2 erreicht ist, so
kommt die Klinke· 25 zur Anlage gegen die Entriegelungsvorrich— tung 26 ο Ein Teil des Steuerunge- und Sicherheitssystems kann .
verbunden werden mit der Entriegelungsvorrichtung 26 durch
Schalter oder Ventile. Wenn die Klinke einmal nicht die Teleskopeinrichtung
während des oben beschriebenen Arbeitsganges infolge Abnutzung oder Verschmutzung verriegelt haben eollte,
dann wird sie in diesem Augenblick in die Verriegelungslage gedrucktο Solange die Klinke 25 sich in dieser lage befindet,
ist es aber unmöglich, den Parallelogrammarm 8 auszufahren, wodurch ein Beginn der Verlagerung X zur vertikalen Stellung 1
verhindert wird» Auf diese Weise ist unbedingte Sicherheit der Anlage gewährleistet. Nur durch absichtliches Entriegeln der
Entriegelungsvorrichtung 26 kann die Klinke 25 ausgerückt werden, um mit dem Bewegungsspiel X durch weiteres Herausziehen
des Kolbens aus dem Kraftzylinder 15 zu beginnen. Am Ende des Bewegungsspieles X kann die Hebeplattform in der nun eingenommenen
Stellung blockiert werden mittels der nicht mehr dargestellten Klinken 27. Weiter ist es möglich, mit Hilfe nicht
dargestellter Einrichtungen auch die Hebaplattform in der
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Stellung 2 festzulegen
Die Figur 7 zeigt eine abgeänderte, bevorzugte Ausführungsform der Hebeeinrichtung nach der Erfindung,, Bei dieser kann die
Verriegelungsklinke 25 und ihre Entriegelungsvorrichtung 26 ausgelassen werden, woraus sioh eine einfachere und billigere
Ausführung ergibto Das kann aber nur dann unter Aufreehterhaltung
der Sicherheitsforderung geschehen, wenn der Schwenkpunkt 18, der der Verbindungspunkt des Kraftzylinders an seiner nach
der Plattform zu gerichteten Seite ist, in eine Lage bewegt wird zwischen den Schwenkpunkten 9 und 10, welche Punkte ja die
Verbindungen zwischen den langen Parallelogrammarmen und den kurzen Parallelogrammarmen nahe der Plattform bilden»
Durch statische Berechnungen ist festgestellt worden, daß beide
Ausführungen der Hebevorrichtung nach der Erfindung unter allen umständen sicher arbeiten und in der lage sind, die korrekte
Aufeinanderfolge aller Bewegungen ausführen zu können. Die Druckhöhen in dem hydraulischen Medium sind während der Bewegungen
Z und Υ so unterschiedlich, daß ein ausreichend breiter Sicherheitsraum gegeben ist und auch bei unvorhergesehenen
Zwischenfällen, Z0B. bei Auftreten anormal hoher Reibungen an
-den Schwenkpunkten infolge Abnutzung oder mangelnder Bedienung, kein Unfall eintreten kann,
Patentansprüche
ι
409822/0297 ./..
Claims (3)
- -19~ 2352391P at entansprücheHebegerät, z.Bc als Hebeplattform für einen Lastwagen, bestehend aus einer Hebeplattform mit einem oder mehreren parallelogrammartigen Stangen-Gelenksystemen, durch weiche Stangen oder Arme die Plattform unmittelbar oder mittelbar schwenkbar an ein Tragsystem angeschlossen ist, welches zoB. an einem Lastwagen-Fahrgestell angebracht ist; wobei ein Parallelogrammarm teleskopisch ein- und ausfahrbar ist, um die durch ein hydraulisches Kraftsystem getriebene und gesteuerte Hebeplattform durch drei verschiedene Bewegungsspiele (drei Punktionen) in vier verschiedene Stellungen bringen zu können, nämlich: Angehoben in etwa vertikaler Lage zur Maximalhöhe, angehoben horizontal in Maximalhöhe, gesenkt horizontal auf die Erde und gesenkt in schräg abwärt sge rieh teter Lage auf die Erdej wobei nur ein einziger Kraftzylinder alle drei Bewegungsspiele ausführen kann, und der Schwenkpunkt eines Prallelogrammarms nach dem Tragsystem zu mit diesem durch einen Schwenkhebel verbunden ist, und der Schwenkpunkt des hydraulischen Kraftzylinders nach dem Tragsystem zu an dem genannten Schwenkhebel sitzt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftzylinder (15) nur in einem Richtungssinn, und zwar drückend oder schiebend, wirksam ist und daß der feste Schwenkpunkt (21) des Schwenkhebels409822/0297 ^"(20 bis 22) an dem Tragsystem (5) zwischen dem Verbindungspunkt (12) des unteren Parallelogrammarms (18, 14·) und dem Verbindungspunkt (19) des Kraftzylinders mit dem Schwenkhebel (20 bis 22) liegt»
- 2. Hebegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungspunkt (18) des KraftZylinders (15, 17) auf der Seite nach der Plattform zu auf dem unteren leleskop-Parallelogrammarm (18, 14) liegt, welcher mittels einer Klinke (25).gegen teleskopisches Ein- und Ausfahren während aller Bewegungsspiele gesichert ist, mit Ausnahme während der Drehung der Plattform in die annähernd vertikale Lage oder aus dieser heraus.
- 3. Hebegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungspunkt (18) des Kraftzylinders (15, 17) an seinem nach der Plattform zu gelegenen Ende zwischen den beiden Schwenkpunkten (9 und 10) des oberen sowie des unteren Parallelogrammarmes an dem kurzen Parallelogrammarm nahe der Plattform liegt (Figur 7).4« Hebegerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere nur einseitig wirksame Druckzylinder, mechanisch und hydraulisch parallel geschal-409822/G297tet, zusammen wie ein einziger Kraft zylinder wirken,,5ο Hebegerät nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtung (25, 26) des teleskopischen Parallelogramm-Arms selbsttätig sperrend ausgebildet und nur willkürlich ausrückbar ist,= wenn sich die Plattform in horizontaler Lage in Maximalhöhe befindete . ,6« Hebegerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (20, 22) mit einem einstellbaren Anschlag (23, 24) ausgerüstet ist, der das Einstellen der Plattform in horizontaler Lage gestattet, selbst wenn die Ladefläche des Lastwagens schräg steht»Tc Hebegerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (20, 220 über einen Kraftzylinder mit dem Anschlag (23) am Tragsystem (5) verbunden ist.8ο Hebegerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch .gekennzeichnet, daß die Entfernung (t) des Schwerpunktes (W) der unbelasteten Plattform von der Verbindungslinie der beiden Parallelogramm-Drehpunkte (9 und 10) nach der folgenden Formel bestimmt ist: ; ■t> Socostp [^ - (Ij^-) sinfj,
wobei S den Abstand der beiden genannten Drehpunkte, a und b409822/02^7 o/eodie beiden Hebelarm-Abschnitte des Schwenkhebels und der ' Neigungswinkel der langen Parallelogrammarme zur Horizontalen beim ersten Berühren der Plattform mit dem Erdboden bedeuten.409822/0297Leerseite
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