DE2352659A1 - Verfahren zum phosphatieren der oberflaechen metallischer gegenstaende - Google Patents
Verfahren zum phosphatieren der oberflaechen metallischer gegenstaendeInfo
- Publication number
- DE2352659A1 DE2352659A1 DE19732352659 DE2352659A DE2352659A1 DE 2352659 A1 DE2352659 A1 DE 2352659A1 DE 19732352659 DE19732352659 DE 19732352659 DE 2352659 A DE2352659 A DE 2352659A DE 2352659 A1 DE2352659 A1 DE 2352659A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- solution
- zinc
- copper
- gram atom
- manganese
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
- C23C22/00—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
- C23C22/05—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions
- C23C22/06—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using aqueous acidic solutions with pH less than 6
- C23C22/07—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using aqueous acidic solutions with pH less than 6 containing phosphates
- C23C22/08—Orthophosphates
- C23C22/18—Orthophosphates containing manganese cations
- C23C22/186—Orthophosphates containing manganese cations containing also copper cations
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Treatment Of Metals (AREA)
- Catalysts (AREA)
Description
SOCIETA AGCOMANDITA SEMPLICE POSPA-COL S0A.S, DI A0DAL PANE & C0,
SAN LAZZARO DI SAVEM (ITALIEN)
Verfahren zum Phosphatieren der Oberflächen metallischer
Gegenstände.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Phosphatieren der Oberflächen
metallischer Gegenstände, wobei als fragliehe Metalle insbesondere Eisen, Zink, Aluminium u.dgl. berücksichtigt sind.
Es liegt diesbezüglich die Zweckvorstellung vor, einen an dem jeweiligen Grundmetall äußerst fest und haltbar anhaftenden
Überzug bereitzustellen, der sich auch für eine nachfolgende Behandlung mit Ölen, Lacken und sonstigen Farben-Deckmassen
eignet» Hinsichtlich der nachfolgenden Aufbringung solcher Farben-Deckmassen ist insbesondere an die Anwendung elektrophoretischer
Verfahrensmaßnahmen gedacht.
409818/1100
Hinsichtlich des der Erfindung zugrundeliegenden Standes der Technik kann davon ausgegangen werden, daß bislang eine Vielzahl
von Phosphatierungsverfahren bekannt ist, die alle die Schaffung von überzügen aus relativ kompakten, unlöslichen Metal
!phosphat en beabsichtigen, die an einem betreffenden Grundmetall anhaften. Dabei wird das jeweilige Grundmetall nahezu
übereinstimmend bei Raum- oder höheren Temperaturen mittels Zink— oder Mangan-Phosphat enthaltenden Lösungen eines bestimmten pH-Wertes
behandelt. Die Zink-Phosphat enthaltenden Lösungen werden auf das jeweilige Grundmetall vorzugsweise aufgesprüht, während
die Mangan—Phosphat enthaltenden Lösungen vorzugsweise mittels
eines jeweiligen Tauchverfahrens auf die zu phosphat!erenden
Metallgegenstände aufgebracht werden„
Es ist daneben auch bekannt, saure Phosphate enthaltenden Lösungen
eine Vielzahl von Axeleratoren zuzusetzen, was dabei dem Zweck
dienen soll, die jeweilige Verfahrensdauer wesentlich abzukürzen« Für diese Beschleuniguagswirkung sind recht unterschiedliche
Gruppen von Verbindungen vorgeschlagen und auch benutzt worden, so beispielsweise oxydierende Mittel, wie Nitrate, Nitrite, Chlorate,
Chromate, Sulfate u„dgl., reduzierende Mittel, die Hydroxylamine
und deren Salze, Sulfite u.dglo, organische Verbindungen,
wie Nitrophenole, Harnstoffe uedgl. und schließlich Schwermete 1-salze,
wie Kupfer-, Nickel- und Chromsalze.
Bei den jüngst vorgeschlagenen und ausgeübten Phosphatierungsverfahrenarbeitete
man anfangs meistens mit höheren und hohen Temperaturen, die dann aber allmählich wieder auf niedrigere
Temperaturen abgesenkt wurden, so daß die heute allgemein benutzten
Phosphatierungsverfahren meistens als sog. "kalte" Verfahren angesprochen werden können, weil sie bei Temperaturen von
etwa 21°C durchgeführt werden. Ein spezielles Anwendungsbeispiel für dieses "kalte" Phosphatierungsverfahren sieht dabei so aus,
daß das betreffende Phosphatierungsbad sowohl Zink als auch Mangan
enthält, und zwar in einem Gewichtsverhältnis von Mangan zu Zink in der Größenordnung zwischen 5 und 50 Prozent, Vorzugs—
409818/1100 _ * _
weise zwischen 5 und 20 Prozent. Durch die Anwesenheit von Mangan
in diesem Phosphatierungsbad wird die chemische Festigkeit des Phosphatüberzuges wesentlich verbessert, ohne daß darunter
die Niederschlagsrate wesentlich leidet. Es ist diesbezüglich
im Gegenteil feststellbar, daß die Niederschlagszeit einejnur
Mangan enthaltenden Phosphatüberzugs wesentlich langer ist als die Zeit, die zur Bildung eines nur Zink enthaltenden Phosphatüberzugs
-benötigt wird, wobei für diesen Vergleich natürlich gleiche Überzugsdicken berücksichtigt sind.
Für eine Zink-Mangan-Phosphatlösung wird als Beschleuniger im
allgemeinen 0,5 g/l Natriumnitrit genommen« Der Lösung können dann auch kleine Mengen an Eisen- und Nickelionen in einer konzentration
zugesetzt werden, die zwischen 0,001 g/l und 0,i g/l und mehr schwanken kann. Als Quelle für die Metallionen kommen
in diesem Fall die Nitrate, Phosphate und Sulfate von Nickel und Eisen in Betracht. Zur Erzielung gleichmäßigerer und kompakterer
Phosphatüberzüge können diesen Lösungen auch organische Säuren und Salze davon zugesetzt werden, so beispielsweise
Tartarsäure und Tarträte, und zwar in einer Mänge zwischen 0.02
und 4,0 g/l. ,
Nachteilig an diesen bis heute unter Baumtemperatüren geübten
Phosphatierungsverfahren unter Verwendung einer Zink—Mangan-Phosphatlösung
ist hauptsächlich der Umstand, daß sich die damit phosphat!erten Metallgegenstände für nachfolgende Farbbehandlungen
mittels elektrophoretischer Anwendungstechniken nicht
besonders gut eignene In diesem Zusammenhang ist allgemein bekannt,
daß jede mit einem Zink-Mangan-Phosphat überzogene Metalloberfläche eine anodische Leitfähigkeit hat, die gegenüber derjenigen"
einer Metalloberfläche niedriger ist, die mit einer nur
Zink enthaltenden Lösung phosphatiert worden ist» Die mit einer Zink-Mangan-Phosphatlösung überzogenen Metallgegenstände müssen
daher bei einer elektrophoretiseaen Farbbehandlung entsprechend
höheren Spannungen ausgesetzt werden, was den zusätzlichen Nachteil
bringt, daß zur Vermeidung einer dabei immer zu befürchten-.
4 0 9 8 11B / 1 1 0 D _ 4 -
den Koagulation der Farbe in dem betreffenden Überzugsbehälter
die jeweiligen Farbträger einen angemessen hohen Leitungswiderstand
haben müssen, was sich in einer reichlich unwirtschaftlichen Farbausnutzung auswirkt.
Die unzureichende Haftfähigkeit von Farbüberzügen, die elektrophoretisch
auf Metalloberflächen aufgebracht wurden, die zuvor mittels einer Zink-Mangan-Phosphatlösung überzogen worden waren,
zeigt sich insbesondere bei einem Waschprozeß, bei dem sich dann ein Abblättern dieses Farbüberzuges einstellt. Die geringe Haftfähigkeit
soldier elektrophoretisch, aufgebrachter Farbüberzüge
kann auch durch mechanische Teste nachgewiesen werden, wjb beispielsweise
den Erichsen-Test oder einen gewöhnlichen Falltest, wo der betreffende Gegenstand lediglich aus einer bestimmten
Fallhöhe fallengelassen wird«,
Unter Berücksichtigung der vorstehenden Darlegungen liegt der
vorliegenden Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, ein neues, bei Raumtemperaturen durchführbares Phosphatierungsverfahren
für metallische Gegenstände in Vorschlag zu bringen, mittels welchem es mögüch ist, einen korrosionsbeständigen Zink-Mangan-Phosphatüberzug
zu erhalten, der äußerst fest an dem jeweiligen Grundmetall anhaftet und der sich insbesondere eignet für ein
nachfolgendes elektrophoretisches Farbüberzugsverfahren. Die
dabei in Betracht kommenden Raumtemperaturen sollen Temperaturen sein, die zwischen etwa 20°C und etwa 35°C liegen« Hinsichtlich
des im lahmen dieser Aufgabenstellung auch berücksichtigten j uachgeschalteten elektrophoretischen Überzugsverfahrens
liegt äafcei gleichzeitig die Torstellung vor, daß dasselbe nicht unter so hohen Spannungen durchgeführt werden müßte,
daß nur durch Sondermaßnahmen die dabei immer befürchtete
Koagulation der Farbe in den !betreffenden ttberzugsbehälter vermieden
werden kann, der betreffende Phosphatüberzug also entsprechende
Eigenschaften haben sollte«
4 09818/1100 - 5 -
Nach der Erfindung Gesteht demgemäß ein Verfahren zum Phosphatieren
der Oberflächen von metallischen Gegenständen, insbesondere
solcher aus Aluminiuni, Zink und Eisen, durch Überziehen derselben mit einer Zink-Mangan—Phosphatlösung darin, daß diese
Lösung außer einem Besehleuniger auch Kupferionen in einer Mgnge zwischen 0,1 und 30 mg/l Lösung enthält«, Dabei soll das
Grammatom-Verhältnis von Zink zu Kupfer vorzugsweise zwischen
±00 und 1 500 und das Grammatom-Verhältnis von Zink zu Mangan
zwischen 3 und 15 liegen.
Nach der vorliegenden Erfindung wurde überraschend gefunden,
daß alle festgestellten Machteile der bisherigen Phosphatierungsverfahren,
die mittels einer Zink-Mangan-Phosphatlösung bei Räumtermperaturen zwischen etwa 20 C und 35 C an metallischen
Gegenständen durchgeführt wurden, nicht mehr auftraten, sofern der betreffenden Phosphatieruagslösung Kupferionen zugesetzt
werden« Die betreffende Konzentration kann nach den
vorstehenden Angaben innerhalb relativ weiter Grenzen!-liegen.
Die niedrigeren Konzentrationswerte, nämlich solche, die zwischen etwa 0,1 und 0,5 mg/l Lösung liegen, sollten dabei insbesondere
dann bevorzugt werden, wenn das betreffende Grundmetall vor der Behandlung mit dem fraglichen PhosphatIerungsbad
einer Beizbehandlung mittels organischer Säuren und/oder
Salzen davon unterworfen wird, so beispielsweise einer Behandlung mit Milchsäure, Zitronensäure, Tartarsäure, derenSaIze
oder Mischungen davon.
Der erfindungsgemäße Vorsehlag des Zusetzens von Kupferionen
ist hinsichtlich der damit erzielbaren Wirkungen völlig losgelöst von der Frage nach der Quelle für diese Kupferioneno Es
spielt demgemäß absolut keine Rolle, wie diese Kupferionen gewonnen
wurden. Folglich kommt dafür jedes beliebige Kupfersalz, ob organisch oder anorganisch, in Betracht, sofern es sich natürlich
in einem wässrigen, sauren Medium lösen läßt, so beispielsweise
in einer Lösung, deren pH-Wert mittels Salpeter-
08818/1100 ~ 6 ~
* 2352653
oder Phosphorsäure zwischen 0 und 6,9 gehalten wird, um dadurch
das Auftreten von Nebenreaktionen zu vermeiden, die eine Ausfällung
von Kupfer als unlösliche Verbindung zur Folge haben könnten.
Als geeignete Kupfersalze konnten insbesondere Kupferehloiür
und Chlorkupfer, Kupferazetat, Kupfer-Amonium-Sulfat, Kupfer-Amonium-Chlorid,
Kupfer-Fluorborat, Kupfer-Nitrat, Kupfer-Sulfat, Kupfer—Azetylazetonat u.dgl. in Betracht»
Der freie Säuregrad der Lösung wird zweckmäßig auf einem Wert
zwischen etwa 0,1 und 0,5 gehalten.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
PhosphatierungsVerfahrens wird der dabei verwendete Besehleuni—
gej^aus der Nitrate, Nitrite und Chlorate enthaltenden Gruppe
ausgewählt« Wird ein Chlorat als Beschleuniger benutzt, dann sollte das betreffende Grammatom-Verhältnis von Chlor zu Phosphor
zweckmäßig zwischen 0,10 und O920 und das Grammatom-Verhältnis
von Zink zu Mangan zwischen 5»0 und ±5 gewählt werden,,
Es wurde festgestellt, daß unter diesen Verfahrensbedingungen
eine bemerkenswert beschleunigte Rate im Niederschlag des Phosphatüberzuges auftrat, so daß die entsprechende Behandlungsdauer
auf einen extrem niedrigen Wert verkürzt werden konnte, nämlich auf etwa 1,5 bis 4,5 Minutenβ Diese kurze Behandlungsdauer wrde
im Mittel auch dann erhalten, wenn als Beschleuniger Nitrate und Nitrite verwendet wurden. Dabei hat es sich dann allerdings
als zweckmäßig erwiesen, das betreffende Grammatom-Verhältnis von Stickstoff zu Phosphor mit etwa 1 : 3 zu wählenβ
Die für das erfindungsgemäße Phosphatierungsverfahren verwendete
Lösung kann außer den Kupferionen auch Eisenionen enthalten,
wobei dann das Grammatom-Verhältnis von Eisen zu Kupfer zwischen etwa 1 und 3 liegen sollte. Die Lösung sollte in allen Fällen
zweckmäßig durch Sprühen auf die jeweils zu überziehenden Metallgegenstände aufgebracht werden«,
409818/1100 " 7 "
Im Folgenden sind einige Ausführungsbeispiele aufgeführt, im
Rahmen von welchen die angegebenen Konzentrationen jeweils in Grammatom/Liter Lösung gelten«
Ausführungsbeispiel I
Es wurde eine Lösung angesetzt aus
Stickstoff - 3,27 χ ΙΟ"2
| Mangan | - 1,09 | X | ίο-2 |
| Phosphor | - 9*98 | X | IQ"2 |
| Eisen | - 1,00 | 'X | iO"4 |
| Zink | - 4,53 | X | ίο"2 |
| Kupfer | - 3,00 | X | ίο-4 |
Dieser Lösung wurde 0,4 g/l 2?3~Dihydroxyd-Butan-Dioic-Säure
hinzugefügt. Der so angesetzten Lösung wurden dann eine Anzahl von Proben von jeweils 10 cc entnommen, die danach mit 0,1 N
NaOH titriert wurden und zwar unter Verwendung vom Bromkresol
Grün und Phenolphthalein als Iudi&atorea 9 ma den freien nnü den
Gesamt-Säuregrad zu messen© Ss ergaben sich dafür die Werte l,-6
bzw«, 16,7«,
Der Lösung wurde dann 0,52 g/l UaOH zugesetzt, um ihren freien
Säuregrad auf den Wert 0,3 herabzusetzen, während der Gesamt-Säuregrad
auf den Wert von etwa 15 eingestellt ifuröe» Das Yerhältnis
vom Gesamt-Säuregrad zum freien Säuregrad war daher etwa
50·
Dieser Lösung wurde jetzt eine Menge swlseliem 0s6 uafi 1,2 g/l
NaNO2 als Beschleuniger zugesetzt« Ihre Temperatur" wurde zwischen
21°C und 31°C gehaltene Mit dieser Lösung wiardea daaa einige
Stahlbleche besprüht, ussö swar unter ¥®rweadung einer
Spritzpistole t über deren Düse die Lösung mit ©iu®® Brack von
2
1,5 kg/cm ausgestoßen wurä®o Die-Sprühdasier betrag 1,5 und 4,5 Miauten.
1,5 kg/cm ausgestoßen wurä®o Die-Sprühdasier betrag 1,5 und 4,5 Miauten.
4098 18/1100
Alle besprühten Stahlbleche waren zuvor einer Entfettungsbehandlung
unterworfen worden und zwar mittels der in der italienischen Patentanmeldung Nr0 3569 A/72 vom 26. Oktober 1972 beschriebenen
Lösung*
Einzelne der Stahlbleche wurden mit einer Lösung besprüht, welcher
zusätzlich Tartarsäure zugesetzt war. Dabei ergab sich ein
gleichförmigerer und kompakterer Phosphattiberzug, wie im übrigen
auch dann, als der Lösung zusätzlich Tartrate zugesetzt wurden.
Die so behandelten Stahlbleche wurden dann elektrophoretisch mit Farbe überzogen, so daß nach der in einem Ofen durchgeführten
Polymerisation eine durchschnittliche Farbdicke von 25 Mikrons ergäbe Einer gleichen elektrophoretischen Behandlung wurden
andere Stahlbleche unterworfen, die zum Vergleich zuvor mit derselben Lösung behandelt worden waren, jedoch mit der einen
Ausnahme, daß diese Lösung keine Kupferionen enthielt,,
Die beiden Arten von Stahlblechen wurden dann nach dem sogo
MSalz-NebelM-Test getestet, und zwar nach dem ASTM-Verfahren
B 117-57 T. Bei diesem Test ergab sich, daß die mit der erfindungsgemäßen
Lösung behandelten Stahlbleche etwa das doppelt so hohe Salz-Nebel-Widerstandsvermögen hatten wie die Stahlbleche,
die mit der kupferfreien Lösung behandelt worden waren. Auch war die mechanische Festigkeit der mittels der erfindungsgemäßen
Lösung behandelten Stahlbleche wesentlich besser als diejenige der anderen Stahlbleche.
Es wurde dieselbe Lösung angesetzt wie im Ausführungsbeispiel I, jedoch mit der einen Ausnahme, daß das Kupfer in einer Menge
von 1,75 s: 10 Grammatom/Liter Lösung zugesetzt wurde. Dieser
Lösung wurde wiederum 0,% g/l 253-Dihydroxyd-Butan-Dioic-Säure
zugesetzt, woran sich auch hier die Bestimmung des freien und des Gesamt—Säuregrades anschloß. Der freie Säuregrad wurde dann
409818/1100 - 9 -
auf einen Wert von Q?3 eingestellt 9 und zwar durch Hinzufügen
von 2j6 g/l eines Gemisches von. aliphatischen Amino-Alkoholen,
wie dem im Handel erhälüichen Triethanolamine'
Die so erhaltene Lösung wurde dana ebenfalls auf eine Anzahl
von Stahlblechen aufgesprüht, bei deren abschließender Untersuchung
analog dem.Ausführungsbeispiel _I dieselben vorteilhaften
Ergebnisse festgestellt wurdeno
Ausführungsbeispiel Ul0
Abweichend von den beiden vorbesch'riebenen Ausfiihrungsibeispielen
wurde jetzt eine Lösung der folgenden Zusammensetzung ange
setzt!
| Natrium - | 2 | ,59 | π | 10 ~ |
| Chlor | i | 5.68 | X | —si 10 ■" |
| Stickstoff - | 5 | ,96 | X | 10"3 |
| Mangan — | 2 | ,96 | S | iO"3 |
| Phorphor - | 1 | ,02 | X | 10"1 |
| Eisen — | 6 | ,45 | X | 1Q~5 |
| Zink | 3 | ,22 | X | iO"·2 |
| Kupfer | 5 | ,00 | X | |
| Nickel | 5 | ,50 | X | 10"% |
Dieser Lösung wurde Natriumchlorat als Beschleuniger augesetzt,
worauf dann eine dem Ausftihrungsbeispiel I entsprechende Analysierung
der Lösung nach dem freien und dem Gesamt-SäUiregrad vorgenommen
wurde» Hierfür.wurden die Werte" 196 und' 16,7 festgestellt,
Die Lösung wurde dann analog dem Aiäsführungsbeispiel 1 behandelt,
um zuerst durch Hinzufügun-g von O552 g/l'NaOH den freie» Säuregrad
auf einen ¥ert von 0,3"und-den Gesant-Säuregrad auf einen
Wert von 15 0inz«stsilene Dieser Lösung wurde danach NaNO2 in
einer Menge zwischen 0p6 und 1,2 g/l als ein weiterer"Besehleu- '
niger zugegeben, wobei die Lösuag auf ©iner Temperatur zwischen
21°G und 35°G gehalten wurdeo
•4 098 18/1100 ' - 10 -
Mit dieser Lösung wurden wiederum einige Stahlbleche mit derselben
Spritzpistole besprüht, die auch im Ausführungsbeispiel I verwendet wurde. Vor der jeweiligen Besprühung waren die einzelnen
Stahlbleche wiederum entfettet worden, und zwar ebenfalls mit der Lösung des Ausführungsbeispieles I8 Das Besprühen dauerte
zwischen 1S2 und 3 Minuteno
Die Stahlbleche wurden danaeti elektrophoretisch mit Farbe beschichtet,
die nach der Polymerisation in einem Ofen eine mittler®
Dicke von 25 Mikrons hatte© Danach wurden die Stahlbleche mittels desselben "Salz-Nebel"-Testes gatestet wie in Ausfiihniagsbeispiel
I, wobei sich im Yarglaieii mit solchen Stablbie—
oben ρ die mit anderen Phosphat iensiigslösisB gen behandelt worden
waren, dieselbär überragendem Mafcsrialeigenscivaiten ergaben.,
die bereits im Asisfiihrungstiaispiel I0 festgestellt wurden,,
I¥e
Es wurde dieselbe Lösung angesetzt wie im Ausführungsbeispiel IUe, mit der Ausnahme, daß Kupfer hier in einer Menge von 2,91
χ 10""* Grammatom/Liter Lösung zugesetzt wurde. Diese Lösung wur
de wiederum analysiert, um den freien und den Gesamt-Säuregrad festzustellen, nach welcher Analyse dann der freie Säuregrad
auf einen Wert von 0,3 eingestellt wurde, und zwar durch Zugaoe von etwa 2,6 g/l eines Gemisches aus aliphatischen Amiuo-Alkoholen,
wie des im Handel erhältlichen Triäthanolamins„ Diese Lö
sung wurde dann wiederum zum Phosphatieren einer Anzahl von
Stahlblechen benutzt, wobei gleich vorgegangen wurde, wie im Ausführungsbeispiel I0 und wobei dieselben Ergebnisse wie in
diesem Ausführungsbeispiel erhalten wurdene
4098 18/1100
ORIGINAL iNSPECTEO
Claims (1)
- Patentansprüche«1„ Verfahren zum Phosphatieren der Oberflächen von metallischen Gegenständen, wie insbesondere solchen aus Aluminium, Zink und Eisen, bei dem die jeweilige Metalloberfläche bei Raumtemperatur mittels einer auch einen Beschleuniger enthaltenden Zink-Mangan-Phosphatlösung beschichtet wird, dadurch gekennzeichnet , daß in der Lösung auch Kupferionen in einer Menge zwischen 0,1 und 30 mg/l Lösung enthalten sind,Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung verwendet wird, in welcher das Grammatom-Verhältnis von Zink zu Kupfer zwischen 100 und 1500 und das Grammatom-Verhältnis von Zink zu Mangan zwischen 3 und 15 beträgtοβ Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g β k β η η zeich.net , " daß eise Lösung verwendet wird9 in welcher der freie Säuregrad auf einem Wert tob etwa 0}l Ms etwa O55 gehalten wird.Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 39 dadurch gekennzeichnet , daß eine Lösung verwendet wird, für welche der Beschleuniger aus der Nitrate, Nitrite und Chlorate enthaltenden Gruppe ausgewählt"ist„5c Verfahren nach einem der Ansprüche i Ib'is %, dadurch g e — kennzeichnet , daß eine Lösung verwendet wird, in welcher als Beschleuniger ein Ghlorat enthalten ist und bei welcher weiterhin das Grammatom-Verhältnis von Chlor zu Phosphor zwischen O5IO und O820 und. das Grammatom-Verhältnis von Zink zu Mangan zwischen 5 ^nd ±5 beträgtβ409818/110 0S0 Ferfafey@Es nach Anspmacfe 5<? daöuroh gekennzeichnet 9 daß im der Losung weiterhin Eiseiaionen enthalten sind wad öaS dabei, das Graramatom-Yerhältnis von Eisen zu Kupfer zwischen i and 3 beträgt®7« Zinl-Maagaa-Piiospliailösiiiig zur Verwendung bei einem Phosphati©niHgsverfaliren, Tbei welchem diese Lösung bei Baum temperatur rait eimer metallischen Oberfläche in Berührung gebracht wirdj, dadurch gekenn'zeic hnet, daß diese Lösung Knpferionea in einer M-enge von etwa 0,1 bis 30 mg/l enthältβ8β Lösung nach Anspruch 7S öadurcto. gekennzeichnet , daß das Grammatom-Terliältijis wa Zinlc zu Kupfer zwiselaen iOO und 1500 und das Grammatom-Verhältnis von Zink zu Mangan zwischen 3 und 15 beträgt,, ·Lösung aaeh Aasprueli 8S dadurch gekennzeiclinet , daß der freie Säuregrad auf einem Wert von etwa 0,i bis 0,5 gehalten wird«, -ΙΟ« Lösung aacM Anspruch 9? dadurch gekennzeichnet , daß aucb Eis ©Ei on ein enthalten sind und dabei das Grasimatom-Verhältiais von Sisen zu Kupfer zwischen 1 und 3 beträgt·409818/1100
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT3566/72A IT975560B (it) | 1972-10-20 | 1972-10-20 | Procedimento di fosfatazione di su perfici metalliche destinate a ver niciatura particolarmente per elet troforesi e soluzione relativa a tale procedimento |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2352659A1 true DE2352659A1 (de) | 1974-05-02 |
Family
ID=11109821
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732352659 Pending DE2352659A1 (de) | 1972-10-20 | 1973-10-19 | Verfahren zum phosphatieren der oberflaechen metallischer gegenstaende |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2352659A1 (de) |
| ES (1) | ES470637A3 (de) |
| FR (1) | FR2203893A1 (de) |
| IT (1) | IT975560B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4013483A1 (de) * | 1990-04-27 | 1991-10-31 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur phosphatierung von metalloberflaechen |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3712339A1 (de) * | 1987-04-11 | 1988-10-20 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur phosphatierung vor der elektrotauchlackierung |
| US5236565A (en) * | 1987-04-11 | 1993-08-17 | Metallgesellschaft Aktiengesellschaft | Process of phosphating before electroimmersion painting |
| DE4214992A1 (de) * | 1992-05-06 | 1993-11-11 | Henkel Kgaa | Kupfer enthaltendes, nickelfreies Phosphatierverfahren |
| WO1994014999A1 (en) * | 1992-12-22 | 1994-07-07 | Henkel Corporation | Substantially nickel-free phosphate conversion coating composition and process |
| DE19606018A1 (de) * | 1996-02-19 | 1997-08-21 | Henkel Kgaa | Zinkphosphatierung mit geringen Gehalten an Nickel- und/oder Cobalt |
| DE19606017A1 (de) * | 1996-02-19 | 1997-08-21 | Henkel Kgaa | Zinkphosphatierung mit geringen Gehalten an Kupfer und Mangan |
| JPH11264076A (ja) * | 1998-01-14 | 1999-09-28 | Nippon Paint Co Ltd | 低鉛ed用の下地化成処理方法 |
-
1972
- 1972-10-20 IT IT3566/72A patent/IT975560B/it active
-
1973
- 1973-10-19 DE DE19732352659 patent/DE2352659A1/de active Pending
- 1973-10-19 FR FR7337322A patent/FR2203893A1/fr active Granted
-
1978
- 1978-06-08 ES ES78470637A patent/ES470637A3/es not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4013483A1 (de) * | 1990-04-27 | 1991-10-31 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur phosphatierung von metalloberflaechen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES470637A3 (es) | 1979-02-16 |
| FR2203893A1 (en) | 1974-05-17 |
| IT975560B (it) | 1974-08-10 |
| FR2203893B3 (de) | 1976-09-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1933013C3 (de) | Verfahren zur Erzeugung von Schutzschichten auf Aluminium, Eisen und Zink mittels komplexe Fluoride enthaltender Lösungen | |
| DE69503069T2 (de) | Zinkphosphaturlösung enthaltend oxim als beschleuniger | |
| EP0056881B1 (de) | Verfahren zur Phosphatierung von Metallen | |
| EP0633950B1 (de) | Nickelfreie phosphatierverfahren | |
| EP0015021B1 (de) | Verfahren zur Vorbereitung von Metalloberflächen für die elektrophoretische Tauchlackierung | |
| EP0459541A1 (de) | Verfahren zur Phosphatierung von Metalloberflächen | |
| EP0478648B1 (de) | Verfahren zur herstellung von mangan- und magnesiumhaltigen zinkphosphatüberzügen | |
| EP0154367B1 (de) | Verfahren zur Phosphatierung von Metallen | |
| DE2100021A1 (de) | Verfahren zum Aufbringen von Phos phatschichten auf Stahl, Eisen und Zinkoberflachen | |
| EP0410497B1 (de) | Verfahren zur passivierenden Nachspülung von Phosphatschichten | |
| EP0492713A1 (de) | Verfahren zur Nachspülung von Konversionsschichten | |
| DE2315180C2 (de) | Phosphatierungslösung | |
| DE3932006A1 (de) | Verfahren zum aufbringen von phosphatueberzuegen | |
| EP0713539B1 (de) | Verfahren zur phosphatierenden behandlung von einseitig verzinktem stahlband | |
| DE4031817A1 (de) | Verfahren zur passivierenden nachbehandlung von phosphatierten metalloberflaechen | |
| EP0039093B1 (de) | Verfahren zur Phosphatierung von Metalloberflächen sowie dessen Anwendung | |
| EP0134895B1 (de) | Verfahren und Mittel zum beschleunigten und schichtverfeinernden Aufbringen von Phosphatüberzügen auf Metalloberflächen | |
| DE3245411C2 (de) | ||
| EP0486576B1 (de) | Verfahren zur herstellung von manganhaltigen zinkphosphatschichten auf verzinktem stahl | |
| DE2352659A1 (de) | Verfahren zum phosphatieren der oberflaechen metallischer gegenstaende | |
| DE2031358C3 (de) | Verfahren zur Erzeugung von Schutzschichten auf Aluminium, Eisen und Zink mittels saurer, komplexe Fluoride enthaltender, Lösungen | |
| EP0215041B1 (de) | Verfahren zum phosphatieren von metalloberflächen | |
| EP1019564A1 (de) | Verfahren zur phosphatierung von stahlband | |
| EP0461133B1 (de) | Zink-barium-phosphatierung von metalloberflächen | |
| WO1990015167A1 (de) | Verfahren zur erzeugung von manganhaltigen phosphatüberzügen auf metalloberflächen |