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DE1262215C2 - Verfahren zur erzeugung von ausbrennmustern in misch-textilstoffen - Google Patents

Verfahren zur erzeugung von ausbrennmustern in misch-textilstoffen

Info

Publication number
DE1262215C2
DE1262215C2 DE1964S0092252 DES0092252A DE1262215C2 DE 1262215 C2 DE1262215 C2 DE 1262215C2 DE 1964S0092252 DE1964S0092252 DE 1964S0092252 DE S0092252 A DES0092252 A DE S0092252A DE 1262215 C2 DE1262215 C2 DE 1262215C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
burnout
carbonized
patterns
fabrics
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1964S0092252
Other languages
English (en)
Other versions
DE1262215B (de
Inventor
Yoshikazu; Mori Shigeru; Wakayama Sando (Japan)
Original Assignee
Sando, Yoshikazu, Wakayama (Japan)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sando, Yoshikazu, Wakayama (Japan) filed Critical Sando, Yoshikazu, Wakayama (Japan)
Application granted granted Critical
Publication of DE1262215B publication Critical patent/DE1262215B/de
Publication of DE1262215C2 publication Critical patent/DE1262215C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeu- schiedenen Arten von synthetischen Fasern (eingung von Ausbrennmustern, welches darin besteht, schließlich Acetatseide) bestehen, mit einer Druckdaß man auf Mischgespinste, Mischgewebe oder un- paste bedruckt werden, die Aluminiumchlorid oder gewebte Mischtextilstoffe, die einerseits aus Cellulose- Aluminiumsulfat enthält, und dann trocken auf eine fasern und andererseits aus Seiden-, WoIl- oder 3° hohe Temperatur erhitzt werden, bei der die in den synthetischen Fasern, wie Polypropylenfasern oder bedruckten Flächen befindlichen Cellulosefasern car-Polyesterfasern u. dgl. bestehen, beliebige Muster mit bonisieren, besteht darin, daß die Textilstoffe zueiner Ausbrennpaste aufdruckt, die als Hauptbestand- nächst mit Wasser gewaschen und dann zwecks voll-'teil Aluminiumchlorid oder Aluminiumsulfat enthält, ständiger Entfernung der carbonisierten Fasern bei und sodann die in den bedruckten Teilen befindlichen 35 etwa 50 bis 90; C, insbesondere bei etwa 70 bis Cellulosefasern carbonisiert und entfernt, so daß in 85° C, mit einer etwa 1,5- bis 2,0gewichtsprozentigen den Textilstoffen Ausbrennmuster entstehen. Chloritlösung behandelt werden, die einen pH-Wert
Es ist bekannt, verschiedene Arten von Cellulose- von 3 bis 5, insbesondere von 3 bis 3,2, aufweist.
Textilstoffen oder Mischgespinsten, Mischgeweben Es war schon seit vielen Jahren bekannt, daß man
oder ungewebten Textilstoffen, die einerseits Cellu- 40 versengte Stellen, die z. B. beim Bügeln in weißer losefasern, andererseits Seiden-, WoIl- oder verschie- Wäsche entstehen, mit schwachen Natriumperboratdene Arten von synthetischen Fasern enthalten, mit oder Wasserstoffperoxydbädern ausbleichen kann Metallsalzen von Mineralsäuren, wie Aluminium- (vgl. Albrecht und Würth: »Der Chemischsulfat, zu bedrucken und dann trocken auf hohe reiniger und Detacheur in der Praxis«, 1955, S. 97). Temperaturen zu erhitzen, so daß die in den be- 45 Da diese bekannten Bleichmittel aber nicht imstande druckten Teilen befindlichen Cellulosefasern selektiv sind, die beim Erzeugen von Ausbrennmustern bei carbonisieren, während die anderen Faserarten un- der Wärmebehandlung entstehenden carbonisierten angegriffen bleiben. Auf diese Weise werden spitzen- Cellulosefasern zu entfernen, ist man bisher nicht auf artige oder moirierte, durchbrochene Muster in den den Gedanken gekommen, daß die für den Textilstoff Textilstoffen erzeugt. Bei diesem bekannten Verfah- 50 schonende Methode des chemischen Entfernens der ren war aber das Entfernen der carbonisierten Faser- carbonisierten Fasern mit einem anderen an sich beteile nicht einfach. Es ist zwar möglich und auch be- kannten Bleichmittel, nämlich mit Chlorit, überhaupt kannt, den bedruckten und wärmebehandelten Textil- möglich sein würde, obwohl schon seit mindestens stoff unmittelbar nach dem Carbonisieren in nahezu 1941 bekannt war, daß gewisse Kohlehydrate von völlig trockenem Zustand zwischen Quetschwalzen 55 sauren Chloritlösungen oxydiert werden,
hindurchzuführen und den gewalzten Textilstoff dann Es wird angenommen, daß das erfindungsgemäße
auszubürsten und zu klopfen (deutsche Patentschrift Verfahren auf dem folgenden Mechanismus beruht: 2 82 351); eine solche Methode ist aber nicht immer Wenn die Cellulosefasern in den bedruckten
geeignet, die carbonisierten Fasern vollständig zu Flächen trocken auf hohe Temperaturen erhitzt entfernen, und führt vor allem, je nach der Struktur 60 werden, werden sie von der freien Salzsäure oder des zu behandelnden Textilstoffs, vielfach zu einer Schwefelsäure angegriffen, die sich in der wäßrigen unerwünschten Verzerrung des Gefüges. Auch das Druckpaste nicht nur durch Hydolyse, sondern auch Auswaschen mit Seife oder Netzmitteln führt, beson- durch Pyrolyse des A'.uminiumchlorids bzw. AIuders im Falle verhältnismäßig dichter Mischgewebe, miniumsulfats befindet. Hierdurch zersetzen sich die in denen die Cellulosefasern den geringeren Anteil 65 Cellulosefasern unter erheblichem Rückgang des bilden, nicht zum Erfolg. Es bestand daher ein Be- Polymerisationsgrades, was sich in dem Verschwindürfnis nach einem Verfahren, mit dessen Hilfe auch den des faserförmigen Zustandes äußert, und schließunter den ungünstigsten Bedingungen (dichter Ge- lieh bildet sich das carbonisierte Dehydratisierungs-
3 4
produkt. Hierbei schreitet die Zersetzung der CeUu- erzeugt werden, indem der bedruckte Textilstoff der
losefasern jedoch nicht so weit fort, daß alle Cellu- einseitigen Färbung, der Färbung mit verschiedenen
losefasern in Pulverform oder in Lösung übergehen, Farben oder der einfarbigen Färbung unterworfen
sondern es bleiben auch Teile übrig, die noch ihre wird.
Faserstruktur behalten haben. Es wird angenommen, 5 Das Entfernen der carbonisierten Fasern mittels daß insbesondere dicke Strukturteile solche restlichen der Chloritlösung kann erfolgen, indem der Textil-Produkte der unvollständigen Zersetzung enthalten. stoff in die auf 50 bis 90° C erhitzte Chloritlösung Bei diesen sind die Fasern zwar am Umfang und an getaucht wird. Vorteilhaft bedient man sich für das einem Ende carbonisiert; die Carbonisierung ist je- Verfahren einer mit Titan ausgekleideten Vorrichtung doch nicht genügend bis zum Faserkern und zum io zur Durchführung kontinuierlicher Reaktionen, in anderen Ende fortgeschritten, so daß diese teilweise der die Verfahrensstufen des Dämpfens und des Abcarbonisierten Fasern noch im Gefüge festgehalten kochens gleichzeitig durchgeführt werden. Hierbei werden und sich nicht leicht entfernen lassen. Es wird der mit der Chloritlösung geklotzte Textilstoff wurde gefunden, daß diese teilweise depolymerisierten in der in einem dicht geschlossenen System herr-Fasern bzw. Faserteile sich in Lösung bringen lassen, 15 sehenden Atmosphäre durch Dampf erhitzt, wobei indem man sie unter geeigneten Bedingungen der die Bildung der Ausbrennmuster kontinuierlich erEinwirkung von Chloriten aussetzt. Hierbei erleiden folgt und kein Chlordioxyd nach außen entweichen die Fasern bzw. Faserteile, die sich bei der voran- kann,
gegangenen Carbonisierung nicht genügend zersetzt
haben, eine erneute Zersetzung und gehen in Lösung, 20
so daß die stärker carbonisierten Fasern bzw. Faserteile ihren Zusammenhalt verlieren. Die Behandlung
muß mit einer verhältnismäßig konzentrieten Chiorit- l Zusammensetzung der Ausbrennpaste lösung von etwa 1,5 bis 2,0 Gewichtsprozent, bei einem
pH-Wert von 5 bis 3, vorzugsweise 3 bis 3,2, und bei 35
etwas erhöhter Temperatur von etwa 50 bis 90 ' C, a) Aluminiumchlorid 100 bis 150 g
vorzugsweise 70 bis 85° C, durchgeführt werden. Wasser 400 bis 35Og
Beim Arbeiten unter diesen Bedingungen werden die Weizenstärke- oder Mischpaste
ausgebrannten Teile einem besonders niedrigen aus Dextrin und Weizenstärke .. 500 g
pH-Wert ausgesetzt, der in den ausgebrannten Teilen 30 Insgesamt 1000 g durch den erstlichen Anteil des als Ausbrennmittel
verwendeten Salzes zustande kommt. Da ferner die
katalytische Wirkung des Metallions die Wirkung der b) Aluminiumchlorid 50 bis 150 g
chlorigen Säure auf die ausgebrannten Teile verstärkt, (vorzugsweise 70 bis 100 g)
erleiden auch die nicht vollständig zersetzten Fasern, 35 ^aste ^ g
die noch ihre Faserform beibehalten haben, weitere Wasser Rest
Zersetzung und gehen schließlich in Lösung. Auf Insgesamt 1000 g diese Weise gelingt es daher, die Cellulosefasern
durch einen einfachen mechanischen Vorgang, wie
Abschütteln oder Abduschen, vollständig aus den 4°
bedruckten Teilen zu entfernen. Für die Paste können Kautschukkitt, Stärkebrei,
Da die erfindungsgemäß verwendeten Chlorite in Tragantbrei oder Gemische derselben verwendet
an sich bekannter Weise unter den oben angegebenen werden.
Bedingungen auch als Wasch- und Bleichmittel wir- Zum Bedrucken von ungebleichtem Tuch kann ein
ken, wird durch das erfindungsgemäße Verfahren 45 nichtionogenes oder anionisches Aktivierungsmittel
gleichzeitig mit der Erzeugung von Ausbrennmustern zugesetzt werden, um das Eindringvermögen zu ver-
auch noch in dem gleichen Arbeitsgang eine Wasch- bessern. Dieses oberflächenaktive Mittel darf aber
und Bleichwirkung erzielt. Das Verfahren gemäß der nicht leicht mit dem Metallsalz unter Bildung eines
Erfindung kann also zur Erzeugung von Ausbrenn- Niederschlages oder Beeinträchtigung der Wirkung
mustern nicht nur in bereits gewaschenen, sondern 50 des Ausbrennmittels reagieren. Als anionisches ober-
auch in noch nicht gewaschenen Textilstoffen ver- flächen aktives Mittel kann eine Verbindung aus der
wendet werden, wobei das Verfahren im letzteren Gruppe der Alkylnaphthalinsulfonsäuren verwendet
Fall durch Mitverwendung eines geeigneten Durch- werden,
dringungsmittels noch wirksamer gestaltet werden
Weiterhin kann das erfindungsgernäße Verfahren c) Aluminiumchlorid 50 bis 100 g
auch unter gleichzeitiger Anwendung anderer Arten Aluminiumsulfat 20 bis M) g
von Druckhilfsmitteln, z. B. in Kombination mit Paste ^υ"g
Farbpigmenten, durchgeführt werden, die gegen die Wasser Kest—
Wirkung von Chloriten beständig sind, so daß der 60 Insgesamt 1000 g Textilstoff gleichzeitig mit der Ausbrennpaste und
mit einem Farbstoff bedruckt wird. Auf diese Weise Aluminiumchlorid 50 bis 100 g
erhält man gleichzeitig Ausbrennmuster und farbige > C. . ,. . . ]f) K SOp
Muster. Ebenso kann der Textilstoff außer mit der Zmkchlond (vorzugsweise ™ ™ 30 Jj
Ausbrennpaste noch mit einem weißen Lack (z. B. 65 v D (>twa ^00
einem solchen, der Titandioxyd als Pigment enthält) Wa ser Rest
oder mit einem Farblack bedruckt werden, und ge-
gebenenfalls können auch gefällige bunte Muster Insgesamt 1000 g
Mit Hilfe einer der oben angegebenen Ausbrennpasten werden auf Mischgespinste, Mischgewebe oder ungewebte gemischte Textilstoffe, die außer Cellulosefasern z. B. synthetische Fasern, wie Polypropylenfasern oder Polyesterfasern enthalten, Muster aufgedruckt, und der bedruckte Textilstoff wird dann 2 bis 3 Minuten trocken auf 12C bis 150° C oder darüber hinaus erhitzt.
2. Waschvorgang
Der wärm ^behandelte Textilstoff wird einmal einfach mit Wasser gewaschen und dann mit der folgenden Lösung behandelt:
Natriumchlorit 15 bis 20 g
Oberflächenaktives Mittel 3 g
(Gemisch aus einem Natrium-
alkylarylsulfonat und einem PoIy-
oxyäthylen-nonylphenyl-dialkyl-
sulfosuccinat).
Wasser 1000 ml
einer organischen einer Mineralsäure
deren pH-Wert durch Zusatz
Säure, wie Ameisensäure, oder
auf 3 bis 3,2 eingestellt war.
Ein zuvor mit dieser Lösung bei Raumtemperatur geklotztes Tuch wird 10 bis 15 Minuten bei 70 bis 85° C mit Dampf behandelt und dann durch Waschen mit Wasser von Chlor befreit. Man erhält ein Tuch mit einem spitzenartigen Muster oder mit einem moireartigen, durchbrochenen Muster.

Claims (1)

  1. webeaufbau, geringer Gehalt an Cellulosefasern) die
    Patentanspruch: nach dem Erzeucen von Ausbrennmustern mit Druck
    pasten auf der Basis von Aluminiumchlorid oder
    Verfahren zur Erzeugung von Ausbrennmustern -sulfat hinterbleibenden carbonisierten Fasern einin Mischtextilstoffen aus Cellulosefasern und 5 fach, schnell und restlos aus dem Gewebe entfernt Seiden-, Wollfasern oder synthetischen Fasern, werden können, ohne das Gewebe mechanischen Bebei dem die Textilstoffe mit einer Druckpaste handlungen unterwerfen zu müssen, die zu einer bedruckt werden, die Aluminiumchlorid oder Schädigung führen könnten.
    Aluminiumsulfat enthält, und die bedruckten Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe gelöst
    Textilstoffe trocken auf eine höhere Temperatur io wird und die carbonisierten Fasern, die s-c durch erhitzt werden, bei der die Cellulosefasern in den bloßes Waschen mit heißem Wasser, duru äeifenbedruckten Teilen carbonisieren, d a d u r c h g e - behandlung oder mit Hilfe von Netzmitteln bei kennzeichnet, daß der Textilstoff zunächst höheren Temperaturen nicht leicht entfernen lassen, mit Wasser gewaschen und dann zwecks voll- leicht entfernt werden können, wenn man die carboständiger Entfernung von carbonisierten Fasern 15 nisierten Teile mit einer durch Säure aktivierten bei etwa 50 bis 90° C, insbesondere bei etwa 70 heißen Chloritlösung behandelt,
    bis 85° C, mit einer etwa 1,5- bis 2,0gewichts- Das erfindungsgemäße Verfahren zur Erzeugung
    prozentigen Chloritlösung behandelt wird, die von spitzenartigen Ausbrennmustern oder moireeinen pH-Wert von 3 bis 5, insbesondere von 3 artigen Ausbrenn-Durchbrucharbeiten in Textilbis 3,2, aufweist. 20 stoffen, bei welchem Textilstoffe aus Cellulosefasern
    (einschließlich Baumwolle, Stapelfasern, Kunstseide, Flachs usw.) oder Mischgespinste, Mischgewebe oder
    ungewebte Textilstoffe (aus gefärbten oder ungefärbten Fadensträngen), die einerseits aus Cellulose-25 fasern und andererseits aus Seiden-, WoIl- oder ver-
DE1964S0092252 1963-07-24 1964-07-24 Verfahren zur erzeugung von ausbrennmustern in misch-textilstoffen Expired DE1262215C2 (de)

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DE1964S0092252 Expired DE1262215C2 (de) 1963-07-24 1964-07-24 Verfahren zur erzeugung von ausbrennmustern in misch-textilstoffen

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Publication number Publication date
DE1262215B (de) 1975-04-24

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