DE2352563A1 - Magnetkopf - Google Patents
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Description
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81-21.571P(21.572H) 19. 10. 1973
Magnetkopf
Die Erfindung bezieht sich auf einen Magnetkopf, insbesondere
mit einem Paar von Magnetkopf elementen, die in der Bandlaufrichtung ausgerichtet sind.
Ein Magnetkopf wird zur Aufnahme von elektrischen Signalen auf
einem Magnetband oder zur Wiedergabe darauf gespeicherter elektrischer
Signale unter Berührung des Magnetbandes verwendet.
Die neuere Entwicklung der Magnetbandspeichergerate ist derart,
daß ein Streifen aus Magnetband in einem Gehäuse, wie z. B. ei-
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ORIGINAL INSPECTED
ner Kassette oder Hülse enthalten ist, deren eine Seite mit mehreren
Öffnungen versehen ist und längs deren das Magnetband im wesentlichen parallel läuft. Magnetköpfe und eine Rolle werden durch diese Öffnungen
in Kontakt mit dem Magnetband gebracht * Insbesondere berührt ein Magnetkopf für beide Vorgänge, d. h. Aufnahme und Wiedergabe,
das Magnetband mittels der in der Mitte gelegenen der Öffnungen. Ein
Polster ist elastisch an der Rückseite dieser mittleren Öffnung hinter dem Magnetband vorgesehen und drückt das Magnetband gegen den Magnetkopf,
wodurch ein besserer Kontakt zwischen dem Magnetband und dem Magnetkopf durch die mittlere Öffnung erreicht wird.
Die Verwendung des in einem solchen Gehäuse zur Aufnahme und Wiedergabe enthaltenen Magnetbandes bestimmt natürlich die Lage des
Magnetkopfes. Auch ist die Größe des Magnetkopfes durch die Größe der im Gehäuse vorgesehenen Öffnung begrenzt.
Der herkömmliche Magnetkopf umfaßt ein in einem Kopfgehäuse
enthaltenes Magnetkopfelement zur Durchführung von sowohl Aufnahmeais auch Wiedergabevorgängen, obwohl die beiden Vorgänge nicht gleichzeitig
durchführbar sind.
Wenn daher die Notwendigkeit oder das Bedürfnis auftritt, beide
Funktionen, d. h. Aufnahme und Wiedergabe mit einem in der Kassette oder dergleichen enthaltenen Magnetband gleichzeitig durchzuführen,
ist es unmöglich, beide Funktionen mittels eines einzigen Magnetkopfelements
ablaufen zu lassen. Es ist dann vielmehr erforderlich, getrennte Magnetkopfelemente zur Aufnahme und zur Wiedergabe ,vor-
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zusehen, die unvermeidlich nahe beieinander angeordnet sind, damit
sie sich unter Berücksichtigung der Lage des Magnetkopfes, der Größe der Öffnung und der Lage des elastischen Polsters in einer Öffnung
der Kassette unterbringen lassen. Hierzu erscheint es zweckmäßig, beide Magnetkopf elemente in einem gemeinsamen Kopfgehäuse vorzusehen.
Dabei tritt jedoch das Problem auf, daß, wenn die beiden Magnetkopfelemente
gleichzeitig ihre Aufnahme- bzw. Wiedergabefunktion ausüben, ein magnetischer Nebenschluß von einem Kopfelement
zum anderen mit dem Ergebnis auftritt, daß ein Teil der von einem Kopfelement zu speichernden Signale durch solchen Nebenschluß den
vom anderen Kopfelement wiederzugebenden elektrischen Signalen durch das laufende Magnetband überlagert wird, so daß sich Störgeräusche
in den Wiedergabesignalen ergeben. Es ist daher sehr wichtig, den magnetischen Nebenschluß von einem Kopfelement zum anderen zu
verhindern.
Es gibt bisher kein übliches Magnetbandgerät, bei dem ein Paar von Magnetkopf elementen mit unterschiedlichen Funktionen dicht beieinander
in einem gemeinsamen Kopfgehäuse angeordnet sind. Soweit den Erfindern bekannt ist, können die einzige Ausnahme gewisse Magnetköpfe
bilden, die bei einem Datenverarbeitungssystem verwendet werden. Hierbei ist jedoch das Problem eines solchen magnetischen
Nebenschlusses von einem Kopfelement zum anderen nicht so ernstlich, wenn man berücksichtigt, daß die Magnetkopfe hier nur Digitalsignale
verarbeiten und dabei lediglich erfaßt werden muß, ob sie "1" oder "0" sind. Ein solcher magnetischer Nebenschluß bringt ein Störgeräuschproblem
nur im Fall von Analogsignalen einschließlich Tonfrequenzsignalen oder dergleichen.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen ein Paar von Magnetkopfelementen umfassenden Magnetkopf zu schaffen, bei
dem der magnetische Nebenschluß von einem Magnetkopfelement zum anderen weitgehend verringert ist.
Gegenstand der Erfindung, womit diese Aufgabe gelöst wird, ist
ein Magnetkopf zur Aufnahme auf und Wiedergabe von einem Magnetband mit einem Kopfgehäuse, mit dem Kennzeichen, daß er ein Paar
von nahe zueinander im Kopfgehäuse in Laufrichtung des Magnetbandes ausgerichteten Magnetkopfelementen und ein Paar von Abschirmplatten
aufweist, deren jede wenigstens einen ersten Plattenteil senkrecht zur Bandlaufrichtung zwischen den Kopfelementen und einen zweiten sowie
einen dritten Plattenteil parallel zur Bandlaufrichtung und ausgehend vom oberen bzw. vom unteren Ende des ersten Plattenteils, von der
Magnetbandoberfläche gesehen, aufweist und je eines der Kopfelemente
wenigstens in drei Richtungen einfaßt.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiele näher erläutert; darin zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines Magnetkopfes nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 eine Schnittansicht nach der Linie II—II in Fig. 1,
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Fig. 3 eine Ansicht eines Magnetkopfes nach einem anderen Ausführung
sbeispiel der Erfindung, und
Fig. 4 eine Schnittansicht nach der Linie IV-IV in Fig „ 3.
In Fig. 1 und 2, die das erste Ausführung sbeispiel der Erfindung
veranschaulichen, erkennt man ein Magnetkopfgehäuse 10, das ein Paar von Magnetkopf elementen 20 und 30 nebeneinander längs der ·
Bandlaufrichtung enthält. Das Magnetkopfelement 20 umfaßt Magnetkopfteile 21 und 22, während das Magnetkopfelement 30 Magnetkopfteile
31 und 32 umfaßt.'Unter den vier Kopfteilen 21, 22, 31 und 32
sind die Kopf teile 21 und 31 auf einem iöheren Niveau miteinander
fluchtend angeordnet, während die beiden übrigen Kopfteile 22 und auf einem niedrigeren Niveau ebenfalls miteinander fluchtend angeordnet
sind. Die Kopf teile 21 und 31 sind zum Kontakt mit einer
Spur des Magnetbandes und die Kopfteile 22 und 32 zum Kontakt mit einer anderen Spur des Magnetbandes eingerichtet. Abschirmplatten
23 und 33 sind zwischen den Kopf teilen 21 und 22 bzw. zwischen den Kopfteilen 31 und 32 eingefügt» Im wesentlichen in der Mitte des
Kopfbehälters 10 ist zwecks seitlicher Trennung der Magnetkopf elemente 20 und 30 eine flache Abschirmplatte 18 in rechten Winkeln
zur Bandlaufrichtung angeordnet. Diese Abschirmplatte 18 entspricht
einer bei einem bekannten, in einem Datenverarbeitungssystem verwendeten Magnetkopf vorgesehenen Abschirmplatte, die zum erfindüngsgemäß
angestrebten Reduzieren des magnetischen Nebenschlusses ungeeignet ist. Diese Abschirmplatte 18 muß indessen im Rahmen
der Erfindung nicht unbedingt vorhanden sein. Ein Paar von abge-
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winkelten Abschirmplatten 25 und 35 sind erfindungsgemäß längs
der Abschirmplatte 18 und der Ober- und Unterseiten 11 und 12
des Kopf gehäuses 10 vorgesehen, wie Fig. 1 erkennen läßt. Die Abschirmplatte 25 weist zwecks Abschirmung des Magnetkopfelements
20 einen vertikalen Teil 26 nahe der Abschirmplatte 18 und Teile 27 und 28 auf, die sich zu den Magnetkopfteilen 21 und 22 parallel zu
den Ober- und Unterseiten 11 und 12 des Kopfgehäuses 10 erstrekken,
während die Abschirmplatte 35 zwecks Abschirmung des Magnetkopfelements
30 nahe der Abschirmplatte 18 und parallel dazu einen vertikalen Teil 36 und Teile 37 und 38 aufweist, die sich zu den Magnetkopfteilen
31 und 32 parallel zu den Ober— und Unterseiten 11 und 12 des Kopfgiiäuses 10 erstrecken. Obwohl in den Figuren nicht
dargestellt, sind Füllkerne aus magnetischem Ferrit in die Räume eingefügt, die von dein vertikalen Teil 26, dem Teil 27, dem Kopfteil
21 und dem Gehäuse 10 bzw. von dem vertikalen Teil 26, dem
Teil 28, dem Kopfteil 22 und dem Gehäuse 10 umschlossen sind, und die Spalte dazwischen sind mit Epoxyharz gefüllt, so daß die Abschirmplatte
25 im Gehäuse 10 festgelegt ist. Die Abschirmplatte 35 ist in gleicher Weise festgelegt „
Der vertikale Teil 26 der Äbschirmplatte 25, die Abschirmplatte
18 und der vertikale Teil 36 der Äbschirmplatte 35 haben vorragende
Enden 26a bzw. 18a bzw= 36a, die zur Oberfläche des Magnetbandes
hin über die Kopf spalte 21a, 22a, 31a und 32a der Magnetkopfteile
oder -kerne 21, 22, 31 und 32 hinaus vorragen, wobei
Glas 40 oder ein anderes nichtmagnetisches Material, das den Kopfteilen
21, 22, 31 und 32 an Härte und W
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gleich oder nahezu gleich ist, in die Spalte zwischen den Magnetkopfteilen
und den vorragenden Endteilen der Abschirmplatten gefüllt ist und so eine Kreisbogengleitfläche zum Magnetband hin bildet.
Es sei angenommen, daß bei der vorstehend beschriebenen Anordnung das Magnetband in Fig."! und 2 seitlich vom Magnetkopf element
30 zum Magnetkopf element 20 läuft und die Magnetkopf elemente
30 und 20 zur Aufnahme bzw. Wiedergabe verwendet werden. Unter dieser Bedingung strömen aus den Spalten 3 la und 32a der Magnetkopfteile
31 und 32 des Kopfelements 30 austretende Magnetflüsse durch den vertikalen Teil 36 der Abschirmplatte 35 längs deren Gestalt
zu deren Teilen 37 und 38 und zurück zum Magnetkopf eiern ent 30, wodurch sich ein nur geringer Nebenschluß von Magnetflüssen
aus den Spalten 31a und 32a zum Magnetkopfelement 20 ergibt. Außerdem werden auch aufgrund der Tatsache, daß das Magnetkopfelement
20 gegenüber Nebenschlußmagnetströmen vom Magnetkopfelement 30 seinerseits durch die Abschirmplatte 25 geschützt wird,
nur geringe Magnetflüsse von den Spalten 21a und 22a der Magnetkopfteile
21 und 22 des Magnetkopfelements 20 aufgenommen, so daß ein magnetischer Nebenschluß von einem Kopfelement 30 zum
anderen Kopfelement 20 im wesentlichen verhindert wird.
Weiter verringert die Tatsache, daß die vorragenden Enden 18a, 26a und 36a der Abschirmplatte 18, des vertikalen Teils 26 der Abschirmplatte 25 und des vertikalen Teils 36 der Abschirmplatte 35
bis zum Kontaktpunkt mit dem Magnetband jenseits der Kopfspalte 21a, 22a, 31a und 32a der Magnetkopfkerne 21, 22, 31 und 32 vor-
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ragen, noch mehr einen magnetischen Nebenschluß vom einen Kopfelement
zum anderen durch die Abschirmplatte. Da weiter ein nichtmagnetisches Material mit einer im Vergleich mit den Magnetkopfelementen
20 und 30 gleichen oder nahezu gleichen Härte und Wärmeausdehnung die Spalte zwischen den beiden Magnetkopfelementen 20
und 30 und den vorragenden Endteilen der Abschirmplattengruppe in Berührung mit dem Magnetband ausfüllt und so eine glatte Kreisbogenfläche
zum Kontakt mit dem Magnetband schafft, wird der Lauf des ■ Magnetbandes geglättet und stabilisiert.
In den Fig. 3 und 4, die ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulichen, weisen die symmetrisch zur Abschirmplatte
18 angeordneten Abschirmplatten 25 und 35 zusätzlich zu den im ersten Ausführungsbeispiel vorhandenen Teilen 27, 28, 37 und 38
Teile 29 bzw. 39 auf, die parallel und nahe der linken Seite 13 bzw. der rechten Seite 14 des Kopfgehäuses 10 unter rechten Winkeln zu
den Teilen 27, 28, 37 und 38 angeordnet sind und so die Magnetkopfelemente 20 und 30 unabhängig voneinander auch von der vierten
Seite aus innerhalb des Kopfgehäuses unter weiterer Verringerung eines
magnetischen Nebenschlusses abdecken.
Obwohl die erläuterten Ausführungsbeispiele jeweils zwei Kopfteile
in jedem Magnetkopf element vorsehen, läßt sich die Erfindung mit gleichem Effekt auf irgendeine andere Zahl von Kopfteilen je nach
der Zahl der Spuren des verwendeten Magnetbandes anwenden.
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Claims (3)
- Patentansprüche/Magnetkopf zur Aufnahme auf und Wiedergabe von einem Magnatband mit einem Kopf gehäuse, dadurch gekennzeichnet, daß er ein Paar von nahe zueinander im Kopfgehäuse (10) in Laufrichtung des Magnetbandes ausgerichteten Magnetkopf elementen (20, 30) und ein Paar von Abschirmplatten (25, 35) aufweist, deren jede wenigstens einen ersten Plattenteil (26, 36) senkrecht zur Bandlaufrichtung zwischen den Kopf elementen (20, 30) und einen zweiten sowie einen dritten Plattenteil (27, 28; 37, 38) parallel zur Bandlaufrichtung und ausgehend vom oberen bzw. vom unteren Ende des ersten Plattenteils (26, 36), von der Magnetbandoberfläche gesehen, aufweist und je eines der Kopfelemente (20, 30) wenigstens in drei Richtungen einfaßt.
- 2. Magnetkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Abschirm platten (25, 35) zusätzlich einen vierten Plattenteil (29, 39) aufweist, der sich senkrecht zur Bandlaufrichtung vom freien Ende des zweiten Plattenteils (27, 37) so zum freien Ende des dritten Plattenteils (28, 38) erstreckt, daß jedes Kopfelement (20, 30) in vier Richtungen eingefaßt ist.
- 3. Magnetkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Plattenteile (26, 36) der Abschirmplatten (25, 35) je einen Endteil (26a, 36a) nahe der Oberfläche des· Magnetbandes auf-09821/0754weisen, welche Endteile sich zur Oberfläche des Magnetbandes hin weiter als die Kopf spalten (21a, 22a, 31a, 32a) der Magnetkopfelemente (20, 30) erstrecken, und daß ein nichtmagnetisches Material (40) mit der gleichen oder im wesentlichen gleichen Härte und Värmeausdehnung wie denen der Magnetkopfeiemente (20, 30) den Raum zwischen den Endteilen (26a, 36a) und den Magnetkopfelementen (20, 30) unter Bildung einer glatten Kreisbogenfläche zum Kontakt mit dem Magnetband ausfüllt.409821/0754L e e r s e 5
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