DE2351775A1 - Verfahren zum einsetzen von pflanzen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Verfahren zum einsetzen von pflanzen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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Description
Verfahren zum Einsetzen von Pflanzen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Zum Einsetzen von Pflanzen verwendet man üblicherweise eine in seiner Arbeitstiefe verstellbare
Furchenschar, welche eine Rille in den Boden zieht. Eine mitfahrende Person entnimmt die Pflanzen bereitstehenden
Kisten und hält die Einzelpflanze solange in die Furche bis schräglaufende Andruckrollen den
Wurzelstock festdrücken. Ferner ist es bekannt, die Einzelpflanze der von der Schar gezogene Rinne automatisch
zuzuführen . Dieses bekannte Verfahren ist jedoch mit Erfolg nur im gut gerodeten und relativ flachen
Gelände anwendbar, in welchem durch die Schar geradlinige Rinnen von größerer Länge gezogen werden können.
Ferner ist etwa aus der deutschen Patentschrift
No. 491 638 ein Verfahren bekannt geworden, bei welchem das Eindringwerkzeüg unter Mitnahme der einzusetzenden
Pflanze in den Baden und zwar senkrecht zi;r. Erdoberfläche'eingeführt,
bei einer vorgegebenen Lage der Pflanzenwurzel unterhalb der Erdoberfläche die Pflanze vom
Eindringwerkzeug getrennt und das Eindringwerkzeug so- , dann wiederum senkrecht zur Erdoberfläche herausgeführt
wird» . -
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Bei diesem bekannten Verfahren wird durch das die Pflanzenwurzel aufnehmende»Eindringwerkzeug ein" Loch
im Erdboden geformt und die Pflanzenwurzel in das geformte Loch eingesetzt. Dieses bekannte Verfahren eignet
sich jedoch nicht zum Setzen von Pflanzen mit flachen Wurzeini wie etwa Fichten/-und ermöglicht auch
nicht ein Setzen von Pflanzen im harten und durchwachssenen Boden. Bei diesem bekannten Verfahren muß ferner die durch
das Eindringwerkzeug geschaffene und die Pflanzenwurzel • aufnehmende öffnung durch eine eigene Schließvorrichtung
geschlossen werden. In mit Bäumen und Strünken teilweise durchwachsenem Gelände ist es üblich, Einzellöcher
an vorher ausgewählten Stellen zu bohren und die Pflanzen einzeln mit der Hand einzusetzen.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, ein Verfahren anzugeben, welches die Nachteile bekannter Verfahren
beseitigt und durch welches auch im schwierigem und teilweise mit Bäumen und Strünken durchwachsenem Geländejeine
automatische Einsetzung von Pflanzen ermöglicht wird. Dies wird nun ausgehend von einem Verfahren zum Einsetzen von Pflanzen, insbesondere von Bäumen, wobei
ein Eindringwerkzeug unter Mitnahme der einzusetzenden Pflanze in den Boden eingeführt wird, bei einer vorgegebenen
Lage der Pflanzenwurzel unterhalb der Erdoberfläche diejpf lanze vom Eindringwerkzeug getrennt
und das Eindringwerkzeug sodann wieder aus dem Boden herausgeführt wird erfindungsgemäß dadurch erreicht,
daß das Eindringwerkzeug mit der Pflanzenwurzel,im schrägen Winkel in den Boden eingeführt und unterhalb
der Erdoberfläche in jene vorgesehene Lage bewegt wird,
in welcher die Pflanze vom Eindringwerkzeug getrennt wird. Vorzugsweise wird das Eindringwerkzeug in einer
bogenförmigen vorzugsweise kreisförmigen Bewegung in den Boden ein und widerum herausgeführt. Die Erfindung
betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, welche darin besteht, daß das Eindringwerkzeug
an der Rückseite eine die einzusetzende Pflanze
aufnehmende Klemmvorrichtung aufweist, welche b©i
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Erreichender vorgegebenen Lage im Boden lösbar ist. Die Klemmvorrichtung ist vorzugsweise bei Erreichen
der tiefsten Lage des Eindringwerkzeuges im Erdboden
lösbar. Eine bevorzugte Äusführungsform der Vorrichtung ·.
besteht darin/ daß das Eindringwerkzeug als ein an der Basis offener Hohlkegei ausgeführt ist/ welcher im
Bereich des Scheitels eine schneidkante aufweist/ und der Hohlkegel an der Basis, des Hohlkegels vorzugsweise
einen Mantelschlitz zur Aufnahme des Stammes der einzusetzenden Pflanze aufweist.
Die Erfindung wird nun näher unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Einsetzen von Pflanzen und Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Linie 2-2 in Fig. 1 in
vergrößertem Maßstab, Fig. 3a eine Seitenansicht einer zweiten Äusführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
Fig. 3b-3d die Vorrichtung nach Fig. 3a in verschiedenen
Arbeitsstellungen des Eindringwerkzeuges, Fig. 4a eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
und Fig. 4b die Vorrichtung nach Fig1. 4a mit abgesenktem
Eindringwerkzeug.
In Fig. 1 ist mit 1 eine Plattform bezeichnet,
welche am Rahmen eines Schleppfahrzeuges 2 befestigt ist. Auf der Plattform 1 befindet sich ein<
Getriebekasten 3 mit einem Zapfen 4, an welchem ein Fortsatz 5
eines Eindringwerkzeuges 6 drehbar befestigt ist. Das
Eindringwerkzeug 6 besitzt eine stirnseitige Schneidkante
17 und einen Hohlkegei 7, weicher die einzusetzende Pflanze 8 aufnimmt. Der Hohlkegel 7 besitzt an
der Basis einen Mantelschlitz 10, welcher den Stamm der
einzusetzenden Pflanze 8 aufnimmt* Zu beiden Seiten des Schlitzes 10 sind Lappen bzw* Greifer 11, 12, vorgesehen,
wobei der Lappen 11 fest mit dem Kegelmantel verbunden ist. DerlLappen 12 ist gegen den Stamm der Pflanze 8
klappbar und befindet sich an einem Ende eines Gestänges 14, 14' welches am anderen Ende einen.Tasthebel 15
aufweist. Der Getriebekasten 3 ist über eine Verbindungswelle 16 mit dem Antrieb des Traktors.2 verbunden.
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Die Arbeitsweise der in der Zeichnung gezeigten Vorrichtung ist wie folgt: Befindet sich das Eindringwerkzeug 6
außerhalb des Erdbodens, etwa in der strichliert eingezeichneten Lage, wird eine Pflanze 8 nach wegklappen des
Lappens 12 von der Basis her in den Hohlkegel 7 eingebracht ' und der Stamm der Pflanze 8 zwischen den beiden Lappen
und 12 eingeklemmt. Sodann wird da's Eindringwerkzeug 6 zusammen
mit der Pflanze 8 über das Getriebe 3, den Zapfen
und den Fortsatz 5 in Drehung versetzt und im schrägen Winkel in den Boden eingeführt. Nach Erreichen einer vorgegebenen
Lage, etwa in welcher der Stamm der Pflanze 8 annähernd senkrecht zur Bodenoberfläche steht/ wird der
Lappen 12 weggeklappt, sodaß die Pflanze auf Grund Ihren Stamm teilweise umgebene:* Erde in dieser Lage festgehalten und
das Eindringwerkzeug 6 mit dem leeren Hohlkegel 7 wiederum aus dem Boden herausgeführt wird. Der Tasthebel 15 gleitet
längs des als Führung dienenden Kurvenstückes 18, welches
am Getriebekasten 3 befestigt ist. Erreicht der Tasthebel die untere Lage des Kurvenstückes 18 wird dieser freigegeben
und der Feder belastete Lappen 12 wird nach außen gedrückt. Die Klemmvorrichtung kann auch auf eine andere Weise
etwa elektromagnetisch betätigt werden. Nach dem Setzen der Pflanze ist es zweckmäßig das umgebene Erdreich durch Andruckrollen
oder Vibratoren zu verdichten. Es können auch mehrere Eindringwerkzeuge 6 mit Klemmvorrichtungen im Abstand
am Zapfen 4 angeordnet werden und die einzusetzenden Pflanzen automatisch bzw. den Klemmvorrichtung(en) zugeführt
werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Setzen von
Pflanzen kann bei stillstehender Plattform 1 als auch während der Bewegung durch eine Zugmaschine betrieben werden, so
daß eine Anpassung an das jeweilige Gelände leicht möglich ist. Der Antrieb des Eindringwerkzeuges 6 erfolgt vorzugsweise
intermittierend. So kann- nach jeder vollen Umdrehung des
Werkzeuges 6 eine kurze Pause vorgesehen werden, um die Pflanzen in den Hohlkegel einzusetzen. Ferner können die einzusetzenden
Pflanzen automatisch und kontiunierrlich dem Eindringwerkzeug
zugeführt werden. '
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Beim Ausführungsbeispiel- nach Fig. 3ä wird das Ein-.dringwerkzeug
pneumatisch in den Boden eingeführt. Die Vorrichtung nach Fig. 3a besitzt eine Plattform 21 mit'
einem Rahmen 22, an welchem an zwei Punkten^ 14 je ein
pneumatischer Zylinder 27, 28 angelenkt 1st«, Das Eindringwerkzeug
26 besitzt einen Fortsatz 25 mit zwei Gelenkpunkten 29, 30. Der Gelenkpunkt 29 ist mit dem KoI-,
•ben des Zylinders 2 8 und der Gelenkpunkt 30 mit einem
Hebelende 32 eines T-förmigen Hebels 31 drehbar verbunden. Der T-förmige. Hebel 31 ist mit seinen beiden
anderen Hebelenden 33, 34 am Punkt 24 des Rahmens 22 bzw. am Kolben des Zylinders 27 drehbar befestigt. An
der Plattform 21 sind zwei Andrückrollen 35 drehbar befestigt, von denen in den Fig. 3a-3d nur eines gezeigt ist. Die in den Fig. 3c-3d gezeigte Vorrichtung
wird von einem nicht gezeigten Schleppfahrzeug in Riehtun
des Pfeiles A gezogen. Der den Stamm 39 der Pflanze 40
haltende Greifer 36 wird durch Verdrehung des Hebels 37 geöffnet.
Das Setzen der Pflanze geht wie folgt vor sich?
Aus der in Fig. 3a gezeigten Stellung wird durch den Kolben des Zylinders 27 ausgefahren und dadurch das Ein*
dringwerkzeug in die in Fig. 3b ersichtliche Lage gebracht. Darauf wird der Kolben des Zylinders 28 ausgefahren
und das Eindringwerkzeug 26 bewegt sich mit der Pflanzenwurzel in den Boden (Fig. 3c). In dieser
Lage wird der Hebel 37 durch einen Anschlag 38 verdreht
und dadurch der Greifer 36 geöffnet, wodurch die Pflanze 40 vom Greifer 36 frei gegeben wird. -Anschließend wird
der Kolben des Zylinders 27 angehoben und dadurch das Eindringwerkzeug 26 aus dem Boden herausgeführt. Darauf -wird'
das an der Einsetzstelle gelockerte Erdreich durch
die Anpreßrollen 35 zusammengedrückt.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4a und 4b ist das Eindringwerkzeug 46 auf. einer Plattform/41
in einer Führung 42 vertikal in Richtung der Pfeile B
auf und ab bewegbar. Der Antrieb des Eindringwerkzeuges in Richtung der Pfeile B kann etwa durch eine Zahnstangenantrieb
oder pneumatisch erfolgen. Bei der Vorrichtung nach Fig.4a und 4b erfolgt das Setzen der
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Pflanze während der Bewegung der Vorrichtung in Richtung
des Pfeiles A, wobei das Exndringwerkzeug 46 in den Boden eingeführt t der Greifer 43geöffnet und sodann
das Eindringwerkzeug 46 wieder aus dem Boden herausgeführt wird. Durch die- resultierende Bewegung
der Vorrichtung in Richtung des Pfeiles A und"des Eindringwerkzeuges
in Richtung der Pfeile B wird gleichfalls ein schräges Einführen der Pflanzenwurzel in
das Erdreich erreicht.
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Claims (12)
- Patentansprüche:IΛ · Verfahren zum Einsetzen von Pflanzen, insbesondereη Bäumen/ wobei ein Eindringwerkzeug unter Mitnahme der einzusetzenden Pflanze in den Boden eingeführt wird/ bei einer" vorgegebenen Lage der Pflanzenwurzel unterhalb der Erdoberfläche die Pflanze vom Eindringwerkzeüg getrennt und das Eindringwerkzeug sodann wieder aus den Boden herausgeführt wird/ dadurch gekennzeichnet, daß das Eindringwerkzeug mit der Pflanzenwurzel im schrägem ' Winkel in den Boden eingeführt und unterhalb der Erdoberfläche in jene vorgegebenen Lage bewegt wird, in welcher die Pflanze vom Eindringwerkzeug getrennt wird.
- 2. -Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Eindringwerkzeug in einer bogenförmigen vorzugsweise kreisförmigen Bewegung in den Boden ein und wiederum herausgeführt wird.
- 3. Vorrichtung zur'Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet/ daß das Eindringwerkzeug (6) an der Rückseite eine die einzusetzende Pflanze aufnehmende Klemmvorrichtung(11,12) aufweist/ welche bei Erreichen der vorgegebenen Lage im Boden lösbar ist. .■"■-,
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurchgekennzeichnet/ daß die Klemmvorrichtung (11/12) bei Erreichen der tiefsten Lage des Eindringwerkzeuges im Erdboden lösbar ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder A, dadurch gekennzeichnet/ daß das Eindringwerkzeug einen länglichen Fortsatz (5) besitzt/ welcher zwecks Führung des Eindring— Werkzeuges (6) längs einer kreisförmigen Bahn mit einer angetriebenen Welle (4) verbunden ist..
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet/ daß.das Eindringwerkzeug (26) einen länglichen Fortsatz (25) besitzt/ an welchem zwecks Führung des Eindringwerkzeuges (26) in einer kreisförmigen Bahn pneumatische Druckzylinder (27,28) mit ihren Kolben angelenkt sind (Fig. 4a-4d).£09819/0725
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet/ daß das Eindringwerkzeug . (46) bei annähernd ■horizontaler Fortbewegung der Vorrichtung in vertikaler Richtung in den Boden einführbar ist.
- 8. . Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, da- ' durch gekennzeichnet, daß das Eindringwerkzeug (6) als ein an der Basis offener Hohlkegel (7) ausgeführt ist, welcher im Bereich des· Scheitels eine Schneidkante (17) aufweist und der Hohlkegel an der Basis des Hohlkegels, vorzugsweise einen Mantelschlitz (10) zur Aufnahme des Stammes der einzusetzenden Pflanze (8) aufweist.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß längs des Mantelschlitzes(10) des Hohlkegels (7) den Stamm der Pflanze klemmende Greif&X oder Lappen (11,12) als Klemmvorrichtung vorgesehen sind. in> Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet daß mindestens ein Lappen bzw.
- Greifer (11) mit dem Mantel, des Hohlkegels (.7) fest verbunden ist und der andere Lappen oder Greifer (12) gegen den ersten Lappen drückbar ist.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 10", dadureh gekennzeichnet, daß der andere Lappen (12) an einem Ende einer Stange (14,14·) sitzt, wogegen das andere Ende (15) der Stange bei Bewegung des Eindringwerkzeuges längs einer Führungsfläche (18) gleitbar .ist.
- 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Eindringwerkzeuges intermittierend erfolgt und diesem die ein zusetzenden Pflanzen vorzugsweise automatisch zuführbar sind. . " ■-40-98 19/07-2 SLeerseite
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