DE2351117A1 - Photoreaktionsfaehige massen und ihre verwendung - Google Patents
Photoreaktionsfaehige massen und ihre verwendungInfo
- Publication number
- DE2351117A1 DE2351117A1 DE19732351117 DE2351117A DE2351117A1 DE 2351117 A1 DE2351117 A1 DE 2351117A1 DE 19732351117 DE19732351117 DE 19732351117 DE 2351117 A DE2351117 A DE 2351117A DE 2351117 A1 DE2351117 A1 DE 2351117A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- radical
- aromatic
- glyoxy
- alkoxy
- compound
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- G03F7/00—Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
- G03F7/004—Photosensitive materials
- G03F7/038—Macromolecular compounds which are rendered insoluble or differentially wettable
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Materials For Photolithography (AREA)
Description
DR. MÜLLER-BORE DIPL.-PHYS. DR. MANITZ ulPL.-CHEM. DR. DEUFEL
DIPL.-ING. FINSTERWALD DIPL.-ING. GRAMKOW
PATENTANWÄLTE £ >>
0 I | | /
München, den U OKT. 1973
Lo/Sv - R 1131
THE RICHARDSON" COMPANY 2400 East Devon Avenue, Des Piaines, 111.60018
USA
PHOTOREAKTIONSFSHIGE MASSEN UND IHRE VERWENDUNG
Die Erfindung betrifft ganz allgemein neue photoempfindliche Massen, welche bei einer großen Vielzahl von photochemischen
Prozessen anwendbar sind, z.B. bei Flachdruck-, Buchdruck-, Tiefdruck- und Siebdruckverfahren wie auch bei photomechanischen
Prozessen wie z.B. der Herstellung von gedruckten Schaltungen, beim chemischen Fräsen und chemischen Ätzen.
Eine wesentliche Ausführungsform der Erfindung betrifft diese neuen photoreaktionsfähigen Massen, welche insbesondere zur
Verwendung als Photopolymere, Photoinitiatoren und Photosensibilisatoren
in lichtempfindlichen Überzügen geeignet sind, die für lithographische Platten verwendet werden.
Bei der üblichen Lithographie wird ein lichtempfindlicher
Überzug auf einem Unterlageteil ganz allgemein einer gesteuerten Belichtung unterworfen und danach entwickelt, um
einen Bildbereich, der in einem besonderen Lösungsmittel
509817/1227
unlöslich ist, und einen Nichtbildbereich, der in diesem
Lösungsmittel löslich ist, herzustellen. Üblicherweise ist der Bildbereich fettaufnehmend und wasserabstoßend, während
der Nichtbildbereich wasseraufnehmend und fettabstoßend ist.
Daher haften Farben auf ölbasis lediglich an dem Bildbereich, von welchem sie auf eine Oberfläche in einem geeigneten Druckvorgang,
wie z.B. durch einen Offsetdruck, übertragen werden können.
Die ersten lithographischen Platten besaßen üblicherweise lichtempfindliche Oberflächenüberzüge, welche im allgemeinen
mit Bichromat behandelte Kolloide wie mit Bichromat behandeltes Albumin enthielten, die/das bei der Aussetzung gegenüber
Licht eine Sol-Gel-Umwandlung erfuhren. Da diese mit Bichromat
behandelten Kolloide gegenüber Feuchtigkeit empfindlich waren, wurden sie rasch zerstört, wenn sie den Bedingungen
einer Atmosphäre ausgesetzt wurden, und ihre Verwendung war daher im allgemeinen auf die sogenannten selbstgegossenen
Platten beschränkt, d.h. Systeme, in welchen der lichtempfindliche, mit Bichromat behandelten Überzug auf die Platte oder
den Unterlageteil unmittelbar vor seiner Belichtung aufgebracht wurde.
Später wurden lichtempfindliche Diazoverbindungen als lichtempfindliche
Beschichtung in vorsensibilisierten, lithographischen Platten verwendet, d.h. Platten, welche die lichtempfindliche
Diazobeschichtung bereits vor der tatsächlichen Verwendung hierauf aufgeschichtet besaßen. Obwohl diazosensibilisierte
Platten derzeit in großem Umfang handelsüblich sind, besitzen sie bestimmte Nachteile, welche z.B.
nur eine begrenzte Lagerdauer und die Notwendigkeit einer Barriereschicht zwischen der Diazobeschichtung und dem Träger
. Darüberhinaus besitzen die Diazoschichten Handhabungsprobleme wegen ihrer Empfindlichkeit gegenüber Wärme, Feuchtigkeit
und Glühlampenlicht.
609817/1227
In neuerer Zeit richteten sich die Anstrergingen zur Überwindung
der Nachteile der oben erwähnten, bekannten Massen auf .die Verwendung von Photopolymerbeschichtungen, welche auf
einen geeigneten Träger lange vor der tatsächlichen Verwendung
aufgebracht werden können, und die bei der Belichtung durch Polymerisation oder Vernetzung unlöslich werden. Diese
Photopolymerbeschichtungen sind aus verschiedenen Materialien
zusammengesetzt, z.B. den Zimtesterharzen von Polyvinylalkohol
und Cellulose wie auch denjenigen auf&rundlage von Epoxyharzen.
Gleicherweise wurden im Stand der Technik bereits Acrylbeschichtungen
und Polyamidbeschichtungen oder andere Arten von photopolymerisierbaren Beschichtungen beschrieben. Diese bekannten
Photopolymerbeschichtungen erfordern jedoch oft die Zugabe von Photosensibilisatoren und Photoinitiatoren. Solche bekannten
Photopolymerbeschichtungen wiesen ferner bei der Verwendung in lithographischen Platten relativ schwierige Herstellungsprobleme auf, und sie erforderten Entwicklungsarbeitsweisen,
welche komplizierter als erwünscht sind.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine neue Klasse von photoempfindlichen
Massen zu schaffen, welche sich durch verbesserte Photoreaktionseigenschaften auszeichnen, wodurch sie bei einer
großen Vielzahl von photochemischen und photomechanischen Prozessen
angewandt werden können.
So soll diese neue und vorteilhafte Klasse von photoreaktionsfähigen
Massen bei praktisch allen Druckverfahren einschließlich Flachdrück-, Hochdruck-, Tiefdruck- und Siebdruckverfahren
vorteilhaft anzuwenden sein.
Ferner sollen die photoreaktionsfähigen Massen sowohl alleine als auch gegebenenfalls in Verbindung mit einer großen Vielzahl
von Harzen bzw. Kunststoffen, und zwar sowohl gesättigten als auch ungesättigten unter Bildung von verbesserten photoreaktionsfähigen
Schichten eingesetzt werden können.
509817/1227
Weiterhin soll eine Klasse von photoreaktionsfähigen, polymeren
Massen geschaffen werden, welche in vorteilhafter Weise
zur Verwendung als Photoinitiatoren, Photosensibilisatoren oder Photopolymere geeignet sind, welche sich durch eine lange
Lagerdauer auszeichnen, wodurch sie besonders zur Verwendung in vorsensibilisierten lithographischen Platten geeignet sind.
Solche photoreaktionsfähigen Massen, welche für sich alleine oder in Verbindung mit einer großen Vielzahl von Harzen verwendet
werden können, sollen photoreaktionsfähige Beschichtungen liefern, welche mit Wasser oder Lösungsmitteln oder Desensibilisatoren
auf Alkohol-Grundlage entwickelbar sind.
Eine Klasse von solchen verbesserten, photoreaktionsfähigen Massen soll nach der gesteuerten Belichtung mittels aktinischem
Licht zur Bildung von unlöslichen Bildflächen bzw. -bereichen in der Lage sein, welche auf Unterlagen in lithographischen
Platten lange Gebrauchsdauer aufweisen.
Weiterhin soll diese Klasse von verbesserten, photoreaktionsfähigen
Massen in Färb- und Beschichtungsansätzen verwendet
werden können, um solche Färb- und Beschichtungsansätze durch Licht aushärtbar zu machen.
Die erfindungsgemäße Aufgabe und weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich noch näher aus der folgenden Beschreibung.
Bei einer wichtigen Ausführungsform der Erfindung sind die
hierdurch gelieferten, neuen Verbindungen in einem geeigneten Lösungsmittel, üblicherweise einem wässrigen Lösungsmittel
oder einem organischen Lösungsmittel wie Aceton oder Methyläthylketon löslich. Die erfindungsgemäßen Verbindungen
reagieren bei der Belichtung mit aktinischem Licht und werden unlöslich. Als solche sind die erfindungsgemäßen Verbindungen
6098 17/1227
insbesondere zur Verwendung in Photoreaktionsprozessen einschließlich
sowohl photochemischen als auch photomechanischen Prozessen anwendbar, und sie werden vorteilhafterweise entweder
alleine oder in Verbindung mit anderen Materialien in photoreaktionsfähigen Beschichtungen eingesetzt, die auf
lithographischen Platten verwendet werden.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch neue, lichtempfindliche Massen gelöst, welche sich ganz allgemein dadurch auszeichnen,
daß sie multi-funktionelle, alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituierte
Verbindungen sind, welche wenigstens zwei Alkoxyaromatisch-glyoxy-Substituenten
pro Molekül aufweisen, wobei die Substituenten folgende allgemeine Formel besitzen:
0 0
ti Il
-/"0(R)0 7,, - 0 - Ar - G - 0 - OM
worin R ein Wasserstoffatom, ein Arylrest, ein Alkylrest, ein Halogenatom oder ein Aralkylrest mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen
ist, η eine ganze Zahl von 1 bis 18 ist, Ar ein aromatischer Substituent ist, und M Wasserstoff, Alkalimetall,
Ammonium oder substituiertes Ammonium bedeutet.
In der oben angegebenen Formel leitet sich der bei der Definition des Restes R angegebene Arylsubstituent von einem aromatischen
Kohlenwasserstoff durch Entfernung eines Wasserstoffatoms
ab und schließt beispielsweise eini Phenyl, Tolyl, usw..
Der in der Definition des Restes R angegebene Alkylsubstituent besitzt bis zu 10 Kohlenstoffatome. In der bevorzugten Ausführungsform
ist R Wasserstoff, Die bevorzugten Alkalimetalle im Rest M sind Natrium, Kalium und Mthium. Die substituierten
Ammoniumsubstituenten, welche durch die Definition des Restes M
umfaßt werden, sind vorteilhafterweise solche, welche eine in Wasser lösliche Verbindung liefern und schließen z.B. ein:
-SO-9 81 7/-1 22 7
Triäthylamin, Ä'thylamin, Anilin, substituiertes Anilin
(z.B. Chloranilin, Cyananilin und Methoxyanilin), Pyridin, substituiertes Pyridin (z.B. Picolin und 2,6-Lutidin),
Alkanolamine wie Mono-, Di- und Trialkanolamine, worin der Alkanolrest Äthanol oder Isopropanol ist, Alkylamine wie
Mono-, Di- und Trialkylamine, worin der Alkylrest Äthyl oder
Propyl ist, Morpholin und cycloaliphatische Amine wie Cyelohexylamin.
er
Der Rest "Ar", wie/in der Beschreibung mit Bezug auf den Alkoxy-aromatisch-glyoxy-Substituenten verwendet wird, soll alle Strukturen einschließen, die aromatische Eigenschaften aufweisen, einschließlich Kohlenstoffringstrukturen wie z.B. Phenyl, Diphenyl usw.; anellierte Ringstrukturen wie z.B. Derivate von Naphthalin, Anthracen, Phenanthren usw., sowie heterocyclische Strukturen wie z.B. Derivate von Pyridin, Furan, Thiophen, Pyrrol, Chinolin, Indol usw.. In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Ar-Rest jedoch Phenyl.
Der Rest "Ar", wie/in der Beschreibung mit Bezug auf den Alkoxy-aromatisch-glyoxy-Substituenten verwendet wird, soll alle Strukturen einschließen, die aromatische Eigenschaften aufweisen, einschließlich Kohlenstoffringstrukturen wie z.B. Phenyl, Diphenyl usw.; anellierte Ringstrukturen wie z.B. Derivate von Naphthalin, Anthracen, Phenanthren usw., sowie heterocyclische Strukturen wie z.B. Derivate von Pyridin, Furan, Thiophen, Pyrrol, Chinolin, Indol usw.. In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Ar-Rest jedoch Phenyl.
Die alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituierten Verbindungen
der Erfindung umfassen eine Rückgrat- bzw. Gerüststruktur, deren chemischer Aufbau nicht kritisch ist mit der Ausnahme r
daß er in der Lage sein muß, wenigstens zwei Alkoxy-aromatischglyoxy-Substituenten
unter Bindung miteinander zu vereinigen. Als solche können diese Gerüststrukturen organische, metallorganische
oder anorganische Stoffe sein^ und sie können in monomerer, oligomerer oder polymerer Form vorliegen, wobei
die organischen, oligomeren und polymeren Gerüststrukturen bevorzugt sind. Hierzu sei darauf hingewiesen, daß der in der
Beschreibung verwendete Ausdruck "polymer" sowohl Homopolymere als auch öopolymere, welche sich durch zwei oder mehr voneinander
verschiedene, monomere Einheiten auszeichnen, einschließt, und daß diese durch Polymerisation, Kondensation oder Addition
hergestellt sein können. Solche Copolymere können in gepfropfter
509817/1227
Form, in statistischer Form oder in alternierender Form
vorliegen. Beispiele von geeigneten Gerüsten schließen ein: aliphatische Gruppen wie Methylen, Äthylen und Propylen,
aromatische Gruppen wie Phenylen, Biphenylen, Naphthalin und Anthracen, substituierte aromatische Gruppen wie Tolylen,
Äthylphenylen, Aminophenylen, Alkoxyphenylene (z.B. Methoxyphenylen),
Gyanophenylen, Hydroxyphenylen, Halogenphenylene
(z.B. Ohlorphenylen), Ithylnaphthalin, Oarboxyphenylen, difunktionelle
Derivate der Phthalate und substituierten Phthalate wie die Hydroxyalkylphthalatverbindungen (zoB.
Hydroxyäthylphthalat) und Acyloxyphenylene (z.B« Acetoxyphenylen),
cyclische Kohlenwasserstoffe wie difunktionelle Derivate von öyclopentan und Cyclohexan, heterocyclische
Reste wie difunktionelle Derivate von Thiophen und Pyrrol,
metallorganische Reste wie difunktionelle Derivate der Metallocene wie Perrocen und Ouprocen, polymere Stoffe wie
Polyalkylene (z.B. Polyäthylen, Polypropylen und Polybutylen), Polyester wie Polyäthylenterephthalat und Polyäthylenadipat,
Polyurethane wie Toluoldiisocyanatpolyolurethane, Polyamide wie Polyhexamethylenadipinamid, Copolymerisate wie Vinylidenchlorid/Vinylchloridcopolymerisate,
Polysiloxane, Polyalkylenoxide (z.B. Polyäthylenoxid, Polypropylenoxid9
Polybutylenoxid, Polytetramethylenäther und Polyepichlorhydrin),
Polyalkylenimine vjie Polyäthylenimin und Polypropylenimin,
substituierte Polyalkylene wie Polyvinylpyrrolidon und phenolische Derivate wie Novolak, Resol und Polyphenylenoxid.
Wie bereits beschrieben können die photoreaktionsfähigen Massen gemäß der Erfindung alleine oder in Verbindung mit
anderen Materialien verwendet werden, um photoreaktionsfähige Massen zu liefern, welche bei einer großen Vielzahl '
von photomechanischen und photochemischen Prozessen geeignet sind. Beispielsweise weisen diese neuen Massen eine vorteilhafte
Verwendungsmöglichkeit als Photoinitiatoren sowohl mit
gesättigten als auch ungesättigten Harzen auf, einschließlich
609817/1227
Harzen, welche selbst nicht photoempfindlich sind. Insbesondere
wurden dauerhafte, unlösliche Photoreaktionsprodukte durch die gemeinsame Verwendung der photoreaktionsfähigen
Massen gemäß der Erfindung als Photosensibilisatoren mit einer großen Yielzail von Harzen erhalten,
einschließlich: den Acrylpolymerisaten und Acrylesterharzen
wie Polymethylmethacrylat, Polyäthylmethacryiat
und Copolymerisaten von Methyl- und Butylmethacrylat (z.B. dem unter der Warenbezeichnung "Elvacite" bekannten
Produkt), Polyurethanharze wie solche, welche durch Reaktion von Diisocyanaten wie z.B. Toluoldiisocyanat mit
niedermolekularen Polyestern oder niedermolekularen PoIyäthylenglykolen
gebildet wurden (z.B. die unter der Warenbezeichnung "Estan" bekannten Polyurethanharze), blockierte
Urethanharze wie z.B. die durch Bhenoljblockierten Polyurethanharze
(z.B. die unter der Warenbezeichnung "Tranco JA"
bekannten, blockierten Urethanharze), Alkylcellulosen wie Äthylcellulose (z.B. die unter der Warenbezeichnung "Hercules
K-Typ" bekannte !thylcellulose) t Epoxyharze (a.B. das unter
der Warenbezeichnung "Epon 1004·" bekannte Produkt^ welches
das aus Bisphenol A und Epichlorhydrin gebildete Kondensatmsprodukt
ist), Phenoxyharze (z.B. das unter der Warenbezeichnung "Bakelite PKHH" bekannte Phenoxyharz), Vinylaoetat/Yinylchloridcopolymerisate
(zaB„ das unter der Warenbezeichnung
"Bakelite YIHH" bekannte Produkt, ein Copolymer isatharζ mit mittlerem Molekulargewicht aus 86 %
Vinylchlorid und 14 % Viigüaeetat), viny!modifiziertes Polyäthylen
icLe Üthylen/Vinylacetatcopolymerisat mit 2 bis 5® %
Vinylacetat (Warenbezeiehnung!!Ultrathene% Ithylen/Vinylacetateopolymerisat),
teilweise (5 bis 80 %) hydrolysiertes
Yinylacetatharz (z»B. das unter der Warenbezeichnung bekannte
"Bakelite" MA 28-18, 18 $ hydrolysiertes Yinylacetat)j
Phenolharze (z»B. das unter der Warenbezeichnung "Plenco 1000" bekannte Novolakharz), Acrylamid- und modifizierte
Acrylamidpolymere wie DiacetonacrylamidhomopQlj=·
60-9817/1227
merisat, N-Methylolacrylamid, N-Alkoxymethylacrylamid
und insbesondere partiell hydrolysiertes Acrylamid, wasserlösliche Cellulosederivate wie die alkoxylierten
Cellulosen und Hydroxypropylcellulose (z.B. die unter der Warenbezeichnung "Klucel" bekannte Hydroxypropylcellulose)
und wasserlösliche PoIyätherharze wie die
Polyalkylenoxide (z.B. das unter der Warenbezeichnung "Polyox WSRN-80" bekannte Polyäthylenoxid).
Die Menge an alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituierten Verbindungen gemäß der Erfindung, welche in einer vorgegebenen,
photoreaktionsfähigen Masse verwendet werden, variiert in einem breiten Bereich in Abhängigkeit von der
beabsichtigten Funktion der Verbindung in der Masse. Aus diesem Grunde wird die Konzentration dieser Bestandteile
in einer vorgegebenen, photoreaktionsfähigen Masse am besten als "wirksame Menge" beschrieben, und sie reicht
von 0,01 °/o bis 100 %y bezogen auf das Gesamtgewicht an
reaktionsfähigem Material in der Masse. Wenn z.B. diese alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituierten Verbindungen als
Photoinitiatoren in einer bestimmten Beschichtungsmasse, welche polymerisierfähige Monomere z.B. Acryl- oder Vinylmonomere
einschließt, verwendet werden, reichen die Mengen dieser Verbindungen im allgemeinen von annähernd 0,01 Gew.-°/o
bis 10 Gew.-^, bezogen auf das Gesamtgewicht an reaktionsfähigem
Material in der Masse. Wenn sie jedoch als Photomit
polymerisat/entweder gesättigten oder ungesättigten, anderen
Harzen verwendet werden, können die Mengen an alkoxyaromatisch-glyoxy-substituierten
Verbindungen gemäß der Erfindung in niedrigen Mengen von nur 5 Gew.-% verwendet
werden, und sie liefern dennoch eine zufriedenstellende, photoreaktionsfähige Beschichtung, welche bei der Belichtung
-mit aktinischer Strahlung eine unlösliche Form bildet.
Dementsprechend können die neuen Verbindungen gemäß der Erfindung für sich alleine angewendet werden, d.h. ohne irgendein
anderes thermoplastisches Harz, um eine photoreaktions-
509817/1227
fähige Beschichtungsmasse zu bilden, welche in vorteilhafter
Weise bei praktisch allen photochemischen und photomechanischen Prozessen verwendet werden kann, einschließlich
insbesondere der Herstellung von vorsensibilisierten, lithographischen Platten.
Bei diesen Ausführungsformen der Erfindung, in denen die Alkoxy-aromatisch-glyoxy-Gruppen als anhängende Reste oder
Teile einer Polymerkette vorliegen, kann das Ausmaß der Substitution dieser Glyoxy-Substituenten am besten als
eine Menge beschrieben werden, die ausreicht, um das Polymerisat mit der Fähigkeit zu versehen, eine unlösliche Form
bei der Belichtung auszubilden. Da die Säureform dieser Verbindungen bei Anwendungen bevorzugt wird, in welchen diese
Verbindungen als Lösung auf eine Unterige oder einen Träger aufgebracht werden, ist das minimale Ausmaß der Substitution,
das bei solchen Ausführungsformen bevorzugt wird, die Menge, welche eine in dem in einer solchen Lösung verwendeten Lösungsmittel
lösliche Gesamtmasse liefert. Im Hinblick hierauf ist das bevorzugte, minimale Ausmaß der Substitution der
Säureform der Alkoxy-aromatisch-glyoxy-Substituenten an einem polymeren Gerüst bzw. Rückgrat diejenige Menge, welche eine in
einer wässrigen, alkalischen Lösung lösliche Gesamtverbindung liefert.
Gegebenenfalls können andere bekannte Photoinitiatoren in photoreaktionsfähigen Beschichtungen verwendet werden, welche
diese alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituierten Verbindungen enthalten. Beispiele solcher anderer Photoinitiatoren,
welche verwendet werden können, schließen ein: Benzoin, Benzoinmethyläther,
alpha-Methylbenzoin, alpha-Allylbenzoin, Diacetyl,
Benzophenon, Benzaldehyd und Acetophenon.
Wie bereits zuvor beschrieben, können die neuen, erfindungsgemäßen
Verbindungen auch als Sensibilisatoren wirken, d.h.
509817/1227
235111?
sie weisen die Eigenschaft der Absorption von Licht und der Überführung von Energie auf das mit ihm gleichzeitig
• vorliegende,.photoempfindliche Material auf, so daß eine
erhöhte Photoempfindlichkeit bei einer vorgegebenen, photoempfindlichen oder photoreaktionsfahigen Masse oder Zusammensetzung
geliefert wird. Hierzu können diese Photosensibilisatoren alleine oder in Verbindung mit anderen bekannten
Sensibilisatoren verwendet werden» Beispiele von zusätzlichen Sensibilisierungsmitteln, welche in Verbindung mit den erfindungsgemäßen
Verbindungen eingesetzt werden können, schließen eins Michler's Keton, Picrinsäure, 2,4,6-Irinitrobenzoesäure,
19 2-Benzanthrachinons 2,5-Diphenyl-p-chinon, 494-Ietraäthyldiaminodiphenylketon,
4,4'-Tetraäthyl-diaminodiphenylcarbinol, 4? 4-Tetramethyl-diaminobenzophenonimid, 1-Methyl-2-benzoylmethylen-beta-naphthothiazolin,
4,4-Diazodistilben-2,2'-disulfonsäure
und Auraminbase. Andere Sensibilisatoren, welche ähnliche Eigenschaften und Charakteristika aufweisen
und welche in Verbindung mit den erfindungsgemaßen Photosensibilisatoren
verwendet werden können, sind dem Fachmann auf diesem Gebiet an sich bekannte In dieser Hinsicht sei darauf
hingewiesen^ daß die photoreaktionsfahigen Beschichtungsmassen
gemäß der Erfindung keine Zugabe von anderen Sensibilisatoren, wie den oben angegebenen, erfordern, um eine
zufriedenstellende Empfindlichkeit zu zeigen.
Im allgemeinen wurde gefunden, daß bei Verwendung der photoreaktionsfähigen Materialien gemäß der Erfindung in photoempfindlichen
Beschichtungen, welche ein Monomeres wie ein
Vinyl- oder Äerylmonomeres einschließen, es vorteilhaft sein
kann j ein Antioxidans wie z.B. 2,6-Di-tert«.=butyl-p~kresol
oder ρ,ρ'-Biphenol zu verwenden.
Es itfur&e gefunden^ daß die erfindungsgemäße Masse ferner
vollständig stabil ist, falls sie unter Ausschluß von Licht aufbewahrt wird, jedoch kann es in bestimmten Fällen vorteil-
S09817/1227
haft sein, eine kleine Menge eines Polymerisationsinhibitors einzugeben, wie z.B. von Hydrochinon, die zur Aufrechterhaltung
der Stabilität der Masse ausreicht, jedoch nicht ausreicht, um die Polymerisation zu verhindern oder wesentlich zu beeinträchtigen,
wenn die Masse später aktinischem Licht ausgesetzt wird.
Bei der Herstellung von Produkten, welche mit Hilfe der erfindungsgemäßen,,
organischen Verbindungen hergestellt werden wie z.B. lithographischen Platten, wird eine Lösung von diesen
neuen alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituierten Molekülen alleine oder in Verbindung mit anderen thermoplastischen Har- zen,
Photoinitiatoren, Photosensibilisatoren und anderen wahlweisen Bestandteilen auf einen Träger als Unterlage in beliebiger
Weise wie durch Aufsprühen oder durch Wirbelbeschichtung und dergl. aufgetragen, danach duja- das Lösungsmittel entweder
durch Trocknen an der Luft oder durch Erwärmen unter Bildung eines dünnen Filmes auf dem Unterlageteil abgedampft.
Üblicherweise kann das-Unterlägeteil einen beliebigen star-
;r
sich durch eine Oberfläche auszeichnet 5 die hydrophil ist und an welcher der Film oder die Schicht der photoreaktionsfänigen Masse haftet« Glas3 Papier9 Harz j, imprägniertes oder verstärktes Papier 9 feste, harzartige Folien oder Metallplatten wie aus Aluminium, Zink9 Magnesium ■oder Kupfer, welche eine Beschichtung mit den gewünschten
Eigenschaften und Merkmalen aufweisens können als Material
für den Aufbau des Unterlageteiles bzw«, Trägers verwendet
werden, ferner kann das Unterlageteil in ΙΌrm einer Platte, Scheibe oder Folie vorliegen9 und es kann glatt oder körnig " bzw» aufgerauht sein» Im Fall® einer Unterlage aus einer
Aluminiumplatte kann deren Oberfläche ziaB« mit einem wässrigen Alkalimetallsilikat5° Kieselsäure oder einem äquivalenten Mittel behandelt werden, welches das Metall mit einer hydrophilen Oberfläche versiaht. Ebenfalls kann dia Unterlageplatte oder der Träger gegebenenfalls mit einer 1aarsai?ti=
gen Beschichtung versehen werdens welche für die Aufnafome
sich durch eine Oberfläche auszeichnet 5 die hydrophil ist und an welcher der Film oder die Schicht der photoreaktionsfänigen Masse haftet« Glas3 Papier9 Harz j, imprägniertes oder verstärktes Papier 9 feste, harzartige Folien oder Metallplatten wie aus Aluminium, Zink9 Magnesium ■oder Kupfer, welche eine Beschichtung mit den gewünschten
Eigenschaften und Merkmalen aufweisens können als Material
für den Aufbau des Unterlageteiles bzw«, Trägers verwendet
werden, ferner kann das Unterlageteil in ΙΌrm einer Platte, Scheibe oder Folie vorliegen9 und es kann glatt oder körnig " bzw» aufgerauht sein» Im Fall® einer Unterlage aus einer
Aluminiumplatte kann deren Oberfläche ziaB« mit einem wässrigen Alkalimetallsilikat5° Kieselsäure oder einem äquivalenten Mittel behandelt werden, welches das Metall mit einer hydrophilen Oberfläche versiaht. Ebenfalls kann dia Unterlageplatte oder der Träger gegebenenfalls mit einer 1aarsai?ti=
gen Beschichtung versehen werdens welche für die Aufnafome
•50-9817/1 227
des'lichtempfindlichen Beschiehtungsmaterials geeignet ist.
Beispiele von harzartigen Beschichtungen dieses Typs sind die in den US-Patentschriften 3 073 723, 3 161 517 und
3 232 738 im einzelnen beschriebenen Beschichtungen.
Es sei darauf hingewiesen, daß die genaue Zusammensetzung der photoempfindlichen Beschichtungslösung in beträchtlichem
Ausmaß variiert werden kann, wobei die übliche Forderung gilt, daß eine ausreichende Menge von photoreaktionsfähigen Materialien
in der Lösung vorhanden ist, um eine entstehende Beschichtung auf dem Unterlageteil abzulagern, welche in der Lage ist,
einen Bildbereich mit der gewünschten Schichtstärke und -Zähigkeit zu liefern. Im allgemeinen haben sich Lösungsmittellösungen,
welche etwa 0,5 Gew.-^ bis 10 Gew.-% der
aktiven, photoreaktionsfähigen Bestandteile enthalten, als geeignet für die meisten Zwecke einschließlich der /
Herstellung von vorsensibilisierten, lithographischen Platten herausgestellt. Vorzugsweise beträgt die Konzentration
der alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituierten Moleküle
gemäß der Erfindung und der anderenthermoplastischen Harze, welche hiermit zusammen verwendet werden können, etwa
2 Gew.-^, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lösung. Falls
zusätzlich Photoinitiatoren oder Photosensibilisatoren verwendet
werden, liegt die Konzentration üblicherweise im Bereich von etwa 0,1 Gew.-,ö bis 20 Gew.-/O, bezogen auf das
Gewicht der anderen photoreaktionsfähigen Bestandteile.
Nachdem das Unterlageteil oder der Träger mit einem Film
beschichtet wurde, welcher die photoreaktionsfähigen Materialien gemäß der Erfindung einschließt, wird er
getrocknet und kann für lange Zeitspannen bis zum Gebrauch gelagert werden. Gegebenenfalls kann Wärme verwendet
werden, um sicherzustellen, daß restliches Lösungsmittel ausgetrieben wird, um die Photoinsolubilisierung zu
erleichtern, wenn die lithographische Platte einer gesteuer-
509817/1227
ten Quelle für aktinisch.es Licht ausgesetzt wird.
Bei der Verwendung wird die photo empfindliche Schicht einer
geregelten Quelle für aktinisch.es Licht ausgesetzt, vorzugsweise einer Quecksilberlampe mit einer starken Lichtabgabe
zwischen pOO und 500 nm. Es sei jedoch darauf hingewiesen,
daß eine große Vielzahl von verschiedenen Lichtquellen verwendet werden können, in Abhängigkeit von der besonderen
Struktur der photoreaktionsfähigen Masse und von der Verwendung oder NichtVerwendung von zusätzlichen Sensibilisatoren
und/oder Initiatoren, die in Verbindung hiermit angewandt werden. Die Belichtung wird durch eine Schablone, ein
Negativ, eine Lehre oder ein Muster durchgeführt, um die gewünschte
Belichtung oder den gewünschten Bildbereich auf der Oberfläche der photoreaktionsfähigen Schicht herzustellen.
Diese Belichtung ergibt eine Photoinsolubilisierung, d.h. ein Unlöslichmachen durch Lichteinwirkung innerhalb der
Schicht an den Stellen, welche Licht empfangen. Die Belichtungsdauer ist natürlich in starkem Maße in Abhängigkeit von
der Intensität und der Art der Lichtquelle, der genauen Zusammensetzung der Schicht, der Filmstärke usw. variabel. Die
nicht belichteten Flächen bzw. Bereiche bleiben löslich, wodurch das Bild durch Lösungsmittel entwickelbar wird. In den
Fällen, in denen wasserlösliche, photoreaktionsfähige Massen verwendet werden, können die nicht belichteten Bereiche mit
einem geeigneten Lösungsmittel auf Basis von Wasser oder Alkohol ausgewaschen werden. Die Platte kann dann nach den
an sich bekannten Arbeitstechniken desensibilisiert werden.
Die belichtete, lithographische Platte kann gegebenenfalls auch unter Verwendung eines beliebigen Emulsionsentwicklers
des auf diesem Fachgebiet bekannten Typs entwickelt werden, welcher bewirkt, daß in einem einzigen Arbeitsvorgang die
belichtete Oberfläche, welche unter den belichteten Bereichen der photoreaktionsfähigen Schicht liegt, hydrophil ist
509817/1227
und die belichteten, photoinsolubilisierten Bereiche oleophil
werden. Solche Entwickler beseitigen die Notwendigkeit eines anschließenden Desensibilisierens der Platte nach der Entwicklung.
_ '
Die beschichtete Platte kann gegebenenfalls, obwohl dies nicht
erforderlich ist, dann einem Hitzehärten unterworfen werden, um die Festigkeit des unlöslichen, polymeren Bildbereiches
noch weiter zu erhöhen«, Beispielsweise kann die Beschiehtungsmasse
und der Träger in einem Ofen bei einer Temperatur unterhalb der Erweichungstemperatur des Trägers, ζ«BQ unterhalb
etwa 1000C bei Verwendung einer Aluminiumplatte als Unterlageteil
bzw« Träger, hitzegehärtet werden.
Obwohl die vorangegangene Beschreibung einer spezifischen Anwendungsform der erfindungsgemäßen Materialien auf die
Herstellung von lithographischen Platten gerichtet war, sei darauf hingewiesens daß diese neuen2 erfindungsgemäßen
Massen ebenfalls in vorteilhafter Weise bei anderen photochemischen
und photomechanischen Prozessen angewandt werden können8 wie z»B. anderen Druckverfahren, der Herstellung von v
geätzten, elektrischen Schaltungen, für ein chemisches Fräsen
und dergl« wie auch zur Herstellung von photohärtbaren Farben
und Beschichtungen j Vielehe z„Be dekorative Zwecke oder Schutzaufgaben
haben können. ,
Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung der photoreaktionsfähigen
Verbindungen gemäß der Erfindung umfaßt die Glyoxylierung
von aromatischen Gruppen in Verbindungen welche zwei oder mehr Alkoxy-aromatische-Eeste pro Molekül aufweisen*
Vorzugsweise umfaßt diese Glyoxylierung- eine Friedel-Crafts-Glyoxylierung
von praktisch allen aromatischen Gruppen bei Ausführungsformen9 welche eine monomere oder oligomere Gerüststruktur
aufweisen,, und zwar durch Reaktion mit Ithyloxalyichlorid"in
Anwesenheit -eines wasserfreien Aluminiumtrichloridkatalysatorsβ
Bei Ausführungsformen mit einer polymeren Gerüst-
817/1227
struktur, welche üblicherweise 5 bis 10 000 sich wiederholende,
monomere Einheiten umfaßt, muß das Ausmaß der Glyoxylierung nicht vollständig sein. Beispielsweise
liefert die Fortführung der Glyoxylierung, bis 20 bis 80 $ der aromatischen, in der Gerüststruktur vorhandenen
Gruppen glyoxyliert sind, Massen, welche vollständig zufriedenstellend sind.
Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung und "beschreiben die Herstellung einer nicht-polymerens Tetraalkoxy-aromatischen-Verbinaung
(Beispiel 1)„ eines polymeren Alkoxy-aromatischen-Materials (Beispiel 2). Diese
Verbindungen werden glyoxyliert? um Polyalkoxyaromatischglyoxy-Verbindungen
gemäß der Erfindung herzustellen» Die übrigen Beispiele erläutern die Verwendung dieser Verbindungen
bei einer Vielzahl von Anwendungen.
In Beispiel 1 wird Phenylglyciayläther mit Phenol in Anwesenheit
von pulverförmiges! Kaliumhydroxid unter Bildung von Glycerin-Ij3"diphenylather (GDE) gekuppelte Das Produkt
wird unter Verwendung von Terephthaloylclilorid in
Anwesenheit eines Triäthylaminkatalysators unter Bildung
von Bis~(i,3-diphenylglyceryl)=terephthalat verestert»
Die letztgenannte Verbindung ist eine Tetralkdxyphenylverbindung5
welche in einfacher Weise mit Ithyloxglylchlorid
unter Bildung des entsprechenden9 monomeren Tetra
glyoxylatderivates gemäß der Erfindung glyoxyliert tfi
Im zv/ei"fe@n Beispiel wird GDE mit Phsnylglycidylätlier in
Anwesenheit von gepulvertem Kaliumhydroxidkatalysafcor tint@r
Bildung eines polymeren Materials umgesetzt^ das als polymeres Polyäthylenoxidgerüst bmio -rückgrat angesehen werden
kann, welches an den ÄthO3sj©inlieiten anhängende Metlioxjphenylgruppen
aufweist«. Die AXkoxypheny!gruppen i'j©rä©n
unter Verwendung iron Jlthyloscalylchlorid in Anwesenheit
von wasserfreiem Aluminiumtrichlorid-Katalysator unter Bildung der erfindungsgemäßen Poly-(p-glyoxy-phenylglycidyläther)-verbindung
glyoxyliert.
In den folgenden Beispielen sind »lie Temperaturen in Grad G
angegeben, und alle Angaben in Prozent beziehen sich, falls
nichts anderes angegeben ist, auf Gewicht, bezogen auf das Gewicht der angegebenen Hasse.
1) - Herstellung von GIycerin-1,3-diphenyläther
151 g = 1 Mol Phenylglycidyläther, 97,5 S = 1,03 Mol Phenol
und 0,6 g oder etwa 0,2 % der Gesamtmenge an gepulvertem Kaiiumhydroxid wurden in einem mit Kühler, Thermometer,
Rührer und Stickstoffeinlaßrohr ausgerüsteten Kolben zusammengegeben.
Über dem Reaktionsgemisch wurde während der ganzen Reaktion eine langsame Strömung von Stickstoffgas
aufrechterhalten. Das Gemisch wurde langsam auf 110 bis 130 G
erhitzt und hierauf 2 Stunden gehalten. Es ximrde weiter auf
150 G für 1,5 Stunden zum Abschluß der Reaktion erhitzt.
Das Reaktionsgemisch wurde auf etwa 6O0O abgekühlt, und
in einen großen Trog gegossen, worin es rasch kristallisierte. Das Produkt wurde aufgemahlen und in Wasser aufgeschlämmt
und filtriert, mit verdünnter Natriumhydroxidlösung zur Entfernung von überschüssigem Phenol gewaschen
und mit mehreren Portionen 1 Wasser gewaschen, um das Rohprodukt zu erhalten. Das Rohprodukt wurde aus 1 1 80 tigern
Alkohol und Wasser umkristallisiert, wobei 208 g von gereinigten
Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 81-83,5°G erhalten wurden; Ausbeute = 85 %-
2) - Herstellung von Bis-(1,3-diphenylglyceryl)-terephthalat
In einen mit Rührer, Thermometer, Kühler und Tropftrichter
ausgerüsteten Kolben, welcher 175 ml Benzol enthielt,
609817/1227
wurden 75 j 7 S = 0,31 Mol Glycerin-1,3-diphenyläther und
36,4 g = 0,36 Mol Triäthylamin hinzugegeben. In 125 ml
Benzol wurden 30,5 g = 0,15 Mol Terephthaloylchlorid aufgeschlämmt
und in den Tropftrichter eingeführt. Der Reaktionskorben
wurde abgekühlt und das Terephthaloylchlorid wurde rasch hinzugegeben, wobei die Temperatur unterhalb
15°G gehalten wurde. Nach dem Abschluß der Zugabe wurde das Gemisch auf Rückflußtemperatur-für 1,5 Stunden erhitzt
und dann abkühlen gelassen. Das Reaktionsgemisch wurde dann zur Trockne unter Vakuum" eingeampft. Die erhaltene,
feste Masse wurde dann in Wasser aufgeschlämmt,
mit wässriger Natriumcarbonatlö'sung, Wasser, 20 tigern
Alkohol in Wasser gewaschen. Die Ausbeute des Rohproduktes betrug 67 g. Dieses Material wurde durch Auflösen in etwa
300 ml heißem Toluol und Eingießen der heißen Lösung unter heftigem Rühren in 1000 ml Hexan gereinigt. Das Produkt
wurde dann abfiltriert. Die Ausbeute betrug 60,8 g oder 66 % des theoretischen Wertes. Der Schmelzpunkt betrug
3) - Herstellung von Bis-/~1,3-di-(p-glyoxyphenyl)-glyceryl37-terephthalat
In einen mit durch ein Trockenrohr geschützten Kühler, Gasauslaß, abgedichteten Rührer, Thermometer und Tropftrichter
ausgerüsteten Kolben wunäsn 90 ml trockenes Nitrobenzol eingeführt.
Der Kolben wurde abgekühlt und es wurden 36 g =
0,27 Mol Aluminiumchlorid hinzugegeben und bis zum Auflesen gerührt. Dann wurden 25 g = 0,18 Mol Ithyloxalylchlorid hinzugegeben.
27,8 g = 0,045 Mol Bis-(1,3-diphenylglyceryl)-terephthalat
wurden in 90 ml trockenem Nitrobenzol aufgelöst
und in den Tropftrichter gegeben. Die Apparatur wurde kurz mit trockenem Stickstoffgas gespült. Die Zugabe des
Substrates in den Kolben wurde dann gestartet, wobei die Reaktionstemperatur auf 0 bis 100C gehalten wurde. Nachdem
etwa die Hälfte des Substrates in den Reaktionskolben eingegeben worden waren, verdickte sich das Reaktionsgemisch
509817/1227
merklich. Zusätzliches Lösungsmittel schien lediglich die Reaktionsmasse aufzuquellen, so daß kein weiteres Substrat
.hinzugegeben wurde» Das Reaktionsgemisch wurde sich auf
309C erwärmen gelassen, und das Rühren wurde für den restlichen
Teil des Tages fortgeführt« Am nächsten Tag wurde das Reaktionsgemisch aus dem Reaktionskolben herausgenommen
und in ein Gemisch von Eis und verdünnter Salzsäure zur Hydrolyse des Reaktionsproduktes eingegossen* Das hydrolysierte
Reaktionsgemisch wurde dann zur Entfernung des Nitrobenzol-Lösungsmittels
mit Dampf destilliert. Der suspendierte Rückstand, welcher nach der Dampfestillation zurückblieb, wurde
in Äthylacetat aufgelöst« Das Äthylacetat wurde von der
wässrigen Phasö in einem Scheidetrichter abgetrennt, und die wässrige Phase wurde mit mehreren weiteren Portionen
Ithylacetat gewaschen. Das Produkt, welches jetzt in der
Äthylacetatlösung vorlags hatte viele der Verunreinigungen
und Salze aus dem Reaktionsgemisch abgegebene Die Äthylacetatlösung
wurde dann mit mehreren Portionen von fast gesättigter
Natriumbicarbonatlösung extrahiert«, Das Produkt wird
hierbei in seine Natriumsalzform überführt und löst sich
in der wässrigen Phase aufο Dann wurde mehr Äthylacetat
zu der wässrigen Phase hinzugegeben und die Lösung auf einen pH-Wert von 1 angesäuerte Bei der Ansäurung wird das
Produkt in die Säureform umgewandelt und löst sich erneut in der jlthylacetatschicht auf a Die Äthylacetatschicht wurde
mit tfasserfreiem Natriumsulfat zur Entfernung von Wasser
getrocknet und dann auf etx<?a 15Ο ml eingedampfte Sie ifurde
dann- in mehrer© Volumina Hexan zur Ausfällung des Produktes
eingegossen« Das Produkt i-rarde abfiltriert und getrocknete
Die Ausbeute betrug 1O98 go
09817/1227
1) - Herstellung von Poly-(püenylglycidyläther)
In einen mit Kühler, Rührer und Stickstoffeinlaß ausgerüsteten
Ilarzkessel wurden 200 ml Xylol, 14,7 g = 0,06 Mol des in Beispiel 1 hergestellten Glycerin-1,3-diDhenyläthers,
270.4 ff = T,8 Mol Phenyjglycidyläther ' '
und Ό,6>
g oder etwa 0,2Τ>
der Gesaratmenge an gepulvertem Kaliumhydroxid eingeführt. Während der gesamten Reaktion
wurde eine schwache Stickstoffströmung aufrechterhalten. Das Gemisch wurde rasch auf etwa 110 bis 120 G erwärmt
und auf dies ei* Temperatur mehrere Stunden gehalten und dann
auf Rückflußtemperatur oder etwa 145 0 erhitzt. Dann wurde
der Kühler abgeschaltet und das Xylol aus dem Reaktionsgemisch abdestilliert. Das zurückbleibende Reaktionsgemisch
wurde langsam auf 160 G untei.1 einer fortlaufenden Stickstof fströmung
erhitzt, dann wurde Vakuum zur Entfernung alles überschüssigen Phenylglycidyläthers, welcher in dem Polymerisat
zurückgeblieben war, angelegt. Das Reaktionsgemisch wurde abgekühlt und in eine Flasche gegossen. Die Polymerisatausbeute
ist nahezu quantiiativ. Das Polymerisat wird ohne weitere Reinigung verwendet. Dieses Polymerisat besitzt
einen theoretischen Polymerisationsgrad von etwa 30,
da ein Überschuß von 30 Mol Phenylglycidyläther über demjenigen
des Glycerin-1,5-diphenyläthers verwendet wurde.
2) - Herstellung von Poly-Cp-glyoxypbenylglycidyläther)
In einen mit einem Motorrührer, Stickstoffeinlaß, Kühler
und Gasauslaß, 250 ml Tropftrichter und Thermometer ausgerüsteten
Harzkessel wurden 300 ml trockenes Nitrobenzol
und 26,6 g = 0,18 Äquivalente Poly-(phenylglycidyläther) eingegeben. Die Apparatur wurde mit Stickstoffgas gespült,
und der Reaktionsbehälter wurde mit EiS1 abgekühlt. Es wurden
25 g = 0,18 Mol Äthyloxalylchlprid hinzugegeben. In den Tropftrichter wurde eine Lösung von 39 g = 0,29 Mol von
509817/1227
wasserfreiem Aluminiumchlorid aufgelöst in etwa 120 ml
IJitrobenzol eingeführt. Die Strömung von trockenem Stickstoffgas
wurde während der Reaktion aufrechterhalten.
Der Reaktionskessel wurde dann auf 0° bis 5° C abgekühlt, und mit der Zugabe der Aluminiumchloridlösung wurde begonnen.
Die Lösung wurde während einer Zeitspanne von etwa 20 Hinuten unter fortlaufendem Rühren hinzugegeben.
Nach dem Abschluß der Zugabe der Aluniniunichloridlösung
wurde das Reaktionsgemisch sich langsam auf Zimmertemperatur erwärmen gelassen. Kurz nach dem Abschluß der Zugabe
verdickte sich das Gemisch zu einem weichen Gel, jedoch wurde das Rühren während des Restes des Tages fortgeführt
und dann über Nacht unterbrochen. Am folgenden Tag wurde das gelartige Reaktiönsgemisch in kleinen Portionen in ein
Gemisch aus Eis und verdünnter Salzsäure unter heftigem Rühren eingetropft. Die entstandene Losung wurde dann zur
Entfernung des gesamten Nitrobenzols mit Dampf destilliert. Zu der nach der Dampfdestillation zurückbleibenden, warmen
Lösung wurde zur Auflösung des suspendierten Polymerisates Äthylacetat hinzugegeben. iTach der vollständigen Auflösung
des Polymerisates wurde die Lösung dann in einen Scheidetrichter überführt und die beiden Schichten getrennt. Die
wässrige Schicht wurde dann mit zwei weiteren Portionen Äthylacetat extrahiert. Die miteinander vereinigten Äbhylacetatextrakte
wurden über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, die wässrige Schicht wurde dann verworfen. Das
Äthylacetat wurde zur Entfernung des Hatriumsulfattrockenmittels
filtriert, dann wurde eine Lösung von 80 # gesättigtem
Natriumbicarbonat hinzugegeben, und heftig miteinander verrührt. Die Lösung wurde in einen Scheidetrichter eingegossen,
und die wässrige S.chicht wurde von der Äthylacetatschicht abgetrennt. Die Äthylacetatschicht wurde dann mit
zwei weiteren Portionen der ITatriumbicarbonatlösung gewaschen. Die miteinander vereinigten Natriumbicarbonatlösungen
wurden dann im Vakuum eingedampft, um das gesamte Äthylacetat zu entfernen. Die wässrige Lösung wurde dann
509817/1227
mit Eis gekühlt, und es wurde Salzsäure in ausreichender
Menge hinzugegeben, um den pH-Wert auf 1 zu bringen, wodurch das Polymerisat aus der wässrigen Lösung ausgefällt
wurde. Das Polymerisat wurde abfiltriert, wiederholt mit entionisiertem Wasser gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute
an Polymerisat betrug 27,4- g, wobei dieses ein Neutralisationsäquivalent
von 294 besaß. Hieraus läßt sich berechnen,
daß die prozentuale Glyoxylierung 67 % betrug, und daß die Ausbeute an Polymerisat aus der Reaktion 78 % der
theoretischen betrug.
Es wurden Lösungen A, B bzw. G hergestellt, indem die in der Tabelle I angegebenen Bestandteile miteinander vermischt wurden:
Styrol-
monomeres Methanol PGEPGA
Lösung A 2 g 2 g keines
Lösung B 2 g 2 g 0,2 mg '
Lösung G keines 4g 0,2 mg
Die hier verwendete Abkürzung PGEPGA bedeutet Poly-(p-glyoxyphenylglycidyläther),
d.h. das in Beispiel 2 hergestellte, lichtempfindliche Polymerisat.
Durch diese drei Lösungen wurde Stickstoffgas durchgeleitet,
dann wurden sie 20 Minuten mit einer UV-Fluoreszenzlampe bestrahlt.
Lediglich in der Lösung B wurde überhaupt ein Niederschlag sichtbar, was die Polymerisation von Styrol anzeigt,
Es wurden Lösungen D, E bzw. Έ hergestellt, indem die in der
Tabelle II aufgeführten Bestandteile miteinander vermischt wurden: 5 09817/1227
| Tabelle II | Methanol | .PGEPGA | |
| Styrol- monomeres |
2 g 2 g 5 g |
keines 0,1 g 0,1 E |
|
| Lösung D Lösung E Lösung F |
1 g. keines |
||
Die Lösungen D und E wurden wie in Beispiel 3 für 150
Minuten "bestrahlt. In der Lösung D war keine Anzeige
irgendeiner Bildung von Polystyrol vorhanden. In der Lösung E wurde die gebildete Ausfällung gesammelt und
analysiert, wobei gefunden wurde, daß sie im wesentlichen aus Polystyrol bestand. Die Lösung F wurde ohne
das Spülen mit Stickstoffgas bestrahlt, hierbei bildete
sich ein gelber Niederschlag. Da kein Styrol vorlag, war
in diesem Fall nur das Photopolymerisat vernetzt worden.
1 g des in Beispiel 2 hergestellten Polymerisates wurden in 25 g Aceton und 24 g Meth$.äthylketon unter Bildung einer
Beschxchtungslosung aufgelöst. Diese Lösung wurde auf
eine gebürstete, aufgerauhte Aluminiumplatte, welche zuvor zum Hydrophilmachen der Oberfläche behandelt worden war,
durch Aufgießen aufgeschichtet und ablaufen gelassen, und bei Zimmertemperatur und dann mehrere Minuten in einem warmen Ofen trocknen gelassen.' Die entstandene Platte wurde
dann 8 Minuten durch ein Negativ auf einer Blatten -üerstellungsvorrichtung
(Typ Nuarc FT 40 Flip-Top Platemaker) mit einer gepulsten Xenonlichtquelle mit einer Eingangsleistung
von 4000 Watt belichtet. Die belichtete Platte wurde dann entwickelt, indem sie lediglich mit einem standardmäßigen,
lithographischen Desensibilisator geschwabbert wurde und dann mit einer standardmäßigen Gummiasphaltätzung gummiert
wurde. Die Platte wurde dann auf einer Druckpresse montiert,
509817/1227
Die Belichtung der Platte war derart, daß sieben feste
Stufen auf einem lithographischen Empfindlichkeitsmaßstab gedruckt wurden. Das Drucken wurde bis 55um ersten
Auftreten einer Mldabnutzung fortgeführt, dies trat auf einem 20 ρ Schirm mit 3OO Linien nach 3'30OO Druckvorgängen
auf.
1 g des Polymerisates von BeisOxel 1 wurde in l)0. g Aceton
zur Herstellung einer Beschichtungslösung aufgelöst. Dann wurde eine Platte wie in Beisr>iel ') hergestellt, mit der
Ausnahme, daß die Platte 10 Minuten belichtet wurde. Diese Platte konnte auf einer lithographischen Presse 25000 Konien
liefern, bis irgendein Auftreten einer Bildabnutzung sichtbar wurde.
Es wurde eine Beschichtungslö'sung hergestellt, indem 0,33 S
PGEPGA, d.h. das Polymerisat des Beispiels 2, 3 G eines hochmolekularen Polymethylmethacrylatharr.es in 29 g 2-ilthoxyäthylacetat,
29 g Xylol und 39 K Aceton aufgelöst wurden. Unter Verwendung dieser Beschichtungslösurig wurde eine lithographische
Platte entsprechend der Vorschrift in Beispiel 5 hergestellt. Diese Platte wurde 8 Minuten belichtet und mit
einem Entwickler entwickelt, der aus 70 Vol.-Teilen eine3
standardmäßigen, lithographischen Desensibilisator, 29 VoI.-Teilen
2-iithoxyäthylacetat und 1 Vol.-Teil eines Emulgators
bestand. Die entstandene Platte lief während 10000 Druckvorgängen auf der Druckpresse, bevor irgendwelche Anzeichen
einer Abnutzung auftraten.
509817/1227
Es wurde eine Beschichtungslösung hergestellt, indem 6 g eines hochmolekularen Polymethylmethacrylatharzes und 4 g
PGEPGA, d.h. das Polymerisat des Beispiels 2, in 57 S 2-Äthoxyäthylacetat,
57 g Xylol und 76 g Aceton aufgelöst wurden. Es wurde aus dieser Beschichtungslösung eine lithographische
Platte nach der in Beispiel 5 angegebenen Arbeitsvorschrift hergestellt. Die Platte wurde wie zuvor 8 Minuten belichtet
lind mit derselben Entwicklerzusammensetzung entwickelt, die
in Beispiel 7 angegeben ist. Diese Platte lief während 37000
Druckvorgängen auf der Presse, bevor sie irgendwelche Anzeichen
einer Abnutzung zeigte. .. .
Es wurde ein ungesättigtes Polyesterharz durch die üblichen
Polykondensationsarbeitsweisen aus 2 Teilen Maleinsäureanhydrid,
1 Teil Phthalsäureanhydrid und 3 Teilen 1,2-Propandiol
hergestellt. Es wurde eine Beschichtungslösung hergestellt, welche 6 g dieses Polyesterharzes, ;l- g des Polymerisates
von Beispiel 2 und 57 g Aceton enthielt. Aus dieser
Besc.hichtunp^smasse wurde eine lithographische Platte hergestellt
und belichtet, wie in Beispiel 5 beschrieben. Dach der Belichtung wurde die Platte mit einem Emulsionsentwickler
entwickelt, der aus 69 Vol.-Teilen lithographischem Desensibilisator, 30 Vol.-Teilen 2-Ä'thoxyäthylacetat und
1 Vol.-Teil eines Emulgators bestand. Diese Platte lief auf
einer lithographischen Presse zusammen mit den Platten der Beispiele 5 und G, und sie hielt 36000 Druckvorgänge aus,
bevor eine Verschlechterung des Bildes sich auf einem 20 ja
Punktgitter mit 300 Linien zeiarte.
5 09817/12 27
Eine kleine Menge des Polymerisates von Beispiel 2 wurde in Wasser aufgeschlämmt. Zur Einstellung des pH-Wertes
auf 7 und zur Bildung des EFatriurasalzes des sauren Polymerisates
wurde verdünnte Natriumhydroxidlösung hinzugesetzt. Dann wurde Wasser hinzugegeben, um die Polymerisatkonzentration
auf etwa 5 % einzustellen. Diese Lösung wurde
auf eine abgebürstete, aufgerauhte Aluminiumplatte, wie in Beispiel 5 beschrieben, aufgeschichtet. Die Platte wurde
mit Licht von einer 15 Watt UV-Fluoreszenzlampe in einem Abstand von 5)04- cm (2 inches) für etwa 30 Minuten belichtet.
Der entstandene, gehärtete Film konnte nicht durch heftiges Heiben mit Wasser, Äthylalkohol oder Aceton entfernt
werfen. Die zweite Platte wurde mit einer 2 #igen Lösung
des Polymerisates von Beispiel 2 in Aceton beschichtet. Die entstandene, beschichtete Platte wurde einem Ammoniakdampf
für etwa 5 Minuten ausgesetzt, um das saure Polymerisat in sein Ammoniumsalz umzuwandeln. Die Platte wurde wie
zuvor belichtet und es wurde gefunden, daß sie gegenüber Lösungsmittel ähnlich beständig war.
Eine gedruckte Schaltung wurde wie foü^b hergestellt: eine
5 /oige Lösung des Polymerisates von Beispiel 2 in Aceton
wurde auf die mit Kupfer belegte Seite einer mit Kupfer belegten Phenollaminatplatte, welche eine Kupferstärke von
0,0^6 mm (1,4· mil) besaß, aufgeschichtet. Die beschichtete
Platte wurde 8 Minuten in der in Beispiel 5 beschriebenen Belichtungseinrichtung durch ein geeignetes, photographisches
Negativ belichtet. Die belichtete Platte wurde dann mit einer 5 /'eigen, wässrigen Fatriumbicarbonatlösung zur Entfernung
des Polymerisates, das durch Licht nicht gehärtet worden war, entwickelt. Das blanke Kupfer, das auf diese Weise durch den
Entwicklungsvorgang freigelegt worden war, wurde in einer
509817/1227
235111?
40 #igen wässrigen Eisen(III)-Chloridlösung in 18 Minuten
weggeätzt, wobei ein ausgezeichnetes Duplikat des ursprünglichen, ■ photographischen Negativs erhalten wurde. Die Ätzabdeckung
wurde von dem restlichen Kur>fer durch Schwabbern
der Platte mit einer verdünnten Katriumsilikatlösung mit
einem pH-Wert von etwa 11 entfernt.
Dieses Beispiel erläutert die Verwendung des Polymerisates
von Beispiel 2 als Metallschutzüberzug.
Eine lithographische Aluminiumplatte wurde mit einer Lösung
beschichtet, welche aus 3 g eines hochmolekularen Polymethylmethacrylathomopolymerisates,
2 g des Polymerisates von Beispiel 2 und 55 S Aceton bestand. Aus dieser Platte wurden
nach der Beschichtung zwei Abschnitte von 7»ö2x 12,7 cm
(3 χ 5 inch) ausgeschnitten und auf einer Analysenwaage ausgewogen. Eine der Platten wurde $0 Minuten mit dem Licht
von zwei 15 W UV-Fluoreszenzlampen belichtet. Die belichtete
Platte wurde 2,5 Stunden in warmes Aceton eingetaucht, getrocknet
und erneut gewogen. Hierbei wurde gefunden, daß sie lediglich 4 mg ihres Gesamtbeschichtungsgewichtes verloren
hatte. Aus der nicht belichteten Probe wurde festgestellt,
daß das Ges.amtbeschichtungsgewicht der Platte von 7 »62 χ
12,7 cm 89 mg betrug. Hieraus ergibt sich, daß bei der belichteten
Platte ein Gewichtsverlust von lediglich etwa 5 # vorlag.
Ein Stück einer Messingplatte wurde teilweise mit einer 2 #igen
Lösung des Polymerisates von Beispiel 2 beschichtet und 8 Minuten durch die in Beispiel 5 beschriebene Xenonbogenlampe
belichtet. Diese Beschichtung schützte das Messing vor jedem
Ätzen durch konzentrierte Salzsäure während 20 Minuten, während der nicht beschichtete Bereich der Messingplatte geätzt
509817/1227
wurde. Dieser Schutzüberzug schützte ebenfalls Messing vor dem Ätzen durch 40 #iges Eisen(IIl)-Chlorid während
'■} Minuten, während der nicht beschichtete Bereich rasch verfärbt wurde. Gleicherweise schützte eine belichtete
Beschichtung einer 10 #igen Lösung des Polymerisates von
Beispiel 2 auf dem Messing das so geschützte Messing vollkommen vor irgendeinem Ätzen während einer Exposition gegenüber
4-0 $igem Eisen(IIl)-Chlorid während 15 Minuten. Ebenfalls
schützte die Beschichtung das Messing vor dem Angriff durch 10 $ige Salpetersäure für etwa 15 Minuten.
Eine Stahlprobe, welche teilweise mit sowohl 2 /aiger als
auch 10 #iger Lösung des Polymerisates von Beispiel 2 geschützt war, und die erhaltene, beschichtete und belichtete
Platte wurde teilweise in eine heftig gerührte, heiße Salzlösung 1 Stunde eingetaucht. Der nicht beschichtete Bereich
wurde durch die Salzlösung merklich angegriffen, während die beschichteten Bereiche nicht angegriffen wurden.
Eine 2 #ige Lösung des Polymerisates von Beispiel 2 wurde
auf ein Stück aus Aluminiumblech aufgeschichtet. Diese Beschichtung
schützte das Aluminium nach der Belichtung praktisch vor dem Ätzen durch eine Zusammensetzung, welche aus
5 g Eisen(III)-Chlorid, 5 S Kupfer(l)-Chlorid, 0,25 S
konzentrierte Salzsäure, 75 S Äthylalkohol und 90 g Wasser
bestand. Diese Beschichtung bildete ebenfalls einen zufriedenstellenden Polymerisatüberzug für die Ätz- und "Verkupferungslösung,
welche üblicherweise bei lithographischen Tiefätz verfahr en angewandt werden.
509817/1227
Es wurde eine Tiefdruckfarbmasse aus 0,5 g Phthalocyaninblaupigment,
0,7 g Nitrocelluloseharz und 0,8 g des Polymerisates
von Beispiel 2 hergestellt. Diese. Substanzen wurden in 1,7 g Äthylalkohol, 0,5g Toluol und 2,8 g Methyläthylketon
aufgelöst. Das Phthalocyaninblaupigrnent war zuvor in dem liitrocelluloseharz gemahlen worden, so daß für
eine gute Dispersion des Pigmentes kein zusätzliches Mahlen mehr erforderlich war. Diese Färbzusammensetzung wurde
auf einer Metallplatte zu einem dünnen Film unter Verwendung einer mit Draht umwickelten Bescliichfcungsralcel abgezogen.
Es wurden zwei solche Filme abgezogen, einer wurde 10 Hinuten mit dem in "Beispiel 5 beschriebenen Xenonbogen
belichtet. Die belichtete Probe besaß eine viel größere Lösungsmittelbestäiidigkeit
gegenüber Methyläthylketon als die
unbelichbete. Gegenüber Äthylalkohol war sie vollständig
lösungsmittelbeständig, während der nicht belichtete Teil
der Probe gegenüber Alkohol nur eine geringe Beständigkeit besaß.
Eine, vorsensibilisierte I/ichtdruckzinkplatte wurde wie folgt
hergestellt: eine Zinkplatte von 15>2 x 15»2 x 0,16 cm
(6 χ 6 χ 0,064 inch) von Lüitdruckplattenqualität (Warenbezeichnung
RIOHplate, hergestellt von The" Richardson
Company) wurde phosphatiert, gespült und getrocknet.
Als nächstes wurde dieae Platte mit einer 15 Gew.-#igen
PGEPGA Losung (Poly-(p-glyoxy-phenylglycidyläther)-acetonlösung)
begossen, dann bei 60 G 15 Minuten getrocknet. Die
Schichtdicke betrug etwa 0,5 rng/6,45 cm . Die Platte wurde
durch ein Negativ in einem Vakuumbelichtungsrahrnen mit 5000
Watt (Berkey Ascor Addalux 5000 Watt vacuum printing frame)
20 Minuten belichtet. Nach der Belichtung erschien ein sicht-
509817/1227
bares Bild. Die Platte wurde dann in einer Schale unter Verwendung einer 5 #igen Natriumsilikatlösung (pH=11,0),
die 1 % eines nioh.tionisch.en, grenzflächenaktiven Stoffes
enthielt, entwickelt. Die Bildqualität war ausgezeichnet. Die Platte wurde in derselben Schale ohne Zwischentrocknung
unter Verwendung einer 10 #igen Schwefelsäurelösung,
dann einer 10 #igen Salpetersäurelösung und dann' einer 10 #igen Schwefelsäurelösung abgestrichen. Die abgestrichene
Platte wurde mit einem Schutzüberzug (Warenbezeichnung Protect· O-Plate, hergestellt von The Richardson Company) belegt.
Die Platte wurde dann in einer Ätzmaschine (Typ Master DM-35 Etching Machine) mit einer Kapazität von 129 1
montiert. Das Ätzbad enthielt 3»5 Vo1.-$ Badzuaatz (Warenbezeichnung
News Etch, hergestellt von The Richaifeon
Company) und 23 Vol.-;« Salpetersäure von 42° Be. Die Ätzbadtemperatur
wurde auf 34,4°G (940F) gehalten. Die Rührgeschwindigkeit
betrug 600 Upm. Nach 7 Minuten wurde das Relief von O,762 - 0,889 mm (0,030-0,035 inches) beobachtet.
Die Qualität des Reliefbildes war ausgezeichnet bei guter Schulterstruktur. Die feinen Typen und die 100 Linien/inch
Halbtöne waren gut ausgebildet.
Eine PGEPGA Zinkplatte, wie in Beispiel 1fbeschrieben,
wurde durch ein Negativ mit einer gepulsen 8000 Watt Xenonlichtquelle in einem Vakuumrahmen 15 Minuten belichtet.
Es wurde ein sichtbares Bild beobachtet. Nach dem Abstreichen und Beschichten mit dem Schutzüberzug
(Protext-O-Plate) wie in Beispiel 1f beschrieben, wurde
die Platte in einer Ätzvorrichtung (Master DM-35 Etching Machine) montiert. Das Ätzbad bestand aus 12 # Salpetersäure
von 42° Be und 2,4 '/o Ätzöl (Warenbezeichnung Vitagard
etching Oil, Richardson Company). Die Temperatur wurde auf 26,7°0 iSO^S1) und die Rührgeschwindigkeit auf 450 Upm ein-
cljU.
gestellt./20 Minuten war eine Reliefplatte mit ausgezeichneter
Qualität erhalten, 0,762-0,889 mm (0,030-0,035 inch).
•S 09817/1-2 27
235111?
Eine Magnesiumplatte von 25,4 χ 25,4 χ 0,1 cm (10 χ 10 χ 0,040
inch) von Lichtdruckqualität wurde durcji 50 Sekunden dauerndes Eintauchen in eine 1,5 $ige Phosphorsäurelösung, absülen
und Trocknen phosphatiert. Diese Platte wurde dann mit einer 25 Gew.-/Gew.-fo PGEPGA-Lösung in Methylcellosolveacetat durch
Aiif wirbeln . beschichtet. Die Beschichtungsstärke betrug
etwa 6,35/™ (25O micro inches). Wach dem !Trocknen mit IR-Strahlung
wurde die Platte durch ein Negativ 15 Minuten mit einer 8000 W, gepulsten Xenonlichtquelle in einem
Vakuuindruckrahmen belichtet. Fach dem Belichten war ein
sichtbares'Bild erkennbar. Die Platte wurde dann mit der
in Beispiel 14 beschriebenen Entwicklerlösung entwickelt,
dann mit 5 $iger Salpetersäure von 42 Be abgestrichen. Die Platte wurde in einer Ätzmaschine geätzt (Typ Master
DM-35 Etching Machine), welche 4,5 Vol.-# Hunt Superspeed
Magnosol und 20 % Salpetersäure von 42 Be enthielt. Die
Temperatur wurde auf 40,60O (1050E1) gehalten, und die Rührgeschwindigkeit
betrug 600 üpm. Nach 3 Minuten wurde ein
gutes Reliefbild von 0,762 mm (0,030 inches) beobachtet.
Eine gedruckte Schaltung wurde wie folgt hergestellt: Eine 5 #ige Lösung von PGEPGA-Polymerisat in Aceton wurde
auf die mit Kupfer plattierte Seite einer kupferplattierten Phenollaminatplatte aufgeschichtet, welche eine Schicht
von 35»6 um (1,4 mil) Kupfer besaß. Die beschichtete Platte
wurde 8 Minuten in einer Plattenherstellungsvorrichtung
(Typ NuArc FT-4Q Flip-Top Platemaker) durch ein geeignetes,
photographisches Negativ belichtet. Die belichtete Platte wurde dann mit 5 #iger, wässriger Natriumbicarbonatlösung
zur Entfernung des Polymerisates entwickelt, das nicht durch das Licht gehärtet worden war. Das auf diese Weise
509 8 17/1 227
durch den Entwicklungsprozeß freigelegte, blanke Kupfer wurde in einer 4-0 #igen wässrigen Eisen(III)-Chloridlösung
1f-i Iiinuten weggeätzt, wobei ein ausgezeichnetes
Duplikat des ursprünglichen, photographischen Negativs
erzeugt wurde. Der Ätzschutzüberzug wurde von dem restlichen
Kupfer durch Schwabbern der Platte mit einer verdünnten Hatriums i.l ikatlö sung, welche einen oIT-Wert von
etv/a 11 auf v/i en, entfernt.
Eine Aluminiumplatte kann mit dem PGEPGA-Polymerisat, wie
in Beispiel 14 beschrieben, beschichtet werden. ITach dem
Belichten und dem Entwickeln, wie in diesem Beispiel beschrieben, kann die Platte mit einer Elsen(III)-Chloridlösung
geritzt werden, um eine Aluminium-Hochdruckplatto
herzustellen.
Eine bimetallische (Kupfer auf Aluminium) Offsetdrucfcplatte
kann mit dem PGEPGA-Polymerisat, wie in Beispiel 14 beschrieben, beschichtet werden. Nach der Belichtung und der Entwicklung,
wie in diesem Beispiel beschrieben, kann die Platte in einer Eisen(lll)-Chloridlösung zur Entfernung des Kupfers
in den nicht erwünschten Bereichen geätzt v/erden, wobei eine qualitativ ausgezeichnete Druckplatte erhalten wird.
In der vorangegangenen Beschreiblang wurden bestimmte Ausführunjpformen
und Beispiele gemäß der Erfindung im einzelnen beschrieben. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß Modifikationen
und Abänderungen hiervon ohne weiteres möglich sind.
509817/12 27
Claims (1)
- Patentansprüche.: Lichtempfindliche Masse, dadurch g e k e η η ζ e i c h η e t, daß sie eine Verbindung umfaßt, welche wenigstens z\«;ei Alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituenten pro Molekül besitzt, wobei diese Substituenten folgende allgemeine Formel aufweisen: q qIl 11)., 7 - 0 - Ar - C - C - OMworin H ein Wasserstoffatom, ein Arylrest, ein Alkylrest, ein Halogenatom oder ein Aralkylrest mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen ist, η eine ganze Zahl von 1 bis 1o ist, Ar ein aromatischer Substituent ist und M Wasserstoff, Alkalimetall, Ammonium." oder substituiertes Ammonium bedeutet.2. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rest R ein Wasserstoff atoni ist.chnet3. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzei/, daßη eine ganza Zahl von 1 bis 10 ist.4. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Resb Ar Phenyl ist.5· Masse nach Anspruch 1, dadurch g °e k e η η ζ e i c h η e t, daß der Rest M ein Wasserstoffatom ist.6. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennz ei chnet, daß der Rest R ein Wasserstoffatom, der Rest Ar Phenyl und der Rest M ein Wasserstoffatom sind.7· Lichtempfindliche Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 2 bis 4 der Alkoxy-sromatischglyoxy-substituenten an eine Rückgratstruktur mit der folgenden allgemeinen Formel gebunden sind:609817/1227ItIIC - O - G - / Q \ -G-O-GE8. Lichtempfindliche Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung Bis-/T,;5-di-(p-glyoxyphenyl)-glyceryl_7-terephthalat ist. '9. Lichtempfindliche Masse, dadurch g e k e η η -ζ e ichne t, daß sie eine polymere Verbindung · umfaßt, welche als wiederkehrende Struktur folgende Gruppierung einschließt:0 0It ft- 0 - Ar - G - G - OMworin R ein Wasserstoxfatom, ein Arylrest, ein Alkylrest, ein Halogenatom oder ein Aralkylrest mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen ist, η eine ganze Zahl von 1 bis 18 ist, Ar ein aromatischer Substituent ist und M Wasserstoff, Alkalimetall, Ammonium oder substituiertes Ammonium bedeutet.10.Hasse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die wiederkehrende Struktur in dem Polymerisat als an der Polymerkette anhängende Gruppierung vorliegt.11. Hasse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Best R ein Wasserstoffatom ist.12. Masse nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß η eine ganze Zahl von 1 bis 10 ist.1:5. Masse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Rest Ar Phenyl ist.509817/1227-3S-14* Masse nach Anspruch 9> cbdurch gekennzeichnet, daß der Rest M ein Wasserstoffatom ist.15· Masse nach Anspruch 9> dadurch gekennzeichnet, daß der Rest R ein Wasserstoffatom, der Rest Ar Phenyl und der Rest M ein Wasserstoffatom sind.16. Ilasse nach Anspruch 1©, dadurch ge kennzeich η et, daß die Polymerkette als sich wiederholende Struktur -CH2 - CH - 0 - einschließt.17· Masse nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß die polymere Verbindung Poly—(p-glyoxy-pheiiylglycidylather) ist.18. Lichtempfindliche Masse nach Anspruch 1, welche zwei oder mehr Alkoxy-aromatisch-glyoxy-Substituenten der in Anspruch angegebenen Formel umfaßt, dadurch gekennzeichne t, daß die Substituenten an eine Rückgrat- bzw. Gerüststruktur gebunden sind, welche ,10 oder mehr Kohlenstoffatome besitzt.19· Lichtempfindliche Masse nach Anspruch 18, dadurch g e k ennz e ichne t, daß die Rückgrat- bzw. Gerüststruktur eine polymere Struktur ist, welche zwischen 5 iind 10 000 sich wiederholende Einheiten besitzt.20. Lichtempfindliche Masse nach Anspruch 19» dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung sich wiederholende Einheiten einschließt, welche Substituenten der folgenden Formel umfassen: ■ .- /"C(R)o_7 - 0 - Ar -worin die Reste und η die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung "besitzen, und wobei wenigstens 10 % der Ar-Reste glyoxyliert sind.5098 17/1 22 721. Lichtempfindliche Masse nach Anspruch 20, dadurch gekennz eich η et, daß die Verbindung sich wiederholende Einheiten einschließt, xvelche Substituenten der folgenden allgemeinen Formel um fassen:- O - Ar -worin die Reste und η die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzen und wobei zwischen 20 % und 80 % der Ar-Reste glyoxyliert sind.22.Lichtempfindliche Kasse nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkoxy-aromatischglyoxy-substituenten an eine Rückgrat- bzw. Gerüststruktur gebunden sind, welche aus aliphatischen, aromatischen, substituiert aromatischen, heterocyclischen Derivaten, Metallocen-, Polyalkylen-, Polyalkylenoxide Polyester-, Polyurethan-, Poljanid-, Polysiloxan-, Polyalkylenimin-, substituierten Polyalkylen- oder Phenolderivaten besteht*25.Lichtempfindliche Masse nach Anspruch 22, dadurch gekennz e lehnet, daß sie eine wirksame Menge der alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituierten Verbindung zusammen mit einem Lösungsmittel in Form von Wasser oder einem organischen Lösungsmittel enthält.24. Lichtempfindliche Masse nach Anspruch 23, dadurch gekennz eichnet, daß die wirksame Menge eine Menge ist, welche ausreicht, um eine Konzentration der alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituierten Verbindung im Bereich von 0,5 bis 10 Gew.-#, bezogen auf das gemeinsame Gewicht von Verbindung und Lösungsmittel, zu schaffen.509817/122725» Lichtempfindliche Masse nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß eine wirksame Menge der alkoxy-aroiaatisch-glyoxy-substibuierten Vor bindung, in einem Lösungsmittel zusammen mit einem Material disoergiert ist, welches aus gesitigten !!arsen, ungesättigten Harzen oder Polymerisatvorläufern besteht, wobei das Material sich mit der alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituiei1-ben Verbindung unter Bildung eines nhotoinsolubilisierten Produktes vereinigt.26. Lichtempfindliche Kasse nach Insoruch 25, dadurch Q e k e η η ζ e i c Ii ii e t, daß das Material in dem Lösungsmittel disnergierbar ist und aus folgender Gruppe ausgewählt ist:.AcrylPolymerisaten, Acrylesterharzen, G000lymer.i33.ten von Methyl- und Ttotylmethacrylat, PoIyurothanharaen, Alkylcellulosen, Epoxyharzen, Phenoxyhax'zen, Vxnylacetat/VinylchloridcoioolyMerisaten, vinyluiodifiaiertem Polyäthylen, teilweise hydro lysi erb em Vinylacetathara, Phenolharzen, Acrylamid- und modifizierten AcrylamidOolymex^isaten, wasserlöslichen Öellulosederivxbon oder wasserlöslichen Polyätherharzen.2?· Lichtempfindliche Hasse nach Anspruch 25» dadurch g e k e η n-z e i c h η e t, da-J die alkoxy—aroraatischglyoxy-substituierte Verbindung in einer Menge von wenigstens 5 Gew. -loi bezogen auf das Gewicht des reaktionsfähigen Materials in der Masse, vorliegt»28. Lichtempfindliche Masse nach Ansoruch 18, dadurch g e k e η η ζ e i c h η e t, daß die alkoxy-aromatischglyoxy-substituierte Verbindung zusammen mit einem polymerisierbar en Monomeren vorliegt, wobei die Menge der alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituierten Verbindung von etwa 0,01 Gew.-^ bis 10 Gevr»-#, bezogen auf das Gesiimtgewicht von Reaktionsfähigem Material in der Masse, reicht,509817/122729· Verwendung der lichtempfindlichen Masse nach Anspruch Λ in einer photoreaktionsfähigen Masse einer lithographischen Platte, die einen Träger und einen aus einer photoreaktionsfähigen Masse gebildeten Film umfaßt.30. Ausführungsform nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß der Rest R ein Wasserstoffatom, der Rest Ar Phenyl und der Rest M ein Wasserstoffatom s ind.31. Ausführungsform nach Anspruch 30» dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung Bis-/T,3-di-(p-glyoxyphenyl)-glycerylterephthalat_7 ist.32. Verwendung der lichtempfindlichen Masse nach Anspruch 9 in einer photoreaktionsfähigen Masse einer lithographischen Platte, welche einen Träger und einen aus der phoboreaktionsfähigen Masse gebildeten B1IIm umfaßt.33· Ausführungsform nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß der Rest R Wasserstoffatom, der Rest Ar Phenyl und der Rest M ein Wasserstoffatom sind.34-· Ausführungsform nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß die polymere Verbindung Poly-(pglyöxy-phenylglycidyläther) ist.-J^. Verwendung der lichtempfindlichen Masse nach Anspruch 1 in einer Platte, welche für Schaltkreise Verwendung findet und wenigstens eine Metalloberfläche, die mit einer ohotoaktiven, die lichtempfindliche Masse nach Anspruch enthaltenden Masse beschichtet ist,aufweist.509817/122736. Ausführungsform nacli Anspruch 35» dadurch gekennzeichnet, daß die Metalloberfläche Zink ist.37·Ausführungsform nach Anspruch 35> dadurch gekennzeichnet, daß die Metalloberfläche Magnesium ist.38. Ausführungsform nach Anspruch 35» dadurch gekennzeichnet, daß die Metalloberfläche Kupfer ist.39· Ausführungsform nach Anspruch 35, dadurch g e k e η η ζ e i c h η et, daß die Metalloberfläche Aluminium ist.40. Ausführungsform nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalloberfläche aus über Aluminium angeordnetem Kupfer besteht.41. Lithographische Platte mit einem Träger und einem aus einer photoreaktionsfähigen Masse gebildeten Film, dadurch gekennzeichnet, daß die photoreaktionsfähige Masse eine Verbindung umfaßt, welche wenigstens zwei Alkoxy-aromatisch-glyoxy-substituenten pro Molekül besitzt, wobei diese Substituenten die in Anspruch 1 angegebene Formel besitzen*42. Lithographische Platte nach Anspruch 41, dadurch g e -k e η η ζ e i c h η e t, daß der Rest R ein Wasserstoffatom, der Rest Ar Phenyl und der Rest M ein Wasserstoff— atom sind.43· Lithographische Platte nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung Bis-/i,3~di-(p-glyoxyphenyl)-glycerylterephthalat_7 ist,44. Lithographische Platte mit einem Träger und einem aus einer photoreaktionsfähigen Masse gebildeten Film, dadurch g ekennze ichnet, daß die photoreaktionsfähige Masse eine polymere Verbindung umfaßt, wel-5098 17/122 7ehe als wiederkehrende Struktur die in Anspruch 9 angegebene Struktur besitzt.45· Lithographische Platte nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß der Rest R ein Wasserstoffatom, der Rest Ar Phenyl und der Rest M ein Wasserstoffatom sind.46. Lithographische Platte nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß die polymere Verbindung Poly-(p-glyoxy-phenylglycidyläther) ist.47· Platte für die Verwendung als Schaltkreisplatte mit wenigstens einer Metalloberfläche, die mit einer photoaktiven Masse beschichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die photoaktive Masse eine Verbindung der in Anspruch 1 angegebenen Formel umfaßt.48.Platte nach Anspruch 47, dadurch gekennz eichnet, daß die Metalloberfläche Zink ist.49- Platte nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalloberfläche Magnesium ist.50. Platte nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalloberfläche Kupfer ist.51. Platte nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalloberfläche Aluminium ist·52. Platte nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalloberfläche aus über Aluminium angeordnetem Kupfer besteht.509817/1227
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732351117 DE2351117A1 (de) | 1973-10-11 | 1973-10-11 | Photoreaktionsfaehige massen und ihre verwendung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732351117 DE2351117A1 (de) | 1973-10-11 | 1973-10-11 | Photoreaktionsfaehige massen und ihre verwendung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2351117A1 true DE2351117A1 (de) | 1975-04-24 |
Family
ID=5895170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732351117 Pending DE2351117A1 (de) | 1973-10-11 | 1973-10-11 | Photoreaktionsfaehige massen und ihre verwendung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2351117A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0009126A1 (de) * | 1978-09-11 | 1980-04-02 | BASF Aktiengesellschaft | 1,3-Bisarylglycerinäther und deren Verwendung |
-
1973
- 1973-10-11 DE DE19732351117 patent/DE2351117A1/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0009126A1 (de) * | 1978-09-11 | 1980-04-02 | BASF Aktiengesellschaft | 1,3-Bisarylglycerinäther und deren Verwendung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0155231B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Abbildungen | |
| US4284705A (en) | Photosensitive diazo salt compositions and lithographic plate comprising same | |
| DE2028903C3 (de) | Lichtempfindliche Masse | |
| EP0151372B1 (de) | Verfahren zur Bilderzeugung | |
| EP0146505B1 (de) | Verfahren zur Bilderzeugung | |
| JPS58114031A (ja) | レリ−フ像の製造法 | |
| HK76585A (en) | Positive-working radiation-sensitive composition | |
| EP0071789A1 (de) | Für die Herstellung von Photoresistschichten geeignetes Schichtübertragungsmaterial | |
| EP0141389A2 (de) | Verfahren zur Herstellung von bildmässig strukturierten Resistschichten und für dieses Verfahren geeigneter Trockenfilmresists | |
| EP0101976B1 (de) | Negativ arbeitendes Verfahren zur Herstellung von Reliefbildern oder Resistmustern | |
| JPS6095432A (ja) | ポジチブ型記録材料として適当な硬化可能な感光性込合物 | |
| DE3889518T2 (de) | Photopolymere. | |
| AU610263B2 (en) | Photostencils for screenprinting | |
| EP0226153B1 (de) | Ionische Polymerisate | |
| DE69128343T2 (de) | Photopolymerisierbare zusammensetzung und photopolymerisierbares element | |
| DE2310307A1 (de) | Lichtvernetzbare polymere und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE1570748A1 (de) | Photopolymer | |
| US3969119A (en) | Photoreactive compositions comprising polymers containing alkoxyaromaticglyoxy groups | |
| DE2730725C2 (de) | ||
| DE3732801A1 (de) | Photohaertbares schichtmaterial, verfahren zu seiner herstellung und mit dessen hilfe hergestellte gedruckte schaltung | |
| US3888671A (en) | Photoreactive compositions and products made therewith | |
| DE2203732A1 (de) | Lichtempfindliche mischpolymerisate und diese enthaltende kopiermassen | |
| DE2143430A1 (de) | Photosensitive Zusammensetzungen und Materialien | |
| DE2351117A1 (de) | Photoreaktionsfaehige massen und ihre verwendung | |
| US4065314A (en) | Photoreactive compositions comprising polymers containing alkoxyaromaticglyoxy groups |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OHA | Expiration of time for request for examination |