DE2351177A1 - Turmschussverbindung - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur
lösbaren gegenseitigen Verbindung der Schüsse von mehrschüssigen Krantürmen, wobei jeweils zwei benachbarte Schüsse mit
stirnseitijen Zapfen und Aufnahme öffnungen ineinandersteckbar
sind und jeder Zapfen in der zugehörigen Aufnahmebohrung durch mindestens einen Querbolzen gehalten ist9 welcher Zapfen und .
Aufnahmeöffnungswandung durchsetzt.
Die mehrschüssige Ausbildung von Krantürmen ermöglicht
einen einfacheren Transport des jeweiligen Kranes von Einsatzort zu Einsatzort und / oder die Anpassung der Turmlänge an
die Gegebenheiten am jeweiligen Einsatzort. Insbesondere bei straßenfahrbaren Turmdrehkränen ist es weit verbreitet, die
Türme mehrschüssig auszubilden.' Sie bestehen aus mehreren Schüssen gleichen Querschnitts, welche übereinander gesetzt
und miteinander lösbar verbunden sind.
Es sind bereits verschiedenartige Anordnungen zur· lösbaren
gegenseitigen Verbindung der Schüsse solcher Krantürme bekannt. Dabei werden jeweils zwei benachbarte Schüsse an den
Querschnittsecken durch Längslaschen miteinander verbunden, welche die Stoßstelle überbrücken und mit Hilfe mehrerer Querschrauben
an dem einen bzw. dem anderen Schuß befestigt sind.
Auch hat man stattdessen schon Zugschrauben verwendet, welche jeweils durch Bin Auge an dem einen bzw. an dem anderen Schuß
gesteckt werden, parallel zur Turmlängsachse liegen und die beiden Schüsse an den Querschnittsecken miteinander verspannen.
Bei Anordnungen zur lösbaren gegenseitigen Verbindung
der Schüsse von mehrschüssigen Krantürmen ist vor allem wesentlich,
daß die Verbindung schnell zustande gebracht und auch wieder gelöst werden kann. Weiterhin muß gewährleistet sein,
daß die beiden jeweils miteinander verbundenen Schüsse sich nicht relativ zueinander bewegen können. Die geschilderten bekannten
Anordnungen sind insofern verbesserungsbedürftig, da sie aufgrund der Vielzahl der jeweils anzubringenden bzw. zu
entfernenden Schrauben nur eine begrenzte Montage- und Denontagegeschwindigkeit
zulassen und weil sie ferner nur unter Schwierigkeiten und somit verhältnismäßig großem Aufwand so
hergestellt ve*rden können, daß eine zuverlässige, d. h. starre Verbindung zustande kommt, was insbesondere dann nocii erschwert
ist, wenn bereits mehrfache Montagen und Demontagen stattcefunden
haben, da dann- die aufeinander abgestimmten Passunjen der
miteinander in Eingriff zu bringenden Bauteile aufgrund von
Verformungen und dergleichen zerstört sein können.
Auch ist bereits eine Anordnung der eingangs angegebenen Art vorgeschlagen worden, wobei also jeweils zwei benachbarte
Schüsse mit stirnseitigen Zapfen und Aufnahmeöffnungen
ine inander st eckbar sind und jeder Zapfen in der zugehörigen.
Aufnahmebohrung durch mindestens einen Querbolzen gehalten ist, welcher Zapfen und Aufnahmeöffnungswandung durchsetzt. Jeder
Bolzen weist dabei eine zylindrische Mantelfläche auf. Diese Anordnung ist insofern nachteilig, als auch dabei eine verhältnismäßig
genaue Passung zwischen dön miteinander in Eingriff zu bringenden Bauteilen gewährleistet sein muß, ferner die Entfernung
der Bolzen in der Ee^eI nur mit erhöhtem Aufwand und
unter Schwierigkeiten möglich ist, weil nämlich sich Passungs-
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rost zwischen Bolzen und augehöriger Aufnahme Öffnung bzw.
zugehörigen Zapfen bildet, welcher den Bolzen festsetzt.
Aufgabe der Erfindung ist es» alle diese Nachteile zu vermeiden und eine Anordnung der eingangs angegebenen Art
zu schaffen, welche eine zuverlässige und schnelle Verbindung
jeweils zweier-benachbarter Schüsse miteinander ermöglicht,
ferner auch ein schnelles Lösen dieser Verbindung selbst dann, wenn sich Passungsrost gebildet haben sollte.
Dies ist durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs
angegebenen Maßnahmen erreicht«, Vorteilhafte Wei- '
terbildungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 4 gekennzeichnet.
Bei Turmdrehkranen weist der Turm in der Regel einen
viereckigen Querschnitt auf. Vorzugsweise sind die Schüsse an
den Querschnittsecken jeweils mit einem stirnseitigen, d. h. parallel zur Turm- bzw. Schußlängsachse verlaufenden Zapfen
bzw» einer entsprechenden Aufnahmeöffnung versehen. Dabei ist' die Aufnahmeöffnung vorteilhafterweise von dem Innenraum einer
hohlen Eckstrebe des jeweiligen Turmschusses gebildet.
Ist jede Hülse mit zylindrischer Mantelfläche ausgebildet, dann kann .einführungs seit ig eine Phase vorgesehen
sein, um das Einführen des erfindungsgemäßen Bolzens zu erleichtern.
Nachstehend ist eine Ausführungsform'der Erfindung
anhand der Zeichnung beispielsweise beschrieben. Darin zeigen:
Fig* 1 schematisch einen Turmdrehkran mit mehrschüssigem
Turm in Betriebsstellung}
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Fig. 2 die Stoßstelle zweier benachbarter Turmschüsse
des Kranes gemäß Fig. 1 in größerem Maßstab;
Fig. 3 die Einzelheit bei III der Ansicht gemäß Fig. 2 in größerem Maßstab; und
Fig. 4 den Schnitt entlang der Linie IV - IV in ,
Flg. 3.
Der Turmdrehkran gemäß Fig. 1 weist einen Turm bestehend aus mehreren uberexnandergesetzten Schüssen 1 viereckigen
Querschnitts auf, welche an den Stoßstellen miteinander
verspannt sind, und zwar an jeder der vier Querschnitt seek en.
Auf dem oberen Ende des Turmes sitzt ein Führungsstück 2, an dessen oberem Ende über einen Drehkranz 3 ein Turmkopf
4 angebracht ist, welcher also gegenüber dem Turm um die gemeinsame Längsachse verdreht werden kann. Am Turmkopf 4· sind
ein Ausleger 5 und ein Gegenausleger 6 angelenkt und in waagerechter
Lage verspannt. .Am Ausleger 5 ist eine Laufkatze 7 fflit
Lasthubseil zug 8 in Auslegerlängsrichtung verschieblich vorgesehen.
Um den Turm gemäß Fig. 1 zu verlängern, wird das Führungsstück 2 aus der in Fig. 1 wiedergegebenen Stellung um etwa
eine Schußlänge nach oben auf den Turm verschoben, so daß es dessen Ende um etwa eine Schußlänge überragt, den Turm jedoch
noch auf etwa einer Schußlänge allseitig umfassend. Mit
dem Hubseilzug 8 der an den Turm herangefahrenen Laufkatze 7 wird ein Schuß 1 neben die obere Hälfte des FührungsStücks 2
gehoben und auf nicht dargestellte, nach außen vorstehende Führungsschienen des FührungsStücks 2 abgesetzt. Der Verlängerungsschuß 1 wird dann auf den Führungsschienen in das Führungsstück 2 über das Ende des Turmes geschoben und damit lösbar
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verbunden. Der Kranabbau erfolgt analog in umgekehrter Reihenfolge
der geschilderten Vorgänge.
Jeder Schuß 1 weist vier hohle Eckstreben 9 aufs von
denen in der Seitenansich gemäß Fig. 2 nur zwei sichtbar* sind. Weiterhin ist jeder Schuß 1 an einer Stirnseite mit
zur Schußlängsachse parallelen Zapfen 10 versehen? welche
jeweils aus einer Eckstrebe 9 vorstehen. Jeweils zwei benachbarte Schüsse 1 sind mit den Zapfen 10 eines Schusses 1 und
von den Innenräumen der hohlen Eckstreben 9 gebildeten Aufnahmeöffnungen des anderen Schusses 1 ineinandergesteckt. Jeder
Zapfen 10 ist durch zwei parallele, im Abstand voneinander angeordnete
Querbolzen 11 in der zugehörigen Aufnahmeöffnung 12 verspannt, wobei die Querbolzen 11 jeweils zweier benachbarter
Zapfen 10 um 90° gegeneinander versetzt sind, wie aus Fig. 2 zu ersehen.
Gemäß Fig. 3 und 4· ist jeder Bolzen 11 zweiteilig ausgebildet
und aus einer äußeren Hülse 13 sowie einem Kern 14-zus
ammenge setzt. Der Kern 14- weist eine konische Mantelfläche
15 auf 5 die Hülse 13 eine entsprechend konische Bohrung 16.
Weiterhin ist die Hülse 13 mit einem Längsschlitz 17 versehen
und vorteilhafterweise aus Federstahl hergestellt» Die Mantelfläche
18 ist zylindrisch»
Jeder Querbolzen 11 durchsetzt eine Querbohrung 19 des
zugehörigen Zapfens 10 sowie zwei einander gegenüberliegende
Bohrungen 20 in der Wandung 21 der zugehörigen Aufnahmeöffnung
12o Zur Erleichterung des Einführens des Bolzens 11 ist dieser bzw» dessen Hülse 13 einführungsseitig mit einer Phase 22 versehen»
Dielängsgeschlitzte Hülse 13 federt radial» Sie gewährleistet somit nicht nur einen festen Sitz des jeweiligen
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Querbolzens 11 in der Wandung 21 der zugehörigen Aufnahmeöffnung 12 und im zugehörigen Zapfen 10, und zwar selbst dann,
wenn die Bohrungen 19 und 20 ausgeschlagen sein sollten, sondern
erleichtert auch das Entfernen des Querbolzens 11, und zwar selbst dann, wenn sich Passungsrost gebildet haben sollte.
Bei einer Bewegung des Kernes 14- in Richtung des Pfeiles 23 nach Lösen einer Mutter 24- und Abnahme einer Hingscheibe
25 federt nämlich die Hülse 13 zusammen.
Die Hülse 13 und der Kern 14- sind durch die auf einem
Gewindezapfen 26 des Kernes 14- aufgeschraubte Mutter 24- miteinander
verspannt, welche über die untergelegte Ringscheibe 25 auf die benachbarte Stirnfläche der Hülse 13 drückt, so daß
der Kern 14 in die Hülse 13 gezogen und diese radial nach außen
gedruckt bzw. gespreizt ist, um fest an den Bolzen 20 der Wandung 21 der Aufnahme öffnung 12 für den zugehörigen Zapfen
10 und an der Querbohrung 19 dieses Zapfens 10 anzuliegen, v/elcher mit einem verbreiterten Abschnitt 27 in der zugehörigen
hohlen Eckstrebe 9 sitzt und damit verschweißt ist.
Claims (4)
1./Anordnung zur lösbaren gegenseitigen Verbindung der Schüsse
von mehrschüssigen Krantürmen, wobei jeweils zwei benachbarte
Schüsse mit stirnseitigen Zapfen und Aufnahmeöffnungen
ineinandersteckbar sind und jeder Zapfen in der zugehörigen
Aufnahmebohrung durch mindestens einen Querbolzen gehalten ist, welcher Zapfen und Aufnähme Öffnungswandung durchsetzt,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Bolzen (11) zweiteilig ausgebildet
ist und aus einer äußeren, längsgeschlitzten, radial . federnden Hülse (13) lait konischer Bohrung (16) und einem Kern
(14) mit entsprechender konischer Mantelfläche (15) besteht.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (15) aus Federstahl besteht.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (13) eine zylindrische Mantelfläche (18) aufweist=
4. Anordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Bolzen (11) jedes Zapfens
(10) gegenüber dem bzw. den Bolzen (11) des benachbarten Zapfens (10) um 90° versetzt ist bzw. sind.
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, e
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