DE2350915A1 - Aufschlagzuender mit kipprotor fuer geschosse mit drall - Google Patents
Aufschlagzuender mit kipprotor fuer geschosse mit drallInfo
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Description
ETAT FRZl]1OAIS Represente per Ie Kini^+re d'Kta t chorgf. de la
Defense !rationale Delegation Kinisi-irielle pcnir 1' \rrr.erner.t
Direction Technique des Araements Terrestres Tltsblisraenent
el'Etudes et de imbrications d1 Armer, ε nt de Bourses
4, Avenue de la Porte d'Issy, 75 Pari« 15, Frankreich
Aufschlagzünder mit Kipprotor für Geschosse mit Drall.
Die Erfindung betrifft die Aufschlagzünder
mit Kipprotor zur Ausrüstung von Geschossen, welche eine Drehbewegung
um ihre Achse ausführen, insbesondere Geschosse kleinen
oder mittleren Kalibers (z.B. mit einem zwischen 15 und mm liegenden Kaliber).
Es sei zunächst klargestellt, dass unter
dem Ausdruck "Aufschlagzünder mit Kipprotor" ein Zünder mit
einem iia allgemeinen spärischen, sphäroiden oder auch gegebenenfalls
zylindrischen Rotor zu verstehen ist, welcher zwischen einem vorderen Schlageleiaent (Schlagorgan, welches einem primären
Zündhütchen zugeordnet ist oder nicht) und einem hinteren
Element dor pyrotechnischen Kette cles Zünders angeordnet ist
und eine durchgehende Bohrung auf v/eiet, welche" eine pyrotechnische
Ladung (primäres Zündhütchen oder sekundäres Relais) zur Zündung des hinteren Elements beim Intätigkeittreten des
Schla£or£aii3- enthält, wobei der Rotor so in den Körper des
Zunders eingesetzt ist, dass er durch Kippen aus einer Ruho-
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stellung, in welcher diese Bohrung nicht in einer Flucht mit dem
vorderen Selilagelement und den hinteren Element der pyrotechnikschen
Seite des Zünders liegt (wodurch die Sunduns dieses hinteren
Elements in Falle eines zufälligen Intätigkeittretens de3
3chla:;orhans oder der zufälligen Explosion eines primären Zündhütchens
unmöglich gemacht wird)in-eine Arbeitsstellung übergehen
kann, in v/elcher das vordere Schlagelement, die die pyrotechnische
Ladung enthaltende Bohrung und das hintere Element der pyrοtechnischen Kette des Zunders in einer Flucht liegen,
so dass das hintere Element beim Intätigkeittreten des vorderen
Schlagelements durch die pyrotechnische ladung gesundet werden
kann.
Bei einen derartigen Zünder entsteht das
Kippen des Rotors beim Abschuss (zum übergang aua seiner Ruhestellung
in seine Arbeitsstellung) im allgemeinen durch die durch die Drehung des Geschosses um seine Achse erzeugte Fliehkraft,
und vor dem Abschuss ist natürlich aus Sicherheitsgründen (Sicherheit der Einlagerung, der Handhabung und der Zufuhr
zu der Uaffe) der Eotor provisorisch in der Ruhestellung durch
eine Verriegelungsvorrichtung verriegelt, welche so ausgebildet ist, dass sie durch die beim Abschuss auftretenden Kräfte, (im
allgemeinen durch die Fliehkraft) unwirksam gemacht wird.
Bekanntlich .sielt das gegenwärtige Bestreben
bei Aufschlagzündern im allgemeinen und bei Aufschlagzündern mit Kipprotor im besonderen Jan in, die Vorrohr sicherheit zu steigern,
d.h. den Abstand zwischen der Hündung der Feuerwaffe und dem Punkt der Flugbahn des Geschosses zu vergrössern, von welchen
aus der Zunder "zündbereit" ist, d.h. durch Schlagzündung bei einen Aufschlag arbeiten kann.
Bei Aufschlagzündern tiit einem unter der
Wirkung einer Fliehkraft kippenden 3otor ändert sich offenbar die Vorrohrsicherheit gleichsinnig mit der Dauer des gesamten
Kippweges, v/elcher den Rotor aus seiner Ruhestellung in seine Arbeitsstellung bringt, wobei diese Dauer ihrerseits unter
sonst gleichen Umständen eine wachsende Funktion der Vinkalamplitude
des gesamten Kippweges, da ein längerer Weg eine längere Dauer zum Durchlaufen desselben zur Folge hat, und
eine abnehmende Funktion der Stärke des ursprünglichen Kippsio-
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BAD ORIGINAL
ηent ist, welches den Rotor aus seiner Ruhestellung in seine
Arbeitsstellung zu bringen sucht, da ein ursprüngliches kleineres Kippmoment eine geringere Yfinkelbeschleunigung des Rotors
erzeugt.
Die obigen theoretischen Betrachtungen zeigen, dass es zur Steigerung der Yorrohrsicherheit eines derartigen
Zunders mit Kipprotor zwecknassig wäre, den Kippveg seines
Rotors su vergrössern und die Grosse des ursprünglichen
Kippmoments, welches den Rotor aus der Ruhestellung in seine Arbeitsstellung bringt, su verkleinern.
Die Fachleute haben jedoch bisher diese
theoretischen Kenntnisse nicht benutzt, und zwar aus praktischen Gründen, welche hier klargelegt v/erden sollen, um die Originalität
und die Zv/ecknässigkeit der Erfindung besser herauszuarbeiten.
Bei den bekannten Zündern mit Kipprotor be-
sass der Rotor eine Unsymmetrie in Bezug auf die zu der Achse
der die pyrotechnische Ladung enthaltenden Bohrung senkrechte liittelebene, welche eine Unwucht zur Folge hatte,, welche durch
die Wirkung der Fliehkraft in eine stabile Gleichgewichtsstellung kam, d.h. eine Stellung, in welcher sie von der Achse des
Zünders an weitesten entfernt war.
Infolge dieser unsymmetrischen Ausbildung
des Kipprotors derartiger" Zünder (einschliesslich seiner pyrotechnisehen
Ladung) war es ausgeschlossen, dass der Rotor in der einen öder der anderen Richtung kippen kann, damit seine
Unwucht die eine oder die andere der beiden möglichen stabilen (diametral gegenüberliegenden) Gleichgewichtsstellungen einnehmen
kann.
Für einen derartigen unsymmetrischen Rotor
musste daher zwangsläufig eine Ruhestellung gewählt werden, in
welcher seine Unwucht einen merklichen Abstand von der Achse des Zunders hatte, wodurch, zwar die Kipprichtung des Rotors
genau definiert wurde, aber nur ein gesamter Kippweg von weniger als SO' möglich wurde, wobei dann die die pyrotechnische
Ladung enthaltende Bohrung in der Ruhestellung des Rotors eine Schräglage gegenüber der Achse des Zünders hatte.
Wenn sich der Rotor eines derartigen Zünders
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in der Ruhestellung befand, wirkte auf ihn, nachdem der Zünder seine Drehbewegung erhalten hatte, eine erhebliehe Kraft, da
seine Unwucht von der Achse des Zünders entfernt war. Dieser Zustand wurde übrigens von den Fachleuten als günstig angesehen,
welche wünschten, dass die auf den Rotor wirkende Kraft in der Lage sei, seine Ingangsetzung sicherzustellen und die Reibungswiderstand
e zu überwinden·
Bei diesem früheren Stand der Technik hatte
also der gesamte Kippweg des Rotors bei weitem nicht die grösste
mögliche Amplitude (90°), und das anfängliche Kippmoment wurde absichtlich auf einen beträchtlichen Wert eingestellt«
Anders ausgedrückt, aus baulichen Gründen
hatten sich die Fachleute Lösungen zugewandt, welche nicht die Erzielung einer gesteigerten Vorrohrsicherheit gestatten, da
sie zur Wahl eines verringerten Kippweges und eines grossen Anfangsnoments
geführt hatten.
Ferner besteht die Gefahr, dass dieses erhebliche Anfangsmonient in einem gewissen Maße Reibungskräfte
erzeugt, v/elche das .Arbeiten (bei der Entriegelung) des Verriegelung3systems
des Kipprotors stören.
Die Erfindung bezweckt nun, diesen Hachteilen
der bisher bekannten Aufschlagzünder mit Kipprotor abzuhelfen, d.h. einen derartigen Zünder herzustellen, welcher, eine
gesteigerte Vorrohrsicherheit hat und ein System zur Verriegelung seines Rotors aufweist, dessen Arbeiten bei der Entrie-·
gelung nicht durch die auf den Rotor wirkenden Kräfte gestört wird.
Der erfindungsgeEiasse Aufschlagzünder für
Geschosse mit Drall besitzt einen Zünderkörper, in welchen ein
für einen Aufschlag empfindliches vorderes Schlagelement (im allgemeinen ein gegebenenfalls einem primären Zündhütchen zugeordnetes
Schlagorgan) und ein Kipprotor eingesetzt sind, welcher zwischen dem Schlagelement und einem hinteren Element der
pyrotechnischen Kette des Zunders angeordnet ist und eine durchgehende Bohrung enthält, welche eine pyrotechnische ladung zur
Zündung des hinteren Elements aufnimmt, wobei der Kipprotor bis zuEi Abschuss provisorisch durch eine durch die Wirkung der
durch diesen Abschuss erzeugten Fliehkraft freigebbare Verrie-
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BAD ORIGINAL" C'*^
BAD ORIGINAL" C'*^
gelungsvorrichtung in einer Ruhewinkelstellung gehalten wird,
in welcher diese Bohrung nicht in einer Flucht mit dem vorderen Schlagelement und dem hinteren Element der pyrotechnischen Kette des Zunders liegt, und ist dadurch gekennzeichnet, dass sein
Kipprotor (einschliesslich der in ihm enthaltenen pyrotechnik sehen Ladung) keine Unwucht besitzt, dass die in seinem Rotor
enthaltene pyrotechnische ladung in Bezug auf die Quermittel·=
ebene der diese enthaltenden Bohrung vollständig symmetrisch ist, dass der Rotor so ausgebildet ist, dass er eine Haupttrag=
heitsachse besitzts und dass die Ruhestellung des Rotors so
beschaffen ist, dass seine Haupttragheitsachse in dieser Ruhestellung einen Winkel von 90° mit der Achse des Zünders bildet s
so dass diese Ruhestellung eine labile Gleichgewichtesteilung
ist, von welcher aus bei dem Drall des Zunders der Rotor seine Arbeitsstellung durch einen Winkelweg von 90° in dem einen oder
dem anderen Sinn su erreichen sucht, da ein Moment auftritt,
welches unter dor Wirkung der Fliehkraft und sobald der Rotor
seine Ruhestellung des labilen Gleichgewichts auch nur im ge=
ringsten verlassen hat, die Haupttragheitsachse des Rot'ors und
die Drallachse des Zunders in eine Flucht' zu bringen sucht? so
dass dann die in dem Rotor enthaltene pyrotechnische ladung auf das vordere Schlagelement und das hintere Element der pyroteolxnischen
Kette des Zunders ausgerichtet ist ο
Es ist zu bemerken3 dass die auf das Geschoss
in don Lauf der Waffe und "bei seinem Austritt aus demselben infolge des konstruktiven Spiels wirkenden Störungen (Präzession
und Mutation) bei weitem ausreichen, um den Rotor etwas aus seiner labilen Gleichgewichtsstellung zu bringen*, sobald die Entriegelungsvorrichtung wirksam geworden ist, was das sofortige
Auftreten des oben erwähnten Kippmoments sur Folge hat ο
Infolge der Langssymmetrie der in dem Rotor
enthaltenen pyrotechnischen ladung ist der Sinn der Kippfoewegung
desselben ohne Bedeutung9 da der Rotor bei beliebiger
Kipprichtung genau in die gleiche Lage gegenüber dem vorderen Schlagelement"und dem hinteren pyrotechnischen Element kommt s
nachdem sr seine Arbeitsstellung durch einen Winkelweg voa in dem einen Odor dem anderen Sinn erreicht nato
• · Ein derartiger Aufschlagzunder mit Kipprotos?
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BAD ORIGINAL ; ·;-.
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ohne Unwucht, dessen Ruhestellung um 90° gegen die Achse des
Zunders Tersehoben ist, besitzt gegenüber einen bekannten Zunder gleicher lrt? jedoch, mit einem Kipprotor mit Unwucht, dessen Ruhesteilung etwa 45° gegen die Achse des Zunders verschoben ist j eine gesteigerte Torrohrsicherheit, da einerseits der gesamte Kippweg des Rotors eine grassere Amplitude (grossan- . Ordnungsmässig das Doppelte) besitzt, und andererseits das Kippmoment, welches die Ingangsetzung des Rotors bewirkt, sobald
dieser sieh auch nur im geringsten aus seiner labilen Ruhestellung entfernt hat, dann einen sehr kleinen Wert besitzt, wobei @s mit dem Wert Hull in der genauen Stellung des labilen Sleich« gewichts beginnt j hierauf durch ein Haziauci geht "und sollliesslioh nach Ankunft des Rotors in der Arbeitsstellung wieder auf den Wert KuIl fällt«
Zunders Tersehoben ist, besitzt gegenüber einen bekannten Zunder gleicher lrt? jedoch, mit einem Kipprotor mit Unwucht, dessen Ruhesteilung etwa 45° gegen die Achse des Zunders verschoben ist j eine gesteigerte Torrohrsicherheit, da einerseits der gesamte Kippweg des Rotors eine grassere Amplitude (grossan- . Ordnungsmässig das Doppelte) besitzt, und andererseits das Kippmoment, welches die Ingangsetzung des Rotors bewirkt, sobald
dieser sieh auch nur im geringsten aus seiner labilen Ruhestellung entfernt hat, dann einen sehr kleinen Wert besitzt, wobei @s mit dem Wert Hull in der genauen Stellung des labilen Sleich« gewichts beginnt j hierauf durch ein Haziauci geht "und sollliesslioh nach Ankunft des Rotors in der Arbeitsstellung wieder auf den Wert KuIl fällt«
Obwohl man dera Kipprotor eine zylindrische
Form geben und ihn dann um eine zn der JDi'allaelise des Zunders
senkrechte Achse drehbar lagern kannj, wird swecksässig für den
Rgtor ©ine sphärische oder spharoide lor-m gewählt9 und er wird
in einer Lagerflache entsprechendes? lor-m gelagerts so dass er
nach as;:= Freigabe eine vollständig« Bewegungsfreiheit t~esitst?
dolle in. allen Koohtuingenc
Sine derartige Freiheit hat naailicli f?"r den
Eotor bei Beinern Übergang aus seiner SielierliaitsstelliHig iß.
ssiae siäidbereite Stellung dia Kögiiolikeit einer allmählichen" Ingangsetzung und sines längeren 'feg®ε sor ^olgej wodurch ein entsprechender Gewinn an Yorrolirsieiierlieit entstellt»
ssiae siäidbereite Stellung dia Kögiiolikeit einer allmählichen" Ingangsetzung und sines längeren 'feg®ε sor ^olgej wodurch ein entsprechender Gewinn an Yorrolirsieiierlieit entstellt»
Der ©rfindungsgösiass erzielte Gewiiia an
Yo^rotosiclierlieit ist sehr bsdeutsM und kann unter sonst gleichen
Umstanden zu einer mit ei&sm grosses, faktor multiplizierten Torrolirsiölieriisit föteea9 was die Brsielwag ¥on Yörroiirsicherheiten
zwischen 10 "and 30 Matern "cad mehr ermogliclitj und
derartige, gegenwärtig in den Eiilitäx'isciieii Progranonen angestrebten
Vierte der Yorrohrsicherheit können nicht mit einem
üblichen Aufsehlagzundei' mit einem auf 45° eingestellten Rotor mit Unv/uoht und ohne besondere Verzögerungsvorrichtung erreicht werden«» ■ .. . ■ · -.
üblichen Aufsehlagzundei' mit einem auf 45° eingestellten Rotor mit Unv/uoht und ohne besondere Verzögerungsvorrichtung erreicht werden«» ■ .. . ■ · -.
Es ist darauf iiinsnweissiic, dass der srfinäungsgeaäas
ersielte"Fortschritt von einer originellen Planung
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BAD ORIGiNAL
BAD ORIGiNAL
des Aufbaus und der Wi'nkeXe ins teilung des Rotors des Zunders
herrührt, welcher "besonders einfach und billig bleibt.
Es ist ferner su bemerken, dass ein erfin~
dungsgcmäss ausgebildeter und in seiner Winkelstellung festgelegter
Rotor durchaus in übliche Aufschlagzunder mit Kipprotor
anstelle des eigenen Eotors derselben eingebaut werden kann., wobei
die Yorrohrsicherheit durch diesen ^rsats erheblich gesteigert
wird.
lerner ist zu "bemerken«, dass durch den er-
findungsgeinässen geringen Wert des auf den Rotor in der Ruhestellung
wirkenden Kippmoments Jede Behinderung und jede Störung
bei der Freigabe der den Rotor in der Ruhestellung hai*
tenden Yerriegelungsvorrichtung vermieden wird»
Wie oben ausgeführt«, bedingt die Erfindung
für den Rotor das Yörhandensein einer Hauptträgheitsachse, was
sehr einfach dadurch erzielt wird, dass die Bohrung aur Aufnahme der pjrotechnischen ladung durch eine Durchmesserbohrung
gebildet wird9 wobei eine pyrotechnische ladung gewählt wird,
deren Dichte kleiner als die des den Rotor bildenden Werkstoffs ist c, wobei dann die Hauptträgheitsachse des Rotors mit der Achse
der Bohrung zusammenfällt.
Bas Fehlen einer Unwucht in dem Rotor, verlangt
nicht unbedingt eine vollständige Formsymmetrie desselben
(eine j?ormunsymmetrie kann durch eine. Auswuchtungsmasse ausgeglichen
werden), es scheint jedoch einfacher^ einen Rotor zu wählen, welcher einschliesslich seiner pyrotechnischen ladung,
in Bezug auf die Quermittelebene der diese pyrotechnische ladung enthaltenden Bohrung vollständig symmetrisch ist·
Hierfür wird9 wie "bereits angegeben, vorzugsweise
fur den Rotor eine sphärische Form (mit oder ohne Abflachung) gewählt, wobei dann der Rotor durch Lagerflächen
in Form von Kugelkappen geführt wird·
Die in dem Rotor untergebrachte pyrotechnische ladung, welche in Besug auf die Quermittelebene ihrer Aufnahme
bohrung symmetrisch, sein muss, damit sie sich in der Arbeitsstellung
für die beiden möglichen Kipprichtungen des Rotors gleich verhältj kann entweder durch ein einziges Element,
oder durch zwei Elemente gebildet werden, welche einen Abstand voneinander haben und in Bezug auf diese Hittelebene symmetrisch
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angeordnet sind.
Schliesslich kann zur weiteren Steigerung
der Yorrohrsicherheit des Zunders, um Vierte von grössenordnungsmässig
von 40 bis 50 Meter und sogar mehr zu erreichen, mit der
Vorrichtung zur Verriegelung seines Rotors ein zusätzliches Verzögerungssystem kombiniert werden, z.B. einer (an sich bekannten)
Bauart mit Abwicklung eines spiraligen Bandes unter der Wirkung der Fliehkraft, wobei die durch dieses Verzögerungssystem
erzielte Verzögerung zu der Verzögerung hinzutritt,welche durch die Dauer der Kippbewegung des Rotors um 90° vorausgeht
und zu dieser hinzutritt*
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber erläutert.
Pig. 1 zeigt in einer zum Teil axial geschnittenen
Seitenansicht eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Aufschlagzünders mit seinem Rotor in der Ruhestellung.
Pig. 2 zeigt in gleicher Darstellung wie
Fig. 1 eine andere erfindungsgemässe Ausführungsform eines derartigen.
Zünders·
Der in Pig. 1 dargestellte Zünder für ein
Geschoss mit Drall v/eist einen Zünderkörper 1 auf, welcher hinten
mit einer Sprengkapsel 2 versehen ist und ein Gewinde 1a für seine Aufsetzung auf die Nase eines Geschosses trägt·
In dem Zünderkörper 1 ist ein sphärischer
Kipprotor 3 angeordnet, welcher keine Unwucht besitzt und eine Durchmesserbohrung 4 aufweist, in welcher zwei, pyrotechnische
Elementarladungen 5a und 5b untergebracht sind, welche einen
Abstand voneinander haben und symmetrisch in Bezug auf die Quer-Liittelebene
der Bohrung 4 angeordnet sind.
Der Rotor 2 v/ird durch sphärische Anlageflächen
6 gehalten und geführt, welche seine Stellung zwischen
der Sprengkapsel 2 und dem Zündstift 7 festlegen.
Ein derartiger Kipprotor besitzt eine mit der Achse der Bohrung 4 zusammenfallende Hauptträgheitsachse·
Eine freigebbare Verriegelungsvorrichtung.
hält den Rotor 3 in der Ruhestellung derart, dass seine Hauptträgheitsachse
S-X senkrecht zu der Drallachse Y-X des Zünders
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liegt, wobei diese Verriegelungsvorrichtung durch schräge Splinte
8 gebildet wird, weiche in einander gegenüberliegende, in dem Rotor 3 bzw. den Lagerflächen 6 zur Führung des Rotors ausgebildete
Ausnahmungen eingeführt sind und durch die- Wirkung der Fliehkraft in hierfür vorgesehene Ausnehmungen 8a zurücktreten,
wobei sie provisorisch in der Arbeitsstellung durch einen Hing
9 gehalten v/erden, welcher durch die Wirkung der Fliehkraft radial
ausgedehnt wird.
Ein derartiger Zunder arbeitet folgendermaßen« Beim Abschuss spreizt sich der Ring 9 auseinander,
wobei er die Splinte 8 freigibt, welche dann in ihre Ausnehmungen 8a zurücktreten und so den Rotor 3 freigeben» Dieser
verlasst augenblicklich seine labile G-leichgewichtsstellung
unter der Wirkung der Störbewegungen, welchen das Geschoss ausgesetzt ist, und beginnt sich allmählich zu drehen, wobei er um
90° kippt, um mit einer Schraubenbewegung eine stabile Gleichgewichtsstellung zu erreichen, in v/elcher .seine Hauptträgheitsachse Σ-Χ mit der Achse Y-Y de3 Zunders zusammenfällt»
Ein derartiger Zünder besitzt eine beträchtliche- Yorrohrsicherheit infolge seiner verhältnismassig langen .
Schraubenbewegung (in dem einen oder dem anderen Sinn),- welche sein Rotor ausführen muss, sowie infolge der Kleinheit des zu
Anfang auf den Rotor wirkenden Moments·
Ferner erfolgt infolge der Kleinheit de3 anfänglichen Kippmoments das Zurücktreten der Splinte 8 ohne Reibungen
oder Verklemmungen, und die Entriegelung des Rotors kann nicht zu Störungen Anlass geben, so dasa der Rotor tatsächlich
mit einer gewissen Verzögerung in seine stabile Arbeitsstellung gelangt, in welcher die pyrotechnische Hlementarladungen 5a
und 5b auf den Zündstift 7 und die Sprengkapsel 2 ausgerichtet sind·
Von diesem Augenblick an ist der Zünder
zündbereit, und bei einem Aufschlag bewirkt der Zündstift 7 die Zündung der ihm ( je nach der Kipprichtung des Rotors 3)
gegenüberliegenden der beiden Elementarladungen 5a oder 5b,
welche dann die-Aufgabe eines Zündhütchens erfüllt, während die andere
2'lementarladung die Aufgabe eines Relais für die Sprengkapsel
2 erfüllt.
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In. Pig» 2 ist eine andere Ausführungsform
eines erfindungagemässen Aufschlagzünders mit Kipprotor dargestellt
} wobei die gleichen Bezugszeichen die gleichen Teile wie
in Fig. 1 bezeichnen.
Der in 3?ig. 2 dargestellte Zunder unterscheidet
sich von dein der Pig. 1 durch die Ausbildung der pyrotechnische
η Ladung seines Rotors, welche sich durch ein einziges sich symmetrisch beiderseits der Quermittelebene seiner Bohrung
erstreckendes Element 5 gebildet wird, sowie andererseits durch die Ausbildung £er Vorrichtung zur Verriegelung des Rotors 5,
welche durch einen radial dehnbaren Sprengring 10 gebildet wird, v/elcher sich an einer in der Wand des Rotors ausgebildeten Schulter
10a abstützt und provisorisch in der geschlossenen Stellung durch ein Spiralband 11 gehalten wird, welches seinerseits durch
einen radial durch die Fliehkraft aufweitbaren Sprengring 12 aufgewickelt gehalten wird.
Beim Abschuss gibt der Ring 12 das Spiralband 11 frei, welches sich mit einer gewissen Verzögerung (welche
eine zusätzliche Vorrohrsicherheit bildet) abwickelt, worauf
,sich der Ring 1C radial öffnet und den Rotor freigibt, v/elcher
dann durch.den gleichen Vorgang wie der in Fig. 1 dargestellte Zünder in seine Arbeitsstellung gelangt.
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Claims (6)
- Patentansprücheί1 Λ Aufschlagzünder für Geschosse mit Drallmit einera Zünderkörper, in welchen ein für einen Aufschlag empfindliches vorderes Schlägelement ((7) und ein Kipprotor (3) eingesetzt sind, welcher zwischen den Schlagelement und einem hinteren !Element (2) der pyrotechnische Kette des Zünders angeordnet ist und eine durchgehenee Bohrung (4) enthält, welche eine pyrotechnische Ladung (5 oder 5a, 5b) zur Zündung des hinteren Elements (2) aufnimmt, wobei der Kipprotor (3) bis zum Abschuss provisorisch durch eine durch die Wirkung der durch die~ sen Abschuss erzeugten Fliehkraft freigebbare Verriegelungsvorrichtung in seiner Ruhewinkelstellung gehalten wird, in v/elcher diese Bohrung (4) nicht in einer Flucht mit den vorderen Schlag-* element (7) und dem hinteren Element (2) der pyrotechnischen Kette des Zünders liegt, dadurch gekennzeichnet, dass sein Kipprotor (3), einschliesslich der in ihm enthaltenen pyrotechnischen ladung, keine Unwucht besitzt, dass die in seinem Rotor enthaltene pyrotechnische Ladung (5 oder 5a, 5b) in Bezug auf die Quermittelebene der diese enthaltenden Bohrung (4) vollständig symmetrisch ist, dass der Rotor (3) so ausgebildet ist, dass er eine Hauptträgheitsachse (X-X) besitzt, und dass die Ruhestellung des Rotors so beschaffen ist, dass seine Hauptträgheitsachse (X-S) in dieser Ruhestellung einen Winkel von 90° mit der Achse (Ύ-Υ) des Zunders bildet, so dass diese Ruhestellung eine labile G-leichgewichtsstsllung ist, von welcher aus bei dem Drall des Zünders der 3Iotor seine Arbeitsstellung durch "einen Winkelweg, von 90° in dem einen oder dem anderen Sinn zu erreichen sucht, da ein Kippmoment auftritt, welches unter der Wirkung der Fliehkraft,sobald der Rotor seine Ruhestellung des labilen Gleichgewichts auch nur im geringsten verlassen hat, die Hauptträgheitsachse (X-X) des Rotors und die Drallachse (Y-X) des Zünders in eine Flucht zu -bringen sucht, so dass dann die in dem Rotor enthaltene pyrotechnische Ladung auf das vordere Schlagelement (7) und das hintere Element (2) der pyrotechnischen Kette des Zunders ausgerichtet ist· ·
- 2.) Aufschlagzünder nach "Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, dass sein Kipprotor eine sphärische oder sphäroide Form besitzt und eine Durchmesserbohrung aufweist, welche409816/0922
BADeine pyrotechnische Ladung aufnimmt, deren Dichte kleiner als die des den Rotor bildenden Vierkstoffs ist, wobei dann die Hauptträgheitsachse des Rotors mit der Achse dieser Durchmesserbohrung zusammenfällt· - 3.) Aufschlagzünder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sein Kipprotor (einschliesslich seiner pyrοtechnischen Ladung) in Bezug auf die Quermittelebene der diese pyrotechnische Ladung enthaltenden Bohrung (4) vollständig symmetrisch ist.
- 4.) Aufschlagzünder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die pyrotechnische Ladung seines Kipprotors durch zwei identische Elementarladungen (5a, 5b) gebildet wird, welche einen Abstand voneinander haben und symmetrisch in Bezug auf die Quermittelebene der diese.Ladung enthaltenden Bohrung (4) angeordnet sind·
- 5.) Aufschlagzünder nach Anspruch 3, dadurchgekennzeichnet, dass die pyrotechnische Ladung (5) seines Kipprotors durch ein einziges Element gebildet wird, dessen Symmetrieebene mit der Syniraetrieebene der dieses Element enthaltenden Bohrung (4) zusammenfällt.
- 6.) Aufschlagzünder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) zur Verriegelung seines Kipprotors mit einem Verzögerungssystem (11, 12) ausgerüstet ist, welches die Freigabe dieser Verriegelungsvorrichtung verzögert und so eine zusätzliche Vorrohrsicherheit verschafft.409816/09??
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| FR7236251A FR2203500A5 (de) | 1972-10-13 | 1972-10-13 |
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| DE2350915A1 true DE2350915A1 (de) | 1974-04-18 |
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