DE2350847A1 - Anlage zum laeutern von maische fuer das bierbrauen - Google Patents
Anlage zum laeutern von maische fuer das bierbrauenInfo
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Description
Dipl.-Ing. Thomas Vv'iickon
Patentanwälte _ nL·*
24 Lübeck, Breite Straße 52-54 «3, UKt,
Fernruf 7 58 88
Anmelder:
Hans Kock Hakolb-Werke GmbH, 24oo Lübeck, Falkenstr» 37-55,
Anlage zum Läutern von Maische für das Bierbrauen .
Beim Läutern von Maische für das Bierbrauen werden im allgemeinen bisher Läuterbottiche mit Siebboden verwendet, die eine
große Maischemenge aufnehmen und aus denen die Würze zur v/eiteren Verarbeitung abgenommen und der Treber durch den Siebboden zurückgehalten
wird, wobei der im Läuterbottich absinkende Treber ein natürliches Filter für die· Würze bildet» Solche Läuterbottiche
erfordern in Brauereien einen erheblichen Raum- und Platzbedarf, da ihr Durchmesser im allgemeinen 3 bis 4 m und darüber und die
gesamte benötigte Bauhöhe 4 bis 5 m beträgt, wobei der Läutervorgang
einen Zeitaufwand von 3 bis 4 Stunden bedingt. Dabei ist die Reinigung des Läuterbottiehs sehr schwierig und nur bei
großem Zeitaufwand durchzuführen«, Eine Automatisierung der Maischeläuterung
bei Anwendung von Läuterbottichen ist äußerst kompliziert und wird daher im allgemeinen nicht angewendet. Es kann
auch mit einem Läuterbottich kein Feinschrot verarbeitet werden, das im gesamten Brauprozeß sonst sehr große Vorteile bietet.
Außerdem kann mit Läuterbottichen nicht kontinuierliche gearbeitet werden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, das Läutern der Maische kontinuierliche in kürzester Zeit bei sehr geringem
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Platz- und Raumbedarf durchzuführen und jede Schrotzusammensetzung
verarbeiten zu können.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Anlage zum Läutern von Maische für die Bierbrauerei nach der Erfindung darin, daß einem
kontinuierlich oder zeitweise kontinuierlich mit Maische beschickten und mit einem freien Auslauf versehenen Auffangbehälter
mit angeschlossenem Hydrozyklon zur Trennnung der Maische in Treber mit Restmaische und der aus ihm der weiteren Verwendung
zuzuführenden Würze mindestens zwei weitere Auffangbehälter mit angeschlossenem Hydrozyklon in Reihe nachgeschaltet sind, von
denen jeder Behälter den Treber mit Restmaische aus dem vorhergehenden Hydrozyklon aufnimmt und jeder Hydrozyklon die in ihm
abgetrennte Würse dem vorhergehenden Behälter zuleitet, während der
letzte Behälter mit Frischwasser beschickt wird, aus dessen angeschlossenem Hydrozyklon der endgültige Treber abgenommen und
die Würze wieder dem vorhergehenden Behälter zugeführt wird. Die hierdurch gewonnene Würze wird noch einer geeigneten Nachkläreinricftung
zugeleitet.
Durch eine solche Anlage ist es möglich, die in der Maische enthaltene Würze in kürzester Zeit bei kontinuierlichem oder zeitweise
kontinuierlichen Durchlauf und kontinuierlicher oder zeitweise kontinuierlicher Maischezufuhr zu gewinnen, wobei die
gewonnene Würze sich automatisch auf einen gewünschten Mittelwert des Zuckergehaltes einstellt. Die erfindungsgemäße Einrichtung kann auch nachträglich für bestehend· Sudwerke durch
- 3 -509817/0489
Umrüstung zur Anwendung kommen. Eine Läuteranlage nach der Erfindung
kann auf einer sehr kleinen Raumfläche und Raumhöhe untergebracht werden, da die Auffangbehälter nur geringe Abmessungen aufweisen
und die Durchmesser von zur Anwendung kommenden Hydrozyklonen nur wenige Zentimeter betragen, wie noch nachstehend anhand der Zeichr
nung erläutert wird, in der ein Schema der Läuteranlage nach der Erfindung dargestellt ist.
Nach diesem Schema besteht die Anlage zum Läutern von Maische aus einem ersten Auffangbehälter mit freiem Auslauf, der aus
einem Maischebottich in Richtung des Pfeiles 2 kontinuierlich oder zeitweise kontinuierlich mit Maische beschickt wird. Die aus
dem Behälter 1 ablaufende Maische wird mittels einer Pumpe 3 tangential einem Hydrozyklon 4 zugeleitet, der die Maische in
Treber mit Restmaische und Würze trennt, wobei die Würze über eine Rohrleitung 5 der weiteren Verarbeitung : im Bauvorgang zugeführt
wird. Die abgenommene Würze besitzt zu Beginn des Läutervorganges einen hohen Prozentsatz an Zucker, aber dieser Prozentsatz
wird auf einen Mittelwert herabgesetzt, wie sich aus der weiteren Erläuterung der Anlage ergibt.
Der aus dem Hydrozyklon 4 unten bei 6 abgenommene Treber mit
Restmaische, der noch Würze geringerer Konzentration enthält, fällt in einen zweiten Auffangbehälter 7 und wird über eine
Pumpe 8 einem zweiten Hydrozyklon 9 zugeführt, aus dem die Würze mit geringerem Gehalt an Zucker über eine Regeleinrichtung vorteilhaft
über ein Regelventil 10, durch die Rohrleitung 11
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dem ersten Auffangbehälter 1 zugeführt wird, womit sich ergibt, daß die aus dem ersten Hydrozyklon H abzunehmende Würze im Prozentsatz
an Zucker herabgesetzt wird.
Der aus dem Hydrozyklon 9 abgenommene Treber mit Restmaische fällt in einen weiteren Auffangbehälter 12, aus dem er über eine
Pumpe 13 einem dritten Hydozyklon lH zugeleitet wird, aus dem
die Würze über ein Regelventil 15 und die Rohrleitung 16 dem zweiten Auffangbehälter 7 zugeführt wird, womit auch die aus dem
angeschlossenen Zyklon 9 abgenommene Würze in der Konzentration herabgesetzt wird.
Schließlich fällt der aus dem Zyklon IU abzunehmende Treber mit
Restmaische in einen dritten Auffangbehälter 17, dem aus einer Wasserleitung 18 Frischwasser in einer Menge zugeführt wird, wie
sie für den gesamten Läutervorgang erforderlich ist. Aus diesem letzten Behälter 17 wird der Treber mit Restmaische mittels der
Pumpe 19 einem letzten Hydrozyklon 20 zugeführt, aus dem die Würze, die z. B. nur noch einen Zuckergehalt von 1 % besitzt,
dem vorhergehenden Auffangbehälter 12 über die Leitung 21 mit Regelventil 22 zugeführt wird, so daß auch die aus diesem zugehörigen
Hydrozyklon lH abgenommene Würze in der Konzentration
verdünnt wird. Diese Verdünnung setzt sich also Jeweils bis zum ersten Auffangbehälter 1 fort, so daß schließlich aus dem
ersten Hydrozyklon H eine Würze entnommen wird, die einen gewünschten
Mittelwert an Zuckergehalt besitzt.
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Schließlich wird aus dem letzten Hydrozyklon 20 der endgültige
Treber bei 23 abgenommen»
Die Zahl der Zwischenstufen mit den Auffangbehältern 7 und 12 und den Hydrozyklonen 9 und tu kann vergrößert werden oder auch
auf eine einzelne Zwischenstufe mit dem Behälter 7 und dem Hydrozyklon 9 verringert werden. Durch die in die Würzleitungen
11,16 und 21 eingebauten Regeleinrichtungen bzw«, Regelventile
ist es möglich, die Fließfähigkeit der Treber mit Maischerest in
gewünschter Weise aufrechtzuerhalten und auch den endgültigen Mittelwert des Zuckergehaltes der weiterzuverarbeitenden Würze
einzustellen.
In jedem Fall ist es mit der Anlage nach der Erfindung möglichs
die Läuterung der Maische kontinuierlich in verhältnismäßig kurzer Zeit durchzuführen und die Maische in Bezug auf den Würzegehalt
mindestens in gleicher Konzentration wie bei herkömmlichen Verfahren auszulaugen. Weiter erfordert diese Anlage nur eine
geringe Raumfläche und kann z. B.auf einer Fläche von 1 m bei
einer Höhe von z. B. 2 m untergebracht werden, denn die Auffangbehälter erfordern nur kleine Abmessungen im Durchmesser und Höhe,
z. B. von 30 cm zu ^O cm, und die zur Anwendung kommenden Hydrozyklone
besitzen Durchmesser von nur einigen cm, ζ. Β. β cm» Die Anlage hat den weiteren Vorteil, daß alle Auffangbehälter,
Pumpen und Hydrozyklone gleiche Ausbildung besitzen können»
Weitere Vorteile ergeben sich durch die Möglichkeit der Ver-
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arbeitung von Peinschrot, Mehl oder j=der anderen Schrot zusammensetzung.
Das Verfahren kann auch ohne weiteres für vorhandene Anlagen mit chargenweisem Betrieb als Ersatz oder zur Kapazitätserhöhung der vorhandenen Abläutereinrichtungen Verwendung finden.
Weiter können dem ersten Hydrozyklon geeignete Vorabtrennungseinrichtungen vorgeschaltet werden,, um bereits eine teilweise
Herausnahme der Treberbestandteile vorab zu erreichen.
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Claims (4)
1. Anlage zum Läutern von Maische für das Bierbrauen, dadurch gekennzeichnet, daß einem kontinuierlich oder zeitweise kontinuierlich
mit Maische beschickten und mit freiem Auslauf versehenen Auffangbehälter (1) mit angeschlossenem Hydrozyklon (4) zur
Trennung der Maische in Treber mit Restmaische und der aus ihm der weiteren Verwendung zuzuführenden Würze mindestens zwei weitere
Auffangbehälter (7,17) mit angeschlossenem Hydrozyklon (9,1*0
in Reihe nachgeschaltet sind, von denen Jeder Behälter den Treber mit Restmaische aus dem vorhergehenden Hydrozyklon aufnimmt und
jeder Hydrozyklon die in ihm abgetrennte Würze dem vorhergehenden Behälter zuleitet, während der letzte Behälter (17) mit Frischwasser
beschickt wird, aus dessen angeschlossenem Hydrozyklon (20) der endgültige Treber abgenommen und die Würze wieder dem vorhergehenden
Behälter (12) zugeführt wird.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Auslaß Jedes Auffangbehälters und dem angeschlossenen Hydrozyklon
eine den Hydrozyklon beschickende Pumpe geschaltet ist.
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3. Anlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Würzeleitung (Il,l6s21) aus jedem Zyklon (9,11U20) zu dem vorhergehenden
Auffangbehälter (1,7,12) eine Regeleinrichtung vorgesehen ist.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3S dadurch gekennzeichnet,
daß dem ersten Hydrozyklon (4) eine Vorabtrenneinrichtung von Treber vorgeschaltet ist.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732350847 DE2350847A1 (de) | 1973-10-10 | 1973-10-10 | Anlage zum laeutern von maische fuer das bierbrauen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19732350847 DE2350847A1 (de) | 1973-10-10 | 1973-10-10 | Anlage zum laeutern von maische fuer das bierbrauen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2350847A1 true DE2350847A1 (de) | 1975-04-24 |
Family
ID=5895022
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732350847 Pending DE2350847A1 (de) | 1973-10-10 | 1973-10-10 | Anlage zum laeutern von maische fuer das bierbrauen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2350847A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999013048A3 (de) * | 1997-09-11 | 1999-05-06 | Hrch Huppmann Gmbh | Anlage zur bierherstellung mit abscheidevorrichtung |
| DE102020001942A1 (de) | 2020-03-26 | 2021-09-30 | Waldemar E. Reule | Verfahren zur effizienten Separation von Lösung und Feststoff aus Hydrolysat-Suspensionen und seine Verwendung |
-
1973
- 1973-10-10 DE DE19732350847 patent/DE2350847A1/de active Pending
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| WO1999013048A3 (de) * | 1997-09-11 | 1999-05-06 | Hrch Huppmann Gmbh | Anlage zur bierherstellung mit abscheidevorrichtung |
| DE102020001942A1 (de) | 2020-03-26 | 2021-09-30 | Waldemar E. Reule | Verfahren zur effizienten Separation von Lösung und Feststoff aus Hydrolysat-Suspensionen und seine Verwendung |
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