DE2350666A1 - Herstellung von synthetischem naturgas aus rohoel - Google Patents
Herstellung von synthetischem naturgas aus rohoelInfo
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Description
DR. MÜLLER-BORE DIPL-phys. dr. MANITZ dipl.-chem. dr. DEUFEL
DtPL-ING. FINSTERWALD DIPL.-ING. GRÄMKOW
PATENTANWÄLTE
-9. OKT. 187J dt/Sh - A 2333
AIR PRODUCTS AND CHEMICALS, INC. Allentown, Pa. 18106
' USA
Herstellung von synthetischem Naturgas aus Rohöl
Priorität: USA vom 12. Oktober 1972, USSN 297
409817/1027
Die Erfindung betrifft die Herstellung von synthetischem
Naturgas bzw. Erdgas (Methan) durch Vergasung von Rohöl. Rohöl wird im allgemeinen in hoch— und niedrigsiedende
Fraktionen getrennt, und die niedrigsiedenden Fraktionen werden dann bei hohen Temperaturen behandelt, um ein Abgas
zu erzielen, das Methan, Äthan, saure Gase, wie Schwefelwasserstoff,
überschüssigen Wasserstoff und restliche aromatische Bestandteile enthält. Der Abstrom von der Vergasungsstufe wird dann weiteren Verarbeitungsfolgen unterzogen,
wo das saure Gas und die aromatischen Fraktionen entfernt
werden und der Wasserstoff abgetrennt wird, und schließlich wird das Äthan umgesetzt, um zusätzliches Methan zu bilden,
und das Methan oder synthetische Erdgas wird in eine Pipeline geführt, um es beispielsweise unter anderem für Haushaltszwecke oder industrielle Zwecke zu verwenden.
Die Behandlung von Rohöl oder Rohölfraktionen zur Erzielung eines synthetischen Pipelinegases, das entweder reich an Wasserstoff
oder reich an Methan ist, ist in vielen bekannten Verfahren gezeigt. Ein technisches Verfahren zur Erzeugung
von synthetischem Erdgas durch Kohlenwasserstoffvergasung von Naphthadestillat-Ausgangsmaterial ist die Dampfreformierung,
die entweder unter schweren oder milden Reformierbedingungen durchgeführt wird. Im allgemeinen wird die Dampfreformierung
bei erhöhten Temperaturen bei Atmosphärendruck oder höheren Drucken in Gegenwart eines Katalysators, im allgemeinen
eines auf einen Träger aufgebrachten Nickelkatalysators, durchgeführt» Die Kohlenwasserstoffe reagieren mit dem Dampf
unter Bildung ein. 3 Gases, das Wasserstoff, Kohlenoxid und Methan
enthält, wobei die Zusammensetzung des Gases von den Reaktionsbedingungen abhängt. Ein in der Fachwelt als CRG-Prozeß (British
Gas Council Catalytic Rich Gas Process) bekanntes Verfahren verwendet die Dampfreformierung unter milden Bedingungen, wobei
ein »ethanreiches Gas erzeugt wird.
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- P —
Bei einem zweiten Verfahren zur Erzeugung" von synthetischem
Pipelinegas, und zwar einem Gas,' das besonders reich an Methan ist, besteht in der Anwendung der verschiedenen thermischen
Hydrocrackungsarbeitsweisen« Die thermische Hydrocrackung
kann in verschiedene Kategoiien eingestuft werden» Die erste
davon ist der-Betrieb der thermischen Hydrocrackungseinheit ohne ein Koksbett oder einen Katalysator^ die zweite ist der
Betrieb mit einem fluidisierten oder Wirbelkoksbett, um die Kohlenstoffabscheidung durch periodische Entfernung der Feststoffe
zu kontrollieren; und die letzte ist der Betrieb mit einem Hydroformierungskatalysator, um die Reaktion zu beeinflussen.
Beim letzteren Verfahren ist jedoch die Reaktion großenteils eine thermische Hydrocrackung statt einer katalytischen
Hydrocrackung bei dem vorliegenden niederen Drucken und hohen Temperaturen, wobei Dampf zur Kontrolle der Koksabscheidung
auf dem Katalysator verwendet wird.
Die thermischen Hydrocrackungsprozesse verwenden häufig ein Wirbelbett oder fluidisiertes Bett, die Rezirkulation des
Gases oder ein mehrstufiges Vergasungssystem, Es ist im allgemeinen bekannt, dass die thermischen Hydrocrackungsprozesse
oder Hydrocrackungsprozesse, die ohne den Einfluß eines Katalysators
durchgeführt werden, große Mengen an Methan bei der Erzeugung von synthetischen Pipelinegasen liefern. Kohlenwasserstoffausgangsmaterialien,
die über einen weiten Bereich sieden, können als Ausgangsprodukt für die herkömmlichen thermischen
Hydrocrackungsprozesse verwendet werden. Die herkömmlichen Prozesse können bei Temperaturen von 400· bis-900 0C
(750 bis 1650 °F) und bei Drucken von 55 bis 250 atü (800
bis 3500 psig) bei großen Wasserstoffanforderungen pro Barrel
(0,12 m ) flüssigem Kohlenwasserstoffausgängsmaterial betrieben
werden« Bei den leichteren Ausgangsmäteriälien werden höhere
Temperaturen benötigt. Sehr schwere Ausgangsmaterialien können bei tieferen Temperaturen verarbeitet werden. Zu den Reak-
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tionen gehören die thermische Crackung und Hydrierung, und
die Bildung eines großen Volumens an leichten Gasen, einschließlich von Methan ist in erheblichem Maß charakteristisch
wegen der erforderlichen hohen Temperatur, um Crackung bei Abwesenheit eines Katalysators zu erzielen· Bei solchen
Verfahren kann Dampf in die Reaktionszone eingeführt weiden, um die Abscheidung von Koks auf dem Inneren des Gefäßes zu
kontrollieren.
Von besonderem Interesse ist das Verfahren, das vodi British
Gas Council entwickelt wurde, und der GEH-Prozeß (Gas Recycle Hydrogenator Process) genannt wird. Dieses Verfahren wurde
mit Erfolg zur Erzeugung von Methan aus leichten Erdöldestillaten angewandt, das anschließend zu einem synthetischem Erdgas
zur Einspeisung in Pipelines verarbeitet werden kann. Das Verfahren ist im wesentlichen einen thermische Hydrocrackung und
wird bei Temperaturen zwischen 700 und 800 0C (1290 bis
14-70 eF) und bei Drucken in der Größenordung von 5,5 bis
95 atü (80 bis 155° psig) in Gegenwart von Wasserstoffgas
durchgeführt. Das Wasserstoffgas reagiert mit der Kohlenwasserstoffbeschickung
in einer exothermen Reaktion unter Bildung von gasförmigen Kohlenwasserstoffen, vor allem Methan
und Ithän. Die Produktgase werden aus Paraffinen im Erdöldestillat
und Seitenketten der Aromaten im Destillat erzeugt, wobei der aromatische Kern nicht angegriffen wird. Die aromatischen
Bestandteile können dann von den Produktgasen abgetrennt werden, um ein wertvolles Benzolnebenprodukt zu erzeugen.
Bei diesem Verfahren kann das Wasserstoffgas entweder reiner Wasserstoff sein oder ein Gas, das vor allem aus Wasserstoff
besteht, wie das Produktgas aus einer partiellen Oxidationseinheit oder einer Dampfrefonniereinheit.
Eine dritte Kategorie der Vergasungsprozesse, die unter gewissen Bedingungen in Verfahren der Erfindung angewandt werden
können, umfasst den partiellen Oxidationsprozeß. Bei diesen
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wird eine gasförmige oder flüssige Kohlenwaaserstoffbeechickung
teilweise oxidiert tinter Verwendung von Sauerstoff, oder Luft bei leiohten Ausgangsmaterialien, oder Dampf bei schweren Ausgangsmaterialien.
Die Reaktionsgefäße werden bei Drucken von 7 bis 21 atü (1OO bis 300 psig) bei Temperaturen von 980 bis
1930 0G (1800 bis 3500 0F) betrieben. Solche Reaktionseinheiten
erzeugen überwiegend Wasserstoff und Kohlenmonoxid und sind auf diesem Fachgebiet wohlbekannt. Ein vierter Prozeß
zur Herstellung von Treibgas kombiniert die katalytische
Hydrocraokung und den Vergasungsprozeß.
Von den obigen Verfahren haben sich nur die, die vom British
Gas Council entwickelt wurden, als brauchbar für die Erzeugung eines Pipelingases zur Verwendung für den öffentlichen Verbrauch
als geeignet erwiesen. Der British Gas Council Prozeß hat sich als anwendbar auf Beschickungsströme mit Endpunkten
bis zu 185 0C (365 0F) (Naphthas) erwiesen. Es ist erforderlich,
die Beschickung zu verdampfen, bevor sie in den Gasrüekführhydrogenator
eingeführt wird, wenn eine Kohlenstoffabscheidung vermieden werden soll. Eine Methode wendet die
höher siedenden Ausgangsmaterialien an, um das Ausgangsmaterial in Methan, Äthan, restliche Aromaten und Wasserstoff
im Gasrückführhydrogenator zu überführen. Dieses Produkt wird als eine Komponente von Stadtgas verwendet. Eine andere
Methode umfaßt einen Wirbelbetthydrierprozeß. Bei jedem
dieser Presse wird Kohlenstoff in der Vergasungsanlage gebildet.
Der Rest der oben erwähnten Prozesse hat keine technische
Anwendung zur direkten Erzeugung von synthetischem Erdgas gefunden, was z. Z. gewöhnlich auf die Probleme hinsichtlich
der Bildung von Kohlenstoff, Koks oder Teer im Reaktionsgefäß
aufgrund der Reaktionen zurückzuführen ist, wie noch erläutert wird. . , .
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— ö -»
Die Erfindung liefert eirfverbessertes Verfahren zur Herstellung
eines Pipelinegases mit hohem Heizwert aus Rohöl. Das Verfahren umfaßt im wesentlichen die Stufen der Verdampfung eines wesentlichen
Teils des Rohöls bei der Temperatur zwischen 315 und
540 »σ (600 bis 1000°F), die anschließende Einführung des verdampften
Rohöls und eines Hydrierungsgases in ein Vergasungsgefäß, das bei einer Temperatur über cao 540 0C (1000 0F) gehalten
wird, worin der Beschickungsstrom vergast wird, und einen Abstrom liefert, der im wesentlichen aus Wasserstoff, Schwefelwasserstoff, Methan, Äthan und restlichen aromatischen Kohlenwasserstoffen
besteht,, dann das abströmende Gas auf Zimmertemperatur abzukühlen und die Abwärme zurückzugewinnen, den Abstrom
zu trocknen und den Schwefelwasserstoff und die restlichen Aromaten aus dem Abstrom zu entfernen, Methan und Äthan kryogen
vom Wasserstoff abzutrennen und danach das Äthan mit Dampf umzusetzen, um zusätzliches Methan und Kohlendioxid zu gewinnen,
und das Kohlendioxid zu entfernen. Die zwei Methanströme werden vereinigt und in eine Prozeßpipeline oder in ein Vorratsgefäß
geführt. Das Methan aus dem Vergaser muß nicht vom Äthan während der Äthanumwandtmg abgetrennt werden. Das Verfahren umfaßt zusätzliche
Stufen, wobei die verschiedenen Nebenströme dazu verwendet werden können, um Quellen für Reaktionsmaterial oder
Wärme für den Betrieb der Anlagenteile verwendet werden können, um ein wirksames Gesamtverfahren zu erreichen,» Es ist zwar möglich,
verschiedene Hydrogasifizierungsmethoden anzuwenden, jedoch ist der Gasrückfuhrhydrogenator, wie er vom British Gas Council entwickelt
wurde, das bevorzugte Hydrierungsgefäß für das erfin— dungsgemäße Verfahren«
Der vom Methan und Äthan abgetrennte Wasserstoff kann zur Verdampfungseinheit
für den Beschickungsstrom oder zum Vergaser zurückgeführt werden,»
Wesentlich für die vorliegende Erfindung ist die Verdampfungsstufe, die ebenfalls beschrieben ist, und das Erhitzen des Öls
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und des Hydrierungsgases, vorzugsweise Wasserstoff sowie das Mischen des erhitzten Öls und des gasförmigen Wasserstoffs
in einem Verdampfer sowie die Abnahme des Verdampferabstroms und die Führung desselben zum Hydrierungsgößiß umfaßt, danach die Rückgewinnung der Wärme vom Vergaserabstrom und die Ver-.wendung eines Teils des Vergaserabstroms nach dem Abkühlen
zur Steuerung der Temperatur der Reaktion des Vergasungsgefäßes, wodurch eine unerwünschte Koksbildung im Vergasungsgefäß vermieden wird,,
in einem Verdampfer sowie die Abnahme des Verdampferabstroms und die Führung desselben zum Hydrierungsgößiß umfaßt, danach die Rückgewinnung der Wärme vom Vergaserabstrom und die Ver-.wendung eines Teils des Vergaserabstroms nach dem Abkühlen
zur Steuerung der Temperatur der Reaktion des Vergasungsgefäßes, wodurch eine unerwünschte Koksbildung im Vergasungsgefäß vermieden wird,,
Hauptziel.der Erfindung ist daher ein verbessertes Tsrfahren
zur Erzeugung von synthetischem Erdgas aus Ro.hÖl, wobei die
Nebenproduktströme aus dem Hauptverfahrensstrom beim Betrieb des Gesamtverfahrens angewandt werden, und dadurch das Verfahren
wirtschaftlicher wird.
Fig. 1 ist ein Schema des GesamtVerfahrens zur Erzeugung eines
synthetischen Erdgases aus einem Rohöl«,
Fig. 1a ist ein Schema eines Alternativverfahrens zur Überführung
von Naphtha und Äthan in Methan und Kohlendioxid.
Fig. 2 ist ein Schema der verbesserten Methode der Beschickung
des Hydro-g.a.sifizierungsgefäßes, um einen Abstrom zu
erzielen, der in synthetisches Erdgas umwandelbar ist«
Fig. 5 ist ein Schema des Prüfsystems, das zur Verifizierung
der Beschickungs- und Hydro.g.a-sifizierungsstufen der
Erfindung angewandt wird.
In Fig. 1 ist ein Fließschema des Gesamtprozesses des Verfahrens der Erfindung dargestellt.
In Fig. 1 zeigt die Bezugszahl 10 die Vorbereitungsstufe für
einen Beschickungsstrom im Gesamtprozeß, wobei ein Rohölstrom einer vorhergehenden Trennung unterzogen wird, wobei eine Naphtha-
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fraktion mit einem Endpunkt von 182 0C (360 0F) über Kopf
durch die Leitung 18 abgenommen und bei der anschließenden Verarbeitungsstufe verwendet wird, wie dies später noch
ausführlicher erläutert wird.
Der Verfahrensstrom 15 kann nach der Vorbereitung einem Verdampfungsprozeß
unterzogen werden, wie dies in Verbindung mit Figo 2 erörtert wird, wonach dieser Strom Rohölmaterial
mit einem Siedepunkt von +182 0C (+360 0F) und Hydrierungsgas 13 umfaßt, das in einen einstufigen Vergaser eingespritzt
wird, wie er in der US-PS 3 363 024 gezeigt wird. Der Verdampfer und/oder Vergaser ist in Fige 1 durch den Block 16
dargestellt»
Im Vergaser werden etwa 83 % des Öls bei hoher Temperatur zu einem Gemisch von Methan, Äthan, überschüssigem Wasserstoff,
Schwefelwasserstoff und restlichen Aromaten vergast. Die 17 % Rückstand des Öls plus einem „Teil der Aromaten, die
vom Gas nach dem Kühlen abgetrennt wurden, werden in eine Wasserstoffanlage 20 eingeführt» In der Wasserstoffanlage
20 wird Wasserstoff (durch den Pfeil 13 dargestellt) durch den partiellen Oxidationsprozeß erzeugt zur Verwendung im
Vergaser oder bei der Verdampfung des Beschickungsstromes,
um mit dem verdampften Rohöl unter Bildung des Vergaserabstroms 22 umgesetzt zu werden. Der Sauerstoff für den partiellen
Oxidationsteil der Wasserstoffanlage 20 wird durch eine getrennte Sauerstoff anlage 24- geliefert. Solche Anlagen sind
kommerziell erhältlich«, Der Rest der Wasserstoffanlage 20
umfaßt Systeme zur Rückgewinnung von Abwärme, die Wassergasanlage, die Entfernung des sauren Gases und Me1banisierungs~
systeme zur Erzeugung von hochreinem Wasserstoff durch Umsetzung von CO und Dampf und anschließende Entfernung von
Schwefelwasserstoff und CO2· Das GOp aus der Wasserstoff anlage
20 ist .durch die Leitung 26 abgelassen, und der Schwefelwasserstoff
wird über die Leitung 28 zu einer Schwefelanlage
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30 geführt, wo er mit dem Schwefelwasserstoff aus der Reinigungseinheit
34 vereinigt und vom System als elementarer Schwefel,
wie bei 32 gezeigt, entfernt wird. Der Vergaserabstrom
22 wird gekühlt und durch einen Reinigungsteil 34 geleitet,
worin das Gas getrocknet wird, und die sauren Gase sowie
Benzol und andere restlichen Aromaten entfernt werden·
Saure Gase bedeuten hier GO^ und Schwefelwasserstoff, Das Benzol
und die anderen restlichen Aromaten werden durch die Leitung 36 entfernt und durch Leitungen 38 und 40 zur Leitung 42
geführt, welche die restliche ölfraktion vom Vergaser und das
Gemisch, das in die Wasserstoffanlage zur Erzeugung von Wasserstoff durch den partiellen Oxidationsprozeß eingeführt wird,
aufnimmt. Ein Teil des Benzols und der restlichen Aromaten kann als Brennstoffquelle für den Betrieb der Anlage verwendet
werden« Schwefelwasserstoff wird durch die Leitung 44 entfernt und zur Schwefelanlage 30 geführt. Der Abstrom aus der Reinigungsstufe
34 in der Leitung 46 enthält im wesentlichen Wasserstoff,
Methan und Äthan, und wird zu einer kryogenen Abtrennungseinheit 48 geführt, worin der Verfahrensstrom abgekühlt
wird, das Methan und Jithan verflüssigt, vom Wasserstoff
abgetrennt, verdampft, komprimiert gehalten und durch die Leitung 50 entfernt werden, und der Wasserstoff durch die Leitung
52 entfernt wird. Der Wasserstoff in der Leitung 52 wird
aufgewärmt und zum Vergaser oder dem Vorbereitungsabschnitt 16 bzw. 10 für den Beschickungsstrom zurückgeführt.
Der kombinierte flüssige Methan-Ä'thanstrom in der Leitung 50
wird einer katalytischen Reichgasprozeßeinheit 54 zusammen mit dem Naphtha zugeführt, das von der Beschickungstromvorbereitungsstufe
10 über die Leitung 18 genommen wirde In dem
katalytischen Reichgasabschnitt 54 wird das Naphtha entschwefelt,
und Naphtha und Äthan werden mit Dampf in einer autothermen katalytischen Re.aktion umgesetzt, um Methan plus
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- ίο -
Kohlendioxid zu bilden. Das Kohlendioxid wird abgetrennt und durch die Leitung 56 abgeblasen, und das Methanprodukt
in der Leitung 58 wird getrocknet und auf ca. 70 atü
(1000 psig) komprimiert und in eine Produktpipeline oder ein geeignetes Vorratsaufnahmegefäß abgefüllte
In der katalytisehen Reichgaseinheit 54· wird das im Vergaser
gebildete Methan zusammen mit dem Verfahrensstrom geführt, tritt jedoch nicht in die Gesamtreaktion ein» Alternativ
kann das Methan vom Vergaser vor der katalytischen Reichgaseinheit 54· abgetrennt werden, wodurch die Gesamtgröße
der Einheit 54- verringert wird. Eine weitere Methode zur
Umwandlung von Naphtha-Äthan ist in .Fig. 1a gezeigt, wobei
das Naphtha aus der Leitung 184 mit Dampf 19 in, einem ersten
katalytischen Reichgasreaktor 54a umgesetzt wird, wodurch
Dampf, Methan und Kohlendioxid in die Leitung 160 abgezogen wird. Das Methan und JLthan aus der kryogenen Abtrennungs—
einheit.48 werden in die Leitung durch die Leitung 50 ' eingespritzt,
und das Gemisch wird in einen zweiten katalytischen Reichgasreaktor 54b eingespritzt, worin das Äthan und der
Dampf umgesetzt werden, um im wesentlichen Methan und Kohlendioxid zu bilden. Der Abstrom in der Leitung 162 besteht
im wesentlichen aus Methan, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Wasserstoff., Dieser Abstrom wird zu einer Methanisierungseinheit
164 geführt, worin zusätzliches Methan erzeugt wird, und das Produktgas wird dann zu einer Kohlendioxidentfernungseinheit
166 durch die Leitung 168 geführt. Nach der Kohlendioxidentfernung
wird das Abgas, das aus etwa 94 % Methan mit Wasserstoff und einer Spur Kohlenmonoxid besteht, in eine
Produktpipeline durch die Leitung 170 geführt«
Mit einem Verfahren, wie es in 51Xg0 1 dargestellt ist, ist eine
Anlage, die solche Stufe aufweist, vollständig selbstunterhaltend hinsichtlich der Energie» Zum Beispiel wird Hebenproduktdampf
in der Wasserstoff-anlage, der Schwefelanlage und
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der Vergasungsanlage erzeugt« Dieser Dampf wird ergänzt durch eine Hilfsdampferzeugungsanlage, um den Anfirderungen der Sauerstoffanlage,
dem Reinigungsprozeß, dem kryogenen Abtrennprozeß und der katalytischen Reichgasabteilung zu genügen.
Der gesamte elektrisch Kraftverbrauch ist vernachlässigbar, da die Kompressoren und Pumpen durch Kondensatdampfturbinen betrieben werdeno Brennstoff für Hilfsdampfgeneratoren wird durch die restlichen Aromaten vom Verfahren geliefert, die
als Brennstoff verbrannt werden« Man kann berechnen, daß die gesamte thermische Wirksamkeit (Produktgasheizwert als" Prozentsatz des Beschickungsölheizwertes) etwa 84- % beträgt„
Der gesamte elektrisch Kraftverbrauch ist vernachlässigbar, da die Kompressoren und Pumpen durch Kondensatdampfturbinen betrieben werdeno Brennstoff für Hilfsdampfgeneratoren wird durch die restlichen Aromaten vom Verfahren geliefert, die
als Brennstoff verbrannt werden« Man kann berechnen, daß die gesamte thermische Wirksamkeit (Produktgasheizwert als" Prozentsatz des Beschickungsölheizwertes) etwa 84- % beträgt„
Das Gesamtverfahren, wie es in Verbindung mit Figo 1 dargestellt
ist, umfaßt acht getrennte Stufen9 von denen jede im
Rahmen der derzeitigen Technologie liegt. Eine derartige Kombination Jedoch wurde bisher weder gezeigt noch nahegelegt«
Die Hydrovergasungsstufe 16 erwies sich bisher jedoch nicht als erfolgreich für schweres Rohöl (höhersiedende Ausgangsmaterialien).
Die Hydrovergasung ist im wesentlichen"eine
ni cht-katalyti s ehe Ho chdruck-Ho chtemperatur-Gasphasenhydrocrackungsreaktion. Hochmolekulare Kohlenwasserstoffe werden gecrackt und die Spaltprodukte werden mit Wasserstoff gesättigt. Paraffine und Naphthene (Cycloparaffine) werden
vollständig vergast in Methan und Äthan in der Hydrovergasungsreaktion, und Alkylseitenketten der Aromaten werden
vergast unter Zurücklassung von restlichem Benzol. Polycyclisch^ Aromaten werden vergast unter Zurücklassung von restlichem Benzol· Polyeyclische Aromaten werden teilweise vergast ebenfalls unter Zurücklassung von restlichem hitzebeständigem Benzol und der Schwefel wird zu Schwefelwasserstoff umgesetzt. Insgesamt ist die Reaktion sehr stark exotherm. Der Gasrüekführhydrogenator (GRH), wie er in der
USA-Patentschrift 3 363 024 beschrieben wird, ist die einzige Wasserstoffvergasungsprozeßvorrichturig, die sich im
kommerziellen Betrieb bewährt hat. Für diesen Prozeß ist
ni cht-katalyti s ehe Ho chdruck-Ho chtemperatur-Gasphasenhydrocrackungsreaktion. Hochmolekulare Kohlenwasserstoffe werden gecrackt und die Spaltprodukte werden mit Wasserstoff gesättigt. Paraffine und Naphthene (Cycloparaffine) werden
vollständig vergast in Methan und Äthan in der Hydrovergasungsreaktion, und Alkylseitenketten der Aromaten werden
vergast unter Zurücklassung von restlichem Benzol. Polycyclisch^ Aromaten werden vergast unter Zurücklassung von restlichem Benzol· Polyeyclische Aromaten werden teilweise vergast ebenfalls unter Zurücklassung von restlichem hitzebeständigem Benzol und der Schwefel wird zu Schwefelwasserstoff umgesetzt. Insgesamt ist die Reaktion sehr stark exotherm. Der Gasrüekführhydrogenator (GRH), wie er in der
USA-Patentschrift 3 363 024 beschrieben wird, ist die einzige Wasserstoffvergasungsprozeßvorrichturig, die sich im
kommerziellen Betrieb bewährt hat. Für diesen Prozeß ist
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ein adiabatischer Rückmischreaktor charakteristisch, der Beschickungsaromaten desalkyliert und Paraffine und Naphthene
(Cycloparaffine) vollständig vergast bei einer Verweilzeit
zwischen 10 und 50 Sekunden bei Temperaturen in der Größenordnung von 700 bis 755 0C (1290 bis 1390 0P)
unter Betriebsdrucken von 5»5 bis 95 atü (80 bis 1350 psig), Das Produktgas aus einem derartigen Gasrückführhydrogenator
besteht aus Methan, Äthan, restlichen hitzebeständigen Aromaten und überschüssigem Wasserstoff. Das British Gas
Council hat bei der Publizierung seiner Befunde beansprucht, daß die einzige Beschränkung bei flüssigen Beschickungsmaterialien
in der Möglichkeit liege, diese als eine Vergaserbeschickung zu verdampfen. Bei der technischen Anwendung
wurden Naphthas mit Endpunkten von bis zu 185 0 (365 0P) verwendet. Das Gas Council hat in halbtechnischen
Versuchsanlagen Tests mit Gasöl, das einen Endpunkt von 335 0C (635 0F) aufwies, durchgeführt, ohne daß Vergaserkohl
enstoffprobleme auftraten. In letzterem Fall ergaben
sich jedoch Verstopfungs- und Dichtungsprobleme, und das
Gas Council hat für das Verfahren 343 0C (650 0F) als den
maximalen Endpunkt der Beschickung festgelegt.
Das Gas Council hat drei Typen von Kohl enstoff ablagerungen
festgestellt, die im Gasrückführhydrogenator gefunden werden
können. Es handelt sich dabei um katalytischen Kohlenstoff, der an katalytisch aktive Metallflächen abgelagert
wird und eine Lochfraßkorrosion der Metalloberfläche zur Folge hat; ferner um V/andkohlenstoff, der sich an einer
Oberfläche mit geringer Aktivität, die bereits mit Kohlenstoff bedeckt ist, ablagert; und um Raumkohlenstoff, der
in der Gasphase als Ruß gebildet und mit dem Gasprodukt (Abgas) ausgeblasen wird. Die Kohlenstoffbildung wird gefördert
durch übermäßig hohe Betriebstemperaturen, durch einen Gehalt an Kohlenmonoxid und Kohlendioxid und durch
einen·niedrigen Vergaser-Wasserstoffpartialdruck. Anderer-
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seits wird die Kohlenstoffbildung unterdrückt durch Schwefel und Dampf, wobei eine hohe innere Rezirkulationsrate
mit dem Ziele, eine vollständigere Rückmischung in gleichmäßige Temperaturen zu erreichen, ebenfalls zu einer Abnahme
der Kohlenstoffbildung tendiert. Bei normalen Betriebsbedingungen und einem vernachlässigbaren Kohlendioxidgehalt
wird die Bildung von Raumkohlenstoff und katalytischem Kohlenstoff
und die damit verbundene Korrosion ausgeschaltet durch 10 ppm (Teile pro Million Teile) Schwefel im Beschickungsdestillat
plus eine kleine Menge Dampf» Schwefelkonzentrationen von bis; zu 300 ppm in der Beschickung können
erforderlich sein, um die Bildung von Wandkohlenstoff
zu unterdrücken. Betriebstemperatur und Wasserstoffdruckeffekte
können in Kombination verwendet werden, um die Kohlenstoff Ml dung zu verhindern, d. h. die normale Betriebstemperatur
von 750 0C (1380 0F) kann auf 715 °0 (1320 0F)
vermindert werden, wenn der Wasserstoffpartialdruck niedrig ist. Wird jedoch die Betriebstemperatur erniedrigt, so. nimmt
die Hydrierreaktionsrate ab und Paraffine und Naphthene werden unter Umständen nicht vollständig vergast. Bei Temperaturen
unter 700 0O (1290 0F) fallen die Reaktionsraten
scharf ab und der Betrieb des Vergasers wird instabil und die Reaktion kann zum Erliegen kommen»
Es wurde ferner gefunden, daß das Beschickungsverhältnis
von Kohlenwasserstoffflüssigkeit zu Wasserstoff, innerhalb bestimmter Grenzen gehalten werden muß. Bei hohen derartigen
Verhältnissen ist der Wasserstoffpartialdruck niedrig und die Hydrierrate nimmt ab unter Umkehr der Reaktion, wodurch
eine Fettoproduktion von Aromaten verursacht wird. Im
Extremfalle kann eine Kondensation zu polycyclischen Aromaten zu Teer- und Koksproblemen führen. Zum Betrieb des Reaktors
gehört die Aufrechterhaltung einer bestimmten Temperatur durch Regulierung der Vorerhitzungstemperaturen der
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Beschickung. Bei geringem Verhältnis von Kohlenwasserstoffflüssigkeit
zu Wasserstoffbeschickung wird weniger Reaktionspartner eingespeist und die Erhitzerreaktion ist geringer und die Beschickungs-Vorerhitzungstemperaturen steigen.
Wird ein derartiger Anstieg übermäßig hoch, so· kann die Reaktion im Vorerhitzer initiiert werden, so daß in diesem
Schwierigkeiten auftreten können.
Das Gas Council hat berichtet, daß seine Anstrengungen darauf gerichtet waren, ein Gas mit dem höchstmöglichen Heizwert
direkt vom Gasrückführhydrogenator zu erhalten. Es wurde daher versucht, den Überschuß an Wasserstoff auf einem
Minimum zu halten, was eine hohe Äthankonzentration im Abgas (etwa 0,5 pro Mol Methan) zur Folge hatte. Über irgendwelche
Untersuchungen unter Verwendung von überschüssigem Wasserstoff hat das Gas Council nicht berichtet. Es
wurde mitgeteilt, daß ein bei 95 atü (1350 psig) durchgeführter
Hochdruckversuch zu einer Hydrierung des Äthans führte, doch sprach die Steuerung nur träge an und die Betriebstemperatur
war instabil und es erfolgte Kohlenstoff— bildung in den Reaktionsgefäßen. Wenn die Hydrogenolyse
des Äthans plötzlich initiiert wird mit einem Minimum an überschüssigem Wasserstoff, so hätte dies eine plötzliche ,
Abnahme im Wasserstoffpartialdruck zur Folge und die Reaktionstemperatur würde ansteigen. Eine derartige Kombination
würde mit größter Sicherheit zur Kohlenstoffbildung führen, insbesondere, wenn eine schlechte Temperaturkontrolle
vorliegt. Bei Aufrechterhaltung der Temperatursteuerung in
Reaktor mit ausreichendem Überschuß an Wasserstoff zur Unterdrückung der Kohlenstoffbildung würde die zusätzliche
Hitzeabgabe die erforderliche Vorerhitzungstenroeratur für
die in den Reaktor eingespeisten Produkte erniedrigen.
409817/1027
Ein weiteres Hauptproblem bei der Öl-Hydrovergasung ist
die Bildung von Koks und Teer. Eine Koksablagerung könnte
zu einer Verstopfung des Reaktors führen, wobei der Gesamtprozeß unwirtschaftlich und unwirksam würde. Teer könnte
eine Verschmutzung der Wärmeaustausehflächen verursachen und die Verwendung von Abwärmeboilern verhindern, was ein
Abschrecken des Vergaserprodukts erforderlich machte mit entsprechendem Verlust an potentieller Hochtemperatur-Hitzewiedergewinnung
und Abnahme der thermischen Wirksamkeit. Es ist bekannt, daß Aromaten Voziäuferverbindungen
für die Teer- und Koksbildung sind. Bei erhöhten Temperaturen kondensieren die Aromaten unter Bildung schwerer polycyclischer
Moleküle, die Teerprodukte und schließlich Koks ergeben. Die Aufrechterhaltung eines hohen Wasserst
off partial drucks führt zu einer Sättigung olefinischer
Crackungszwischenprodukte und verhindert deren Cyclisierung zu Aromaten und unterdrückt außerdem die Kondensation
von in der Beschickung bereits vorliegenden Aromaten. Die Sättigung von Olefinen durch Wasserstoff verlangsamt außerdem
die Reaktionen, da die Olefine leichter cracken als gesättigte Verbindungen. Daraus folgt, daß in Gegenwart von
Hochdruckwasserstoff Kohlenwasserstoffe auf höhere Temperaturen erhitzt werden können als normal, ohne daß Grackung
oder Bildung von· Teerprodukten oder Koks erfolgt.
In jüngster Zeit erzielte Fortsehritte in der Äthylencrackungsteehnologie
haben gezeigt, daß sich aromatische Koksvorläuferverbindungen, die in den Laminarfilmen an
den heißen Rohrwandungen zu Koks kondensieren, vergleichsweise rasch im Besehickungsmassenstrom bei mittleren Temperaturen
bilden. Es zeigte sich, daß die" Geschwindigkeit
der Bildung von Koksvorläuferverbindungen, .-.bezogen auf die
Geschwindigkeit der angestrebten Crackungsreaktionen, mit
steigender Temperatur abnimmt. Es wurden daher Grackungsöfen
entwickelt mit dem Ziele, die Verweilzeit in einem
409817/1027 -
mittleren Temperaturbereich auf einem Minimalwert zu halten.
Die Koksvorläuferbildung wurde scharf herabgedrückt und es zeigte sich, daß bei Vorliegen von weniger Vorläuferverbindungen
die Rohrwandtemperaturen am Auslaßende erhöht
werden konnten ohne Anstieg der Verkokung. Das Endergebnis war die Entwicklung des Kurzverweilzeit-Äthylenerackungs-Drehofens.
Als zusätzlicher Vorteil kam hinzu, daß die Teerbildung ebenfalls vermindert war und daß bei
leichteren Beschickungsmaterialien das Abschrecken ersetzt wurde durch Crackungsölüberführleitungs-Abwärmeboiler. Dieser
Befund läßt den Schluß zu, daß im Gasrückführhydrogenator die Koksbildung selbst bei Schweröl-Beschickungsmaterialien
vermieden werden kann. Beim Gasrückftihrhydrogenator
handelt es sich im wesentlichen um einen Rückmischreaktor, wobei die (auf annähernd 540 0O (1000 0F)) vorerhitzte
Beschickung fast augenblicklich auf Vergaserabflußtemperatur
(von etwa 750 0 (138O F)) erwärmt wird. Ausserdem
werden*die Beschickungsöl-Dampfkonzentrationen sofort
auf Auslaßkonzentrationen verdünnt, so daß Selbstkondensationsreaktionen auf ein Minimum herabgedrückt werden;
die Bildung von Vorläuferverbindungen bei der mittleren Temperatur und hohe Beschickungskonzentrationen müßten demzufolge
vernachlässigbar gering und Teer- und Koksbildung sollte minimal sein.
Ausgehend von diesen vorausgehenden Arbeiten wurde gefunden, daß der Gasruekführhydrogenator auch für Beschickungsmaterialien mit höher siedenden Fraktionen geeignet ist,
wenn diese Beschickungsmaterialien wie in Figur 2 veranschaulicht vergast werden.
Das in Figur 2 dargestellte Grund-Sasifizierungssysteii besteht
aus einem Verdampfer 60, einem Vergaser 62, einem Flüssigaromaten-Abscheider 64, einem Produktgas-Kompressor
66 zusammen mit Wasserstoff- und Ölerhitzern 68 bzw. 70,
409817/1027
■und einem "Vergaserprodukt-Kühler 72. Dieses System wird
bei 42 atü (600 psig) oder höher mit der RohölbeSchickung
74 und der Wasserstoffbeschickung 16 betrieben, von denen
beide vorerhitzt und dem Verdampfer 60 zugeführt werden.
'Das Öl 78 wird weiter erhitzt durch den Erhitzer 80, der im Ölbad 78 untergetaucht ist. Fach dem Vorerhitzen wird
der Wasserstoff unter der Oberfläche des Öls 78 in den Verdampfer 60 unter Versprühen eingeleitet, so daß das
Öl in ein Gemisch mit dem Wasserstoff verdampft und das Dampfgemisch wird dem Verdampfer durch Leitung 82 entnommen
und in den Vergaser 62 geführt.
Bei Verwendung von nur Rohöl oder *£■* Naphtha-aafgetopptem
Rohöl werden etwa 80 Vol-$ des Öls verdampft und das restliche Öl wird durch Leitung 84 abgezogen und als Beschickung
für eine Partialoxydationsanlage verwendet, um den benötigten Wasserstoff herzustellen. Die Verdampfertemperatur
liegt typischerweise im Bereich von 425 bis 540 0O (800
bis 1000 0F) je nach Typ der verwendeten Rohölbeschickung.
Die Dämpfe aus Wasserstoff und Öl aus dem Verdampfer in Leitung 82 werden in den adiabatischen Hydrovergaser 62
eingespritzt und es erfolgt die exotherme Gasifizierungsreaktion. Das Öl wird vergast in Methan, Äthan und restliche
Aromaten, wobei überschüssiger Wasserstoff und Schwefelwasserstoff, der durch Umwandlung von im Öl enthaltenen
Schwefel erzeugt wird, vorliegen. Der eintretende Beschickungsstrahl
86 induziert eine hohe innere Rezirkulationsrate im Vergaser längs des durch Pfeile dargestellten
Weges. Die im eintretenden Gasstrahl 86 vorliegenden Komponenten sind praktisch vollständig vermischt und ergeben
eine praktisch gleichmäßige Zusammensetzung und Temperatur. Die Temperatur im Reaktor beträgt etwa 760 0C (I4OO 0F) und
die durchschnittliche Reaktorverweilzeit liegt zwischen 10
und 15 Sekunden.
40981.7/1027
Die lieißen Abgase werden durch Leitung 88 entfernt und im
Abwärmeboiler 72 gekühlt unter Hitzerückgewinnung. Nach der Hitzerückgewinnung wird der Abstrora dem Aromatenabscheider
64 durch Leitung 90 zugeführt und d.ie kondensierten,
aromatischen Bestandteile werden vom Abscheider durch Leitung 92 abgezogen und als Auffüllbeschickung für die
Partialoxidationseinheit sowie als Verfahrensbrennstoff verwendet. Das erhaltene Gasprodukt vom Abscheider 64 wird
im Kompressor 66 komprimiert und zur Weiterverarbeitung weitergeleitet. Das Gas am Abflußende des Kompressors besteht
hauptsächlich aus Wasserstoff, Methan, Äthan, Schwefelwasserstoff
und nicht-kondensierte Aromaten. Dieses Produkt kann gemäß der in Figur 1 veranschaulichten Verfahrensweise
weiterverarbeitet werden. Gemäß Figur 2 wird ein Teil des gekühlten Gases aus dem Kompressor 66 durch
Leitung 94 entnommen und durch das Ventil 96 in den Reaktor oder Hydrovergaser 62 zurückgeführt, um eine Kühlung
des Reaktors zu bewirken und die Reaktionstemperatur auf dem angestrebten Temperaturniveau von etwa 760 C (1400 0F)
zu halten.
Das angegebene Verfahren wurde verifiziert in einer Test— apparatur, die wie in Figur 3 veranschaulicht konstruiert
und betrieben wurde. Das verwendete System bestand aus einer Wasserstoff versorgungsleitung 100, einer Wasserstoffzumeßvorrichtung
(Rotameter) 102, einem elektrisch geheizten Wasserst off befeucht er 104, einem Ölbeschickungssystem 106,
bestehend aus einem Öltank 108 und einer Ölzumeßpumpe 110,
einem Verdampfer 112, der elektrisch geheizt wurde, einem Hydrogasifiziergefäß 114, das ebenfalls elektrisch, geheizt
wurde, einem Produktkühler-Kondensator 116, einem Flüssigkeitsabscheider 118, einer Rückdruckkontrollvorrichtung 120,
einem Produktgas-Analysesystem, das insgesamt mit 122 bezeichnet ist und aus einem Naßtestmesser 124 und einem sogenannten
Raneraxmet er 126 besteht, und einem Temperungs-
409817/1027
Gasrückführsystem, bestehend aus einem Rückführgaskompressor
128 und einem Rückführgaserhitzer 130. In der angegebenen
Anordnung erfolgte elektrisches Erhitzen beim Wasserst off befeuchter, beim Verdampfer, beim Hydrovergaser und
beim Temperungs-Rückführgassystem, und alle Hochtemperatur-überführungsleitungen
wurden elektrisch geheizt, um die Prozeßtemperatur aufrecht au erhalten.
Im Betrieb wurde der GaBifiziersystemdruck durch die Produktgas-Eückdruckkontrollvorrichtung
120 aufrechterhalten. Die Hydrovergasertemperatur wurde automatisch gesteuert
durch die elektrischen Hydrovergaser-Abgleicherhitzer und der Wasserstoffbeschickungsgasfluß wurde manuell durch das
Handsteuerventil 132 auf den gewünschten Wert eingestellt, wie dies durch den Rotameter 102 angezeigt ist· Der Wasserstoff
wurde unterhalb der Oberfläche des im Befeuchter gehaltenen Wassers 134 eingesprüht und durch den Erhitzer
136 erhitzt, so daß er mit Dampf gesättigt wurde. Kohlenwasserstofföl
vom Tank 108 wurde durch die Ölzumeßpumpe 110 in das elektrisch geheizte Abführrohr 138 gepumpt, mit
dem Wasserstoff vermischt und in den elektrisch geheizten Verdampfer 112 gepumpt. Die ölgesättigten Wasserstoffdämpfe
entwichen aus dem Verdampfer 112 durch Leitung HO und wurden
in den Hydrovergaser 114 durch die Düse 142 eingeführt.
Restliches unverdampftes Öl wurde aus dem Verdampfer wie durch die Niveausteuerung 144 angezeigt abgezogen, um ein
Minimumniveau an Flüssigkeit im Verdampfer aufrecht zu erhalten, und verworfen.
Im Hinblick auf die Tatsache, daß ein überhitzen der Wasserstoff
und Öl enthaltenden Hydrogasifizierbeschickungs- · dämpfe zu Koksablagerungen in der Sinlaßdüse 142, gegebeneruö-ls
unter Verstopfung der Düse, führen kann, wurde das Beschickungseinspeisrohr mit einem Temperiergasstrom ummantelt,
der durch/mit Perlit isolierten Oberteilabschnitt
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eintrat. Der Hitzeverlust aus dem Hydrovergaser 114 wurde
durch das Perlit (Austenit) vermindert und die Wärme wurde weitgehend absorbiert durch das Temperiergas unter Vermeidung
einer übermäßigen Erhitzung des Beschickungsdampfes. Das Beschickungsgas wurde in den Hydrovergaser 114
am Kopfende des Innensaugrohrs 150 mit hoher Geschwindigkeit eingespritzt. Der eintretende Strahl induzierte eine
große Innenrezirkulationsrate, die eine fast vollständige Rückmischung ergab. Die einströmenden Öldämpfe wurden praktisch
augenblicklich auf die Hydrovergasertemperatur erhitzt und reagierten unter Bildung eines Produktgases aus
Methan, Äthan, Schwefelwasserstoff, restlichen Aromaten und überschüssigem Wasserstoff in Leitung 152. Der Testhydrovergaser
bestand aus einem Reaktionsgefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser von etwa 2,95 cm (1,16 inch)
und einer Länge von 47,3 cm (18 5/8 inch). Das Axialsaugrohr 150 bestand aus einem Rohr aus rostfreiem Stahl von
40,65 cm (16 inch) Länge, 5 Mikron (20 gauge) Dicke und 1,6 cm (5/8 inch) Durchmesser. Das Gesamtvolumen des Testhydro
Vergasers betrug etwa 320 cm (19,7 cubic inch).
Die Produktgase verließen den Hydrovergaser 114 durch ein
Auslaßrohr, das sich durch den Ringraum vom Boden bis zum Kopfende des Saugrohrs erstreckte. Die Abgase wurden gekühlt
in einem Produktkühler-Kondensator 116 und von dort in den Flüssigabscheider 118 geleitet, wo aromatische Kondensatflüssigkeit
und Wasser gesammelt und periodisch durch die Leitung 154 abgezogen wurden. Das Gas aus dem Abscheider
118 wurde durch eine Rückdruckkontrollvorrichtung 120
geschickt und die Fließgeschwindigkeit wurde in einem Naßtestmeter
124 und das spezifische Gewicht wurde durch ein sogenanntes Ranerax-Instrument 126 gemessen. Das Produktgas
wurde in die Atmosphäre abgelassen, wobei periodisch gaschromatographische Analysen durchgeführt wurden. Vor der
Druckaufhebung wurde ein Teil des Gases mit Hilfe des Rück-
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führgaskompressors 128 komprimiert, auf eine Temperatur erhitzt, die etwa 28 0C (50 0P) höher lag als die Hydrogasifizier-Beschickungsgastemperatur,
und als ein Temperiergas durch die Beschickungsgaszuführungsummantelung geleitet.
Das Temperiergas wurde durch das Hydrovergaser-Kopfende
abgezogen und mit dem heißen Vergaserproduktgas durch Lei-.. tung 156 vermischt. - " ·
Das Temperiergas wurde durch das Hydrovergaser-Kopfende
abgezogen und mit dem heißen Vergaserproduktgas durch Lei-.. tung 156 vermischt. - " ·
In einem unter Verwendung von Lagomedio-Rohöl in der angegebenen
Testanordnung gefahrenen Versuchsansatz wurden die folgenden Ergebnisse erzielt:
Wasserstoffbeschickungsrate, dnr/Std., (SCFH)
Ölbeschickungsrate, ml/Std.
Spez. Gew. des Öls
Mol-# HO im Wasserstoff
H2/Ö1 Molverhältnis
Systemdruck, atü (psig)
Verdampfertemperatur, 0G (0P)
verdampftes Öl, Gew.-$
Ölbeschickungsrate, ml/Std.
Spez. Gew. des Öls
Mol-# HO im Wasserstoff
H2/Ö1 Molverhältnis
Systemdruck, atü (psig)
Verdampfertemperatur, 0G (0P)
verdampftes Öl, Gew.-$
durchschn. Verweilzeit im Verdampfer,
Minuten
Gasphase
Flüssigphase
Flüssigphase
Temperiergastemperatur, C (0F)
Temperiergasrate, dm3/Std. (SCFH)
durchschn. Verweilzeit im Hydrovergaser,
Sek.
Hydrovergasertemperatur, C ( F) Fraktion des vergasten Ölbeschickungs-
dampfes, fo
Spezο Gew, des Gases (Luft = 1)
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| 890 | (31,2 | 23 | (960) |
| 706 | (18) | ||
| o, | 862 | ||
| 5, | 3 | (1376 | |
| 20 | |||
| 42, | 2 (600) | 441 | |
| 490 | (913) | ||
| 76 | |||
| 0, | |||
| 23 | |||
| 516 | |||
| 510 | |||
| 12 | |||
| 747 | |||
| 82 | |||
| o, |
| Gas Zusammensetzung, | Mol-fo |
| H2 | 45,5 |
| ■ QH4 | 36,7 |
| °2H6 | 17,3 |
100,0
Aromatenflüssigkeit-Zusammensetzung, G-ew.-y£
Benzol 36,7
Toluol 6,5
Gg-Aromaten 2,1
G - G-J1-Aromaten . 0,5
Naphthalin 21,2
Anthroeen 5,4
Schwerendkomponenten 4»3
Rest und Verlust 22.8
100,0
Nach 4 Stunden langem stabilem Betrieb unter den angegebenen Bedingungen ergab eine Inspektion des Reaktors keine
merkliche Koksablagerung. Der Verdampfer zeigte keine Koksablagerung oder Teerablagerungen außer einer geringen Menge
an bröckeligem Koks rund um das relativ kühle (150 G)
Beschickungszuf ühr-Eintauchrohr.
Der beschriebene Test betrifft einen erfolgreichen Versuchsansatz,
bei dem 76 Gewe--$ eines mittel schweren (32,6
API) Lagomedio-Rohöls in den Vergaser eingespeist wurden.
Etwa ,82 Gew.— $ des dem Vergaser zugeführten Öls wurden vergast
und 18 Gew.-^ wurden als aromatisches Kondensat wiedergewonnen;
76 Gew.-$£ Verdampfung entspricht einem TPB-Fraktionspunkt
von etwa 540 0C (1000 0P), doch waren in der Vergas
erbe Schickung sicherlich sogar noch höher siedende Be-
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standteile vorhanden. Während dieses Tests traten keine Probleme auf in der Reaktionsbeschickungsdüse oder dem
Verdampfer.
Die angegebenen Befunde zeigen, daß das Gasrückführhydrogenator-Reaktorsystem
für höher siedende Beschiekungsmaterialien, z. B. auch solche, die nur aus Rohöl bestehen, verwendbar
ist; es wird ferner angenommen, daß Restölfraktionen verwendbar sind durch direkte partielle Verdampfung bei
hohem Druck in Wasserstoff des Beschickungsmaterials. Partielle Verdampfung verhindert die AbIagerungs- und Verstopfungsprobleme,
die typischerweise auftreten, wenn hochsiedende Destillate oder Resterdölfraktionen zur Trockene gedampft
werden. Die restliche Flüssigkeit aus der Verdampfungsstufe von hochsiedenden Olbeschickungsmaterialien
stellt eine geeignete Beschickung für einen Partialoxidationsprozeß dar, der den für die Hydrogasifizierung erforderlichen
Wasserstoff liefert.
Bei Verwendung hochsiedender Destillate und restlicher ÖlbeSchickungen
werden zur Verdampfung des Öls hohe Temperaturen benötigt. Die Verdampfung in Wasserstoff bei hohem
Druck erweist sich in zweierlei Hinsicht als vorteilhaft.
Der Hoehdruckwasserstoff unterdrückt Craekungs- und Verkokungsreaktionen
im Verdampfer und verdünnt außerdem die Öldämpfe unter Verminderung von deren Partialdruck und Herabsetzung
der Temperatur, die zum Verdampfen einer bestimmten Fraktion erforderlich ist.
Erfindungsgemäß ist jedes der üblichen bekannten Gasifizierschemen
verwendbar," doch wird die Gasrückführhydrierungt bevorzugt
.
Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit kann ein Teil des währenddes Verfahrensablaufs erzeugten Kohlendioxids in einer Methanisierungseinheit
umgesetzt werden mit Wasserstoff unter Erzeugung von athermischem Methan.
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Claims (20)
1. Verfahren zur Herstellung von Pipelinegas mit hohem Heizwert
aus Rohöl, dadurch gekennzeichnet, daß man
eine wesentliche Menge der EohölbeSchickung bei einer
Temperatur zwischen 315 und 540 0C (600 Ms 1000 0F)
verdampf^
die verdampfte Rohölbeschickung zusammen mit Wasserstoff in ein auf einer Temperatur von über 540 0C (1000 0P)
gehaltenes Vergasungsgefäß einleitet, in dem der Beschickungsstrom gasifiziert wird unter Bildung eines
hauptsächlich aus Wasserstoff, Schwefelwasserstoff, Methan, Äthan und restlichen aromatischen Kohlenwasserstoffen
bestehenden Abstiroms,
die Abstromgase auf Zimmertemperatur kühlt und Abwärme aus ihnen zurückgewinnt,
den Abstrom trocknet und den Schwefelwasserstoff und die restlichen Aromaten in einer Reinigungszone vom Abstrom
abtrennt,
das Methan und Äthan vom Wasserstoff kryogen abtrennt in
einem gereinigten Abstrom,
das im Methan- und Äthanproduktstrom enthaltene Äthan mit Dampf unter Erzeugung von Methan und Kohlendioxid
umsetzt, und
das Kohlendioxid entfernt und danach den hauptsächlich aus Methan bestehenden Restgasstrom trocknet und einer
Produktaufnahmeeinrichtung zuführt.
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2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man den Rohölbeschickungsstrom vorbehandelt zur Entfernung
einer Naphthafraktion.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Naphthafraktion in einem katalytischen Prozeß
mit Dampf umsetzt unter Bildung von Methan und Kohlendioxid, das Kohlendioxid abtrennt und das Methan mit
dem aus der Äthanreaktion stammenden Methan vereinigt.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die restlichen, nicht-vergasten Rohölbodenprodukte
zusammen mit einem Teil der aus dem Vergaserabfluß stammenden Aromaten zur Erzeugung von Wasserstoff
verwendet und diesen in den Vergaserbeschickungsstrom
einsprüht.
5« Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß man den aus dem Vergaserabfluß abgetrennten
Schwefelwasserstoff zu elementarem Schwefel verarbeitet.
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Vergasung des Beschickungsstroms in einem
adiabatischen Hydrovergaser durchführt.
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß man einen Teil des Produktstroms nach Entfernung von restlichen Aromaten und Schwefelwasserstoff abkühlt
und in das Vergasungsgefäß einleitet unter Auf- . rechterhaltung einer Temperatursteuerung im Vergasungsgefäß.
8. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man den kryogen abgetrennten Wasserstoff auf
Zimmertemperatur erwärmt und mit frischem Rohöl vermischt zur erneuten Einsprühung in den Vergaser.
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9. Verfahren nach Anspruch 1 zur Hersteilung eines Pipelinegases
mit einem Heizwert von etwa 35 BTU/1 (1OOO
BT^U/SCP) aus Rohöl, dadurch gekennzeichnet, daß man
aus dem Rohöls tr om in einer Topping-Operation eine Naph—
thafraktion mit einem Endpunkt von 180 0G (360 0F) abtrennt
,
einen wesentlichen Teil des aufgetoppten Rohölstroms verdampft und die gebildeten Rohöldämpfe mit Wasserstoff
unter Bildung eines Prozeßstroms vermischt,
den Prozeßstrom unter Bildung eines hauptsächlich aus Methan, Äthan, Schwefelwasserstoff, Wasserstoff und
restlichen aromatischen Kohlenwasserstoffen bestehenden Abstroms vergast,
die restlichen aromatischen Kohlenwasserstoffe und Schwefelwasserstoff aus dem Abstrom in einer Reinigungseinheit
entfernt,
den Wasserstoff von dem im Abstrom vorhandenen Methan und Äthan abtrennt,
das Naphtha aus der Rohöltopping-Operation mit dem Methan und Äthan enthaltenden Abstrom umsetzt unter Bildung
eines Abstroms aus Kohlendioxid und Methan, und
das Kohlendioxid vom Methan abtrennt und das Methan in eine Produktpipeline einführt.
10. Verfahren nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß man des Wasserstoff aus dem Methan/Äthan-Abstrom kryogen
abtrennt und den Wasserstoff auf Zimmertemperatur erwärmt und in die Vergasungsvorrichtung zurückführt.
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11. Verfahren nach Ansprüchen 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Naphtha#raktion entschwefelt für die Umsetzung in einer autothermisehen katalytischen
Reaktion mit dem Äthan unter Bildung von Methan und Kohlendioxid.
12. Verfahren nach Ansprüchen 9 Ms 11, dadurch gekennzeichnet,
daß man einen Teil des Kohlendioxids und aus den Prozeßstromabflüssen abgetrennten Wasserstoff in Gegenwart
eines Katalysators umsetzt unter Bildung von zusätzlichem Methan.
13· Verfahren nach Ansprüchen 9 Ms 12, dadurch gekennzeichnet,
daß man den aus dem Prozeßstromabfluß abgetrennten wasserstoff nach dem sogenannten Claus—Verfahren behandelt
unter Bildung von elementarem Schwefel.
14» Verfahren nach Ansprüchen 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß man den Prozeßstrom in einen adiabatischen Hydrovergaser einleitet, in welchem eine exotherme Reaktion
unter Bildung eines Vergaserabstroms stattfindet.
15· Verfahren nach Anspruch 1 zur Vergasung eines Rohöls
unter Bildung eines hauptsächlich aus Wasserstoff, Methan und Benzol bestehenden gasförmigen Abstroms, dadurch gekennzeichnet, daß man
ein flüssiges Rohöl in ein auf 425 Ms 540 °C (800 bis
1000 0P) erhitztes Verdampfungsgefäß einführt,
ein Bad von flüssigem Rohöl in dem Verdampfungsgefäß
aufrecht erhält und erwärmtes Wasserstoffgas in das flüssige Rohölbad einleitet,
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das Gemisch aus verdampftem Rohöl und Wasserstoff abzieht und in ein Hydrovergasungsgefäß einsprüht, in
welchem das Gemisch "bei einer Temperatur von etwa 760 0O (14ΟΟ 0F) rezirkuliert wird unter Bewirkung einer
Reaktion unter Bildung eines hauptsächlich aus Wasserstoff, Methan, Benzol, aromatischen Kohlenwasserstoffen
und Schwefelwasserstoff bestehenden Vergaserabstroms,
den Schwefelwasserstoff und die aromatischen Kohlenwasserstoffe aus dem Abstrom abtrennt unter Bildung eines
Restabstroms, und
den Restabstrom auf einen zur Weiterverarbeitung in einen
hauptsächlich aus Methan bestehenden Produktstrom geeigneten Druck komprimiert.
16. Verfahren nach Anspruch 15» dadurch gekennzeichnet, daß
man einen Teil des komprimierten Abstroms kühlt und in das Hydrovergasungsgefäß einsprüht unter Aufrechterhaltung
der Reaktionstemperatur dieses Gefäßes.
17. Verfahren nach Ansprüchen 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet,
daß man einen Teil der Wärme des Vergaserabstroms in einem Abwärmeboiler speichert vor der Abtrennung
der aromatischen Kohlenwasserstoffe und des Schwefelwasserstoffs.
18. Verfahren nach Ansprüchen 15 Ms 17» dadurch gekennzeichnet,
daß man Restöl aus dem Verdampfungsgefäß einer partiellen Oxidation unterwirft unter Bildung von Wasserstoff
für die Verdampfungsstufe.
19· Verfahren nach Ansprüchen 15 bis I8j, dadurch gekennzeichnet,
daß man aus dem Rohöl eine Uaphthafraktion mit einem
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Endpunkt von 18O 0C (360 0P) abtrennt vor dessen Einspeisung
in das Verdampfungsgefäß.
20. Verfahren nach Anspruch 1 zur Vergasung eines Rohöls unter Bildung eines hauptsächlich aus Wasserstoff, Methan
und Benzol bestehenden gasförmigen Abstroms, dadurch gekennzeichnet, daß man
den Rohölstrom in ein auf eine Temperatur von 425 bis
540 0O (800 bis,1000 0F) erhitztes Verdampfungsgefäß
einsprüht und in diesem Verdampfungsgefäß ein Bad aus flüssigem Rohöl aufrecht erhält,
erwärmtes Wasserstoffgas in das Rohöl unterhalb der Oberfläche des Bades einbläst,
das Gemisch aus verdampftem Rohöl und Wasserstoff abzieht und in ein Hydrovergasungsgefäß einsprüht,
das Gemisch im Hydrovergasungsgefäß zirkulieren läßt zur
Bewirkung einer Reaktion unter Bildung eines häuptsächlich
aus Wasserstoff, Methan, Benzol, aromatischen Kohlenwasserstoffen und Schwefelwasserstoff bestehenden
Vergaserabstroms,
die Temperatur des Abstroms erniedrigt und dabei Wärme wi edergewinnt,
die aromatischen Kohlenwasserstoffe und den Schwefelwasserstoff aus dem Abstrom abtrennt,
den Abstrom auf einen höheren Druck für die nachfolgende
Verarbeitung zu einem synfetischen. Erdgas komprimiert, und
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einen Teil des komprimierten Abstroms abkühlt und in
das Hydrovergasungsgefäß einsprüht unter Steuerung der
Temperatur in diesem Gefäß.
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|---|---|---|---|
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