DE2350098C3 - Sicherheitsvorrichtung zum Schließen und Öffnen eines Ablasses an Druckbehältern - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung zum Schließen und Öffnen eines Ablasses an DruckbehälternInfo
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- DE2350098C3 DE2350098C3 DE19732350098 DE2350098A DE2350098C3 DE 2350098 C3 DE2350098 C3 DE 2350098C3 DE 19732350098 DE19732350098 DE 19732350098 DE 2350098 A DE2350098 A DE 2350098A DE 2350098 C3 DE2350098 C3 DE 2350098C3
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J13/00—Covers or similar closure members for pressure vessels in general
- F16J13/24—Covers or similar closure members for pressure vessels in general with safety devices, e.g. to prevent opening prior to pressure release
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung /um Schließen und Öffnen eines Ablasses an insbesondere
mit heißer Flüssigkeit und/oder Dampf oder Luft betriebenen Druckbehältern, die durch eine Drehbewegung
ihres Deckels schnell verschließbar und entriegelbar sind, bestehend aus einem Ablaß in Form eines in
der Nähe des Behälterflansches befestigten Rohrstut-/ens. tier mit dem Druckrauni des Behälters in
Verbindung steht und dessen freies Ende durch Zusammenwirken mit einer am Deckel angebrachten
Vorrichtung am Ende der Dreh-Schließbewegung des Deckels abdichtend verschlossen und am Beginn tier
Dreh-Ölfnimgsbewegung des Deckels selbsttätig geöffnet
wird.
Derartige Sicherheitsvorrichtungen an Druckbehältern
oder Autoklaven sind seit langem bekannt. Der Zweck dieser Vorrichtungen besteht darin, vor Inbetriebnahme
des Druckbehälters eine sichere Abdichtung der späteren Belüftungsöffnungen und nach Beendigung
filler Betriebsperiode vor dem Öffnen einen Druckausgleich
des Behälter-1niienraumes auf Umgebungsdruck
zu erreichen. Dabei ist ein möglicherweise verbliebener
Restdruck innerhalb des Atitoklavens vor der giin/lichen
Entriegelung des Deckels äußerst gefährlich, du im ungünstigen Fall der Innendruck ausreichen kann, um
den dann entriegelten Deckel hoch/.uschleudern.
F. s hat sich gezeigt, daß indirekt arbeitende
Sicherheitsvorrichtungen auf die Dauer nicht genügend betriebssicher sind (DE-OS 20 T>
404). Die fortwährend auf die .Sicherheitsvorrichtung einwirkenden mechanischen,
thermischen und chemischen Beanspruchungen können zu Schäden an den beweglichen feilen :1er
Ventile und ihrer Betäligiingsorgane führen, so dall ;ler
Fintritt der oben genanmcn Gefahren mit fortlaufen.lcr
Betriebsdauer wahrscheinlicher wird. Eine l'rühcrkciinimg
irgendwelcher Schäden ist wegen der Uii/ugäiig
lichkeit der Einzelteile dieser Sicherheitsvorrichtuni! so
j!iii wie ausgeschlossen. Als besonders gefährlich kann
ilk· Betätigung des Abblasveiilils mit Hilfe dies
seinerseits gelederten Stiftes angesehen werden, da bei verklemmtem Ventilteller der IteUitiguiigsstih gleich·
vmiIiI einen Verstellweg ausführt, der jedoch ins l.eore
gehl und nicht unbedingt das Öffnen des Ven
zur Folge haben muß. Für die Bedienungsperson ist dieses Versagen nicht erkenntlich, wodurch der
Eindruck entstehen kann, der Autckla ve sei ('ruckausgeglichen, obwohl dieser Zustand in Wahrheit nicht
. erreicht ist.
Es ist schon früher versucht worden, die Nachteile einer indirekten Sicherheitsvorrichtung durch eine
direkte zu ersetzen (FR-PS 10 89 361). Bezüglich der Forderung, möglichst wenig bewegte Teile für die
Sicherheitsvorrichtung zu verwenden, ist hierbei ein Optimum erreicht worden. Allerdings stehen dem
andere, erhebliche Nachteile gegenüber, die in der Praxis dazu geführt haben, daß dieses Prinzip nicht
wciterverfolgt wurde. Zur zuverlässigen Abdichtung zwischen dem Deckel und dem Behälterflansch im
Bereich der Verriegelungsrampen, in denen sich behälterseitig die Abblasöffnungen befinden, müssen
äußerst genaue Fertigungstoleranzen eingehalten werden.
Das betrifft nicht nur die Lage der Rampen zueinander, sondern auch die Güte der Oberflächen.
Selbst wenn es gelingen sollte, diese Genauigkeitsanforderungen zu erfüllen, führt ein etwas festeres Anziehen
des Deckels zu einem Aufbiegen der deckelseitigen Rampen, wodurch wieder eine Undichtigkeit entsteht.
Ils ist demnach Aufgabe der Erfindung, eine Sicherheitsvorrichtung der eingangs genannten Art mit
einer direkten Öffnung und Verschließung des Druckraumes bei geringem baulichen Aufwand zu schaffen,
die weitgehend unabhängig von Fertigungstoleranzen und unempfindlich gegenüber den Schließkräften beim
Verschließen des Deckels ist.
Die Erfindung besieht darin, daß der Rohrstutzen an seinem freien Ende stirnseitig einen eine Dichtung
tragenden Flansch aufweist, der mit einem am Deckel befestigten Gegenflansch zusammenwirkt.
Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung der Sicherheitsvorrichtung ist also der Gegenflansch fest mit dem
Deckel des Druckbehälter verbunden und folglich mit diesem gemeinsam bewegbar. Die Lage des Gcgenflansches
gegenüber dem Flansch auf dem Rohrstutzen ist nun so gewählt, daß beim Aufsetzen des Deckels auf ilen
Behälter tier Gegenflansch sich bereits in der Nähe der Dichtung auf dem Flansch befindet und sich während
tier Dreh-Schließbewegung des Deckels auf die Dichtung zubewegt. Am Ende der Dreh-Schließbewegung
des Deckels liegt der Gegenflansch satt an der Dichtung an. Dabei ist die Dichtung zweckmäßigerw eise
so weit elastisch, daß ein geringfügiges Überdrehen ties Deckels aufgefangen wird, ohne daß sich beide
Flansche berühren. Entsprechend hebt der Gegen-Hansch am Beginn der DrehÖffniingsbewegung des
Deckels wietler selbsttätig von der Dichtung ab, so tlaß unmittelbar /w Beginn der Öffnungsbewegung tier
Millennium des Druckbehälters belüftet, tlaß heißt im Falle eines Dampfdruckbehälters zum Zwecke ties
Druckausgleichs Dampf abgeblasen wird und gleichzeitig etwa im Deckel vorhandenes Heißwasser ablaufen
kann.
Ein wesentlicher Vorteil tier Erfindung besteht darin,
tlaß bereits nach einer sehr geringen Drehbewegung ties Deckels zu Beginn des Ölfnungsvoiganges tier Querschnitt
ties RoIu-slutzens vollkommen freigegeben ist, so
dall tier Druikaiisglcich in kürzester Zeit vorsieh gehen
kann. Auf diese Weise isl gewährleistet, daß tier Druckausgleich immer dann schon vollzogen ist, wenn
sich tier Detkel noch teilweise in seiner Schließstellung befi inlet.
Die beiden Dichtparttier, also tier Gegenl'lansch und
die Dichtung auf der Stirnseite des Flansches an dem
Rohrstutzen, können jederzeit von außen auf ihren Zustand hin überprüft werden, es können also
Verunreinigungen beseitigt und gegebenenfalls kann eine schadhafte und brüchige Dichtung leicht ersetzt -,
werden. Weitere Risikoteile beinhaltet die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Sicherheitsvorrichtung nicht.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die Zeichnung
naher erläutert. In der Zeichnung zeigt m
Fig. 1 eine Ansicht einer an einem Druckbehälter angebrachten Sicherheitsvorrichtung, in Unifangsriehtungdes
Druckbehälters gesehen, teilweise im Schnitt;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die eine vertikale Dichtungsebene aufweisende Sicherheitsvorrichtung im ι ■-,
Schnitt entlang der Linie H-Il in Fig. 1;
Fig. i eine Schnittdarstellung eines anderen Ausführungsbeispiels
einer Sicherheitsvorrichtung, die eine horizontale Dichtungsebene aufweist;
F i g. 4 eine Schnittdarstelliing einer dritten Ausfüh- jo
rungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
mit vertikaler, jedoch im Winkel zur Kesselmittelebene verlaufender Dichtungsebene;
F-"ig. 5 eine Schnitidarstellung des Rohrstutzenendes
einer Sicherheitsvorrichtung mit einer als O-Ring _>> ausgebildeten Dichtung.
Im Falle des gewählten Ausführungsbeispiels weist
ein Druckbehälter I in üblicher Weise einen Behälterflansch J auf, der mit einem Deckelflansch 4 zum
Verschließen des Behälters I durch Drehen des Deckels μ 2 unter Verwendung eines Schnellverschlusses durch
eine Lippendichtung abdichtend in Eingriff kommt. An der Außenseile der Behälterwandung 5 ist ein
Rohrstutzen 6 in Form eines Krümmers befestigt, der mit dem Innenraum des Druckbehälter 1 in Verbindung r>
steht. Am freien Ende des Rohrstutzens 6 ist ein als Platte 7 ausgebildeter Flansch befestigt, der an seiner
freien Stirnseite einen Sitz 8 für eine Lippendichtung 9 aufweist. Der Rohrstutzen 6 und die Platte 7 sind, wie
aus der Zeichnung ersichtlich, an der Behälterwand 5 so tu befestigt, daß der Öffmingsquerschnitt der Lippendichtung
9 in einer Vertikalebene liegt, die etwa einer Durehmesserebene des Druckbehälters 1 entspricht.
An dem Deckel 2 ist eine starre oder bewegliche I !aliening IO befestigt, die zunächst nach außen verläuft ι >
und sich daran anschließend im Abstand von ilen Flanschen 5, 4 nach unten erstreckt. An ihrem freien
Fnde ist ein als Schließplatte 11 ausgebildeter
Ciegenllansch befestigt, dessen Schlicßfläche II;) ebenfalls
in einer Vertikalebene liegt. Die Lage der ίο Halterung 10 am Deckel 2 ist derart gewählt, daß die
Schließplatte 11 in der in Fig. 1 und 2 dargestellten Lage des Druckbehälters und des Deckels 2 der Öffnung
der Lippendichtung 9 gegenüberliegt. Bei einer Dreh-Schließbewegung des Deckels 2 kommt die
Schiießfläche Hj zunächst mit der Außenfläche der
Lippendichtung 9 in Eingriff und drückt bei fortgesetzter Drehbewegung des Deckels die Lippen bis zu einer
völlig abdichtenden Lage nach innen.
Die Betriebsweise der Sicherheitsvorrichtung ist wie folgt: Wenn der Deckel 2 in der in Fig. 1 dargestellten
Weise auf den Behälter 1 aufgesetzt ist und zum Verschließen und Verriegeln in Richtung des Pfeils 15
(Fig. 2) relativ zum Druckbehälter I verdreht wird, stellt die Schließplatte 11 mit der Lippendichtung 9 eine
vollkommene Abdichtung des Rohrstutzens 6 her, sobald der Deckel diejenige Lage erreicht hat, in der er
vollständig verriegelt ist. Es bedarf also keiner weiteren Maßnahme als der ohnehin notwendigen Deckeldiehung.
um den Rohrstutzen 6 sicher zu verschließen. Die Schließung ist darüber hinaus zwangsläufig, da ohne
eine Betätigung des Schnellverschlusses kein Druck im Behälter 1 entwickelt werden kann. Umgekehrt erfolgt
unmittelbar zu Beginn der Dreh-Öffnungsbewegung des Deckels 2 (entgegen der Richtung des Pfeils 15) d;is
Öffnen des Rohrstutzens h, da die Schließplatte 11
sogleich außer Eingriff mit der Lippendichtung 9 gelangt. Dadurch ist gewährleistet, daß der Innenraum
des Druckbehälter.-) entlüftet und der Deckel des Druckbehälters von Heißwasser befreit ist. ehe der
Deckel 2 entriegelt wird.
Während bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1
und 2 die Dichtungsebene vertikal verläiilt. ist sie bei
dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. ! horizontal
gerichtet. Die Schlieliplatte Il nähert sich daher der
Dreh-Schließbewegung des Deckels 2 der Lippendichtung 9 seitlich und verschließt die Öffnung der
Lippendichtung 9 allmählich zunehmend, bis die Schließpluttc 11 in koaxialer Lage oberhalb der Plane 7
liegt. Es ist auch möglich, daß die Öffnung des Rohrstutzens 6 nach unten weist und die Schließplattc
Il in der Schließstellung folglich unterhalb des Rohrstutzens 6 liegt. Aus Fig.4 geht hervor, daß die
Dichlirigs- und Schließebene auch unter einem Winkel
zur Kesselmittelebene verlaufen kann.
Anstelle einer Lippendichtung ist es auch möglich, einen O-Ring (Fig. 5) als Dichtung /u verwenden.
Natürlich sind auch andere Dichtungsformen möglich, sofern sie eine sichere Abdichtung des Roliistutzens 6
und ein rasches Freigeben der Öffnung des Roliistutzens 6 gewährleisten.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Sieherheitsvorriehlung zum Schließen und Öffnen eines Ablasses an insbesondere mit heißer Flüssigkeit und/oder Dampf oder Luft betriebenen Druckbehältern, die durch eine Drehbewegung ihres Deckels schnell verschließbar und entriegelbar sind, bestehend aus einem Ablaß in Form eines in der Nühe des Behälterflansches befestigten Rohrstutzens, der mit dem Druckraum des Behälters in Verbindung steht und dessen freies Ende durch Zusammenwirken mit einer am Deckel angebrachten Vorrichtung am Ende der Dreh-Schließbewegung des Deckels abdichtend verschlossen und am Beginn der Dreh-Öffnungsbewegung des Deckels selbsttätig geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrstutzen (6) an seinem freien Ende stirnseitig einen eine Dichtung (9) tragenden Flansch (7) aufweist, der mit einem am Deckel (2) befestigten Gegenflansch (11) zusammenwirkt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732350098 DE2350098C3 (de) | 1973-10-05 | 1973-10-05 | Sicherheitsvorrichtung zum Schließen und Öffnen eines Ablasses an Druckbehältern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732350098 DE2350098C3 (de) | 1973-10-05 | 1973-10-05 | Sicherheitsvorrichtung zum Schließen und Öffnen eines Ablasses an Druckbehältern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2350098A1 DE2350098A1 (de) | 1975-04-10 |
| DE2350098B2 DE2350098B2 (de) | 1981-05-21 |
| DE2350098C3 true DE2350098C3 (de) | 1982-01-21 |
Family
ID=5894640
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732350098 Expired DE2350098C3 (de) | 1973-10-05 | 1973-10-05 | Sicherheitsvorrichtung zum Schließen und Öffnen eines Ablasses an Druckbehältern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2350098C3 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069966B (de) * | 1959-11-26 | |||
| FR1089361A (fr) * | 1953-12-11 | 1955-03-16 | Barras Freres | Dispositif de sécurité pour appareils autocuiseurs |
| DE2055409A1 (de) * | 1970-11-11 | 1972-05-18 | Babcock & Wilcox Ag | Sicherung bajonettartiger Verschlüsse an Druckkammern |
-
1973
- 1973-10-05 DE DE19732350098 patent/DE2350098C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2350098B2 (de) | 1981-05-21 |
| DE2350098A1 (de) | 1975-04-10 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: BANDAG INC., MUSCATINE, IA., US |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |