DE2349605C3 - Fußbodenverteiler für Warmwasser-Heizungsanlagen - Google Patents
Fußbodenverteiler für Warmwasser-HeizungsanlagenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen FußboJenverteiler
für Warmwasser-Heizungsanlagen in Gebäuden zum Anschließen von Heizkörpern an Steigesträngen
mit zwei gleich großen, länglichen, übereinander angeordneten Gehäusen, von denen das eine eine Vorlaufkammer
und das andere eine Rücklaufkammer umschließt, an gleichgerichteten Schmalseitenwänden der
Gehäuse je ein im wesentlichen horizontaler Vorlaufkammer-Anschluß
bzw. Rücklaufkammer-Anschluß zum Anschließen an die Steigestränge angeordnet ist
und ferner die Vorlauf- und die Rücklaufkammer mit Verteileranschlüssen versehen sind.
Bei der herkömmlichen Installation von Warmwasser-Heizungsanlagen
werden die Heizkörper über ein ausgedehntes, im Keller untergebrachtes Verteilernetz,
das gegebenenfalls in einzelne Heizgruppen aufgeteilt ist, über Steigestränge miteinander verbunden. Diese
Steigestränge sind an den Außenwänden des Gebäudes angeordnet, da die Heizkörper zweckmäßig an der
Fensterfront angeordnet werden. In der modernen Bautechnik bestehen aber die Außenwände des Gebäudes
häufig aus verhältnismäßig dünnen Betonstützen sowie Fenster- und Brüstungseiementen. Dadurch wird
es immer schwieriger, an den für die Heizkörper günsligsten Stellen dieser Außenwände die erforderlichen
Rohrleitungen hochzuziehen. Ein in der Wand angeordneter Verteiler für eine Fußbodenheizung ist dabei
aus dem DT-Gbm 72 46 356 bekannt. h5
Beim auch bereits bekannten Verlegen von Ringlcitungen
unter den Decken, bei denen die Heizkörper durch den Fußboden mit Heizmittel beschichtet werden,
ist andererseits ein hoher Material- und Montageaufwand erforderlich.
Zur Behebung dieser Mangel wurde deshalb schon ein Fußbodenverteiler der eingangs genannten Art bekannt
(Zeitschrift »Heating, Piping & Air Conditioning«, Oktober 1969, S. 67 bis 69).
Bei diesem bekannten Fußboden-Verteiler für Warmwasser-Heizungsanlagen sind die Vor- und Rücklaufkammern
über dem Fußboden angeordnet und stehen von der Wand ab bzw. sind in eine Wandausnehmung
eingesetzt, und die Verteileranschlüsse sind an den Gehäusen dieser Kammern lotrecht gegen den
Fußboden gerichtet. Die Anzahl der anschließbaren Rohrleitungen ist verhältnismäßig klein oder es müssen
entsprechend lange Vor- und Rücklaufkammern verwendet werden, wenn eine größere Zahl von Anschlüssen
vorgesehen werden soll. Sind die Vor- und Rücklaufkammern in die Wand eingelassen, so muß eine verhältnismäßig
große Ausnehmung in der Wand vorgesehen, d. h. ausgeschlagen werden, die dann wieder verschlossen
werden muß. Ragen die Vor- und Rücklaufkammern frei in den Raum, so ist eine solche Anordnung
sehr platzaufwendig.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Fußbodenverteiler für Warmwasser-Heizungsanlagen
der eingangs genannten Gattung so auszubilden. daß er einfach herstellbar und platzsparend im Fußboden
einbabbar ist und daß eine große Anzahl von Verteileranschlüssen vorgesehen werden kann.
Diese Aufgabe soll nach der Erfindung dadurch gelöst werden, daß bei in Flachbauweise quaderförmig
dicht übereinander angeordneten Gehäusen der Vorlauf- bzw. Rücklaufkammer die Verteileranschlüsse un
mindestens einer der freien Längsseitenwände der Vorlaufkammer und einer freien Längsseitenwand der
Rücklaufkammer horizontal abstehen.
Die flachen, übereinanderliegenden Gehäuse werden in den Fußboden eingelassen. Dies kann ohne Schwierigkeit
auch in einem fertigen Haus erfolgen, wobei dann die Rohrleitungen, die sehr dünn gehalten sein
können, entlang der Lambrerie oder an der Stoßkante von Fußboden und Wand geführt werden können.
Der Fußbodenverteiler kann daher auch bei der Modernisierung einer Heizungsanlage unter Beibehaltung
herkömmlicher Heizkörper verwer.det werden. Es werden weder Spezialventile noch sonstige Änderungen
an den Heizkörpern benötigt, da die Rohrleitungen entsprechend ihrer Funktion an dem Zu- bzw. dem
Ablauf des Heizkörpers kreuzungsfrei angeschlossen werden.
Die Verteileranschlüsse können nach einer bevorzugten Ausführungsform dabei an zwei gegenüberliegenden
Längsseitenwänden der Vorlaufkammer sowie der Rücklaufkammer symmetrisch angeordnet sein. Auf
diese Weise lassen sich, verglichen mit einem bekannten Verteilerrohr gleicher Länge, bei dem die Verteileranschlüsse
lotrecht abstehen, ohne Schwierigkeit die doppelte Anzahl von Anschlüssen anbringen.
Auch können die Verteileranschlüssc der Vorlaufkammer .gegenüber den Verteileranschlüssen der Rücklaufkammer
versetzt angeordnet sein. Dadurch wird eine Raumeinsparung und niedrige Einbauhöhe erzieh.
Die Erfindung wird ar- Hand der Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist, näher erläutert.
Es zeigt
Fig.! eine perspektivische Ansicht eines Fußbodenverteilers
und
Fig. 2 eine schematische perspektivische Ansicht
der möglichen Verlegung einer Heizungsanlage mit dem Fußbodenverteiler.
Der allgemein mit V bezeichnete Fußbodenverteiler besteht aus zwei gleichgroßen Gehäusen 1 und 2. Das
Gehäuse 1 umschließt eine Vorlaufkammer la und das
Gehäuse 2 eine Rücklaufkammer 2a. Die Gehäuse sind dicht übereinander angeordnet unc' als verhältnismäßig
flache Quader ausgebildet. Vorlauf- und Rücklaufkammer Xa bzw. 2a werden getrennt an die entsprechenden
Steigestränge 7 und 8 (F i g. 2) angeschlossen. Die hierfür vorgesehenen Anschlüsse 3 und 4 sind jeweils an
der Schmalseite des Gehäuses 1 bzw. 2 angeordnet und führen von der gleichen Seite in die entsprechende
Kammer, so daß diese Vorlaufkammer- und Rücklaufkammer-Anschlusse
im wesentlichen horizontal und nebeneinander, nur in verschiedenen Ebenen, liegen.
Auf diese Weise nimmt das Verteilergehäuse mit den Anschlüssen einen geringstmöglichen Raum ein und
bietet einen direkten und kürzest möglichen Anschluß an die Sieigestrange.
Mindestens eine freie Längsseitenwand der Vorlaufkammer la und die entsprechende Längsseitenwand
der Rücklaufkammer 2a sind mit Verteileranschlüssen 5
lind 6 für den Anschluß der zu den Heizkörpern /^führenden
Rohrleitungen R versehen. In den meisten Fällen wird der Fußbodenverteiler V symmetrisch ausgebildet
sein, wie es in F i g. 1 gezeigt ist. Hierbei sind an den gegenüberliegenden Längsseitenwänden die Verteileranschlüsse
5 und 5' der Vorlaufkammer \a und die Verteilcranschlüsse 6 und 6' der Rücklaufkan./iier 2a
symmetrisch angeordnet, wobei die Verteileranschlüsse 5. 5' der Vorlaufkammer gegenüber den Verteileranschlüssen
6, 6' der Rücklaufkammer versetzt sein können. Dadurch wird wieder eine Raumeinsparung und
eine äußerst niedrige Einbauhöhe erzielt. Außerdem erfolgt die Rohrverlegung zu den einzelnen Heizkörpern
vollkommen kreuzungsfrei (F i g. 2).
Die Anschlüsse 3 und 4 zum Anschließen der Vorlauf- und Rücklaufkammer la und la an die Steigestränge
7 und 8 können einen eckigen Querschnitt, aber auch jeden anderen zweckmäßigen Querschnitt aufweisen.
Die Verteileranschlüsse 5, 5', 6 und 6' sowie die zu den Heizkörpern führenden Rohrleitungen können
einen kleinen Rohrdurchmesser aufweisen. Für diese Rohrleitungen eignet sich ein in Rollen erhaltliches isoliertes
Speziairohr, das mit den Verteileranschlüssen nicht verschweißt, sondern mittels Spezialzangen durch
Klemm- bzw. Preßverbindungen verbunden wird. Durch diese Arbeitsweise sind alle Verbindungen auf
kleinstem Raum konzentriert und sind gut zu überwachen, im Fußboden befinden sich keine Schweißverbindüngen,
wodurch eine große Sicherheit gegen Korrosionsschäden gegeben ist.
Das Verlegen der Heizungsanlage wird wie folgt durchgeführt: Je nach Größe und Ausdehnung der Geschoßgrundrisse
werden einige wenige Steigestränge hochgeführt. Die Anzahl der Steigestränge wird durch
die Heizgruppeneinieilung bestimmt, die durch die Himmelsrichtung oder Belegung des Geschosses bedingt
ist. Im Regelfall wird für eine Wohnheit ein Steigstrang 7 und 8 genügen. In jedem Fall können die Steigestränge
in den statisch günstigen Innenwänden des Gebäudes hochgeführt und montiert werden. Gemäß
F i g. 2 ist der Steigestrang 7 und 8 neben der Türöffnung T montiert. Der Fußbodenverteiler V ist in den
Fußboden unmittelbar neben den Steigesträngen eingelassen. Von der Vorlaufkammer \a führt der Anschluß
3 zu der Steigleitung 7 und von der Rücklaufkammer 2a führt der Anschluß 4 zur Steigleitung 8. Mit
den Verteileranschlüssen 5 und 6 bzw. 5' und 6' sind die
Rohrleitungen R bzw. R ' verbunden, die zu den einzclnen
Heizkörpern H führen. Die Verteileranschlüsse 5 und 5' der Vorlaufkammer \a sowie die hier angeschlossenen
Rohrleitungen R sind durchgehend gezeichnet, während die Verteileranschlüsse 6 und 6 der
Rücklaufkammer 2;j und die entsprechenden Rohrleitungen
R und R' gestrichelt gezeichnet sind. Ls ist ersichtlich,
daß von einem Fußbodenverteiler V entsprechend der Anzahl der Verteileranschlüsse Rohrleitungen
im Fußboden, d. h. auf der Rohdecke des Fußbodens, kreuzungsfrei zu den Heizkörpern H gelegt werden
können. Die Größe des Fußbodenverteilers richtet sich nach der Anzahl der anzuschließenden Heizkörper.
Das Rohrnetz, im Keller wird so klein, daß der Isolieraufwand
praktisch keine Rolle spielt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Fußbodenverteiler für Warmwasser-Heizungsaniagen
in Gebäuden zum Anschließen von Heizkörpern an Steigesträngen mit zwei gleich großen,
länglichen, übereinander angeordneten Gehäusen, von denen das eine eine Vonaufkammcr und das
andere eine Rücklaufkammer umschließt, an gleichgerichteten Schmalseitenwänden der Gehäuse je
ein im wesentlichen horizontaler Vorlaufkammer-Anschluß bzw. Rücklaufkammer-Anschluß zürn Anschließen
an die Steigestränge angeordnet ist und ferner die Vorlauf- und die Rücklaufkammer mit
Verteileranschlüssen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei in Flachbauweise
quaderförmig dicht übereinander angeordneten Gehäusen (1 und 2) der Vorlauf- bzw. Rücklaufkammer
(la bzw. 2a) die Verteileranschlüsse (5 bzw. 6) an mindestens einer der freien Längsseitenwände der
Vorlaufkammer (la) und einer freien Längsseitenwand der Rücklaufkammer (2a) horizontal abstehen.
2. Fußbodenverteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteileranschlüsse (5 bzw.
6) an zwei gegenüberliegenden Längsseitenwänden der Vorlaufkammer (la) sowie der Rücklaufkammer
(2a) symmetrisch angeordnet sind.
3. Fußbodenverteiler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteileranschlüsse (5) der
Vorlaufkammer (la) gegenüber den Verteileranschlüssen (6) der Rücklaufkammer (2a) versetzt an
geordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732349605 DE2349605C3 (de) | 1973-10-03 | Fußbodenverteiler für Warmwasser-Heizungsanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732349605 DE2349605C3 (de) | 1973-10-03 | Fußbodenverteiler für Warmwasser-Heizungsanlagen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2349605A1 DE2349605A1 (de) | 1975-04-24 |
| DE2349605B2 DE2349605B2 (de) | 1975-10-30 |
| DE2349605C3 true DE2349605C3 (de) | 1976-06-10 |
Family
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