DE234843C - - Google Patents
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- DE234843C DE234843C DENDAT234843D DE234843DA DE234843C DE 234843 C DE234843 C DE 234843C DE NDAT234843 D DENDAT234843 D DE NDAT234843D DE 234843D A DE234843D A DE 234843DA DE 234843 C DE234843 C DE 234843C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D47/00—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Looms (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- JVe 234843 KLASSE 86 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1909 ab.
Kür diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom -
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Großbritannien vom 21. Juli 1908 anerkannt.
die Priorität
Es ist schon vorgeschlagen worden, zum Eintragen des Schusses von einer feststehenden
Schußspule aus eine Eintragzahn- oder Lochschiene zu verwenden, die in der Lade geführt Und von einer Zahnstange unter Vermittlung
einer an der Lade gelagerten Zahnräderübersetzung bewegt wird, wobei der Raumersparnis wegen die Eintragschiene entweder
biegsam oder aus einzelnen gelenkig verbundenen Gliedern zusammengesetzt ist, so daß sie außerhalb des Faches aus der
Richtung ihrer Arbeitsbewegung beliebig abgelenkt werden kann.
Handelt es sich um sehr breite Ware, z. B.
um Axminsterteppiche, für welche Eintragschienen von großer Länge notwendig sind,
so bereitet es große Schwierigkeiten, die dann notwendig biegsamen oder aus gelenkig verbundenen
Gliedern zusammengesetzten Eintragschienn so genau zu lochen oder zu zahnen und zu führen, daß sie durch Zahnräder
genau und sicher hin und her bewegt werden können; dazu kommt, daß die Übersetzung
zwischen Zahnstange und Eintragschiene sehr groß sein muß, was ein sehr kräftiges, genau gearbeitetes und in der Lade
äußerst genau gelagertes Zahnradvorgelege erfordert. Diese bekannte Einrichtung ist
daher sehr kostspielig und überdies unsicher im Betrieb. Diese Mängel werden nach der
Erfindung dadurch beseitigt, daß man die Eintragschiene als biegsame Nadel ausführt,
die aus einem biegsamen Draht oder Seil besteht, worauf zweckmäßig kurze, hohle Teile
aufgefädelt sind. Diese Schußeintragnadel ist mit einem Ende an einer am Stuhl gelagerten
Trommel oder Rad befestigt und um dieselbe gewickelt, ist in der festen Lade genau geführt und trägt am anderen Ende
eine kurze, starre Stange mit dem öhrarm.
Die Trommel oder das Rad wird in irgendeiner geeigneten Weise hin und her gedreht,
um die Nadel in das Fach bzw. aus demselben zu schieben. Da ein Zahneingriff in
die Nadel entfällt und bloß das in einem ■festen Stuhlteil gelagerte Rad oder Trommel
anzutreiben ist, so braucht die ganze Einrichtung nicht mit peinlichster Genauigkeit
ι ausgeführt zu werden und kann daher bei voller Betriebssicherheit billig hergestellt wer- 5"
den.
Um zu erreichen, daß die Ablaufstelle der Nadel von der Trommel oder dem Rad stets
genau in der Verlängerung der Führung liegt, wird eine Einrichtung getroffen, um das Rad
oder die Trommel bei der Hin- und Herdrehung entsprechend der Steigung der von der aufgewickelten Nadel gebildeten Schraubenlinie
hin und her zu bewegen.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung stellt in der Seitenansicht, zum Teil Schnitt, einen Teil
eines Webstuhles dar, bei welchem der Er-
findungsgegenstand angewandt ist. Fig. 2
ist eine Vorderansicht, zum Teil Schnitt, der Trommel und eines Teiles des Rietblattes.
Fig. 3 bis 5 sind Einzelansichten. Die biegsame Schußeintragnadel 13, 14 besteht aus
einer Reihe hohler, kurzer Teile 13, wobei zweckmäßig jeder am vorderen Ende einen
Ansatz aufweist, der in eine Ausnehmung im rückwärtigen Ende des benachbarten Teiles
paßt. Die Teile 13 sind auf einen biegsamen Draht oder ein Seil 15 aufgefädelt (s. den
Längsschnitt Fig. 4), das äußere Ende des Seiles oder Drahtes 15 ist an dem starren
Endteil 14 der Nadel befestigt, der länger ist als die Stücke 13. Die biegsame Nadel
13, 14 ist in der Ruhelage auf den Umfang
einer Trommel oder eines Rades 16 aufgewickelt, und das fnnere Ende des Seiles 15
geht über eine in einem Schlitz der Trommel oder des Rades 16 gelagerte Rolle 17 und
ist an einem Hebel 18 befestigt, dessen freies Ende durch eine Feder 19 mit der Nabe des
Rades oder der Trommel in Verbindung steht. Dadurch erhält die Nadel 13, 14 eine beschränkte
Elastizität, welche gestattet, daß sich die Stücke 13 beim Aufwickeln der
Nadel auf das Rad oder die Trommel 16 etwas auseinanderbiegen können, aber auch
sichert, daß sich die Stücke 13 beim Abwickeln der Nadel vom Rad oder der Trommel
wieder dicht aneinander legen.
Von einer Seite des Stuhles zur andern reicht das feste Rietblatt 20, das als Führung
für die Nadel 13, 14 dient und aus Fig. 2 in der Vorderansicht und Fig. 3 im
Querschnitt zu ersehen ist. Das Rietblatt 20 weist eine rohrartige Führung 21 und einen
offenen Schlitz 22 an der Vorderseite auf, in welchem sich der Arm 23 am vorderen
starren Ende 14 der Nadel bewegen kann (Fig. 5); das äußere Ende des Armes 23 weist
ein Öhr auf, durch welches der Schußfaden gezogen wird.
Das Rad oder die Trommel 16 ist von einem am Stuhlgestell befestigten Mantel 24
umgeben, welcher das Aufbiegen der biegsamen Nadel verhindert, während sie durch
Drehung des Rades oder der Trommel in das
■ ■ Rietblatt eingeschoben wird. Der Vorderteil 14 der Nadel liegt in der Ruhestellung in
einer am Mantel 24 befestigten Führung 25 in der Verlängerung des Rietblattes. Die
Nadel 13, 14 ist so vollkommen eingeschlossen und macht bei der Drehung des Rades oder
der Trommel 16 den vollen Hub.
Die absatzweise Drehung des Rades oder der Trommel 16 kann in beliebiger Weise
herbeigeführt werden, beispielsweise durch einen von der Triebwelle des Stuhles in
Schwingungen versetzten Zahnbogen, der in einen Trieb 26 auf der Welle 27 eingreift,
auf welcher das Rad 16 aufgekeilt ist.
Um zu sichern, daß der von dem Rad 16 abgehende Teil der biegsamen Nadel 13, 14
sets in einer Geraden mit der Führung 21 im Rietblatt 20 liegt, ist die Welle 27 des
Rades 16 an einer oder mehreren Stellen ihrer Länge mit Gewinde versehen, dessen Steigung
gleich ist der Steigung der Schraubenlinie, welche die auf das Rad 16 gewickelte Nadel
bildet. Die Gewinde der Welle 27 greifen in feste Muttergewinde am Stuhl, so daß die
Welle 27 und das Rad 16 sich bei der Drehung in der Längsrichtung der ersteren
verschieben. Es kann aber auch das Rad 16 so auf die Welle 27 aufgekeilt sein, daß es
selbsttätig längs der Welle hingleitet, wenn das Rad sich dreht.
Die Erfindung, die beispielsweise auch zum Einführen des Schusses bei Teppichstühlen
Anwendung finden kann, ist nicht auf die besonders dargestellte Einrichtung der biegsamen,
etwas elastischen Nadel beschränkt; letztere kann, ohne vom Wesen der Erfindung
abzuweichen, aus einem mehr oder weniger dicht schraubenförmig gewickelten Draht
bestehen, an dessen vorderem Ende die kurze, starre Stange 14 mit dem Arm 23 befestigt
ist.
Claims (2)
1. Vorrichtung für Webstühle zum Eintragen des Schußfadens mittels einer biegsamen,
in einer Führung beweglichen Schußeintragnadel mit Öhr am äußeren Ende, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nadel aus einem biegsamen Draht oder Seil (15) besteht, auf welchem eine Reihe
kurzer, hohler, einander berührender Glieder (13) aufgefädelt werden kann, und
daß die Nadel auf ein Rad oder eine Trommel (16) aufgewickelt ist und mit
dem einen Ende mit dem- bzw. derselben federnd verbunden ist und beim Hin- und Herbewegen der Trommel (16) durch
das Fach bewegt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rad oder
die Trommel bei der Hin- und Herdrehung auch in ihrer Achsenrichtung entsprechend
der Steigung der von der aufgewickelten Nadel gebildeten Schraubenlinie
hin und her bewegt wird, um die Ablaufstelle der Nadel von der Trommel stets genau in der Verlängerung der Führung
zu halten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE234843C true DE234843C (de) |
Family
ID=494678
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT234843D Active DE234843C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE234843C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745362C (de) * | 1936-11-21 | 1944-03-16 | Raymond Dewas | Antriebsband fuer Schussfadeneintragsnadeln von Nadelwebstuebstuehlen |
| DE902239C (de) * | 1951-04-26 | 1954-01-21 | Gabler & Co K G J | Greiferanordnung fuer schuetzenlose Webstuehle |
| DE1235829B (de) * | 1962-04-18 | 1967-03-02 | Saurer Ag Adolph | Antriebsvorrichtung fuer den Schussfadeneintrag an Greifer-Webmaschinen |
-
0
- DE DENDAT234843D patent/DE234843C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745362C (de) * | 1936-11-21 | 1944-03-16 | Raymond Dewas | Antriebsband fuer Schussfadeneintragsnadeln von Nadelwebstuebstuehlen |
| DE902239C (de) * | 1951-04-26 | 1954-01-21 | Gabler & Co K G J | Greiferanordnung fuer schuetzenlose Webstuehle |
| DE1235829B (de) * | 1962-04-18 | 1967-03-02 | Saurer Ag Adolph | Antriebsvorrichtung fuer den Schussfadeneintrag an Greifer-Webmaschinen |
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