DE2348451A1 - Polyestergarn und seine herstellung - Google Patents
Polyestergarn und seine herstellungInfo
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Description
Patentanwälte:
Dr. Ing. Walter AbitZ 26. September 1973
Dr. Dieter F. Morf DP-888
Dr. Hans-Α. Brauns
E. I. DU PONT DE NEMOURS AND COMPANY lOth and Market Streets, Wilmington, Del. 19898, V.St.A.
Polyestergarn und seine Herstellung
Die Erfindung betrifft bauschfähige Polyester-Textilgarne
und insbesondere Mischschrumpf-Garn, das von einer innigen
Mischung von Polyesterfäden mehr als einer Art gebildet wird.
Ungekräuselte Polyestergarne aus geraden Endlosfäden sind in
den meisten Waren unerwünscht, da sie einen nichtbauschigen, schlüpfrigen Griff ergeben. Zum Kräuseln der Fäden zwecks
Ausbildung von Bauschigkeit sind verschiedene Texturierverfahren entwickelt worden. Bauschigkeit lässt sich auch herbeiführen,
indem man das Garn aus einer Mischung von Fäden, bildet, von denen beim Erhitzen ein Teil stärker schrumpft als
andere. Solche Mischschrumpf-Garne lassen sich vor dem Weben durch Erhitzen bauschen, aber es ist besonders vorteilhaft,
die Bauschigkeit nach dem Weben durch Erhitzen während normaler Warenausrüstarbeiten zu entwickeln.
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Die vorliegende Erfindung stellt ein Misehschrumpf-Linearpolyester-Garn
zur Verfügung, das von Fäden von verträglicher Bruchdehnung gebildet wird und sich dadurch kennzeichnet,
dass etwa 25 bis 75 Gew.% des Garns
a) Niedrigerschrumpf-Fäden, die von Polymerketten mit einem
Gehalt von 95 bis 100 Mol% an Äthylenterephthalat-Struktureinheiten
und 5 bis O Mol% an für basische Farbstoffe sensibilisierenden Einheiten, vorzugsweise 2 Mol%, gebildet
werden und eine relative Viscosität von etwa 14 bis 19 und eine normalisierte Dichte von 1,377 bis 1,406
haben,
im Gemenge mit 75 bis 25 Gew.%
b) Höherschrumpf-Copolyester-Fäden sind, die von Polymerketten gebildet werden, welche sich in ihrer chemischen
Zusammensetzung von der obigen (a) unterscheiden, wobei 85 bis 95 Mol% der Struktureinheiten dieser Polymerketten
Ä'thylenterephthalat- und die verbleibenden 15 bis 5 Mol%
der Struktureinheiten Estereinheiten sind, welche eine Kristallisationsverzögerung in Bezug auf Fäden gemäss (a)
bei Einwirkung der gleichen Bedingungen ergeben, und die eine relative Viscosität von mindestens 28 und eine normalisierte
Dichte von unter 1,3840 haben.
Die vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren zur Herstellung von Mischschrumpf-Polyestergarn zur Verfügung,
bei welchem, die Niedriger- und Höherschrumpf-Fäden bei identischen
Bedingungen ersponnen und weiterbehandelt werden. Die Erfindung sieht in weiterer Ausgestaltung ein gemeinsames
Spinnen der Fäden aus einer einzigen Spinndüse und darauf Veiterbehandeln der Fäden in Form eines einzigen Garns vor,
so dass ein hoher Grad an Faden-Vermengung erreicht wird. Weiter sind die Höherschrumpf-Fäden in ihrer chemischen Zusammensetzung
von den Fiedrigerschrumpf-Fäden verschieden und
variierbar derart, dass man die gleiche oder eine unterschiedliche
Affinität für Farbstoffe erhält. Die Erfindung macht ein Mischschrumpf-Garn verfügbar, das mit ihm hergestellten
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Waren hocherwünschte ästhetische Eigenschaften und Eigenschaften in Fort von Bauschigkeit und Griff erteilt. Das
Garn ist nach'Abnahme von Garnpackungen von unerwünschten
Schlingen bzw. Kringeln im wesentlichen frei und eignet sich zum Weben oder Wirken vor dem-Bauschen, worauf man die Bauschigkeit
während normaler Warenausrüst- oder -fertigmachbehandlungen hervorruft. Der Umstand, das Garn gemäss der
Erfindung in ungebauschter Eorm wirken zu können, wobei die
Bauschigkeit in einer späteren Stufe hervorgerufen wird, ermöglicht Verarbeitungsvorteile, da ein Wirken von ungebauschtem
Garn leichter als bei.gebauschtem Garn durchführbar ist. Durch Variieren der Faden-Zusammensetzungen lassen sich
gleichmässige Färbungen oder gefällige Sprenkel-Effekte erzielen. Eine hochgradige Fadenvermengung macht die Ware
moirefrei.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden Niedriger- und Höhersehrumpf-Fäden verschiedener chemischer
Zusammensetzung gleichzeitig bei identischen Bedingungen hergestellt,
indem man die unterschiedlichen Polyesterzusammensetzungen aus getrennten Austrittsöffnungen der gleichen
Spinndüse gemeinsam spinnt, die Fäden abschreckt und zum Garn (Fadenbündel) vereinigt, eine typische Spinnschlichte
aufträgt, das Garn auf mindestens das natürliche Streckverhältnis der Fäden streckt und das Garn bei konstanter Länge
wärmebehandelt bzw. tempert, um ein Garn gemäss der Erfindung zu bilden, das bei den Niedrigerschrumpf-Fäden einen "Trockenwärmeschrumpf"
("Dry-Heat-Shrinkage" oder kurz DHS) von unter 9,5 % und bei den Höherschrumpf-Fäden einen "Carrier-Schrumpf"
("Carrier Shrinkage" oder kurz CS) von"höchstens 20 %, vorzugsweise
15 % oder darunter, und eine Bruchdehnung innerhalb 15 Prozent-Einheiten derjenigen der Niedrigerschrumpf-Fäden
aufweist. Die Streckung des Garns kann auch unter Hindurchführen durch eine Wasserdampf-Düse unter Einsatz von überhitztem
Wasserdampf von 160 bis 270° C bei 2,8 bis 6,7 atü (40 bis 95 Pounds/Quadratzoll "Überdruck) oder in einem Wasser-
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bad von 85 "bis 100° C erfolgen. Bei wasserdampfgestrecktem
Garn lassen sich die genannten Eigenschaften durch Wärmebehandlung
bei derart geringer Temperatur wie 110° C ausbilden.
Die Fäden eines Garns werden vorzugsweise auf mindestens das natürliche Streckverhältnis gestreckt, da eine weniger vollständige
Streckung zu unverstreckten Segmenten führt, die eine ungleichmässige Färbung und einen harten Griff der Ware
ergeben. Zum gleichmässigen Strecken eines Verbundgarns haben die Fäden ungefähr das gleiche natürliche Streckverhältnis
und ergeben auch eine Streckung auf nahezu die gleiche Bruchdehnung. Unter verträglichen Bruchdehnungen sind solche zu
verstehen, die um nicht mehr als etwa 15 Prozenteinheiteri verschieden
sind. Die Beschränkung dieses Bereichs ist notwendig, um gebrochene Fäden und Segmente, die mechanisch schwach sind
oder zu ungleichmässig gefärbten Fäden führen, zu vermeiden. Man erreicht dies durch Einstellung der Spinn-Wärmebehandlungs-Bedingungen
in an sich bekannter Weise. Wenn die Bruchdehnungswerte der Fäden so variieren, dass sie ausserhalb
dieses Bereichs fallen, ist der Grad der Fadenvermengung (auch kurz als DFI ("Filament Intermingling") bezeichnet
und in US-PS 3 593 513 erläutert) zu gering, und mit dem Garn
erzeugte Waren weisen Fehler in Art von "Fisheyes", d. h. winzige Schlingen, auf. Nachdem jeder Faden bei dem gleichen
Streckverhältnis gestreckt werden muss, gilt ferner, dass bei Wahl des Streckverhältnisses derart, dass es den Fäden
geringerer Dehnung angepasst ist, die Fäden höherer Dehnung unterstreckt sind, was zu unverstreckten Segmenten führt, aus
denen Färbe-Ungleichmässigkeiten oder mechanisch schwache Stellen resultieren, und umgekehrt bei Wahl des Streckverhältnisses
derart, dass es den Fäden höherer Dehnung angepasst ist, die Fäden niedrigerer Dehnung beim Strecken Bruch unterliegen.
Die Bruchdehnung jeder Komponente des Garns gemäss der Erfindung liegt vorzugsweise zwischen etwa 18 und 40 %.
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Das Garn wird ferner nach dem. Strecken "bei 110 "bis 175° C
wärmebehandelt, um einen niedrigen Schrumpf bei niedrigeren Temperaturen zu ergeben, so dass sich der grösste Teil der
Bauschigkeit bei höheren Temperaturen entwickelt, wenn die Ware bei normalen Fertigmach- oder Ausrüstarbeiten thermofixiert
wird. Wenn man den Unterschied zwischen den(in der relativen Viscosität zum Ausdruck kommenden) Molekulargewichten
der beiden Arten vergrössert, verstärkt sich die Bauschigkeit.
Die nachfolgend genannten Begriffe haben hier folgende Bedeutung:
1. "Normalisierte Dichte" und "Dichte" bedeuten die normalisierte Dichte entsprechend der Erläuterung in US-PS
3 549 597t d. h. unter Errechnung nach der Formel
ρ « P+ (1,5400- /O, worin P die ermittelte Dichte der
Faser, Γ« die ermittelte Dichte einer vollständig amorphen
Probe und f -^ die normalisierte Dichte der Faser ist.
I. Die "Kristallinitat" lässt sich durch einfache Dichte-Messungen
ermitteln, z. B. nach der von R. Meridith and J. V. S. Hearle in "Physical Methods of Investigating
Textiles", Textile Book Publishers, Inc., 1959, S. 174
bis 176» beschriebenen Methode. Geeignete Flüssigkeiten
zur Verwendung bei Polyäthylenterephthalat sind Tetrachlorkohlenstoff und n-Heptan. Die Kristallinitat in
Prozent wird aus den Dichtemessungen durch lineare Interpolation zwischen der Dichte einer vollständig amorphen
Probe (1,335 g/cm-0 und der Dichte der kristallinen Phase
(1,455 g/cm^) abgeleitet. Bei Copolymeren oder Fasern, die Additive enthalten, wie TiO,-,, erfolgen entsprechende
Berichtigungen (wie in US-PS 3 549 597, Spalten 4 und 5,
beschrieben).
3· Die "relative Viscosität" (auch kurz als RV bezeichnet)
ist ein Mass für das Molekulargewicht, speziell das Verhältnis der Viscosität einer Lösung von 2,15 g Polymerem,
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die bei 140° G in 20 ml Fomal gelöst sind, zur Viseositat des
Fomals selbst, jeweils bei 25° C in einem Kapillar-Viscosimeter
gemessen und in den gleichen Einheiten ausgedrückt. Das "Fomal" ist eine Mischung aus 10 Gew.teilen Phenol und
7 Gew.teilen 2,4,6-Trichlorphenol. Die Bestimmung der relativen
Viscosität erfolgt, wenn nicht anders angegeben, an Fäden nach Spinnen, Strecken und Värmebehandeln. Vor dem
Spinnen hat das Polymere gewöhnlich eine etwas höhere relative Viscosität, un einen Ausgleich für während des ßchmelzspinnVorgangs
auftretenden Abbau zu schaffen. Die "Bruchdehnung" wird nach ASTM-Prüfnorm D-2256-69 (unter
Berücksichtigung der redaktionellen Fassung von Abschnitt 2
und Umnumerierung folgender Abschnitte vom März 1971) bestimmt und entspricht der Definition gemäss "Option 3-3%
"Elongation at Break", des Abschnitts 3. Die Bestimmung erfolgt
an geraden Multifilen, die vor der Prüfung durch 24- Std. Aufbewahrung bei 65 % relativer Feuchte und 21,1° C
(70° F) konditioniert worden sind. Die Prüfung wird auf einem Gerät der Bauart "Instron Tensile Testing Machine"
durchgeführt. Der Prüfling hat eine Länge von 12,7 cm (5 Zoll); Dralleinführung erfolgt nicht; die Geschwindigkeit
der Gleitklemme beträgt 25,4 cm/Min. (10 Zoll/Min.),
die Geschwindigkeit der Verfeinerung 200 %/Min. und die
Schreibblattgeschwindigkeit 12,7 cm/Min. (5 Zoll/Min.). Der "Schrumpf in Carrier" ("Shrinkage in Carrier" oder
kurz CS) und der "Trockenwänneschrumpf" ("Dry Heat Shrinkage" oder kurz DHS) beschreiben Merkmale von Niedriger-
bzw. Höherschrumpf-Fäden; der Grad des bei bestimmten' Bedingungen eintretenden Schrumpfes erlaubt eine Bestimmung
bezüglich der Verträglichkeit verschiedener Fäden und ihrer Wirksamkeit in Mischschrumpf-Garnen. Das zu
prüfende Garn wird in so viel Windungen auf eine Haspel aufgebracht, wie zur Erzielung eines Titers von 3000 den
entsprechend der Formel η « notwendig sind, worin η die Zahl der Windungen und D das Denier des Garns bedeutet.
Natürlich nimmt der Wickeltiter für jeweils In um 2D zu.
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Man nimmt dann den Wickel von der Haspel ab, hängt ein Gewicht von 15O g an nnd bestimmt die Wickellänge (L^).
Hierauf wird das Gewicht abgenommen, der Wickel in ein kochendes, wässriges Bad eingegeben, das in 2 1 Wasser
Carrier in einer Menge von 5 δ/l enthält, wobei als
Carrier eine selbstemulgierfähige Mischung von Alkyl-
und Arylestern mit einem Gehalt an Butylbenzoat ("Cindye DAc-4-72", ein Handels-Carrier der Cindet Chemicals Incorporated,
Greensboro, North Carolina, U.S.A. für das Färben von Polyesterfasern) Verwendung findet. Nach
$0 Min. wird der Wickel aus dem Bad entnommen, an Luft getrocknet und leicht gespannt, d. h. gerade genug, um seine
kürzesten Windungen geradezuziehen, indem man an den Strang ein Gewicht von 75 g anhängt, worauf die Stranglänge gemessen
wird (Lp-)· CS errechnet sich dann nach der Formel:
L-Lp
CS(%) B χ 100
CS(%) B χ 100
Der Strang wird dann auf einen starren, verstellbaren Rahmen aufgebracht, der so eingestellt ist, dass die kürzesten
Windungen gerade geradegezogen werden, worauf man den Rahmen mit dem Strang in einen auf Trockenwärme von 160° C eingestellten
Ofen gibt. Nach 30 Sek. Wärmeeinwirkung wird der Rahmen aus dem Ofen entnommen, abgekühlt und die Wicklung
vom Rahmen abgenommen. Man hängt nun an den Strang ein 20-g-Gewieht und erhöht die Belastung manuell, bis die kurzen
Windungen die gleiche Länge wie die langen Windungen haben, und misst die Länge des sich in diesem Zustand befindlichen
Strangs (L,). DHS wird dann nach der Formel
DHS(%) = χ Λ
errechnet.
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6. Die "Wärmebehandlung" bzw. Temperung erfolgt vorzugsweise
bei konstanter Länge, indem man das Garn über Streckwalzen führt, die auf eine Temperatur im Bereich von etwa
115 bis 175° C und gewöhnlich etwa 140° C aufgeheizt sind. Nach oben wird die Wärmebehandlungstemperatür durch den
Erweichungspunkt der Höherschrumpf-Komponente begrenzt, während sie nach unten durch den CS der Höhe r schrumpf-Komponente
begrenzt wird, der 20 % nicht überschreiten sollte. Die Dauer der Einwirkung der beheizten Walzen auf
das Garn soll etwa 1 Sek. bis 0,001 Sek. betragen.
Verfahren zur Herstellung von für basische Farbstoffe annahmefähigen
Copolyestern sind in US-PS 3 018 272 beschrieben, wobei eine Sulfonatgruppe einen Seitenteil einer organischen
Einheit bildet, die einen wiederkehrenden Teil der Copolyester-Kette
darstellt. Diese USA-Patentschrift beschreibt viele solche Polymeren, und in der vorliegenden Beschreibung
sind noch andere solche Polymere erläutert. Vorzugsweise ist der Copolyester Polyäthylenterephthalat/5-(Natriumsulfo)-isophthalat
(Molverhältnis 98 ι 2), das nachfolgend auch kurz
als 2G-T/IS bezeichnet ist. Die die Sulfonatgruppe enthaltende, organische Einheit in der Polymerkette kann irgendeine Einheit
der folgenden Strukturformeln sein:
| O | ΓοΊ | 0 |
| ft | It | |
| c | , C- | |
Formel a)
Formel b)
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Formel c)
π
-C-
Formel d)
Die Estereinheiten zur Verzögerung bzw. Hemmung der Kristallisation
des Höherschrumpf-Copolyesters in Bezug auf die niedrigerschrumpfende
Komponente können von all den Struktureinheiten gebildet werden, die sich in bekannter Weise zur
Bildung brauchbarer Copolyester-Fäden mit Äthylenterephthalat
in dem genannten Bereich der relativen Viscosität eignen. Dieser Einsatz eines Kristallisations-Verzögerers bzw.
-Hemmers in der entsprechenden Menge ermöglicht ein gemeinsames Spinnen und Behandeln der Niedriger- und Höherschrumpf-Fäden
bei identischen Bedingungen unter Bildung eines Mischschrumpf-Garns mit den hier genannten, erwünschten Eigenschaften.
Die niedrigerschrumpfenden Fäden des Garns gemäss der Erfindung
haben eine relative Viscosität zwischen 14- und 19« PoIyäthylenterephthalat-Handelsgarne
haben im Vergleich hierzu
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eine Normal-RV von 26. Relative Viscositäten von unter etwa
20 sind "bisher vermieden worden, und Garne geringer relativer Viscosität haben sich nicht zu erfolgreichen Handelsprodukten
entwickeln können, da ihre Zugeigenschaften inadäquat waren.
Bevorzugtes Mischschrumpf-Garn gemäss der Erfindung kennzeichnet
sich durch Niedrigerschrumpf- und Höherschrumpf-Fäden mit einem Fadenvermengungsgrad zwischen 60 und 100 %
(bestimmt nach US-PS 3 593 513).
Eine bevorzugte Aus führung s form der Erfindung ist auf ein Mischschrumpf-Garn
gerichtet, bei dem die Niedrigerschrumpf-Fäden
von 2G-T/IS-Copolyester mit einer relativen Viscosität von
etwa 15 und einer Dichte von etwa 1,3834- und die Höherschrumpf-Fäden
von Äthylenterephthalat-Ä'thylenisophthalat-Copolyester
(2G-T/I) mit einer relativen Viscosität von etwa 35 urLd einer Dichte von etwa 1,3660 gebildet werden. Dieses
Garn ergibt eine ausgezeichnete Bauschigkeit, wenn man eine es enthaltende Rohware normalen Fertigmachbehandlungen unterwirft,
färbt sich in Dispersionfarbstoff-Flotten gleichmässig an und erlaubt auch ein Überfärben unter Erzielung erwünschter
Sprenkel-Effekte, da nur die 2G-T/IS-Fäden für kationische
Farbstoffe annahmefähig sind.
Eine andere bevorzugte Ausführungsform ist auf ein Garn gerichtet,
dessen Niedrigerschrumpf-Fäden von 2G-T/IS-Polyester
wie oben und dessen Höhe rschrumpf -Fäden von 2G-T/6-CopοIyester(Äthylenterephthalat-
und ithylenadipat-Struktureinheiten) im Molverhältnis von 88 : 12 mit einer relativen
Viscosität von etwa 35 und einer Dichte von etwa 1,3668 gebildet
werden.
Die von Polyäthylenterephthalat (2G-T) gebildeten Niedrigerschrumpf-Fäden
können nach einer Vielfalt an sich bekannter Methoden hergestellt werden, wie nach einer der Arbeitsweisen
der US-PS 2 465 $19· Vorzugsweise setzt man zur Erleichterung
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des Spinnens einen zweckentsprechenden Schmelzviscositäts-Booster
(wie in US-PS 3 335 211 beschrieben) ein, wenn die
relative Viscosität der 2G-T-Fäden im unteren Bereich liegt, z. B-. 14,5 beträgt. Sulfonathaltige Copolymere benötigen
solche Boosters gewöhnlich nicht. Wenn 2G-T/IS für die Niedrigerschrumpf-Fäden
Verwendungfindet, kann seine Herstellung nach einer der Arbeitsweisen der US-PS 3 018 272 erfolgen.
Es ist absolut überraschend, dass sich 2G-T oder sulfonatmodifizierte
Copolymere desselben bei den gleichen Temperaturen und Streckverhältnissen unter Ausbildung der gleichen oder
nahezu der gleichen Bruchdehnungen wie ein anderes Äthylenterephthalat-Copolymeres
und dennoch Anfall eines Hischschrumpf-Garns
spinnen und strecken lassen, das stark bauschfähig ist und auch andere im Handel erwünschte ästhetische
bzw. taktile Merkmale aufweist.
Es ist eine grosse Zahl von Äthylenterephthalat-Copolyestern dafür bekannt, brauchbare Fäden zu liefern, und diese"Copolyester
können für die Zwecke der Erfindung Verwendung finden. Man kann auch das Glykol und/oder die Säure variieren
oder auch Caprolacton einsetzen, um in der Copolyesterkette
der Höherschrumpf-Fäden Struktureinheiten der Formel
auszubilden. Der Erläuterung von Struktureinheiten, die als Kristallisationsverzögerer in der Polyesterkette verwendet
werden können, dienen
0 -CH2CH2-O-C-
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aus Äthylenglykol und Isophthalsäure,
0 0 -CH2CH2-O-C-()
aus Äthylenglykol und Adipinsäure,
,.c-o-A-L
aus Diäthylenglykol und Terephthalsäure,
0 · -CH2C(CH )2CH2-O-C-// N\ -C-O-
aus 2,2-Dimethyl-1,3-propandiol und Terephthalsäure,
0 0
-CH2CH2-0-C-(CH2)10-C-0-
aus Äthylenglykol und Dodecandisäure,
0 / ν 0
-CH2CH2-O-C-/ S \-C-0-
aus Äthylenglykol und Hexahydro terephthalsäure
und andere der gleichen Klasse entsprechend der allgemeinen Formel
0 0 -(A-O)n-C-B-C-O-
worin A eine Niedermol.-alkylen-Gruppe, η gleich 1, 2 oder
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und B eine von aliphatischen ungesättigten Teilen freie, zweiwertige
Kohlenwasserstoffgruppe mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen in der Polyesterkette ist. Vorzugsweise enthalten die
Garne gemäss der Erfindung etwa 50 % Niedrigerschrumpf-Fäden
und etwa 50 % Höherschrumpf-Fäden, und der Fadentiter ist
vorzugsweise im wesentlichen gleichmässig und liegt vorzugsweise zwischen 1 und 5 den. Die Garntiter entsprechen vorzugsweise
den Handelsgrössenordnungen.
Die Garne gemäss der Erfindung werden im allgemeinen nach herkömmlichen
Schmelzspinntechniken hergestellt. Vorzugsweise erfolgt ihre Herstellung durch gemeinsames Verspinnen beider
Polymerarten durch eine einzige Spinndüse, wobei die eine Art durch einen Teil der Spinndüsen-Öffnungen und die andere
durch den anderen Teil ausgestossen wird. Arbeitsweisen hierzu sind an sich bekannt und z. B. in US-PS 3 593 513 beschrieben.
Die Garne gemäss der Erfindung werden als eine Einheit darstellendes Garn ersponnen und gestreckt und darauf wärmebehandelt
und auf einer zweckentsprechenden Packung aufgewickelt.
Der Umstand, dass die Garne gemäss der Erfindung durch gemeinsames
Spinnen und gemeinsames Strecken herstellbar sind, bedeutet einen wirtschaftlichen Vorteil, da man keiner gesonderten
Vorrichtung zur Behandlung jeder Fadenart bedarf. Auch . sind durch die Möglichkeit, die Garne gemeinsam zu spinnen
und strecken, die Fadenarten gut vermengt, woraus sich ein gleichmässiges Aussehen von mit ihnen hergestellten Waren ergibt.
Das" Garn gemäss der Erfindung hat den Vorteil, dass sich erwünschte
Bauscheigenschaften und taktile Eigenschaften während der normalen Folge von Ausrüst- bzw. Fertigmacharbeiten
ausbilden lassen, nämlich während des Auswaschens beim Sieden und während des Erhitzens der Ware bei herkömmlichen Bedingungen.
Spezialbehandlungen sind nicht notwendig.
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Zur Bildung der Garne gemäss der Erfindung müssen diese Fäden
bei ihrer Herstellung bei konstanter Länge wärmebehandelt werden, damit die Niedrigerschrumpf-Fäden eine Dichte von
mindestens 1,377t aber nicht über 1,406 erreichen können. Wie
sich gezeigt hat, darf die Dichte der Niedrigerschrumpf-IFäden
1,406 nicht überschreiten, da es sonst den mit dem Garn erzeugten Waren an Bauschigkeit fehlt. Diese Werte
lassen sich den Werten von 1,335 und 1,455 bei dem vollständig
amorphen bzw. dem vollständig kristallinen 2G-T gegenüberstellen, die von R. de P. Daubeny und C. W. Bunn in
"Proc. Roy. Soc.% A-226, S. 531 (1954) berichtet worden sind.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
Dieses Beispiel erläutert die Bedeutung, die der Lenkung der relativen Viscosität (RV) jeder fadenförmigen Komponente bei
der praktischen Durchführung der Erfindung zukommt.
A) RY ,jeder Komponente der Lehre der vorliegenden Erfindung
entsprechend
2G-T/IS-(98/2)-Flocke (wie in US-PS 3 018 272 beschrieben)
mit einer relativen Viscosität von 16 und 2G-T/I-(90/I0)-Flocke
mit einer relativen Viscosität von 40 wurden getrennt geschmolzen und gemeinsam zu einem 28fädigen
Verbundgarn versponnen, indem gleiche Volumina jeder Polymerschmelze einer Spinndüse zugeführt wurden, die Austritt
so ffnungen gleichmässiger Grosse aufwies, die in
konzentrischen Ringen angeordnet waren, wobei jeder Ring die gleiche Zahl an Öffnungen enthielt. Eine Vermischung
der beiden Polymerschmelzen miteinander wurde verhindert. Das 2G-T/IS-Copolymere wurde durch den Aussen- und das
andere Copolymere durch den Innenring gesponnen. Die an
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der Spinndüse gemessene Spinntemperatur betrug 300 C. Die Fäden wurden in normaler Weise luftabgeschreckt und
zur Streckung auf das 4,5fache (auf 70 den) mit einem
Streckstab in Kontakt gebracht, der zwischen einer Zuführwalze und einem Satz zweier beheizter Streckwalzen angeordnet
und zum Teil in Wasser von 95° c eingetaucht war,
wobei die Fäden die beiden, auf 140° C aufgeheizten Streckwalzen in 16 Umschlingungen umliefen. Die Fäden erhielten
hierauf einen Überzug mit einer Standardschlichte und wurden einer !zweckentsprechenden Aufwicklung zugeführt
(Aufwickelgeschwindigkeit etwa 2470 m/Hin.)· Bie Bruchdehnung
jeder Fadengruppe des Verbundgarrrs betrug etwa 23 % und die Festigkeit des Garns 3,48 g/den. Die
2G-T/IS-Fäden hatten eine relative Viscosität von 14,9
und eine Dichte zwischen 1,377 und 1,406, während die
2G-T/I-Fäden eine relative Viscosität von 38 und eine
Dichte von unter 1,3830 hatten. Beim Abnehmen von der
Packung zeigte das Garn keine Bildung unerwünschter Schlingen bzw. Kringel. Ein aus dem Garn hergestelltes und in
normaler Weise fertiggemachtes Gewebe hatte einen kammgarnartigen Griff.
Die folgenden Versuche B, C und D stellen Vergleichsversuche
dar, die nicht der vorliegenden Erfindung entsprechen.
B) Zu hohe RV der Niedrigerschrumpf-Komponente
Teil A wurde mit der Abänderung wiederholt, dass die relative Viscosität der 2G-T/IS-Fäden über 22 und die Bruchdehnungs-Differenz
zwischen den beiden Fadenarten mehr als 15 Prozenteinheiten betrug. Aus diesem Garn hergestellte
Gewebe zeigten einen Mangel an Bauschigkeit und hatten einen ähnlichen Griff wie aus nichttexturiertem Standardgarn
erzeugte.
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C) Zu niedrige EV der Niedrigerschrumpf-Fadenkomponente
Teil A wurde mit der Abänderung wiederholt, dass die relative
Viscosität der 2G-T/IS-Flocke 13 und der 2G-T/I-Flocke
40 und das Streckverhältnis 4,8 betrug. Die 2G-T/IS-Faden
hatten eine relative Viscosität von 13»4 und die 2G-T/I-Fäden
eine solche von 34. Die Garnfestigkeit betrug 3»19 g/den und die Bruchdehnung beider Fadenarten 21,6 %.
Aus diesem Garn wurde mit 22,8 Garnen/cm in der Kette und 22,0/cm im Schuss ein 2x2 Fischgrät-Bohköper von
237,4 g Quadratmetergewicht hergestellt. Diese Ware erwies sich bei einer Prüfung auf die Auswirkungen von Scheuerkräften
in einem Standardtest als inakzeptabel, da sie starken Abriebschädigungen unterlag. Wie sich zeigte, wurde
die Schädigung durch Bruch der Niedrigerschrumpf-Fadenkomponente
verursacht.
D) Zu niedrige RV der Höherschrumpf-K omponente
Teil A wurde mit der Abänderung wiederholt, dass die Höherschrumpf-Komponente
von Poly-(äthylenterephthalat/adipat) (92 : 8), abgekürzt 2G-T/6, gebildet wurde, wobei die
relative Viscosität der 2G-T/6-Flocke 27,5 und der
2G-T/IS-Flocke 16 betrug. Die 2G-T/6-Fäden hatten eine relative Viscosität von 25»4 und die 2G-T/IS-Fäden eine
solche von 15,4. Dieses Garn ergab eine ungleichmässige
Färbung und zeigte spröde Segmente.
Beispiel 2
Teil A von Beispiel 1 wurde unter Einsatz von 2G-T/6 (95 : 5)
mit einer relativen Viscosität von 40 (Flocke) für die Hochschrumpf-Komponente und 2G-T/IS (98 : 2) mit einer relativen
Viscosität von 16 (Flocke) als Niederschrumpf-Komponente wiederholt, wobei das Streckverhältnis 4,6 (anstatt 4,5) und
die Temperatur der Streckwalze 134° C (anstatt 140° C) betrug.
- 16 40981S/104
2
Die 2G-T/6-Fäden hatten eine relative Viscosität von 33,1
und eine Dichte von unter 1,3830 und die 2G-TZlS-Faden
entsprechende Kennwerte von 15»6 "bzw. zwischen 1,377 und
1,406. Dieses Verbundgarn hatte eine Festigkeit von 4,65 g/den und Bruchdehnung von 23 %· Beide Garn-Komponenten hatten
ungefähr gleiche Bruchdehnungen. Das Garn war hochwertig. Beim Abziehen von der Packung zeigte das Garn keine Bildung
von Schlingen oder Kringeln. Ein aus dem Garn hergestelltes Gewebe ergab nach Thermofxxierung eine ausgezeichnete Bauschigkeit
und einen kammgarnartigen Griff.
Die vorliegende Erfindung stellt ein Heinpolyester-Mischschrumpf-Garn
zur Verfugung, das mit vielen Ausführungsformen ausgezeichnete Bauschigkeits-Eigenschaften und kammgarnartige
taktile bzw. ästhetische Eigenschaften ergibt, wie auch ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Garns, bei
dem die ausgestossenen Fäden in Form eines einzigen Fadenlaufes zwischen Ausstossung und Aufwicklung behandelt werden.
Es besteht keine Notwendigkeit zur Aufteilung des Spinn- und Streckprozesses, womit sich eine kostspielige Apparatur
vermeiden lässt.
Aus solchen Garnen gemäss der Erfindung hergestellte Waren
besitzen eine ungewöhnliche Bauschigkeit und Textur und haben vielfach die ästhetischen und taktilen Merkmale von Kammgarnstoffen.
Diese Vorzüge in Verbindung mit den Vorteilen, welche Rein-Polyester-Waren ihrer Natur nach haben, einschliesslich
Motten- und Milbenechtheit, machen solche Waren dem modernen Markt entsprechend hochattraktiv.
Aus solchen Waren lassen sich Sport- oder Freizeithosen, Mantel, Jackets, Kleider, Anzüge und Kostüme und dergleichen
herstellen. Bei mit gewissen Garnen gemäss der Erfindung hergestellten Waren sind interessante Färbeeffekte erzielbar,
- 17 409815/1042
insbesondere bei Verwendung von Garn, das von einer Mischung von 2G-T/IS-Faser mit einer anderen Copolymer-Faser, wie
2G-T/I-Faser gebildet wird. Die 2G-T/I-Faser ist mit Dispersionsfarbstoffen
leicht anfärbbar, nimmt aber kationische Farbstoffe nicht auf, während die 2G-T/IS-Faser sowohl Dispersionsfarbstoffe
als auch kationische Farbstoffe aufnimmt.
- 18 409815/10/1-2
Claims (12)
1. Mischschinimpf-Linearpolyester-Garn, das von Fäden von verträglicher
Bruchdehnung gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass etwa 25 Ms 75 Gew.% des Garns
a) Niedrigerschrumpf-Fäden, die von Polymerketten mit einem Gehalt von 95 Ms 100 Mol% an Äthylenterephthalat-Struktureinheiten
und.5 Ms 0 Mol% an für "basische
Farbstoffe sensibilisierenden Einheiten gebildet werden und eine relative Viscosität von etwa 14 Ms
und eine normalisierte Dichte von 1,377 Ms 1,406 haben,
im Gemenge mit 75 Ms 25 Gew.%
b) Höherschrumpf-Copolyester-Fäden sind, die von Polymerketten
gebildet werden, welche sich in ihrer chemischen Zusammensetzung von der obigen (a) unterscheiden, wobei
85 "bis 95 Mo 1% der Struktureinheiten dieser Polymerketten
Äthylenterephthalat- und die verbleibenden 15
bis 5 Mo 1% der Struktureinheiten Estereinheiten sind, welche eine Eristallisationsverzögerung in Bezug auf
Fäden gemäss (a) bei Einwirkung der gleichen Bedingungen ergeben, und die eine relative Viscosität von mindestens
28 und eine normalisierte Dichte von unter 1,3840 haben.
2. Garn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nie dri ge r schrumpf -Fäden einen Trockenwärme schrumpf von
unter 9,5 % haben.
3· Garn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Höherschrumpf-Fäden einen Carrier-Schrumpf von bis
zu 20 % haben.
4. Garn nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass der
Carrier-Schrumpf bis zu 15 % beträgt.
- 19 40981 5/1042
5. Garn nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden ungefähr das gleiche natürliche Streckverhältnis haben.
6. Garn nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5>
dadurch gekennzeichnet, dass der Grad der Vermengung der Höher- und Niedrigerschrumpf-Fäden zwischen 60 und
100 % liegt.
7· Verfahren zur Herstellung eines Garns gemäss Anspruch
bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man die Garnfäden gemeinsam durch eine einzige"Spinndüse erspinnt, gemeinsam
streckt und bei konstanter Länge wärmebehandelt.
8. Verfahren nach Anspruch 7> dadurch gekennzeichnet, dass man die Fäden auf mindestens das natürliche Streckverhältnis
streckt.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
dass man di
behandelt.
behandelt.
dass man das gestreckte Garn bei 110 bis 175 G wärme-
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9» dadurch gekennzeichnet, dass man das Garn durch Überleiten
über auf 115 bis 175° C erhitzte Streckwalzen
wärmebehandelt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass man mit auf etwa 140° C erhitzten Walzen arbeitet.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Garn den erhitzten Walzen für eine
Dauer zwischen 0,001 und 1 Sek. ausgesetzt wird.
0 9 8 1 5 / 1 0 U 2 - 20 -
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