DE2345941B2 - Vorrichtung zur Herstellung großflächiger zweischaliger Wandelemente aus Beton o.dgl - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung großflächiger zweischaliger Wandelemente aus Beton o.dglInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung großflächiger zweischaliger Wandelemente aus
Beton od. dgl. mit einer Fertigungsbahn, auf der die erste Schale mit aus ihrer Oberseite herausragender
Bewehrung betoniert wird, sowie mit einem Hebezeug und einer Wendeeinrichtung zum Abheben von der
Fertigungsbahn, Wenden um 180° und Absenken der ersten Schale auf die frisch betonierte zweite Schale.
In der DE-AS 19 62 529 ist eine Vorrichtung der vorerwähnten Art beschrieben, bei der ein schwenkbarer
Schalrahmen vorgesehen ist, der Halteelemente in Form von Steckbolzen aufweist, die in den mit Beton
auszufüllenden Raum des Schalrahmens hineinragen und für das Entschalen quer zu den Rahmenseiten im
Schalrahmen verschieblich sind. Diese Halteelemente verhindern das Herausfallen der zuerst betonierten
Schale, wenn diese abgehoben und gewendet sowie auf die frisch betonierte zweite Schale abgesenkt wird.
Zweischalige Wandelemente ergeben vor allem dann besondere Vorteile, wenn sie in verhältnismäßig großen
Dimensionen hergestellt werden. Derartige Wandelemente sind vergleichsweise leichter als massive
Wandelemente, erfordern aber an der Baustelle die Ausfüllung mit Beton. Das vergleichsweise geringe
Gewicht erlaubt aber eine Herstellung in größeren Abmessungen, wodurch die Zahl der an der Baustelle zu
bearbeitenden Trennfugen zwischen den einzelnen Bauelementen reduziert werden kann. Es ist klar, daß
bei größeren Abmessungen die Schwierigkeiten beim Ausschalen und Wenden der ersten Schale bei der
bekannten Vorrichtung zunehmen, da die Schale mittels der Steckbolzen nur an ihren Rändern abgestützt wird.
is Die Trennung des Schalrahmens von der Unterlage
ergibt weiter die Schwierigkeit, daß für jeden neuen Herstellungsvorgang, der mit einem Rüttelvorgang
verbunden ist, eine feste Verbindung zwischen dem Schalrahmen und der Unterlage geschaffen werden
muß. Dies geschieht in der Regel durch eine Vielzahl von Schraubverbindungen. Das Lösen und Wiederverbinden
ist aufwendig und zeitraubend. Außerdem kann die Fertigungsbahn erst nach dem ementen Befestigen
des Schalrahmens auf ihr wieder benützt werden.
Bei einem abnehmbaren Schalrahmen ergibt sich weiter das Problem der ausreichenden Dichtheit
zwischen der Schalrahmenunterseite und der Oberseite der Unterlage. Diese Dichtheit ist nach dem Abnehmen
und Aufsetzen des Schalrahmens wieder herbeizuführen. Die benutzten Dichtmittel sind dabei einem
schnellen Verschleiß ausgesetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art dahingehend
zu verbessern, daß auch die Herstellung vergleichsweise großer Wandelemente möglich ist,
ohne daß die Gefahr wächst, daß beim Ausschalungsvorgang unerwünscht große Belastungen auf die erste
Schale einwirken, und daß die Fertigungsbahn, auf der die erste Schale gefertigt wird, möglichst bald wieder
benützt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist nach der Erfindung eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art
gekennzeichnet durch einen Aufhängerahmen mit einer Anzahl selbstausgleichender, die erste Schale an ihrer
Bewehrung erfassender Haken zum Abheben der Schale von der Fertigungsbahn und durch einen die
abgehobene Schale übernehmenden Wenderahmen zum Wenden und Absenken dieser Schale.
Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung können auch vergleichsweise großflächige Wandelemente geschaffen
werden. Die nach oben vorstehenden Armierungen erstrecken sich regelmäßig über die ganze
Schale, wodurch es kein Problem bedeutet, eine ausreichende Zahl von Haken vorzusehen, so daß
örtliche Überlastungen und Beschädigungen der Schale vermieden werden. Die Fertigungsbahn bzw. die Form,
in der die erste Schale gefertigt wird, steht nach dem Ausschalen der ersten Schale sofort wieder zur
Verfügung, denn die abgehobene Schale übernimmt der Wenderahmen mit dem das Wenden und Absenken
dieser Schale auf die frisch betonierte zweite Schale erfolgt.
Die Unteransprüche betreffen verschiedene vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 die Draufsicht auf eine Fertigungsanlage mit
F i g. 1 die Draufsicht auf eine Fertigungsanlage mit
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig.2 einen Querschnitt durch die Anlage nach
Fig.1,
Fig.3, Fig.4 u. Fig.5 eine Seitenansicht, eine
Vorderansicht und die Draufsicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
F i g. 6 u. F i g. 7 eine Seitenansicht Lad die Draufsicht
des Wenderahmens der erfindungsgemäßen Vorrichtung und
F i g. 8 u. F i g. 9 eine Seitenansicht und die Draufsicht eines mit einem Aufhängerahmen und einem Wenderahmen
versehenen Brückenkrans.
In der schematischen Darstellung der F i g. 1 und 2 sind drei Fertigungsbahnen 8 gezeigt, über denen ein
Aufhängerahmen and ein Wenderahmen sowohl in der Richtung X als auch in der Richtung Y verschiebbar
angeordnet sind. In der Fig.2 ist mit E die Abhebestellung angedeutet F zeigt eine Wendestellung
und in der Stellung Gist bereits eine Wendung um 180°
durchgeführt. H zeigt die Absenkstellung. Mit / sind in der F i g. 1 die Trennwände zwischen den einzelnen
Bauteilen angedeutet
In den F i g. 3 bis 5 ist gezeigt, daß die an den Trägern 1, 2 bewegliche, Fahrwerksträger 3, 4 aufweisende
Laufkatze 5 mit insgesamt vier Hubwinden 6,7,8 und 9
bestückt ist Die Hubwinden 6 und 7 tragen an ihren Seilgehängen 10 den Aufhängerahmen 11, der mit einer
Anzahl selbstausgleichender Haken 12 versehen ist.
Die beiden Hubwinden 6 und 7 sind parallel geschaltet, so daß ein gleichmäßiges Abheben der ersten
Schale ohne Pendelschwingungen möglich ist. Die beiden Hubwinden 8 und 9 tragen den Wenderahn;en
13. Dieser Wenderahmen besteht im wesentlichen aus einem geschlossenen rechtwinkligen Rohrrahmen mit
den Riegeln 15,16,17 und 18. Am Querriegel 16 ist eine
um die Achse 19 durch den Motor 20 drehbar angetriebene Traverse 21 gelagert. Parallel zum
gegenüberliegenden Querriegel 18 ist ein Führungsträger 22 verfahrbar, zu welchem Zweck der Motor 26
vorgesehen ist Für diese Bewegung sind die Rollen 23 vorgesehen, sowie die Zahnstange 25 und das
dazugehörige Ritzel 24. Die Verschiebung erfolgt auf den Längsriegeln 15 und 17.
Auf der Innenseite des Führungsträgers 22 ist die Traverse 27 gelagert, und beide Traversehen 21 und 27
haben obenliegende Anlagenasen 28 und von unten anstellbare Druckstücke 29.
Wenn die erste Schale mit dem Aufhängerahmen 11 auf eine ausreichende Höhe angehoben ist, wird sie vom
Wenderahmen 13 übernommen, und zwar dadurch, daß der Wenderahmen abgesenkt wird, bis die Anlagenasen
28 auf der ersten Schale aufliegen. Daraufhin werden die Druckstücke 29 vorzugsweise pneumatisch angestellt,
wodurch die erste Schale im Wenderahmen festgehalten wird.
Nach der Lösung der Haken 12 von der ersten Schalt und nach dem Hochfahren des Aufhängerahmens 11
wird die erste Schale um 180° gewendet und an der vorgesehenen Stelle abgesenkt Das Wenden und das
seitliche Verschieben oder Längsverschieben kann
ίο dabei gleichzeitig erfolgen.
Für die Hubhöhen sind Spindelendschalter 34 oder Zeitsteuergeräte einstell- bzw. fixierbar. Damit ist
sichergestellt, daß der Wendevorgang ohne Behinderung möglich ist. Zweckmäßigerweise wird die Traverse
27 gegenüber dem Führungsträger 22 über eine Druckfeder 31 abgestützt, um Beschädigungen an der
Schale zu vermeiden. Weiterhin können die Anlagenasen und die Druckstücke mit Gummiauflagen versehen
sein. Der Drehwinkel beim Wendevorgang wird durch die Endschalter 33 festgelegt Der Arbeitsablauf folgt
somit einer Zwangssteuerung, so daß Bedienungsfehler ausgeschaltet sind. Der Verstellbereich der Traverse 27
entspricht maximal zwei Dritteln der Länge des Wenderahmens 13.
In der Zeichnung sind elektromechanische Antriebe dargestellt Diese können aber auch durch elektropneumatische
oder elektrohydraulische Antriebe ersetzt werden.
In der Darstellung der F i g. 8 und 9 ist die Benützung eines vorhandenen Brückenkrans für die erfindungsgemäße
Vorrichtung gezeigt. Während normalerweise die Hubwinde 40 auf einfachen Dreiradfahrwerken 41
abgestützt wird, ist es für die Zwecke der Erfindung vorteilhaft, das Fahrwerk der Laufkatze mit einem
vergrößerten Radstand auszubilden und die angesetzten Fahrwerksträger 42 durch Querträger 43 zu einem
Rahmen zu verbinden. Mit der Hubwinde 40 der Laufkatze wird der Träger 44 der vier Hubwinden
gehoben und gegen den Querträger 43 arretiert Die Arbeitsweise des Anhebens, Wendens, Transportierens
und Absenkens einer Schale erfolgt in gleicher Weise, wie im Zusammenhang mit den Darstellungen der
F i g. 1 bis 7 beschrieben.
Damit nach der Kuppelung der Zusatzausrüstung gemäß der Erfindung mit dem Brückenkran der Seilzug
entlastet werden kann, sind mechanische Arretierungen vorgesehen, die aus Bohrungen 45, die die Halterungsteile
durchdringen, sowie darin eingreifenden, durch den Stellmotor 46 angetriebenen und von unten steuerbaren
Steckersicherungen 47 bestehen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Herstellung großflächiger zweischaliger Wandelemente aus Beton od. dgl. mit
einer Fertigungsbahn, auf der die erste Schale mit aus ihrer Oberseite herausragender Bewehrung
betoniert wird, sowie mit einem Hebezeug und einer Wendeeinrichtung zum Abheben von der Fertigungsbahn,
Wenden um 180° und Absenken der ersten Schale auf die frisch betonierte zweite Schale,
gekennzeichnet durch einen Aufhängerahmen (11) mit einer Anzahl selbstausgleichender, die
erste Schale an ihrer Bewehrung erfassender Haken (12) zum Abheben der Schale von der Fertigungsbahn und durch einen die abgehobene Schale
übernehmenden Wenderahmen (13) zum Wenden und Absenken dieser Schale.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufhängerahmen (11) und der
Wenderahmen (13) unabhängig voneinander heb- und senkbar an einer Laufkatze (5) hängen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen von der Laufkatze getragenen Träger
(44), auf dem Hubwinden (6, 7, 8, 9) für den Aufhängerahmen und den Wenderahmen angeordnet
sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wenderahmen (13)
einen horizontalen Rechteckrahmen aufweist, der auf der Innenseite seiner einander gegenüberliegenden
Querriegel (16,18) je eine Traverse (21,27) trägt, die je um eine horizontale Mittelachse (19)
verschwenkbar sind und die die Enden der ersten Schale ergreifen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der beiden Traversen (21,
27) voneinander veränderbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Traverse (27) an einem
Führungsträger (22) gelagert ist der mit Hilfe einer Zahnstange (25) und eines motorbetriebenen Ritzels
(24) entlang den Längsriegeln (15, 17) des Wenderahmens (13) verfahrbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine Druckfeder (31) zwischen dem Führungsträger
(22) und der zugehörigen Traverse (27).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732345941 DE2345941C3 (de) | 1973-09-12 | 1973-09-12 | Vorrichtung zur Herstellung großflächiger zweischaliger Wandelemente aus Beton o.dgl |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732345941 DE2345941C3 (de) | 1973-09-12 | 1973-09-12 | Vorrichtung zur Herstellung großflächiger zweischaliger Wandelemente aus Beton o.dgl |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2345941A1 DE2345941A1 (de) | 1975-03-27 |
| DE2345941B2 true DE2345941B2 (de) | 1978-10-12 |
| DE2345941C3 DE2345941C3 (de) | 1979-06-07 |
Family
ID=5892348
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732345941 Expired DE2345941C3 (de) | 1973-09-12 | 1973-09-12 | Vorrichtung zur Herstellung großflächiger zweischaliger Wandelemente aus Beton o.dgl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2345941C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3101292A1 (de) * | 1981-01-16 | 1982-07-29 | Sommer Maschinenfabrik GmbH, 8300 Landshut | Wendevorrichtung fuer eine fertigungsanlage zum herstellen von betonplatten |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2432371A1 (fr) * | 1978-08-04 | 1980-02-29 | Chaudronnerie Entr Indle | Procedes et installations de fabrication en serie d'elements allonges en beton arme tels que des poteaux |
| FR2517288A1 (fr) * | 1981-12-02 | 1983-06-03 | Michel Bernard | Palonnier pour le moulage et la palettisation des produits en beton prefabriques en immediat et differe |
| FR2590516B1 (fr) * | 1985-11-28 | 1989-03-10 | Mathieu Roland | Installation polyvalente pour la fabrication de produits moules, notamment de produits en beton |
| WO2005087469A1 (en) * | 2004-03-15 | 2005-09-22 | Eden Research And Development Company Limited | Apparatus and a method for manufacturing a twin leaf reinforced concrete panel element |
| FR2989614B1 (fr) * | 2012-04-19 | 2016-01-08 | Ossabeton Systemes | Chaine et procede de fabrication de panneaux prefabriques pour la construction de batiments |
| CN111704039A (zh) * | 2020-07-17 | 2020-09-25 | 江西速升智能装备有限公司 | 一种用于大型零部件在一层与二层厂房之间转换的洞口 |
-
1973
- 1973-09-12 DE DE19732345941 patent/DE2345941C3/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3101292A1 (de) * | 1981-01-16 | 1982-07-29 | Sommer Maschinenfabrik GmbH, 8300 Landshut | Wendevorrichtung fuer eine fertigungsanlage zum herstellen von betonplatten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2345941C3 (de) | 1979-06-07 |
| DE2345941A1 (de) | 1975-03-27 |
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