DE2345040A1 - Ansaugrohr fuer verbrennungsmotoren - Google Patents
Ansaugrohr fuer verbrennungsmotorenInfo
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Description
Aribert Zeisberg in 8oj55 Buchendorf
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ansaugrohr für Verbrennungsmotoren, mit einem Ansaugkanal,
dessen eine öffnung an einen Vergaser und dessen andere
öffnung an einen Verbrennungsraum eines Verbrennungsmotors
angeschlossen ist.
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Ansaugrohre dieser Art sind bekannt. Sie stellen mit ihrem Ansaugkanal die Verbindung zwischen dem das
Luft-Kraftstoff-Gemisch erzeugenden Vergaser und dem Verbrennungsraum des Verbrennungsmotors dar.
Es ist bekannt, daß das im Vergaser erzeugte Luft-Brennstoff -Gemisch mit sehr hoher Strömungsgeschwindigkeit
durch den Ansaugkanal eines Ansaugrohres gesaugt wird. Um nun die bei derartigen hohen Strömungsgeschwindigkeiten
auftretenden Reibungsverlust an der Ansaugkanalwandung möglichst herabzusetzen, ist man bestrebt derartige Ansaugrohre
möglichst kurz auszubilden. Es sind sogar Konstruktionen bekannt, bei denen der oder die Vergaser
direkt am Verbrennungsraum, also beispielsweise dem Zylinderkopf eines Verbrennungsmotors angeordnet sind, um
die für die Reibungsverluste maßgebliche Innenfläche des Ansaugkanals möglichst klein zu halten.
, Ansaugrohre mit sehr kurzen Ansaugkanälen weisen zwar geringe Reibungsverluste auf, haben jedoch den Nachteil,
daß sehr ungleichmäßig aufbereitetes Luft-Kraftstoff- Gemisch in den Verbrennungsraum gelangt, weil aufgrund der
kurzen Ansaugkanallänge nur eine zu geringe Zeit für eine
gleichmäßige Gemischaufbereitung verbleibt. Um nun in jedem Drehzahlbereich genügend zUndfähiges Gemisch zur Verfügung
zu haben, ist es notwendig, bei Verbrennungsmotoren mit kurzen Ansaugkanallängen, mit einem hohem Kraftstoffüberschuß im Gemisch zu fahren. Dies führt zwangsläufig
zu einem unerwünscht hohem Schadstoffanteil im Abgas.
Eine Verringerung des Kraftstoffüberschusses im Luft-Kraftstoff
-Gemisch führt jedoch nicht nur zur Anlieferung
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einer ungenügend großen Menge zündfähigen Luft-Kraftstoff-Gemisches
zum gewünschten Zündzeitpunkt, sondern darüber hinaus zu einem Nachbrennen des zum Zündzeitpunkt noch
nicht zündfähigen Anteiles des Gemisches zu einem späteren unkontrollierbaren Zeitpunkt. Dies führt erfahrungsgemäß
zu Lager -und Ventilschäden, in Einzelfällen sogar zu Pleuelbrüchen.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Ansaugrohr der eingangs beschriebenen Art derart weiterzubilden,
daß bei möglichst kurzer Ansaugkanallänge eine möglichst volkommene und gleichmäßige Aufbereitung des Luft-Kraftstoff-Gemisches
erfolgt.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Ansaugrohr einen etwa S-förmig verlaufenden Ansaugkanal
aufweist, dessen Querschnitt sich in Strömungsrichtung des vom Vergaser gelieferten Luft-Kraftstoff-Gemisches
etwa um das 1,5 bis 2-fache auf einer Strecke (VS) verjüngt, die etwa dem 1,2 bis 1,5-fachen des vergasersei
tigen· Öffnungsdurchmessers (D ) des Ansaugkanales entspricht.
Mit den erfindungsgemäßen Merkmalen ist ein Ansaugrohr geschaffen, in dessen Ansaugkanal aufgrund der Verjüngung
des Querschnittes in Strömungsrichtung eine starke Unterdruckzone für das durchströmende Luft-Kraftstoff-Gemisch
ausgebildet wird, die eine beschleunigte und gleichmäßige Verdampfung des Luft-Kraftstoff-Gemisches bewirkt.
Versuche haben ergeben, daß das günstigste Verjüngungsverhältnis bezogen auf die Querschnittsfläche zwischen
1,5 : 1 und 2:1 liegt. Bei Verjüngungsverhältnissen unter
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1,5:1 läßt der Verdampfungseffekt stark nach, während bei VerjUngungsverhältnissen von mehr als 2:1 die Ansauggeschwindigkeit
im Vergaser unerwünscht gering wird, Bei diesen Versuchen hat sich ferner ergeben, daß ein optimaler
Verdampfungseffe-kt dann erreicht wird, wenn die Verjüngungsstrecke etwa dem 1,2 bis 1,5-fachen des vergasersei
tigen Öffnungsdurchmessers des Ansaugkanales entspricht.
Neben dem Verdampfungseffekt aufgrund der Verjüngung
des Ansaugkanalquerschnittes erbringt die S-förmig verlaufende Führung des Ansaugkanales eine zweimalige Umlenkung des
Luft-Kraftstoff-Gemisches. Durch diese zweimalige Umlenkung wird, wie Versuche ergeben haben, eine intensive Verwirbelung
der Kraftstoffteilchen im Gemisch erreicht. Eine einseitige
Verlagerung schwerer Kraftstoffteilchen im Gemisch, wie sie beispielsweise bei geraden Ansaugkanälen häufig auftritt,
ist somit nicht möglich.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist erstmalig ein Ansaugrohr geschaffen, das bei kurzer Ansaugkanallänge
eine optimale Gemischaufbereitung ermöglicht.
Versuche haben weiter ergeben, daß eine besonders gute Verwirbelung der Kraftstoffteilchen dann gegeben ist,
wenn der Betrag, um den die vergaserseitige öffnung des Ansaugkanales gegenüber der verbrennungsraumseitigen öffnung
zur Bildung des S-förmigen Verlaufes des Ansaugkanales versetzt ist, etwa dem Mittelwert aus den beiden Öffnungsdurchmessern entspricht.
In den Versuchen hat sich weiter gezeigt, daß eine Erhöhung des Verdampfungseffektes dann erzielt werden kann,
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wenn sich an den S-förmigen Verlauf des Ansaugkanales in Strömungsrichtung des Luft-Kraftstoff-Gemisches ein
zylindrisches Kanalstück anschließt, das eine Verlängerung der Verdampfungsstrecke darstellt.
Leistungsmessungen an Kraftfahrzeugen, die nachträglich mit einem oder mehreren erfindungsgemäß ausgestalteten
Ansaugrohren ausgestattet wurde haben ergeben, daß Leistungsgewinne bis zu 25# erzielt werden können.
Aufgrund des hohen Schadstoffanteiles im Abgas werden. Betriebserlaubnisse für Verbrennungsmotoren mit kurzen
Ansaugkanälen und Mehrvergaseranlagen kaum noch erteilt.
Versuche haben nun ergeben, daß mit erfindungsgemäß an ausgestalteten Ansaugrohren ausgestattete Mehrvergaseranlagen
einen gegenüber bekannten Ausbildungen geringeren Schadstoffanteil im Abgas der Verbrennungsmaschine aufweisen.
Der Einsatz von Mehrvergaseranlagen erbringt somit bezüglich der Betriebserlaubnis keine Schwierigkeiten
mehr.
Vergleichsmessungen an Serien-Kraftfahrzeugen mit Vierzylinder-Viertakt-Verbrennungsmotoren mit 1500 cnr
Hubraum ergaben in allen Drehzahlbereichen einen annähernd proportional verlaufenden Leistungsgewinn, wobei
der CO-Gehalt im Abgas bei mit erfindungsgemäß ausgestalteten Ansaugrohren versehenen Ausführungen deutlich
unter dem CO- Gehalt bei SerienausfUhrungen lag. Bei diesen
Versuchen zeigte sich auch ein äußerst weicher Verbrennungsablauf. So wurde bei den Messungen der Zündzeitpunkt
bis an die Klopfgrenze vorverlegt. Diese Klopfgrenze
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wurde mit erfindungsgemäß ausgestalteten Ansaugrohren versehenen Verbrennungsmotoren erheblich später erreicht als
mit den serienmäßig ausgestatteten Verbrennungsmotoren.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung wird somit eine durch bisherige vergleichbare Ansaugrohre nicht
erreichbare Leistungssteigerung verbunden mit einem günstigerem Verbrennungsablauf sowie einer Reduzierung der
Schadstoffanteile im Abgas erzielt.
Im folgenden ist zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis das in der Zeichnung dargestellte
Aueführungsbeiapiel der Erfindung näher beschrieben und
erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch den Querschnitt eines Ansaugrohres
der erfindungsgemäßen Art, und
Fig. 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einen Ansaugkrümmer mit insgesamt vier erfindungsgemäß
ausgestalteten Ansaugrohren für einen Vierzylinder -Viertakt-Verbrennungsmotor.
Das in Fig. 1 dargestellte Ansaugrohr besitzt einen S-förmig verlaufenden Ansaugkanal mit einer vergaserseitigen
öffnung mit dem Durchmesser D und einer verbrennungsraumseitigen
öffnung mit dem Durchmesser D„. Diese beiden öffnungen
sind um ein Maß A zueinander versetzt angeordnet. Dieses Maß A hat im vorliegendem Fall eine Größe, die annähernd
dem Mittelwert aus den beiden Öffnungsdurchmessern ■entspricht. Der S-förmige Verlauf des Ansaugkanales wird
durch zwei Radien Ry und R2, bestimmt, wobei im vorliegenden
Ausführungsbeispiel der Radius Ry dem vergaserseitigen
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Öffnungsdurchmesser D imd der Radius R etwa dem Mittelwert
aus den beiden Öffnungsdurchmessern entspricht.
Die Verjüngungsstrecke VS liegt in dem in Fig. 1 dargestellten AusfUhrungsbeispiel im Bereich des S-förmigen
Verlaufes des Ansaugkanales. Selbstverständlich kann die Verjüngungsstrecke auch gegebenenfalls vor
oder hinter dem S-förmigen Verlauf liegen, oder diesen ganz oder teilweise mit einbeziehen.
Im vorliegenden AusfUhrungsbeispiel schließt sich an die Verjüngungsstrecke VS noch ein zylindrisches Kanalstück
verbrennungsraumseitig an. Die Gesamtlänge L des Ansaugrohres setzt sich daher aus diesem zylindrischen Kanalstück
und der VerjUngungsstrecke VS zusammen.
Der in Fig. 2 dargestellte Ansaugkrümmer besitzt vier erfindungsgemäß ausgestaltete Ansaugrohre und ist aus Gußstück
ausgeführt. Aus der Darstellung sind die S-förmigen Krümmungen der Ansaugrohre gut zu erkennen. Während die
Abstände der öffnungsdurehmesser vergaserseitig (siehe
Pfeil V) annähernd gleich sind, haben die öffnungen zylinderseitig
(siehe Pfeil Z) unterschiedliche Abstände. Dies ist bedingt durch eine spezielle Art der Zylinderanordnung,
für die der in Fig. 2 dargestellte Ansaugkrümmer bestimmt ist.
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Claims (3)
- PatentansprücheAnsaugrohr für Verbrennungsmotoren, mit einem Ansaugkanal, dessen eine Öffnung an einen Vergaser und dessen andere Öffnung an einen Verbrennungsraum eines Verbrennungsmotors angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Ansaugrohr einen etwa S-förmig verlaufenden Ansaugkanal aufweist, dessen Querschnitt sich in Strömungsrichtung des vom Vergaser gelieferten Luft-Kraftstoff-Gemisches etwa um das 1,5 bis 2-fache auf einer Strecke (VS) verjüngt, die etwa dem 1,2 bis 1,5-fachen des vergaserseitigen Öffnungsdurchmessers (Dv) des Ansaugkanales entspricht.
- 2. Ansaugrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betrag, um den die vergaserseitige Öffnung des Ansaugkanales gegenüber der verbrennungsraumseitigen Öffnung zur Bildung des S-förmigen Verlaufes des Ansaugkanales versetzt ist, etwa dem Mittelwert aus den beiden Öffnungsdurchmessern (D und Dz) entspricht.
- 3. Ansaugrohr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verjüngte Strecke (VS) im Bereich des S-förmigen Verlaufes des Ansaugkanales angeordnet ist und sich in Strömungsrichtung des Luft-Kraftstoff-Gemisches an diese ein zylindrisches Kanalstück anschließt.509812/0102
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732345040 DE2345040A1 (de) | 1973-09-06 | 1973-09-06 | Ansaugrohr fuer verbrennungsmotoren |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19732345040 DE2345040A1 (de) | 1973-09-06 | 1973-09-06 | Ansaugrohr fuer verbrennungsmotoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2345040A1 true DE2345040A1 (de) | 1975-03-20 |
Family
ID=5891861
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732345040 Pending DE2345040A1 (de) | 1973-09-06 | 1973-09-06 | Ansaugrohr fuer verbrennungsmotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2345040A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3012447A1 (de) * | 2014-10-21 | 2016-04-27 | Yamaha Hatsudoki Kabushiki Kaisha | Grätschsitzfahrzeug und verfahren zur herstellung eines ansaugelements |
| EP3012446A1 (de) * | 2014-10-21 | 2016-04-27 | Yamaha Hatsudoki Kabushiki Kaisha | Grätschsitzfahrzeug und verfahren zur herstellung eines ansaugelements |
| US11624343B2 (en) * | 2019-11-25 | 2023-04-11 | Zoom Zoom Parts Llc | System for enhancing performance of carburetor engine and peripherals of an all-terrain vehicle |
-
1973
- 1973-09-06 DE DE19732345040 patent/DE2345040A1/de active Pending
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3012447A1 (de) * | 2014-10-21 | 2016-04-27 | Yamaha Hatsudoki Kabushiki Kaisha | Grätschsitzfahrzeug und verfahren zur herstellung eines ansaugelements |
| EP3012446A1 (de) * | 2014-10-21 | 2016-04-27 | Yamaha Hatsudoki Kabushiki Kaisha | Grätschsitzfahrzeug und verfahren zur herstellung eines ansaugelements |
| CN105525998A (zh) * | 2014-10-21 | 2016-04-27 | 雅马哈发动机株式会社 | 跨坐型车辆和用于制造进气部件的方法 |
| CN105525999A (zh) * | 2014-10-21 | 2016-04-27 | 雅马哈发动机株式会社 | 跨坐型车辆和用于制造进气部件的方法 |
| US11624343B2 (en) * | 2019-11-25 | 2023-04-11 | Zoom Zoom Parts Llc | System for enhancing performance of carburetor engine and peripherals of an all-terrain vehicle |
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