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DE2342372A1 - Verfahren zur herstellung von 1,1'methylen-bis- eckige klammer auf 3-(hydroxyalkyl)-hydantoinen eckige klammer zu - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 1,1'methylen-bis- eckige klammer auf 3-(hydroxyalkyl)-hydantoinen eckige klammer zu

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Publication number
DE2342372A1
DE2342372A1 DE19732342372 DE2342372A DE2342372A1 DE 2342372 A1 DE2342372 A1 DE 2342372A1 DE 19732342372 DE19732342372 DE 19732342372 DE 2342372 A DE2342372 A DE 2342372A DE 2342372 A1 DE2342372 A1 DE 2342372A1
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DE
Germany
Prior art keywords
methylene
bis
water
square
hours
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19732342372
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Prof Dr Batzer
Juergen Dr Habermeier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE2342372A1 publication Critical patent/DE2342372A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D233/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings
    • C07D233/54Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D233/66Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D233/72Two oxygen atoms, e.g. hydantoin

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Macromolecular Compounds Obtained By Forming Nitrogen-Containing Linkages In General (AREA)

Description

Verfahren· zur Herstellung von 1,1 '-Methylen-bis- j ρ-(hydroxyalkyüj-hvdantoinenj .
Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von bestimmten l,l'-Methylen-bis-■[5-(hydroxyalky])-hydantoin] -Verbindungen, welche nach dem erfindungsgemässen Verfahren in hoher Reinheit anfallen.
Es ist bekannt, dass man durch katalytische Anlagerung von Alkylenoxiden an 1,1'-Methylen-bis-(hydantoine) die entsprechenden 1,1'-Methylen-bis-[3-(2'-hydroxyalkyl)-hydantoine] erhält, wobei die Anlagerungsreaktion in organischen Lösungsmitteln durchgeführt wird. Dieses Additionsverfahren
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wird in "Helvetica Chimlca Acta", Vol. 55 (1970), Seiten 686-696, beschrieben und ergibt Hydroxyalkyliert?^produkte in hoher Ausbeute. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass die erhaltenen Hydroxyalkylierungsprodukte verfahr ensgemäss in nicht genügender Reinheit anfallen, um ungereinigt für die Herstellung von hochwertigen Kunststoffprodukten Verwendung zu finden. Damit sie der an sie gestellten Anforderung hinsichtlich Reinheit genügen, müssen sie mehrmals umkristallisiert werden, was aufwendig ist und im vorliegenden Fall auch mit grösseren Substanzverlusten verbunden ist. Eine destillative Reinigung der l,l'-Methylen-bis[3-(2'-hydroxyalkyl)-hydantoine] scheidet für die Praxis aus.
Es wurde nun gefunden, dass man Hydroxyalkylierungsprodukte von bestimmten 1,1'-Methylen-bis(hydantoinen) in ebenso hoher Ausbeute, doch überraschenderweise verfahrensgemäss bereits in ausreichender Reinheit erhält, wenn man die Alkylenoxidanlagerung an 1,1'-Methylen-bis-(hydantoine) in Wasser oder in wässrigen Dioxanlösungen durchführt. Dieser glatte Reaktionsverlauf ist insofern überraschend, als in der bereits zitierten Publikation (siehe HeIv. Chim. A., Vol. 52 (1970), Seite 688, 2. Absatz) dem Fachmann ausdrücklich die Lehre vermittelt wird, dass die Hydroxyalkylierung der 1,1'-Methylen-bis-(hydantoine) wegen ihrer hohen Schmelz-,punkte und geringen Wasserlöslichkeit nur in organischen
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Lösungsmitteln durchgeführt werden kann. Aufgrund dieser Angabe musste man also annehmen, dass die Alkylenoxidanlagerung an·1,1'-Methylen-bis-(hydantoine) in Wasser oder wässrigen Dioxanlösungen entweder gar nicht oder nur zu geringen Ausbeuten führt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von 1,1'-Methylen-bis-Γ5-(2'-hydroxyalkylhydantoinj-Verbindungen der Formel
HxC CH-, H^C CH,
3V 3 V 3
o=c—c c—c=o
OCC
Il Il
-N N-
HO-CH-CH-N N-CH0-N N-CH-CH-OH
R R1 F Γ R1 R 0 0
worin R je ein Wasserstoffatom, die Methyl-,Aethyl- oder Phenylgruppe bedeutet und R' ein Wasserstoffatom oder zusammen- mit R den Tetramethylenrest bedeutet, durch katalytische Anlagerung von Aethyleri-, Propylen-, Butylen-, Cyclohexen- und/oder Styroloxid an l,l'-Methylen-bis-(5i5-dimethylhydantoin), dadurch gekennzeichnet, dass man die Anlagerungsreaktion in Wasser oder in l-60$iger wässriger Dioxanlösung und in Gegenwart von neutralen oder alkalischen Katalysatoren durchführt.
Vorzugsweise führt man· das erfindungsgemässe Verfahren in
A09810/1178
deionisiertem V/asser oder in einer 1-30/oigen wässrigen Dioxanlösung durch»
Als alkalisch wirkende Katalysatoren sind vor allem geeignet die tertiären Amine, wie Triäthylamin oder Benzyldimethylamin, die quaternären Ammoniumbasen, wie Benzyltrimethylammoniumhydroxid, die quaternären Ammoniumsalze, wie Tetramethylammoniumchlorid oder Benzyltrimethylammoniumchlorid oder Alkalihydroxide, wie Natriumhydroxid. Als neutral wirkende Katalysatoren verwendet man vorzugsweise die Alkali- oder Erdalkalihalogenide, wie Lithiumchlorid, Kaliumchlorid, Natriumchlorid, Bariumchlorid oder die entsprechenden Bromide.
Die zu verwendende Katalysatormenge beträgt in der Regel zwischen 0,3 bis 15 Mol %, vorzugsweise 1,5 bis 7 Mol %t bezogen auf die eingesetzte Menge an Alkylenoxid.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann sowohl bei Normaldruck als auch unter Druck, das heisst im Autoklaven, durchgeführt werden. Sofern man das Verfahren bei Normaldruck durchführt, was eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens darstellt, geht man in der Regel dabei so vor, dass man zur wässrigen, das 1,l'-Methylenbis-5j5-<äimethylhydantoin und den Katalysator enthaltenden Suspension bei Zimmertemperatur und unter Rühren das Alky-
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lenoxid zugibt und anschliessend im Verlaufe von mehreren Stunden das Gemisch stufenweise auf 9°-95°C erhitzt, ohne dass die Reaktionslösung siedet.
Wird die Additionsreaktion im Autoklaven durchgeführt, so sind höhere Temperaturen anwendbar.
Zur Herstellung der Suspension verwendet man in der Regel 0,6 bis J5 Liter, vorzugsweise 1 bis 2 Liter, V/asser oder wässrige'Dioxanlösung pro 1 Mol 1,l'-Methylen-bis-(5*5-dirnethy!hydantoin).
Die nach dem erfindungsgemassen Verfahren hergestellten 1,l'-Methylen-bis-3-[2'-(hydroxyalkyl)-hydantoine] stellen vollkommen farblose, kristalline Substanzen dar, die verfahrensgemäss bereits sehr rein erhalten wer"den. Bei Bedarf eines noch höheren Reinheitsgrades können die kristallinen Produkte vorteilhafterweise meist in Wasser umkristallisiert werden.
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Beispiel 1
In' einer 6 Liter fassenden Laborglasrührapparatur, welche
mit Thermometer und Intensivkühler mit Tieftemperaturfühler versehen ist, wird ein Gemisch aus 8O5 g (3 Mol) !,l'-Methylen-bis-(5,5-dimeth'ylhydantoin), 8 g Lithiumchlorid und
1000 ml deionisiertem Wasser vorgelegt. Dieser Brei v/ird
langsam gerührt und man gibt bei Raumtemperatur eine Mischung aus 330 £ (7*5 Mol) Aethylenoxid und J Liter deionisiertem V/asser auf einmal zu. Die weisse Suspension v/ird unter schwachem Rühren innerhalb von 2 Stunden von Raumtemperatur auf 50 - 52°C erwärmt. Dann wird innerhalb 15Ο Minuten auf 9O0C erhitzt, wobei allmählich Lösung des Ausgangsmaterials erfolgt. Nach insgesamt 5 Stunden, von Beginn der Reaktion an, entsteht eine klare, farblose Lösung. Zur Vervollständigung der Reaktion rührt man noch *l Stunden bei 9° C. Dann vierden bei 150oC Badtemperatur (Temperatur des Gemisches 7O0C) durch Anlegen von Wasserstrahlvakuum zirka 1200 ml Wasser aus dem Ansatz abdestilliert. Die heisse Lösung v/ird dann filtriert
und auf 5°£ abgekühlt. Das-gewünschte Produkt kristallisiert • aus. Man isoliert die farblosen, glänzenden Kristalle durch Saugfiltration· Die Kristalle werden bei 100 C im Vakuumschrank (15 Torr) über PpO1- getrocknet.
Man erhält 86I g (80,6 fs der Theorie, bezogen auf 1,1!-
Methylen-bis(-5, 5-dimethy!hydantoin)) 1,1' -Methylen-bis-
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tji-^'-hydroxyäthyl )-5,5-diinethylhydcntoin] vom Schmelzpunkt lGj5,3cC ("Mettler FP 511J Aufheizgeschwindigkeit 1°C/ Minute) 5n Form vollkommen farbloser, glänzender Kristalle.
Aus dem FlItrat obiger Filtration kann durch Einengen auf etwa 1/5 des Volumens und Abkühlen eine vjeitere Menge des ' gewünschten Produktes (8l g = 7,6 % der Theorie) vom Schmelzpunkt li34°C ("Mettler FP 51"; Aufheizgeschwindigkeit 1°C/ Minute erhalten werden.
Für höchste Reinheitsansprüehe kann obiges Produkt, falls nötig, aus Wasser umkristallisiert werden. 818 g des Pro dukts vierden aus 2 Liter V/asser umkristallisiert. Man er hält 700,1 g (85 % der eingesetzten Substanz) der farblosen, kristallinen Substanz. Diese schmilzt bei l6j5,3~ 164,6°C ("Mettler FP 2") und entspricht der ^-Modifikation11. Beim Abkühlen dieser Schmelze entsteht· die "ß-Modifikation".- die bei 173,4-174,70C schmilzt ("Mettler FP 2").
Die Elementafanalyse (Mikroanalyse) ergibt folgende Vierte:
Gefunden 70 fo c Berechnet 55 ^ N
' 50, 90 % H 50, 79
6, 05 ^ N 6, 72
16, 15;
Das so erhaltene Diol enthält noch eine Spur Wasser, was
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jedoch bei der Weiterverarbeitung, zum· Beispiel bei der Herstellung von Polykondensaten, nicht stört.
Der Wassergehalt der Substanz beträgt 0,16 - 0,20 % (Karl-Fischer-Titration). Der OH-Gruppengehalt des Diols wird durch die OH-Zahl-BeStimmung' gemessen. Er beträgt 98 - 100 % der Theorie.
Das protonenmagnetische Resonanzspektrum (H-NMR; 100 Hz) ist mit untenstehender Struktur im Einklang. Die therrnogravimetrische Analyse ("Mettler"; Aufheizgeschwindigkeit 2 C/Minute; Einwaage 52 mg; Medium: Stickstoff) zeigt, dass das Produkt bis 240°C keine Zersetzung aufweist, ab beginnt das Produkt zu verdampfen.
O=C C-CH, C C-O
I I 3I I
HO-CH0-CH0-N N-CH9-N N-CH-CH-OH
Il Il
0 0
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Beispiele 2 bis 7
268,5 g (1 Mol) l,l'-Methylen-bis-(5,5-dimethylhydantoin), suspendiert in 1 Liter deionisiertem Wasser, werden mit jeweils 5 Mol % (bezogen auf Aethylenoxid) verschiedener, als Katalysatoren wirkender Substanzen versetzt und bei Raumtemperatur gerührt. Zu dieser Suspension gibt man eine Lösung von 96,9 S Aethylenoxid (2,2 Mol) in 200 rnl Wasser von 10°C.
Das Reaktionsgemiseh wird 120 Minuten lang bei 55 - 6o°C gerührt. Dann wird innerhalb von weiteren 120 Minuten unter Rühren von 60- C auf $0 C erwärmt. Anschliessend rührt man noch h Stunden bei 900C.
Dann wird die noch heisse Reaktionslösung durch Filtration vom Rückstand, welcher aus nicht umgesetztem Ausgangsmaterial besteht, befreit. Das Filtrat wird auf etwa die Hälfte des Volumens eingeengt und auf 0°C gekühlt. Das ausfallende Produkt· wird abfiltriert und bei 100°C/25 Torr getrocknet. Anschliessend werden die erhaltenen Diole durch Bestimmung der Gehalte an OH-Zahlen und der Schmelzpunkte auf ihre Reinheit geprüft. Aus nachfolgender Tabelle ist die Wirksamkeit verschiedener Katalysatoren ersichtlich:
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- 30 -
Bei solel Katalysator Auεbeute an Reinheit Pest-rjunkt
Diol aus OH-
Zahl
{% Diol)
("Mettier
PP 51" Auf
heizgenehv.'j n-
digkeit 1°/
Minute)
2 (Menge: 5 Mol
$ bezogen auf
Aethylenoxid)
{% der Theo
rie)
- Pp^, 3000C
3. ohne Kataly
sator
O % (über
Q£>% der Aus
gangs cubstanz
unverändert
zurückgewon
nen )
- 157°C
4 Tetramethyl
ammonium
chlorid
73 % 99 163,5°C
5 Kaliumchlorid 85 % 100 164°C
6 Calciumchlorid 82 % 95 162°C
7 Bariumchlorid 86 % - 159°C
.Natronlauge
(50#ig)
75 %
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Beispiel 8
Ein Gemisch aus 268,5 g (1 Mol) 1,1'-Methylen-bis-(5,5-dimethylhydantoin), 2,67 g Lithiumchlorid, lj500 ml Wasser und 145 g (2,5 Mol) Propylenoxid wird innert 2 Stunden auf 60 C erwärmt, 2 Stunden bei 60 C gerührt und innerhalb von 2 Stunden von 6O0C auf 900C erhitzt. Anschliessend rührt man noch 4 Stunden bei 90 C. Die Aufarbeitung erfolgt ge-Hiäss Beispiel 1, wobei jedoch vor dem Abkühlen weitgehend eingeengt wird.
Man erhält 285|2 g einer vollkommen farblosen, kristallinen Substanz ( 74,2 % der Theorie), die bei 151 0C schmilzi (Mettler FP 5I; 1 /Minute). Die Elementaranalyse ergibt folgende Werte:
Gefunden Berechnet
7,31 % H 7,3^ ^H 14,50 % N ' 14,58 % N
Das H-NMR-Spektrum (100 Hz) ist im Einklang mit folgender Struktur:
^ O=C-C-CH3 H3C-J-C=O ?H? HO-CH-CH2 N N CH2 N N-CH-CH-OH
0 0
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Beispiel 9 *
2.68,3 g (1 Mol) 1,1'-Methylen--Ms-(5,5-dimethylhydantoin) werden in 1200 ml deionisiertem Wasser suspendiert und mit 3, 16 β Lithiumchlorid versetzt. Die erhaltene weisse Suspension wird bei Raumtemperatur schwach gerührt., und man gibt eine. Lösung von 110,1 g (2,5 Mol) Aethylenoxid in 200 ml Dioxan auf einmal zu. Das Gemisch wird innerhalb I50 Minuten auf 55 C erwärmt, und anschliessend 2 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Dann erhitzt man die Reaktionslösung innerhalb weiterer 2 Stunden auf 90 - 92°C. Anschliessend rührt man noch 4 Stunden bei dieser Temperatur. Dann destilliert man zirka 700 ml Lösungsmittel ab, filtriert
das Konzentrat und kühlt es ab. Nach Trocknung während 30 Stunden über P20r bei 25°C/0,2 Torr erhält man 310,1 g einer vollkommen farblosen kristallinen Substanz, die bei 163,90C schmilzt ("Mettler PP 51"; Aufheizgeschwindigkeit l°C/Minute) und aus 1,l'-Methylen-bis-[3-(2'-hydroxyäthyl)-5,5-dimethy!hydantoin] besteht.
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Beispiel 10
Ein Gemisch aus 544 g (2,03 Mol) 1,I1-Methylen-bis-(5,5-dimethylhydantoin), 4,5-Liter Wasser, 10,1 g Lithiumchlorid und 500 ml Dioxan viird bei.90 C gerührt. In diese Suspension tropft man unter Rühren 493 S 95/®-iges (4,77 Mol) Cyclohexenoxid innerhalb von 3 Stunden zu. Im Verlauf der Reaktion viird die Suspension dünner und nur v/enig bleibt ungelöst. Man rührt nach dem Zutropfen noch 12 Stunden bei 98°C, lässt auf 30 C abkühlen, filtrier-t nicht umgesetztes Ausgangsrnaterial ab,' kühlt das Filtrat auf 5 C und filtriert das ausgefallene Reaktionsprodukt ab. Man erhält nach Trocknung bei 100°C/l5 Torr über P3O 522 g (53 % der Theorie) einer vollkommen farblosen, kristallinen Substanz, die bei 229*0 C schmilzt ("Mettler FP 51"; Aufheizgeschwindigkeit l°C/Minute).Die Elementaranalyse ergibt:
Gefunden Berechnet
59,46^ C H
60,2$ C
Das Produkt entspricht der Formel
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Verglcichsbeispiel
Da die nach dem neuen Verfahren hergestellten Diole in erster Linie zur Herstellung von Polykondensaten verwendet werden, wurde im folgenden Vergleichsversuch das nach dem vorbekannten und dem erfindungsgomässen Verfahren hergestellte 1,1' -Methylen-bis- [>('-hydroxyathyl )-5,5-dimethylhydantoin] in seinem Stabilitätsvorhalten in der Schmelze unter Polykondensationsbedingimgen gegenübergestellt.
1,1'-Methylen-bis-
[-3(2'-hydroxyäthyl)
-5,5-dimethylhydan=
toin]
hergestellt gemäss:
Verhalten (thermische Belastung bei 2oO°C
im Glasbombenrohr unter Stickstoff)
Farbe
l) Helv.Chim.A.
■55,688 (1972);
Substanz 1 mal
aus ßoxan um
kristallisiert
Behandlungsdauer
(Stunden)
braun
schwarz
schwarz
2) Helv.Chim.A.
55,688 (1972);
Substanz 2 mal
aus Dioxan uni-
kristallisiert
0,5
1,0
4,0
gelb
braun
schwarz
3) Beispiel 1 vor
liegender Anmel
dung; Substanz
nicht umkristal
lisiert
0,5
1,0
4,0
farblos
farblos
hellgelb
0,5
1,0
4,0
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Durch diesen Vergleich wird gezeigt, dass die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Diole für Polykondensationczwecke besser geeignet sind, da sie sich unter Polykondensationsbedingungen nicht oder nur sehr geringfügig verfärben. Dagegen zeigen die nach dem bekannten Verfahren hergestellten formelmässig gleichen Diole, selbst in mehrfach gereinigter Form, unter gleichen Bedingungen bereits nach kurzer Zeit starke Verfai'bungen.
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Beispiel 11
Ein Gemisch aus 8o4,9 g (3,O Mol) 1,1'-Methylen-bis-(5,5~ dimethylhydantoin) und 9,5 g Lithiumchlorid in 3,6 Liter jJO^igem, wässrigem Dioxan wird bei 90 C gerührt. Zu dieser Suspension tropft man innerhalb von 3 Stunden 485,5 g 98^iges 1,2-Buteno:xid (6,6 Mol), wobei eine klare, farblose" Lösung entsteht. Anschliessend rührt man noch 6 Stunden bei 90 C, kühlt auf Raumtemperatur ab, stellt die Reaktio*nslö'sung mit wenig 50$iger Schwefelsäure auf pH = 7-ein und engt die Lösung am Rotationsverdampfer total ein. Nach der Trocknung des Rückstandes unter 0,5 Torr bei 1200C bis zur Gewichtskonstanz erhält man 1215,5 g (98,2 % der Theorie) eines etwas gefärbten, spröden Harzes, dessen Mikroanalyse folgende Werte ergibt:
gefunden: berechnet:
7,8 % H 7,82 % H 13,4 % N 13,58 % N
Durch Umkristallisation aus Aethylacetat (Verhältnis von Substanz zu Lösungsmittel = 1:0,8) erhält man ein reines, vollkommen farbloses Produkt (722 g = 58,4 % der Theorie), das bei 100,60C schmilzt ("Mettler PP 5l";l°C/min). Das Dünnschichtchromatogramm (Laufmittel: Lösungsmittelgemisch aus Cyclohexan, Essigsäureäthylester und Eisessig =
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im Verhältnis von 30:50:20) zeigt, dass das Produkt frei von Verunreinigungen ist (Refraktionswert: RP = 0,78). Das Massenspektrum beweist durch das Molekülion bei 412 ME (Masseneinheiten) und durch charakteristische Fragmentionen ebenso wie das protonenmagnetische Resonanzspektrum, dass nachstehende Formel zutrifft. Die Mikroanalyse ergibt:
gefunden: berechnet:
55,40 % C 55,32 fo C
7,80 $£ H 7,82 % H
13,30 ^N 13,58 % N
CH
HO-CH-CH0-/' N N V-CH-CH-OH
|CH2 J
CH„ CH„
3
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Beispiel 12
Eine Mischung aus 671 (1,5 Mol) 1,1'-Methylen-bis-(5,5-dime thy lhydantoin) und 7*95 g Lithiurnchlorid in 3 Liter 60$igem, wässrigem Dioxan wird bei 900C gerührt. Innerhalb von 2,5 Stunden tropft man 66I g (5-,5 Mol) Styroioxid zu, wobei die vjeisse Suspension in eine farblose Lösung übergeht. Anschliessend rührt man noch 2.Stunden bei 9O0C.
Das Rohprodukt wird, viie in Beispiel 11 beschrieben, isoliert. Man erhält II99 g (94,5 % der Theorie) einer farblosen, spröden, glasartigen Substanz. Die Mikroanalyse ergibt:
gefunden: berechnet;
6,40 £ H 6,34 % H 11,00 % N 11,02 % N
Zur weiteren Reinigung kann die Substanz aus Aethanol umkristallisiert werden (Verhältnis von Substanz: Lösungsmittel = 2,2:1). Die farblosen Kristalle wurden in Aether aufgeschlämmt und anschliessend getrocknet. Man erhält vollkommen farblose, feine Kristalle, die bei 153*8 C schmelzen ("Mettler FP 5l";loC/min). Das protoneninagnetische Resonanzspektrum ist im Einklang mit untenstehender Formel. Die Mikroanalyse ergibt:
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- 49··
gefunden:
63,29 % c
6,72 $> II 10,71 % N berechnet:
63,76 % C S3J)K foil
11,02 % N
HO-CH-CH2-N N.
CH \
3 //
C—C
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Claims (5)

  1. CIBA-GEIGY AG - 20 -
    Ansprüche
    ]l. Verfahren zur Herstellung von 1,1 '-Methylcn-bis-fjü- (21-hydroxyalkyl)-liydantoin]-Verbindungen der Formel
    HC CH3 H3C CH3 O=C C C C-O
    HO - CII - CH - N. ,N - CH0 - N N - CIi - CH - OH
    ! c c I
    ' ι h r1 r
    ο ο
    worin R je ein Wasserstoffatom, die Methyl-, Aethyl-, oder Phenylgruppe bedeutet und R' ein Wasserstoffatom oder zusammen mit R den Tetramethylenrest bedeutet, durch katalytische Anlagerung von Aethylen-, Propylen-., Butylen-, Cyclohexen- und/oder Styroloxid an 1,1'-Methylenbis-(5,5~dimethylhydantoin), dadurch gekennzeichnet, dass man die Anlagerungsreaktion in Wasser oder in einer 1-60$ l~60/&Lgen wässrigen Dioxanlösung und in Gegenwart von neutralen oder alkalischen Katalysatoren durchführt.
  2. 2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Anlagerungsreaktion in deionisiertem Wasser* durchführt .
    40981Ö/ 1178
    CIBA-GEIGYAG - 2?. -
  3. 3. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Anlagerungyreaktion in einer l-30£igen. wässrigen Dioxanlösung durchführt. ■
  4. 4. Verfahren gemliss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet } dass man pro Mol 1,l'-Methylen-bis-(5,5-äimethylhydantoin) 0,6-3,0 Liter Wasser oder wässrige DioxanlÜsung verwendet.
  5. 5. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man pro Mol 1,11-Methylen-bis;-(5* 5-diinethy!hydantoin) 1 bis 2 Liter Wasser oder wässrige Dioxanlösung verwendet.
    CIBA - GEIGY AG
    409810/1178
DE19732342372 1972-08-25 1973-08-22 Verfahren zur herstellung von 1,1'methylen-bis- eckige klammer auf 3-(hydroxyalkyl)-hydantoinen eckige klammer zu Pending DE2342372A1 (de)

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CH1265372A CH570380A5 (de) 1972-08-25 1972-08-25

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DE19732342372 Pending DE2342372A1 (de) 1972-08-25 1973-08-22 Verfahren zur herstellung von 1,1'methylen-bis- eckige klammer auf 3-(hydroxyalkyl)-hydantoinen eckige klammer zu

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CH (1) CH570380A5 (de)
DE (1) DE2342372A1 (de)
FR (1) FR2197002B1 (de)
GB (1) GB1389795A (de)

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