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DE2341671A1 - Elektroerodiermaschine - Google Patents

Elektroerodiermaschine

Info

Publication number
DE2341671A1
DE2341671A1 DE19732341671 DE2341671A DE2341671A1 DE 2341671 A1 DE2341671 A1 DE 2341671A1 DE 19732341671 DE19732341671 DE 19732341671 DE 2341671 A DE2341671 A DE 2341671A DE 2341671 A1 DE2341671 A1 DE 2341671A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode
recess
electrode holder
discharge machine
machine according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19732341671
Other languages
English (en)
Inventor
John Martin Weber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from US00307323A external-priority patent/US3809852A/en
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE2341671A1 publication Critical patent/DE2341671A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23HWORKING OF METAL BY THE ACTION OF A HIGH CONCENTRATION OF ELECTRIC CURRENT ON A WORKPIECE USING AN ELECTRODE WHICH TAKES THE PLACE OF A TOOL; SUCH WORKING COMBINED WITH OTHER FORMS OF WORKING OF METAL
    • B23H7/00Processes or apparatus applicable to both electrical discharge machining and electrochemical machining
    • B23H7/26Apparatus for moving or positioning electrode relatively to workpiece; Mounting of electrode
    • B23H7/28Moving electrode in a plane normal to the feed direction, e.g. orbiting

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)

Description

  • Elektroerodiermaschine Die Erfindung betrifft eine Elektroerodiermaschine mit einem Elektrodenhalter sowie eine Einrichtung zur Annäherung einer in dem Halter eingespannten Elektrode an ein Werkstück, um in dem Werkstück eine Aussparung auszubilden, und zur Vermeidung eines wiederholten Auswechselns der Elektrode, wenn die Tiefe der Aussparung zunimmt, zur Ausbildung von scharfkantigen Ekken der Aussparung und zum Erodieren entsprechender Materialmengen von allen Bereichen des Bodens der Werkstückaussparung, unabhängig von der Form der Aussparung.
  • Die bisher bekannten Verfahren zur Elektroerosion benötigen mehrere nacheinander eingespannte Elektroden im Verlaufe der Ausbildung einer Aussparung. Jede dieser Elektroden muß genau diejenigen Abschrägungen aufweisen, die die in das Werkstück eingebrachte Aussparung erhalten soll. Im Normalfall, in dem die Aussparung in einem Werkzeug eingebracht wird, das als Matrize dienen soll, ist es notwendig, daß die Matrize eine Querschnittsverengung bekommt, damit die Matrize von dem fertigen Gußstück besser getrennt werden kann. Um eine solche Querschnittsverengung zu erzielen, beginnt die Elektroerodiermaschine mit dem Einschnitt an der Oberseite des Werkstückes, wobei eine sich verjüngende Elektrode verwendet wird. Da sich die Elektrode durch die Erosion abnutzt, ist es notwendig, die abgenutzten Elektroden etwa fünfmal während der Ausbildung einer einzigen Aussparung auszuwechseln, damit eine genaue Aussparung gebildet wird. Das typische Ergennis ist eine sich nach unten verjüngende Ausspg ung mit der gewunschten Querschnittsverengung. Selbst nn, wenn die Aussparung keine Querschnittsverengung aufweisen soll, ist es notwendig, die Elektroden während der Ausführung eines anfänglichen Schruppschnittes und einer nachfolgenden Feinschlichtung auszuwechseln. Die Elektrode zum Feinschlichten ist etwas größer als die Elektrode zum Schruppen.
  • Durch das Auswechseln der Elektroden werden die Unkosten wesentlich erhöht, insbesondere wenn komplizierte Querschnitte ausgebildet werden sollen.
  • Durch die vorliegende Erfindung wird es vermieden, daß die Elektroden nacheinander bei der Ausbildung der.Aussparung ausgewechselt werden müssen, wenn diese tiefer wird und anschließend geschlichtet wird. Es wird nur eine C nzige Elektrode benötigt, deren Seiten nicht ahgeschrägt sind um die Aussparung vollstandig auszubilder. Es ist ledi glich notwendig, die Elektrode wieder einsatzbereit zu machen, indem ihr Ende abgeschnitten oder zugeschnitten wird. Die einzige Elektrode wird dazu verwendet, jede gewünschte Querschnittsverengung zu erzeugen, und sie wird ferner für den Schruppschnitt und den Feinschlichtvorgang eingesetzt.
  • Gemaß der Erfindung ist eine einzige Elektrode an dem Elektrodenhalter befestigt, welcher sich mit intermittierenden Bewegungen entlang einer regelmäßigen polygonalen Kurvenbahn mit geraden Seiten gleicher Länge und in scharfkantige Ecken in einer quer zum Vorschub verlaufenden Ebene gegenüber dem Werkstück bewegt. An der Oberseite der Aussparung, die mit einer Querschnittsverminderung oder einem Konus versehen werden soll, ist die Bahnkurve relativ groß. Gemäß der Erfindung ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, durch welche die Bahnkurve automatisch und zunehmend kleiner gesteuert wird, wenn die Aussparung in ihrer Tiefe zunimmt. Wenn die Elektrode durch Erosion verbraucht ist, wird sie wieder zugeschnitten, jedoch nicht weggeworfen oder durch eine andere Elektrode ersetzt.
  • Wenn die Elektrode den Boden der Aussparung erreicht hat, dann bewegt sie sich nicht mehr. Es ergibt sich daraus, daß die gleiche Elektrode zur Herstellung einer sich nach unten verjüngenden Aussparung benutzt wird, ohne daß sie durch neue Elektroden ersetzt werden muß. Um die Aussparung feinzuschlichten, wird der Vorgang mit der gleichen Elektrode wiederholt, wobei diese eine etwas größere Bewegungsbahn ausführt.
  • In einem besonderen Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung wird die Kurvenbahn mit Hilfe einer Führungsstange gesteuert, die einen sich in vertikaler Richtung erstreckenden, sich verjüngenden Abschnitt aufweist, der der gewunschten Querschnittsverengung -der in dem Werkstück auszubildenden Aussparung entspricht. Der'Elektrodenhalter ist so montiert, daß er in einer quer verlaufenden Ebene beliebige Bewegungen ausführen kann. Der Elektrodenhalter ist ferner mit einem Arm ausgestattet, der an dem konischen Teil der Führungsstange entlanggeführt wird, so daß seine Kreisbahn zunehmend verkleinert wird, wenn sich die Elektrode gegenüber dem Werkstück vorwärtsbewegt, wobei die Abnahme der Kreisbahn dem Konus der Führungsstange entspricht.
  • Zu diesem Zweck kann ein Arm am Elektrodenhalter angeordnet sein, der zur Vorgabe der Bewegungsbahn eine regelmäßige polygonale Bohrung aufweist, durch welche sich die Führungsstange hindurch erstreckt. Die Bohrung ist so ausgebildet, daß die gewünschte Bahnkurve erzielt wird, und die Ränder der Bohrung gleiten auf der Stange. Der allseitig bewegbare Elektrodenhalter ist mit einem Antrieb ausgestattet, durch welchen der Halter in der Querebene in alle Richtungen bewegt werden kann.
  • Jedoch wird seine tatsächliche Bewegung durch die Ausgestaltung der Bohrung in Verbindung mit der sich verjüngenden FUhrungsstange begrenzt. Der Antrieb bewegt den Elektrodenhalter intermittierend mit einer geradlinigen Bewegung entlang der geraden Seiten der polygonalen Kurvenbahn, während er den Elektrodenhalter in den Ecken der polygonalen Kurvenbahn verweilen läßt.
  • Bei bevorzugten Ausführungsbeispielen hat die polygonale Bohrung vier Seiten gleicher Länge, so daß eine gleichmäßige Entfernung des Materials von allen Seiten der Aussparung gewährleistet wird, ohne daß die Elektrode von einer genau senkrechten Vorschubachse abweicht.
  • Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Darin zeigen: Fig.l einen Vertikalschnitt durch einen Elektrohalter, den Antrieb und den Steuermechanismus einer Erodiermaschine gemäß der Erfindung; Fig.2 einen Horizontalschnitt entlang der Linie 2-2 nach Fig.l; Fig.3 einen Horizontalschnitt entlang der Linie 3-3 nach Fig.1; Fig.4 eine Draufsicht auf einen Teil des Führungskörpers mit einer runden Bohrung, wobei durch die Ausgestaltung dieses Führungskörpers keine spitzwinkligen Ecken in der Aussparung hergestellt werden könsnen; Fig.S eine Draufsicht auf einen Teil des Führungskörpers mit einem Ausschnitt in Form eines gleichzeitigen Vieleckes, z.B. eines Dreieckes, durch welches die Bewegungsbahn bestimmt wird; Fig.6 eine Teilansicht einer vorbekannten Elektrode in ihrer typischen zugespitzten Ausführung; Fig.7 eine Teilansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung einschl. der Einrichtung zum Ausrichten der sich verjüngenden Führungsstange; Fig.8 eine Ansicht ähnlich der Fig.7 in verkleinertem Maßstab, die ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeigt mit zwei zueinander einstellbaren Richtteilen zur Ausrichtung der sich verjüngenden Führungsstange; Fig.9 ein schematisch dargestellter Grundriß einer ungleichmäßig ausgestalteten Aussparung mit darin angeordneten ähnlich ausgebildeten Elektroden; Fig. 10 eine Explosionsdarstellung des Elektrodenhalters von unten gesehen und Fig.llA bis ilE schematische Darstellungen der nacheinander folgenden Einstellungen der Elektrode gegenüber der Aussparung in dem Werkstück mit den entsprechenden Stellungen der Fuhrungsstange in der die Bewegungsbahil begrenzenden Bohrung.
  • In den US-PS 3 539 754, 3 322 929 und 3 135 852 sind bereits Elektroerodiermaschinen gezeigt, die durch die vorliegende Erfindung verbessert werden. In keiner dieser Druckschriften ist eine Vorrichtung gezeigt, mit welcher eine Aussparung mit scharfkantigen Ecken hergestellt werden kann. Durch die vorgenannten Druckschriften ist auch keine Vorrichtung zum Antrieb einer Elektrode bekannt geworden, die zeitweilig geradlinige Bewegungen entlang den geraden Seiten einer polygonalen Bewegungsbahn ausführen kann und die zSchenzeitlich in den Ecken verweilen kann.
  • Die Fig.6 zeigt eine typische herkömmliche Elektroerodiermaschine, bei welcher der Stempel 10 eine Elektrode 11 mit einem zugespitzten Ende 12 trägt, die zur Ausbildung einer Vertiefung 13 mit einer entsprechenden Verjüngung in dem Werkstück 14 dient. Die in der Fig.6 dargestellte Vorrichtung benötigt im allgemeinen drei bis sechs Elektroden 11 mit einer in der Fig.6 dargestellten Ausgestaltung, wobei einige Elektroden kleinerer Abmessung zum Schruppen und einige Elektroden größerer Abmessung zum Einschlichten dienen. Die kleinsten Elektroden werden zuerst benutzt. Nachdem die Vertiefung teilweise ausgebildet ist, hat sich die erste Elektrode verbraucht und wird entfernt und durch eine neue Elektrode ersetzt usw., bis die Vertiefung 13 fertig ist. Die Elektrode wird von einem Stempel 10 nur in Vertikalrichtung bewegt.
  • Die Querschnittsverminderung oder Zuspitzung der Vertiefung 13 erfordert nacheinander auszuführende Erneuerungen von Elektroden, sobald diese abgetragen sind.
  • Selbst wenn keine Querschnittsverjüngung oder eine Zuspitzung in dem Werkstück gefordert wird, so müssen doch wenigstens zwei Elektroden verwendet werden, nämlich eine zunächst für einen groben Schnitt und eine andere ; größere Elektrode für die Nachbearbeitung des Schnittes.
  • Gemäß der Erfindung wird eine sich verjüngende Vertiefung 13 in ein Werkstück 14 nur mit einer einzigen Elektrode 15 mit parallelen Seiten ausgeführt. Wie noch ausgeführt wird, können verschiedene Vertiefungen oder Querschnitte mit der solchermaßen ausgestatteten Elektrode hergestellt werden. Die Fig.9 zeigt die Ausbildung eines unregelmäßigen Querschnittes einer Vertiefung in einem Werkstück 14. Die Elektrode hat einen ähnlichen Querschnitt Gemäß der Erfindung ist die einzige Elektrode 15 derart angeordnet, daß sie eine Bewegung in einer Ebene quer zur vertikalen Bewegungsachse des Stempels 10 in Bezug auf das Werkstück 14 ausführen kann. An der Oberseite des Werkstückes ist die Bewegungsbahn relativ groß. Wenn die Aussparung 13 in der Tiefe zunimmt, dann wird die Bewegungsbahn fortschreitend kleiner, so daß die Seiten der Vertiefung 13 trichterförmig werden, wie dies in der Fig.7 dargestellt ist, was genau den Erfordernissen hinsichtlich der Querschnittsverminderung der Matritze entspricht. Die gleiche Elektrode 15 führt auch den Feinschlichtvorgang aus. Daraus folgt, daß eine einzige Elektrode 15 alle Funktionen mehrerer Elektroden ausführt, die früher notwendig waren.
  • Gemäß der Erfindung weist der Elektrodenhalter einen Schiebeblock 16 auf, an welchem die Elektrode 15 mittels einer Klemmeinrichtung 17 gehalten wird. Bei einem Ausführungen spiel weist die Klemmeinrichtung 17 einen V-förmig abgewinkelten Träger 18 auf, der an dem Rand der Stirnplatte 19 festgeschweißt ist, die ihrerseits mittels Schrauben 20 an dem Schiebeblock 16 angeschraubt ist Jeder Schenkel des V-Trägers 18 trägt einen Arm 21 mit Daumenschrauben 28, mittels welchen die Elektrode in den Winkel des Trägers 18 lösbar eingespannt wird.
  • Der Schiebeblock 14 ist derart in Gleitführungen montiert, daß er allseitige Bewegungen in einer Horizontalebene ausführen kann. Wie am besten in den Fig.1 und 3 zu erkennen ist, weisen die Gleitführungen zwei Paar Gleitstangen 22 und 27 auf. Die Gleitstangen 22 können eine begrenzte Axialbewegung in Kugelbüchsen 23 ausführen, die an dem Rahmen 24 des Gehäuses 32 für den Elektrodenhalter befestigt sind. Die Gleitstangen 22 tragen einen Schlitten 25, der sich entlang der Gleitstangenachsen frei bewegen kann. Der Schlitten 25 trägt Kugelbüchsen 26, in denen ein Paar quer verlaufender Gleitstangen 27 angeordnet sind. Die Gleitstangen 27 tragen unmittelbar den Schiebeblock 16, so daß sich dieser auf den Gleitstangenachsen der Gleitstangen 27 bewegen kann.
  • Dementsprechend kann sich der Schiebeblock 16 in alle Richtungen auf den quer verlaufenden Achsen der Gleitstangen 22 und 27 verschieben, er kann sich jedoch nicht drehen.
  • Um den Schiebeblock 16 in alle Richtungen zu bewegen, ist ein Antrieb vorgesehen. Der Antrieb weist einen Rotor 30 auf, der auf in dem Gehäuse 32 des Elektrodenhalters angeordneten Kugellagern 31 gelagert ist. Der Gehausedeckel des Gehäuses 32 ist lösbar in dem Spannfutter 29 des Stempels 10 eingespannt. Der Rotor 30 trägt an seiner Außenseite ein Schnekkenrad 38, das mit der Antriebsschnecke 33 über eine Rupp-1ung man eine biegsame Antriebsv»relle 35 von einer geeigneten Antriebseinrichtung (die in der Zeichnung nicht dargestellt ist) angeschlossen ist. Die Kupplung 34 und die damit verbundenen Teile sind mit Isoliermaterial versehen, damit die Welle 35 gegenüber der Elektrode und den damit verbundenen Teilen elektrisch isoliert ist.
  • Der Rotor besitzt eine zentrale Ausnehmung 36, in welche ein Lagerzapfen 37, der mit dem Block 16 fest verbunden ist, nach oben hinein erstreckt. Der Lagerzapfen 37 trägt an seiner Spitze eine Rolle 40, die in einer in der Seite eines Antriebsarmes 42 angeordneten Führungsnut 41 aufgenommen wird, wobei der Antriebsarm 42 mittels eines Gelenkbolzens 43 an dem Rotor 30 schwenkbar befestigt ist. Der Lagerzapfen 37 und die Elektrode 15 werden über das biegbare Kabel 39 elektrisch erregt.
  • Eine energiespeichernde Feder 44 drückt den Arm 42 gegen die Rolle 40 und drückt den Lagerzapfen 37 und den damit verbundenen Schiebeblock 16 von der Drehachse des Rotors 30 weg in Richtung auf. die Seite des Rotors 30, die der Feder 44 gegenüberliegt. Wenn also der Rotor 30 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird, wie dies in der Fig.2 gezeigt ist, dann übt der Arm 42 auf den Lagerzapfen 37 in Normalrichtung zum Arm 42 eine Druckkraft aus und drückt den Schiebeblock 16 infolgedessen in alle Richtungen, in welche der Arm 42 zeigt.
  • Die genaue Bewegungsbahn, welcher der Schiebeblock 16 und die damit verbundene Elektrode 15 folgen, wird jedoch durch den Bahnsteuermechanismus gesteuert, der im rechten Teil der Fig.1 und 2 dargestellt ist. Von dem Elektrodenhalterrahmen 32 erstreckt sich ein Arm 45 nach außen, der eine in senkrechter Richtung verlaufende Bohrung 46 aufweist, die für eine senkrechte Einstellung einer länglichen Führungsstange 47 dient. In der Nähe seines unteren Endes ist das Gehäuse 49 mit einer Kugelbüchse 48 versehen, und im Gehäuseoberteil ist eine Lagerbüchse 51 angeordnet, die für eine relativ reibungsfreie Bewegung der Führungsstange 47 sorgt. Die Führungsstange 47 kann jeder beliebigen Lage von dem Klemmring 52 festgeklemmt werden, der auf den Gewindeteil 53 des Gehäuses 49 aufgeschraubt ist. Der Klemmring 52 besitzt eine konische Nockenfläche 54, die auf drei in gleichem Winkelabstand zueinander angeordneten Sperrkugeln 55 drückt, die in entsprechenden Lagerbohrungen in der Seitenwand des Gehäuses 49 aufgenommen werden. Eine abwärts gerichtete Bewegung des Klemmringes 52 auf seinem Gewindeteil 53 klemmt die Kugeln 55 gegen die Führungsstange 47, wodurch diese in ihrer Lage festgehalten wird. Ein Lösen des Klemmringes 52 führt dazu, daß die Führungsstange 47 in vertikaler Richtung eingestellt werden kann.
  • Ein Teil der Führungsstange 27 weist einen konischen Teil 57 auf. Für eine besondere Querschnittsverminderung in einem Werkstück, das als Matritze in einer Spritzgußmaschine dienen soll, beträgt der Konus des Teiles 57 der Führungsstange 47 annähernd 30 Der Schiebeblock 16 weist einen sich seitwärts erstreckenden Arm 60 auf, der ein austauschbares spitzes Ende 61 mit einer regelmäßigen gleichseitigen Bohrung 62 zur Begrenzung einer Bewegungsbahn besitzt, wobei die Bohrung gegenüber der Führungsstange 47 ausgerichtet ist, die sich durch die Bohrung hindurch erstreckt. Die Bohrung 62 weist einen geraden, polygonalen Grundriß auf, durch welchen die Bewegungsbahn des Schiebeblocks 16 und der Elektrode 15 infolge des Antriebs des Rotorarmes 42 bestimmt wird. Bei dem in den Fig.l und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Bohrung 62 quadratisch ausgebildet. Sie besitzt gerade Seitenkanten gleicher Länge und scharfkantige Ecken. Rus Gründen, die noch nachfolgend erklärt werden, sind die vier Seiten oder Kanten der Bohrung 62 gleichlang. Es ergibt sich daraus, daß die Bewegungsbahn der angetriebenen Elektrode quadratisch ist und der Gestalt der Bohrung entspricht. Andere regelmäßige Polygone wie z.B. Dreiecke, Sechsecke oder Achtecke usw. können ebenfalls für die Bohrung 62 verwendet werden, die die Gestalt der Bewegungsbahn festlegt.
  • Die auswechselbare Spitze 61 ist an dem Arm 60 mittels einer Nut- und Federverbindung 63 befestigt. Die Spitze 61 ist an dem Arm mittels länglicher Gewindebolzen 64 befestigt, so daß durch eine Entfernung dieser Bolzen die Spitze 61 gelöst und durch andere Spitzen, wie z.B. durch die Spitzen 65 und 66, die teilweise in den Fig.4 und 5 dargestellt sind, ersetzt werden kann. Man bringt eine andere Spitze am Arm 60 an, damit man Bohrunaen verschiedener Ausgestaltungen erhält, um dadurch die Bewegungsbahn des Elektrodenhalters und der Elektrode zu verändern. Die in der Fig.4 dargestellte Bohrung 67 ist kreisförmig und die in der Fig.5 dargestellte Bohrung 68 dreieckig ausgebildet. Die kreisförmige Bohrung 67 gemäß Fig.4 wird nur dann verwendet, wenn für die erodierte Aussparung runde Ecken benötigt werden. Die Anwendung erfolgt hauptsächlich bei maschinell hergestellten Aussparungen mit einem Kreisguerschnitt. Die Erfindung betrifft jedoch die Herstellung von polygonalen Aussparungen mit geraden Seiten und scharfkantigen Ecken. Es ist daher im wesentlichen nur eine polygonale Bohrung interessant. Da eine quadratische Bohrunq dazu dient, die Elektrode derart zu führen, daß sie sowohl Sechs-Ecke und Acht-Ecke als auch quadratische Formeln oder unregelmäßige Vielecke mit rechtwinkligen Ecken ausschneidet, wie dies z.B. in der Fig.9 dargestellt ist, reicht die quadratische Bohrung 62 für die meisten Anwendungsfälle der Erfindung aus.
  • Die in der Fig.2 dargestellte rechtwinklige Bohrung 62 hat gerade Kanten, die sich unter Winkeln von 900 schneiden. Diese Kanten gleiten auf dem konischen Stangenteil 57 der Führungsstange 47. Es folgt daraus, daß, wenn sich der Rotor.
  • 30 dreht, die Elektrode 15 entsprechend der rechteckigen Bohrung gemäß Fig.2 einer rechteckigen Bahn folgt, die genau.
  • den Abmessungen und der Ausgestaltung der quadratischen Bohrung 62 entspricht und von der Größe und der Ausgestaltung der Führungsstange 47 abhängt. Um ein Sechseck auszuschneiden, wird eine sechseckige Bohrung oder eine quadratische Bohrung verwendet, wobei jedoch bei der Verwendung einer quadratischen Bohrung drei aufeinanderfolgende, sich überlappende Aussparungen ausgeschnitten werden müssen. Um ein Achteck auszuschneiden, wird eine achteckige Bohrung benutzt oder eine quadratische Bohrung, indem vier sich überlappende Aussparungen ausgeschnitten werden.
  • Wenn sich die Führungsstange 47 in ihrer senkrecht eingestellten Lage befindet, die in der Fig.l dargestellt ist, dann ist ein relativ kleines Spiel zwischen der Führungsstange und der quadratischen Bohrung 62 vorhanden. Infolgedessen führt die Elektrode 15 eine sehr kleine, rechteckige Bewegung aus. Wenn jedoch die Führungsstange 47 in der Bohrung 46 nach unten bewegt wird, so daß sich ein kleinerer Querschnitt des Konus 57 in der Bohrung 62 befindet, dann besteht ein größeres Spiel zwischen der Führungsstange und den Rändern der Bohrung 62. Entsprechend bewegt sich die Elektrode auf einer größeren Bahn, wenn der Rotor 30 gedreht wird. Es ergibt sich daraus, daß sich die Abmessungen der Bewegungsbahn zunehmend ändern, wenn sich das an der Stange entlanggeführte spitze Ende 61 senkrecht zur Führungsstange 47 bewegt. Die hinter dem Arm 42 angeordnete Feder 44 wird zusammengedrückt und entspannt sich, um die Energie in Abhängigkeit von der Größe und den Abmessungen der Bewegungsbahn, die von der Gestalt der Bohrung 62 abhängt, zu speichern und abzugeben.
  • Die Elektrode und der Halter bewegen sich periodisch auf der polygonalen Bewegungsbahn mit einer relativ schnellen geradlinigen Bewegung entlang den geraden Seiten der polygonalen Bahn und mit relativ langen, dazwischenliegenden ruhigen Bewegungen in den scharfkantigen Ecken der polygonalen Bewegungsbahn. Es wird daher eine kurze Bearbeitungszeit während der Bewegung der Elektrode benötigt. Praktisch benötigt man die größte Bearbeitungszeit für die vorgenannte Verweilperiode. Diese Tatsache ist wesentlich für die Erzielung einer ausgeglichenen Entfernung des Werkstoffs von allen Oberflächen der Aussparung und für ein genaues senkrechtes Eindringen der Elektrode in die Vertiefung.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung wird diese periodische, gradlinige Bewegung in den dazwischenliegenden Verweilzeiten wie in der Fig. 11 dargestellt erzielt.
  • Durch eine Drehung des Rotors 30 wird, wie dies z.B. in der Fig.2 zu erkennen ist, eine Kraft F des Antriebsarmes "4- in einer Richtung auf den Lagerzapfen 37 ausgeübt, die im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Armes 42 verläuft.
  • Wie in Fig.2 zu erkennen ist, wird infolgedessen der Lagerzapfen nach unten und nach rechts bewegt. Dies ist schematisch ebenfalls n der Fig. 11A dargestellt, wobei die Darstellung der Fig.2 entspricht, jedoch zeigt, daß die Elektrode 15 in der Aussparung 13 und die Fuhrungsstange 47 in der die Bahnkurve bestimmenden Bohrung 62 zentriert ist. Die Kraft F bewegt die Elektrode in die in der Fig.llB dargestellte Lage, wobei die Führungsstange 47 in diesem Zustand die obere linke Ecke der quadratischen Bohrung 62 berührt und wobei der Schiebeblock und die Elektrode in die untere rechte Ecke der Aussparung 13 in dem Werkstück bewegt werden und dort verweilen. Die Haltezeit in dieser Lage dauertsolange an, bis sich der Rotor 30 entgegen dem Uhrzeigersinn in Fig.2 soweit gedreht hat, daß die von dem Arm 42 auf den Lagerzapfen 37 ausgeübte Kraft F annähernd die Richtung gemäß Fig. 11C einnimmt. In dieser Lage bewegen sich die Führungsstange 47 und die Elektrode 15 entsprechend aus der Ecke der Bohrung 62 und der Vertiefung 13, in welcher sie sich befunden haben, heraus. Die Elektrode 15 bewegt sich schnell auf einem geradlinigen, durch den Pfeil 100 angedeuteten Weg in die obere rechte Ecke der Vertiefung 13, wie dies in der Fig. 11C dargestellt ist, wo die Teile erneut verharren, bis der Rotor 30 sich weit genug gedreht hat, daß die Kraft F annähernd die in der Fig.llD eingezeichnete Lage einnimmt.
  • In diesem Zustand bewegt sich die Elektrode 15 von der in der Fig.llC eingezeichneten Lage entlang einer geradlinigen, durch den Pfeil 101 angezeigten Bewegungsbahn in die obere linke Ecke der Vertiefung 13, wie dies in der Fig.llD dargestellt ist, und verharrt dort. Dagegen wird die Lage der Führungsstange 47 in Bezug auf die Bohrung 62 von ihrer in der Fig.llC dargestellten Lage in die in der Fig.llD dargestellten Lage bewegt.
  • Die Teile verharren in der Stellung gemäß Fig.llD, bis sich der Rotor 30 weit genug gedreht hat, so daß die Kraft F annähernd die in der Fig.11E eingezeichnete Lage einnimmt, woraufhin sich die Elektrode 15 auf einer geradlinien, durch den Pfeil 102 angezeichneten Bahn in die untere linke Ecke der Vertiefung 13 bewegt, während sich die Führungsstange 47 dann in der oberen rechten Ecke der Bohrung 62 befindet, wie dies in der Fig.llE dargestellt ist. Die Teile verharren in dieser Lage, bis sich der Rotor 30 weit genug gedreht hat, daß er sich wieder in der Fiv.llB dargestellten Lage befindet, wobei sich die Elektrode entlang der gradlinigen, durch den Pfeil 103 gekennzeichneten Bewegunqsbahn in die untere rechte Ecke der Vertiefung bewegt, während die Führungsstange 47 sich dann in der oberen linken Ecke der Bohrung 62 befindet, wie dies in der Fig. 11B dargestellt ist.
  • Die geradlinigen Bewegungen der Elektrode von einer Ecke der Vertiefung zur nächsten erfolgen relativ schnell, und die dazwischenliegenden Halteperioden zwischen solchen geradlinigen Bewegungen sind relativ lang. Die genauen Zeitabschnitte und die Bewegungsgeschwindigkeit hanges von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. von der Drehgeschwindigkeit der biegsamen Antriebswelle 35 (siehe Fig.2), von der Reibung zwischen der Führungsstange 47 und den Rindern der Bohrung 62, von der Reibung in den Kugelbüchsen 23 usw. Bei einem typischen Ausführungsbeispiel werden jedoch 99 % der Gesamtzeit der Bahnbewegung der Elektrode während der Verharrung in den Ecken verwendet und das übrige eine Prozent wird für die geradlinige Bewegung von einer Ecke zur nächsten verbraucht.
  • Entsprechend wird im wesentlichen die ganze Wirkung der Elektroerodiermaschine (EDM) mit der Elektrode dann entfaltet, wenn die Elektrode in einer Ecke der Aussparung 13 verharrt, so daß eine saubere, scharfkantig ausgeschnittene Ecke entsteht, die genau die Form der Elektrodenecke aufweist.
  • Um diese intermittierende Bewegung mit dazwischenliegenden Verharrzeiten zu erreichen, muß der Antrieb für den Elektrodenhalter in der Lage sein, auf diesen während der ganzen Länge der geradlinigen Bewegung eine Bewegungskraft F auszuüben, die schematisch durch die Pfeile 100, 101, 102 und 103 dargestellt ist, und muß ebenso in der Lage sein, bewegungslos gegenüber dem Elektrodenhalter während der Verweilzeiten zu verharren, selbst wenn der Rotor 30 während der ganzen Zeit konstant gedreht wird.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird dies durch die energieaufnehmende und abgebende Feder 44 erreicht, die den schwenkbaren Arm 42 belastet, welcher die Bewegung von dem Rotor 30 auf den Lagerzapfen 37 überträgt. Während die Bewegung des Rotors ununterbrochen erfolgt, ist die Bewegung des Elektrodenhalters oder des Schiebeblocks 16 intermittierend. Wenn sich die Elektrode in der Ecke der Werkstückaussparung befindet und sich gegenüber dieser nicht bewegt, dann führt die ununterbrochene Drehung des Rotors 30 dazu, daß der Arm 42 entgegen dem Uhrzeigersinn in Fig.2 um den Gelenkbolzen 43 geschwenkt wird und daß die Energie in der Feder 44 gespeichert wird. Wenn sich die Elektrode auf ihrer geradlinigen Bahn von einer Ecke in die nächste Ecke bewegt, dann gibt die Feder 44 die gespeicherte Energie an den Arm 42 wieder ab, wodurch der Arm 42 im Uhrzeigersinn in Fig.2 um seinen Gelenkbolzen 43 geschwenkt wird und die Elektrode schnell von einer Ecke in die nächste Ecke vorrücken läßt, so daß der Antriebs arm 42 während der Verweilzeit der Elektrode wieder bewegungslos wird und die Feder 44 die Energie wieder speichern wird. Daher kann der federbelastete Arm 42 als ein Motor angesehen werden, der dauernd die Energie speichert und an den Elektrodenhalter wieder abgibt.
  • Die vorbeschriebene Einrichtung, die dafür sorgt, daß sich die Elektrode intermittierend auf geradlinigen Bewegungsbahnen in die Ecken bewegen kann und daß die Elektrode in den Eckenvaharren kann,bewirkt, daß die Aussparung den Eckenwinkeln der Elektrode genau nachgebildet wird. Praktisch läuft die ganze Arbeitszeit der Elektrode dann ab, wenn sich die Elektrode in der Ecke der Aussparung befindet.
  • Um eine Aussparung 13 mit einem Dreigradionus herzustellen, wie dieser in der Fig.7 dargestellt ist, verwendet man eine Führungsstange 47 mit einem Dreigradkonus 57, die in dem Gehäuse 45 in folgender Weise eingestellt wird. Die Spitze 58 der Elektrode 15 wird auf die Werkstückoberseite 59 des unbearbeiteten Werkstückes 14 aufgesetzt, wie dies in der Fig.8 dargestellt ist. Dann verwendet man entweder die gleitenden Richtteile 71, 72 (siehe Fig.8) oder das in der Fig.7 dargestellte Meßgerät 73 und dann wird die Stange 47 in eine Lage angehoben, die in der Fig.l dargestellt ist und in welcher ihr maximaler Durchmesser seitlich gegenüber der quadratischen Bohrung 62 in dem spitzen Ende 61 des Schiebeblockarmes angeordnet ist. Praktisch entspricht der Durchmesser der Stange 47 einer Seitenlänge der Bohrung 62. Daher führt die Drehung des Rotors 30 nicht zu irgendeiner Bahnbewegung der Elektrode, weil die Stange 47 den Schiebeblock 16 an jeglicher Bewegung hindert. Die Stange 47 wird nun um ein solches Stück abgesenkt, das genau der gewunschten Tiefe der Aussparung 13 entspricht. Dies kann dadurch erzielt werden, daß die Richtteile 71 und 72 entsprechend eingestellt werden, so daß die Stange 47 um das gewünschte Stück abgesenkt wird. Bei dem in der Fig.7 dargestellten Ausführungsbeispiel kann der genaue Abstand zwischen dem Anschlag 77 am Rahmen 78 der Maschine und einem Anschlagring 75 der Stange 76 gemessen werden. Die Stange 47 wird dann solange abgesenkt, bis der Anschlagring gegen die Oberseite des Anschlages 77 anstößt.
  • Wenn die Stange 47 derart auf das neue Niveau abgesenkt ist, indem die Richtteile 71 und 72 entsprechend eingestellt wurden oder bis der Anschlagring 75 gegen den Anschlag 77 anstößt, dann befindet sich ein kleinerer Durchmesser des Stangenteiles 57 der Führungsstange 47 innerhalb der Bohrung 62. Daher bewirkt eine Drehung des Rotors 30, daß die Elektrode 15 auf der Oberseite des Werkstückes entlang ihrer längsten Bewegungsbahn bewegt wird.
  • Der Rahmen 78 wird normal bewegt bis der Stempel 10 bis zum Werkstück abgesenkt ist. Gleichzeitig wird die Antriebswelle 35 ununterbrochen angetrieben, um die Elektrode auf ihrer Bewegungsbahn zu bewegen, die durch die Bohrung 62 und den entsprechenden Querschnitt 57 der Führungsstange 47 festgelegt ist. Wenn die Stange 47 in vertikaler Richtung mittels der Richtteile 71, 72 (siehe Fig.8) oder mit Hilfe des Anschlagringes 75 (siehe Fig.7) eingestellt ist, dann bewirkt eine fortlaufend nach unten erfolgende Bewegung des Stempels 10, daß sich die Elektrode entsprechend in das Werkstück einsenkt, wobei sie kleinere Bahnbewegungen quer zur Vorschubrichtung des Stempels ausführt. Die Verkleinerung der Bahnbewegung erfolgt deshalb, weil das spitze Ende 61 dem kegelförmigen Teil nach unten folgt, wobei die Bohrung 62 einen zunehmend grösseren Querschnitt der Stange 47 erfaßt, so daß die Kreisbahn zunehmend kleiner wird. Durch diesen Vorgang wird die konische Form oder die Querschnittsverminderung der Seitenwände der Vertiefung 13 erzielt, wie dies in der Fig.7 dargestellt ist. Wenn die Elektrode 15 den Aussparungsboden erreicht hat, hört die Bewegung auf der Bewegungsbahn auf. Es ergibt sich daher, daß eine einzige Elektrode 15 dazu in der Lage ist, eine konische Aussparung 13 zu schaffen.
  • Die gleiche Elektrode kann auch dazu verwendet werden, einen groben Schnitt und einen feingeschlichteten Schnitt herzustellen. Nachdem der grobe Schnitt wie vorbeschrieben ausgeführt ist,-wird der Schnittvorgang wiederholt, wobei die Fuhrungsstange 47 etwas tiefer in ihrer Bohrung 46 abgesenkt wird.
  • Dadurch werden in jeder Höhe der Aussparung etwas größere Bewegungsbahnen erzielt, wenn sich der Stempel absenkt, so daß etwas mehr metall für den Feinschlichtvorgang abgetragen wird.
  • Selbst wenn die Aussparung 13 z.B. keinen Konus aufweist, wenn keine Querschnittsverminderung gefordert wird, kann dieselbe Elektrode 15 für sowohl den rauhen Schnitt als auch für den feingeschlichteten Schnitt verwendet werden. Der rauhe Schnitt kann ausgeführt werden, während sich die Führungsstange 47 in einer Lage in ihrer Bohrung 46 befindet, in welcher sich die Elektrode 15 überhaupt nicht bewegt. Die Führungsstange 47 wird an einer beliebigen Stelle des rohrförmigen Gehäuses 49 mittels des Klemmringes 52 festgeklemmt oder festgespannt, wobei die Bohrung 62 einen Paßsitz gegenüber der Mantelfläche der Führungsstange 47 einnimmt. Nachdem der senkrechte Schruppschnitt fertiggestellt ist, wird die Stange 47 etwas tiefer eingestellt, so daß ein kleines Spiel zwischen den Wandungen der Bohrung 62 und dem Führungsstangenabschnitt 57 auftritt.
  • Die Führungsstange wird wieder in dem Gehäuse 49 mittels dem Klemmring 52 festgespannt, und der Feinschlichtschnitt wird mit einer kleinen Bewegung der Elektrode ausgeführt, damit ein zusätzlicher Werkstoffbetrag von dem Werkstück abgetragen wird.
  • Da der Betrag des abgetragenen Werkstoffes bei einer Elektroerosion mittels einer Elektroerodiermaschine von der Elektrodenfläche abhängt, die dem Werkstück pro Zeiteinheit ausgesetzt ist, ist es wesentlich, daß diese Fläche während aller Stellungen der Elektrodenbewegung unverändert bleibt. Die polygonale Ausgestaltung der durch die Bohrung 62 vorgegebenen Bewegungsbahn führt automatisch in jeder Stellung der Elektrode zu einer gleichen Materialabtragung vom Boden der Aussparung, unabhängig von der Gestalt des Schnittes. Dies ist in der Fig.9 dargestellt, in welcher zu erkennen ist, daß die äußere Begrenzung der Vertiefung 13 unregelmäßig ist. Die Elektrode 15 hat einen ähnlichen unregelmäßigen Querschnitt.
  • Da die Bohrung 62 rechtwinklig ausgeführt ist, bewegt sich die Elektrode infolgedessen auf geraden Bewegungsbahnen, wobei die auf die Elektrode einwirkenden Kräfte durch die Pfeile 87, 90, 93 und 95 dargestellt sind; Die Elektrode befindet sich während fast der ganzen Zeitspanne der Einwirkung jeder Kraftkomponente in einer Ruhestellung in der Ecke, in welche ein jeder Pfeil zeigt. Während der Aufbringung der Kraft in Richtung des Pfeiles 87, befindet sich die Elektrode im Bereich der Werkstückflächen 80, 81, 82, 83, 84, 85 und 86 und erodiert Metall vom Boden der Aussparung im Bereich dieser Oberfläche, wobei diese Erosion im wesentlichen gleichmäßig über die Bodenfläche der Aussparung erfolgt, die dem Elektrodenende gegenüberliegt. Bei dem in der Fig. 9 dargestellten Ausführungsbeispiel, bei welchem die Abmessungen eingetragen sind, beträgt die Gesamterstreckung dieser Flächen 12 inch (304,8 mm).
  • Wenn die Antriebskraft in die Richtung des Pfeiles 90 wirkt, dann unterliegen die Flächen 81, 84 und 92 im Bereich der Elektrode und der Boden der Aussparung im Bereich dieser FlEchen,die dem Boden der Elektrode gegenüberliegen, der Schnittwirkung der Elektrode. Die Gesamterstreckung dieser Flächen beträgt ebenfalls 12 inch (304,8 mm).
  • Wenn die Kraft in Richtung des Pfeiles 93 wirkt, dann werden die Flächen 91,92 und 94 im Bereich der Elektrode und der Boden der Aussparung im Bereich dieser Flächen bearbeitet, wobei die gerade Erstreckung dieser Flächen wieder 12 inch beträgt.
  • Wenn die Antriebskraftin Richtung des Pfeiles 95 wirkt, dann werden die Flächen 94, 80, 82, 91, 83 und 85 im Bereich der Elektrode und der Boden der Aussparung im Bereich dieser Flächen bearbeitet, wobei die Gesamterstreckung dieser Flächen wieder 12 inch beträgt. Es ergibt sich daraus, daß die rechtwinklige Ausbildung der Bohrung 62 automatisch zu einer gleichen Ausrichtung sämtlicher Schnittflächen gegenüber der Elektrode 15 in allen Bewegungsrichtungen der Elektrode während ihrer Bahnbewegung führt. Daher wird von einer Seite der Aussparung nicht mehr Metall abgetragen als von der anderen Seite, und die Elektrode bewegt sich auf einer genau senkrechten Achse ohne seitliche Auslenkung.

Claims (10)

  1. Patentansprüche
    f L zu Elektroerodiermaschine mit einem Elektrodenhalter sowie einer Einrichtung zur Annäherung einer in den Halter eingespannten Elektrode an ein Werkstück, um in dem t4erkstück eine Aussparung auszubilden, und zur Vermeidung eines wiederholten Auswechselns der Elektrode, wenn die Tiefe der Aussparung zunimmt, zur Ausbildung von scharfkantigen Ecken der Aussparung und zum Erodieren entsprechender Materialmengen von allen Bereichen des Bodens der Werkstückaussparuna, unabhängig von der Form der Aussparung, dadurch g e k e n n Z e i c h n e t , daß eine Einrichtung (30,40,37,16,60,61,47) vorgesehen ist, die den Elektrodenhalter (18) auf einer regelmåßigen, polygonalen Bahnkurve mit geraden Seiten gleicher Länge und in scharfkantige Ecken in einer quer zum Vorschub verlaufenden Ebene führt, wobei die Ausdehnung der Bewegung im Verlaufe des Vorschubes verkleinert wird.
  2. 2. Elektroerodiermaschine nach Anspruch 1, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Einrichtung zur Verkleinerung der Größe der Bewegungsbahn eine senkrechtangeordnete, längliche Führungsstange (47) mit einem konischen Abschnitt (57) aufweist und daß der Elektroden halter (18) einen an der Führungsstange entlanggeführten Arm (60,61) mit einer regelmaßigen polygonalen Bohrung (62) aufweist, durch welche sich die Führungsstange hindurch erstreckt.
  3. 3. Elektroerodiermaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Elektrodenhalter einen in verschiedene Richtungen bewegbaren Schiebeblock (16) aufweist sowie eine Antriebseinrichtung (30,37,40), die den Schiebeblock in der Querebene in alle Richtungen verschiebt, so daß sich der Block auf der durch die polygonale Gestalt der Bohrung (62) vorgesehenen polygonalen Bahnkurve bewegt.
  4. 4. Elektroerodiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Antriebseinrichtung für den Schiebeblock (16) einen Rotor (30) mit einem Antriebsarm (42) aufweist und daß der Elektrodenhalter einen Lagerzapfen (37) aufweist, der mit dem Arm im Eingriff steht und von dem der Elektrodenhalter in alle Richtungen gedreht wird, wenn sich der Rotor dreht.
  5. 5. Elektroerodiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Lagerzapfen (37) mit einer Rolle (40) ausgestattet ist, und daß der Arm (42) eine Nut (41) aufweist, in die diese Rolle eingreift.
  6. 6. Elektroerodiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß eine Einrichtung (44) vorgesehen ist, die den Antriebsarm (42) federnd gegen den Rotor (30) drückt, so daß dadurch die verschiedenen Strecken und die Form der Kurvenbahn ausgeführt werden.
  7. 7. Elektroerodiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die polygonale Bewegungsbahn quadratisch ist.
  8. 8. Elektroerodiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß eine Antriebseinrichtung vorgesehen ist, die den Elektrodenhalter intermittierend mit einer gradlinigen Bewegung entlang den geraden Seiten der polygonalen Bahnkurve antreibt und die dafür sorgt, daß der Elektrodenhalter in dazwischenliegenden Abschnitten in den Ecken der polygonalen Bahn verharrt.
  9. 9. Elektroerodiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Antriebseinrichtung einen Motor aufweist, der den mit einer Kraft (F) beaufschlagten Elektrodenhalter entlastet, damit dieser seine geradlinige Bewegung ausführt.
  10. 10. Elektroerodiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Antriebsmotor einen Rotor (30) aufweist, sowie einen federnd gegen den Rotor (30) gedrtickten Antriebsarm (42) und einen auf dem Elektrodenhalter angeordneten Lagerzapfen (37) und daß die auf den Elektrodenhalter wirkende Feder (44) des Antriebsarmes durch die Drehung des Rotors entspannt ist, wenn sich dieser auf seiner geradlinigen Bahnkurve bewegt, bzw. daß die Federenergie gespeichert wird, wenn der Elektrodenhalter in seiner Lage verharrt.
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