DE2341088A1 - Verfahren zum messen der magnetischen oder elektrischen eigenschaften eines ferromagnetischen materials - Google Patents
Verfahren zum messen der magnetischen oder elektrischen eigenschaften eines ferromagnetischen materialsInfo
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Case 4-8P4-68-03
NIPPON KOKAN KABUSHIKI KAISHA, Tokyo/Japan
Verfahren zum Hessen der magnetischen oder elektrischen Eigenschaften eines ferromagne ti sehen Materials
Die Erfindung "betrifft ein Verfahren zu Kessen der magnetischen
oder elektrischen Eigenschaften eines ferroinägnetisehen Materials
und insbesondere ein kontaktfraies Verfahren zur Durchführung einer solchen Messung.
Ein bekanntes kontaktfreies Verfahren zum Hessen der magnetischen
oder elektrischen Eigenschaften eines ferromagnetisehen
Materials, wie einer Eisen- und Stahlplatte, einer Zinn- oder Nickelplatte besteht darin, daß eine Wechselspannung mit vorgeschriebener
Frequenz (im allgemeinen 5 bis 100 kHz) von einer Spannungsquelle an eine Meßspule gelegt wird, die in der Nähe
des obengenannten ferromagnetischen Probekörpers angeordnet ist, um die Spule zu erregen,und die sich ändernden magnetischen
oder elektrischen Eigenschaften des ferromagnetisehen
Probekörpers aus den Änderungen der zwischen beiden Enden der Meßspule durch die Erregung liegenden Spannung bestimmt werden.
Wenn ein ferromagnetischer Probekörper Bereiche enthält, die unterschiedliche magnetische oder elektrische Eigenschaften
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zeigen, dann wird "bei den "bekannten Verfahren das Auftreten
eines Magnetflusses oder eines Wirbelstromes in diesen Bereiche:
in einer Höhe verursacht, die sich mit der Intensität des magnetischen
Wechselfeldes ändert, das durch die erregte Meßspule
geliefert v/ird. Dadurch werden Änderungen der effektiven aus einem induktiven und einen ohnschen Bestandteil "bestehenden
Impedanz der erregten Heßspule und folglich der zwischen beiden
Enden der Spule auftretenden Spannung veranlaßt. Daher können
durch Messungen der Änderung dieser Spannung leicht beispielsweise
Änderungen in der Temperatur, der der Probekörper ausgesetzt ist, verschiedene Fehler wie Feinlunker, Schrammen,
Dicken von Se'igerungslagen, Senken, Ausstülpungen und Unreinheiten,
sowie geschweißte Bereiche bestimmt werden.
Ein anderes herkömmliches kontaktloses Verfahren zum Kessen
der magnetischen oder elektrischen Eigenschaften eines ferromagnetischen
Materials besteht darin, daß als Quelle für die Meßsignale ein Resonanzoszillator verwandt wird, dessen frequenz
von einem Resonanzkreis bestimmt wird, der aus einer
Keßspule, die sich in der ITähe des Probekörpers befindet
und einem Kondensator besteht, der damit parallel oder in Reihe geschaltet ist.
Wenn der Probekörper Bereiche enthält, die unterschiedliche magnetische oder elektrische Eigenschaften zeigen, ergibt
sich bei dem obengenannten herkömmlichen kontaktfreien Verfahren, bei dem ein Resonanzoszillator als Quelle für die
Meßsignale verwandt wird, daß die erregte Meßspule eine sich ändernde effektive Inpedanz in diesen Bereichen zeigt, wie
es auch bei dem oben beschriebenen Brückenverfahren der Fall
ist.
Verglichen mit dem Brückenverfahren hat ein Meßverfahren, bei
dem der obengenannte Resonanzoszillator verwandt wird, den
Vorteil, daß die sich ändernde effektive Impedanz der erregten Meßspule empfindlicher ir. Form der sich ändernden Frequenz
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des Resonanzkreices des Oszillators gemessen wird, ν,-oäurch.
Bereiche den Probekörpers bestimmt v;erden, die unterschiedliche
magnetische oder elektrische Eigenschaften zeigen.
Bei iäen bekannten Heß verfahr en,- bei denen entweder ein BrückenwsriTeabBHeai
«der der Resonanzoszillator benutzt wird, ändert sich im allgemeinen der Spalt zwischen dem Probekörper und
der Meßspule in einem Bereich von etwa _+ 2 mn. Diese Erscheinung
ist allgemein bekannt. Polglich zeigt selbst dann, wenn
der Probekörper keinerlei Änderung in seinen magnetischen und elektrischen Eigenschaften aufweist, nicht nur der effektive
ohmsche Widerstand, sondern auch die effektive Induktivität
der erregten Heßspule Änderungen, was die Meßgenauigkeit der
entsprechenden Vorrichtung erheblich herabsetzt und in extremen Fällen die Messung vollkommen unmöglich macht. Daher sollten
die herkömmlichen Verfahren soweit wie möglich vor Einflüssen,
die von der räch ändernden Spaltbreite zwischen dem Probekörper
und" der Heßspule verursacht werden, nämlich vor jeder Herabsetzung der Heßgenauigkeit bewahrt werden. Bisher ist
jedoch keine Gegenmaßnahme gegen das obengenannte Indern der effektiven Impedanz der Eeßspule in Betracht gezogen worden.
Ein gebräuchliches Verfahren, die Einflüsse der Änderung
der Spaltbreite zu mildern,besteht darin, ein Heßspulenpnar
vorzusehen, das einander gegenüber unter nahezu gleichen Bedingungen
angeordnet int, um die Änderungen in der effektiven Impedanz beider Keßspulen auszugleichen oder die Änderungen
durch eine elektrische Rückkopplung zu unterdrücken.
Es ist daher das Ziel der Erfindung, ein Verfahren zum Hessen der magnetischen oder elektrischen Eigenschaften eines ferromagnetischen
Materials vorzuschlagen, mit dem es möglich ist, sehr wirkungsvoll Änderungen im induktiven Anteil der effektiven
Impedanz der Meßspule zu verringern, deren Auftreten aus der Änderung der Spaltbreite zwischen dem ferromagnetischen
Frobekörpsr und der Heßspule zu erwarten sind, ohne irgendeine
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äussere Kompensationseinrichtung vorzusehen.
Es sind Untersuchungen mit einem Verfahren zum Hessen der Änderungen der magnetischen oder elektrischen Eigenschaften eines
ferromagnetischen Probekörpers angestellt worden, "bei dem eine
Wechselspannung vorgeschriebener Frequenz von einer Meßsignal-
quelle an eine Inder Nähe des Probekörpers angeordnete Meßspule
gelegt wird, um die Spule zu erregen, und eine sich ändernde Spannung zwischen beiden Enden der erregten Spule gemessen
wird. Als Ergebnis wurde gefunden, daß die effektive Impedanz der erregten Meßspule während der Messung die im folgenden
beschriebenen spezifischen Änderungen zeigt, die von der Frequenz, der an die Meßspule angelegten Spannung und von dem
obengenannten Spalt abhängen.
Wenn nämlich die Frequenz der an die Meßspule angelegten Spannung und der Spalt so gewählt sind, daß sie einen optimalen
Wert (im folgenden als "maximaler Wert" bezeichnet) haben, dann bleibt der induktive Anteil der effektiven Impedanz der erregten
Keßspule nahezu konstant, während sich allein deren ohmscher Anteil ändert, obwohl sich die Spaltbreite zwischen dem
Probekörper und der Meß spule mehr oder weniger während der Messung ändern kann.
Es hat sich weiterhin bestätigt, daß dann, wenn entv/eder die Frequenz der an die Keßspule angelegten Spannung oder die Spaltbreite von dem obengenannten maximalen Wert abweicht, die eigenartige
Erscheinung auftritt, daß sich nicht nur der ohmsche Anteil sondern auch der induktive Anteil der effektiven Impedanz
der erregten Maßspule ändert und insbesondere der induktive Anteil mit steigender Abweichung der Frequenz und der Spaltbreite
vom obengenannten maximalen V/ert eine deutlichere Änderung
zeigt, die nicht durch die sich ändernden magnetischen oder
elektrischen Eigenschaften des Probekörpers selbst verusacht wird.
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Das erfindungsgemäße Meßverfahren'ist dementsprechend dadurch
gekennzeichnet, daß die Frequenz eines von einer Signalquelle der Meßspule gelieferten Meßsignals und die Breite des obengenannten
Spaltes so gewählt werden, daß es möglich ist, den induktiven Anteil der effektiven Impedanz der erregten Spule selbst dann auf
einen nahezu festgelegten Wert zu halten, wenn sich der Spalt etwas ändern sollte, was den Vorteil bietet, daß Änderungen in
den magnetischen oder elektrischen Eigenschaften verschiedener Arten von ferromagnetischen Materialien genauer als mit den bekannten
Verfahren gemessen werden können.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand der zugehörigen Zeichnung näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine schematische Querschnittsansicht einer beim erfindungsgemäßen Verfahren verwandten Induktionsspule, mit der
insbesondere die Temperatur gemessen werden kann, der verschiedene Arten ferromagnetischer Materialien ausgesetzt werden.
Figur 2 zeigt ein schematisches Blockschaltbild einer aus der in
Figur 1 dargestellten Spule bestehenden Vorrichtung zur Messung der Temperatur eines ferromagnetischen Materials.
Figur 3. zeigt in einem Diagramm die Beziehung der Breite eines Spaltes zwischen dem Probekörper und der Meßspule, der Temperaturmeßvorrichtung,
zu der Frequenz eines Meßsignaloszillators, die durch Ändern dieser zwei Faktoren erhalten wurde, wobei die
Frequenz eines Meßsignals, das vom Oszillator der βρμίβ geliefert
wird, gleich 1 gesetzt ist, wenn der Spalt 1 mm breit ist.
Figur 4- zeigt in einem Diagramm die Beziehung des Innendurchmessers
der in Figur 2 dargestellten Spule zur optimalen Frequenz des Oszillators, wenn die Breite des obengenannten Spaltes
festliegt.
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Figur 5 zeigt in einen Diagramm die Beziehung zwischen der sich
ändernden Höhe der Temperatur des Probekörpers und den· daraus resultierenden Änderungen in der Frequenz des Oszillators, wobei
die Temperatur des Probeköroers unter der Bedingung gemessen
sich
wurde, daß die Spaltbreitejin einem Bereich von +_ 2 21m ändert und
die Schwingungsfrequenz und der Spalt zwischen dem Probekörper und der Spule von Figur 2 so gewählt waren, daß sie den. durch
das erfindungsgemäße Verfahren bestimmten optimalen Wert aufwiesen.
Figur 6 zeigt ein schematisches Blockschaltbild einer abgewandelten
Vorrichtung zum Hessen der Temperatur eines ferromagnetischen
Materials, bei der durch zwei Spulen vom gleichen Typ, wie er in Figur 1 dargestellt ist, und zwei Impedanzelemente eine
Brückenschaltung gebildet ist.
Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung der Fall beschrieben,
bei dem das erfindungsgemäße Verfahren auf ein Messen der Temperatur der verschiedenen Arten ferromagnetischer Materialien
angewandt wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eins Spule 11 verwandt, die , wie in Figur 1 dargestellt, angeordnet ist. Es ist ein
Spulenkörper 13 aus einem wärnebeständigen, feuchtigkeitsfesten,
nichtmagnetischen, wenig thermisch deformierbaren Isoliermaterial wie einem Polyacetal-Kunststoff oder Polytetrafluoräthylen'
(Delrin oder Teflon) oder Bakelit vorgesehen. Der Spulenkörper 13 weist einen Durchmesser D von etwa 30 bis 200 mm und eine
Dicke W von mehr als 10 mn auf und ist, v/ie es später oeschrieben
wird, mit einer Ringnut 12 versehen, die an einer Stelle etwa 3 mm von der Stirnfläche versetzt ausgebildet ist, die dem Probekörper
zugewandt ist, deren Innendurchmesser d = etwa der Hälfte oder einem Drittel des obengenannten Durchmessers D
des Spulenkörpers ist und deren Breite t etwa 1 bis 3 nun. beträgt
und die folglich einen Querschnitt aufweist, der einem H ähnelt.
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In die Ringnut 12 des Spulenkörpers 13 ist ein Leiter, "beispielsweise
ein als Isolation mit einem Polyvinylfornialdehydliarz
überzogener Draht mit einen Durchmesser von etwa 0,3 Bin
um den mittleren Teil der Nut 12 in einer Anzahl von übereinander liegenden Schichten gewickelt, wie es in Figur 1
dargestellt ist, um die Spule 11 zu bilden, die den gewünschten Induktivitätswert (etwa 16 mH bei dieser Aus-führungsfora) und
einen vorgeschriebenen Innendurchmesser Dm aufweist.
Im folgenden wird das erfindungsgenäße Meßverfahren unter Bezug
auf eine Temperatürmeßvorrichtung beschrieben, die eine, wie
oben beschrieben, aufgebaute Spule 11 enthält und zum Kessen
der Temperatur verschiedener Arten von f err omagne ti sehen Iiaterialien
verwandt vdrd.
Figur 2 zeigt ein schenatisches Blockschaltbild der Tenperaturmeßvorrichtung.
Die Vorrichtung enthält einen ließsignalresonanzoszillator
23 —it einem Rückkopplungswiderstand "22, der
zwischen die Eingangs- und Ausgangskienme eines gewöhnlichen
Verstärkers 21 geschaltet ist. Der Oszillator 23 weist einen parallel geschalteten Resonanzkreis 24 auf, der die Frequenz
des Oszillators 23 festlegt. Der Resonanzkreis 24 besteht aus
einer Spule 111, die, wie in Figur 1 gezeigt, aufgebaut ist und mit einem Spalt G in Abstand von einem gegebenen ferromagnetir.chen
Material 25, beispielsweise einer Zinnplatte von
etwa 2,3 mm Dicke angeordnet ist, deren Temperatur gemessen
werden soll, und aus einem Kondensator 26, der parallel zur Spule 111 oder, was ebenfalls möglich ist, mit dieser Spule
in Reihe geschaltet ist. Der obengenannte Resonanzoszillator
25 wird als Quelle für die FIeßsignale verwandt. Die Ausgangsklenmo
des Oszillators 23 ist mit einem Frequenzmesser 23
verbunden, dessen Ausgangsklemme, falls erforderlich, über einen Digital-Analog-Umsetzer 29 weiter mit einem Analog Aufzeichner
50, v.'ie einem gewöhnlichen Videoband-Aufseichnungsgerät
oder einem Schreibos silloskop verbunden ist.
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Bei einer wie oben beschrieben angeordneten Temperaturmeßvorrichtung
wurde der folgende Versuch durchgeführt. Der Probekörper 25 wurde in Längsrichtung festgelegt und auf konstanter
Temperatur gehalten. Die normalisierte Frequenz f.. des Oszillators
23 wurde mit 1, wenn der Spalt zwischen dem Probekörper und der Spule 111 1 mm betrug und mit f bezeichnet, wenn der ~
gezeigte Spalt eine bestimmte Breite aufwies. Die Beziehung der Spaltbreite G zum Frequenzverhältnis £χ/ϊ·» wurde dadurch
bestimmt, daß die Spaltbreite G und die Frequenz f variiert wurden. Die Ergebnisse sind in Fig. 3 dargestellt. Aus dieser
Figur ist ersichtlich, daß dann, wenn die Frequenz f des Oszillators Werte zeigt, die kleiner als 10 kHz und größer als
20 kHz sind,die Fr.equenz f sich beträchtlich ändert, wenn die Spaltbreite G 1 bis 2 mm von dem anfangs für den Versuch bestimmten
V/ert abweicht, was zu einer merklichen Änderung des induktiven Anteils der effektiven Impedanz der erregten Spule
111 führt.
Wenn im Gegensatz dazu die Frequenz f des Oszillators 23
einen bestimmten V/ert zwischen 10 und 20 kHz aufwies, wurde dieser Wert nahezu konstant gehalten, wenn, die Spaltbreite G
so gewählt wurde, daß sie einen optimalen Wert aufwies, obv/ohl der Spalt G später um etwa 1 bis 2 mm von diesem optimalen
Wert abweichen konnte, wodurch es möglich war, wenigstens den induktiven Anteil der effektiven Impedanz der erregten Spule
111 nahezu konstant zu halten.
Die gestrichelte Kurve 31 in Fig. 3 zeigt, daß der optimale Wert für die Spaltbreite G bei et v/a 5,5 mm für eine Oszillatorfrequenz
von 10 kHz, bei etwa 4,3 mm für 12 kHz, bei etwa 3,4 mm für 14 kHz, bei etwa 2,6 mm für 16 kHz, bei etwa 2 mm für 18 kHz
und bei etwa 1,3 nim für 20 kHz liegt, daß nämlich der optimale
V/ert progressiv mit steigender Frequenz des Oszillators 23 absinkt (d.h., daß der Kondensator 26 in Fig. 2 eine kleinere
Kapazität aufweist).
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Die Spule 111, die bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungs- ·
form verwandt wurde, weist wie es in Pig. 1 gezeigt ist}einen
Außendurchmesser D = 150 mm und einen Innendurchmesser Dm = mm auf und die Ringnut 12 des Spulenkörpers 13 hat einen Innendurchmesser
d von etwa 50 mm.
Untersuchungen haben gezeigt, daß die optimale Frequenz des Oszillators 23 in einem Bereich liegt, der durch den Außendurchmesser
D der Spule 111, dem Innendurchmesser d der Ringnut 12 und die Art des verwandten Spulendrahtes wenig beeinflußt wird,
ι jedoch größer wird, wenn der Innendurchmesser Dm der Spule 111
! absinkt und umgekehrt kleiner wird, wenn der Durchmesser Dm an~
steigt.
j Beispielsweise liegt der Bereich der optimalen Frequenz des
': Oszillators 23 wie oben beschrieben etwa zwischen 10 und 20 kHz
j für einen Spuleninnendurchmesser Dm von etwa 100 mm, zwischen
etwa 11 und 22 kHz für etwa 50 mm, zwischen etwa 12 und 24 kHz
ι für etwa 25 mm und zwischen etwa 9,5 und 18 kHz für etwa 150 mm.
Fig. 4 zeigt in einem Diagramm die Beziehung des Innendurchmessers
der Spule 11 zu dem Bereich der optimalen Frequenz des Oscillators
23, wobei eine Spaltbreite G- zwischen dem Probekörper 25 und der Spule 11, die den oben genannten Innenmesser Dm aufweist,
von etwa 5 mm gewählt wurde.
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß der Bereich der Optimalfrequenz des Oszillators 23 umso schmaler ist je größer der Innendurchmesser
der Spule 11 ist und umso breiter ist, je kleiner dieser Innendurchmesser ist.
In der Praxis gibt jedoch eine Spule 11 mit einem kleinen Innendurchmesser
Anlaß zu einer erheblichen Änderung im Bereich der optimalen Frequenz des Oszillators 23, wenn sich der optimale
Viert der Breite des Spaltes G zwischen dem Probekörper 25 und der Spule 11 ändert, was die Meßgenauigkeit der betreffenden
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Vorrichtung herabsetzt. Umgekehrt hat eine Spule mit einem
großen Innendurchmesser den Nachteil, daß ihre Abmessungen und folglich ihre Kosten ansteigen, wohingegen kein Problem mit der
Meßgenauigkeit auftritt. Am praktischsten ist daher eine Spule mit einem Innendurchmesser, der im Bereich zwischen etwa 25
und.etwa 200 mm liegt.
Fig. 5 zeigt in einem Diagramm die Beziehung zwischen der Frequenz des Oszillators 23 und der Temperatur des Probekörpers
25, die zwischen etwa 20°C und etwa 100 G variiert, wobei für die Breite des Spaltes G ein optimaler Wert von etwa 5 mm und
für die Frequenz f des Oszillators ein optimaler V/ert von etwa
10 kHz in der Annahme gewählt wurden, daß die Spaltbreite G später um + 2 mm vom optimalen V/ert abweicht.
Die Änderung der Temperatur des Probekörpers 25 führt zu einer Änderung seiner elektrischen Leitfähigkeit oder magnetischen
Permeabilität, was Änderungen der effektiven Impedanz der erregten
Spule 111 und folglich der Frequenz f des Oszillators 23
hervorruft. Wenn daher die Änderungen in der Frequenz f durch den Frequenzmesser 28 gemessen werden, können die Änderungen in
der Temperatur des Probekörpers 25 aus den sich ändernden Meßwerten des Frequenzmessers 28 leicht ermittelt werden.
Die Ergebnisse der Temperaturmessung, die in Fig. 5 dargestellt
sind, stimmen gut mit denjenigen Ergebnissen überein, die durch eine herkömmliche Temperaturmeßvorrichtung mit direktem Kontakt
erhalten werden, bei der beispielsweise ein Thermoelement ver- '
wandt ist, und zeigen3daß eine Meßgenauigkeit von + etwa 5°C
im Bereich von wenigstens 0° bis 1500G erzielt wurde.
Fig. 6 zeigt ein schematisches Blockschaltbild einer abgev/andelten
Temperaturmeßvorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Bei der in Fig. 6 dargestellten Vorrichtung
er, bilden zwei Spule 11R und 11L vom gleichen Typ, wie/ln Fig. 1
dargestellt wurde, und zwei Impedanzelemente Z1 und Z2 gemeinsam eine Brückenschaltung. Zwischen die Eingangskleinmen der
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Brückenschaltung 41 ist als Quelle 42 für die Meßsignale ein Wechselstromgenerator geschaltet, um eine gewünschte Spannung
zwischen den Ausgangsklemmen der Schaltung 41 zu erzeugen. In diesem Fall ist eine der Spulen 11R und 11L (beispielsweise 11L)
mit dem oben genannten Spalt G im Abstand von einem ferromagnetischen Probekörper 43 angeordnet, dessen Temperatur gemessen
werden soll. Als Frequenz eines Oszillators ist der oben erwähnte optiamle Wert gewählt worden. Die andere Spule 11R ist
eine Vergleichs- oder Blindspule, die einem ferromagnetischen
Probekörper 44 der gleichen Art wie der vorher beschriebene Probekörper 43 zugewandt angeordnet ist, und bei der Messung
zum Vergleich benutzt wird.
Bezüglich der in Fig. 6 dargestellten Temperaturmeßvorrichtung
sei angenommen, daß die Temperatur des tatsächlichen Probekörpers 43 gemessen wird, während er fortlaufend in Längsrichtung
läuft« Dann kann die sich ändernde Temperatur des Probekörpers 43 in Form von Änderungen in einer Spannung zwischen den Ausgangsklemmen
der Brückenschaltung 41 gemessen v/erden. Y/enn in diesem Fall der Spalt G zwischen dem Probekörper 43 und der zur
tatsächlichen Messung verwandten Spule 11L und die Frequenz des Oszillators 42 nicht so gewählt sind, daß sie die oben genannten
optimalen Y/erte aufweisen, dann werden Änderungen im Spalt G
zu Änderungen nioht nur des ohm1sehen Anteils sondern auch des
induktiven Anteils der effektiven Impedanz der Spule 11L führen, die zur tatsächlichen Messung verwandt wird, und zwar selbst
dann, wenn der Probekörper 43 selbst keine sich ändernde Temperatur aufweist. Wenn im Gegensatz dazu der Spalt G und die Frequenz
des Oszillators 42 auf die optimalen Werte festgelegt sind, die durch das erfindungsgemäße Verfahren vorgeschrieben v/erden, dann
wird der induktive Anteil der effektiven Impedanz der-Spule 11L
konstant gehalten v/erden, solange der Probekörper 43 selbst keine Temperaturänderungen zeigt, und zwar selbst dann, wenn der
Spalt G später etwas in seiner Breite variiert. In diesen Falle ändert sich allein der ohm'sche Anteil. Dementsprechend erleichtert
eine Temperaturmeßvorrichtung zur Durchführung des
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erfindungsgemäßen Verfahrens die vektorielle Phasenanalyse
im Hinblick auf die sich ändernden Spannungen, die an die Ausgangsklemmen
der Brückenschaltung 41 angelegt sind und von sich ändernden Temperaturen des Probekörpers 43 verursacht werden,
was den Vorteil bietet, daß eine hohe Meßgenauigkeit bei der Messung der Temperatur des Probekörpers erzielt wird.
Die vorhergehenden Ausführungsformen beziehen sich auf den Fall, bei dem eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens beim Messen der Temperatur verschiedener Arten ferromagnetischer Materialien verwandt wurde. Es ist
offensichtlich, daß diese Vorrichtung ebenso v/irkungsvoll dazu verwandt werden kann,Fehler und geschweißte Abschnitte eines
ferromagnetische^ Probekörpers festzustellen.
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Claims (5)
- Patentansprüche
- Verfahren zum Messen der magnetischen oder elektrischen Eigenschaften eines Probekörpers aus einem ferromagnetischen Material, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wechselspannung mit vorgeschriebener Frequenz an eine in der Nähe des Probekörpers angeordnete Meßspule angelegt wird, um diese Spule zu erregen, die Änderungen in der an beiden Enden der Spule angelegten Spannung gemessen werden, um Änderungen in den magnetischen oder elektrischen Eigenschaften des Probekörpers festzustellen, wobei die Frequenz des Meßsignales, das der Meßspule von einer Meßsignalquelle geliefert wird, und ein Spalt zv/ischen dem Probekörper und der Heßspule so gewählt sind, daß sie Werte aufweisen, die es ermöglichen, den induktiven Anteil der effektiven Impedanz der erregten Meßspule selbst dann nahezu konstant zu halten, wenn sich der Spalt später während der Messung etwas ändert.
- 2» Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Quelle für die Meßsignale ein Resonanzoszillator ist, dessen Resonanzkreis die Meßspule und einen Kondensator enthält, um die Frequenz des Oszillators festzulegen, und daß die Änderungen in den magnetischen oder elektrischen Eigenschaften des Probekörpers in Form der Änderungen der Frequenz eines Meßsignals von der Ausgangsklemme der Meßspule gemessen werden, die vom Oszillator erregt wird.
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- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet» daß die Quelle für die Meßsignale ein Wechselstromgenerator ist, der mit einer Brückenschaltung verbunden ist, die aus der Meßspule, einer Vergleichsapule des gleichen Type wie die Meßspule und zwei Impedanzelenienten besteht, und daß die Änderungen in den magnetischen oder elektrischen Eigenschaften des Probekörpers in Form von Änderungen in der vektoriell analysierten Phase einer zwischen die Ausgangsklemmen der Brückenschaltung liegenden Spannung gemessen werden, die die tatsächlich durch den Generator erregte Meßspule und die Vergleichsspule enthält.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßspule mit einem Außendurchmesaer von etwa 30 bis etv/a 250 mm dadurch gebildet wird, daß ein Draht in eine Ringnut gewickelt wird, die in ein wärmebeständiges, feuchtigkeitsfestes, nicht magnetisches, thermisch wenig deformierbares Isoliermaterial geschnitten ist, das einen Querschnitt aufweist, der nahezu einem H ähnelt, da die Ringnut etwa 3 nun von der Oberfläche des Isoliermaterials, die dem Probe— körper zugewandt ist?versetzt ausgebildet ist.409810/0873
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP47081153A JPS4939462A (de) | 1972-08-15 | 1972-08-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2341088A1 true DE2341088A1 (de) | 1974-03-07 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732341088 Pending DE2341088A1 (de) | 1972-08-15 | 1973-08-14 | Verfahren zum messen der magnetischen oder elektrischen eigenschaften eines ferromagnetischen materials |
Country Status (4)
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| JP (1) | JPS4939462A (de) |
| DE (1) | DE2341088A1 (de) |
| FR (1) | FR2196711A5 (de) |
| GB (1) | GB1444155A (de) |
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Families Citing this family (4)
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| DE2726370C2 (de) * | 1977-06-10 | 1981-09-24 | Basf Ag, 6700 Ludwigshafen | Meßverfahren und Meßeinrichtung zur Bestimmung der Homogenität von Magnetdispersionen |
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| FR2677125B1 (fr) * | 1991-05-30 | 1997-01-17 | Micrel | Appareil et procede de detection de defauts sur pieces metalliques. |
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1972
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1973
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- 1973-08-15 GB GB3862073A patent/GB1444155A/en not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US5001426A (en) * | 1987-10-09 | 1991-03-19 | Fraunhofer-Gesellschaft Zur Forderung Der Angewandten Forschung E.V. | Magnetometer for measuring the magnetic moment of a specimen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2196711A5 (de) | 1974-03-15 |
| JPS4939462A (de) | 1974-04-12 |
| GB1444155A (en) | 1976-07-28 |
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