DE2235545B2 - Stellungsgeber - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Stellungsgeber gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Ein derartiger Stellungsgeber ist in den Forschungsberichten des Landes Nordrhein-Westfalen Nr. 811/60
auf den Seiten 9 bis 11 beschrieben. Bei diesem wird die Meßrolle über frei laufende, durch Federn vorgespannte
μ Rollen an das Stahlband angedrückt. Der Winkelgeber
wird von der Meßrolle über eine Zahnradübersetzung angetrieben. Bei dem bekannten Stellungsgeber führen
jedoch durch Temperaturänderung hervorgerufene Längenänderungen des Stahlbandes zu Meßfehlern, da
*5 das Stahlband an seinen Enden fest eingespannt ist.
Ferner liegt die Meßrolle unter Druck und auf kleiner Fläche an dem Stahlband an. Das Meßergebnis wird
daher auch durch das Altern der die frei laufenden Andrückrollen andrückenden Feder und durch die
Abnützung der Meßtrommel beeinträchtigt. Weiter sind Stahlband und Meßrolle nicht geschützt, und das
Meßergebnis wird durch Verschmutzung der Anordnung unkontrollierbar verschlechtert.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist somit die Schaffung eines Stellungsgebers, der bei möglichst einfachem und kompaktem Aufbau eine präzise Messung der gegenseitigen Lage der linear gegeneinander bewegbaren Teile unabhängig von den Umgebungsbedingungen ermöglicht und diese auch
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist somit die Schaffung eines Stellungsgebers, der bei möglichst einfachem und kompaktem Aufbau eine präzise Messung der gegenseitigen Lage der linear gegeneinander bewegbaren Teile unabhängig von den Umgebungsbedingungen ermöglicht und diese auch
noch nach längerer Betriebszeit gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird bei einem Stellungsgeber gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 diese
Aufgabe gelöst durch die Merkmale des Kennzeichens dieses Anspruches.
In der US-PS 34 49 833 ist ein Gerät zur Digitalisierung von Kurven beschrieben, bei dem ein in den
Koordinatenrichtungen verschiebbarer Nachführstift über Drahtseile jeweils einen Winkelgeber antreibt.
Dabei sind die Enden eines Drahtseiles jeweils über eine Feder miteinander verbunden. Diese Federn dienen
jedoch nicht dazu, die Spannung im Drahtseil auf einen vorgegebenen konstanten Wert zu bringen, sondern nur
dazu, eine Vorspannung des Drahtseiles zu erzeugen, die zur Vermeidung von Schlupf auf der Antriebsrolle
des Winkelgebers und anderer Führungsrollen ausreicht.
In dem Buch von Knab »Übersicht über Kinematik/ Getriebelehre«, Selbstverlag Nürnberg 1930 ist ferner
auf der Seite 166 ein beweglicher Abtrieb dargestellt, mit dem eine auf einem Schlitten gelagerte Arbeitswelle
unabhängig von der Schlittenstellung längs des Maschinenbettes angetrieben wird. Hierzu läuft ein Riemen
über zwei bei den Enden des Maschinenbetts gelagerte Riemenscheiben und umschlingt durch zwei freilaufende
Riemenscheiben geführt eine auf der Ärbeitswelle befestigte Riemenscheibe. Diese bei Riemenantrieben
bekannte Riemenführung wird auch anderweitig (DT-AS 11 01 096; 1161 047) angewendet. Ebenso ist es
bei Werkzeugmaschinen bekannt, zur Schutzabdeckung von leistenförmigen Teilen wie Maßstäben usw
Faltenbälge vorzusehen (DT-AS 11 01 096).
Ferner ist in der DT-OS 16 98 010 ein Laser-Interferometer
beschrieben, bei dem djx zwischen den gegeneinander beweglichen Spiegeln liegende Raum
durch einen Balg abgeschlossen ist, um Schwankungen des Brechungsindexes der Luft in der Meßstrecke
auszuräumen.
Bei dem erfindungsgemäß ausgestalteten Stellungsgeber
werden die nachstehenden Vorteile erhalten:
Die gegenseitige Lage der gegeneinander bewegbaren Teile des Stdlungsgebers wird unabhängig von
Temperaturänderungen der Umgebung präzise angegeben. Es ist auch langfristig sichergestellt, daß die
Meßrolle ohne Gleiten auf dem Stahlband abrollt; möglicherweise alternde Andrückfedern für die Meßrolle
werden nicht verwendet. Das Stahlband und die Meßrolle sind bestens gegen Verschmutzung (Staub und
Fett) sowie aggressive Chemikalien geschützt. Schließlieh lassen sich durch einfache Längenänderung des
Stahlbandes unter Verwendung im übrigen gleicher Teile Stellungsgeber mit sehr unterschiedlichem Arbeitsbereich
herstellen. Nachdem derartige lineare Stellungsgeber insbesondere an Werkzeugmaschinen
eingesetzt werden, läßt sich der Stellungsgeber somit leicht an eine beliebige Werkzeugmaschine anpassen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Mit der Weiterbildung gemäß Anspruch 2 wird ein noch besserer Schutz der Präzisionsteile gegen
Verschmutzung erhalten. Etwa beim Zusammenbau des Stellungsgebers in dessen Inneres gelangter Schmutz
wird vom Stahlband abgestreift und gelangt nicht zu der Meßrolle. Zudem wird das Stahlband noch geführt.
Bei der Weiterbildung gemäß Anspruch 3, ist sichergestellt, daß die Bälge nicht auf dem Stahlband
aufsitzen können und hierdurch verschlissen werden, wobei zugleich im Inneren des Stellungsgebers Abriebteilchen
erzeugt wurden. Zugleich ist das Stahlband auch gegen mechanische Beschädigung von außen
geschützt.
Bei der Weiterbildung gemäß Anspruch 4 ist sichergestellt, daß einerseits im Stahlband unabhängig von der
Temperatur eine konstante Vorspannung erzeugt wird, daß andererseits aber das Stahlband beim Messen selbst
fest eingespannt ist und nicht entgegen der Kraft der eine konstante Vorspannung erzeugenden Federanordnung
zusammen mit der Meßrolle bewegt werden kann.
Mit der Weiterbildung gemäß Anspruch 5 wird erreicht, daß zur Betätigung der Feststellvorrichtung
keine zusätzlichen mechanischen Durchführungen benötigt werden, bei denen wiederum Dichtprobleme
auftreten würden.
Mit der vorteilhaften Ausbildung gemäß Anspruch 6 wird erreicht, daß der Stellungsgeber spielfrei arbeitet
und bei Annäherung an eine vorgegebene Stelle von rechts oder von links denselben Entfernungswert zur
Anzeige bringt.
Mit der Weiterbildung gemäß Anspruch 7 werden kompakte Abmessungen des Stellungsgebers erreicht.
Zugleich wird eine vorgegebene Längsverschiebung in eine verhältnismäßig große Drehung umgesetzt.
Die beiden Weiterbildungen gemäß den Ansprüchen 8 und 9 können alternativ Verwendung finden. Bei
einem Stellungsgeber gemäß Anspruch 8 wird ein besonders einfacher Aufbau erreicht und abgesehen von
der Meßrolle und den ihr zugeordneten Führungsrollen sind keine weiteren Rollen erforderlich. Ein Stellungsgeber
gemäß Anspruch 9 ist etwas komplizierter aufgebaut, da an den beiden Enden des Stellungsgebers
Umlenkrollen für das Stahlband vorgesehen sind und die an eine konstante Vorspannung sicherstellende
Federanordnung nicht direkt sondern über eine der Umlenkrollen am Stahlband angreift Andererseits wird
bei gleichen sonstigen Abmessungen und einer vorgegebenen Verschiebung des bewegbaren Teiles des
Stellungsgebers die doppelte Drehung des Winkelgebers erhalten.
!m folgenden wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die
beiliegende Zeichnung näher erläutert In dieser zeigt
Fig. 1 eine seitliche Ansicht eines ersten Stellungsgebers,
der am Schlitten einer Werkzeugmaschine angeordnet ist,
F i g. 2 einen Schnitt durch den in F i g. 1 dargestellten Stellungsgeber in größerem Maßstab, wobei Einzelheiten
der Baugruppen genauer dargestellt sind,
F i g. 3 die Führung des Stahlbandes des Stellungsgebers bei der Meßrolle und die Anordnung des
Winkelgebers,
Fig.4 Einzelheiten des photoelektrischen Winkelgebers,
Fig.5 Einzelheiten der Feststellvorrichtung zum Festlegen des Stahlbandes,
F i g. 6 eine Explosionsdarstellung der eine konstante Vorspannung des Stahlbandes besorgenden Federanordnung
und der dieser zugeordneten Bauteile des Stellungsgebers,
F i g. 7 die Führung des Stahlbandes an dem der in F i g. 6 dargestellten Federanordnung benachbaiten
Ende,
Fig.8 einen Längsschnitt durch einen zweiten Stellungsgeber,
Fig. 9 eine Explosionsdarstellung der in dem Stellungsgeber nach der F i g. 8 verwendeten Federanordnung
zur Einstellung einer konstanten Vorspannung des Stahlbandes,
Fig. 10 eine Explosionsdarstellung der Umlenkeinrichtung für das Stahlband, die bei dem der in Fig.9
dargestellten Federanordnung gegenüberliegenden Ende des Stahlbandes vorgesehen ist.
In Fig. 1 ist ein Stellungsgeber dargestellt, der an einem Schlitten 45 befestigt ist. Der Schlitten 45 kann
mittels eines Handgriffes 46 und einer nicht dargestellten Leitspindel in üblicher Weise verfahren werden. Bei
den Enden des Schlittens sind Träger 47a, 476 angeordnet, welche ein Gehäuse 48 des Stellungsgebers
tragen. In diesem ist ein in Längsrichtung verlaufendes Stahlband 50 angeordnet, das einerseits fest an einem
Block 56 befestigt ist, der seinerseits am Gehäuse 48 oder direkt an dem Träger 476 befestigt ist. Das
gegenüberliegende Ende des Stahlbandes 50 ist in einem verschiebbaren Block 52 befestigt, der über eine
Konstantspannungsfeder 53 und einen Stift 54 am Gehäuse 48 festgelegt ist. Wird mit dem Stellungsgeber
gemessen, so ist der Block 52 festgelegt. Das Stahlband 50 durchsetzt ein Wandlergehäuse, in dem eine
Präzisionsmeßrolle 62 gelagert ist. Mittels zweier freilaufender Leitrollen 63 und 64 wird das Stahlband so
um die Präzisionsmeßrolle 62 geführt, daß es diese über mehr als den halben Umfang berührt. Vom Wandlergehäuse
60 erstrecken sich Bälge 66a und 666 zu den Enden des Stahlbandes 50. Die äußeren Enden
derselben sind mit den Blöcken 52 und 56 verbunden. Die Bälge verhindern, daß sich Schmutz wie Späne und
dergleichen auf dem Stahlband oder der Präzisionsmeßrolle oder den freilaufenden Leitrollen absetzt. Zudem
verhindern sie das Eintreten von Gasen und Dämpfen zu diesen Präzisionsteilen, welche die Güte der
Oberfläche derselben verschlechtern könnten. Die Blöcke 52 und 56 tragen zugleich eine Schutzstange 67,
die sicherstellt, daß die Bälge 66a und 66fc das Stahlband
50 immer umgeben.
In Fig.2 ist die rechte und linke Seite des
Stellungsgebers vertauscht, d. h. dieser ist gegenüber der F i g. 1 um 180° gedreht. Wie F i g. 2 zeigt, weist der
Block 56 einen runden Endabschnitt 68 auf, auf den das linke Ende des Balges 666 aufgeschoben ist. An dem
linken Ende eines mittleren Gehäuses 70, daß das am Schlitten der Werkzeugmaschine befestigte Wandlergehäuse
60 umschließt, ist ein entsprechender runder Endabschnitt 69 angebracht, auf den das rechte Ende
des Balges 666 aufgeschoben ist. Ähnlich ist am rechten Ende des mittleren Gehäuses 70 ein runder Endabschnitt
7t vorgesehen, auf den das linke Ende des Balges 66a aufgeschoben ist, während das rechte Ende des Balges
66a auf einen runden Endabschnitt 72 aufgeschoben ist, der mit einer vorderen Stirnwand 82 einer am Gehäuse
des Stellungsgebers befestigten Tragplatte 78 angebracht ist.
Das linke Ende der Schutzstange 67 ist an dem runden Endabschnitt 68 befestigt, ihr gegenüberliegendes Ende
ist im Endabschnitt 72 aufgenommen. In den Endabschnitten 69 und 7t sind Durchtrittsöffnungen vorgesehen,
durch welche die Schutzstange 67 unter Spiel hindurchläuft: damit läuft die Schutzstange 67 auch
durch das mittlere Gehäuse 70 hindurch. Auf der anderen Seite des Stahlbandes 50 ist eine weitere
Schutzstange 74 vorgesehen, die ebenfalls von den Endabschnitten 68 und 72 getragen ist. Damit ist
sichergestellt, daß die Bälge 66a und 666 beim Ausdehnen oder Zusammenziehen das Stahlband 50
nicht berühren.
Wie F i g. 2 zeigt, trägt das Ende der Meßrolle 62 eine
Schlitzscheibe 76, die mit der Meßrolle 62 umläuft, wenn
das Stahlband 50 zusammen mit dem Schlitten 45 verfahren wird.
Die Tragplatte 78 trägt an ihrem dem Endabschnitt 72 gegenüberliegenden Ende über einen Träger 79 den
Stift 54. Wie schon ausgeführt, ist am Stift 54 eines der Enden der Konstantspannungsfeder 53 festgelegt, deren
zweites Ende ist an einem Stift 81 festgelegt, der von dem verschiebbaren Block 52 getragen ist. Der Block 52
ist mit einer Gewindebohrung versehen, in die eine Schraube 84 eingeschraubt ist die einen in der
Tragplatte 78 ausgebildeten Schlitz 85 durchsetzt Das rechte Ende des Stahlbandes 50 ist in einem Einschnitt
des verschiebbaren Blockes 52 festgelegt etwa unter Verwendung nicht dargestellter Schrauben.
Um das Innere der Bälge und damit des Stellungsgebers von Schmutz freizuhalten, sind im Endabschnitt 72
Plastik- oder Gummidichtungen 86,87 angeordnet die das Stahlband 50 bei Ohren, wie insbesondere aus F i g. 7
got ersichtlich ist Es sei noch darauf hingewiesen, daß die Schutzstange 74 bei kurzen Stellungsgebern
entbehrlich ist
1st die Schraube 84 gelöst so wird das Stahlband 50,
das an den Blöcken 56 und 52 festgelegt ist durch die Konstantspannungsfeder 53 m der gewünschten Weise
vorgespannt Zum Messen wird der verschiebbare Block 52 durch Anziehen der Schraube 84 dann festgeklemmt
In der F i g. 3 sind Einzelheiten der Führung des Stahlbandes 50 bei der Meßrolle 62 und des
Winkelgebers dargestellt. Das mittlere Gehäuse weist zwei Seitenplatten 91 und 92 auf, in denen die Leitrollen
63 und 64 parallel zueinander, parallel zur Meßrolle 62 und parallel zur Oberfläche des Stahlbandes 50 gelagert
sind. Die freilaufenden Leitrollen 63 und 64 führen das Stahlband 50 um die Meßrolle 62 herum, die bei einem
praktischen Ausführungsbeispiel einen Umfang von etwas weniger als 2,5 cm hat. Der Durchmesser der
Meßrolle 62 wird im Hinblick auf die Dicke des Stahlbandes 50 gewählt. Üblicherweise sollte das
Stahlband die Meßrolle 62 über einen Bogen führen, dessen Radius einem Kreisumfang von genau 2,5 cm
entspricht. Das Stahlband 50 kann eine Dicke von etwa
0,05 mm aufweisen und eine für ein derartiges Stahlband geeignete Meßrolle 62 kann einen Durchmesser von
0,8 cm haben.
Das eine Ende der Welle der Meßrolle 62 trägt die Schlitzscheibe 76, die aus Plastikmaterial oder Glas
gefertigt sein kann und mit aufgedruckten oder eingravierten radialen Linien oder Strichen versehen ist,
die in U nfangsrichtung gleich verteilt sind. Die Schutzscheibe 76 kann auch aus Metall gefertigt sein
und eingeätzte Striche oder durchgehende Schlitze aufweisen. Insgesamt können, 500,1000.1250 oder noch
mehr Striche vorgesehen sein, die zur Ansteuerung eines elektro-optischen Lesers dienen können. Der
elektro-optische Leser weist eine Lichtquelle 94 auf, deren Strahlen durch ein Rohr 95 hindurchlaufen und
auf eine Photozelle % auftreffen können. Die Schlitzscheibe % unterbricht bei Drehung der Meßrolle 62 den
Lichtstrahl, so daß ein gepulstes Lichtsignal auf die Photozelle 96 gegeben wird. Diese erzeugt entsprechende
elektrische Impulse, die auf einen in Fig.2 dargestellten Impulszähler 100 gegeben werden. Wie
aus F i g. 4 ersichtlich ist, ist am Ende des Rohres 95 eine transparente Scheibe 101 angebracht, die mit einem
feststehenden Strichmuster versehen ist. Die Scheibe 101 kann somit als festehende Blende und die
Schlitzscheibe 76 als Unterbrecherscheibe angesehen werden. Die Scheibe 101 ist so angeordnet, daß bei
Drehung der Schlitzscheibe 76 um 90° phasenverschobene
Lichtimpulse erzeugt werden.
In F i g. 5 ist eine Einrichtung zum Festklemmen des
durch die Konstantspannungsfeder 53 gehaltenen Enden des Stahlbandes 50 dargestellt, die an Stelle der
in F i g. 2 dargestellten Kombination von Schlitz 85 und Schraube 84 verwendet werden kann. Die Konstantspannungsfeder
53 ist wiederum an den Stiften 54 und 81 festgelegt und zieht den verschiebbaren Block 52
bezüglich der Tragplatte 78 in der Zeichnung nach links Das Stahlband 50 ist wiederum fest an dem verschiebba
ren Block 52 befestigt und durchsetzt einen benachbar ten Block 103. der fest mit der Tragplatte 78 verbunder
ist In dem Block 103 ist ein Druckstück 104 senkrech
zur Oberfläche des Stahlbandes 50 verschiebbai angeordnet und wird mittels einer Feder 105 an dai
Stahlband 50 angedrückt Das Druckstück 104 is zwischen Wänden 106 des Blockes 103 geführt Di<
Feder 105 ist an ihrem vom Druckstück 104 entfernte!
6c Enden an einem Stößel 108 eines Elektromagneten IO:
festgelegt Bei Betätigung des Elektromagneten 10 kann somit die über das Druckstück M4 auf da
Stahlband ausgeübte Kraft weiter erhöht werdet Damit wird das Band zwischen dem Druckstück 104 un
dem Block 103 eingeklemmt Die Betätigung de Elektromagneten 107 erfolgt über einen nicht dargt
stellten Schalter, durch dessen Betätigung die Bed« mmgsperson ein Freigeben des Stahlbandes durch di
elektromagnetische Feststellvorrichtung herbeiführen kann. Normalerweise wird das Stahlband mit Hilfe der
Konstantspannungsfeder 53 unter vorgegebener Vorspannung gehalten und am Block 103 festgeklemmt.
Damit hat das Stahlband 50 beim Messen eine feste Länge und eine vorgegebene Spannung.
Fig.6 zeigt eine auseinandergezogene Darstellung
der Federanordnung zum Einstellen einer konstanten Vorspannung des Stahlbandes 50. Ein Gehäuse 110 ist
durch nicht dargestellte Schrauben an der Stirnwand 82 befestigt. Diese Schrauben durchsetzen Bohrungen 112,
die in Flanschen 113 des Gehäuses 110 vorgesehen sind.
In eine Bohrung des runden Endabschnittes 72 ist eine Feststellschraube 114 eingeschraubt, die in einen Schlitz
115 hineinbewegt werden kann, in dem das eine Ende der Schutzstange 74 Aufnahme findet. Ähnlich ist im
unteren Abschnitt des Endabschnittes 72 ein Schlitz 116 ausbildet, in dem das eine Ende der Schutzstange 67
mittels einer nicht dargestellten Feststellschraube festgelegt ist. In einen mittleren Schlitz 117 sind die *o
Gummidichtungen 86 und 87 eingesetzt, die über das Stahlband 50 wegwischen, wenn dieses durch die
Konstantspannungsfeder 53 vor- oder zuruckbewegt wird.
Die Gummidichtungen 86 und 87 sind in F ι g. 7 >5
deutlicher dargestellt- Sie sind in durch eine Schulter
begrenzten Ausnehmungen des Schlitzes 117 angeordnet, so daß sie in Längsrichtung nicht verschoben
werden können. Die Gummidtchtungen 86,87 berühren
das Stahlband nur leicht, das zwischen ihnen hegerid zu ¥>
dem verschiebbaren Bk>ck 52 geführt ist. Wie schon
ausgeführt wird das Stahiband 50 zum Messtn
festgetegt »as entweder amer Verwendung der sn
Fig 5 <ÜT£ev.ettie- Feststeövorrscfftursg oder durch
direktes. Fesifegen des verschrebfearen Bioor.«- 52
erfolgen· s.i.ia
4-CTir
5© &J. Da*
»t as essssr, raiec. Abscise- 128
gt daS säe feeses^ Lersrties SJ .^rd 94
des S:~4,"t2s
Verschiebung des Schlittens 45 wieder,
Da das Materiul des Stahlbandes 50 einen thermischen
Ausdehnungskoeffizienten hut, der ii» wc*entl«
chcn dem des Materials des Schlittens 45 cnupricltt,
können termisch bedingte !.tngcnAtukrunge.n in etwa
ausgeglichen werden. Hei sehr stucken Tc
unterschieden kann der StcllungsKchcr jedoch
dadurch wieder optimal eingcMelh wctdcn, tluf.i die
Schraube 84 oder die elektromagnetische Fefitsiellvor
richtung kurz gelöst wird. Damit M beim Meitien um
Stahlband stets unter vorgegebener Vorspannung
zwischen seinen beiden finden eingespannt.
In den f:ig. 8 bis H) ist din anderer SidltiniJt
dargestellt, bei dem anstelle eines* an neini-ii
eingespannten Stahlbanfles ein Ober Uolkn umlitulen
des Stahlband 150 Verwendung findet.
Die Enden des Stahlbandes ΙΉ) feirul in einem drm
Wandlergehäusc 60 entspricheiidcii Wiitidlergehautc
125 befestigt. Dieses ist wiederum an eincifi
Abschnitt der Wcrk/.cugmadchint befcattiit und
wiederum cie I^eitrollcn hl und M ';owie <iic Me(if(illt:
62. Die Mfcßrolle 62 trägl viederurti die Schlu/wheibf:
76.
Das f-estlcgcn des Stahbariden IK) itn WamJlergc
hause 125 erfolg! unter Verwendung von fiUV'itcti 129
und 129. die am Wandlergchäu*c 121 fetigslrgt mui
Das Wandlergehiu«;fc 125 i«t 3η einer Ssits durch rtfitn
abnehmbaren Deckel IK) *»jft -- «rtd luM4i£hi
ven. Wiedemrr: 'jmgebsTi dir. fiil·^. tsh» und hhl>
.Stahlbarsd 150 und tctiü!/«r>
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und Feit. Oz\ Siahiband 150 \ituh um cirss {«
Umterskroiic 131 um, att frsn drehhir? ·η «rif;«:
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Wie Fig.8 zeigt, sind in der rechts gelegenen Seitenwand des Wandlergehäuses 125 Dichtstücke 152
und 153 angeordnet. Das Stahlband 150 läuft zwischen ihnen hindurch. An der linken Seitenwand des
Wandlergehäuses 125 sind entsprechende Dichtstücke 154 und 155 vorgesehen, zwischen denen das Stahlband
150 ebenfalls durchläuft.
Fig. 10 zeigt Einzelheiten des in Fig.3 links gelegenen Endes des Stellungsgebers. Der Träger 132
ist mit einem runden Endabschnitt 161 versehen, auf den das linke Ende des Balges 666 aufgeschoben werden
kann. Eine zur Lagerung der Umlenkrolle 131 vorgesehene stiftförmige Welle 163 ist in transversale
Bohrungen 162 des Endabschnittes 161 eingesetzt.
Der in den Fig.8 bis 10 dargestellte Stellungsgeber
arbeitet im wesentlichen genauso wie der in den F i g. 1 bis 7 dargestellte. Bei Verschiebung des Schlittens 45
bezüglich des fest an der Werkzeugmaschine angebrachten Wandlergehäuses 125 treibt das durch die
Leitrollen 63 und 64 geführte Stahlband die Meßrolle 62 an, die durch diese mitbewegte Schlitzscheibe 76
unterbricht den zur Fotozelle 96 gerichteten Lichtstrahl und die von der letzteren erzeugten elektrischen
Impulse werden im Impulszähler 100 ausgewertei und angezeigt.
Das Anbringen des in Fig.8 dargestellten Stellungsgebers an der Werkzeugsmaschine erfolgt derart, daß
zunächst die Träger 132 und 136 angeschraubt werden, dann das Stahlband um die L'mlenkrollen, die Leitrollen
und die Meßrolle herumgelegt wird, hierauf die linden des Stahlbandes über Druckstücke 169 und Feststellschrauben
168 im Wandlergehäuse 125 festgelegt werden und dann das Stahlband in der gewünschten
Weise vorgespannt wird. Es versteht sich, daß das Innere des Stellungsgebers zunächst gereinigt worden
ist; der Innenraum des Stellungsgebers kann schließlich noch mit trockener Luft oder einem inerten Gas gefüiit
werden, nachdem an den Trägern 132 und 136 noch mittels Schrauben 166 Abdeckungen 165 angebracht
sind. Damit wird verhindert, daß Staub oder Schmutz in den Stellungsgeber eintreten kann. Zum Schutz gegen
mechanische Beschädigungen kann der gesamte Stellungsgeber durch eine weitere, nicht dargestellte von
dem Schlitten 45 getragene Abdeckung geschützt werden.
Beim Messen bewegt der Schlitten 45 das Stahlband 150 mit. Hierdurch wird die Meßrolle 62 angtrieben, und
zwar doppelt so schnell wie bei dem in den F i g. I bis 7 dargestellten Stellungsgeber. Dies ist darauf zurückzuführen,
daß die Enden des Stahlbandes 150 im Wandlergehäuse 125 festgelegt sind und der Schlitten
bei seiner Bewegung beide Trums des Stahlbandes bewegt. Infolgedessen unterbricht die Schlitzscheibe 71
auch den von der Lichtquelle 94 ausgestrahltei Lichtstrahl doppelt so oft wie bei dem Stellungsgebei
nach den F i g. 1 bis 7 und infolgedessen kann eini Verschiebung des Schlittens 45 auch mit der doppelter
Genauigkeit gemessen werden.
Das bei den oben beschriebenen Stellungsgeberr verwendete Stahlband ist dünn, damit es um eine
Meßrolle mit einem Durchmesser von etwa 0,78 cm
ίο herumgelegt werden kann. Auch die Breite des
Stahlbandes kann noch gemäß dem betrachteten Anwendungsfall gewählt werden. Anstelle eines Stahlbandes
kann auch ein Band aus einem anderen Metall, einer Metallegierung oder sogar aus Kunststoff
iS verwendet werden. Einige Typen verstärkter Kunststoff-
und Glasfaserbänder haben eine ausgezeichnete Dehnungsfestigkeit und zudem einen Ausdehnungskoeffizienten,
der dem des Werkzeugmaschinenteiles, an dem das Ba id angebracht wird, vergleichbar ist.
Zur Erhaltung höchster Präzision bei den oben beschriebenen Stellungsgebern muß die Längsachse des
Stahlbandes der Bewegungsrichtung des Schlittens bzw. des bewegten Teiles der Werkzeugmaschine genau
entsprechen, damit jeglicher seitlicher Schlupf des Stahlbandes an der Meßrolle vermieden wird. Eine
genau präzise Ausrichtung ist jedoch nicht immer möglich und selbst dort, wo sie möglich ist, häufig sehr
schwierig durchzuführen. Anstelle einer präzisen Ausrichtung des ganzen Stahlbandes kann eine präzise
Ausrichtung des durch das Wandiergehäuse hindurch laufenden Abschnittes des Stahlbandes vorgenommen
werden. Hierzu können weitere Präzisionsführungsrollen 290 verwendet werden, die paarweise im Wandlergehäuse
angeordnet sind. Deren Drehachse steht senkrecht zur Bewegungsrichtung des Stahlbandes, so
daß die Ränder des Stahlbandes durch die zylindrischen Laufflächen der Präzisionsführungsrollen seitlich geführt
sind. Damit wird die gewünschte präzise Ausrichtung des Stahlbandes bezüglich der Meßrolle 62
erhalten. Insgesamt ist bei jeder der Seitenwände des Wandlergehäuses jeweils ein Paar von Präzisionsführungsrollen
290 angeordnet, und zwar vorzugsweise bei dem inneren Ende der Dichtstücke. Die in den Fig.3
und 8 dargestellten Präzisionsführungsrollen sind in Präzisionskleinstkugellagern gelagert. Bei Verwendung
der Präzisionsführungsrollen 290 braucht der außerhalb des Wandlergehäuses befindiiche Abschnitt des Stahlbandes
nur innerhalb angemessener Toleranzen ausgerichtet zu werden, wenn das Wandlergehäuse mit
üblicher Sorgfalt angebracht ist, so daß das Stahlband in Querrichtung gedehnt wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
- Patentansprüche:I. Stellungsgeber zur Erfassung der gegenseitigen Lage zweier linear gegeneinander bewegbaren Teile, welcher ein auf dem ersten der gegeneinander bewegbaren Teile angeordnetes, gespanntes Stahlband, eine auf dem zweiten der gegeneinander bewegbaren Teile angeordnete, auf dem Stahlband abrollende Meßrolle und einen durch diese angetrie benen Winkelgeber aufweist, wobei zur Führung des Stahlbandes bei der Meßrolle zumindest eine frei laufend auf diesem abrollende Leitrolle vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Stahlband (50; 150) durch eine eine konstante Vorspannung erzeugende Federanordnung (53, 54, 81) gespannt wird und so durch ein im wesentlichen allseits geschlossenes mittleres Gehäuseteil (70; 125) in welchem die Meßrolle (62), der Winkelgeber (76, 94 bis 96, 101) und zwei freilaufende Leitrollen (63, 64) gelagert sind, geführt wird, daß es die Meßrolle (62) mindestens zur Hälfte umschlingt, daß ferner Bälge (66a, 666) einerseits dicht mit dem mit dem zweiten der gegeneinander bewegbaren Teile verbundenen mittleren Gehäuseteil (70; 125) und andererseits dicht mit Gehäuseendteilen (68,72; 132, 136) verbunden sind, welche ihrerseits fest auf dem ersten der gegeneinander bewegbaren Teile angeordnet sind, und daß eines der Gehäuseendteile (72; 136) eine dicht auf ihm aufgesetzte Kammer (52; 138) trägt, in der die eine konstante Vorspannung erzeugende Federanordnung (53,54,81) angeordnet ist.
- 2. Stellungsgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Stahlband (50; 150) durchquerten öffnungen des mittleren Gehäuseteils (70; 125) Dichtstücke (152 bis 155) aufweisen, die unter geringem Spiel zum Stahlband 50; 150) angeordnet sind oder auf diesem gleiten.
- 3. Stellungsgeber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Schutzeinrichtungen (74,67) sich parallel zu dem gespannten Stahlband (50; 150) zwischen den Gehäuseendteilen (68,72; 132,136) erstrecken.
- 4. Stellungsgeber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Feststellvorrichtung (104 bis 108), durch welche das mit dem Stahlband (50; 150) zusammenwirkende Ende der eine konstante Vorspannung erzeugende Federanordnung (53, 54, 81) in seiner Lage lösbar verriegelt wird.
- 5. Stellungsgeber nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststellvorrichtung (104 bis 108) durch einen Elektromagneten (107) betätigt wird.
- 6. Stellungsgeber nach einem der Ansprüche 1 bis5, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßrolle (62) direkt mit der Antriebsachse des Winkelgebers (76, 94-%, 101) verbunden ist.
- 7. Stellungsgeber nach einem der Ansprüche 1 bis6, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Meßrolle (62) kleiner als 2,54 cm ist.
- 8. Stellungsgeber nach einem der Ansprüche 1 bis7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende des Stahlbandes (50) an einem der Gehäuseendteile (68) befestigt ist, während das gegenüberliegende Ende an der eine konstante Vorspannung erzeugenden Federanordnung (53,54,81) befestigt ist.
- 9. Stellungsgeber nach einem der Ansprüche 1 bis7 dadurch gekennzeichnet, daß beide Enden des Stahlbandes (150) am mittleren Gehäuseteil (125) befestigt sind, und daß das Stahlband (150) über zwei in den Gehäuseendteilen (132, 136) angeordnete Rollen (131,142) umläuft, von denen eine (131) eine feste Drehachse aufweist, während die zweite (142) in axialer Richtung verschiebbar an der eine konstante Vorspannung erzeugenden Federanordnung (53,54,81) angebracht ist
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